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Internetguide für Eltern
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Medien selber machen: Podcasts

Podcasts anhören macht vielen Kindern und Jugendlichen Spaß. Aber wie wäre es, wenn man auch selbst spannende Geschichten und das, was einen beschäftigt, in einem eigenen Podcast mit anderen teilt? Das ist einfacher als vielleicht gedacht. Wir erklären, wie Sie gemeinsam mit Ihren Kids zu Hause ganz einfach einen eigenen Podcast gestalten, aufnehmen und veröffentlichen können.

Die Vorbereitung

In den meisten Podcast geht es um ein bestimmtes Oberthema. Suchen Sie sich am besten ein Thema, das Sie und Ihre Kinder interessiert und zu dem Sie viel erzählen können.

Überlegen Sie sich außerdem einen Namen für den Podcast. Versuchen Sie einen Namen zu finden, den man sich leicht merken kann und der neugierig macht.

Die Recherche und Ausarbeitung

Sobald das Thema gefunden ist, kann es an die Ausarbeitung der einzelnen Podcastfolge gehen. Suchen Sie sich passend zu Ihrem Oberthema ein konkretes Unterthema. Wenn Sie also beispielsweise einen Podcast zu Kuscheltieren machen wollen, könnte sich die erste Folge auf den Lieblingskuschelbären konzentrieren.

Machen Sie sich nun am besten Stichpunkte mit den wichtigsten Informationen, die Sie später im Podcast einbringen wollen. Hierfür können Sie zum Beispiel interessante Fakten aus dem Internet sammeln und zusätzlich eigene Gedanken, Ideen und Gefühle einbringen.

Für das Beispiel mit dem Lieblingskuschelbären könnte das konkret Folgendes bedeuten: Berichten Sie, wann und wie der Kuschelbär in die Familie kam. Beschreiben Sie den Bären, wie er sich verändert hat und welche Bedeutung er für Ihr Kind hat. Erzählen Sie eine kleine Geschichte!

Für den Einstieg sollten Sie sich eine Begrüßung überlegen. Ein einfaches „Hey und Willkommen beim Podcast ‚Jetzt wird’s kuschelig‘. Wir sprechen heute über Thema Teddybären.“ kann schon vollkommen ausreichen.

Genauso ist eine kurze Verabschiedung wichtig. Hier kann man gern auch sein Publikum einbeziehen: „Was ist denn euer Lieblingskuscheltier? Erzählt uns das doch mal unten in den Kommentaren und schaltet auch nächstes Mal wieder ein. Bis dahin!“.

Wechseln Sie sich beim Erzählen mit Ihren Kindern ab und überlegen Sie, ob nicht auch der Teddy zu Wort kommen kann. Recherchieren Sie außerdem nach passender Musik und Geräuschen, um den Podcast lebendiger zu gestalten. Hilfreich kann dabei diese Übersicht sein.

Die Aufnahme

Eine Podcast aufnehmen, ist oft leichter als gedacht und benötigt keine teure Technik. Dafür reicht ein Smartphone oder Tablet mit einer Sprachmemo-App.

Achten Sie darauf, dass Sie den Podcast in einem ruhigen Raum aufnehmen, um mögliche Störgeräusche zu vermeiden. Außerdem sollte es in dem gewählten Raum nicht zu sehr hallen. Wenn Sie eine Probeaufnahme machen und sich diese anhören, können Sie das einfach feststellen.

Die Positionierung des Aufnahmegeräts hängt von der Anzahl der Sprechenden ab. Gucken Sie nach, wo an dem Gerät das Mikrofon ist – meistens ein kleines Loch unten am Gerät. Das Mikro sollte sich möglichst nah und zentral zu den Sprechenden befinden.

Sprechen Sie laut, deutlich und nicht zu schnell. Probieren Sie es aus, bevor es an die Aufnahme geht.

Die Nachbearbeitung

Für die Nachbearbeitung empfiehlt sich ein einfaches Bearbeitungsprogramm wie Audacity. (Audacity gibt es kostenlos für alle Betriebssysteme.) Damit können Sie mögliche Versprecher und Störgeräusche herausschneiden oder die Lautstärke der Aufnahme anpassen. Mithilfe dieser Anleitung können Sie die Grundfunktionen von Audacity erlernen.

Die Veröffentlichung

Sobald Ihr Familien-Podcast fertig ist und er allen gefällt, können Sie die Datei mit Freunden und anderen Familienmitgliedern teilen. Aber natürlich können Sie sich auch überlegen, diesen im Internet für ein größeres Publikum zu veröffentlichen. Dafür empfiehlt sich z. B. die Plattform Soundcloud. Als Erwachsene können Sie ein Profil anlegen und Dateien hochladen. (Sofern Sie einen kostenlosen Account nutzen, können Sie bis zu 3 Stunden Audiomaterial upladen.) Überlegen Sie vorab genau, ob Sie möchten, dass der Podcast von allen abzurufen sein soll. Fragen Sie auch Ihre Kinder, ob es ihnen recht ist. Es ist bei Soundcloud auch möglich, eine Audiodatei privat zu teilen, sie also nicht für alle öffentlich zu machen.

Wenn Sie Spaß daran haben und Ihr Publikum begeistert zuhört, könnte das Podcasten vielleicht zu einem längerfristigen Familienprojekt werden!