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YouTube in der Familie

Auch Ihr Kind bewundert einen oder mehrere YouTube-Stars und würde am liebsten die ganze Zeit Videos schauen? Dann haben wir ein paar Tipps, wie Sie die YouTube-Nutzung in Ihrer Familie regeln können:

  • Vereinbaren Sie je nach Alter Ihres Kindes feste YouTube-Zeiten, in denen es Videos schauen darf und besprechen Sie mögliche Konsequenzen, sollten diese nicht eingehalten werden.
  • YouTube ist keine Plattform für Kinder, auch wenn dort viele Inhalte spannend für sie sind. Um zu vermeiden, dass Ihr Kind unangemessene, anstößige oder grausame Videos angezeigt bekommt, aktivieren Sie die YouTube-Kindersicherung mit der Option „eingeschränkter Modus“.
  • Nutzen Sie die Möglichkeiten, Playlists bei YouTube zu erstellen, so dass Sie entscheiden und wissen, welches Video als nächstes abgespielt wird.
  • Für jüngere Kinder – bis ins Grundschulalter – empfehlen wir die App YouTube Kids.
  • Zeigen Sie Interesse und bleiben Sie im Gespräch! Unterhalten Sie sich mit Ihrem Kind darüber, was es an YouTube und seinen Stars begeistert. Lassen Sie sich Videos zeigen und die Faszination daran erklären, ohne dass Sie den Eindruck erwecken, Sie wollten Ihren Sohn oder Ihre Tochter kontrollieren.
  • Besprechen Sie mit Ihrem Kind, was es bedeutet, sich bei YouTube zu registrieren, um Kommentare zu hinterlassen oder eigene YouTube-Videos hochzuladen. Nach den AGB müssen die Nutzerinnen und Nutzer der Plattform in Deutschland mindestens 16 Jahre alt sein. Mit Ihrem Einverständnis ist auch eine Nutzung jüngerer Kinder möglich. Sie können mit Family Link ein Google-Konto für Ihr minderjähriges Kind erstellen und verwalten bis es alt genug ist. Es gibt zudem bestimmte Richtlinien und Gesetze, die eingehalten werden müssen (Urheberrecht, Recht am eigenen Bild). Mehr Hinweise, die sie im Blick behalten sollten, wenn Ihr Kind YouTube aktiv mitgestalten möchte, finden Sie in folgendem Artikel: Mein Kind will YouTuber werden – was nun?
  • YouTuber verdienen mit ihren Videos meist Geld in Form von eingebundener Werbung. Die Währung auf YouTube ist Aufmerksamkeit: Je mehr Abonnenten ein YouTuber oder eine YouTuberin und je mehr Klicks ein Video hat, desto mehr Werbeeinnahmen werden erzielt. Erklären Sie Ihrem Kind, wie durch sein Verhalten auf YouTube Geld gemacht wird.
  • YouTube-Stars sind oft sogenannte Influencer. Gesponserte Inhalte oder Produkplatzierungen können für Heranwachsende unter Umständen durch das vermeintlich persönliche Interesse des YouTube-Stars und das Vertrauen zu ihm schwer zu erkennen und zu durchschauen sein.

Medien als Babysitter

Samstag 7 Uhr morgens: Die Kinder sind schon munter, während Sie gerne noch ein bisschen schlafen würden? Da kann doch das Tablet kurz einspringen und die Kinder beschäftigen, oder?

Kinder bei der Mediennutzung begleiten

Es ist zunächst einmal sehr praktisch, im Alltag ein paar kostbare Minuten zu gewinnen, indem die Kinder sich eine Weile z. B mit dem Tablet oder dem Handy beschäftigen. Sie freuen sich darüber und ihre Aufmerksamkeit gilt ganz den flimmernden Bildschirmen und spannenden Hörgeschichten. Im Ausnahmefall ist das sicher kein Problem, aber es kann schwierig werden, wenn es zur Gewohnheit wird.

Denn: Kinder sollten von Ihnen als Eltern bei ihrer Mediennutzung begleitet werden. Wie das aussieht, hängt vom Alter und Ihrem Kind selbst ab. Kleinkinder sollten nicht allein gelassen werden, wenn sie sich etwas auf dem Tablet und im Fernsehen anschauen. So können Sie mitbekommen, was es sich ansieht und wie es damit klarkommt. Außerdem kann Ihr Kind seine Medienerlebnisse mit Ihnen teilen und nachfragen, wenn es etwas nicht versteht. Das ist wichtig, damit es die Inhalte verarbeiten kann. Es wird empfohlen, die Zeit mit Medien bei kleinen Kindern gering zu halten. Wählen Sie die Inhalte außerdem immer dem Alter entsprechend aus.

Ältere Kinder haben schon mehr Medienerfahrung und Sie können bereits einschätzen, wie Ihr Kind mit bestimmten Inhalten umgeht. Achten Sie aber auch hier auf altersgerechte Angebote und seien Sie in der Nähe, wenn es Medien nutzt. Wenn Sie bei der Mediennutzung nicht dabei sind, sorgen Sie gegebenenfalls durch Einstellungen am Gerät und in der App dafür, dass  Ihr Kind nicht auf Inhalte zugreifen kann, die es überfordern oder sogar ängstigen kann.

Am besten ist es, wenn Medien gemeinsam in der Familie genutzt werden, wie beispielsweise bei einem Filmabend. So integrieren Sie die Medien in den Familienalltag, schaffen Familienrituale und zweckentfremden sie nicht als Aufpasser. Denn aufpassen können nur Sie!

Medien als Babysitter – nur im Ausnahmefall

Grundsätzlich sollten Sie anerkennen, dass Medien keine Babysitter sind. Sehen Sie vor allem bei Kleinkindern davon ab, Ihr Kind alleine vor dem Bildschirm zu parken. Bei älteren Kindern lässt sich möglicherweise ein Kompromiss finden. Wenn Sie feststellen, dass Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt, z. B. wenn Sie mit den Kindern von der Schule nach Hause kommen, eine halbe Stunde Zeit benötigen, um das Essen zuzubereiten, ist es in Ordnung und mit den richtigen Inhalten auch unbedenklich, wenn Ihr Kind in dieser Zeit Medien nutzt. Behalten Sie aber immer im Blick, dass Ihr Kind nur so viel Zeit mit Medien verbringt, wie ihm gut tut. Sorgen Sie für einen Ausgleich mit sportlichen oder kreativen Aktivitäten und bieten Sie statt einer Folge der Lieblingsserie auch mal ein Buch an. Vielleicht kann es Ihr Kind ja auch für einige Zeit beschäftigen, während Sie den Alltag bewältigen!

Englisch lernen nebenbei – dank Netflix und Co.

Englisch gelernt hat Amelie, heute 28 Jahre alt, nach eigener Aussage mit den Songtexten des Rappers Eminem. So wie ihr geht es vermutlich vielen Erwachsenen. Durch das “Fernsehen” über Streaming-Plattformen ist ein ähnliches Phänomen entstanden: Englisch oder andere Sprachen werden quasi nebenbei gelernt, indem man sich die Serien im Original anschaut. Funktioniert das wirklich und geht das auch bei Kindern?

Peppa Wutz auf Englisch

Die Grundlagen für das Sprachenlernen werden in der frühen Kindheit gelegt. Wenn Ihr Kind schon früh fremde Sprachen hört, kann ihm das Sprachenlernen später in der Schule leichter fallen. Das Anschauen von Lieblingsfilmen oder -serien wie Harry Potter für ältere Kinder oder Peppa Wutz für die Jüngeren kann eine Möglichkeit sein und Lernen und Spaß verbinden.

Die meisten Kinder können bereits ganze Sätze aus dem Kontext heraus verstehen. Bilder und Geräusche helfen dabei. Das Übersetzen von einzelnen Wörtern ist nicht nötig. Das macht es ihnen leichter, Filme in anderen Sprachen zu schauen. Läuft die Lieblingsserie auf Englisch, nehmen Kinder oft gar nicht wahr, dass sie nicht ihre Muttersprache hören. Sie gucken Episoden und Filme auch gern unendlich oft an. Dadurch, dass sie schon wissen, was passiert, verstehen sie den Inhalt auf einer anderen Sprache besser und lernen quasi nebenbei englische Wörter.

Spracheinstellungen bei Streaming-Angeboten

Bei den meisten Plattformen wie z. B. Netflix, Amazon Prime Video oder auch YouTube ist es möglich, sich Filme und Serien in der Originalsprache – häufig Englisch – anzusehen. Man kann die Audiosprache meistens in der Leiste unter dem Video ändern, dort, wo sich das Video auch pausieren lässt. Die Sprache lässt sich vor oder sogar während des Films wechseln.

Oft kann man sich zusätzlich Untertitel, z. B. auf Deutsch oder Englisch, anzeigen lassen. Das kann Jugendlichen oder Erwachsenen beim Verständnis helfen, wenn man nicht jedes gesprochene Wort versteht. Auf den ersten Blick mag es komplizierter erscheinen, aber das Gehirn gewöhnt sich schnell an das Mitlesen nebenbei. Wenn auch die Untertitel auf Englisch sind, nimmt man die “fremde” Sprache mit verschiedenen Sinnen (Hören, Sehen) wahr, wodurch sie sich noch besser einprägt.

Worauf Sie achten sollten

Manche Kinder tun sich leichter mit Fremdsprachen als andere. Sobald Ihr Kind in der Schule einige Grundlagen gelernt hat, kann das Anschauen von Filmen und Serien auf Englisch helfen, die neue Sprache zu vertiefen. Es kann auch ein Anreiz und Motivation gerade für Jugendliche sein, das eigene Vokabular zu vergrößern, um noch “entspannter” englische Filme in der Originalsprache zu schauen. Für viele ist es sogar “cooler”, sich die angesagte Serie im Original anzusehen.

Natürlich sollte Ihr Kind nur Serien und Filme gucken, die für das jeweilige Alter geeignet sind. Infos darüber, wie Sie das garantieren können, finden Sie beim Elternguide hier.

Filme auf Englisch zu schauen, sollte vor allem als Hilfsmittel gesehen werden und ersetzt (leider) nicht das Vokabeln büffeln. Achten Sie auch darauf, dass es Ihrem Kind Spaß macht und daraus keine Pflichtaufgabe entsteht, die ungern erledigt wird.

Videostreaming: Das neue Fernsehen?!

Erinnern Sie sich noch an das Gefühl, wenn der Tag, an dem eine neue Folge Ihrer Lieblingsserie im Fernsehen lief, näher rückte und Sie alles so geplant haben, um pünktlich vor dem gemeinsamen Familienfernseher im Wohnzimmer zu sitzen? Dieses Szenario gehört dank Mediatheken, Netflix und Co. größtenteils der Vergangenheit an.

Was ist Videostreaming?

Immer mehr Kinder und Jugendliche sehen heute Videos, Filme und Serien online über legale Streaming-Dienste. Dieses nicht-lineare Fernsehen macht es möglich, dann zu schauen, wenn man gerade möchte mit dem Gerät seiner Wahl – ob Smartphone, Computer oder einem internetfähigen Smart-TV.

Das Angebot dafür ist riesengroß: Es gibt kostenpflichtige Online-Videotheken wie Netflix oder Amazon Prime und kostenlose Videostreaming-Plattformen wie YouTube mit von Nutzern selbst produzierten Inhalten. Auch viele Fernsehsender stellen ihre Sendungen kostenlos oder teilweise kostenpflichtig über eigene Mediatheken bereit. Einige Sender bieten außerdem einen Livestream an, so dass man sich – wie beim traditionellen analogen Fernsehen – das aktuell laufende Programm online anschauen kann.

Diese große Auswahl steht natürlich auch Kindern und Jugendlichen zur Verfügung. Wenn sie ein eigenes Smartphone, einen Tablet oder Computer mit Internetzugang oder sogar einen Smart-TV (Fernseher mit Internetanschluss) haben, lässt sich kaum kontrollieren, was und wie viel sie sehen.

Streaming bedeutet, sich Inhalte anschauen zu können, ohne diese auf das eigene Gerät herunterladen und abspeichern zu müssen. Teilweise ist es auch möglich, sich einzelne Filme oder Serien herunterzuladen und sie offline abzuspielen.

Was begeistert Kinder und Jugendliche daran ?

Attraktiv ist die große Vielfalt an aktuellen und ausgewählten Serien, Filmen und Dokumentationen, die theoretisch zu jeder Tages- und Nachtzeit angeschaut werden können. Für Kinder und Jugendliche ist es inzwischen normal, sich die Lieblingssendung nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt ansehen zu müssen, wie es beim „normalen“ Fernsehen der Fall ist. Außerdem kann man  sich einfach eine neue Folge der Lieblingsserie anschauen, während man z. B. im Bus oder in der Bahn sitzt.

Was sollte man beachten?

Wie auch beim Fernsehprogramm gibt es auf Streaming-Portalen Filme und Videos mit Inhalten, die nicht für Kinder geeignet sind und sie verängstigen können. Aber auch Streaming-Dienste unterliegen dem „Jugendmedienschutz-Staatsvertrag“ und müssen die gesetzlichen Freigaben der FSK (Freiwillige Selbstkontrolle) übernehmen. Gibt es für Filme oder Serienfolgen keine FSK-Bewertung, müssen sie die Altersbewertungen selbst vornehmen und sich dabei auch an deutsches Recht halten.

Die Kriterien für selbst vorgenomme Altersfreigaben sind nicht unbedingt ersichtlich. Machen Sie sich deshalb unbedingt über die Möglichkeiten des Kinder-bzw. Jugendschutzes des jeweiligen Streaminganbieters schlau und nutzen Sie die angebotenen Funktionen und Einstellungen wie Passwörter und PINs. Mehr dazu erfahren Sie in unseren Beschreibungen der Dienste Netflix und Amazon Prime Video.

Legen Sie bestimmte Zeitfenster fest, in denen geschaut werden darf. Die Medienzeit sollte immer nur eine von vielen anderen, nicht-medienbezogenen Aktivitäten sein. Wenn Sie nicht sicher sind, wie viel Zeit Ihr Kind vor dem Fernseher oder Laptop verbringen sollte, finden Sie hier auf der Website mehr Informationen.

Fragen Sie Ihr Kind nach seinen Lieblingsserien oder Filmen und schauen Sie sich diese gemeinsam an. Je nach Alter Ihres Kindes sollten Sie Filme und Videos zusammen anschauen, sodass Ihr Kind für den Fall, dass es doch etwas Gruseliges oder Bedenkliches darin gibt, nicht damit allein gelassen ist.

Der Filmabend mit der ganzen Familie kann auch ein schönes gemeinsames Erlebnis und Ritual sein. Hier können Sie gemeinsam Spaß haben und bekommen mit, wie Ihr Kind auf bestimmte Inhalte reagiert.

Klick, Wisch, Like – Gekauft? Werbung in den Medien erkennen und hinterfragen

Ob im Fernsehen, an der Bushaltestelle oder im Internet – Werbung gehört zu unserem Alltag dazu. Schon die Jüngsten begegnen Werbebotschaften überall in ihrem Umfeld und in den Medien. Beim Fernsehen sehen junge (Vor-)Schulkinder Werbespots, außerdem gibt es viele Produkte rund um ihre Medienhelden Elsa, Sandmann & Co. zu kaufen. Die Bücher, Spielzeuge und Alltagsgegenstände bestimmen oft die Wunschzettel für Geburtstage und Weihnachten. Ältere Kinder und Jugendliche kommen auf Websites und Videoplattformen mit unterschiedlichen Formen von Werbung in Berührung. Die von ihren Stars in sozialen Medien wie Instagram und YouTube vorgestellten oder inszenierten Produkte bekommen dabei viel Aufmerksamkeit. Auch in vielen Spiele-Apps findet sich Werbung, zum Beispiel für zusätzliche Funktionen und virtuelle Gimmicks, die gekauft werden können.

Welche Werbung ist erlaubt?

Werbung ist für viele Anbieter in Fernsehen, Internet oder von Apps vor allem eine Möglichkeit, kostenlose Angebote zu finanzieren. Familien finden bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten oder bei öffentlich geförderten, gemeinnützigen Angeboten auch nahezu werbefreie Alternativen. Viele kommerzielle Medieninhalte sind bei Kindern jedoch sehr beliebt. Deshalb sollten Sie als Eltern Ihre Kinder dabei begleiten, die vielfältige und bunte Medienwelt in all ihren Facetten kennenzulernen und entlang ihrer eigenen Bedürfnisse entdecken zu können.

Medieninhalte für Kinder müssen so gestaltet sein, dass Kinder Werbung erkennen können und ihre kindliche Unerfahrenheit nicht ausgenutzt wird. Dazu gehört z. B. die klare Trennung von Inhalt und Werbung. Im Fernsehen gibt es einen optischen und akustischen Hinweis zu Beginn und Ende der Werbung, außerdem darf das Kinderprogramm nicht von Werbung unterbrochen werden. Auf Kinderinternetseiten müssen Werbebanner ebenfalls gekennzeichnet sein und dürfen die Inhalte nicht überlappen oder Kinder in der Nutzung der Seiten behindern. Mit dem Ziel, die Interessen von Kindern besonders zu schützen, darf auch nicht für alle Produkte geworben werden, zum Beispiel für Alkohol.

Werbung kann man lernen – Anregungen und Tipps

Sie können Ihre Kinder altersgemäß dabei unterstützen, Werbung erkennen, durchschauen und hinterfragen zu können. Vor allem bei Onlinewerbung müssen jüngere Kinder erst lernen, dass Werbung gleichzeitig neben den eigentlichen Inhalten auf einer Internetseite angezeigt wird. Mit dem Alter steigt auch das Verständnis von Werbung. Ab ungefähr 8 Jahren verstehen Kinder, dass Werbung keine neutralen Information über Produkte bietet, sondern zum Kaufen anregen soll.

Werbung innerhalb von Spiele-Apps taucht oft überraschend und unvermittelt auf, sodass Kinder hier aus Versehen auf Werbeinhalte klicken können. Achten Sie beim Download von kostenfreien Kinderapps darauf, ob diese sogenannte In-Game-Werbung enthalten. Entscheiden Sie, ob das für Ihr Kind problematisch ist. Aufpassen sollten Sie besonders, wenn Werbeinhalte im Spiel Anreize bieten, durch das Anklicken schneller im Spiel voranzukommen, wenn die Werbung nicht gekennzeichnet oder vom Spielinhalt getrennt ist oder wenn Kinder beim Spielen behindert werden.

Bei attraktiven Produkten rund um ihre Medienhelden übt Werbung eine große Faszination auf Kinder aus. Ältere Kinder und Jugendliche stehen vor der Herausforderung, zu erkennen, ob ihre Helden nur ein Produkt präsentieren oder es ihnen um echte Inhalte geht. Influencer stellen auf ihren Profilen Marken und Produkte vor oder zeigen sich mit ihnen, sodass einige mittlerweile von den Werbeeinnahmen leben können. Schauen Sie also auch gemeinsam Videos und Instagram-Stories an und achten zusammen auf Hinweise für Werbung und Sponsoring in den geteilten Inhalten.

Grundsätzlich: Sprechen Sie offen mit Ihrem Kind über die Themen Merchandising, Produktplatzierungen und Werbung oder auch ihr Konsumverhalten innerhalb der Familie. So ermöglichen Sie Ihrem Kind einen bewussten und kritischen Umgang mit Werbung und den Kaufentscheidungen im Alltag.

Werbung kindgerecht? Hier gibt es Informationen!

  • Ratgeber Kinder und Onlinewerbung: www.kinder-onlinewerbung.de
  • Media Smart, Bildungsinitiative für die Förderung von Werbekompetenz: www.mediasmart.de
  • Kindersuchmaschine www.fragfinn.de: kindgeeignete, von Medienpädagogen redaktionell geprüfte Internetseiten, viele davon sind werbefrei oder erfüllen strenge Kriterien, u. a. bezüglich Werbung und kommerziellen Inhalten

FLIMMO – Fernsehen mit Kinderaugen

„Ich will aber länger fernsehen, nur noch ein bisschen!“ – dieser Kindersatz dürfte den meisten Eltern vertraut sein. Fernsehen ist ein beliebtes Streitthema in Familien und führt oft zu Diskussionen. Die Wünsche der Kinder mit den Vorstellungen der Erwachsenen zu vereinbaren, ist nicht immer einfach. Wie lange kann ich mein Kind ohne schlechtes Gewissen fernsehen lassen? Wie wähle ich geeignete Sendungen aus? Auf welchen Geräten und Kanälen wird geschaut? Genau um Fragen solcher Art zu beantworten, wurde FLIMMO ins Leben gerufen.

Was ist FLIMMO?

FLIMMO ist ein Projekt des Vereins Programmberatung für Eltern e.V. und bietet Eltern und Erziehenden eine konkrete Orientierungshilfe bei der Medienerziehung ihrer Kinder. Er hilft bei der Auswahl geeigneter Sendungen sowohl im Fernsehen als auch im Netz und gibt Tipps zur Medienerziehung. FLIMMO ist wissenschaftlich und pädagogisch fundiert. Mit der Durchführung ist das JFF – Institut für Medienpädagogik betraut.

FLIMMO–Broschüre

Die FLIMMO-Broschüre erscheint dreimal im Jahr. Es gibt sie kostenlos in vielen Schulen, Kindergärten, Arztpraxen, Apotheken, Bibliotheken und anderen Einrichtungen. Hier werden alle kinderrelevanten Sendungen besprochen, die von Das Erste, ZDF, SAT.1, ProSieben, kabel eins, RTL, RTL II, SuperRTL, Nickelodeon, KiKA und Disney Channel montags bis sonntags zwischen 06.00 und 22.00 Uhr regelmäßig ausgestrahlt werden. Es wird aber auch auf Highlights oder Programmstarts hingewiesen, die jenseits des klassischen Fernsehprogramms über Apps, Video-on-Demand-Dienste oder Mediatheken abrufbar sind. Zudem erfahren die Leser, worauf zu achten ist, wenn sie nicht-lineare Angebote mit Kindern nutzen. In weiteren redaktionellen Texten werden Tipps zur Medienerziehung gegeben und erklärt, wie Kinder in unterschiedlichem Alter Medieninhalte verarbeiten.

FLIMMO-online

Noch mehr Informationen bietet das Internet-Angebot unter www.flimmo.tv. Hier wird das gesamte Programm der elf Sender berücksichtigt und auch einmalige Sendungen, Spielfilme oder Dokumentationen werden besprochen. Zudem wählt die Redaktion jede Woche Sendungen aus, die als Highlights der Woche angezeigt werden. Im großen Sendungsarchiv können Besprechungen zu allen Sendungen gesucht werden, die von FLIMMO seit 1997 erstellt wurden. Auch allgemeine Informationen und Programm-Tipps zu Angeboten jenseits des klassischen Fernsehens kommen nicht zu kurz. Texte zu medienpädagogischen Themen runden das Angebot ab.

FLIMMO–App

FLIMMO gibt es auch als kostenlose App für iOS und Android.  Dort können Nutzer sich schnell über das aktuelle TV- Programm informieren und sehen auf den ersten Blick, was gerade auf den unterschiedlichen Sendern läuft. Es kann nach Sendungen gesucht oder das Programm nach bestimmten Kriterien (Alter des Kindes, Wochentag, Uhrzeit etc.) gefiltert werden. Auch über die App lässt sich das umfangreiche Sendungsarchiv durchsuchen – Besprechungen zu mehr als 12.000 Sendungen sind dort zu finden.

Wo finde ich FLIMMO?

Internetseite: www.flimmo.tv
App: www.flimmo.tv/app

Die FLIMMO-Broschüren können kostenlos von Institutionen (Kindergärten, Arztpraxen, Bibliotheken etc.) bestellt werden: www.flimmo.tv/bestellung

Wo liegen die FLIMMO-Broschüren kostenlos aus?  Eine Suche nach Postleitzahlen steht unter folgendem Link zur Verfügung: www.flimmo.tv/bezugsstellen

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