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19.06.2020

Medien als Babysitter

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2 Minuten Lesezeit
0-10 Jahre
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© photothek.net

Kennen Sie das? Es ist Samstag, sieben Uhr morgens: Ihr Kind ist schon munter, während Sie gerne noch ein bisschen schlafen würden. Da kann doch das Tablet kurz einspringen und das Kind beschäftigen, während Sie sich noch einmal umdrehen, oder?

Kinder bei der Mediennutzung begleiten

Ja und nein! Es gibt Momente im Alltag, in denen es einfach praktisch ist, ein bisschen Zeit und Ruhe zu haben, während sich das Kind eine Weile mit dem Tablet oder Handy beschäftigt. Es hat Spaß daran und Sie können sich währenddessen um andere Dinge kümmern. Im Ausnahmefall ist das sicherlich kein Problem. Schwierig kann es sein, wenn es zur Gewohnheit wird.

Denn: Kinder brauchen noch bei vielen Sachen, die sie erst lernen, Begleitung. Dazu gehört auch die Nutzung von Medien. Wie die Begleitung aussieht, hängt vom Alter und ganz individuell von Ihrem Kind ab. Kleinkinder sollten nicht allein gelassen werden, wenn sie sich etwas auf dem Tablet oder im Fernsehen anschauen. So können Sie mitbekommen, was Ihr Kind sich ansieht und wie es damit klarkommt. Außerdem kann es seine Medienerlebnisse mit Ihnen teilen und nachfragen, wenn es etwas nicht versteht. Das ist wichtig, damit Ihr Kind die Inhalte verarbeiten kann. Was Ihr Kind anschaut oder anhört, sollte ebenfalls altersgemäß sein. Halten Sie die Medienzeit gering und geben Sie Ihrem Kind genügend Zeit, um seine Medienerlebnisse zu verarbeiten.

Medien als Babysitter – nur im Ausnahmefall

Ältere Kinder haben schon mehr Medienerfahrung und Sie als Eltern können bereits einschätzen, wie Ihr Kind mit bestimmten Inhalten umgeht. Achten Sie aber auch hier auf altersgerechte Angebote, eine begrenzte Mediendauer und seien Sie zumindest in der Nähe, wenn Ihr Kind Medien nutzt. Wenn Sie nicht dabei sitzen können, können Einstellungen am Gerät und in Apps helfen, dass Ihr Kind nicht auf Inhalte zugreifen kann, die es überfordern oder sogar ängstigen kann.

Am besten ist es, wenn Medien gemeinsam in der Familie genutzt werden, wie z. B. bei einem wöchentlichen Filmabend. Medien sind so Teil des Familienalltags und werden nicht als Aufpasser zweckentfremdet. Denn aufpassen können nur Sie!

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