Elternguide Logo

Was ist eigentlich… ein Hashtag?

Hashtags sind einzelne Wörter oder Wortgruppen unter Beiträgen in den sozialen Medien, meist in der Bildbeschreibung oder im Titel eines Beitrags. Sie funktionieren wir ein Stichwort oder Filter: Wenn man auf einen Hashtag klickt, werden alle Beiträge angezeigt, die mit diesem Hashtag versehen wurden. 

Woher kommt der Hashtag?

Twitter hat den Hashtag als erstes eingeführt, damit Nutzer und Nutzerinnen alle Beiträge zu einem Thema, das sie interessiert, verfolgen können. Ob unter Bildern auf Instagram oder Videobeiträgen auf TikTok und YouTube – aus allen weltweit beliebten sozialen Plattformen sind Hashtags heute nicht mehr wegzudenken. 

Wie setzt man Hashtags?

Ein Hashtag besteht immer aus dem Rautezeichen „#“ (engl. hash) und einer dahinterstehenden Beschreibung (tag = Stichwort). Wortgruppen werden ohne Leer- und Satzzeichen hintereinander weg geschrieben. Meist werden gleich mehrere Hashtags unter bzw. hinter einem Post verwendet. So erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass andere Personen auf den Beitrag aufmerksam werden. Da das Internet ein Raum ohne Landesgrenzen ist, werden häufig englische Hashtags verwendet, so können Menschen aus vielen Ländern danach suchen.

Welche Bedeutung hat ein Hashtag in Social Media?

Hashtags sind eine gute Methode, um viele Menschen zu erreichen. Influencer und Influencerinnen nutzen sie, um bekannter zu werden. Zu den Hashtags mit den meisten Beiträgen auf Instagram zählen #fashion und #style, unter denen meist neue Outfits präsentiert werden. Für viele Modemarken ist Instagram daher auch ein wichtiger Kanal, um Werbung zu machen. 

Doch auch für politische Themen werden Hashtags genutzt, z. B. um auf ein gesellschaftliches Problem aufmerksam zu machen und um Menschen zum Nachdenken und Handeln anzuregen. Ganze Bewegungen sind erst durch Hashtags entstanden, wie z. B. #bodypositivity, unter dem Bilder von realen Körpern gesammelt werden, um unrealistischen Schönheitsidealen etwas entgegenzusetzen. Auch die Klimabewegung konnte mit #fridaysforfuture viele Menschen im Netz erreichen und die Problematik des Klimawandels zum Thema auf der ganzen Welt machen. Hashtags sind also auch ein Mittel, um Diskussionen zu Themen anzuregen, die sonst wenig Beachtung finden. Viele Frauen haben weltweit über #metoo ihre Erfahrungen mit sexueller Belästigung geteilt. Schnell wurde es zum großen Thema in der Öffentlichkeit. So konnten auch Fälle von Belästigung und Missbrauch öffentlich gemacht. Die Grenzen der Onlinewelt und der Welt außerhalb des Internets sind immer mehr miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. 

Hashtags können Menschen motivieren und ein Zusammengehörigkeitsgefühl schaffen: Während der Coronakrise haben Nutzer und Nutzerinnen Bilder und Storys unter #wirbleibenzuhause von ihrer Zeit im Homeoffice oder zu Hause mit der Familie geteilt. Hashtags sind also auch ein Mittel, um sich miteinander verbunden zu fühlen, was in einer schwierigen Zeit sehr schön und unterhaltsam sein kann.

Jugendschutzeinstellungen mit der FRITZ!Box

Eigentlich sollte Leon schon längst schlafen, um morgen fit zu sein für die Klassenarbeit. Stattdessen chattet er wahrscheinlich schon wieder die ganze Nacht mit seinen Kumpels oder die eingehenden Nachrichten in der Klassengruppe halten ihn wach. Doch den WLAN-Anschluss ausschalten wollen Sie nicht, denn Sie müssen noch eine wichtige E-Mail schreiben. Praktisch, dass es Router gibt, bei denen man Nutzerprofile zuweisen kann, so dass Leon nach einer bestimmten Uhrzeit nicht mehr auf das WLAN zugreifen und ruhig schlafen kann.

Was ist die FRITZ!Box?

Einen Internetanschluss gibt es in fast jeder Familie. Meistens sorgt ein WLAN-Router im Flur für stabiles Internet. Diesen bekommt man in der Regel von seinem Internetanbieter ausgeliehen. Oder man kauft sich eine FRITZ!Box. Mit den Einstellungsmöglichkeiten dieses Routers kann die Internetnutzung einzelner Geräte beschränkt und angepasst werden. Diese Kinderschutz-Einstellungen sind eine Möglichkeit, um das Surfen für Ihr Kind sicherer zu gestalten.

Bei der FRITZ!Box können Sie im Browser unter http://fritz.box auf alle im Netzwerk angemeldeten Geräte zugreifen und Einstellungen vornehmen. Neben Einstellungen zum Konto, zur Telefonie und zur Software, können Sie hier auch die Internetnutzung einzelner Geräte begrenzen und anpassen.

Kindersicherheitseinstellungen bei der FRITZ!Box

Um Kindersicherheitseinstellungen vorzunehmen, gehen Sie in der linken Spalte über „Internet“ auf „Filter“. Dort können Sie für alle Geräte, die in Ihrem Heimnetz angemeldet sind, den Internetzugang regeln. Unter „Kindersicherung“ weisen Sie einzelnen Geräten Zugangsprofile zu. Diese können Sie selber unter „Zugangsprofile“ festlegen und individuell anpassen. Sie legen damit fest, wie die Netzwerkgeräte, ob Smartphone oder Computer, das Internet nutzen dürfen. Für jedes Profil können Sie die Online-Zeit begrenzen, Netzwerkanwendungen freigeben oder beschränken und bestimmte Internetseiten sperren. Es gibt außerdem die Möglichkeit, jugendgefährdende Internetseiten zu blockieren, sowie eine Black- und Whitelist, also erlaubte und unerlaubte Internetseiten, zu hinterlegen. Diese lassen sich unter „Listen“ bearbeiten.

Ist das sinnvoll?

Leider denken Jugendliche in der Pubertät nicht immer an die Folgen ihres Handelns. Leon macht sich also wahrscheinlich keine Gedanken darüber, dass er morgen vielleicht übermüdet eine Klassenarbeit schreiben muss. Deshalb können technische Lösungen wie Einstellungen beim WLAN-Router die Medienerziehung zu Hause unterstützen. Sie können Ihr Kind teilweise vor jugendgefährdenden Inhalten schützen und die Online-Zeit begrenzen, wenn es nicht selbst daran denkt und Sie es nicht überprüfen können. Besprechen Sie solche Einstellungen vorher mit Ihrem Kind und lassen Sie ihm trotzdem den notwendigen Freiraum, über seine Mediennutzung selbst zu entscheiden. Technische Einstellungen ersetzen nicht das gemeinsame Aushandeln und Aufstellen von klar verständlichen Medienregeln für alle.

Snapchat

Snapchat ist ein kostenloser Instant-Messaging-Dienst zum Versenden von Fotos und kurzen Videos. Die Besonderheit: Das lustige Selfie mit den Hasenohren „verschwindet“ nach kurzer Zeit vom Smartphone des Empfängers.

Kurz gefasst:

  • kostenlose Messenger-App für Android oder iOS
  • kreative Storys mit Freunden teilen: Bilder, Videos, witzige Emoticons und Filter
  • Inhalte sind nur kurzzeitig sichtbar, es sei denn sie werden bewusst archiviert und gespeichert
  • laut Anbieter ab 13 Jahren erlaubt
  • Risiken: Screenshots von Inhalten möglich, Ortungsfunktion ermöglicht Nachverfolgung

Was ist Snapchat?

Mit Snapchat kann man Fotos und kurze Videos als Nachricht oder als Story an seine Kontakte versenden. Diese Snaps, also Schnappschüsse, sind nur für eine bestimmte Zeit sichtbar und „zerstören“ sich danach selbst. Snapchat ist eine der beliebtesten Apps bei Jugendlichen ab ca. 13 Jahren. Die Fotos und Videos können mit unzähligen Filtern bearbeitet werden. Mit der „Memorys-Funktion“ können Nutzer bestimmte Inhalte auch abspeichern.

Neben den privaten Storys von Freunden findet man auch Inhalte von Stars, Marken und News. Nutzer können über die sogenannten „Snap-Codes“ sowie auch über ihre Handynummer gefunden werden, wenn dies in den Einstellungen nicht deaktiviert wird.

Was fasziniert Kinder und Jugendliche besonders an Snapchat?

Teenager nutzen Snapchat sehr gern, um sich mit ihren Freunden auszutauschen. Dazu werden statt Text einfach Bilder und Videos versendet. Die Nutzung der Spaßfilter und dass die Nachrichten nach kurzer Zeit wieder verschwinden, macht den Reiz der App aus.

Die Kommunikation über Snapchat erscheint Jugendlichen privater, da hier – im Gegensatz zu Instagram – nur mit Einzelnen oder in Gruppen Inhalte  ausgetauscht werden. Das eigene Profil beinhaltet nur Bilder und Videos, keine sonstigen Angaben.

Mit der Kartenfunktion „Snap Map“ kann man sehen, wo sich die Kontakte gerade aufhalten. Da man selbst und die Kontakte als Avatare erscheinen, wirkt die “Snap Map” wie ein Spiel.

Was ist problematisch an dem Angebot?

Alle Inhalte auf Snapchat zerstören sich nicht wirklich selbst, sondern man kann sie nach einer bestimmten Zeit nur nicht mehr anschauen. Theoretisch sind sie mit etwas technischem Knowhow auf dem Gerät wieder herzustellen. Man kann auch einfach einen Screenshot eines Bildes machen – darüber wird der Versender des Bildes allerdings informiert. Trotzdem kann es dann problematisch werden, wenn Kinder und Jugendliche sehr persönliche – vielleicht sogar intime – Bilder und Videos von sich versenden und diese eventuell z. B. über Cybermobbing gegen sie verwendet werden.

Durch die Vielzahl der versendeten Inhalte ist die Kontrolle dieser  und der befreundeten Profile schwierig. Kinder und Jugendliche sollten daher genau wissen, wie sie die Melde- und Blockierfunktionen nutzen können. Das ist z. B. im Falle der unerwünschten Kontaktaufnahme besonders sinnvoll. Unter anderem deswegen kann es auch problematisch sein, die Funktion “Snap Map” frei zu geben.

Auch bestimmte Inhalte können für Jugendliche problematisch sein. Das sind nicht nur Bilder und Videos, deren Inhalte für sie nicht geeignet sind, sondern z. B. auch Werbung oder die Snaps von Marken und Produkten.

Was meint der Anbieter?

Wie bei jedem Anbieter müssen sich Nutzende an die Regeln der Plattform halten. Die Nutzung von Snapchat ist dabei nur Jugendlichen ab 13 Jahren erlaubt. Es erfolgt aber keine Prüfung der Angaben.

Generell ist es verboten, nicht jugendfreie Inhalte wie pornografische Bilder zu verbreiten oder zu bewerben. Minderjährige dürfen keine Nacktbilder oder sexuell aufreizende Inhalte von sich posten oder versenden. Sicherheitsprobleme können innerhalb des Sicherheitscenters des Dienstes gemeldet werden. Außerdem ist es möglich andere Nutzer zu blockieren und zu melden.

Snapchat sammelt jede Menge Daten von seinen Nutzern und erläutert das sehr offen in seinen Datenschutzbestimmungen – auch dass Daten teilweise an Dritte weitergegeben werden. Die Daten, die man über Snapchat versendet, werden bei der Übertragung verschlüsselt.

Was sollten Eltern beachten?

Eine gute Übersicht zum sicheren Umgang mit Snapchat findet sich hier.

Wenn Kinder und Jugendliche Snapchat nutzen, sollten Eltern unbedingt besprechen, wer die geteilten Inhalte sehen kann und wer nicht. Gehen Sie gemeinsam die Einstellungen durch! Erklären Sie, dass Bilder vom Empfänger per Screenshot abgespeichert werden können. Es ist dringend zu empfehlen, dass Jugendliche nur Freunde zu ihrer Liste hinzufügen, die sie tatsächlich kennen.

Sprechen Sie auch über die Funktion “Snap Map”: Was bedeutet die Sichtbarmachung des eigenen Standorts, welche Folgen und Risiken gehen damit einher und wird die Funktion überhaupt gebraucht? Das Teilen des Standortes kann auch unbewusst passieren (beim Öffnen der App). Dies kann im sogenannten „Geistmodus“ (Ghost Mode) verhindert werden. Auch kann der App die Berechtigung entzogen werden, auf den Standort zuzugreifen.

MSQRD

Die meisten Jugendlichen machen gern Selfies. Mit der App MSQRD können sie diese mit Filtern hinterlegen und sich somit verkleiden oder maskieren.

Kurz gefasst:

  • Foto- und Video-App für Echtzeit-Gesichtsfilter und Effekte
  • kostenlos, für Android und iOS erhältlich
  • freigegeben ab 6 Jahren
  • Die entstandenen Fotos und Videos können direkt mit Sozialen Netzwerken geteilt werden.
  • Eltern sollten kritisch bei der Veröffentlichung von Fotos, Vidoes oder Livestreams der eigenen Kinder sein und diese zumindest begleiten.

Was ist MSQRD?

MSQRD (Abkürzung steht für Masquerade) ist eine App, mit der sich Filter (Masken) direkt auf das eigene Gesicht übetragen lassen. Man öffnet die App, aktiviert die Selfie-Kamera und sucht sich den passenden Filter aus. Es gibt z. B. 3D-Motive, künstliches Make-up und animierte Filter. Diese reagieren auf verschiedene Bewegungen wie etwa ein Augenzwinkern.

Die entstandenen Fotos können gespeichert oder direkt auf unterschiedlichen Sozialen Netwerken geteilt werden. Hierfür ist keine Anmeldung in der App erforderlich.

Zusätzlich lässt sich in der App ein Facebook-Livestream starten. Hierfür müssen sich Nutzer via Facebook anmelden.

Was fasziniert Kinder und Jugendliche an der App?

Diese Effekte sind spannend und lustig für Kinder. Schon beim Fotografieren können sie sehen, wie die Maske auf ihrem Gesicht aussieht. Da es Filter zu vielen verschiedenen Themen (z. B. Halloween, Tiere, Weihnachten, Filme), wird die App nicht so schnell langweilig.

Das schnelle Teilen über Soziale Netzwerke wie z. B. Instagram ermöglicht den direkten Austausch mit Freunden.

Was ist problematisch an der der App?

Durch die Verknüpfung unterschiedlicher Netzwerke mit der App werden darüber auch personenbezogene Daten unbemerkt weitergegeben. Die Verbreitung von Fotos und Videos kann kaum nachvollzogen werden. Ihnen sollte bewusst sein, dass die Anbieter kostenloser Apps in der Regel mit der Sammlung und Weitergabe von Daten Geld verdienen.

Was sagt der Anbieter?

Der Anbieter schreibt in seinen Datenschutzrichtlinien ganz offen, dass er Informationen, die seine Nutzer bereitsstellen – dazu gehören auch Fotos und Videos – sammelt. Diese werden z. B. für Werbung und Marketing verwendet. Masquerade gehört dem Facebook-Konzern.

Was sollten Eltern beachten?

Mit der App kann man sehen, welche Möglichkeiten es gibt, Fotos zu verändern. Ihr Kind kann sich ausprobieren und Spaß dabei haben. Als Eltern sollten jedoch mehr als kritisch sein, wenn es um die Veröffentlichung der Fotos und Videos auf Sozialen Netzwerken geht. Gerade Kinder sollten hier so wenig wie möglich von sich preisgeben und auch Sie als Eltern sollten im Vorfeld mehrmals überlegen, ob Sie selbst ein Bild Ihres Kindes einstellen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber und überlegen Sie gemeinsam, wo und zu welchem Zweck solche Fotos und Videos in anderen Netzwerken geteilt werden sollten und wer sie dann sehen kann und darf. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, keine persönlichen Daten wie Adresse, vollständiger Name oder Telefonnummer weiterzugeben. Schalten Sie Funktionen wie die Standorterkennung aus, wenn Sie oder Ihr Kind MSQRD nutzt.

Aus diesem Grund ist auch die Teilen- und Live-Video-Funktion nicht für Kinder geeignet. Aber auch Jugendliche sollten genau überlegen, wofür der Livestream genutzt werden soll.

Instagram

Instagram gehört unter Jugendlichen zu den beliebtesten Apps. Dort werden Erlebnisse als Story geteilt, man erfährt, was gerade beim Lieblingsinfluencer los ist, informiert sich über einen Newschannel oder lässt sich einfach unterhalten.

_%_Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=zvLSkQ-yMCo_%_

Kurz gefasst:

  • soziales Netzwerk, das über die kostenlose App genutzt wird
  • Veröffentlichen und Anschauen von Fotos, kurzen Videos und sogenannten Stories
  • Mindestalter: 13 Jahre
  • Gehört zu Facebook
  • Vorsicht: beeinhaltet viel Werbung, Kinder und Jugendliche können mit ungeeigneten Inhalten konfrontiert werden, Daten werden an Facebook weitergegeben

Was ist Instagram?

Instagram oder kurz Insta ist mehr als eine Bilder-Plattform. Im Feed (in der App über das Haus-Symbol zu erreichen) sieht man aktuelle Stories von Nutzerinnen und Nutzern, denen man folgt. Diese verschwinden nach 24 Stunden wieder. Außerdem kann man sich hier ihre neuesten geposteten Fotos und Videos anschauen. Benutzer finden hier eine große Vielfalt an Inhalten: Postings von Stars und Sternchen, zu Marken und Produkten, aktuelle Challenges bis hin zu persönlichen Profilen von Freunden. Sie können mit Likes und Kommentaren darauf reagieren.

Eigene Postings lassen sich mit Filtern, Emojis, Schriftarten usw. direkt in der App bearbeiten. In Bildunterschriften werden die eigenen Fotos und Videos mit einem Hashtag Themen zugeordnet. Unter Instagram Reels (unterhalb des Feeds über das Videosymbol zu erreichen) finden sich Kurzvideos im TikTok-Style.

Was fasziniert Kinder und Jugendliche besonders an Instagram?

Die Beliebtheit von Instagram liegt unter anderem in der Beschränkung auf Fotos und Videos. Verschiedene und kinderleicht zu nutzende Tools helfen dabei, das Beste aus dem eigenen Bild herauszuholen. Gerade Jugendliche wollen sich ins beste Licht rücken und ihre Wirkung auf andere austesten. Außerdem lassen sich mit der App schnell und unkompliziert die schönsten Momente, die man mit Freunden oder der Familie erlebt, dokumentieren und teilen.

Kinder und Jugendliche finden auf Instagram immer neue Inhalte zu ihren Idolen. Sie können quasi rund um die Uhr verfolgen, was diese gerade tun, Bilder kommentieren und liken. Mit Insta lässt sich schnell mal die Wartezeit auf den Bus vertreiben oder man kann unbeobachtet verfolgen, was der Schwarm aus der Nachbarklasse in seiner Freizeit macht.

Was ist problematisch an dem Angebot?

Wenn man sich bei Instagram mit einer E-Mail-Adresse oder via Facebook-Account registriert hat, sind erst einmal alle Informationen für jeden öffentlich sichtbar. Das betrifft z. B. Name, Profilbild und Beschreibung sowie alle geteilten Fotos und Videos. Stellt man seinen Account auf privat, können Bilder nur noch von den eigenen Followern gesehen werden.

Die App ermöglicht sogenanntes Crossposting. Das bedeutet, dass man ein Foto auch auf anderen Netzwerken wie Facebook teilen kann. Das kann schnell auch unbeabsichtigt passieren.

Über die geposteten Beiträge kann Instagram den Standort von Nutzern bestimmen. Privat eingestellte Konten verhindern das. Zu jedem geposteten Bild kann jedoch manuell nachträglich ein Standort hinzugefügt werden.

Auch bestimmte Inhalte können für Jugendliche problematisch sein. Das sind nicht nur Bilder, deren Inhalte für sie nicht geeignet sind, sondern z. B. auch Werbung. Hier spielen Influencer eine besondere Rolle, die Jugendliche nicht immer erkennen.

Die gemeinsame Datenschutzerklärung von Facebook und Instagram, der jeder Nutzer bei der Registrierung zustimmt, erlaubt das Teilen von Nutzerdaten mit anderen Unternehmen der Facebook-Gruppe und mit Dritten.

Was meint der Anbieter?

Das offizielle Mindestalter für die Nutzung von Instagram liegt bei 13 Jahren, es findet jedoch keine wirksame Alterskontrolle statt. Bis Ihr Kind 18 Jahre als ist, müssen Sie der Nutzung zustimmen. Es gibt umfangreiche Nutzungs- und Einstellungshinweise. Bei Handysektor können Sie die Nutzungsbedingungen in Kurzfassung nachlesen.

Was sollten Eltern beachten?

Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, ab welchem Alter und nach welchen Regeln es Instagram nutzen darf. Nicht alle Fotos müssen mit jedem oder auch nur mit Freunden über das Internet geteilt werden!

Besprechen Sie mit Ihrem Kind, sein Profil direkt nach der Registrierung auf privat umzustellen. Dann kann es nur von vorab bestätigten Followern eingesehen werden. Wenn Ihr Kind die Fotos von Instagram auch auf anderen Netzwerken teilen möchte, sollten dort auch die Privatsphäre-Einstellungen angepasst werden.

Zeigen Sie mit Ihrem Kind die Möglichkeit, andere Nutzer zu blockieren oder zu melden. Es sollte wissen, wann es diese Funktionen einsetzen kann und sollte – z. B. wenn Fremde es via Instagram anschreiben oder jemand Ihr Kind in den Kommentaren beleidigt. Instagram kann über die geposteten Beiträge den Standort herausfinden. Ihr Kind sollte wissen, dass dies Risiken mit sich bringt, z. B. dass man von Fremden aufgefunden werden kann.

Bleiben Sie interessiert und fragen Sie regelmäßig nach, wem Ihr Kind auf Instagram folgt. Seien Sie immer ansprechbar, falls es unangenehme Erfahrungen auf der Plattform macht.

Projektpartner
Unterstützer