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13.12.2019

Discord – Austausch unter Gamern

11-13 Jahre
14-17 Jahre
Kommunikation
Sicherheit
Unterhaltung
Spiele
Toolbeschreibung
☕️
3 Minuten Lesezeit
Foto: Sean Do/Unsplash

Discord ist die Kommunikationsplattform für Gamer. Sie können sich darüber in Foren, Chats, Sprachkanälen auf Servern (wie bei Teamspeak) usw. austauschen.

Kurz gefasst:

  • Kommunikationsplattform, um mit anderen Spielern zu sprechen oder zu schreiben
  • für alle Plattformen kostenlos verfügbar
  • Nutzung laut ABG ab 13 Jahren erlaubt (USK 12)
  • Keine Einstellungsmöglichkeiten für Eltern bzgl. Inhaltsfilterung.

Was ist Discord?

Discord ist sowohl für Computer (Mac, Windows, Linux) als auch für Mobilgeräte (Android, Apple etc.) kostenlos nutzbar. Die dort angelegten Accounts können allerdings zu „Premium-Accounts“ mit einem Abonnement aufgewertet werden.

Discord wird überwiegend von Gamern alternativ zu WhatsApp verwendet, um Freunde und Bekannte nicht aus den Augen zu verlieren und während des Spielens miteinander kommunizieren zu können. Das geschieht über Server, die kostenlos erstellt werden können. Theoretisch könnte auch eine Schulklasse einen Discord-Server eröffnen, um sich dort auszutauschen.

Um einem Server beitreten zu können, muss man eingeladen werden. Dies funktioniert über einen Link, den man vom Ersteller des Servers geschickt bekommt. Diese Links sind entweder nur begrenzte Zeit gültig oder permanent. Influencer der Gaming-Szene nutzen  permanente Links meist, um sich mit ihren Fans auf ihrem Server austauschen zu können. Man kann auch andere Nutzer als Freunde hinzufügen, die dann in einer Freundesliste landen. So kann man mit ihnen in einem privaten Chat schreiben oder sie sogar über einen Sprach- oder Videoanruf kontaktieren.

Die kostenpflichtige Premium-Variante (“Nitro”) bietet attraktive Features, z. B. können Mediendateien schneller verschickt werden und erhält Zugriff auf eine große Bibliothek von Spielen.

Was begeistert Kinder und Jugendliche an Discord?

Für computerspiel-begeisterte Jugendliche ist Discord eine spannende Plattform, da sich hier vor allem die Gaming-Community tummelt. Es ist ein sehr einfacher und günstiger Weg, mit Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben. Die Kommunikation ist quasi anonym, da andere Nutzer keine E-Mail-Adresse oder Handynummer angezeigt bekommen.

Außer zur Kommunikation während des Spielens nutzen sie Discord auch um ihren Stars aus der Gaming-Szene zu folgen und mit ihnen zu interagieren.

Welche Gefahren birgt Discord?

Wie in allen Social-Media-Plattformen werden die Inhalte der Plattform von den Nutzern geteilt – das betrifft auch Dinge, die nicht für Kinder und Jugendliche gedacht oder geeignet sind (Pornografie, gewalthaltige Bilder und Videos etc.). Discord hat in seinen Community-Richtlinien festgelegt, dass Kanäle mit solchen Inhalten gekennzeichnet werden müssen. Beim Nutzer taucht dann eine Altersabfrage auf. Allerdings wird nicht kontrolliert, ob sie wahrheitsgemäß beantwortet wird.

Zudem bietet Discord kaum Möglichkeiten für Eltern, zu beeinflussen, was ihrem Kind angezeigt wird. Im eigenen Account kann man einige wenige Einstellungen treffen, um das Erlebnis sicherer zu gestalten. Diese Einstellungen kann Ihr Kind theoretisch jederzeit selbst wieder ändern.

Was sagt der Anbieter?

Discord ist im Jahr 2015 von der gleichnamigen Firma veröffentlicht worden. Auf der Website gibt es eine Datenschutzerklärung auf Englisch und die Nutzungsbedingungen auf Deutsch. Außerdem findet man dort eine Anleitung zu Account-Einstellungen, mit denen man seinen Zugang und die Privatsphäre schützen kann. Der Elternleitfaden von Discord gibt es leider nur in englischer Sprache.

Worauf sollten Sie als Eltern achten?

Bei der Kommunikation über öffentliche Chaträume in Discord kann Ihr Kind mit Fremden in Kontakt kommen. Besprechen Sie mögliche Gefahren (wie z. B. Cybergrooming) und geben Sie Tipps, wie sich Ihr Kind verhalten soll, wenn ihm beim Chat etwas komisch vorkommt. Zum Beispiel kann man Nutzer blockieren oder sogar (anhand ihrer individuellen Nutzungs-ID) melden. Am sichersten ist es, wenn Ihr Kind nur privat mit den Personen chattet, die in die eigene Freundesliste aufgenommen wurden.

Auch wenn Discord theoretisch bereits mit 13 Jahren erlaubt ist, sollten Sie überlegen, ob Ihr Kind schon reif genug ist, die möglichen Risiken abzuschätzen und damit umzugehen. Bleiben Sie auch bei älteren Kindern immer ansprechbar für Ihr Kind und fragen Sie regelmäßig nach, wie es mit Discord läuft.

 

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