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Internetguide für Eltern
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Medien selber machen – Mit der Fotokamera unterwegs

Es gibt viele Möglichkeiten, kleine Medienprojekte mit Kindern zu realisieren. Besonders unkompliziert sind Projekte rund ums Thema Fotografie. Denn eine Kamera gibt es eigentlich in jeder Familie, ob im Smartphone oder als eigenes Gerät. Außerdem ist man beim Fotografieren weder vom Internet noch von einer Steckdose abhängig (wenn der Akku geladen ist). Viele Ideen können also auch draußen umgesetzt werden!
Viele Kinder ab einem Alter von etwa 10 Jahren haben bereits ein eigenes Smartphone und damit auch eine digitale Kamera. Mit dieser können sie schnell Erlebtes festhalten. Auch mit dem Selfie-Modus wird herumexperimentiert.
Welche Art von Kamera Sie nutzen, ob Fotokamera, Smartphone oder Tablet spielt in den meisten Fällen keine Rolle. Mit Fotoprojekten können Sie gemeinsam mit Ihrem Kind kreativ werden und ausprobieren, was man außer Selfies und Urlaubsschnappschüssen fotografieren kann.

Nah und fern

Wer selber fotografiert weiß, dass der Blick durch die Kameralinse oft eine andere ist. Beim Fotografieren ändern sich Perspektiven und Größenverhältnisse vollkommen. Gehen Sie mit Ihrem Kind auf Entdeckungsreise. Besonders gut geeignet ist dafür zum Beispiel die Makrofotografie, das heißt, Sie gehen ganz nah an Objekte heran. Wenn vorhanden, können Sie auch den Zoom der Kamera zur Hilfe nehmen. Blumen, Insekten und andere Sachen wirken damit viel größer. So können Sie gemeinsam Dinge entdecken, die Sie vorher nicht beachtet haben. Nicht weniger spannend ist es, wenn man Fotos aus großer Entfernung oder Höhe macht. Man kann sich auf die Suche nach den besten Orten zum Fotografieren machen.

Pusteblume – Foto von Brian Ceccato

Perspektiven-Wahnsinn

Diese Fotoaktion kennen Sie vielleicht aus dem Urlaub in Paris oder Pisa. Dort entstehen Fotos, die so aussehen, als würde man den Schiefen Turm stützen oder den Eiffelturm zwischen Zeigefinger und Daumen behutsam festhalten.
Die Technik nennt man erzwungene Perspektive. Damit kann man Objekte größer oder kleiner wirken lassen, als sie eigentlich sind, indem man sich dazu in bestimmter Entfernung positioniert. Dabei entstehen oft lustige Fotos, die nicht der Wirklichkeit entsprechen.
Solche Perspektiven-Fotos kann man ganz einfach auch zu Hause oder draußen umsetzen, denn jedes Gebäude oder jeder Gegenstand lässt sich in witzige und verrückte Perspektiven zwingen. Probieren Sie es einfach mal mit Ihren Kindern aus – „spielen“ Sie mit verschiedenen Perspektiven.

Ein witziges YouTube-Video, um sich inspirieren zu lassen, gibt’s hier:

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https://www.youtube.com/watch?v=kF3kp1g-jOg_%_

Foto-Story

Kennen Sie noch die Fotolovestories aus der Bravo? Dahinter steckt das simple Comic-Prinzip, bei dem Bilder und kurze Texte miteinander kombiniert werden. Fotos erzählen immer Geschichten und Kinder lieben Geschichten. Denken Sie sich gemeinsam eine kleine Geschichte aus und verpacken Sie diese als Foto-Story. So können Kinder auch ihr Schauspieltalent ausprobieren.Noch einfacher ist es, Collagen zu einem bestimmten Thema wie „Tiere“ oder „Natur“ zu erstellen. Mit verschiedenen Apps können Sie kinderleicht Bilder bearbeiten, anordnen und Texte hinzufügen. Mit „Pic’s Art Foto und Collage“ und „Pic Collage-Foto bearbeiten“ lassen sich Bilder bearbeiten, Collagen erstellen und Sticker einfügen. „Snapseed“ dagegen setzt auf Filter und das Korrigieren von Schärfe und Kontrast.

Fotos veröffentlichen

Wenn Ihr Kind besonders gelungene Fotos gemacht hat, kann es diese in einer Kinder-Foto-Community wie Knipsclub oder Kamerakinder anderen Kindern präsentieren. Während auf Instagram und Co. meistens der strahlende Filter, ein virtueller Blumenkranz auf dem Kopf oder das rauschende Meer im Hintergrund zu vielen Likes führt, geht es beim Knipsclub oder den Kamerakindern um das Wesentliche: das Fotografieren. Viele Fotoaktionen und die Ernennung des „Foto des Monats“ regen zum Mitmachen und Ausprobieren an. In der digitalen Ausstellung können Bilder mit „Gefällt mir“ markiert und kommentiert werden. Kinder bis etwa 12 Jahren können sich untereinander austauschen. Eine Kinder-Foto-Community ist ein sicherer Ort, um die Möglichkeiten eines Sozialen Netzwerks in einem geschützten Raum auszuprobieren, bevor Ihr Kind ab dem Jugendalter auf Instagram und anderen Social Apps Fotos und anderes postet. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, welche Art von Fotos es mit anderen teilt und welche vielleicht auch niemanden etwas angehen.

Eine weitere tolle Idee, für fortgeschrittene Fotografinnen und Fotografen ist das Malen mit Licht, auch Lightpainting genannt. Eine Anleitung, wie man das mit Kindern umsetzen kann, gibt’s hier: https://www.gutes-aufwachsen-mit-medien.de/informieren/article.cfm/key.3384/aus.2/StartAt.1/page.1/uactive.2/cookie.2

Noch mehr Ideen und Tipps für das Fotografieren mit Kindern gibt es ebenfalls beim Knipsclub und den Kamerakindern.