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18.08.2026

Game-Genres erklärt: Game-Creator-Plattform, Strategie, Rollenspiel, Shooter, Horror

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3 Minuten Lesezeit
11-17 Jahre
Kommunikation
Kreativität
Unterhaltung
Apps
Spiele
Artikel
Pexels/Yankrukov

„Kann ich noch eine Runde zocken?“ – diese Frage gehört in vielen Familien zum Alltag. Rund drei von vier Jugendlichen spielen gern und regelmäßig am PC, an der Konsole, am Smartphone oder online mit Freund*innen. Aber was genau passiert da eigentlich?

Für Eltern ist das oft schwer zu überblicken: Der Markt an Games ist mittlerweile riesig. Allein für die Nintendo Switch sind aktuell mehr als 10.000 Spiele im Angebot. Viele Spiele verbinden mehrere Genres oder entwickeln ganz neue Kategorien. Ein vollständiger Überblick ist deshalb kaum möglich. Dennoch lassen sich viele Games grob einordnen – und dadurch besser verstehen. Wir stellen fünf beliebte Genres vor.

Game-Creator-Plattform

Auf Game-Creator-Plattformen finden Kinder und Jugendliche eine Art Baukasten vor, mit dem sie online eigene Spiele entwickeln und mit anderen teilen können. Dafür stehen verschiedene Welten, Objekte, Figuren und Befehle zur Verfügung. Nutzer*innen können damit selbst kreativ werden, kleinere oder größere Spiele erfinden und individuell gestalten. In der Community tauschen sie sich über ihre Ideen und Spiele aus und spielen gemeinsam. Für viele Kinder ist das oft ein erster Begegnungsort mit dem Programmieren und kann sogar zu einer Einnahmequelle werden. Bekannte Angebote sind etwa Roblox, der Kreativmodus von Fortnite oder Meta Horizon Worlds. Eltern sollten beachten, dass auf solchen Plattformen häufig hohe Kaufanreize sowie Risiken durch ungeeignete Inhalte und Kommunikation mit anderen bestehen.  

Strategie

Zeit, Muße und ein waches Köpfchen – das brauchen Spieler*innen bei Strategiespielen. Hier gilt es, Pläne zu schmieden, Probleme zu lösen und die eigenen Ziele im Blick zu behalten. Manchmal werden Städte und Gesellschaften aufgebaut, knifflige Aufgaben bewältigt oder Kriege und Kämpfe geführt, wie zum Beispiel in Minecraft Legends. Im Unterschied zu Simulationen sind Strategiespiele meist langfristiger angelegt. Häufig spielt man über viele Runden hinweg und erweitert dabei nach und nach sein Wissen und seine Fähigkeiten. Daher eignen sich diese Spiele eher für erfahrenere Spieler*innen, die weniger Action, dafür aber mehr Herausforderungen suchen.

Rollenspiel

So richtig in eine andere Haut schlüpfen können Spieler*innen in Rollenspielen. Sie übernehmen die Rolle einer Figur, erleben das Geschehen durch deren Augen und bewegen sich durch eine fiktionale Welt. Dort lösen sie Aufgaben, sogenannte „Quests“, bestehen Kämpfe, erkunden ferne Planeten oder suchen in geheimnisvollen Welten nach verborgenen Schätzen. Das Spielerlebnis wirkt dadurch näher und persönlicher als in Simulationen oder Strategiespielen. Gleichzeitig ist die Bedienung meist komplexer. Auch die Abgrenzung zwischen Spiel und Wirklichkeit kann schwieriger sein, weshalb Rollenspiele eher für ältere Kinder geeignet sind. Die abenteuerlichsten Ecken der Minecraft-Welt lassen sich zum Beispiel in Minecraft Dungeons erobern.

Shooter

Hier wird vor allem eines: geschossen. Ein Shooter ist ein Schießspiel, in dem sich die Spieler*innen mit virtuellen Waffen durch eine Welt bewegen, zielen und schießen, Gegnerinnen ausschalten und Missionen erfüllen.. Das Erleben des Spielgeschehens aus der Ich-Perspektive ist auch als Ego-Shooter bekannt. Es kann sich aber auch um Simulationen oder Adventure-Spiele handeln. Ziel ist meist, selbst zu überleben und eine Mission erfolgreich abzuschließen. Die grafische Darstellung variiert stark von cartoonhaften bis hin zu sehr realistischen Gewaltdarstellung, weswegen hier genau hingeschaut werden sollte. Viele Shooter sind erst für ältere Spieler*innen freigegeben. Bekannte realistische Beispiele sind Battlefield, Call of Duty oder das cartoonhafte Fortnite.

Horror

Nichts für schwache Nerven: Horror Games haben vor allem ein Ziel – die Spieler*innen möglichst stark zu erschrecken, zu gruseln und in Angst zu versetzen. Dafür setzen sie auf überraschende Effekte, eklige oder unheimliche Bilder und Musik, plötzlich auftauchende Figuren und Szenen sowie düstere Geschichten. Horror Games sind sozusagen die Übertragung von Horrorfilmen auf Games und können als Adventure-Games, Simulationen oder Shooter gestaltet sein. Meist bewegen sich die Spieler*innen durch eine bedrohliche Umgebung und versuchen, dort zu überleben. Die Bilder, Effekte und Atmosphäre gehen von leichtem Grusel bis hin zu extrem intensiven Darstellungen. Hier ist es besonders wichtig auf die Alterskennzeichen zu achten. Beobachten Sie außerdem genau, wie Ihr Kind auf ängstigende Inhalte reagiert. Beispiele für Horror-Games sind Resident Evil, Silent Hill, Little Nightmares oder Poppy Playtime.

Alles geklärt?

Schublade auf, Schublade zu – und alle Spiele sind sortiert? So einfach ist es leider nicht. Die Grenzen zwischen Genres sind oft fließend: Manche Spiele passen in mehrere Kategorien, andere lassen sich kaum einordnen. Zudem können Games etwa nach Thema, Technik oder Anspruch sortiert werden.

Auf Elternguide.online finden Sie deshalb weitere Übersichten zu populären Game– und  Online-Game-Genres. Doch selbst die beste Einteilung bleibt nur eine Momentaufnahme, denn neue Angebote, Techniken und Spielideen entstehen ständig.

Trotzdem lohnt es sich, aktuelle Spiele und Genres kennenzulernen. Grundwissen, gemeinsame Recherche und Interesse an den Lieblingsspielen des Kindes fördern Gespräche in der Familie. So entstehen Verständnis und die Möglichkeit, Risiken zu besprechen und gemeinsam einen guten Umgang mit Games zu finden. Dabei hilft etwa auch das ständig aktuell gehaltene und sehr ausführliche USK-Lexikon der Game-Genres.

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