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BOOKii – Der Hörstifte-Alleskönner?

Dieser digitale Hörstift – der Nachfolger des TING-Stifts – möchte mehr als nur vorlesen, sondern bietet eine Aufnahmefunktion, so dass Kinder selbst kreativ werden können und funktioniert außerdem als MP3-Player.

Kurz gefasst:

  • für Kinder ab 3 Jahren
  • nutzbar in Kombination mit Büchern, Spielen, Globen usw.
  • funktioniert mit Medien verschiedener Verlage
  • bietet Vorlese- und Aufnahmefunktion
  • kostet ab 39,95 €

Was bietet der BOOKii-Hörstift?

Mit dem digitalen Hörstift BOOKii sollen Kinder Bücher mit allen Sinnen entdecken können. Das Prinzip, dass beim Antippen von Illustrationen und Texten in für den Stift ausgelegten Medien mit der Spitze des Stifts Dialoge, Geräusche und Informationen erklingen, haben alle Hörstifte gemeinsam. So lassen sich Texte vorlesen oder man kann mit interaktiven Such- und Wissensspielen selbst aktiv werden.

Das Angebot an kompatiblen Büchern und Spielen wird ständig erweitert. Bisher gibt es etwa 50 Titel von verschiedenen Verlagen. Die beliebte WAS IST WAS?-Reihe ist für den BOOKii ebenso erhältlich wie Sprachlernbücher von Langenscheidt.

Da der Stift eine Aufnahmefunktion hat, lassen sich auch andere Bücher um Vorlese-Elementen erweitern. Der BOOKii wird mit Stickern geliefert, die sich mit eigenen Aufnahmen immer wieder neu belegen lassen. Bei ausgewählten Produkten für ältere Leser führt BOOKii – über eine Bluetooth-Verbindung mit Handy, Tablet oder PC – zu Videos oder weiterführenden Links zum Thema. Auch die Funktion als MP3-Player und die Möglichkeit, Kopfhörer anzuschließen, machen den BOOKii als multifunktionalen digitalen Hörstift attraktiv.

Was fasziniert Kinder daran?

Für Kinder ist es spannend, die Informationen, die sie in einem Buch finden, auf verschiedene Arten zu erleben. Wenn beispielsweise nicht nur erklärt wird, wie der Ruf einer Eule klingt, sondern auch noch ein Audiobeispiel dazu abgespielt werden kann, ist dies ein spannendes Leseerlebnis für Kinder.

Die Aufnahmefunktion und die dazugehörigen Aufkleber machen den Stift besonders. Kinder können selbst Dinge einsprechen, singen oder Geräusche machen und Sticker mit ihren Aufnahmen versehen. Diese Sticker können quasi überall hingeklebt werden: in das Lieblingsbuch, auf den Familienkalender oder ins Schulheft der Schwester.

Was sagt der Anbieter?

Der Tessloff Verlag setzt mit dem Nachfolgermodell seines TING-Stifts ganz auf Interaktivität und Offenheit. Außerdem wurde bei der Produktion auf Gesundheit und Umwelt geachtet: Das BOOKii-Etui ist aus lebensmittelechtem Material hergestellt und kann auch von kleinen Kindern benutzt werden. Die Verpackung des Hörstifts und das Etui werden in Deutschland produziert und sind recyclingfähig.

Bereits in den ersten Jahren erhielt BOOKii mehrere Nominierungen für renommierte Spielepreise. Betont werden in den Begründungen, dass der Stift die auditiven Fähigkeiten von Kindern fördert und durch kleine Ratespiele die Konzentration trainiert wird.

Tessloff selbst stellt die vielen Anwendungsmöglichkeiten für verschiedene Altersstufen, die mögliche Förderung der Sprachentwicklung und der kognitiven Fähigkeiten von Kindern heraus. So eignet sich der Hörstift laut Hersteller auch für die Anwendung in Kindergärten, Schulen und anderen pädagogischen Einrichtungen.

Was sollten Sie als Eltern beachten?

Auch wenn die Bedienung kinderleicht erscheint, entdecken Sie den Hörstift und was man damit machen kann gemeinsam mit Ihrem Kind. Es gibt eine Reihe von BOOKii-Starterpaketen für verschiedene Altersgruppen. Sie beinhalten meist ein Buch, den Stift mit Etui und Aufnahmesticker.

Will man mit dem BOOKii ein Kinderbuch entdecken, müssen die dazugehörigen Dateien auf dem Stift installiert sein. Dafür verbindet man den Hörstift am besten mit einem PC oder Laptop. Verbindungs- und Ladekabel werden mitgeliefert.

Was sonst noch wichtig zur Verwendung von Hörstiften in der Familie ist, erfahren Sie in unserem Beitrag “Mit Hörstiften zum interaktiven Lesenerlebnis”.

Medien selber machen: Hörstifte für kreative Köpfe

Vorlesestifte bringen ein ganz neues Leseerlebnis für Ihr Kind, da sie klassische Bücher mit Audiodateien erweitern. Wie diese genau funktionieren und welche es auf dem Markt gibt, haben wir bereits hier erklärt. Aber man kann sich nicht nur vorlesen lassen, sondern Hörstifte sogar selbst bespielen und seine ganz eigenen Geschichten mit Audios zum Leben erwecken.

Eigene Hörstift-Inhalte gestalten

Um eigene Audioinhalte zu erstellen und in das gewünschte Buch zu integrieren, gibt es spezielle Aufnahmesticker. Diese Sticker speichern den Inhalt, den Sie mithilfe des Hörstiftes aufgenommen haben. Sie können individuell mit Geräuschen, Geschichten oder auch Musik bespielt werden. Das Abspielen funktioniert mit dem Hörstift, indem die Spitze des Stiftes über den entsprechenden Sticker gestrichen wird. Die Aufkleber können auf Gegenstände oder Papier geklebt werden und lassen sich jederzeit löschen und neu besprechen. Entweder werden die Sounds direkt über den Stift eingesprochen oder man lädt sie über USB auf den Stift. Dafür lassen sich z. B. der AnyBook oder der Bookii verwenden.

Ideen zur Verwendung individueller Hörstift-Sticker

Sie können mit der Aufnahmefunktion gemeinsam mit Ihrem Kind z. B. Bilderbücher vertonen. Hat Ihre Tochter oder Ihr Sohn ein Lieblingsbilderbuch? Dann lassen Sie sich gemeinsam Dialoge und Geräusche dazu einfallen und nehmen Sie diese mit dem Hörstift auf. Wenn Sie die damit verknüpften Sticker an die entsprechenden Stellen im Buch kleben, wird das nächste Vorlesen ein besonderes Erlebnis. Oder sprechen Sie Fragen auf, die an bestimmten Stellen abgespielt werden, z. B. “Wo ist der Hund?”.

Erwecken Sie altbekannte Spiele wie Memory mit den Aufklebern und den Stiften zum Leben. Die Ente erhält auf einer Karte einen Sticker, über den sich das Schnattern mit dem Hörstift abspielen lässt. So kann Ihr Kind z. B. Tiergeräusche erlernen.

Die besonderen Sticker können auch beim Sprachenlernen als Begriffsaufkleber verwendet werden, indem man sie an Gegenstände zum Vokabellernen klebt.

Ihnen fallen bestimmt noch mehr kreative Ideen ein, wie man den Hörstift nutzen kann!

Vorlesen im digitalen Zeitalter

Kurz vor dem Schlafengehen – die dreijährige Tochter sitzt auf Ihrem Schoß, richtet den Blick auf die bunten Bilder und lauscht gespannt der Geschichte. In vielen Familien ist das Vorlesen am Abend ein Ritual. Oft gibt es das Lieblingsbuch, welches wieder und wieder vorgelesen werden soll. Aber sind Bücher in Zeiten von frei zugängigen Videos, Hörspielen und Liedern über digitale Medien eigentlich noch zeitgemäß?

Die Bedeutung des Vorlesens

Vorlesen im Allgemeinen ist enorm wichtig für die kindliche Sprachentwicklung. Wenn Sie Ihrem Kind Geschichten vorlesen und Sie gemeinsam die Bilder betrachten und darüber sprechen, erweitert sich auch der Wortschatz Ihres Kindes. Dabei lernt es auch Wörter kennen, die es sonst nicht unbedingt hört, z. B. in Büchern, die von Meerestieren berichten oder über das Leben auf einem Bauernhof. Beim Vorlesen entwickelt Ihr Kind ein Gefühl für die Struktur der Sprache.

Vorlesen wirkt sich zudem positiv auf die Fantasie Ihres Kindes aus. Das Erzählen von Geschichten und der Austausch darüber regt Ihr Kind an, sich eigene Welten auszudenken und vorzustellen.

Vorlesen über digitale Medien

Entscheidend beim Vorlesen sind vor allem der Austausch und die Nähe zu Ihnen. Diese kann man auch herstellen, wenn man zum Vorlesen ein Tablet anstelle eines Buches nutzt. Die Faszination für digitale Medien können Sie nutzen, um insbesondere älteren Kindern das Lesen schmackhaft zu machen. Digitale Lesewelten arbeiten oft mit interaktiven Elementen, die das Interesse von Kindern wecken und ihre Fantasie anregen können. In ihnen steckt also viel Potenzial, das Sie als Eltern nutzen können.

Auch Bilderbuch-Apps wie z. B. „Fiete“ oder „Milli und ihre Freunde“ erweitern das Leseergebnis auf besondere Art. Eine Liste empfehlenswerter Apps gibt es bei der Stiftung Lesen. Neben Apps gibt es auch spezielle Kinderwebsites, die sich auf Vorlesegeschichten spezialisiert haben,wie etwa Amira. Außerdem gibt es Bücher, die ihre Geschichten digital erweitern (z. B. Was ist denn hier passiert?). Das kann eine tolle Möglichkeit sein, Offline- und Onlinewelt sinnvoll zu verbinden.

Worauf sollten Sie dabei achten?

Wichtig ist, dass Sie bewusst auswählen, welches digitale Abenteuer Ihrem Kind gefallen könnte. Auch der Zeitpunkt der Nutzung sollte bedacht werden. So könnte ein interaktives Vorleseabenteuer vorm Schlafengehen zu aufregend für Ihr Kind sein. Der helle Bildschirm und flackernde Elemente verhindern möglicherweise, dass Ihr Kind danach ruhig schlafen kann. Greifen sie stattdessen zu einem (analogen) Buch, das Ihr Kind bereits kennt und beruhigt.

Weitere Tipps zu digitalen Vorleseformaten gibt es bei der Stiftung Lesen.

Denken Sie immer daran: Klassische wie digitale Lesewelten haben ihre Vor- und Nachteile – die Mischung macht´s!

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