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Google Family Link – die Handynutzung eines Teenagers kontrollieren?

Sie haben Sorge, dass Ihr 14-jähriger Sohn zu viel Zeit mit seinem Smartphone verbringt und Apps nutzt, die eigentlich nicht für sein Alter geeignet sind? Mit der App Family Link möchte Google einen Beitrag für die Medienerziehung in Familien sein. Aber inwieweit ist das auch für Teenager sinnvoll?

In unserem Beitrag Google Family Link für Kinder haben wir zusammengefasst, was die App alles kann, die Nutzungsmöglichkeiten für Kinder erklärt, aber auch Risiken der App erläutert. Für Jugendliche, die mindestens 16 Jahre alt sind, sind nicht alle Funktionen sinnvoll. Denn ab diesem Alter darf man laut Google in Deutschland ein eigenes Konto haben, um verschiedene Google-Dienste, vor allem auf Android-Geräten, vollständig nutzen zu können. Aber auch für Jugendliche unter 16 Jahren müssen nicht mehr alle Kontrollfunktionen aktiv sein. Entscheiden sollte Sie dies nach dem Grad der Selbstständigkeit Ihres Kindes im Umgang mit Medien.

Ist ein Kinderkonto weiterhin sinnvoll?

Wenn Sie für das Smartphones Ihres Kindes ein Kinderkonto eingerichtet haben, kann dieses ab dem 16. Lebensjahr in ein reguläres Konto umgewandelt werden, das Ihr Kind dann vollständig alleine verwaltet. Sie werden per Mail darüber informiert. Ihr Kind kann dann entscheiden, ob es selbst die Installation und Einschränkung von Apps vornimmt oder es weiterhin Ihnen als Eltern überlässt. Überlegen Sie gemeinsam, inwieweit das sinnvoll ist. Fühlt sich Ihr Kind reif genug, einschätzen zu können, welche App altersgerecht ist und wieviel Zeit es mit dem Handy verbringt?

Je älter Ihr Kind wird, desto selbstständiger wird es. Sie können z. B. die Elternaufsicht – also die Kontrolle, wie viel Zeit es mit bestimmten Apps verbringt – anfangs aktiviert lassen, aber die Verwaltung des eigenen Handys Ihrem Kind überlassen. Beachten Sie aber, dass das einen Eingriff in die Privatsphäre darstellen kann, falls Ihr Kind darüber nicht Bescheid weiß. Außerdem kann Ihr Kind die Elternaufsicht mit einem eigenen Google-Konto jederzeit deaktivieren.

Bestimmte Funktionen wie z. B. die Ortung über den Standort sind gerade für Teenager nicht mehr altersgemäß. Bringen Sie Ihrem Kind Vertrauen entgegen und reden Sie offen darüber, wenn Sie Angst haben, dass ihm etwas passieren kann.

Vereinbaren Sie Mediennutzungsregeln, die regelmäßig neu besprochen werden sollten. Dazu gehört auch, ob die Nutzung von Google Family Link weiterhin sinnvoll ist.

Medienrituale in der Familie

Für Sie und Ihre dreijährige Tochter gehört es dazu, dass Sie ihr jeden Tag vor dem Einschlafen eine Geschichte vorlesen? Ihre Kinder freuen sich schon die ganze Woche auf die “Sendung mit der Maus” am Sonntagvormittag? Solche Rituale sind oft unausgesprochene, feste Termine, die sich mit der Zeit einbürgern. Es gibt typische Medienrituale, aber sie können auch in jeder Familie anders aussehen.

Rituale verbinden

Zusammen mit der Familie Medien zu nutzen ist eine schöne Möglichkeit, Zeit miteinander zu verbringen. Auf den gemeinsamen Filmabend am Wochenende freut sich die ganze Familie gleichermaßen. Kinder fiebern regelrecht darauf hin, auch weil das Event oft mit Ausnahmen verbunden ist, wie z. B. leckerem Essen auf dem Sofa. Man kuschelt sich aneinander und tauscht sich hinterher über den Film aus.
Auch das regelmäßige Skypen mit den Großeltern ist für alle ein Highlight. Trotz der oft weiten Entfernung fühlt man sich einander nah.
Rituale müssen nicht immer mit einem festen Termin verbunden sein: Auch das gemeinsame Musikhören von Vater und Tochter kann ein regelmäßiges Medienereignis sein, das auf besondere Weise verbindet.

Rituale geben Sicherheit

Medienrituale können den Alltag einer Familie strukturieren: Wenn jeden Abend das Sandmännchen auf dem Tablet läuft oder aus einem Buch vorgelesen wird, weiß Ihr Kind, dass es gleich Zeit zum Schlafen ist. Kindern und auch noch Jugendlichen wird so ein Rahmen des Tagesablaufs geboten, der ihnen Sicherheit gibt. Medienrituale können außerdem als Anreiz dienen: Werden die Zähne abends schon vor der Lieblingsserie oder dem Lieblingshörbuch geputzt und der Schlafanzug angezogen, bleibt noch Zeit für zwei Folgen!

Medienrituale vs. medienfreie Zeit

Gemeinsame Familienzeit ist immer wertvoll. Es spricht nichts dagegen, wenn Sie gemeinsame Momente mit Medien wie Fernseher, Tablet oder Spielekonsole schaffen. Oft spielt das Medium dann sowieso nur eine Nebenrolle. Wichtig ist, sich füreinander Zeit zu nehmen und gemeinsam Dinge zu erleben. Medienrituale schaffen Ihnen als Eltern auch Freiräume: Sie arbeiten Nachrichten ab oder entspannen nach einem anstrengenden Arbeitstag, während Ihr Kind Sandmännchen schaut oder Benjamin Blümchen hört.

Achten Sie aber darauf, dass Tablet und Co. nicht den Babysitter bzw. Sie als Elternteil ersetzen. Gemeinsame Familienzeiten, in denen Medien keine Rolle spielen, sind mindestens genauso wichtig wie Zeiten mit Medien. Gemeinsame Erlebnisse wie ein Ausflug ins Schwimmbad oder den Zoo tut Ihnen bestimmt genauso gut wie Ihrem Kind!

Eltern als Vorbilder für die Mediennutzung

Sie sitzen mit Ihren Kindern beim gemeinsamen Abendessen und unterhalten sich, als plötzlich Ihr Handy klingelt. Wie verhalten Sie sich? Lassen Sie sich bei der Familienzeit stören?
Solche Situationen gibt es wahrscheinlich in jeder Familie. Eigentlich wurde vereinbart, dass das Smartphone beim Essen keinen Platz hat. Aber wenn es bei Mama klingelt, meint sie vielleicht, dass es wichtig ist und geht trotzdem dran. Dabei sollten die Regeln doch für alle gelten!

Durch Beobachtung lernen

Seien Sie sich bewusst, dass Eltern und andere Erwachsene für Kinder eine wichtige Orientierungsfunktion haben. Kinder lernen von Ihnen, wie die Welt funktioniert und wie man sich in bestimmten Situationen verhält. Ihr Verhalten hat deshalb einen großen Einfluss darauf, wie Ihr Kind selbst Medien nutzt. Indem Sie aktiv vorleben, wie ein verantwortungsbewusster Umgang mit Medien aussehen kann, unterstützen Sie Ihr Kind dabei, zu lernen, selbstständig, sinnvoll und bewusst mit Smartphone und Co. umzugehen.
Wenn Jugendliche älter werden, orientieren sie sich in ihrer Mediennutzung auch immer mehr an Gleichaltrigen und Ihr Einfluss als Eltern nimmt ab.

Ein gutes Vorbild sein und gemeinsame Regeln aufstellen

Vielleicht kommt es auch in Ihrer Familie manchmal wegen der Mediennutzung zum Streit, z. B. wenn Ihr Kind aus Langeweile zum Smartphone greift. Sie fänden es besser, wenn es stattdessen ein Buch lesen oder mit Freunden spielen würde. Überlegen Sie doch einmal, wie Sie selbst Ihre freie Zeit nutzen. Schauen Sie Serien in der Mediathek oder daddeln manchmal einfach nur mit dem Handy? Dabei geht es nicht nur darum, welche Medien Sie nutzen, sondern auch welche Inhalte, in welchen Situationen und wie oft.

Um herauszufinden, wie viel Zeit jedes Familienmitglied mit verschiedenen Medien verbringt, ist die Erstellung eines Wochenplans hilfreich: Jeder schreibt auf, wann und wie lange er welches Gerät benutzt und ob es zur Unterhaltung dient, zur Ablenkung, zur Information oder zum Lernen. Das ist vielleicht auch für Sie interessant, um zu sehen, welche Art der Mediennutzung Sie Ihrem Kind gerade vorleben. Überlegen Sie gemeinsam, wie viel Medienzeit anderen Freizeitbeschäftigungen gegenübersteht und ob das Verhältnis für Sie in Ordnung ist. Es bietet sich an, bewusst bildschirmfreie Zeiten und Aktivitäten in den Familienalltag einzubauen, um die Medieninhalte verarbeiten zu können und dem Körper Bewegung zu gönnen. Gerade jüngere Kinder sollten mit Medien nicht allein gelassen werden. Sprechen Sie über das, was sie gesehen haben.

Vereinbaren Sie mit Ihrer Familie Regeln zur Medienzeit und zu handyfreien Zeiten. Dazu können Sie z. B. gemeinsam einen Mediennutzungsvertrag erstellen. Oder nutzen Sie eine App, mit der Sie die Bildschirmzeit im Blick behalten können.

Bleiben Sie immer im Austausch miteinander – auch wenn es um Medien geht. Durch Ihr Interesse am Medienkonsum Ihres Kindes wird Vertrauen aufgebaut, sodass Ihr Kind Sie auch dann ernstnimmt, wenn Sie Bedenken an bestimmten Apps oder Plattformen äußern oder es zu Ihnen kommt, wenn es unangenehmen Dingen bei der Mediennutzung begegnet. Reflektieren Sie Ihr eigenes Verhalten in den sozialen Netzwerken und halten sich an die Ratschläge, die Sie auch Ihrem Kind mitgeben, wie z. B. keine Fotos zu posten ohne die Einwilligung der darauf zu sehenden Personen.

Im Alltag geht es oft stressig zu und es ist manchmal schwierig, Abmachungen einzuhalten. Man ist dem Druck ausgesetzt, ständig erreichbar zu sein. Sprechen Sie auch darüber offen mit Ihrem Kind. Seien Sie ehrlich sich selbst gegenüber und zeigen Sie Verständnis gegenüber Ihrem Kind. Hilfreich kann auch schon sein, gemeinsam zu schauen, welche Abmachungen gut laufen und welche weniger gut!

Google Family Link – die Smartphonenutzung von Kindern kontrollieren?

Haben Sie Sorge, dass Ihr Kind, sobald es ein eigenes Smartphone hat, zu viel Zeit damit verbringt und auf Inhalte zugreift, die nicht altersgemäß sind? Die App Google Family Link für Eltern möchte Abhilfe schaffen und bietet einige Möglichkeiten, die Handynutzung Ihres Kindes zu regulieren.

Kurz gefasst:

  • Kinderkontos für Google-Dienste erstellen und verwalten
  • Die App ist kostenlos für iOS und Android
  • Zielgruppe der App sind Eltern
  • Einrichtung verschiedener Accounts je nach Alter, aber auch Kontrolle und “Überwachung” der kindlichen Handynutzung

Was ist Google Family Link für Eltern?

Mit Google Family Link können Eltern für Kinder unter 16 Jahren einen eingeschränkten Google-Account einrichten und die Smartphone-Nutzung Ihres Kindes im Blick behalten, wenn es sich um ein Android-Gerät handelt.

Über die App lassen sich unter anderem Nutzungszeiten für das Smartphone festlegen, der Zugriff auf bestimmte Apps beschränken oder In-App-Käufe sperren. Man kann damit nachvollziehen, welche Apps das Kind wie oft verwendet. Auch die Nutzung des Handys selbst lässt sich einschränken und das Handy des Kindes kann mit der App geortet werden. Die Einstellungen lassen sich auch online – ohne Smartphone – über ein Google-Konto der Eltern vornehmen.

Seit dem Update im September 2019 hat die App noch weitere Funktionen: Nun können Eltern die maximale Nutzungsdauer für jede App einzeln bestimmen. Außerdem ist es möglich, nach Ablauf der festgelegten maximalen Nutzungsdauer eine Bonuszeit draufzulegen (in Schritten von 5 Minuten).

Was kann problematisch an Google Family Link sein?

Aus Elternsicht sind die angebotenen Funktionen sinnvoll, weil verhindert werden kann, dass Kinder zu viel Zeit mit ihrem Smartphone verbringen oder dass ungeeignete Apps genutzt werden. Kritisch zu sehen ist die App, wenn sie nicht zum Schutz der Kinder eingesetzt wird, sondern um sie zu kontrollieren oder gar zu überwachen. Deshalb sollte die Nutzung der App vorher unbedingt mit dem Kind besprochen werden!

Da es eine Google-App ist, kann sie vorrangig für Google-Dienste und Android-Geräte genutzt werden. Andere Apps lassen sich darüber nicht steuern. Hinzu kommt, dass Google Family Link selbst keine unangemessenen oder jugendgefährdenden Inhalte blockiert, sondern ganze Angebote zulässt oder freigibt – je nach Einstellung, die Sie als Eltern getroffen haben. Es kann z. B. sein, dass Ihr Kind trotz App bei YouTube Videos vorgeschlagen bekommt, die Gewalt beinhalten. Um Inhalte bei YouTube einzuschränken, müssen Sie in der YouTube-App selbst Filtereinstellungen vornehmen. Auch Werbung innerhalb der Google-Apps kann mit der Google Family Link nicht ausgeschaltet werden.

Google ist dafür bekannt, dass es viele Daten seiner Nutzerinnen und Nutzer sammelt. Mit der Einrichtung eines Kinderkontos werden also auch ihre Nutzungsdaten gesammelt. Verschiedene Google-Konten und Smartphones müssen bei der Nutzung der App miteinander verbunden werden. Was genau mit den gesammelten Daten passiert, ist unklar.

Was sagt der Anbieter?

Für Google stellt Family Link eine Unterstützung der Medienerziehung in der Familie dar, da gemeinsame Nutzungsregeln vereinbart und über die App kontrolliert werden können. Es soll ermöglicht werden, Kinder bei der Handynutzung zu beaufsichtigen.

Auch wenn keine unangemessenen Inhalte mit der App gefiltert werden können, werden Eltern gezielt auf Filtermöglichkeiten bestimmter Dienste, wie die SafeSearch-Funktion in der Google-Suche, den Jugendschutzfilter im Google-Browser Chrome oder den eingeschränkten Modus von YouTube, hingewiesen. Mehr dazu in der Hilfe von Google.

Was sollten Eltern beachten?

Überlegen Sie genau, ob die Nutzung einer solchen App für Ihre Familie das Richtige ist. Bei jüngeren Kindern kann es sinnvoll sein, ein gewisses Maß an Kontrolle auszuüben. Egal, wofür Sie sich entscheiden, ist dies ein guter Anlass, sich gemeinsam Nutzungsregeln für Smartphone & Co. zu überlegen.

Die Verwendung von Google Family Link erfordert immer, dass das Handy Ihres Kindes Internetzugang hat. Möglicherweise ist das nicht gegeben oder Ihr Kind soll nicht ständig online sein.
Wenn Sie sich für die Nutzung entscheiden, sollten Sie die App zusammen mit Ihrem Kind installieren und einrichten. Sprechen Sie  darüber, welche Funktionen sinnvoll sind, um die Nutzungsregeln einzuhalten. Welche Einstellungen sind nicht notwendig, weil Ihr Kind schon reif genug ist, selbst darauf zu achten? Besprechen Sie sich in regelmäßigen Abständen, ob die App und ihre Einstellungen noch sinnvoll sind oder sie deaktiviert werden können. Wenn Sie die App für mehrere Handys nutzen wollen, können Sie verschiedene Unterkonten je nach Alter des Kindes einrichten.

Auch was die Datennutzung durch Google angeht, sollten Sie die Einstellungen genau prüfen. Bei der Datenspeicherung sind automatisch bestimmte Funktionen aktiviert, die Sie ausschalten können. Lesen Sie mehr zu Installation und Einrichtung der App bei mobilsicher.de.

Jugendliche im digitalen Stress

Das Smartphone brummt in der Tasche und wenn Sie draufschauen, warten 15 neue Nachrichten in der Familiengruppe und eine Sprachnachricht der besten Freundin auf eine Antwort. Das kann schon mal nerven oder sogar stressig sein – auch für Kinder und Jugendliche, wenn sie ein eigenes Smartphone haben. In einer neuen Studie wurde herausgefunden, dass sich viele 11- bis 17-Jährigen von der Nutzung digitaler Geräte gestresst fühlen. Aber wie kommt das?

Was steckt hinter digitalem Stress?

Die meisten Jugendlichen – aber auch viele Erwachsene – gehen davon aus, dass sie auf Nachrichten bei WhatsApp, Instagram und Co. innerhalb weniger Minuten eine Antwort bekommen oder reagieren müssen. Diese Erwartung auf beiden Seiten kann zu Stress führen, weil man denkt, immer erreichbar sein zu müssen.

Für Kinder und Jugendliche gehört es dazu, sich ständig mit seinen Freundinnen und Freunden via Messenger-Apps oder über soziale Netzwerke auszutauschen und in Kontakt zu bleiben. Damit ist aber auch ein sozialer Druck verbunden. Wenn man sich z. B. in Gruppenchats nicht beteiligt, fürchten vor allem jüngere Jugendliche, auch auf dem Schulhof ausgeschlossen zu werden. Deshalb fällt es ihnen schwer, sich der Nachrichtenflut zu entziehen.

Schon morgens nach dem Aufwachen geht bei vielen Jugendlichen als Erstes die Hand ganz automatisch zum Smartphone. Das passiert auch zu anderen Zeiten – oft ganz unbewusst oder aus Langeweile.

Gleichzeitig sind viele Jugendliche genervt, dass ihre Freundinnen und Freunde ständig auf das Handy schauen, wenn sie gemeinsam unterwegs sind. Andersherum können sie selbst nur schwer den Blick vom Handy lösen und checken das Smartphone ständig auf eingegangene Nachrichten. Wenn eine rote Zahl am App-Symbol auf dem Display erscheint, ist man aufgeregt und neugierig. Es ist ein kleines Glücksgefühl, das man so oft wie möglich haben möchte und auch deshalb ständig aufs Handy schaut.

Digitaler Stress hängt vor allem mit ständiger Erreichbarkeit, Ablenkung und Kontrolle zusammen. Ältere Jugendliche sind sich dem Problem aber oft schon bewusst und versuchen, eigene Lösungen dafür zu finden.

Strategien gegen digitalen Stress

Im Zeitalter von Smartphones, mobilem Internet und Messengern kann wohl fast jede oder jeder etwas mit dem Begriff digitaler Stress anfangen. Viele Kinder und Jugendliche stört es, dass auch ihre Eltern zu oft auf das Smartphone gucken. Wenn Sie sich selbst von Ihrem Smartphone gestresst fühlen, sprechen Sie offen mit Ihrem Kind darüber, dass Sie nachvollziehen können, wenn es das Smartphone nicht aus der Hand legen kann.

Finden Sie zusammen mit der ganzen Familie Strategien, um den Stress zu verringern. Stellen Sie gemeinsam Regeln auf, um die Zeit am Handy zu reduzieren. An diese Regeln, wie zum Beispiel ein Handyverbot beim gemeinsamen Essen, müssen sich dann natürlich auch die Erwachsenen halten!

Es kann außerdem nützlich sein, regelmäßig für eine begrenzte Zeit den Flugmodus einzuschalten, um sich ganz bewusst der Nachrichtenflut zu entziehen. Oder Sie verabreden eine “digitale Diät”, bei der alle Familienmitglieder einige Zeit komplett auf digitale Medien und Internet verzichten. Wenn Sie stattdessen als Familie etwas Schönes zusammen unternehmen, fällt der Verzicht vielleicht nicht ganz so schwer!

Von A wie Amazon Music bis S wie Spotify – Musik hören über das Internet

Musik über Spotify oder Deezer zu hören anstatt das Radio anzuschalten, ist in vielen Haushalten ganz normal. Auch Kinder und Jugendliche nutzen solche Angebote gern über ihr Smartphone. Der praktische Musikplayer im Hosentaschenformat ist inzwischen ein treuer Begleiter im Alltag geworden. Welche Dienste es gibt und was es zu beachten gilt, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Musikstreaming – was ist das eigentlich?

Viele Kinder kennen gar keine CDs oder MP3-Player mehr. Stattdessen werden Musik und andere Audioinhalte wie z. B. Hörbücher heute über sogenannte Streamingdienste gehört. Die Musik liegt nicht mehr als Datei oder Tonträger vor, sondern man mietet oder abonniert sie, so wie eine Zeitung oder ein Fahrrad.

Man schließt das Abo bei einem bestimmten Anbieter ab. Bezahlt wird nicht für einen einzelnen Song oder ein spezielles Album, sondern dafür, Musik hören zu dürfen. Man greift per Internet und App des Anbieters auf dessen Musikdatenbank zu. So kann man immer aus Millionen von Liedern und anderen Inhalten auswählen, ohne diese kaufen zu müssen. Man kann nach einzelnen Songs suchen, sich ganze Alben eines bestimmten Künstlers anhören, sich thematische Playlists z. B. zum Entspannen anhören oder sich Musik nach den eigenen Vorlieben vorschlagen lassen.

Sobald man das Abo kündigt, kann man nicht mehr auf die Musikstücke zugreifen.

Der richtige Anbieter

Den richtigen Anbieter zu finden, erscheint auf den ersten Blick schwierig. Viele Musikerinnen und Musiker leben von ihren Liedern und stellen sie daher nur in Ausnahmefällen kostenlos zu Verfügung. Deshalb bezahlt man ein Abo. Die meisten Dienste, die Musik kostenlos und ohne Werbeeinblendungen anbieten, missachten also die Rechte der Künstler und sind illegal. Deshalb sollte man besser auf bekannte und vielgenutzte Streamingdienste zurückgreifen.

Das Angebot an Musikstreaming-Diensten ist groß. Welcher Streamingdienst für Ihre Familie der Beste ist, sollten Sie gemeinsam überlegen und austesten: Wie ist das Angebot an Musik und kindgerechten Inhalten? Wie ist die Bedienbarkeit der App und welche Funktionen gibt es? Darf der Dienst etwas kosten und wenn ja, wieviel? Können Sie Werbeeinblendungen zwischen den Musiktiteln akzeptieren? Kann man auch ohne Internetzugang Musik hören? Mit wie vielen Geräten kann man über ein Abo Musik hören?

Wichtig zu wissen!

Beachten Sie, dass jeder Streamingdienst eine Registrierung erfordert. Wenn man einen kostenlosen Account nutzt, wird man immer wieder darauf hingewiesen, ein Upgrade zu machen und muss mit Werbeeinblendungen leben. Wenn Ihr Kind einen solchen Account allein nutzt, sollten Sie es darauf aufmerksam machen, nicht auf solche Hinweise zu klicken.

Für die meisten Dienste gilt: Bei den kostenlosen Accounts gibt es Werbeunterbrechungen, und Songs können nicht einfach übersprungen werden. Musik hören ohne Internetzugang ist nur mit einem Premium-Account möglich.

Die kostenpflichtigen Abos lassen sich über mehrere Geräte nutzen, allerdings nicht unbedingt gleichzeitig. Eine gute Wahl, wenn mehrere Personen einen Account nutzen möchten, sind Familienabos. Damit sind in der Regel mehrere Geräte gleichzeitig über einen Account verbunden und es lassen sich z. B. einzelne Playlisten für jedes Familienmitglied anlegen.

Spotify

Spotify ist einer der bekanntesten Streaming-Anbieter. Er bietet mit einem Umfang von 35 Millionen Titeln eine sehr große Auswahl. Das Angebot kann kostenlos oder ab 9,99 € monatlich genutzt werden. Spotify bietet verschiedene Angebote und Vergünstigungen, z. B. für Familien (Spotify Premium Family). Eine Besonderheit stellen die gut personalisierten Musikvorschläge dar.

Deezer

Auch Deezer bietet bis zu 35 Millionen Titel und kann sowohl kostenlos als auch kostenpflichtig ab 9,99 € monatlich genutzt werden. Bei Deezer gibt es ebenfalls Vergünstigungen für Familien.

Besonders beliebt bei diesem Dienst ist die „Flow“-Option, die stundenlanges und pausenloses Musikhören ermöglicht und sich dabei an den Vorlieben des Nutzers orientiert.

Amazon Music (Unlimited)

Amazon Music Unlimited bietet 40 Millionen Titel. Zugang bekommt man kostenlos nur mit einem Testaccount für 30 Tage. Wer einen Amazon Prime-Account hat oder Amazon Echo nutzt, kann auf einen Teil der Musikdatenbank zugreifen. Vollen Zugriff bekommt man nur mit Music Unlimited für (zusätzlich) 9,99 € im Monat. Wer Musik, Hörbücher oder ähnliches über Amazon kauft, kann sie über die Amazon Music App speichern und hat dann auch offline Zugriff darauf.

Apple Music

Apple Music bietet mit 45 Millionen Titel die größte Auswahl. Der Dienst kann ab 9,99 € monatlich genutzt werden. Weitere Angebote für Familien sind verfügbar. Ein kleiner Nachteil ist, dass die App für Android-Nutzer nur eingeschränkt nutzbar ist.

Soundcloud

Eine Alternative zu den klassischen Musikstreamingdiensten ist Soundcloud. Der Anbieter hat keine Verträge mit den großen Plattenfirmen. Soundcloud richtet sich als Plattform an Künstlerinnen und Künstler, die dort selber ihre Musik veröffentlichen. Deswegen findet man bei Soundcloud eher – aber nicht nur – weniger bekannte Künstler.

Aktuelle Chartmusik ist die Ausnahme. Dennoch bietet der Dienst eine riesige Auswahl an – nach eigenen Angaben über 150 Millionen Titel. Davon kann man einiges mit dem kostenlosen Account hören. Möchte man auf die gesamte Musik zugreifen, zahlt man mit monatlich 5,99 € bis 9,99 € – ähnlich viel wie bei den anderen Musikstreamingdiensten. Eine schöne Sache an Soundcloud ist, dass man hier auch eigene Musikstücke oder Audios hochladen und veröffentlichen kann.

Medien selber machen: 360°-Medien und Virtual Reality

Wer denkt, 360°-Fotografie oder Virtual Reality (VR) ist nur etwas für Leute mit viel Geld und der nötigen Technik, der irrt. Man nehme ein bisschen Pappe und Kleber, das eigene Smartphone und schon kann man in ferne Welten und virtuelle Realitäten abtauchen. Wir erklären Ihnen, wie Sie gemeinsam mit Ihren Kindern kostengünstig mit VR & Co. experimentieren können.

Welche Hardware wird benötigt?

Es muss nicht gleich eine teure VR-Brille sein. Für viele Zwecke reicht schon ein Smartphone oder ein Tablet aus. Damit kann man sich nämlich 360°-Fotos anschauen, indem man auf solchen Bildern mit dem Finger über das Bild nach rechts oder links wischt.

Um wirklich in virtuelle Welten abzutauchen, wäre eine VR-Brille aber schon toll! Die lässt sich ganz einfach und für wenig Geld z. B. aus einem Pizzakarton basteln. So eine Brille nennt man Cardboard. Und das Basteln und Bemalen einer solchen, ganz eigenen VR-Brille macht auch noch Spaß! Wie genau das funktioniert, steht in dieser Anleitung. Auf dieser Seite kann man außerdem die für die VR-Brille nötigen optischen Linsen für ein paar Euro bestellen. In die Brille kommt dann das Smartphone und schon geht’s auf Entdeckungsreise!

Assembled Google Cardboard VR mount, CC by 2.0; Urheber: othree (https://www.flickr.com/people/12452841@N00)

Welche Apps und Anwendungen gibt es?

Gerade für das erste Ausprobieren sind die Anwendungen von Google eine tolle Sache! Gibt es einen Ort, zu dem Ihr Kind schon immer mal reisen wollte? Suchen Sie gemeinsam danach bei Google Maps, z. B. die Niagarafälle. Gehen Sie auf “Fotos”. Darunter gibt es auch Fotos in einer 360°-Ansicht, so dass man den Ort von allen Seiten betrachten kann. Wenn Sie Google Street View installiert haben, lassen sich solche Bilder auch in der VR-Ansicht mit einer VR-Brille aus Pappe anschauen. Dafür geht man im Foto auf das Symbol rechts oben, das eine kleine VR-Brille zeigt. Nun teilt sich das Bild und das Smartphone kann in die VR-Brille eingesetzt werden. Auf zu den Niagarafällen!

Mit Google Expeditions können Sie spannende Expeditionen unternehmen, z. B. zu den Dinosauriern oder auf eine Raumstation ins Weltall. Es gibt auch Erkundungstouren, in denen die virtuelle Umgebung mit Texttafeln und Bildern erweitert wurde, so dass man durch Klick auf ein Symbol Informationen bekommt. Man kann sich die Dinosaurier mit dem AR-Modus sogar ins eigene Kinderzimmer holen. AR heißt Augmented Reality, also Erweiterte Realität. Dafür braucht man keine VR-Brille, sondern nur das Smartphone mit eingebauter Kamera, die die Umgebung abfilmt. Auf dem Display erscheinen dann Dinosaurier im eigenen Kinderzimmer!

Bei YouTube gibt es eine große Anzahl an 360°-Videos. Wenn Sie die YouTube-App auf Ihrem Smartphone installiert haben, können Sie mit wenigen Klicks mit Ihrem Kind in den Weltraum reisen oder im karibischen Ozean mit Haien tauchen. Suchen Sie nach 360-Grad-Videos und aktivieren Sie über das Brillen-Symbol den VR-Modus.

360°-Fotos selber machen?!

Mit der App Street View kann man auch eigene 360°-Fotos machen, anschauen und sie mit anderen teilen, um z. B. dem Papa zu zeigen, wie schön es mit Oma im Zoo ist. Dafür tippt man in der App auf das Symbol mit der Fotokamera unten rechts. Dann tippt man noch einmal auf das Symbol und die Kamera öffnet sich. Nun folgt man dem orange-farbenen Punkt und macht so viele Fotos rechts, links, oben und unten, bis keine graue Stelle mehr auf dem Display zu sehen ist. Die App hilft dabei. Wenn man das Häkchen angetippt hat, wird das 360°-Foto fertiggestellt und es lässt sich mit oder ohne VR-Brille anschauen. Das Fotos muss nicht veröffentlicht werden, sondern kann auch privat geteilt werden.
Vielleicht schaffen Sie es ja auch die Realität auszutricksen und eine Person mehrmals auf einem 360°-Foto einzufangen!?

Was gibt es zu beachten?

Es dauert einen Moment, sich an den Blick durch die VR-Brille zu gewöhnen, weil das Gehirn die zwei Bilder, die ein Smartphone im VR-Modus anzeigt, erst übereinander legen muss. Manchmal hilft es, das Smartphone leicht nach links oder rechts zu schieben, damit es passt.

Manche Menschen werden auch “seekrank”, wenn sie eine VR-Brille aufsetzen. Darauf sollten Sie bei Ihrem Kind achten. Am besten wählen Sie für den Anfang solche Inhalte aus, die keine Bewegungen und Schwankungen enthalten. Bei anderen Inhalten kann es helfen, sich mit dem Bild oder Video mitzubewegen.

Gerade weil sich die virtuelle Umgebung mit einer VR-Brille so echt anfühlt, ist das Suchtpotential für Kinder größer als für Erwachsene. Generell wird das Eintauchen in virtuelle Welten mit einer VR-Brille erst ab ca. 13 Jahren empfohlen. Die VR-Erfahrungen Ihres Kindes sollten Sie immer begleiten und zeitlich begrenzen. Tasten Sie sich mit Ihrem Kind langsam an die Technologie heran. Schauen Sie sich zunächst Fotos an, bevor Videos abgespielt werden.

Es gibt viele Inhalte und Spiele für VR-Brillen, die nicht für jedes Alter geeignet sind. So finden sich in den App-Stores z. B. auch Ego-Shooter-Spiele. Wägen Sie ab, welche Apps und Spiele förderlich sind, welche Ihrem Kind aber vielleicht auch Angst machen können.

Kreatives Medienlernen in der Familie

Mit unserer Reihe Medien selber machen bieten wir regelmäßig Ideen, wie man Medienprojekte ganz einfach zu Hause mit der ganzen Familie umsetzen kann. Ziel ist es, die Kreativität rund um digitale Medien anzuregen und vor allem, sich gemeinsam damit zu beschäftigen. Kinder und Erwachsene nutzen Medien manchmal auf unterschiedliche Weise und finden andere Dinge daran spannend. Bei einem gemeinsamen Medienprojekt kann man Medien gemeinsam erkunden und erfahren, wie andere damit umgehen. Da kann auch mal das Kind den Eltern zeigen, wie etwas funktioniert! Außerdem lernt man, dass Medien mehr sind als Videos anschauen und Musik hören.

Auch die Seite LETSDIGI greift diesen Gedanken auf. Dort finden Sie eine Sammlung von 25 bunten Projektideen rund um die gemeinsame Gestaltung mit digitalen Medien: Von der digitalen Schnitzeljagd über einen Familienblog bis hin zum menschlichen Roboter und digitalen Forschungstagebuch. Die Projekte sind nach verschiedenen Themen gegliedert. Man kann sich die Anleitungen nach Projektdauer oder nach Schlagwort anzeigen lassen. Es gibt Projekte, die man schon mit kleinen Kindern umsetzen kann und solche, bei denen auch Oma und Opa mitmachen können. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Medien selber machen: Podcasts

Viele Kinder und Jugendliche haben Spaß dabei, Podcast anzuhören. Aber wie wäre es, wenn man auch selbst spannende Geschichten und das, was einen beschäftigt, in einem eigenen Podcast mit anderen teilt? Das ist einfacher als vielleicht gedacht. Wir erklären, wie Sie gemeinsam mit Ihren Kids zu Hause ganz einfach einen eigenen Podcast gestalten, aufnehmen und veröffentlichen können.

Die Vorbereitung

In den meisten Podcast geht es um ein bestimmtes Oberthema. Suchen Sie sich am besten ein Thema, das Sie und Ihre Kinder interessiert und zu dem Sie viel erzählen können.

Überlegen Sie sich außerdem einen Namen für den Podcast. Versuchen Sie einen Namen zu finden, den man sich leicht merken kann und der neugierig macht.

Die Recherche und Ausarbeitung

Sobald das Thema gefunden ist, kann es an die Ausarbeitung der einzelnen Podcastfolge gehen. Suchen Sie sich passend zu Ihrem Oberthema ein konkretes Unterthema. Wenn Sie also beispielsweise einen Podcast zu Kuscheltieren machen wollen, könnte sich die erste Folge auf den Lieblingskuschelbären konzentrieren.

Machen Sie sich nun am besten Stichpunkte mit den wichtigsten Informationen, die Sie später im Podcast einbringen wollen. Hierfür können Sie zum Beispiel interessante Fakten aus dem Internet sammeln und zusätzlich eigene Gedanken, Ideen und Gefühle einbringen.

Für das Beispiel mit dem Lieblingskuschelbären könnte das konkret Folgendes bedeuten: Berichten Sie, wann und wie der Kuschelbär in die Familie kam. Beschreiben Sie den Bären, wie er sich verändert hat und welche Bedeutung er für Ihr Kind hat. Erzählen Sie eine kleine Geschichte!

Für den Einstieg sollten Sie sich eine Begrüßung überlegen. Ein einfaches „Hey und Willkommen beim Podcast ‚Jetzt wird’s kuschelig‘. Wir sprechen heute über das Thema Teddybären.“ kann schon vollkommen ausreichen.

Genauso ist eine kurze Verabschiedung wichtig. Hier kann man gern auch sein Publikum einbeziehen: „Was ist denn euer Lieblingskuscheltier? Erzählt uns das doch mal unten in den Kommentaren und schaltet auch nächstes Mal wieder ein. Bis dahin!“.

Wechseln Sie sich beim Erzählen mit Ihren Kindern ab und überlegen Sie, ob nicht auch der Teddy zu Wort kommen kann. Recherchieren Sie außerdem nach passender Musik und Geräuschen, um den Podcast lebendiger zu gestalten. Hilfreich kann dabei diese Übersicht sein.

Die Aufnahme

Eine Podcast aufnehmen, ist oft leichter als gedacht und benötigt keine teure Technik. Dafür reicht ein Smartphone oder Tablet mit einer Sprachmemo-App.

Achten Sie darauf, dass Sie den Podcast in einem ruhigen Raum aufnehmen, um mögliche Störgeräusche zu vermeiden. Außerdem sollte es in dem gewählten Raum nicht zu sehr hallen. Wenn Sie eine Probeaufnahme machen und sich diese anhören, können Sie das einfach feststellen.

Die Positionierung des Aufnahmegeräts hängt von der Anzahl der Sprechenden ab. Gucken Sie nach, wo an dem Gerät das Mikrofon ist – meistens ein kleines Loch unten am Gerät. Das Mikro sollte sich möglichst nah und zentral zu den Sprechenden befinden.

Sprechen Sie laut, deutlich und nicht zu schnell. Probieren Sie es aus, bevor es an die Aufnahme geht.

Die Nachbearbeitung

Für die Nachbearbeitung empfiehlt sich ein einfaches Bearbeitungsprogramm wie Audacity. (Audacity gibt es kostenlos für alle Betriebssysteme.) Damit können Sie mögliche Versprecher und Störgeräusche herausschneiden oder die Lautstärke der Aufnahme anpassen. Mithilfe dieser Anleitung können Sie die Grundfunktionen von Audacity erlernen.

Die Veröffentlichung

Sobald Ihr Familien-Podcast fertig ist und er allen gefällt, können Sie die Datei mit Freunden und anderen Familienmitgliedern teilen. Aber natürlich können Sie sich auch überlegen, diesen im Internet für ein größeres Publikum zu veröffentlichen. Dafür empfiehlt sich z. B. die Plattform Soundcloud. Als Erwachsene können Sie ein Profil anlegen und Dateien hochladen. (Sofern Sie einen kostenlosen Account nutzen, können Sie bis zu 3 Stunden Audiomaterial upladen.) Überlegen Sie vorab genau, ob Sie möchten, dass der Podcast von allen abzurufen sein soll. Fragen Sie auch Ihre Kinder, ob es ihnen recht ist. Es ist bei Soundcloud auch möglich, eine Audiodatei privat zu teilen, sie also nicht für alle öffentlich zu machen.

Wenn Sie Spaß daran haben und Ihr Publikum begeistert zuhört, könnte das Podcasten vielleicht zu einem längerfristigen Familienprojekt werden!

Eltern fragen – wir antworten: Warum kann ich mein Kind (3 Jahre) nicht allein Kinderserien schauen lassen?

Wenn die Kleinsten Videos schauen, müssen sie von ihren Eltern begleitet werden. Warum das wichtig ist, erklärt Medienpädagogin Melanie Endler.

 

 

Vorbild oder schlechtes Beispiel – wie viel Zeit verbringe ich mit Medien?

Wenn wir Jugendliche an ihren Smartphones sehen, kommt uns schnell der Gedanke: Die starren zu viel auf ihre Displays und reden gar nicht mehr richtig miteinander!
Aber vielleicht haben Sie sich schon mal selbst dabei erwischt, dass Sie das Handy viel zu oft aus der Tasche holen und sich davon ablenken lassen.

Wenn es schon für uns Erwachsene so schwierig ist, unsere Medienzeit im Blick zu behalten, wie sollen es dann unsere Kinder hinbekommen?
Sie können sie dabei mit unseren Tipps unterstützen und dabei auch die eigene Medienzeit im Blick behalten. Es geht dabei nicht darum, Medien zu verbieten. Schließlich erleichtern sie uns viele Dinge und es macht Spaß, sie zu nutzen. Aber zu viel Bildschirmzeit kann auch schädlich sein, z.B. weil man sich zu wenig bewegt. Lesen Sie dazu unseren Beitrag “Wie viel Medienzeit ist gut für mein Kind?”.

Regeln für die Medienzeit gelten für die ganze Familie

Vereinbaren Sie gemeinsam Regeln zu Medienzeiten. Eine gute Sache ist zum Beispiel, dass beim gemeinsamen Essen kein Smartphone erlaubt ist. Das gilt natürlich nicht nur für die Kinder! Da sie sich immer an erwachsenen Vorbildern orientieren, sollten Sie immer mit gutem Beispiel vorangehen. In einigen Familien gibt es ein Regal, in dem jedes Familienmitglied ein Fach für das eigene Smartphone hat.

Überlegen Sie zusammen mit Ihrem Kind, in welchen Situationen sie welche Medien nutzen und warum. Ist das immer sinnvoll oder könnte man stattdessen auch etwas anderes machen, das einem besser tut? Erstellen Sie für sich und Ihr Kind einen Wochenplan, in den Sie die Medienzeiten eintragen. Kommt Ihnen das im Vergleich mit anderen Aktivitäten zu viel vor? Dann können Sie sich gemeinsam Alternativen überlegen.

Je nach Alter sollten Sie zusammen mit dem Kind verabreden, wie viel Zeit am Tag oder in der Woche es mit Medien verbringen darf. Wichtig ist, dass Ihr Kind das auch selbst versteht. So fällt es ihm leichter, solche Zeiten auch einzuhalten.

Wenn Ihr Kind noch jünger ist, können Sie je vereinbarte Medienzeit Murmeln als Hilfe für Ihr Kind einsetzen. Ein Beispiel: Ein zehnjähriger Junge hat pro Woche sieben Stunden Medienzeit und erhält für je 30 Minuten eine Murmel. Bei Verbrauch der Zeit legt man entsprechend viele Murmeln weg. Auch eine Sanduhr kann als Unterstützung dienen.

Medienzeit kontrollieren mit Apps

Es gibt auch Apps, mit denen man die eigene Bildschirmzeit messen und regulieren kann. Sie heißen Quality Time (für Android, kostenlos), Offtime (für Android kostenlos, für iOS ca. 3,- €), App-Detox (für Android, kostenlos), Forest (bei Android kostenlos, mit Werbung und In-App-Käufen, bei iOS 2,29 € mit In-App-Käufen) oder Space (Basisversion kostenlos für Android und iOS). Sie erfassen die Nutzung des Smartphones. Man kann mit ihnen bestimmte Apps deaktivieren oder das ganze Smartphone für eine bestimmte Zeit “lahmlegen”. Die Apps Forest und Space sind eher spielerisch aufgebaut, indem man durch Nichtnutzung des Handys einen Baum wachsen lässt oder sich eine Galaxie aufbaut.

Viele dieser Apps finanzieren sich durch Werbung, was nervig sein kann. Außerdem erfordern einige Apps die Eingabe vieler Daten, um das Smartphone-Verhalten nachvollziehen zu können. Nicht bei allen ist klar, ob die Daten auch für andere Zwecke genutzt werden.

Wenn Sie ein iPhone oder iPad haben, können Sie auch über die „Einstellungen“ die eigene Bildschirmzeit kontrollieren. Sie können sehen, wie lange und womit Sie Ihre Zeit am Smartphone verbracht haben. Es lassen sich Auszeiten planen oder zeitliche Limits für bestimmte Apps festlegen. Hält man das nicht ein oder wird das Zeitlimit erreicht, erscheint auf dem Bildschirm der entsprechende Hinweis und die Frage, ob man noch weitere 15 Minuten ergänzen möchte oder ausnahmsweise „Heute kein Limit“ wählt.

Auch wenn diese digitalen Helfer leicht deaktiviert werden können, sieht man, wie viel Zeit man mit dem Smartphone und bestimmten Apps verbringt. Dies kann helfen, das eigene Verhalten mit dem Smartphone zu überdenken und zu verändern.

Die Smartwatch als Einstieg in die digitale Welt?

Steht auf dem Wunschzettel Ihres Kindes für den Geburtstag oder Weihnachten eine Smartwatch? Vielleicht ist der Wunsch schon in Erfüllung gegangen, denn in immer mehr Familien gibt es die schlauen Armbanduhren. Das Angebot an Smartwatches wächst und ihr Funktionsumfang auch.

Was ist eine Smartwatch?

Sie sieht aus wie eine digitale Armbanduhr, hat jedoch sehr viel mehr zu bieten. Die Uhr ist eigentlich ein kleiner Computer, der mit dem eigenen Smartphone verbunden wird. Es gibt aber auch Smartwatches, die ohne Smartphone funktionieren. Man kann darauf Textnachrichten lesen, ohne erst nach dem Smartphone in der Tasche kramen zu müssen. Man lässt sich damit zum nächsten Kino navigieren, kann mit der Uhr seine Schritte zählen lassen und vieles mehr. Außerdem verfügt die Uhr über einen Lautsprecher und ein Mikrofon, sodass man auch ohne Smartphone über das Handgelenk telefonieren kann.

Für Kinder gibt es spezielle Smartwatches mit eingeschränktem Funktionsumfang (Textnachrichten senden und empfangen, GPS-Tracking, Lernspiele, Fotofunktion usw.) – mit oder ohne Verbindung zum Internet (über eine integrierte SIM-Karte). Hersteller bewerben diese Uhren als Einstieg in das digitale Leben und als gutes Kommunikationsmittel zwischen Eltern und Kind.

Was macht den Reiz der Smartwatch aus?

Gerade für jüngere Kinder können sie eine praktische Alternative zum Smartphone sein. Die schlauen Uhren sind in der Regel einfach zu bedienen und bieten die wichtigsten Funktionen. Für Kinder steht der Unterhaltungsfaktor im Vordergrund: sie können mit der Uhr spielen oder mit Freunden chatten (sofern es eine SIM-Karte hat und die Eltern die Telefonnummern der Freunde vorab dafür freigegeben haben).

Nicht zu missachten, ist jedoch die mögliche Kontrolle durch die Eltern. Durch die Ortungsfunktion wissen Mama und Papa, wo sich ihr Kind gerade aufhält, es ist jederzeit erreichbar und sie können kontrollieren, mit welchen Personen das Kind kommuniziert. Im Internet surfen ist nicht mit allen Kinder-Smartwatches möglich, da sie nicht zwingend über eine Internetverbindung verfügen. Dies gibt Eltern die Sicherheit, dass ihr Kind auf keine bedenklichen Inhalte stoßen kann.

Was sollte man bei Smartwatches beachten?

Einerseits können die Uhren einen guten Einstieg in die Welt der digitalen Geräte bieten, da sie nicht unbedingt eine Verbindung zum Internet haben müssen, aber für Kinder viele attraktive Funktionen wie Spiele und Kamera mitbringen. Ihr Kind lernt mit einem eigenen Gerät umzugehen, ohne dass es schon ein teures Smartphone sein muss.

Andererseits gibt es Funktionen, die in die Privatsphäre des Kindes eindringen. Die Funktion des GPS-Trackings erscheint auf den ersten Blick sinnvoll. Denn so wissen Sie jederzeit, wo sich Ihr Kind gerade aufhält. Aber Sie sollten sich klarmachen, dass auch Ihr Kind ein Recht auf freie Entfaltung hat – wenn auch in einem geschützten Rahmen. Sich mit dem Älterwerden zunehmend frei zu bewegen und eigene Erfahrungen zu machen, ist wichtig für Ihr Kind. Das Aktivieren der Ortungsfunktion kann einen Übergriff in die Freiheit Ihres Kindes darstellen und zu einem Vertrauensbruch führen. Denken Sie an Ihre eigene Kindheit zurück und schenken Sie Ihrem Kind Vertrauen.

Sollten Sie sich zusammen für die Anschaffung einer Kinder-Smartwatch entscheiden, dann lernen Sie die Uhr gemeinsam mit Ihrem Kind kennen und nehmen Sie die Einstellungen zusammen vor. Die Kontrollfunktionen sollten nur in Notfällen und mit Wissen Ihres Kindes aktiviert werden. Machen Sie sich außerdem zur Datenschutzerklärung, den AGB und den Nutzungsbedingungen schlau! Smartwatches gelten immer mehr als Datenräuber. Hacker können möglicherweise auf einfache Weise Zugriff auf die Uhren erlangen.

Medien selber machen: Tutorials

Wir haben schon über die Beliebtheit von Tutorials bei Kindern und Jugendlichen geschrieben. Den Beitrag finden Sie hier. Es muss nicht dabei bleiben, sich diese Filmchen nur anzuschauen. Man kann sich auch selbst trauen, ein Tutorial zu produzieren.

Tutorials rund um “Medien selber machen”

Kinder und Jugendliche sind neugierig und haben Spaß daran, Neues zu lernen und hinter die Kulissen zu schauen. Sie zu ermutigen, selbst zum Macher von Videos oder Hörspielen zu werden, schult nicht nur die Medienkompetenz Ihres Kindes, sondern auch viele weitere Fähigkeiten wie Kreativität und die Arbeit an einem Projekt. Wer einmal erfährt, welche Arbeit hinter einem Film steckt, schaut anders auf Filme. Gerade in Zeiten von Fake News sensibilisiert es Kinder für einen kritischen Umgang mit Medien. Auf verschiedenen Videoplattformen finden Sie Tutorials, die dabei helfen, ein eigenes (Video-)Projekt umzusetzen. Videoplattformen wie YouTube sind jedoch nicht uneingeschränkt für jüngere Kinder geeignet, weshalb sie in Begleitung der Eltern genutzt werden sollten. Abseits von Videoplattformen finden Sie Tutorials z. B. auch beim Online-Angebot des Bayerischen Rundfunks: So geht Medien.

Tutorials selber machen

Videos selbst zu erstellen, kann viel Spaß machen! Wie auch bei der Produktion von Kinofilmen, muss man bestimmte Schritte beachten

  • Entwickeln Sie zuerst gemeinsam mit Ihrem Kind einen Drehplan, so dass während des eigentlichen Filmdrehs klar ist, was passiert und wer wofür zuständig ist (Kamera, Darsteller, Regie usw.):
    • Am Anfang steht eine gute Idee: Worum soll es im Tutorial gehen? Vielleicht nehmen Sie ein Thema, bei dem sich Ihr Kind und Sie noch nicht so gut auskennen. Durch die intensive gemeinsame Beschäftigung mit einem Thema sind Sie am Ende selbst die Experten.
    • Für das Drehbuch und ggf. eine Unterteilung in Szenen hilft es, die “W”-Fragen zu beantworten: Wer, wo, wie? Warum gibt es dieses Tutorial? Im Drehplan sollten auch organisatorische Dinge aufgeschrieben werden wie Drehorte, Drehzeit, benötigte Ausstattung und Technik.
  • Beim Filmdreh sollten Sie darauf achten, dass Licht und Ton gleichbleibend gut sind und es keine Störungen gibt. Natürlich braucht man auch eine Kamera. Ist keine vorhanden, reicht auch eine Fotokamera oder ein Handy, eventuell mit Stativ, damit die Bilder nicht verwackeln. Am besten sehen und hören Sie sich immer direkt im Anschluss an den Dreh einer Szene an, ob sie gut geworden ist. Gegebenenfalls kann man den Dreh direkt wiederholen.
  • Für den anschließenden Filmschnitt können Sie sich kostenlose Software im Internet herunterladen. In dieser kann man meistens auch Texte, Geräusche, Musik und andere Effekte ergänzen.
  • Zur Veröffentlichung des Videos wählen Sie bestenfalls Plattformen, die für Kinder und Jugendliche geeignet sind wie z. B. JUKI auf Kindersache

Worauf sollte man achten?

Achten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind darauf, keine persönlichen Informationen im Video preiszugeben und nur den Vornamen der Protagonisten zu nennen. Auch Hintergründe können oft Hinweise auf z. B. den Wohnort geben. Alle Personen, die im Video zu sehen sind, sollten ihr Einverständnis zur Veröffentlichung gegeben haben. Bei der Auswahl der Musik ist darauf zu achten, dass sie lizenzfrei zu nutzen ist. Hier gibt es eine Liste mit Webseiten, auf denen man solche Musik finden kann.

Making – kreatives digitales Gestalten mit Kindern

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag von Kristin Narr.

Gestalten, basteln, tüfteln, werkeln und etwas herstellen: Wenn Kinder etwas selbst machen können, sind sie schnell zu begeistern. Genau um dieses Bedürfnis geht es beim sogenannten „Making“.

Was versteht man unter Making?

Der Begriff „Making“ kommt aus dem Englischen von to make = machen. Making bezeichnet dementsprechend das Selbermachen mit Hilfe üblicher und oft digitaler Werkzeuge. Making kann als kreatives digitales Gestalten bezeichnet werden. Ziel von Making-Aktivitäten ist es, ein eigenes (digitales) Produkt aus vielfältigen Materialien selbst zu erstellen.

Wie kann Making aussehen?

Making kann ganz unterschiedlich aussehen. Beim Making kann mit dem Smartphone, LEDs, Mikrocontrollern, Sensoren, Motoren oder 3D-Druckern gearbeitet werden. Außerdem kann bestimmte Hardware beim Ausprobieren und Tüfteln im Fokus stehen, wie dem Raspberry Pi oder einem Makey Makey. Es gibt aber auch spezielle Software, die eingesetzt und erprobt werden kann, wie z. B. Scratch. Scratch ist eine kostenlose Programmierumgebung für Kinder. Hier können sich Kinder an das Programmieren herantasten, indem sie z. B. Animationen, Spiele oder Geschichten mit kindgerecht gestalteten „Bausteinen“ programmieren.

Foto „Maker-Werkzeuge“ von Sandra Schön, CC BY 3.0, https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/legalcode

Was passiert beim Making genau?

Beim Making geht es nicht nur um das Machen an sich, vielmehr steht das Verstehen, indem man etwas selbst macht, im Fokus. Die Kinder und Jugendlichen werden dabei selbst aktiv. Sie entwickeln eigene Ideen, sie erfinden, sie suchen Lösungen, entfalten mit anderen gemeinsam ihre Kreativität – und lernen dabei.
Wir erschließen uns die Dinge unterschiedlich, verstehen und lernen auf verschiedenen Wegen. Stellen Sie sich selbst einmal die Frage: Lesen Sie lieber einen zweiseitigen Text dazu, wie ein Stromkreislauf aufgebaut ist und funktioniert, oder geht Ihnen schneller ein Licht an – nein, auf, wenn sie ihn selbst aufbauen und herausfinden, wie er funktioniert?
Wie sich ein Mensch neues Wissen aneignet, ist sehr unterschiedlich. Besonders Kinder erschließen sich Dinge oft sehr gerne, indem sie sie machen.

Was beinhaltet und fördert Making?

Kinder und Jugendliche stellen sich „Problemen“ oder Aufgaben und finden selbst und gemeinsam ihre eigene, kreative Lösung, die für sie funktioniert.
Neben der Förderung verschiedener Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien, unterstützt Making die Kreativitätsentwicklung und den Aufbau von Wissen. Hier geht es um das Wecken von Interesse im naturwissenschaftlichen und mathematischen Bereich sowie um handwerkliche Fähigkeiten und das Arbeiten und Lernen mit anderen zusammen.
Beim Making sollen Kinder und Jugendliche ihre Welt aktiv (mit)gestalten und sie damit ein bisschen besser machen. Nachhaltigkeit und Umweltschutz werden deswegen auch beim Making groß geschrieben. Getüftelt wird oft auch mit günstigen und wiederverwertbaren Materialien wie Pappbechern, kleinen LEDs oder Knete.

Foto „Maker-Days“ von Sandra Schön, CC BY 3.0, https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/legalcode

Wo finde ich Making-Aktivitäten?

Making-Aktivitäten für Kinder und Jugendliche sind meistens durch Erwachsene angeleitet und finden an vielen verschiedenen Orten statt. Es gibt Projekte an Schulen oder Freizeiteinrichtungen, Medienkompetenzzentren u. v. m. Oft findet Making auch in sogenannten Makerspaces oder offenen Werkstätten statt, die offen für alle sind und in denen die geeigneten Umgebungen sowie Materialien und große Geräte schon vorhanden sind. Diese Orte bieten oft auch extra Kurse für Kinder und Jugendliche an. Mitbringen muss man nur die Freude am Selbermachen, Basteln und Ausprobieren mit und von digitaler Technik.

Wo bekomme ich weitere Informationen?

Wie kann ich Making selbst machen?

Eine tolle LED-Neujahrskarte als kleines Making Projekt samt Anleitung zum Nachmachen und Individualisieren, idealerweise mit Ihren Kindern zusammen, finden Sie hier.

Zur Autorin:
Kristin Narr ist freiberufliche Medienpädagogin. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen des offenen, kreativen und partizipativen Einsatzes digitaler Medien, der digitalen Kinder- und Jugendbeteiligung sowie im Lernen in digitalen Umgebungen.

Bastelanleitung: LED-Neujahrskarte

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag von Kristin Narr.

Materialien:

  • dickes, buntes Papier
  • Buntstifte oder Filzstifte
  • Schere
  • kleine LEDs (so viele, wie auf die Karte sollen)
  • dünnes Kupferklebeband
  • Klebeband
  • eine (oder mehrere) Knopfbatterien

Fotos der Anleitung von Kristin Narr, CC BY 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/legalcode

Schritt 1: Falten Sie ein dickeres Papier in Ihrer Lieblingsfarbe zu einer Klappkarte.

Schritt 2: Malen Sie ein schönes Neujahrsmotiv (oder was Sie wollen) auf die Vorderseite. Überlegen Sie sich dabei, an welcher Stelle sich die LEDs befinden sollen.

Schritt 3: Stechen Sie Löcher für die LEDs in die Karte.

Schritt 4: Klappen Sie die Karte auf und zeichnen Sie die Linien für das Kupferklebeband am besten vor.

Wichtig: Die LEDs leuchten, wenn ein „Füßchen“ die eine Seite der Batterie und das andere „Füßchen“ die andere Seite berühren. Sollte es nicht funktionieren, tauschen sie die Seiten. Es geht nur auf eine Weise.

Das Kupferklebeband ist die Verlängerung der LED-Füßchen. Es muss also einmal unter und einmal auf die Knopfbatterie geklebt werden.

Schritt 5: Kleben Sie das Kupferklebeband und die Knopfbatterie auf die Innenseite der Karte unter die Löcher. In dem Beispiel müssen drei Kupferklebestreifen unter und drei auf der Knopfbatterie kleben. Achtung! Die Kupferklebestreifen dürfen sich nicht berühren!

Schritt 6: Befestigen Sie die Batterie extra mit einem Klebestreifen an der Karte. Wenn sie nicht fest ist, verliert sie den Kontakt zu den unteren Kupferklebebändern und die LEDs flackern.

Schritt 7: Stecken Sie die LEDs von außen durch die Löcher.

Schritt 8: Befestigen Sie die Füßchen mit einem Klebestreifen an den Kupferklebebändern. Achten Sie darauf, dass die Füßchen am richtigen Streifen befestigt werden, sonst leuchten die LEDs nicht. Testen Sie vorher, welches Füßchen zu welchem Streifen gehört.

Schritt 9: Und jetzt, Licht aus! Klappen Sie die Karte zu und betrachten Sie Ihr eigenes Making-Produkt.

 

Zur Autorin:
Kristin Narr ist freiberufliche Medienpädagogin. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen des offenen, kreativen und partizipativen Einsatzes digitaler Medien, der digitalen Kinder- und Jugendbeteiligung sowie im Lernen in digitalen Umgebungen.

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