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Lesen und Lernen mit TIPTOI

Ravensburger nennt seinen tiptoi “Das audiodigitale Lern- und Kreativsystem”. Welche vielfältigen Funktionen dieser Hörstift bietet, können Sie hier nachlesen.

Kurz gefasst

  • Vorlesestift mit Aufnahmefunktion
  • nutzbar in Kombination mit speziellen Büchern, Spielen und Puzzles
  • nur mit Ravensburger-Produkten kompatibel
  • für Kinder ab 3 Jahren
  • im Starterpaket ab knapp 60,- € erhältlich

Wofür kann man tiptoi nutzen?

Der tiptoi ist ein Vorlese- oder Hörstift. Tippt man mit dem Stift auf ein Bild oder einen Text in einem dafür vorgesehenen Buch, erklingen passende Geräusche, Sprache oder Musik. Geschichten, Spiele und Spielzeuge werden so zum Leben erweckt. Dafür muss man die entsprechenden Audio-Dateien vorab aus dem Internet über den tiptoi-Manager herunterladen.

Es wird zwischen vier “Erlebnisebenen” beim tiptoi unterschieden:

  • Wenn man auf das rote Augensymbol der Ebene Entdecken tippt, liest der Stift Texte vor, macht Geräusche, erläutert Bilder und vieles mehr.
  • Beim orange-farbenen Glühbirnensymbol der Ebene Wissen erfahren Kinder Spannendes über das jeweilige Buchthema. Per Zufallsprinzip werden immer wieder neue Inhalte abgerufen.
  • In der Ebene Erzählen, die mit einem blauen Sprechblasensymbol gekennzeichnet ist, lauschen die Kinder gespannt kleinen Geschichten, die die Fantasie anregen und das Spielerlebnis vertiefen sollen.
  • Und schließlich kann man auf das grüne Würfelsymbol der Ebene Spielen tippen, deren Inhalte das Gelernte spielerisch und auf interaktive Weise vertiefen.

Der tiptoi-Vorlesestift kann nicht nur in Kombination mit Büchern, sondern auch mit Spielen, einem Globus oder Puzzles benutzt werden. Er wird für Kinder ab 3 Jahren empfohlen. Es werden Produkte für verschiedene Altersklassen angeboten.

Die neueren Geräte (seit 2018) verfügen zusätzlich über ein integriertes Mikrofon, so dass die Kinder eigene Geräusche und Sprache aufnehmen können.

Was fasziniert Kinder daran?

Für Kinder ist es spannend, die Inhalte aus einem Buch, auf unterschiedliche Arten zu erleben. Wenn beispielsweise nicht nur erklärt wird, wie der Schrei einer Eule klingt, sondern sie sich diesen auch anhören können. Die Funktionsweise des Stiftes ist einfach und seine Anwendung den motorischen Fähigkeiten eines Kindes im Alter ab ca. 3 Jahren angepasst.

Die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des tiptoi-Hörstiftes bieten viel Spaß und Freude und sind für jede Bedürfnisse geeignet. Egal ob Ihr Kind lieber spielen mag oder doch klassisch in einem Buch lesen möchte, der tiptoi ist in beiden Situationen nutzbar. Inhalte können sehr spielerisch vermittelt werden.

Was meint der Anbieter?

tiptoi begeistert und motiviert zum Spielen und Lernen! tiptoi ist ein innovatives Lern- und Kreativsystem, mit dem Kinder die Welt spielerisch entdecken.“ So wird der Hörstift auf der Webseite von Ravensburger beschrieben. Seine kindgerechte Gestaltung und die qualitativ-hochwertigen Inhalte sowie die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von tiptoi werden hier noch einmal besonders hervorgehoben.

Dank der CREATE-Aufnahmefunktion verspricht der Anbieter eine Förderung der Sprachkompetenz und des Selbstvertrauens Ihres Kindes.

Was sollten Eltern beachten?

tiptoi ist nur mit den entsprechenden Ravensburger-Produkten kompatibel. Die Kosten für den Stift und dazu passender Bücher sind daher nicht zu unterschätzen. Der Stift allein kostet bereits ca. 48,- €. Allerdings kann man aus einer Vielzahl von Produkten rund um tiptoi in unterschiedlichen Preisklassen auswählen, die auch immer eine schöne Geschenkidee sind.

Die Audio-Inhalte können nur mit dem tiptoi-Manager, einem Computerprogramm von Ravensburger, auf das Gerät geladen werden. Computer und Internetzugang sind dafür also Voraussetzung. Die Aufnahmefunktion ist nicht mit allen tiptoi-Produkten, sondern nur mit CREATE-Produkten nutzbar.

Mehr dazu, was bei der Verwendung von Vorlesestiften in der Familie bedacht werden sollte, erfahren Sie in unserem allgemeinen Beitrag dazu.

Was ist eigentlich… Open Source?

Kinder sind wissbegierig und möchten Dinge verstehen. Vielleicht hat Sie auch Ihr Kind schon einmal gefragt, wie das Internet eigentlich funktioniert, welche Strukturen und Prozesse dahinterstecken. Erwachsene und Kinder kommen tagtäglich mit dem Internet in Berührung und sind im Netz unterwegs. Für einen aufgeklärten Umgang damit steht immer öfter auch in Schulen Informatikunterricht auf dem Programm. Kinder lernen z. B. anhand kleiner Mini-Computer namens CALLIOPE, wie man eigene Programme, sogenannte Software, konstruiert und damit Roboter baut oder Nachrichten übertragen kann.

Calliope-mini|Quelle: https://pixabay.com/de/calliope-mini-calliope-computer-2755554/

Aber was ist Software überhaupt? Um am Computer oder Tablet arbeiten zu können, ist die Installation von verschiedenen Programmen bzw. Software notwendig. Auf mobilen Geräten heißen diese Apps. Es gibt z. B. Schreibprogramme wie Microsoft Word oder Internetbrowser wie Google Chrome. Viele von uns benutzen sogenannte „Freie Software“ wie etwa Firefox, Chrome, OpenOffice oder den VLC-Media Player. Auch auf vielen Schulrechnern sind solche Programme installiert, da freie Software zumeist kostenlos verfügbar ist und ein hohes Maß an Qualität aufweist. „Frei“ bedeutet, dass das Programm meistens kostenlos verwendbar ist und man beliebig viele Kopien weitergeben kann. Jeder kann also diese Software nutzen. Die Software des Mini-Computers CALLIOPE zählt auch dazu, so dass alle Schüler*innen Zugriff darauf haben können.
Oft spricht man in diesem Zusammenhang auch von „Open Source“. Dies meint dasselbe wie Freie Software, stellt jedoch einen anderen Aspekt in den Vordergrund. Übersetzt bedeutet Open Source „freie Quelle“. Das heißt, dass offen gelegt wird, wie die Software programmiert oder auch die Hardware (also die Bauteile eines Computers) zusammengesetzt ist.  Jede*r kann auf die Quelle zugreifen und sie weiterentwickeln, verändern oder auf Fehler in der Software oder Hardware aufmerksam machen. Schüler*innen können u. a. mit  Computern wie dem CALLIOPE erfahren, wie bekannte Open Source-Programme wie Firefox funktionieren. Sehr viele Menschen arbeiten am selben Programm, wodurch es sich immerzu weiterentwickeln und verbessern kann. Trotz der zumeist kostenlosen Nutzung gibt es verschiedene Lizenzbedingungen, die zu beachten sind (oft bezogen auf die Bearbeitung des Quellcodes). Ein Gegenmodell zu Open Source stellt „Proprietäre Software“ dar, wie z. B. Microsoft Office. Bei diesen Bezahlprogrammen weiß man nicht, welche Programmierung dahinter steckt. Außerdem kann man sie oft nur auf einem Rechner installieren – je nachdem welche Lizenz man gekauft hat.

 

 

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