menu
logo elternguide
Internetguide für Eltern
logo elternguide
Internetguide für Eltern

Videostreaming: Das neue Fernsehen?!

Was ist das?

Erinnern Sie sich noch an das Gefühl, wenn der Tag, an dem eine neue Folge Ihrer Lieblingsserie im Fernsehen lief, näher rückte und Sie alles so geplant haben, um pünktlich vor dem gemeinsamen Familienfernseher im Wohnzimmer zu sitzen? Dieses Szenario gehört größtenteils der Vergangenheit an. Immer mehr Kinder und Jugendliche sehen heute Videos, Filme und Serien online über legale Streaming-Dienste. Das Video-on-Demand-Prinzip („Video auf Abruf“) lässt jederzeit unbegrenzten Konsum zu. Dieses nicht-lineare Fernsehen macht es möglich, dann zu schauen, wenn man gerade möchte mit dem Gerät seiner Wahl – ob Smartphone, Computer oder einem internetfähigen Smart-TV.

Das Angebot dafür ist riesengroß: Es gibt kostenpflichtige Online-Videotheken wie Netflix oder Amazon Prime und kostenlose Videostreaming-Plattformen wie YouTube mit von Nutzern selbst produzierten Inhalten. Auch viele Fernsehsender stellen ihre Sendungen kostenlos oder teilweise kostenpflichtig über eigene Mediatheken bereit. Einige Sender bieten außerdem einen Livestream an, so dass man sich – wie beim traditionellen analogen Fernsehen – das aktuell laufende Programm online anschauen kann.
Diese große Auswahl steht natürlich auch Kindern und Jugendlichen zur Verfügung. Wenn sie ein eigenes Smartphone, einen Tablet oder Computer mit Internetzugang haben, lässt sich kaum kontrollieren, was sie sehen. Stellen Sie deshalb sicher, dass Ihr Kind nur die Inhalte schaut, die für ihr oder sein Alter geeignet sind.

Wie funktioniert Videostreaming?

Um Filme und Serien online abzuspielen, benötigt man lediglich ein internetfähiges Endgerät. Das kann ein Smartphone sein, ein Tablet, Laptop, Computer oder ein Fernseher mit Internetanschluss, ein sogenannter Smart-TV. Streaming bedeutet, sich Inhalte anschauen zu können, ohne diese auf das eigene Gerät herunterladen und abspeichern zu müssen. Es ist teilweise auch zeitbegrenzt möglich, sich einzelne Filme oder Serien herunterzuladen und sie offline abzuspielen.

Was fasziniert Kinder und Jugendliche besonders am Streamen?

Attraktiv ist die große Vielfalt an aktuellen und ausgewählten Serien, Filmen und Dokumentationen, die theoretisch zu jeder Tages- und Nachtzeit angeschaut werden können. Für Kinder und Jugendliche ist es inzwischen normal, sich die Lieblingssendung nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt ansehen zu müssen, wie es beim „normalen“ Fernsehen der Fall ist. Außerdem kann man  sich einfach eine neue Folge der Lieblingsserie anschauen, während man z. B. im Bus oder in der Bahn sitzt.

Was sollte man beachten?

Wie auch beim Fernsehprogramm gibt es auf Streaming-Portalen Filme und Videos mit Inhalten, die nicht für Kinder geeignet sind und sie verängstigen können. Aber auch Streaming-Dienste unterliegen dem „Jugendmedienschutz-Staatsvertrag“ und müssen die gesetzlichen Freigaben der FSK (Freiwillige Selbstkontrolle) übernehmen. Gibt es für Filme oder Serienfolgen keine FSK-Bewertung, müssen sie die Altersbewertungen selbst vornehmen und sich dabei auch an deutsches Recht halten.

Die Kriterien für selbst vorgenomme Altersfreigaben sind nicht unbedingt ersichtlich. Machen Sie sich deshalb darüber hinaus unbedingt über die Möglichkeiten des Kinder-bzw. Jugendschutzes des jeweiligen Streaminganbieters schlau und nutzen Sie die angebotenen Funktionen und Einstellungen wie Passwörter und PINs. Mehr dazu erfahren Sie in unseren Beschreibungen der Dienste Netflix und Amazon Prime.

Legen Sie bestimmte Zeitfenster fest, in denen geschaut werden darf. Die Medienzeit sollte immer nur eine von vielen anderen, nicht-medienbezogenen Aktivitäten sein. Wenn Sie nicht sicher sind, wie viel Zeit Ihr Kind vor dem Fernseher oder Laptop verbringen sollte, finden Sie hier auf der Website mehr Informationen.
Fragen Sie Ihr Kind nach seinen Lieblingsserien oder Filmen und schauen Sie sich diese gemeinsam an. Je nach Alter Ihres Kindes sollten Sie Filme und Videos zusammen anschauen, sodass Ihr Kind für den Fall, dass es doch etwas Gruseliges oder Bedenkliches darin gibt, nicht damit allein gelassen ist.