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16.01.2018

Beliebte Spiele: Grand Theft Auto V

11-13 Jahre
14-17 Jahre
Unterhaltung
Spiele
Sonstige
Toolbeschreibung
☕️
3 Minuten Lesezeit

Grand Theft Auto (kurz GTA) ist eine unter Jugendlichen sehr beliebte Computerspiel-Serie. Der Ego-Shooter ist erst ab 18 Jahren freigegeben – also eigentlich nicht für Kinder und Jugendliche geeignet.

Kurz gefasst:

  • Schießspiel aus der Ich-Perspektive in einer fiktiven Welt
  • zahlreiche für Kinder und Jugendliche nicht geeignete Inhalte (Gewalt, Folter, Prostitution etc.)
  • Multi-Player-Modus mit der Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen
  • Spiel für PC, Playstation, Sony PSP und Xbox oder als ergänzende Spiele-App

Was ist Grand Theft Auto V?

GTA V (5) ist die aktuelle Version der populären Spielereihe. Der Spieler oder die Spielerin schlüpft in die Rolle eines Kriminellen und muss in einer fiktiven Stadt Missionen und Aufgaben erfüllen. Man bewegt die Figur durch eine 3-D-Welt und muss z. B. einen Banküberfall begehen, ein Auto stehlen, einen Mann foltern oder Frauen zur Prostitution zwingen. Durch die Ich-Perspektive und die realistische Grafik kann man besonders tief eintauchen und das Spiel als sehr echt empfinden.

Das Spiel gibt es auch als Online-Multiplayer, bei dem sich die Spieler gemeinsam in der Welt bewegen und miteinander kommunizieren können.

Was fasziniert Jugendliche an dem Computerspiel?

Unter den 14- bis 17-Jährigen gehört GTA zu den beliebtesten Spielen. Weil die Gamer eine Rolle einnehmen, Aufgaben mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden in vielen Levels erledigen müssen, ist das Spiel spannend. Der Wettbewerbscharakter und das gemeinsame Spiel mit anderen „Gleichgesinnten“ im Multiplayer-Modus lässt einen dabei bleiben.

Jugendliche können in Computerspielen neue Dinge erfahren. Dazu zählt auch, dass sie hier Grenzen austesten und überschreiten können – in einer fiktiven Welt ohne Konsequenzen. Mit einem solchen Spiel fühlen sich einige Jugendliche schon älter als sie eigentlich sind. Sie beweisen sich selbst und gegenseitig, dass sie so ein Spiel schon spielen und die Inhalte ertragen können, auch wenn sie eigentlich noch zu jung sind.

Was ist problematisch an dem Angebot?

Das Austesten von Grenzen und Grenzerfahrungen ist für Jugendliche ganz natürlich. Bei GTA V geht es an einigen Stellen fast nur darum. Das Spiel stellt teilweise sehr drastisch Gewalt dar, auch ohne dass es für den Spielverlauf notwendig ist. Besonders problematisch sind Folterszenen und die fragwürdigen Darstellungen von Frauen: minderwertig, schwach oder als Prostituierte. Aus diesem Grund kommt die USK zu einer Alterseinstufung von 18 Jahren. Minderjährigen darf das Spiel also nicht verkauft oder zugänglich gemacht werden. Trotz oder wegen dieser klaren Regelung versuchen Jugendliche das Spiel zu spielen und können mit Inhalten und Darstellung in Berührung kommen, die nicht für ihr Alter geeignet sind. Die Folge – natürlich je nach den individuellen Voraussetzungen des Kindes – können Verängstigung oder Verstörung sein, aber z. B. auch ein dauerhaft verzerrtes Frauenbild.

Was meint der Anbieter?

Grand Theft Auto V ist eines der erfolgreichsten Spiele weltweit und gilt in der Gaming-Szene als Kultspiel. Da der Online-Modus nur verfügbar ist, wenn man auch das Spiel erworbenund dementsprechend auch sein Alter nachgewiesen hat, ist der Anbieter nicht zu weiteren Schutzmaßnahmen verpflichtet. Hier sind also in der Folge der Handel, Online-Game-Stores und in der letzten Konsequenz Sie als Eltern in der Pflicht.

Was sollten Eltern beachten?

Auch wenn nicht jedes Kind gleich ist und unterschiedliche Entwicklungsstände hat, sollten Eltern die Alterseinstufungen bei allen Medienangeboten  ernstnehmen. Diese werden von erfahrenen Prüfern in kontrollierten Prüfverfahren festgelegt. Nutzen Sie bei Online-Zugängen zu Spielen die technischen Einstellungsmöglichkeiten z. B. bei der Spielekonsole.

Natürlich lässt sich nicht ganz vermeiden, dass Ihr Kind durch Freunde oder auf anderen Wegen in Kontakt mit dem Spiel kommen kann. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Ego-Shooter und Computerspiele, wenn Sie wissen, dass diese genutzt werden. Dabei sollten auch Inhalte und deren Wirkung zur Sprache kommen und deutlich gemacht werden, dass nicht alles der gesellschaftlichen Realität entspricht.

Auch Gruppendruck kann dazu führen, dass Ihr Kind das Spiel unbedingt ausprobieren möchte. Besprechen Sie sich mit anderen Eltern und überlegen Sie sich ein gemeinsames Vorgehen im Umgang damit.

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