menu
logo elternguide
Internetguide für Eltern
logo elternguide
Internetguide für Eltern

Fortnite

Kurz gefasst:

  • Sehr beliebtes Videospiel von EPIC Games
  • Zählt zu den Battle-Royale-Spielen
  • Mindestalter laut Anbieter ab 12 Jahren
  • Sowohl kostenlose Spielversion für Android und iOS als auch kostenpflichtige Spielversion für Computer und Konsolen
  • Enthält In-App-Käufe

Was ist Fortnite?

Das Computerspiel “Fortnite” umfasst aktuell zwei Spielvarianten. In der kostenpflichtigen Variante muss man mit anderen Spielern eine Festung aufbauen, um die letzten menschlichen Überlebenden vor Zombies zu schützen. Weitaus bekannter und beliebter ist die  kostenlose Variante “Fortnite Battle Royale”, in der es darum geht, alle Mitspieler zu töten, um selbst zu überleben.

Auch wenn Waffengewalt die einzige Handlungsoption ist, enthält Fortnite keine detaillierten Gewaltszenen. Im Spiel selbst fließt kein Blut und es gibt keine Leichen zu sehen. Sobald man stirbt, wird man aus der Welt teleportiert und kann erst in der nächsten Runde von vorne starten. Auch die Cartoon-Optik des Spiels verharmlost die Gewaltszenen.

Fortnite können Jugendliche alleine oder mit bis zu drei Mitspielern spielen. Dabei unterhalten sie sich über Headsets.
Seit März 2018 gibt es die mobile Version des Spiels für Smartphones und Tablets. Es ist bereits jetzt absehbar, dass sich der Hype um “Fortnite Battle Royale” weiter fortsetzen wird.

Was fasziniert Kinder und Jugendliche an diesem Angebot?

Vor allem Kinder und Jugendliche sind von Fortnite fasziniert und nur selten hat ein Spiel einen so großen Hype ausgelöst, sicherlich auch weil es kostenlos und über verschiedene Plattformen spielbar ist. Besonders für Anfänger ist es leicht, in das Spiel einzusteigen, da keine Vorkenntnisse vorhanden sein müssen. Wenn mit Freunden gemeinsam gespielt wird, kommt die Absprache und Interaktion innerhalb eines Teams dazu. Diese Faktoren erzeugen eine Mischung aus Sucht und Emotionalität, wenn eine Runde beispielsweise kurz vor dem Ende verloren wird.

Was ist problematisch an dem Angebot?

Dieser Survival-Shooter wirkt auf den ersten Blick relativ unbedenklich. Wegen der Altersfreigabe ab 12 Jahren ist Fortnite aber stark in der Kritik. Die Gewaltszenen werden zwar comichaft und verharmlost dargestellt, dennoch ist es Ziel des Spiel, sich gegenseitig umzubringen. Besonders Kinder und Jugendliche könnten dieses Bewusstsein sehr schnell verlieren.

Da sich die Figuren in Fortnite schnell „umbringen“ lassen, kann schon in kurzer Zeit Frust entstehen, wenn es den eigenen Helden trifft. Fortnite ist zudem sehr stressig, da man ständig auf der Hut sein und seine Umgebung nach Bedrohungen abscannen muss. Manche Kinder sind sehr anfällig für solchen Stress und könnten sich dadurch schnell überfordert fühlen.

Um Fortnite spielen zu können, musst man einen Account bei EPIC Games anlegen. Dafür ist die Angabe einer E-Mail-Adresse und notwendig. Das Alter wird nicht abgefragt.
Bei Fortnite spielt man weltweit gegen andere Spielerinnen und Spieler jedes Alters. Der Spielechat lässt sich nicht ausschalten und man kann nicht auswählen, gegen wen man spielt.

Das Spiel ermöglicht den Kauf von virtueller Währung, sogenannten V-Bucks. Damit können virtuelle Gegenstände wie Outfits, Siegestänze oder auch ein Zugang zu wöchentlichen Herausforderungen gekauft werden. Diese Gegenstände und Funktionen sind für das Spiel zwar nicht notwendig, aber gerade für Kinder und Jugendliche spannend. Die Zusatzpakete kosten aktuell zwischen €9,99 und €99,99.

Was meint der Anbieter?

Der Anbieter selbst hat sich bisher zu den Kritikpunkten nicht geäußert.

Was sollten Eltern beachten?

Viele Eltern machen sich Sorgen, ob Fortnite für ihr Kind geeignet ist und haben ein schlechtes Gefühl dabei, ihr Kind dieses Spiel konsumieren zu lassen.

Kinder unter 12 Jahren sollten das Spiel auf keinen Fall spielen. Wenn Ihr Kind älter ist und den Wunsch hat, Fortnite zu spielen, sehen Sie sich das Spiel selbst vorher an und entscheiden Sie, ob es reif genug dafür ist. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, warum es Fortnite spielen möchte. Spielen Sie gemeinsam und lassen sich erklären, worum es geht.

Versuchen Sie auch Ihrem Kind bewusst zu machen, dass es in Fortnite immer noch um Gewalt geht und sie diese nicht unterschätzen dürfen. Seiten Sie als Ansprecherpartner da, wenn es auf unangemessene Inhalte stößt. Vergessen Sie nicht, dass Computerspiele nicht unbedingt gewalttätig machen.

Wenn Sie die Sorge haben sollten, dass Ihr Kind süchtig nach Fortnite werden könnte, sollten Sie Spielzeiten mit Ihrem Kind vereinbaren. Da es keine Pause-Funktion bei Fortnite gibt, würden Sie mit der Ansage „Nur noch 5 Minuten“ Ihrem Kind keinen Gefallen tun. Vereinbaren Sie deshalb eine Rundenanzahl. Einzelne Runden in Fortnite dauern im Schnitt 10 bis 25 Minuten.

In Fortnite können Spieler, die sich unangebracht verhalten, über das Spielmenü gemeldet werden. Vermitteln Sie auch Ihrem Kind dieses Wissen.

Problematisch ist die Kommunikation mit Fremden via Headset, das erforderlich ist, um die Gegner- und Umgebungsgeräusche wahrzunehmen. Um mitzubekommen, wer auf welche Weise mit Ihrem Kind kommuniziert, sollten Sie die alternative Tonausgabe über den Fernseher aktivieren. Diese Einstellungsmöglichkeit finden Sie in den Settings der jeweiligen Konsole.