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App-Berechtigungen überprüfen und einstellen

Manche Apps funktionieren nur, wenn sie auf bestimmte Funktionen und Daten auf dem Gerät zugreifen können: Google Maps braucht z. B. Zugriff auf den Standort, um navigieren zu können, Instagram möchte auf Kamera und Fotos zugreifen, weil sonst keine Bilder gepostet werden könnten und WhatsApp greift auf die gespeicherten Kontakte zu, um Nachrichten verschicken zu können. Doch bei einigen Apps ist auf den ersten Blick nicht klar, warum sie bei der Installation viele persönliche Daten und Berechtigungen anfordern. Um zu vermeiden, dass ungewollt Daten Ihres Kindes gespeichert und weitergegeben werden, ist es sinnvoll, gemeinsam einen Überblick über die App-Berechtigungen zu behalten und die richtigen Einstellungen vorzunehmen.

Was sind App-Berechtigungen?

Nach dem Herunterladen einer App werden beim ersten Öffnen häufig sogenannte Berechtigungen angefordert. Damit wird festgelegt, auf welche Funktionen und Daten die jeweilige App auf dem Gerät zugreifen darf. Doch einige Apps möchten auf Funktionen zugreifen, die gar nicht notwendig sind, und verlangen mehr Berechtigungen als nötig. Dahinter steht vor allem das Interesse, Daten für Analyse- oder Werbezwecke zu verwenden oder an Dritte weiterzugeben. Das ist besonders bei kostenfreien Apps und vielen Spiele-Apps der Fall, da sie über die Weitergabe von Nutzerdaten Geld verdienen. Deshalb sind sie mit Blick auf den Datenschutz leider oft bedenklich.  

Deshalb sollte bei jeder App am besten schon vor dem Herunterladen genau geprüft werden, welche Berechtigungen mit der Installation erteilt werden und ob diese wirklich für das Funktionieren der App notwendig sind. Im Google Play Store oder im App Store können Sie einsehen, worauf eine App zugreifen möchte. Die Informationen zu App-Berechtigungen finden Sie im Play Store unter „Über diese App“ oder „Über dieses Spiel“. Im App Store von Apple erfahren Sie mehr, wenn Sie  auf “Datenschutz” klicken, wo die Datenschutzrichtlinien und AGB der App (leider oft nur auf Englisch) zu finden sind.

Wie kann ich die Berechtigungen der Apps meiner Kinder einsehen und einstellen?

Lassen Sie sich die Berechtigungen einer App auf dem Smartphone anzeigen, um zu wissen, auf welche Funktionen und Informationen sie zugreift. Am besten schauen Sie sich diese gemeinsam mit Ihrem Kind an und besprechen, welche Einstellungen möglicherweise auch deaktiviert werden sollten. Sowohl für Android- (ab Version 6.0) als auch für Apple-Geräte (iPhone/iPad) gibt es dafür jeweils zwei Möglichkeiten. Dafür gehen Sie bei beiden Betriebssystem in die “Einstellungen”.

Möglichkeit 1 bei Android:

  1. Klicken Sie unter „Apps & Benachrichtigungen“ auf „App-Berechtigungen“, um die Liste zu öffnen.
  2. Tippen Sie auf eine Berechtigung und wählen Sie mit dem Schieberegler aus, ob eine App Zugriff haben soll oder nicht.

Möglichkeit 2 bei Android:

  1. Klicken Sie unter „Apps & Benachrichtigungen“ auf die gewünschte App.
  2. Tippen Sie dann auf „Berechtigungen“. Nun können Sie mit Hilfe der Schieberegler auswählen, welche Berechtigungen die App erhalten soll und welche nicht.

Möglichkeit 1 bei Apple:

  1. Wählen Sie unter “Einstellungen” in der Liste „Datenschutz“ aus.
  2. Wählen Sie eine Berechtigung aus, um die Liste der Apps anzuzeigen, die auf diese Funktion oder Information zugreifen möchten.
  3. Tippen Sie auf eine App und wählen Sie mit dem Häkchen aus, ob die App Zugriff haben soll oder nicht.

Möglichkeit 2 bei Apple:

  1. Scrollen Sie in “Einstellungen” zur Liste der Anwendungen nach unten.
  2. Wählen Sie eine App aus, um deren Berechtigungen zu überprüfen.
  3. Mithilfe der Schieberegler können Sie nun auswählen, welche Berechtigungen die App erhalten soll und welche nicht.

Worauf sollten Eltern beim Thema App-Berechtigungen achten?

Verabreden Sie mit Ihrem Kind, ob es selbständig Apps installieren darf oder nicht. Ist Ihr Kind schon erfahren mit der Smartphone-Nutzung ist und kann es einschätzen, welche App-Berechtigungen sinnvoll sind oder braucht es noch Unterstützung?

Sprechen Sie darüber, welche Berechtigungen für welche Apps sinnvoll sind und zeigen Sie Ihrem Kind, wie es Berechtigungen deaktivieren kann. Gerade mit Zugriffen auf Standortinformationen oder die gespeicherten Kontakte sollte vorsichtig umgegangen werden, um die eigenen Daten zu schützen. Überlegen Sie gemeinsam, was wichtiger ist, die Nutzung einer bestimmten App oder die Wahrung der Privatsphäre. Recherchieren Sie ggf. nach alternativen Apps, die datenschutzfreundlich sind.

Überprüfen Sie auch nach der Installation in regelmäßigen Abständen die Berechtigungen. Bei manchen Apps ändern sich bei Updates die Berechtigungen. 

Sind Sie unsicher, ob eine App vertrauenswürdig ist, lohnt es sich, nach Informationen zum Entwickler oder Anbieter im Netz zu suchen. Auf www.app-geprueft.de werden zahlreiche bei Kindern beliebte Apps mit Blick auf mögliche Risiken bewertet und vorgestellt. 

Die Digitalisierung des Familienlebens – Apps zur Alltagsorganisation

Der eigene Terminkalender ist oft voll genug, aber die Termine aller Familienmitglieder aufeinander abzustimmen, macht Mütter und Väter zu echten Familienmanagern. Wer bringt die Kinder wann zu Kita und Schule und holt sie wieder ab?  Der Sohn hat regelmäßig Gitarrenunterricht, die Tochter mehrmals pro Woche Fußballtraining und am Wochenende ein Spiel, dazwischen ist Omas Geburtstag und der Kühlschrank muss auch gefüllt werden. Eine Hilfe, den Familienalltag besser zu organisieren, können extra dafür programmierte Apps sein.

Einige dieser Apps funktionieren wie ein Kalender, auf den jedes Familienmitglied mit dem eigenen Smartphone Zugriff hat und Termine hinzufügen bzw. verändern kann. Dadurch können anstehende Termine und Aufgaben koordiniert werden, ohne sich am selben Ort zu befinden. Zum Teil bieten die Apps auch Zusatzfunktionen wie das Versenden von Fotos oder Sprachnachrichten an.

Es gibt außerdem digitale Einkaufsplaner, die alle Familienmitglieder einsehen und verändern können. Wenn man spontan früher Feierabend hat, kann man einfach in der App nachsehen, was noch eingekauft werden muss. Oder man kann sich die gewünschten Lebensmittel via App direkt nach Hause bestellen, was den Gang in den Supermarkt überflüssig macht und Zeit für anderes lässt.

Mit der App Wunderlist können z. B. gemeinsame To-Do- und Einkaufslisten erstellt werden. Es gibt die Möglichkeit, sich an bestimmte Aufgaben automatisch erinnern zu lassen und die Listen gemeinsam zu kommentieren. Für die längerfristige Planung von Mahlzeiten und den Einkauf der nötigen Lebensmittel gibt es die App Our Groceries. Beide Apps gibt es sowohl für Apple als auch für Android-Geräte. Außerdem gibt es spezielle Familienplaner, die verschiedene Funktionen wie Kalender, gemeinsame Listen und Chatfunktionen vereinen. Zu den bekanntesten gehören Famanice und Cozi Family Organizer.

Worauf sollte man achten?

Überlegen Sie gemeinsam in der Familie, ob die Nutzung solcher Apps für Sie sinnvoll ist. Sehen Sie sich die Möglichkeiten der jeweiligen App an und entscheiden Sie, wie und wofür sie genutzt werden soll.

Bei einigen Anwendungen werden zur Installation viele persönliche Daten und Berechtigungen benötigt, bei denen oft nicht klar ist, weshalb sie gebraucht werden. Sie wollen die App trotzdem benutzen? Machen Sie sich schlau, ob die Berechtigungen tatsächlich zum Funktionieren der App notwendig sind und ob sich diese möglicherweise in den Einstellungen deaktivieren lassen. Machen Sie sich zudem bewusst, dass Sie mit den Zugriffsrechten den App-Anbietern sowie ggf. auch Dritten Einblick in persönliche Daten verschaffen. Bringen Sie auch in Erfahrung, ob es versteckte Kosten für Erweiterungen innerhalb der App gibt oder ob zu einem späteren Zeitpunkt Kosten anfallen können.

Um Ihnen die Auswahl und Einschätzung der verschiedenen Apps zu erleichtern, wird der Internetguide für Eltern in Zukunft eine Reihe von Anwendungen mit Antworten zu u. a. folgenden Fragen vorstellen: Welche Funktionen bieten sie? Welche möglichen Risiken können auftreten?

Medien selber machen: Trickfilme und Stop Motion

Gerade Kinder im Kita- und Grundschulalter mögen Trickfilme besonders. Und das Schöne ist, es braucht nicht viel, um zu Hause selbst welche zu machen: Smartphone oder Tablet, Bastelpapier und Stifte und schon wird das Kinderzimmer zum Filmstudio.

Trickfilme beruhen auf der Stop Motion-Technik. Man kennt das zum Beispiel vom Daumenkino. Viele Bilder, die sich nur in Details unterscheiden, werden schnell hintereinander gezeigt. Man nimmt die kleinen Änderungen auf jedem einzelnen Bild insgesamt als Bewegung wahr. Auch der Vor- und Abspann vom Sandmännchen und die Geschichten von “Shaun das Schaf” sind mit dieser Technik produziert.

Ihr Kind malt oder bastelt gern oder spielt es lieber mit Duplo und Lego? Solche Dinge lassen sich wunderbar auch für die Produktion des ersten eigenen Films nutzen. Dann kann’s ja losgehen!

  1. Denken Sie sich gemeinsam mit Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter eine kurze Geschichte aus. Die Geschichte sollte einfach und schnell zu erzählen sein und eine überschaubare Anzahl an Figuren haben. Diese Figuren können dann aufgemalt und ausgeschnitten oder auch geknetet werden. Oder Sie verwenden Figuren, die im Kinderzimmer vorhanden sind: Lego oder Playmobil, kleine Tiere und andere. Fast alles ist möglich!
  2. Neben den Figuren und anderen Gegenständen, mit denen die Geschichte erzählt wird, braucht man nun noch die Technik zum Filmen. Am besten nutzen Sie dafür ein Smartphone oder ein Tablet mit einer entsprechenden App. Empfehlenswert sind Stop Motion Studio (für Android und iOS; in der Grundversion kostenlos) oder iStop Motion (nur für iOS; kostenlos). Man kann direkt in der App nacheinander die Fotos aufnehmen. Automatisch wird daraus der Film, den man am Ende noch bearbeiten kann. Das Smartphone oder Tablet sollte stabil stehen. Ein Stativ oder eine Tablethalterung sind dabei besonders hilfreich. Sie können aber auch aus Büchern und anderen Gegenständen eine Fixierung bauen.
  3. Dann geht es an die Vorbereitung des Drehorts. Wenn Sie einen Legetrickfilm mit gemalten oder gebastelten Figuren machen, wird von oben gefilmt – quasi zweidimensional. Dann brauchen Sie einen Untergrund, auf dem die Figuren bewegt werden. Dieser kann farbig sein oder einen bestimmten Hintergrund abbilden. Wenn ein Film mit Legofiguren o. Ä. geplant ist, sollte seitlich von oben gefilmt werden. Dann kann man sich eine kleine Filmkulisse ausdenken und diese aus Gegenständen und farbigem Papier zusammenbauen. Auch Legohäuser und andere Spielgeräte können dafür verwendet werden. Wichtig ist immer, dass die Kamera einen guten Abstand zur Kulisse hat, so dass alle Figuren Platz haben, man sie gut bewegen kann und auf dem Display alles sichtbar ist. Achten Sie auch auf die Lichtverhältnisse und darauf, dass sich diese nicht ändern.
  4. … und Action! Etwas Geduld ist beim “Filmdreh” gefragt, denn man braucht viele Fotos, um nur einen kurzen Film zu machen. Man sollte mit etwa acht Bildern für eine Sekunde Film rechnen. Auf jedem Bild muss eine Kleinigkeit verändert werden. Wenn z. B. ein Legomännchen winkt, muss man den Arm jedes Mal eine kleines Stück nach oben bewegen. Natürlich ist es möglich, dass parallel auch andere Figuren oder Gegenstände bewegt werden. Am besten ist es, wenn eine Person die Kamera übernimmt, also die Fotos macht und eine andere die Figuren bewegt. Eine dritte Person kann darauf achten, dass alles richtig gemacht wird und ansagen, wann was gemacht wird – sie ist der Regisseur oder die Regisseurin. Am besten schaut man sich immer direkt auf dem Display an, ob die Fotos gelungen sind.
  5. Nach dem Filmdreh geht es an die Nachproduktion. Dabei können Titel, Texte, Musik und vieles andere hinzugefügt werden. Bilder können gelöscht, verschoben oder ihre Anzeigedauer geändert werden. Wenn man den Figuren eine Stimme geben möchte – sie also nicht stumm bleiben sollen – können hinterher die Dialoge mit verteilten Rollen eingesprochen werden.
  6. Präsentation und Veröffentlichung: Was ist ein Film ohne Premiere? Auch das können Sie mit Ihren Kindern zelebrieren – mit Limo und Popcorn in einem abgedunkelten Raum. Vielleicht werden auch noch Oma und Opa und die Nachbarskinder dazu eingeladen! Zusätzlich ist eine Veröffentlichung auf einer Kinderplattform wie JUKI auf Kindersache oder trickino.de denkbar.

Und jetzt… viel Spaß beim Ausprobieren!

Amazon Prime Video

Für viele ist der Online-Versandhändler Amazon aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Immer mehr Menschen nutzen auch seinen digitalen Videostreaming-Dienst Prime Video, umgangssprachlich auch Amazon Prime genannt (wobei hierunter mehrere Angebote fallen).

Kurz gefasst:

  • Videostreaming-Dienst im Internet
  • Vielzahl an Filmen und Serien abrufbar
  • Voraussetzung zur Nutzung ist ein Amazon-Konto und Internet-kompatibles Gerät
  • Angebot für 7,99 € monatlich oder 69,00 € jährlich erhältlich
  • integrierte Jugendschutz-Optionen

Was ist Prime Video?

Wie auch bei anderen Videostreaming-Diensten bietet Prime Video die Möglichkeit, eine Vielzahl an Filmen und Serien zeitlich und örtlich ungebunden zu kaufen, auszuleihen und anzuschauen. Dafür meldet man sich kostenpflichtig bei amazon.de mit einem eigenen Benutzerkonto an. Das Teilen einer Mitgliedschaft ist bei Prime Video nicht möglich.
Die Filme und Serien lassen sich über einen Webbrowser oder andere internetfähige Geräte (wie z. B. ein Smart-TV Gerät, Spielekonsole oder Smartphone) und der Prime-Video-App ansehen. Dass man für einige Filme und Serien nochmals extra zahlt, liegt daran, dass viele neue Titel erst einmal nicht umsonst erhältlich sind.

Die meisten Videos sind mit den gesetzlichen Alterseinstufungen der FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft) gekennzeichnet. Es gibt einen eigenen Bereich für Kinderinhalte. Die dort zu findenden Serien und Filme sind neben anderen Kategorisierungen in die Altersgruppen 2-5 Jahre, 6-8 Jahre und 9-11 Jahre unterteilt. Um Videoinhalte mit FSK18-Einstufungen anschauen zu können, muss man die eigene Volljährigkeit mithilfe des Ausweises oder Reisepasses und einer Bankverbindung nachweisen.

Prime Video bietet darüber hinaus einige Sicherheitseinstellungen für Ihr Kind. Dafür legt man eine fünfstellige Prime Video-PIN für das eigene Benutzerkonto an.
Mittels der Prime Video-Kindersicherung lassen sich Beschränkungen für Videoinhalte festlegen, die auf dem verbundenen Gerät gekauft oder abgespielt werden können. Außerdem kann man die Option Kaufbeschränkungen durch einen PIN für Einkäufe nutzen, sodass das Kind nicht eigenständig den Kauf von Prime Video-Filmen und Serien vornehmen kann. Darüber hinaus gibt es Wiedergabebeschränkungen, mit denen man das Abspielen von Videos aus bestimmten Alterskategorien blockieren kann.

Was ist problematisch an dem Angebot?

Ganz egal, wie alt man ist – bei Prime Video finden sich angesagte Serien und Filme für jeden. Stellt man keine Kindersicherung ein, so haben Minderjährige unbegrenzten Zugriff auf Inhalte, die nicht für ihr Alter geeignet sind und sie ängstigen und überfordern können. Viele Serien und Filme haben ein FSK-Alterskennzeichen, aber nicht alle. Diese können Kinder und Jugendliche ungehindert ansehen, da die Kindersicherung bei diesen nicht greift.
Wie bei vielen Streaming-Angeboten ist der Reiz des ständigen Weiterschauens auch bei Prime Video sehr hoch. Darauf sollten Sie Ihr Kind aufmerksam machen und mit gutem Beispiel vorangehen.

Was sagt der Anbieter?

Nach eigenen Angaben verwendet Prime Video die Einstufungen der FSK als Grundlage für die Kindersicherungseinstellungen. Liegen für z. B. sehr neue Filme oder Serienfolgen keine FSK-Einschätzungen vor, so gibt es auf der Webseite keine Angaben darüber, ob und nach welchen Kriterien die Alterseinstufungen selbst oder von Drittanbietern vorgenommen werden.

Was sollten Eltern beachten?

Sie möchten Prime Video in Ihren Familienalltag integrieren? Dann sollten Sie auf die Altersfreigaben der Filme und Serien achten, die Kinder-bzw. Jugendschutzoptionen entsprechend einstellen und PIN-Codes verwenden. Um sicher zu gehen, dass die Inhalte wirklich für Ihr Kind geeignet sind, schauen Sie die Filme oder Serien, die Ihr Kind sehen möchte, vorab an.
Sich zusammen einen Film ansehen, kann ein schönes Familienerlebnis sein. Gerade bei jüngeren Kindern (mind. bis zehn Jahren) ist das grundsätzlich zu empfehlen, sodass sich Ihr Kind bei gruseligen oder bedenklichen Inhalten nicht allein gelassen fühlt.
Achten Sie außerdem darauf, dass Prime Video und die Mediennutzung überhaupt nur eine Aktivität von vielen anderen Freizeitbeschäftigungen für Ihr Kind sein sollte.
In  unserer Videoreihe „Sie fragen – wir antworten“ erklärt unsere Medienpädagogin Melanie Endler, warum man Kinder beim Serienschauen nicht alleine lassen sollte:

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https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=kLyG6-nQXAk_%_

Mehr Videos finden Sie hier.

So wird das Smartphone Ihres Kindes sicherer

Mit elf oder zwölf Jahren bekommen viele Kinder ein eigenes Smartphone. Damit können sie unterschiedliche Dinge machen und haben Zugang zum Internet. Neben vielen tollen Möglichkeiten, die es mit sich bringt, sind Kinder damit aber auch Risiken ausgesetzt, die sie möglicherweise noch nicht abschätzen können. Es ist besonders wichtig, dass Sie mit Ihrem Kind über mögliche Gefahren sprechen und gemeinsam Sicherheitseinstellungen am neuen Handy vornehmen.

Datenschutz

Ohne, dass Ihr Kind etwas bemerkt, hinterlässt es durch die Benutzung eines Messengers und anderer Apps sowie durch das Surfen im Netz Datenspuren. Erklären Sie, dass WLAN, Bluetooth und die GPS-Ortung standardmäßig ausgeschaltet bleiben und nur aktiviert werden sollen, wenn es unbedingt notwendig ist –  z. B. wenn Ihr Kind den Weg zu einem bestimmten Ort mit Hilfe einer Karten-App sucht. So vermeiden Sie, dass Apps ohne Grund den Standort Ihres Kindes ermitteln sowie den Austausch von Daten mit anderen Geräten und Netzwerken.

Passwortschutz

Das Handy Ihres Kindes sollte nur nach Eingabe eines Codes (PIN, Wischcode o. Ä.) zu benutzen sein, damit keine Fremden an die Daten herankommen. Richten Sie daher mit Ihrem Kind gemeinsam einen sicheren Passwortschutz ein. Das gilt auch für die Registrierung bei Social-Media-Diensten und Apps. Sichere Passwörter bestehen aus mindestens zwölf Zeichen und enthalten neben Buchstaben auch Sonderzeichen und Zahlen. Tipps zur Erstellung von sicheren Passwörtern gibt es   – z. B. bei Handysektor. So lernt Ihr Kind, das eigene Smartphone sicher vor dem Gebrauch Unbefugter zu schützen. Bei jüngeren Kindern empfiehlt es sich, dass mindestens auch ein Elternteil die Kombination zur Bildschirmentsperrung und das Passwort kennt. 

Jugenschutzeinstellungen

An jedem Smartphone lassen sich in den Einstellungen auch Sicherheits- und Jugendschutzeinstellungen vornehmen.

Bei Android können Sie im Play Store die Installation von Apps sperren lassen bzw. für die Installation oder In-App-Käufe ein Passwort festlegen. Aktivieren Sie hierfür die Jugendschutzeinstellungen. Sie können außerdem auswählen, welche Apps Ihr Kind auch ohne Passwort installieren kann.

Darüber hinaus empfiehlt es sich bei Android-Geräten eine Sicherheitsapp herunterzuladen. Mit der App Kids Place können Sie z. B. eine Zeitbeschränkung festlegen, nur die Nutzung bestimmter Apps erlauben oder ungeeignete Webseiten sperren. Die App Google Family Link bietet ebenfalls einige Möglichkeiten, die Handynutzung Ihres Kindes zu regulieren. In unserem Beitrag Google Family Link für Kinder haben wir zusammengefasst, was die App alles kann, die Nutzungsmöglichkeiten für Kinder erklärt, aber auch Risiken der App erläutert.

iOS-Geräte bieten noch mehr Möglichkeiten in den eigenen Geräteeinstellungen. Unter Bildschirmzeit haben Sie die Option, Einschränkungen vorzunehmen und dafür einen eigenen Code zu vergeben. Sie können dann   – z. B. die Verwendung von bestimmten Apps erlauben oder sperren und In-App-Käufe mit einem Passwort beschränken. Es lassen sich auch Filme, Musik, Apps und TV-Sendungen mit einer höheren Altersfreigabe automatisch sperren. iOS kann Web-Inhalte in Safari und Apps automatisch filtern und ausblenden. Sie können selbst bestimmte Webseiten genehmigen oder sperren. Es ist zudem möglich, zu kontrollieren, welche Apps Zugriff auf Standort und lokal gespeicherte Daten haben. 

Was können Sie noch für eine sichere Smartphone-Nutzung Ihres Kindes tun?

Smartphones bringen einige Funktionen mit, um das Chatten, Surfen im Netz und die Nutzung von Apps für Ihr Kind sicherer zu gestalten. Dennoch ersetzen diese Einstellungen am Gerät oder auch Jugendschutz-Apps nicht die Begleitung durch Sie als Eltern. Ihr Kind sollte immer verstehen, warum gewisse Webseiten oder Apps gesperrt oder die GPS-Ortung deaktiviert bleiben sollte. Orientieren Sie sich bei der Kontrolle und Sicherheit außerdem immer am Alter und der Entwicklung Ihres Kindes. Greifen Sie besonders bei Jugendlichen nicht zu stark in die Privatsphäre Ihres Kindes ein. Versuchen Sie aber immer im Gespräch mit Ihrem Kind zu bleiben und als Ansprechperson bei Fragen oder Unsicherheiten da zu sein.

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