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Gemeinsam Musik erleben

Dass Musik für Kinder wichtig und schön ist, haben wir in unserem Beitrag Kinderlieder begleiten mit Apps erklärt.

Neben Apps gibt es auch einige Internetseiten und YouTube-Kanäle, die dabei unterstützen, gemeinsam in der Familie Musik zu hören, zu machen und zu entdecken. Wenn Sie selbst kein Instrument beherrschen oder meinen, nicht musikalisch zu sein, können Sie auf diese Weise Ihrem Kind Musik näherbringen.

Kinderlieder auf YouTube

Auf dem Kanal Kinderlieder mit Bobby gibt es Musikvideos mit dem Lama Bobby. In den bunten als Trickfilme gestalteten Musikvideos gibt es neu eingespielte Kinderlieder. Es gibt sie auch auf der eigenen Website kinderlieder-mit-bobby.de – nach Kategorien wie Weihnachtslieder, Musikmix oder Schlaflieder sortiert.

Der Kanal Kinderlieder zum Mitsingen und Bewegen liefert genau das: bekannte und neue Kinderlieder, die Kinder und Erwachsene beim Singen und Tanzen zeigen und zum Mitmachen anregen. Die Auswahl auf diesem Kanal ist riesig und es gibt verschiedene Playlists und Kategorien, unter denen die Lieder zu finden sind.

Kinderlieder auf YouTube sind vor allem etwas für jüngere Kinder. Wenn Sie Kinderlieder auf diesem Weg suchen und abspielen, nutzen Sie am besten die App YouTube Kids. Dann bekommen Sie und Ihr Kind vor und während das Video läuft, keine Werbung angezeigt und finden leichter passende Videoangebote für Kinder.

Musikalische Webseiten der besonderen Art

In der Klangkiste des WDR lässt sich die große Welt rund um Musik erkunden. Die Seite ist als Web-App gestaltet, so dass sie auch sehr gut über das Smartphone funktioniert. Es gibt Rhythmus- und Klangspiele, Konzertvideos und vieles mehr. Die Klangkiste ist etwas für größere Kinder, die hier viel über Musik lernen und ausprobieren können. Noch mehr Musik für alle Altersgruppen zu entdecken, gibt es beim Kiraka: Hier findet man Videos zu aktueller Chartmusik, Interviews mit interessanten Musikerinnen genauso wie Infoclips zu Beethoven und anderen.

Einblicke in die musikalischen Welten ferner Länder bietet Afrika-Junior. Man kann sich beliebte Kinderlieder aus verschiedenen Regionen Afrikas anhören, Videoclips anschauen und es gibt ein Quiz zu afrikanischer Musik.

Die sehr einfach gestaltete Internetseite Surakinder bietet eine musikalische und bilderreiche Erlebniswelt für Kinder. Wählen Sie ein Feld an und tauchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind ein. Bei schöner Musik gibt es tanzende Blumen, Märchenfiguren und vieles mehr zu entdecken.

Klassische Musik für Kinder

Auf der Seite von Junge Klassik erfährt man jede Menge über Instrumente und klassische Musik. Die Seite ist ganz bunt und spielerisch gestaltet. Hier können bestimmt auch Erwachsene noch Neues entdecken! Noch mehr gibt’s bei Trompis Tondschungel, wo sich Kinder auf Musikexpedition begeben können.

Opern sind doch eher was für Erwachsene, oder? Mit der App Opera Maker können Kinder die Welt der Oper entdecken und eigene Geschichten dazu erzählen. Wie das aussehen kann, zeigt die Website.

Ganz viel über Musik gibt es auch beim Kinderfunkkolleg zu erfahren. Ohren auf und los! Das kann sogar im Musikunterricht in der Schule weiterhelfen. Und wenn man keine Lust auf Klicken hat, schauen Sie sich doch gemeinsam eine Folge der hr2-Lauschinsel an.

„Nur noch diese eine Runde!“ – Games in der Familie

„Ich höre gleich auf – wirklich!“ Kennen Sie diesen Satz von Ihrem Kind? Dann ist es bestimmt ein großer Fan von Computer- oder Konsolenspielen. Digitale Spiele sind für viele Kinder und Jugendliche eine beliebte Freizeitbeschäftigung, bei der sie ihre spielerischen Fähigkeiten einsetzen und trainieren können. Aber sie führen auch zu Konflikten, wenn z. B. Spiele gespielt werden wollen, die nicht für das Alter geeignet sind oder länger gespielt wird als vereinbart.

Computerspiele können in den unterschiedlichen Lebensphasen bestimmte Kompetenzen fördern. So können zum Beispiel Spieleapps helfen, den Umgang mit Zahlen und Sprache im Vorschulalter zu erlernen. Ältere Kinder und Jugendliche können mit Games ihre Problemlösefähigkeiten verbessern. 

Tipps für den Umgang mit Computerspielen in der Familie

Wir haben die wichtigsten Empfehlungen, um Konflikte rund ums Gaming in der Familie zu vermeiden, für Sie zusammengefasst:

  1. Faszination verstehen und Interesse zeigen

Lassen Sie sich zeigen, wie ein Spiel funktioniert und was Ihr Kind daran so begeistert. Nicht immer werden Sie die Faszination nachempfinden können, nehmen Sie Ihr Kind mit seiner Begeisterung aber trotzdem ernst. Denken Sie daran, sich auch Spieleapps zeigen zu lassen, die auf dem Smartphone laufen.
Beobachten Sie Ihr Kind beim Spielen und fragen Sie nach. So können sie erkennen, ob es Realität und Fiktion auseinanderhalten kann und ob es die dargestellten Inhalte versteht.
Spielen Sie auch mal gemeinsam!

  1. Spiele ausprobieren und Beurteilungen lesen

Vertrauen Sie nicht zu sehr auf angebliche Kundenbewertungen auf Online-Portalen, da man nicht sicher sein kann, ob diese echt sind. Verlassen Sie sich besser auf seriöse pädagogische Beurteilungen und auf Ihr eigenes Urteilsvermögen. Testen Sie Spiele aus und entscheiden mit Hilfe der pädagogischen Bewertungen und USK-Einordnungen, ob ein Spiel für Ihr Kind geeignet ist.

Eine Linkliste mit pädagogischen Bewertungen von Computerspielen finden Sie beim Spieleratgeber NRW oder auf spielbar.de.

  1. Regeln vereinbaren

Legen Sie gemeinsam Zeiten fest, zu denen gespielt werden darf oder vereinbaren Sie, wie viel Zeit Ihr Kind in der Woche mit Computerspielen verbringen kann. Die Spieldauer sollte sich nach Ihren Erfahrungen mit dem eigenen Kind richten. Es gibt Empfehlungen für unterschiedliche Altersgruppen, die Sie hier nachlesen können.

Was beim Zocken gar nicht funktioniert, ist, zu einem bestimmten Zeitpunkt aufzuhören. Besser ist es, wenn Sie vereinbaren, dass mit dem Ende eines Levels aufgehört wird.
Alle Regeln sollten für Ihr Kind gut nachvollziehbar sein. 

Weitere praktische, übersichtliche Tipps gibt es auch bei Klicksafe.

  1. Alternativen zum Zocken

Jedes Kind braucht Zeiten, in denen es sich bewegen und unabhängig vom Bildschirm Dinge erleben kann – am schönsten ist das gemeinsam mit Ihnen!

  1. Spiele sind kein Druckmittel

Man sollte das Spielen nicht verbieten, weil das Kind Mist gebaut hat oder Spielen als Belohnung nutzen. Denn dadurch bekommt es nur einen höheren Stellenwert.

Spiele – egal ob am Computer oder anderswo – sind unterhaltsam und machen Kindern, Jugendlichen aber auch Erwachsenen Spaß. Mit unseren Empfehlungen finden Sie hoffentlich einen guten Umgang mit Computerspielen in der Familie.

Games, Games, Games

Die Gamescom, eine der wichtigsten Spielemessen der Welt, findet im Jahr 2020 erstmals nur digital statt. Vielleicht sind auch Sie und Ihr Kind dabei!? Computerspiele sind in vielen Familien Thema und häufig Anlass für Konflikte. Auf Elternguide.online gibt es jede Menge Beiträge, in denen Sie Anregungen für den Umgang mit Games in der Familie bekommen. Eine kleine Auswahl:

Eltern fragen – wir antworten: Worauf sollte ich achten, wenn mein Sohn Videospiele spielt?

Kinder und Jugendliche spielen gern – auch Computer- und Onlinegames. Was es dabei zu beachten gilt, erkärt Medienpädagoge Fabian Wörz im Video.

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https://youtu.be/ZjPs43ao8A8_%_

„Nur noch diese eine Runde!“ – Games in der Familie

Hier finden Sie gesammelt Tipps für den Umgang mit Computerspielen in Ihrer Familie. Den Beitrag gibt es zum Lesen und als Audiodatei.

„Aber Mama, das Spiel ist überhaupt nicht schlimm!“ – Altersbeschränkungen bei Games

Welches Spiel ist für mein Kind geeignet? In diesem Beitrag erfahren Sie die Hintergründe von Altersbeschränkungen und worauf Sie bei der Auswahl von Spielen sonst noch achten sollten.

Wenn der Freundeskreis aus Avataren besteht – Kommunikation in Online-Games

Computerspiele sind eine sehr kommunikative Tätigkeit, weil sich Gamer häufig online zum Spielen treffen. Das birgt natürlich auch Risiken. Mehr dazu können Sie in diesem Beitrag nachlesen.

© photothek.net

Mein Kind will eine Spielkonsole – was nun?

Wenn nicht übers Handy oder den Computer gespielt wird, kommt eine Spielekonsole zum Einsatz. Die steht auf vielen Wunschzetteln ganz oben. Lesen Sie hier unseren Beitrag zu Spielekonsolen.

Mit Online-Gaming Fähigkeiten verbessern

Immer mehr Menschen wird bewusst, dass Computerspiele viele positive Wirkungen haben. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag.

Das ist nur eine kleine Auswahl an Beiträgen zum Thema. Auf unserer Seite finden Sie außerdem Beschreibungen der bei Kindern und Jugendlichen beliebtesten Computer- und Handyspiele, wie z. B. Minecraft, Brawl Stars und Fortnite, Erklärungen von Spieleplattformen wie Twitch und Steam, Artikel zu Gefahren wie Gewalt in Games, Extremistische Ansprachen über Spieleforen oder Computerspielsucht und vieles mehr.

Kommunikation über Medien – was Jugendlichen wichtig ist

Mit anderen sprechen, mit Freunden und der Familie telefonieren, schreiben oder sich ansehen und anlächeln – Kommunikation ist ein menschliches Grundbedürfnis! Jugendliche tauschen sich am liebsten über Apps und soziale Netzwerke auf dem Smartphone aus. Sie teilen Erfahrungen und Erlebnisse und verarbeiten sie so. Sie lernen Konflikte ohne elterliche Unterstützung zu lösen, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese auch zu vertreten. Freundschaften werden gepflegt, indem man ständig in Kontakt miteinander steht. 

Kommunikation über Messenger

Am beliebtesten bei der Kommunikation sind Messenger-Apps. Am häufigsten wird WhatsApp genutzt, aber auch Alternativen wie den Facebook Messenger, Telegram, Signal oder Threema haben viele installiert.

Die Kommunikation über Smartphones ist für Jugendliche selbstverständlich und nimmt einen großen Teil ihres Alltags ein. Das Smartphone ist immer griffbereit und stellt eine Art sozialen Treffpunkt dar. Sowohl im Zweierchat als auch in Gruppenchats werden Meinungen, Bilder und Videos ausgetauscht, gestritten und Späße gemacht.

Über einen Messenger mit Freunden verbunden zu sein, schafft bei Jugendlichen ein Gefühl der Zugehörigkeit.Die Kommunikation darüber erscheint privat. Oft sind die Gruppen allerdings so groß, dass von Privatsphäre keine Rede mehr sein kann. Je anonymer die Gruppenchats werden, desto größer ist die Gefahr, dass diese missbraucht werden, um Falschmeldungen zu streuen und Meinungen zu manipulieren. Eine weitere Gefahr: Fotos können unbemerkt auf fremden Geräten abgespeichert und versendet werden. So praktisch Messenger sind, bergen sie auch Risiken – vor allem weil Jugendliche täglich sehr viele Nachrichten verschicken. Es kann zu Stress führen, wenn Ihr Kind das Gefühl hat, sofort auf Nachrichten reagieren zu müssen oder Angst hat, etwas zu verpassen, wenn es nicht aufs Handy schaut. 

Jugendliche handeln aber nicht immer sozial, wenn sie in Messenger-Gruppen miteinander kommunizieren. Da man die Reaktion seines Gegenübers nicht direkt sieht und man anderen imponieren möchte, sind Beleidigungen keine Seltenheit. Das kann unter Umständen bis zu Cybermobbing führen.

Kommunikation über Instagram & Co.

Auch über Social-Media-Apps wie Instagram, Snapchat oder TikTok wird kommuniziert. Häufig beschränkt sich diese Art des Austauschs auf Bilder und Videos und das Liken oder Kommentieren. Diese Kommunikation ist besonders wichtig, wenn es um Selbstdarstellung und Anerkennung geht. Selfies werden verschickt und man erwartet von seinen Followern, die meistens Freunde und Bekannte sind, eine positive Reaktion darauf. Allerdings kann es auch hier zu Stress oder Beleidigungen kommen.

Auch unter Gamern ist es üblich, dass man sich beim Zocken untereinander austauscht – etwa über Kanäle wie Discord und Teamspeak.

Gerade über Plattformen können auch Fremde Jugendliche  anschreiben, um näheren Kontakt zu ihnen zu bekommen. Das kann harmlos sein, aber es können auch kriminelle, z. B. pädophile Absichten, dahinterstecken.

Worauf Sie als Eltern achten sollten

So praktisch die Kommunikation über das Internet ist, sollten mögliche Risiken bekannt sein. Fragen Sie Ihr Kind, welche Kanäle es nutzt und mit wem es chattet. Achten Sie dabei aber auf seine Privatsphäre und lassen Sie Ihrem Kind den Freiraum, den es braucht. Vereinbaren Sie Sicherheitsregeln, z. B. welche Bilder und Videos über welchen Weg verschickt werden dürfen. Empfehlen Sie Ihrem Kind, bestimmte Fotos nur in privaten Kanälen oder Gruppen zu posten. Seien Sie bei Unsicherheiten und Problemen ansprechbar. 

Wenn Sie sich über die Sicherheit der Daten Ihres Kindes Gedanken machen, vergleichen Sie einfach mal die Bedingungen einzelner Messenger. Was passiert dort mit den Daten? Ist die Kommunikation verschlüsselt? Welche Messenger gelten als sicher? In den Nutzungsbedingungen vieler dieser Apps ist ein Alter von 13 oder sogar 16 Jahren Voraussetzung für die Anmeldung. Wenn Ihr Kind noch nicht volljährig ist, müssen Sie der Nutzung zustimmen. Vielleicht besprechen Sie sich mit anderen Eltern und überlegen, ob Sie gemeinsam eine datenschutzfreundliche Alternative zu WhatsApp installieren können.

Mit jüngeren Kindern können Sie gemeinsam die Einstellungen des Messengers durchgehen. Das Deaktivieren der Lesebestätigung entlastet, so dass Ihr Sohn oder Ihre Tochter nicht das Gefühl haben muss, gleich auf eine Nachrichten reagieren zu müssen. Achten Sie darauf, mit wem Ihr Kind chatten kann und zeigen Sie ihm die Funktion, Kontakte zu blockieren.

Für die Kommunikation mit Ihrem Kind können Sie Regeln vereinbaren und so einen guten Maßstab für den Austausch Ihres Kindes mit Freunden setzen.

Umgang mit Fotos von Schulkindern im Netz

Es ist aufregend und schön zu verfolgen, wie das eigene Kind wächst und sich entwickelt. Dank Smartphone lässt sich das Großwerden permanent dokumentieren und mit anderen teilen. Dabei sollten Sie aber im Sinne Ihres Kindes einiges beachten. Die Beantwortung der folgenden Fragen hilft Ihnen zu entscheiden, wie Sie mit Fotos von Ihrem Kind im Schulalter umgehen. 

Wie soll mein Kind in der Öffentlichkeit dargestellt werden?

Ihr Kind ist es wahrscheinlich von klein auf gewohnt, fotografiert zu werden. Vielleicht mag es das, vielleicht aber auch nicht immer und nicht in jeder Situation. Achten Sie darauf, wann und wie Sie Ihr Kind fotografieren, vor allem, wenn Sie das Foto mit anderen teilen möchten. Wenn es darum geht, ein Fotos weiterzuleiten, sollte auch Ihr Kind damit einverstanden sein. Überlegen Sie, ob Sie gewollt hätten, dass bestimmte Kinderfotos von Ihnen im Netz kursieren.

Kinder sollten auf Fotos immer bekleidet und nicht in einer lächerlichen oder gar peinlichen Situation zu sehen sein. Sind noch andere Kinder auf dem Foto zu erkennen, müssen Sie das Einverständnis der Eltern einholen. 

Überlegen Sie, ob es immer nötig ist, dass man das Gesicht Ihres Kindes sieht. Wir haben einige Tipps zusammengestellt, wie man kreative Kinderfotos machen kann, ohne dass das Kind ganz genau zu erkennen ist.

Darf ich allein entscheiden, wie mein Kind im Netz dargestellt wird?

Auch Kinder haben Rechte. Sie können und sollen mitentscheiden, wenn es um sie selbst und ihr Wohlergehen geht. Fotos im Netz können die Privatsphäre von Kindern verletzen. Als Schulkind ist Ihr Sohn oder Ihre Tochter alt genug zu verstehen, was es heißt, wenn Fotos im Internet verbreitet werden. Sprechen Sie mit ihm oder ihr darüber und entscheiden Sie nicht über seinen oder ihren Kopf hinweg. Ohne das Einverständnis Ihres Kindes sollten Sie kein Foto von ihm veröffentlichen!

Wenn Ihr Kind später Fotos über das eigene Smartphone macht und teilt, sollte es Bescheid wissen, welche Konsequenzen das haben kann. Klären Sie Ihr Kind rechtzeitig auf und gehen Sie als Vorbild selbst sensibel mit der Verbreitung von Fotos um.

Wie können Fotos meines Kindes verbreitet werden?

Es geht einerseits um die Frage des Kanals, über den Kinderfotos geteilt werden können und welche Berechtigungen andere Menschen haben, diese Fotos zu sehen. Es gibt Plattformen, auf denen Kinderfotos z. B. von Facebook-Profilen gesammelt und anderen zur Verfügung gestellt werden. Fremde Menschen können diese Fotos dann für ihre Zwecke nutzen – im schlimmsten Fall handelt es sich um Pädophile.

Je mehr Menschen die Fotos Ihres Kindes sehen können, z. B. über die Status-Funktion bei WhatsApp, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie einfach kopiert und weitergeleitet werden und so in falsche Hände geraten können. Nutzen Sie deshalb die Privatsphäre-Einstellungen auf dem Smartphone und in der jeweiligen App, so dass nur ein eingeschränkter Kreis die Fotos sehen kann.

Achten Sie andererseits unbedingt darauf, dass Kinderfotos nicht in Kombination mit weiteren Informationen wie dem vollen Namen, Wohnort usw. veröffentlicht werden. Mit dem ersten Foto im Netz bekommt Ihr Kind eine digitale Identität, die im Laufe der Jahre immer ausgeprägter wird. Ihr Kind kann das später nicht mehr rückgängig machen.

Wie möchte ich, dass andere mit Fotos meines Kindes umgehen?

Wenn Oma und Opa nicht in der Nähe wohnen, ist es schön, wenn sie trotzdem mitbekommen, wie ihr Enkelkind groß wird. Das geht per Foto über WhatsApp und Co. ganz einfach. Trotzdem sollten Sie Regeln mit Familie und Freunden vereinbaren, wenn Sie Fotos über das Smartphone teilen. Sie können überlegen, sich auf einen Messenger wie Signal zu einigen, bei dem Fotos nicht automatisch in der Fotogalerie des Empfänger-Handys gespeichert werden. Möglicherweise verständigen Sie sich auch darauf, Fotos, auf denen das Gesicht Ihres Kindes zu sehen ist, gar nicht zu teilen, sondern nur persönlich zu zeigen.

Tipps für die Verbreitung von Fotos von Babies und Kleinkindern im Netz

Als frischgebackene Eltern ist man besonders stolz auf das eigene Baby und möchte sein Glück am liebsten mit der ganzen Welt teilen. Doch verlieren Sie dabei nicht die Persönlichkeitsrechte Ihres Kindes aus dem Blick. Die Beantwortung der folgenden Fragen soll Ihnen helfen, zu entscheiden, wie Sie mit Fotos von Ihrem Kind umgehen.  

Wie soll mein Kind in der Öffentlichkeit dargestellt werden? 

Ihr Kind lernt erst mit der Zeit, was Fotos sind und was es bedeutet, wenn Bilder verbreitet werden. Deshalb müssen vorerst Sie die Entscheidung treffen, wie es auf Fotos aussehen soll und wer bestimmte Bilder sehen darf. Bevor Sie ein z. B. für Sie witziges Foto von Ihrem Kind weiterleiten, sollten Sie deshalb überlegen, ob Sie es gut gefunden hätten, wenn Ihre Eltern ein solches Bild von Ihnen geteilt hätten. 

Kinder sollten auf Fotos immer bekleidet und nicht in einer lächerlichen oder gar peinlichen Situation zu sehen sein. Sind noch andere Kinder auf dem Foto zu erkennen, müssen Sie das Einverständnis der Eltern einholen.

Ist es immer nötig, dass man das Gesicht meines Kindes erkennt?

Fotos von Kindern können auch schön sein, ohne dass man sie ganz genau erkennen kann, z. B. indem man sie von hinten fotografiert oder nur einen Ausschnitt zeigt. Mehr Tipps, wie Sie schöne Kinderfotos auf kreative Art machen und verbreiten können, ohne die Persönlichkeitsrechte zu verletzen, finden Sie in unserem Beitrag Kreative Kinderfotos.

Wie sollen Fotos meines Kindes verbreitet werden?

Denken Sie außerdem darüber nach, über welche Kanäle Fotos verbreitet werden. Wenn Sie ein Bild bei WhatsApp teilen, kann es leicht und unbemerkt weitergeleitet werden und möglicherweise auch in fremde Hände gelangen. Dann wissen Sie nicht, was damit passiert. 

Um das zu vermeiden, gibt es oft verschiedene Einstellungsmöglichkeiten in Apps oder auf Plattformen, die Sichtbarkeit bzw. den Empfängerkreis einschränken. Kontrollieren Sie auch regelmäßig die eigenen Privatsphäre- und Sicherheitseinstellungen!

Vermeiden Sie es unbedingt, ein Foto Ihres Kindes in Kombination mit genauen Daten wie Namen oder Wohnort zu posten.

Wie möchte ich, dass andere mit Fotos meines Kindes umgehen? 

Dass Sie schöne Augenblicke mit Ihrem Kind festhalten und mit anderen teilen möchten, ist ganz normal und macht Freude. Doch nicht jedes Foto muss deshalb über das Internet geteilt oder veröffentlicht werden. Es kann genauso schön sein, die Bilder beim Familienfest zu zeigen und sich gemeinsam daran zu erfreuen. Besprechen Sie mit Familie und Freunden, wie Sie möchten, dass mit Fotos Ihres Kindes umgegangen werden soll. (Anregungen dazu finden Sie z. B. beim Deutschen Kinderhilfswerk.) Denn sind Fotos einmal über WhatsApp oder andere Messenger geteilt, können sie leicht und unbemerkt weitergeleitet werden. Tipp: Bei Messenger-Apps wie Signal oder Telegram werden Fotos übrigens nicht automatisch in der Fotogalerie des Empfängers abgespeichert.

Darf ich allein entscheiden, wie mein Kind im Netz dargestellt wird?

Besprechen Sie sich mit Ihrem Partner, Ihrer Partnerin bzw. dem anderen Elternteil dazu. Aber auch Kinder haben ein Recht auf Mitbestimmung, Privatsphäre und darauf zu entscheiden, was mit Bilder von ihnen passiert. Deshalb sollten Sie Ihr Kind so früh wie möglich einbeziehen. Wenn es noch sehr jung ist, können Sie fragen, ob es sich auf dem Foto mag, bevor Sie es weiterleiten. Ab dem Kindergartenalter sollten Sie genauer nachfragen, z. B.  ob auch Oma und Opa ein Bild sehen und haben dürfen. Respektieren Sie die Entscheidung Ihres Kindes, auch wenn sie nicht Ihrer Meinung entspricht.

Kinderlieder begleiten mit Apps

Kinder begeistern sich schon früh für Musik, viele der Kleinen tanzen und singen gern. In den meisten Kitas gehört das gemeinsame Singen zum Alltag, denn Musik spielt eine große Rolle bei der Entwicklung eines Kindes. Sie stimuliert das Gehirn, fördert die Wahrnehmung und kann Gefühle beeinflussen. Aber nicht in jeder Familie wird musiziert. Eltern halten sich oft für nicht musikalisch oder es fehlen die Instrumente. Dabei ist es mit Tablet oder Smartphone einfach möglich, dass Sie Ihr Kind beim Singen von Kinderliedern begleiten.

Gemeinsames Singen und Tanzen

Am einfachsten ist es, mit Kinderlieder-Apps gemeinsam mit Ihrem Kind zu singen und sich zur Musik zu bewegen. Dabei können in den Apps auch Figuren, Tiere und anderes gemeinsam entdeckt werden. Bekannte Lieder werden mit bewegten Bildern als Geschichte erzählt und der Text wird zum Mitsingen eingeblendet. In einigen Apps kann der eingespielte Gesang ausgestellt werden, so dass nur Sie und Ihr Kind zur Melodie singen.

Die App Sing mit mir – Kinderlieder (für Android und iOS) bietet in der kostenlosen Version eine kleine Auswahl bekannter deutscher Lieder. Es gibt einen Kindermodus. Erwachsene können eine Auswahl von Liedern treffen und ein Zeitlimit für die Nutzung der App setzen. Über verschiedene Abo-Modelle hat man Zugriff auf alle Lieder (Premiuminhalte) in der App.

Schön gemacht ist die kostenpflichtige App Kleiner Fuchs Kinderlieder (3,- bis 5,- €, für Android und iOS). In dieser App für Kinder von 2 bis 6 Jahren kann man auch eigene Lieder aufnehmen und selbst Musik machen.

Musizieren und Instrumentalbegleitung mit Apps

Es gibt eine Reihe von Apps, die Musikinstrumente ersetzen können. Wenn Sie als Eltern nur ein wenig üben, können Sie Ihr Kind beim Singen begleiten oder Sie machen gemeinsam Musik mit dem Tablet oder Smartphone. Das ist ein besonderes Erlebnis, das die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Kind noch enger macht. Der Vorteil von solchen Apps ist, dass Sie selbst das Tempo bestimmen können und Ihr Kind erlebt, wie Sie gemeinsam ein Lied gestalten.

Dazu eignen sich Apps wie GarageBand (nur für iOS; auf Apple-Geräten vorinstalliert), mit der Sie einfache Akkorde und Töne auf den virtuellen Musikinstrumenten spielen können. Es lassen sich auch verschiedene Tonspuren parallel aufnehmen. Für Android-Geräte bietet sich alternativ die App Walk Band (kostenlos) an.

Wenn Sie Noten lesen können, können Sie zur Unterstützung z. B. die App Kinderlieder (für Android und iOS) nutzen, in der Sie die Noten vieler bekannter Kinderlieder finden.

Mehr zur Begleitung von Kinderliedern können Sie hier nachlesen.

Mit der liebevoll gestalteten App Banddings (ca. 3,50 €; für Android und iOS) erleben Kinder ab 3 Jahren vielfältige Musik-Abenteuer: Sie können selbst eine Band gründen und lernen verschiedene Musikinstrumente kennen, indem sie sich durch verschiedene musikalische und bunte Geschichten klicken.

Die Auswahl an musikalischen Apps für Kinder ist groß. Portale wie ene-mene-mobile.de oder die Datenbank des Deutschen Jugendinstituts helfen bei der Suche nach der passenden App für Ihr Kind. Sie sollten bei der Wahl der App darauf achten, dass sie keine Werbung enthält und Kinder nicht einfach In-App-Käufe tätigen können. Gerade bei Kinder-Apps lohnt es sich, vorab genau auszuwählen und ein paar Euro in gute Apps zu investieren.

Gewalt in den Medien

Zeichentrickfilme, in denen die Hauptfigur eine andere verprügelt oder Computerspiele, in denen die Spielfigur seine Gegner aus dem Weg schießt, um ans Ziel zu kommen – das sind gewalthaltige Inhalte in Medien, die nicht ungewöhnlich sind und schon jüngeren Kindern bei der Mediennutzung begegnen können. Nicht nur in ausgedachten Geschichten kommt Gewalt vor, Kinder und Jugendliche begegnen ihr auch in Fernsehnachrichten, Werbeclips, YouTube-Videos und anderswo im Netz.

Gewaltdarstellungen sollten altersgemäß sein

Viele Inhalte aus Filmen, Videos oder Spielen, die für ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene leicht zu verarbeiten sind, können junge Kinder verängstigen. Sie lernen erst mit der Zeit richtig einzuordnen, was sie auf einem Bildschirm sehen und als Medienerlebnis zu verstehen ist. Kinder müssen mit der Zeit lernen, damit umzugehen und Strategien entwickeln, um die Darstellungen zu verarbeiten.

Deshalb gibt es für Gewaltdarstellungen in den Medien Altersbeschränkungen, die durch den Jugendmedienschutz geregelt sind. Filme oder auch Computerspiele erhalten ein sogenanntes Alterskennzeichen (FSK und USK), um deutlich zu machen, dass die dargestellten Inhalte erst für Kinder ab einem bestimmten Alter geeignet sind.

Einfluss von Gewalt auf die Entwicklung

Gleichzeitig führt Gewalt in den Medien nicht automatisch dazu, dass Kinder und Jugendliche auffällig, aggressiv, verängstigt oder gewalttätig werden. Wir müssen genauer hinsehen: Ist die Gewaltdarstellung sinnvoll für die Geschichte oder geht es nur um die Freude am Blutvergießen? Findet sie in einem heiteren oder bedrohlich-düsteren Umfeld statt? Sind die Gewalthandlungen verharmlost dargestellt wie in manchen Comics oder Computerspielen wie z. B. bei Clash of Clans? Wird gewalttätiges Handeln im Film, Comic oder Spiel bestraft oder belohnt? Außerdem muss nicht jede Gewalt körperlich sein. Auch psychische Gewalt kann sehr angsteinflößend wirken. Vor allem jüngere Kinder können schon durch bedrohliche Stimmen, düsteres Licht oder dramatische Musik Angst bekommen. In Horrorfilmen wird mehr mit der Emotion Angst “gespielt”, als dass es übermäßig viele und bedrohliche Gewaltdarstellungen gibt. Das müssen auch Jugendliche erst verstehen.

Umgang mit Gewalt

Für Kinder und Jugendliche ist es wichtig, dass sie eine Distanz zu dem Wahrgenommenen herstellen können und verstehen, dass es sich nicht um die Realität handelt. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Kind über Gesehenes und beobachten Sie, wie es mit bestimmten Medieninhalten zurechtkommt. Wenn Ihr Kind noch jünger ist, begleiten Sie es bei der Mediennutzung. Gehen Sie auf die Fragen Ihres Kindes ein, bieten Sie Schutz und Erklärungen an. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nur auf altersgemäße Medien zugreifen kann.

 

Mit Medien kreativ sein in Zeiten von Social Distancing

Gerade verbringen wir viel Zeit nur mit der eigenen Familie. Die Tage unterscheiden sich kaum voneinander und da wird besonders Kindern schnell langweilig. Vielleicht haben Sie die Regeln zur Mediennutzung ausgesetzt, weil Ihr Kind sonst die ganze Zeit quengelt. Mit Freunden treffen, auf den Spielplatz oder zum Fußballtraining gehen, ist nun mal gerade nicht möglich. Aber die ganze Zeit nur auf den Bildschirm starren und die hundertste Folge der Lieblingsserie gucken, ist irgendwann auch nicht mehr interessant. Deshalb hat die Elternguide-Redaktion hat ein paar Tipps und Ideen gegen Langeweile und Trübsal blasen:

Überlegen Sie sich für jeden Tag ein kleines Projekt.

Das muss nicht unbedingt etwas mit Medien zu tun haben. Vielleicht bepflanzen Sie auch gemeinsam mit Ihrem Kind den Balkon oder Garten, basteln und schreiben Karten zu Ostern für Oma und Opa oder die Kita-Erzieherin… Hauptsache, es ist ein kleines Highlight am Tag, das vom täglichen Einerlei und den Nachrichten rund um das eine Thema ablenkt!

Freunde im digitalen Raum treffen

Vielleicht gibt es in Ihrer Familie schon den regelmäßigen Videochat mit den Großeltern. Warum organisieren Sie nicht auch mal einen Videochat zwischen allen Freunden Ihres Kindes, so dass sie miteinander quatschen und sich per Webcam ihre Zimmer zeigen können?

Medien selber machen

Mediennutzung heißt nicht, dass man sich nur Videos anschaut oder Computerspiele zockt. Man kann mit Medien auch kreativ und selbst aktiv werden. Vielleicht hatten Sie bisher nie die Zeit für ein solches Projekt. Auf Elternguide.online gibt es jede Menge Anregungen:

Falls Sie noch weitere Anregungen oder Fragen haben, teilen Sie diese gern mit uns – hier als Kommentar, via Facebook oder Instagram oder kontaktieren Sie uns über WhatsApp oder Threema. Kommen Sie gut durch diese Zeit und lassen Sie sich nicht unterkriegen!

Die Tricks von Social Media, um Aufmerksamkeit zu gewinnen

Fragen Sie sich manchmal, warum Ihr Kind sein Smartphone einfach nicht zur Seite legt, obwohl Sie es bereits dreimal darum gebeten haben? Vielleicht haben Sie sich sogar selbst schon dabei erwischt, dass Sie nur kurz etwas nachschauen wollten und zehn Minuten später das Handy immer noch in der Hand haben.

Das liegt zum einen an uns selbst: Social-Media-Angebote sind vielfältig und deswegen spannend für Jung und Alt. Zum anderen möchten die Unternehmen, die hinter den Angeboten stehen, dass wir Zeit mit diesen verbringen. Nur wenn viele Menschen deren Angebote intensiv nutzen, rentiert sich das Ganze für sie. Entsprechend spannend ist es einen genauen Blick auf die Mechanismen von Social Media zu werfen.

Unternehmen wollen uns bei der Stange halten

Eine Strategie, Geld zu verdienen, ist es, personalisierte Werbung zu schalten. Je länger wir ein Angebot nutzen, desto mehr Daten kann die App über unsere Nutzungsgewohnheiten und Interessen sammeln. Deshalb sind Apps und Social-Media-Angebote so programmiert, dass wir sie gerne und viel nutzen.

Manchen Menschen fällt es besonders schwer, das Smartphone auch mal zur Seite zu legen. Einige psychologische Tricks können diesen Effekt sogar noch verstärken. Dazu gehören blinkende Lichter und Soundeffekte, die Signalfarbe Rot, das endlose Scrollen, die Swipe-Funktion und einiges mehr.

Apps und Social-Media-Angebote sind Gute-Laune-Macher

Um negative Gefühle oder Langeweile zu vertreiben, lenken wir uns ab. Süßigkeiten sind z. B. beliebte Gute-Laune-Macher. Durch sie werden im Körper Hormone wie Endorphine ausgeschüttet, die uns positiv stimmen. Auch ein Like auf das neueste Selfie macht glücklich.

Gerade für Jugendliche ist das Wissen dazuzugehören und gemocht zu werden wichtig. Sie sind noch dabei, herauszufinden, wer sie sind. Deswegen steht die Rückmeldung von Gleichaltrigen und Vorbildern an oberster Stelle. Positive Rückmeldungen zu einem Foto oder einem Posting machen also glücklich.

Scrollen und Swipen in bestimmten Apps macht außerdem Spaß oder kann spannend sein. Spielerische Elemente können also auch positive Gefühle auslösen, weshalb man das Smartphone immer wieder in die Hand nimmt. Außerdem sind die aktuellen Postings bei TikTok, Instagram, Snapchat & Co. unterhaltsam. Gerade wenn es Menschen nicht so gut geht, sind Apps und Social Media ein beliebter Weg, sich abzulenken und besser zu fühlen. Die Ursache des unangenehmen Gefühls lösen diese Angebote aber nicht.

Aber auch negative Gefühle wie Stress können mit der Mediennutzung verbunden sein. Junge Menschen haben regelrecht Angst, etwas zu verpassen, weil sie z. B. eine Weile ihre Nachrichten nicht gecheckt haben.

Machen uns Medien abhängig?

Von positiven Gefühlen kann man nicht genug bekommen. Das kann dazu führen, dass manche Menschen das Smartphone ständig in der Hand haben und andere Dinge vernachlässigen. Social-Media-Angebote werden wiederum so entwickelt, dass wir sie gerne und viel nutzen. Das kann im Zusammenspiel zu einem „zu viel“ führen. Zur Sucht gehört aber mehr als eine exzessive Nutzung. Von Sucht spricht man erst, wenn das Verhalten über einen langen Zeitraum (etwa ein Jahr) anhält, die betroffene Person keine Strategien hat, um etwas daran zu ändern und alles andere vernachlässigt.

Wenn Sie oder Ihr Kind also viel Zeit mit dem Smartphone verbringen, sollten Sie wissen, dass Social Media und Apps ein bestimmtes Verhalten unterstützen können. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber und überlegen Sie gemeinsam Regeln und Strategien für den Umgang mit Medien und für medienfreie Zeiten.

Hier kommen ein paar Tipps :

  • Vereinbaren Sie, dass Sie innerhalb von Messenger-Chats nicht sofort auf eine Nachricht reagieren müssen. Dabei kann auch helfen, die Lesebestätigung und Benachrichtigungstöne zu deaktivieren. So nehmen Sie sich und Ihrem Kind den Druck, immer umgehend zu antworten.
  • Machen Sie sich und Ihrem Kind bewusst, mit welchen Tricks Unternehmen unsere Aufmerksamkeit gewinnen. Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie in dem Angebot tun wollen. Legen Sie das Handy zur Seite, wenn Sie sich durch alle Neuigkeiten gescrollt haben.
  • Nutzen Sie Einstellungsmöglichkeiten innerhalb der App, z. B. Zeitbeschränkungen oder das Ausstellen von Push-Mitteilungen, um die Zeit, die Sie mit einem Dienst oder dem Handy verbringen, besser kontrollieren zu können.

Schule und Kita zu! Was nun? – Tipps zum Lernen zu Hause

Was tun, wenn das Kind zu Hause sitzt, weil die Schule geschlossen hat, obwohl keine Ferien sind. Elternguide.online hat ein paar Vorschläge, wie man auch ohne Schulunterricht lernen kann:

– In unserem Beitrag Nachhilfe im Internet – der Unterricht ist nur einen Klick entfernt geht es um den Nutzen von Lernvideos, Online-Nachhilfe-Angebote und einiges mehr.

YouTube gehört zu den beliebtesten Online-Plattformen von Kindern und Jugendlichen. Dort gibt es nicht nur lustige Videos mit hohem Unterhaltungswert. Wie in unserem Beitrag Wenn Videos im Internet das Lexikon ersetzen nachzulesen ist, kann man hier auch einiges lernen.

– In Krisenzeiten ist es für Kinder besonders wichtig zu verstehen, warum Erwachsene unruhig sind. Dafür eignen sich am besten Nachrichten für Kinder, da diese aktuelle Informationen kindgerecht erklären.

– Selbst beim Filme- oder Serienschauen lässt sich etwas lernen! Versuchen Sie doch mal, sich die Lieblingsserie Ihres Kindes gemeinsam auf Englisch anzuschauen.

– Auch Computerspiele können helfen, etwas zu lernen, wie unser Beitrag Mit Online-Gaming Fähigkeiten verbessern erklärt. Spielen ist auch ein Prinzip von verschiedenen Lernangeboten: Das Leben zum Spiel machen mit Gamification.

– Für jüngere Kinder, die noch nicht in die Schule, sondern normalerweise in die Kita gehen, eignen sich zum Lernen z. B. Digitale Geschichten-Apps.

– Wenn es nicht immer der Fernseher oder das Tablet sein soll: Die Palette an Podcasts zu unterschiedlichsten Themen für Kinder jeden Alters ist riesengroß.

BOOKii – Der Hörstifte-Alleskönner?

Dieser digitale Hörstift – der Nachfolger des TING-Stifts – möchte mehr als nur vorlesen, sondern bietet eine Aufnahmefunktion, so dass Kinder selbst kreativ werden können und funktioniert außerdem als MP3-Player.

Kurz gefasst:

  • für Kinder ab 3 Jahren
  • nutzbar in Kombination mit Büchern, Spielen, Globen usw.
  • funktioniert mit Medien verschiedener Verlage
  • bietet Vorlese- und Aufnahmefunktion
  • kostet ab 39,95 €

Was bietet der BOOKii-Hörstift?

Mit dem digitalen Hörstift BOOKii sollen Kinder Bücher mit allen Sinnen entdecken können. Das Prinzip, dass beim Antippen von Illustrationen und Texten in für den Stift ausgelegten Medien mit der Spitze des Stifts Dialoge, Geräusche und Informationen erklingen, haben alle Hörstifte gemeinsam. So lassen sich Texte vorlesen oder man kann mit interaktiven Such- und Wissensspielen selbst aktiv werden.

Das Angebot an kompatiblen Büchern und Spielen wird ständig erweitert. Bisher gibt es etwa 50 Titel von verschiedenen Verlagen. Die beliebte WAS IST WAS?-Reihe ist für den BOOKii ebenso erhältlich wie Sprachlernbücher von Langenscheidt.

Da der Stift eine Aufnahmefunktion hat, lassen sich auch andere Bücher um Vorlese-Elementen erweitern. Der BOOKii wird mit Stickern geliefert, die sich mit eigenen Aufnahmen immer wieder neu belegen lassen. Bei ausgewählten Produkten für ältere Leser führt BOOKii – über eine Bluetooth-Verbindung mit Handy, Tablet oder PC – zu Videos oder weiterführenden Links zum Thema. Auch die Funktion als MP3-Player und die Möglichkeit, Kopfhörer anzuschließen, machen den BOOKii als multifunktionalen digitalen Hörstift attraktiv.

Was fasziniert Kinder daran?

Für Kinder ist es spannend, die Informationen, die sie in einem Buch finden, auf verschiedene Arten zu erleben. Wenn beispielsweise nicht nur erklärt wird, wie der Ruf einer Eule klingt, sondern auch noch ein Audiobeispiel dazu abgespielt werden kann, ist dies ein spannendes Leseerlebnis für Kinder.

Die Aufnahmefunktion und die dazugehörigen Aufkleber machen den Stift besonders. Kinder können selbst Dinge einsprechen, singen oder Geräusche machen und Sticker mit ihren Aufnahmen versehen. Diese Sticker können quasi überall hingeklebt werden: in das Lieblingsbuch, auf den Familienkalender oder ins Schulheft der Schwester.

Was sagt der Anbieter?

Der Tessloff Verlag setzt mit dem Nachfolgermodell seines TING-Stifts ganz auf Interaktivität und Offenheit. Außerdem wurde bei der Produktion auf Gesundheit und Umwelt geachtet: Das BOOKii-Etui ist aus lebensmittelechtem Material hergestellt und kann auch von kleinen Kindern benutzt werden. Die Verpackung des Hörstifts und das Etui werden in Deutschland produziert und sind recyclingfähig.

Bereits in den ersten Jahren erhielt BOOKii mehrere Nominierungen für renommierte Spielepreise. Betont werden in den Begründungen, dass der Stift die auditiven Fähigkeiten von Kindern fördert und durch kleine Ratespiele die Konzentration trainiert wird.

Tessloff selbst stellt die vielen Anwendungsmöglichkeiten für verschiedene Altersstufen, die mögliche Förderung der Sprachentwicklung und der kognitiven Fähigkeiten von Kindern heraus. So eignet sich der Hörstift laut Hersteller auch für die Anwendung in Kindergärten, Schulen und anderen pädagogischen Einrichtungen.

Was sollten Sie als Eltern beachten?

Auch wenn die Bedienung kinderleicht erscheint, entdecken Sie den Hörstift und was man damit machen kann gemeinsam mit Ihrem Kind. Es gibt eine Reihe von BOOKii-Starterpaketen für verschiedene Altersgruppen. Sie beinhalten meist ein Buch, den Stift mit Etui und Aufnahmesticker.

Will man mit dem BOOKii ein Kinderbuch entdecken, müssen die dazugehörigen Dateien auf dem Stift installiert sein. Dafür verbindet man den Hörstift am besten mit einem PC oder Laptop. Verbindungs- und Ladekabel werden mitgeliefert.

Was sonst noch wichtig zur Verwendung von Hörstiften in der Familie ist, erfahren Sie in unserem Beitrag “Mit Hörstiften zum interaktiven Lesenerlebnis”.

Kommunikationsrisiken im Netz

Wenn man miteinander spricht, erscheint uns das erst einmal nicht gefährlich. Kommunikation findet heute auch digital statt und das birgt verschiedene Risiken. Anlässlich des Safer Internet Day 2020 möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie und Ihre Familie trotz Kommunikationsrisiken digitale Medien sicher nutzen können.

In Bildern sprechen: Wenn wir Nachrichten per Messenger schreiben, verwenden wir nicht nur Buchstaben, sondern sehr gern auch sogenannte Emojis. Man sollte allerdings darauf achten, dass es dabei nicht zu Missverständnissen kommt. Mehr erfahren Sie in unserem Beitrag Kommunikations mit Emojis.

Kommunikation ist ein menschliches Grundbedürfnis. Wir tauschen uns in den verschiedenen Situationen miteinander aus – auch beim Gaming. Computerspielen geschieht oft gemeinsam, auch wenn man dabei an unterschiedlichen Orten sitzt. Kommuniziert wird über ein Headset oder die Chatfunktion innerhalb eines Spiels. Nicht immer weiß man, wer da am anderen Ende mit einem spricht. Wenn möglich, sollte man fremde Kontakte blockieren. Was es sonst noch zu beachten gibt, können Sie in unserem Beitrag Kommunikation in Online-Games nachlesen.

Die Kontaktaufnahme durch Fremde ist deshalb riskant, weil man die Absichten der Person nicht kennt und nicht weiß, wer da eigentlich mit uns kommuniziert. Ist es wirklich der gleichaltrige Spielerfreund? Wenn fremde Erwachsene über verschiedene Social-Media-Dienste Kinder oder Jugendliche anschreiben, um sexuelle Kontakte anzubahnen, spricht man von Cybergrooming. Ein ernst zu nehmendes Risiko, das Sie minimieren können, wenn Sie wissen, was Ihr Kind online macht. Sprechen Sie mit ihm über mögliche Risiken, klären Sie es über Privatsphäre-Einstellungen und Blockierungsmöglichkeiten innerhalb von Apps auf und seien Sie vor allem immer ansprechbar!

Manchmal kann auch die Kommunikation mit Freunden und Bekannten problematisch werden. Unter Jugendlichen besteht z. B. über Chatgruppen die Gefahr von Cybermobbing. Hilfreich ist es, wenn Regeln zum Umgang in Messenger-Chats vereinbart werden. Tauschen Sie sich dazu mit anderen Eltern und den Lehrern Ihres Kindes aus. Sprechen Sie ebenso mit Ihrem Kind darüber, wie es mit Beleidigungen und fiesen Kommentaren umgehen sollte. Auch Hetze im Netz kann den Spaß verderben, Videos und Fotos ins Netz zu stellen. Sich genau zu überlegen, was man postet oder teilt, ist der erste Schritt zu einem sicheren Surfvergnügen.

Noch mehr zu Kommunikationsrisiken und wie Sie damit umgehen können, erfahren Sie in diesen Beiträgen:

Hilfe, ich verstehe mein Kind nicht mehr! – Wenn Eltern und Kinder unterschiedliche Sprachen sprechen

Welche Wörter haben Sie benutzt, als Sie jünger waren und wie fanden das Ihre Eltern? Überlegen Sie mal! Denn es ist vollkommen normal, dass Sie Ihr Kind manchmal nicht verstehen, weil es Wörter benutzt, die Sie nicht kennen oder verstehen.

Abgrenzung von der Erwachsenenwelt

Unsere Sprache ist geprägt von der Welt der Erwachsenen. Jugendliche haben das starke Bedürfnis, eine eigene Identität auszubilden, selbstständig zu werden und sich von Erwachsenen abzugrenzen. Das kommt auch in der sogenannten Jugendsprache zum Ausdruck, mit der sie eine eigene Welt erschaffen. Mit einer eigener Sprache, oder zumindest eigenen Begriffen, schaffen sie etwas Eigenes und Jugendtypisches. Das verbindet und schafft Selbstvertrauen. Den veralteten Slang der Eltern zu verwenden, würde altmodisch und uncool klingen.

Jugendslang ist geprägt von der Sprache im Netz

In jeder neuen Generation, in bestimmten Jugendszenen und sogar an unterschiedlichen Orten verändert sich Jugendsprache und es gibt andere Wörter und Ausdrücke. Typisch ist, dass Jugendliche einfacher sprechen als Erwachsene. Dabei benutzen sie manchmal auch ungewöhnliche oder ungewohnte Begriffe. Die Sprache ist weniger “richtig”, weil Jugendlicher spontaner sprechen. Dafür transportiert sie wesentlich mehr Gefühle und Stimmungen.

Auch die Kommunikation übers Netz hat einen starken Einfluss darauf, wie Jugendliche sprechen oder schreiben. Im Messenger-Chat zum Beispiel werden Emojis verwendet, die Sprache wird deutlich verkürzt und ist oft fehlerhaft. Begriffe aus der Gamer- und Rapper-Szene, von Influencerinnen und vor allem aus dem im Netz dominierenden Englisch werden übernommen.

Kennen Sie diese Begriffe?

Checken Sie doch mal Ihr Wissen rund um die Sprache Ihres Kindes aus. Folgende Wörter wurden im Jahr 2019 besonders gern benutzt. Am Ende des Beitrags finden Sie die Auflösung.

  • Cornern
  • Gönnjamin
  • Kek
  • Lindnern
  • Alman
  • Cringe
  • Habibi

Umgang mit der Sprache Jugendlicher

Es gibt also keinen ernsthaften Grund, sich Sorgen zu machen, wenn Sie Ihr Kind manchmal nicht verstehen. Respektieren Sie den Wunsch nach Abgrenzung und haben Sie grundsätzlich Verständnis dafür, wenn Ihr Kind andere Wörter benutzt als Sie. Das bedeutet aber nicht, dass Sie sich alles von ihm sagen lassen müssen. Gerade wenn die Sprache unanständig, verletzend oder beleidigend ist. Sagen Sie das Ihrem Kind. Verdeutlichen Sie ihm, warum er auch mit anderen nicht so sprechen soll und vereinbaren Sie, wenn nötig, Regeln zum Umgang miteinander.

Sie sind und bleiben der Erwachsene, von dem sich Ihr Kind unterscheiden möchte. Versuchen Sie sich deshalb nicht, sich sprachlich anzunähern. Das wird Ihr Kind eher als Eindringen in seine Intimsphäre empfinden. Sprechen Sie so, wie Sie es immer tun. Trotzdem können Sie sich gelegentlich über die phantasievollen Wortschöpfungen Ihres Kindes freuen und nachfragen, wenn Sie etwas nicht verstehen!

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Medien selber machen?!

Bilder malen, kneten oder aus Kastanien lustige Figuren basteln… Das sind typische Dinge, die Sie wahrscheinlich auch schon mit Ihren Kindern zu Hause gemacht haben. Aber Medien selber machen?! Typischerweise guckt man die doch nur oder spielt vielleicht mal ein Computerspiel. Dabei ist es gar nicht so schwer, kreativ zu werden und gemeinsam etwas zu produzieren. Und Spaß macht es auch!

Heute gibt es in jedem Haushalt mindestens ein Smartphone. Auch Tablets sind in vielen Familien vorhanden. Diese Geräte bieten unzählige Möglichkeiten zur Medienproduktion, die man einfach mal ausprobieren kann, weil sie meist gar nicht kompliziert sind. Smartphone und Tablet besitzen mindestens eine Kamera und ein eingebautes Mikrofon. In den App-Stores gibt es außerdem jede Menge Apps zur kreativen Gestaltung – für die Bildbearbeitung und zur Erstellung von Fotocollagen, um Trickfilme zu produzieren und Videos zu schneiden, zum Malen und Hörspiele machen und vieles mehr.

Indem man Medien selbst produziert, kann man eine Menge lernen und viel Spaß haben – und zwar Kinder und Erwachsene! Man lernt die technische Handhabung der Geräte und wie bestimmte Medien gemacht sind. Man erfährt, dass es ein bisschen Zeit braucht, bis ein Produkt so aussieht, wie man es sich vorstellt. Dabei ist Medienmachen nicht nur etwas für die Älteren. Schon Kindergartenkinder können einfache Trickfilme drehen oder Fotos bearbeiten. Vielleicht entdecken Sie dabei auch bisher verborgene Talente bei Ihrem Kind.

In den Beiträgen unterhalb dieses Artikels finden Sie unsere Anleitungen zum Medienmachen, um das gemeinsam mit Ihren Kindern auszuprobieren.

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