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„Nur noch diese eine Runde!“ – Games in der Familie

„Ich höre gleich auf – wirklich!“ Kommt Ihnen diese Aussage von Ihrem Kind bekannt vor? Dann ist er oder sie bestimmt ein großer Fan von Computer- oder Konsolenspielen. Digitale Spiele sind für viele Kinder und Jugendliche eine beliebte Freizeitbeschäftigung, bei der sie ihre spielerischen Fähigkeiten einsetzen und trainieren können. Aber sie führen auch zu Konflikten, wenn z. B. Spiele gespielt werden wollen, die nicht für das Alter geeignet sind oder länger gespielt wird als vereinbart.

Computerspiele können in den unterschiedlichen Lebensphasen bestimmte Kompetenzen fördern. So können Spieleapps zum Beispiel helfen, den Umgang mit Zahlen und Sprache im Vorschulalter zu erlernen. Ältere Kinder und Jugendliche können mit Games ihre Problemlösefähigkeiten verbessern. Spiele, ob am Computer, Handy oder am Küchentisch sind außerdem unterhaltsam und machen Kindern, Jugendlichen aber auch Erwachsenen Spaß.

Tipps für den Umgang mit Computerspielen in der Familie

Um Konflikte rund um Gaming in der Familie zu vermeiden, haben wir die wichtigsten Empfehlungen zusammengefasst:

Faszination verstehen und Interesse zeigen

Lassen Sie sich zeigen, wie ein Spiel funktioniert und was Ihr Kind daran so begeistert. Nicht immer werden Sie die Faszination nachempfinden können, nehmen Sie Ihr Kind mit seiner Begeisterung dennoch ernst. Denken Sie daran, sich auch Spieleapps zeigen zu lassen, die auf dem Smartphone laufen. Sehen Sie sich gemeinsam die Einstellungen (z. B. zu In-App-Käufen) an.
Beobachten Sie Ihr Kind beim Spielen und fragen Sie nach. So können sie erkennen, ob es Realität und Fiktion auseinanderhalten kann und ob es die dargestellten Inhalte versteht. Spielen Sie auch mal gemeinsam!

Spiele ausprobieren und Beurteilungen lesen

Vertrauen Sie nicht zu sehr auf Kundenbewertungen auf Online-Portalen, da man nicht sicher sein kann, ob sie echt sind. Verlassen Sie sich besser auf seriöse pädagogische Beurteilungen und auf Ihr eigenes Urteilsvermögen. Testen Sie Spiele aus und entscheiden Sie mit Hilfe der pädagogischen Bewertungen und USK-Einordnungen, ob ein Spiel für Ihr Kind geeignet ist.

Linkliste mit pädagogischen Bewertungen von Computerspielen: https://www.spieleratgeber-nrw.de/Gute-und-unbedenkliche-Computerspiele.3032.de.1.html

Mehr hilfreiche Beurteilungen gibt es bei https://www.spielbar.de/spiele/

Regeln vereinbaren

Legen Sie gemeinsam feste Zeiten fest, zu denen gespielt werden darf. Auch die Spieledauer sollte festgehalten werden und sich nach Ihren Erfahrungen mit dem eigenen Kind richten. Es gibt Empfehlungen für unterschiedliche Altersgruppen, die Sie hier nachlesen können.

Was beim Zocken gar nicht funktioniert, ist, zu einem bestimmten Zeitpunkt aufzuhören. Besser ist es, wenn Sie vereinbaren, dass mit dem Ende eines Levels aufgehört wird. Alle Regeln sollten für Ihr Kind gut nachvollziehbar sein.

Weitere praktische und übersichtliche Tipps gibt es auch bei Klicksafe.

Alternativen zum Zocken

Jedes Kind braucht Zeiten, in denen es sich bewegen und unabhängig vom Bildschirm Dinge erleben kann – am schönsten ist das gemeinsam mit Freundinnen und Freunden und natürlich mit Ihnen!

Spiele sind kein Druckmittel

Man sollte das Spielen nicht verbieten, weil das Kind Mist gebaut hat oder Computerspielen als Belohnung nutzen. Denn dadurch bekommt es nur einen höheren Stellenwert.