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Internetguide für Eltern
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Internetguide für Eltern

Ich verstehe mein Kind nicht mehr

Wer kennt das nicht: Der 16-jährige Sohn kommt vom Treffen mit Freunden nach Hause und berichtet voller Aufregung darüber, dass LeFloid ein neues Video hochgeladen oder Gronkh ein neues Let’s Play eingestellt hat und wir verstehen nur Bahnhof. Die Welt unseres Kindes scheint nicht mehr die unsere und wenn wir nicht nachfragen, entfernen wir uns immer mehr von ihm. Das ist einerseits gut so, da Autonomie wichtig und richtig ist und Kinder Freiräume brauchen. Andererseits möchte man sein Kind gerne verstehen.

In der Jugend sind Eltern und Kinder nicht immer zu beneiden. Beim Erwachsenwerden Ihres Kindes sind Sie vor vielfältige Herausforderungen gestellt. Auch in Bezug auf die Mediennutzung sind Konflikte und gegenseitiges Unverständnis vorprogrammiert. Verbote nutzen hier wenig. Vielmehr gilt es, Verständnis zu zeigen, Ihrem Kind zu vertrauen und die Entfaltung – auch in digitalen Medien – zuzulassen. Vergessen Sie dabei aber nicht, auch die eigenen Positionen kenntlich zu machen und Grenzen zu ziehen.

Aber: Sie als Eltern sollten immer erste Ansprechpartner Ihres Kindes bleiben!

Wie bei allen sensiblen Themen geht es auch bei der Mediennutzung darum, Ihr Kind, seine Beweggründe und Bedürfnisse zu verstehen. Dabei treten oftmals gerade in Bezug auf die Nutzung von Smartphone, Social Media und Co. erhebliche Verständigungsprobleme auf. Sie als Eltern können vielfach nicht nachvollziehen, warum das Smartphone ein steter Begleiter ist und als Tor zur Welt so wichtig ist. Aber nur, wenn Sie wissen, was Ihr Kind da treibt und warum, können Sie gemeinsam angemessene Regeln vereinbaren. Ein Handyverbot beispielsweise löst selten Konflikte, sondern trägt eher dazu bei, dass Sie nicht mehr als Ansprechpartner wahrgenommen werden. Haben Sie die Mediennutzung Ihres Kindes bisher maßgeblich bestimmt, sind es jetzt andere Jugendliche und deren Inhalte. Sie können aber durchaus weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Sie können Ihr Kind dabei unterstützen, mediale Erfahrungen zu sammeln, diese zu verarbeiten und produktiv zu nutzen. Sie können ihm helfen, Erlebtes einzuordnen.