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27.09.2019

Das Leben zum Spiel machen mit Gamification

6-10 Jahre
11-13 Jahre
14-17 Jahre
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Kreativität
Unterhaltung
Apps
Spiele
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2 Minuten Lesezeit
© photothek.net

Kämpft Ihr Sohn lieber stundenlang gegen die Monster aus Fortnite, als Vokabeln zu lernen? Oder baut Ihre Tochter intensiv an einer Stadt in Minecraft und vergisst dabei die Mathehausaufgaben? Natürlich macht Spielen oft mehr Spaß als Lernen. Um die Motivation zu steigern, wird deshalb in der Bildung immer mehr Lernstoff spielerisch und digital vermittelt.

Gamification – Bedeutung und Hintergründe

Bei Gamification werden Prinzipien – wie z. B. Wettbewerb und Belohnung – aus Spielen in andere Kontexte übertragen, die eigentlich nichts mit Spielen zu tun haben – wie etwa Bildung. Auch das Verknüpfen von Lernstoff mit einer Geschichte wird als spielerisches Lernen bezeichnet.

Wenn Ihr Kind also beim Lernen von Vokabeln Level fünf erreicht hat oder beim Kopfrechnen den Klassen-Highscore knackt und dafür einen Sticker als Gewinn erhält, sind das typische Beispiele für Gamification.

Mehr Motivation und Kreativität

Durch Gamification kann Lernen effektiver werden. Denn Schüler lernen mit weniger Druck und Angst, gleichzeitig werden kreative Fähigkeiten freigesetzt. Darüber hinaus können sie sich Lernstoff besser merken, da dieser oft viel anschaulicher vermittelt wird.

Beim spielerischen Lernen mit digitalen Medien kommt hinzu, dass die Motivation bei Schülern steigt, wenn mit Computer und Tablet gelernt wird und die Lernsoftware mehr an ein animiertes Computerspiel erinnert als an öde Physikhausaufgaben.

Spielerisches Lernen in der Schule

Viele Schulen setzen deshalb im Unterricht immer mehr digitaler Spiele und Apps ein. Ob Städtebau mit Minecraft im Geografieunterricht, das Spielen digitaler Schnitzeljagden mit dem Actionbound in Geschichte oder das Erstellen eines Erklärfilms im Deutschunterricht. Allerdings fehlen in vielen Schulen geeignete Geräte, Software und Begleitung. Digitales, spielerisches Lernen kann deshalb auch von zu Hause aus stattfinden.

Gamification zu Hause

Scoyo ist eine Lernplattform, bei der Lernen eher nebenbei stattfindet: Ihr Kind kann auf dem Matheplaneten gemeinsam mit den Mathepiraten rechnen üben und auf der Vokabelinsel mit einer Fußballmannschaft Wörter und Sätze übersetzen, um den Ball ins Tor zu kicken. Für die richtige Lösung gibt es Punkte, die dann gegen ein Fahrrad oder neue Sportschuhe für den Avatar eingelöst werden können. Der Stoff ist angepasst an Klassenstufe, Schulform und Bundesland. Ein alternatives Angebot gibt es unter sofatutor.com. Beide sind auch als App erhältlich. Auch viele Apps für jüngere Kinder funktionieren nach dem Prinzip, so dass Buchstaben oder Zahlen in Form eines Spiels gelernt werden.

Digitales Lernen – Lösung für alles?

Man könnte meinen, dass Lehrbücher und Vokabelkarten schon bald keine Bedeutungmehr haben werden. Doch analoges Lernen bleibt wichtig und sollte nicht vollständig ersetzt werden: Auf Papier liest man beispielsweise ganz anders als auf einem Bildschirm. Und das handschriftliche Schreiben von Vokabeln ist wahrscheinlich weiterhin der beste Weg, sich die richtige Rechtschreibung einzuprägen.

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