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14.08.2026

Game-Genres erklärt: Jump-and-Run, Simulation, Racer, Adventure, Sandbox

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3 Minuten Lesezeit
6-17 Jahre
Kommunikation
Unterhaltung
Apps
Spiele
Artikel
Pexels/Tima Miroshnichenko

„Kann ich noch eine Runde zocken?“ – diese Frage gehört in vielen Familien zum Alltag. Rund drei von vier Jugendlichen spielen gern und regelmäßig am PC, an der Konsole, am Smartphone oder online mit Freund*innen. Aber was genau passiert da eigentlich?

Für Eltern ist das oft schwer zu überblicken: Der Markt an Games ist mittlerweile riesig. Allein für die Nintendo Switch sind aktuell mehr als 10.000 Spiele im Angebot. Viele Spiele verbinden mehrere Genres oder entwickeln ganz neue Spielkategorien. Ein vollständiger Überblick ist deshalb kaum möglich. Dennoch lassen sich viele Games grob einordnen – und dadurch besser verstehen. Wir stellen fünf beliebte Genres vor.

Jump-and-Run

Jump-and-Run-Spiele gehören zu den absoluten Klassikern der Computerspiele. Bereits 1981 musste sich eine Figur in „Donkey Kong“ rennend und hüpfend ihren Weg zum Ziel bahnen. Seitdem sind unzählige Spiele entstanden, in denen Figuren durch zwei- oder dreidimensionale Welten laufen, springen und dabei Hindernisse überwinden müssen. Am bekanntesten sind sicher die Super-Mario-Spiele, aber auch Sonic the Hedgehog oder Rayman sind weit verbreitet. Die bunt und humorvoll gestalteten Spielwelten sprechen oft schon jüngere Spieler*innen an und sind dank ihrer einfachen Bedienung gut zugänglich. Wer Lust hat, ein eigenes Jump-and-Run-Spiel zu entwerfen, kann zum Beispiel bei Draw your Game kreativ werden.

Simulation

Simulationsspiele bilden reale Situationen oder ganze Welten möglichst originalgetreu nach. Darin übernehmen die Spieler*innen eine bestimmte Rolle, werden kreativ oder verfolgen festgelegte Ziele. Dazu gehören etwa Berufs- und Wirtschaftssimulationen, in denen Städte gebaut, Restaurants geführt oder wichtige Entscheidungen getroffen werden. Auch Sport- und Aktivitätssimulationen zählen dazu, beispielsweise Fußballspiele, Autorennen oder Flugshows. Simulationsspiele bieten häufig eine detailreiche Grafik und komplexe Welten, die ein besonders realistisches Erlebnis vermitteln. Meist können sie allein oder gemeinsam mit Freund*innen gespielt werden. Sehr bekannt sind EA Sports FC oder Animal Crossing.

Racer

Ab hinters Steuer und los auf die Rennstrecke! In Racing-Spielen quietschen die Reifen, denn hier wird um die Wette gefahren. Anders als bei Simulationen steht dabei nicht das möglichst realistische Fahrgefühl, sondern vor allem der Rennspaß im Mittelpunkt. Meist können die Spieler*innen eigene, ausgefallene Fahrzeuge und Figuren auswählen oder gestalten. Die Rennen führen durch Städte, Wüsten, Freizeitparks oder ganze Fantasiewelten, während unterwegs Punkte und Gewinne gesammelt werden. Racing-Spiele können online gespielt werden, eignen sich aber auch besonders gut, um gemeinsam mit Freund*innen oder der Familie vor dem Bildschirm gegeneinander anzutreten. Die berühmtesten Rennstrecken gibt es wohl bei Mario Kart und Sonic Racing. Die Spiele machen häufig der ganzen Familie Spaß, sind für jüngere Spieler*innen aber manchmal noch überfordernd.

Adventure

Rätsel lösen, Abenteuer erleben, knifflige Missionen bestehen und eine spannende Geschichte mit Geduld, Geschick und Köpfchen durchspielen – all das bieten Adventure Games. Dabei dreht sich alles um das Abenteuer. Die Spiele können ganz unterschiedlich gestaltet sein: von zweidimensionalen Comic-Welten bis hin zu detailreich aufgebauten, dreidimensionalen Spielwelten. Sie spielen in den verschiedensten Settings und sprechen sowohl jüngere als auch ältere Spieler*innen an. Gemeinsam haben sie vor allem ihren ausgeprägten Abenteuer- und Rätselcharakter. Eine abenteuerliche Reise mit einer coolen und sehr diversen Gruppe von Held*innen gibt es zum Beispiel bei The Unstoppables.

Sandbox

Ab in den Sandkasten, wir bauen ein Traumschloss. Sandbox-Spiele sind der Ort für kreative Gaming-Fans. Sie bieten meist vor allem einen Raum und Material, in dem sich Spieler*innen selbst kreativ betätigen können – indem sie etwa Häuser, Landschaften und Lebewesen erschaffen, Geschichten entwerfen, Ideen zum Leben erwecken. Hier gibt es keine festlegten Geschichten oder Ziele, sondern die Interessen und Ideen der Spieler*innen stehen im Mittelpunkt. Der bekannteste Sandkasten der Gaming-Welt ist wohl Minecraft, wo scheinbar grenzenlose Welten aus bunten Blöcken entstehen können.

Alles geklärt?

Schublade auf, Schublade zu – und alle Spiele sind sortiert? So einfach ist es leider nicht. Die Grenzen zwischen Genres sind oft fließend: Manche Spiele passen in mehrere Kategorien, andere lassen sich kaum einordnen. Zudem können Games etwa nach Thema, Technik oder Anspruch sortiert werden.

Im Elternguide finden Sie deshalb weitere Übersichten zu populären Game- und  Online-Game-Genres. Doch selbst die beste Einteilung bleibt nur eine Momentaufnahme, denn neue Angebote, Techniken und Spielideen entstehen ständig.

Trotzdem lohnt es sich, aktuelle Spiele und Genres kennenzulernen. Grundwissen, gemeinsame Recherche und Interesse an den Lieblingsspielen des Kindes fördern Gespräche in der Familie. So entstehen Verständnis und die Möglichkeit, Risiken zu besprechen und gemeinsam einen guten Umgang mit Games zu finden. Dabei hilft etwa auch das ständig aktuell gehaltene und sehr ausführliche USK-Lexikon der Game-Genres.

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