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Internetguide für Eltern
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Discord und Teamspeak – was ist das eigentlich?

Ihr Sohn oder Ihre Tochter spielt gern Computerspiele? Er oder sie trifft sich regelmäßig mit anderen online bei Teamspeak oder Discord und Sie haben keine Ahnung, was das eigentlich ist? Dann geht es Ihnen wahrscheinlich wie vielen Eltern. Deshalb erklären wir, was hinter diesen Programmen steckt.

Sie selbst nutzen wahrscheinlich WhatsApp oder einen anderen Messenger, um mit Ihrer Familie und Freunden zu schreiben, Emojis und Fotos zu verschicken. Ihre Gaming-Kids haben aber noch ganz andere Programme, über die sie am Laptop oder mit dem Smartphone mit anderen in Kontakt treten. Sie heißen Discord oder Teamspeak. In Deutschland sind sie vor allem aus dem Gaming bekannt und deshalb auch unter Jugendlichen beliebt. Diese Programme sollen mehr können als Nachrichten verschicken. Es geht unter anderem darum parallel zum Spielen mit den Mitspielern via Headset sprechen zu können.

Mehr zum Thema Kommunikation in Online-Games lesen Sie unseren Beitrag.

Teamspeak

Die Plattform gibt es seit dem Jahr 2001. Schon damals wurde sie bei Online-Rollenspielen genutzt. Teamspeak bietet verschiedene Funktionen. Um über Teamspeak zu kommunizieren, verbindet sich jeder Benutzer mit einem Server. Dafür muss man im Regelfall eine monatliche Gebühr zahlen. Spieler können über diese Chat-Software parallel zum Gaming miteinander schreiben und telefonieren. Man kann mit nur einer Person kommunizieren, aber auch in Gruppen miteinander chatten und Dateien austauschen.

Die Teamspeak-App ist kostenpflichtig. Die Nutzung des Webclients kostet nichts. Wenn man ein Spiel auf einem eigenen Server spielen und Teamspeak nutzen möchte, kauft man sich virtuellen Teamspeak-Server.

Discord

Dieses Programm ist seit dem Jahr 2015 kostenlos für alle Plattformen verfügbar. Das Angebot steht in Konkurrenz zu Teamspeak sowie anderen Betreibern von Kommunikationstools, da sich die Funktionsweisen ähneln. Auch bei Discord steht die parallele Nutzung während des Online-Spielens im Vordergrund. Sie können mit anderen Personen privat und in Gruppen telefonieren und chatten. Auch Videoanrufe und das Verschicken von Emojis sind möglich. Es gibt auch eine kostenpflichtige Premium-Variante (“Nitro”), die weitere Features bietet und Mediendateien schneller verschickt.

Von Discord nimmt man an, dass sich darüber Menschen mit rechtsextremen Gedankengut austauschen. Diese Gefahr sollten Sie im Blick haben, falls Ihr Sohn oder Ihre Tochter das Tool nutzen möchte. Wobei nicht auszuschließen ist, dass auch andere Internetprogramme zu solchen Zwecken genutzt werden.

Was sollte man bei den Angeboten beachten?

Wenn Ihr Kind Gamer ist und eines der Programme nutzen möchte, sollten Sie gemeinsam entscheiden, welches geeignet ist.
Recherchieren Sie zu den beiden Angeboten und probieren Sie diese, wenn möglich, vorher aus. Da beide Angebote persönliche Daten erheben, sollten Sie sich auch über die aktuellen Datenschutzregelungen schlau machen.

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die verantwortungsvolle Nutzung solcher Programme und welche Gefahren damit verbunden sind. Persönliche Daten sollten im Chat nicht an fremde Personen weitergegeben werden. Es ist zudem möglich, mit unbekannten Personen in Kontakt zu kommen. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, dass es sich jederzeit an Sie wenden kann, wenn es dabei mit unangenehmen oder ängstigenden Inhalten in Kontakt kommt.