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Internetguide für Eltern
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Internetguide für Eltern

Dailymotion

YouTube ist das beliebteste Online-Angebot bei Jugendlichen. Aber auch andere Videoportale werden gern genutzt, wie zum Beispiel Dailymotion. Informieren Sie sich hier, was Dailymotion Ihrer Familie bieten kann und worauf man als User achten sollte.

Kurz gefasst

  • weltweit bekanntes Videoportal mit Hauptsitz in Frankreich
  • im Jahr 2005 in Paris gegründet mit weltweit 300 Millionen Nutzer (eigene Angaben)
  • eingebundene Werbung vorhanden
  • als Browserversion verfügbar sowie als App für Android und iOS-Geräte
  • keine eindeutige Altersbeschränkung vorhanden

Was ist das?

Dailymotion zählt zu den bedeutendsten Videoportalen im Netz und bietet eine große Auswahl an Inhalten für jedes Alter. Bei Familien ist es sehr beliebt, weil man hier z. B. alle Pippi-Langstrumpf-Filme sehen kann.

Die Videos auf Dailymotion kann man ohne Account anschauen. Das Portal finanziert sich über Werbung. Deshalb ist auf der Seite und vor vielen Clips Werbung geschaltet.

Man kann sich aber auch via Facebook, einem Google-Account oder per E-Mail auf dem Portal anmelden. Dann kann man einen eigenen Kanal erstellen und dort Videos hochladen oder Kanäle abonnieren bzw. favorisieren, um individuelle, für sich relevante Videos vorgeschlagen zu bekommen. Dailymotion bezeichnet das als den „personalisierten Space“. User können die Videoplattform außerdem nach von Nutzern gegründeten Gruppen, Tags oder Kanälen zu verschiedenen Themen durchsuchen.

Von Dailymotion selbst gibt es keine Angaben zu konkreten Empfehlungen, ab welchem Alter das Videoportal geeignet ist. Laut den Kinderschutz-Hinweisen auf der Webseite sollten User unter 18 Jahren bei der Anmeldung zum Portal das Einverständnis ihrer Eltern einholen. Das Alter wird jedoch bei der Registrierung nicht überprüft. Im Google Play Store ist die App mit der Altersbeschränkung USK 12 versehen und im iTunes App Store ab 17 Jahren empfohlen.

Was ist problematisch an dem Angebot?

Da es bei Dailymotion Videos für alle Altersklassen gibt, kann Ihr Kind sehr leicht auf Angebote stoßen, die nicht für sein Alter geeignet sind und z. B. ängstigend oder verstörend sein können. Es lässt sich zwar ein Familienfilter aktivieren, doch zu einigen Suchergebnissen werden trotzdem noch Videos angezeigt, die besonders für jüngere Kinder entweder nicht verständlich oder bedenklich sind. Der Filter lässt sich außerdem leicht durch einen Klick deaktivieren. Nach Abspielen eines Videos beginnt automatisch das nächste Video. Dadurch hat man keinen Einfluss darauf, welche Videos angezeigt werden. Das kann leicht dazu führen, dass sich Ihr Kind ein Video nach dem anderen anschaut und kein Ende findet.

Die Webseite ist größtenteils auf deutsch nutzbar, jedoch gibt es auch einige z. B. englische oder französische Inhalte, was die Handhabung des Angebots insbesondere für Kinder schwierig machen kann.

Was sagt der Anbieter?

Auf der Webseite gibt Dailymotion Informationen rund um Kinderschutz in englischer Sprache. Hier wird den Nutzern geraten, keine persönlichen Informationen über das Internet zu teilen. Bei Dailymotion gibt es die Möglichkeit, selbst erstellte Videos nur im privaten Modus mit ausgewählten Nutzern zu teilen. Für alle Videos gibt es eine Meldefunktion.

Was sollten Eltern beachten?

Bei Dailymotion gibt es nur sehr wenige Sicherheitseinstellungen, mit denen Sie Ihr Kind vor ungeeigneten Inhalten schützen können. Möchte Ihr Kind trotzdem Videos bei Dailymotion anschauen, sollten Sie einschätzen können, ob es sich schon über die möglichen Risiken bewusst ist. Lassen Sie sich von Ihrem Kind die Lieblingsvideos zeigen und entdecken Sie gemeinsam die Welt von Dailymotion. So sind Sie auf der sicheren Seite und sofort zur Stelle, sollten es auf etwas Unangenehmes oder Bedenkliches stoßen.