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Flirten und Dating im Netz

Freundschaften im Leben Ihres Kindes sind wichtig und werden mit der Zeit immer enger. Irgendwann kommt das Verliebtsein dazu und erste Beziehungen werden geführt. Welche Rolle das Smartphone und bestimmte Apps für das Kennenlernen und den regelmäßigen Kontakt spielen, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Welche Apps werden zum Flirten und Kontakthalten genutzt?

Beim Thema Flirten denkt man zuerst an spezielle Dating-Apps. Um Kontakt mit Gleichaltrigen zu halten, nutzen viele Jugendliche aber vor allem die vertrauten Plattformen wie WhatsApp oder Instagram: Man kennt sich aus der Schule oder vom Sportverein. Außerhalb von Schule und Training werden Messenger oder Social-Media-Dienste genutzt, um sich näher kennenzulernen. Man kann z. B. ganz unauffällig verfolgen, was der neue Schwarm bei Instagram postet. Man fühlt sich der ersten Freundin näher, wenn sie abends vor dem Schlafen noch einen lieben Gruß per WhatsApp verschickt.

Dating-Apps oder Online-Singlebörsen werden für Jugendliche nach und nach interessant – etwa ab 14 Jahren. Es gibt allerdings nur wenige Kontaktportale, die sich an Jugendliche richten oder für sie geeignet sind, da sich hier vor allem Personen ab Ende 20 tummeln. Die meisten Communities erlauben die Teilnahme auch erst ab 18 Jahren. Nur wenige Flirtseiten – wie Jappy oder Kwick – bieten ihren Service schon für jüngere Jugendliche an.

Mit Apps wie Tinder, Lovoo usw. soll man Menschen in der Nähe oder mit ähnlichen Interessen kennenlernen. Da sie oft spielerisch aufgemacht sind, sind sie auch für Jugendliche spannend: Man bekommt ein Bild von einer anderen bei der App registrierten Person angezeigt und entscheidet durch einen Wisch nach links oder rechts, ob man sie attraktiv findet. Bei Tinder darf man sich erst anmelden, wenn man mindestens 18 Jahre alt ist. Lovoo ist schon für 16-Jährige erlaubt. Eine Kontrolle, ob man wirklich so alt ist, findet bei diesen Apps allerdings nicht statt.

Welche Risiken gibt es?

Gerade beim Flirten über das Internet ist Vorsicht geboten, weil man sein Gegenüber nicht sieht. Man weiß nicht, ob stimmt, was eine Person über sich schreibt und welche Interessen wirklich dahinterstecken. Jede und jeder kann sich bei einem Portal oder einer Social-Media-Plattform anmelden – ob volljährig oder nicht. Wenn man Kontakt mit Fremden aufnimmt, besteht die Gefahr des Cybergroomings, also das Anbahnen von sexuellen Beziehungen mit Minderjährigen. Lesen Sie dazu mehr in unserem Beitrag.

Wenn Jugendliche anfangen, sich zu verlieben und erste Beziehungen führen (wollen), besteht auch die Gefahr von Sexting und Cybermobbing: Einige Jugendliche lassen sich schnell dazu überreden, freizügige Bilder von sich zu verschicken, ohne sich den Konsequenzen und Gefahren bewusst zu sein.

Worauf sollten Sie und Ihre Kinder achten?

Auch wenn man die Person kennt, mit der man über einen solchen Dienst chattet, sollte man darauf achten, was man schreibt und welche Fotos man von sich verschickt. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, dass Inhalte im Netz auch ungewollt schnell weiterverbreitet werden können.

Egal, welche App Ihr Kind für die Kommunikation nutzt, weisen Sie es auf die Privatsphäre-Einstellungen hin. Am besten gehen Sie diese gemeinsam durch und überlegen, welche Einstellungen sinnvoll sind. Wenn Ihr Kind z. B. Instagram nutzt, sollte es ein privates Profil erstellen, so dass Inhalte nur von Bekannten gesehen werden und Fremde keine Nachrichten schreiben können.

Nutzt Ihr Kind Snapchat? Hier gibt es die spannende Funktion, Fotos zu verschicken, die nach dem Lesen anscheinend automatisch gelöscht und nicht lokal auf dem Gerät des Empfängers oder der Empfängerin gespeichert werden. Aber Vorsicht, denn z. B. ein leichtsinnig verschicktes Bild mit unvorteilhaften oder sexuellen Inhalten könnte vom Gegenüber per Screenshot abfotografiert und später missbraucht werden. Mehr dazu in unserem Beitrag zu Sexting. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über dieses Thema, bevor es eine solche App verwendet.

Achten Sie außerdem darauf, dass die Standort-Funktion von Kommunikations- und Dating-Apps ausgeschaltet ist. Diese ist besonders gefährlich, da fremde (oder unerwünschte) Personen einen aufspüren können.

Bevor sich Ihr Kind mit einer noch unbekannten Person trifft, kann man sich bei einem Telefonat kennenlernen. Um sicherzugehen, dass niemand Böses hinter einem Online-Flirtversuch steckt, sollte man sicherheitshalber mit unterdrückter Nummer anrufen.

Wenn es zu einem Treffen kommen soll, sollte immer eine erwachsene Person Bescheid wissen. Diese kann dann z. B. mit zu dem Treffen kommen und sich im Hintergrund aufhalten. Als Treffpunkt wählt man zur Sicherheit einen öffentlichen Ort, wo sich viele andere Personen aufhalten. Außerdem sollte das Treffen tagsüber stattfinden, wenn es draußen noch hell ist.

Sprechen Sie vor der Nutzung mit Ihren Kindern über die Gefahren und erfragen Sie regelmäßig, welche Portale und Apps Ihr Kind nutzt, was es dort macht oder mit wem es spricht. Generell gilt: Think before you post – Denk nach, bevor du postest! Denn was einmal im Netz ist, bleibt im Netz. Achten Sie als Eltern darauf, was Ihr Kind im Netz veröffentlicht.

Und wenn Ihr Kind nicht mit Ihnen über solche Dinge sprechen möchte, gefällt ihr oder ihm vielleicht die Seite handysektor.de, die viele Themen rund um digitale Medien jugendgerecht behandelt.

 

Hilfe, mein Kind schaut Pornos!

Viele Kinder und Jugendliche kommen im Netz schon früh in Kontakt mit pornografischen Inhalten, zufällig und ohne Absicht genauso wie aus Neugierde und Interesse. Für Eltern kann das erschreckend sein, wenn sie irgendwann mitbekommen, dass ihr Kind Pornos schaut. Warum das nichts Unnormales ist, welche pornografischen Inhalte problematisch sein können und wie Sie damit umgehen sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Während Pornos früher vor allem in speziellen Geschäften oder Videotheken zu finden waren, kommt man heute dank Internet ganz leicht dran. Außerdem wird man nicht gesehen und es kostet nicht unbedingt etwas. Das gilt nicht nur für Erwachsene. Kinder und Jugendliche entwickeln spätestens in der Pubertät eine eigene Sexualität. Dafür suchen sie Orientierung und Vorbilder. Da Sex häufig immer noch ein Tabuthema ist, wird gern die Anonymität des Netzes gesucht. Hier können sie sich unbeobachtet schlau machen, bevor die Sexualität mit anderen ausgelebt wird. Doch es ploppen auch ganz unabsichtlich plötzlich aufreizende Nacktbilder von Männern und Frauen auf dem Handydisplay auf, wenn man eigentlich nur eine Serie gucken möchte oder für die Schule im Netz recherchiert. So können Kinder schon früh damit in Kontakt kommen, obwohl das eigentlich gar nicht passieren dürfte.

Schutz vor Pornografie

In Deutschland gibt es den Jugendmedienschutz mit seinem Auftrag, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren vor Inhalten im Internet zu schützen, die sie gefährden oder in ihrer Entwicklung beeinträchtigen können. Zu diesen Inhalten gehört auch Pornografie. Dabei wird zwischen einfacher und harter Pornografie unterschieden. Von harter Pornografie wird gesprochen, wenn die gezeigten sexuellen Handlungen z. B. in Verbindung mit Gewalt stehen oder wenn es sich um Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen handelt. Diese sind grundsätzlich verboten! Einfache pornografische Inhalte, bei denen der Sex detailliert dargestellt wird, sind in Deutschland erlaubt, wenn der Zugang dazu klar beschränkt ist. Das bedeutet, dass eine Anmeldung zu diesen Seiten nur über ein geregeltes Verfahren möglich ist; z. B. über das Post-Ident-Verfahren, bei dem der Personalausweis bei einer offiziellen Stelle wie einem Postamt vorgelegt werden muss.

Unter 18-Jährige können also nicht so einfach auf Pornoseiten kommen, wenn diese aus Deutschland kommen. Anders sieht es bei Anbietern aus anderen Ländern aus, deren Seiten teilweise frei zugänglich sind. Hinzu kommt, dass sich auf beliebten Plattformen wie YouTube und Instagram auch Fotos und Videos finden, auf denen Menschen mit wenig Kleidung und in erotischen Posen dargestellt sind. Solche Inhalte sind keine Pornografie und deshalb für alle einsehbar. Sie können aber für manche – vor allem jüngere – Kinder trotzdem unangenehm oder sogar verstörend sein.

Warum Pornos problematisch sein können

Gerade für Jugendliche in der Pubertät sind Pornos reizvoll – auch weil sie verboten sind. Sie sind für solche Reize besonders anfällig und begeben sich auf die Suche nach pornografischen Inhalten oder klicken neugierig auf die Seiten, die ihnen zufällig begegnen. Besonders wenn das Thema Sexualität zu Hause ein Tabu ist und sie nicht mit ihren Eltern darüber sprechen möchten, greifen sie auf das zurück, was sie im Netz finden. Und das ist nicht unbedingt altersgerecht.

Die schnelle Verfügbarkeit solcher Inhalte kann besonders anziehend wirken, wenn man z. B. gerade Ablenkung sucht oder vor seinen Alltagsproblemen fliehen möchte. Aus einer Gewohnheit kann bei manchen Jugendlichen Abhängigkeit werden. Außerdem können sich beim regelmäßigen Anschauen von Pornos Vorstellungen von Sex entwickeln, die nicht viel mit der Wirklichkeit zu tun haben. Sex und Pornografie werden mit Liebe und Beziehung gleichgesetzt. Einige Jugendliche bekommen Erwartungen, dass ihr eigenes Liebesleben genauso aussehen muss. Dazu gehört auch die Entwicklung des eigenes Körpers. Das kann Jugendliche stressen, wenn sie selbst sexuell aktiv werden wollen. Oder die Freundin oder der Freund wird unter Druck gesetzt, sich ebenso darzustellen, dabei zu filmen und das Video zu verschicken. Wodurch sie sich dem Risiko des Cybermobbings aussetzen. Mehr zum Thema Sexting erfahren Sie in unserem Beitrag dazu.

Was Sie als Eltern beachten sollten

Sex gehört zu unserem Leben dazu. Tabuisieren Sie das Thema nicht und seien Sie immer offen und gesprächsbereit. Sorgen Sie für eine altersgerechte Aufklärung, wenn Ihr Kind Fragen rund um Liebe und Sexualität stellt.

Begleiten Sie Ihr Kind bei den ersten Schritten im Internet und erklären Sie ihm, dass man auf Inhalte stoßen kann, die unangenehm sind. Sollten bestimmte Seiten unabsichtlich erscheinen, sollte Ihr Kind mit Ihnen darüber reden können. Vor allem jüngere Kinder dürfen mit solchen Erfahrungen nicht allein gelassen werden. Ihre Fantasie spielt verrückt und das Gesehene lässt sich nicht richtig einordnen, weil es nichts mit ihrem eigenen Erfahrungsspektrum zu tun hat.

Nutzen Sie Jugendschutzprogramme und Filtermöglichkeiten Ihres Browsers, Smartphones oder Tablets, so dass jugendgefährdende Inhalte erst gar nicht angezeigt werden. Solche technischen Einstellungen können aber immer nur unterstützen, da sie keinen hundertprozentigen Schutz vor solchen Inhalten bieten. Viel wichtiger ist, dass Ihr Kind weiß, dass es im Netz auch solche Inhalte gibt und es Wege kennt, damit umzugehen. Deshalb sollten Sie immer wieder mit ihm darüber sprechen.

Wenn Kinder älter werden und in die Pubertät kommen, brauchen sie aber auch ihren Freiraum und möchten nicht unbedingt mit den Eltern über die Veränderung ihres Körpers sprechen. Ältere Geschwister können gute Gesprächspartner sein. Außerdem gibt es jugendgerechte Aufklärungsseiten im Netz, wie z. B. Loveline.

Wenn Sie mitbekommen, dass Ihr Sohn oder Ihre Tochter Pornos schaut, sprechen Sie ihn oder sie darauf an, aber verurteilen Sie Ihr Kind nicht. Machen Sie ihm klar, dass Pornografie nicht realistisch ist, sondern sich jemand die “Geschichten” ausgedacht hat. Reine Verbote und Filtermaßnahmen werden vor allem bei Jugendlichen nicht helfen. Sie suchen sich ihre Wege, Pornos zu schauen. Verbote wirken eher noch reizvoller. Deshalb ist ein offener Umgang mit dem Thema Sex wirksamer.

Von A wie Amazon Music bis S wie Spotify – Musik hören über das Internet

Musik über Spotify oder Deezer zu hören anstatt das Radio anzuschalten, ist in vielen Haushalten ganz normal. Auch Kinder und Jugendliche nutzen solche Angebote gern über ihr Smartphone. Der praktische Musikplayer im Hosentaschenformat ist inzwischen ein treuer Begleiter im Alltag geworden. Welche Dienste es gibt und was es zu beachten gilt, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Musikstreaming – was ist das eigentlich?

Viele Kinder kennen gar keine CDs oder MP3-Player mehr. Stattdessen werden Musik und andere Audioinhalte wie z. B. Hörbücher heute über sogenannte Streamingdienste gehört. Die Musik liegt nicht mehr als Datei oder Tonträger vor, sondern man mietet oder abonniert sie, so wie eine Zeitung oder ein Fahrrad.

Man schließt das Abo bei einem bestimmten Anbieter ab. Bezahlt wird nicht für einen einzelnen Song oder ein spezielles Album, sondern dafür, Musik hören zu dürfen. Man greift per Internet und App des Anbieters auf dessen Musikdatenbank zu. So kann man immer aus Millionen von Liedern und anderen Inhalten auswählen, ohne diese kaufen zu müssen. Man kann nach einzelnen Songs suchen, sich ganze Alben eines bestimmten Künstlers anhören, sich thematische Playlists z. B. zum Entspannen anhören oder sich Musik nach den eigenen Vorlieben vorschlagen lassen.

Sobald man das Abo kündigt, kann man nicht mehr auf die Musikstücke zugreifen.

Der richtige Anbieter

Den richtigen Anbieter zu finden, erscheint auf den ersten Blick schwierig. Viele Musikerinnen und Musiker leben von ihren Liedern und stellen sie daher nur in Ausnahmefällen kostenlos zu Verfügung. Deshalb bezahlt man ein Abo. Die meisten Dienste, die Musik kostenlos und ohne Werbeeinblendungen anbieten, missachten also die Rechte der Künstler und sind illegal. Deshalb sollte man besser auf bekannte und vielgenutzte Streamingdienste zurückgreifen.

Das Angebot an Musikstreaming-Diensten ist groß. Welcher Streamingdienst für Ihre Familie der Beste ist, sollten Sie gemeinsam überlegen und austesten: Wie ist das Angebot an Musik und kindgerechten Inhalten? Wie ist die Bedienbarkeit der App und welche Funktionen gibt es? Darf der Dienst etwas kosten und wenn ja, wieviel? Können Sie Werbeeinblendungen zwischen den Musiktiteln akzeptieren? Kann man auch ohne Internetzugang Musik hören? Mit wie vielen Geräten kann man über ein Abo Musik hören?

Wichtig zu wissen!

Beachten Sie, dass jeder Streamingdienst eine Registrierung erfordert. Wenn man einen kostenlosen Account nutzt, wird man immer wieder darauf hingewiesen, ein Upgrade zu machen und muss mit Werbeeinblendungen leben. Wenn Ihr Kind einen solchen Account allein nutzt, sollten Sie es darauf aufmerksam machen, nicht auf solche Hinweise zu klicken.

Für die meisten Dienste gilt: Bei den kostenlosen Accounts gibt es Werbeunterbrechungen, und Songs können nicht einfach übersprungen werden. Musik hören ohne Internetzugang ist nur mit einem Premium-Account möglich.

Die kostenpflichtigen Abos lassen sich über mehrere Geräte nutzen, allerdings nicht unbedingt gleichzeitig. Eine gute Wahl, wenn mehrere Personen einen Account nutzen möchten, sind Familienabos. Damit sind in der Regel mehrere Geräte gleichzeitig über einen Account verbunden und es lassen sich z. B. einzelne Playlisten für jedes Familienmitglied anlegen.

Spotify

Spotify ist einer der bekanntesten Streaming-Anbieter. Er bietet mit einem Umfang von 35 Millionen Titeln eine sehr große Auswahl. Das Angebot kann kostenlos oder ab 9,99 € monatlich genutzt werden. Spotify bietet verschiedene Angebote und Vergünstigungen, z. B. für Familien (Spotify Premium Family). Eine Besonderheit stellen die gut personalisierten Musikvorschläge dar.

Deezer

Auch Deezer bietet bis zu 35 Millionen Titel und kann sowohl kostenlos als auch kostenpflichtig ab 9,99 € monatlich genutzt werden. Bei Deezer gibt es ebenfalls Vergünstigungen für Familien.

Besonders beliebt bei diesem Dienst ist die „Flow“-Option, die stundenlanges und pausenloses Musikhören ermöglicht und sich dabei an den Vorlieben des Nutzers orientiert.

Amazon Music (Unlimited)

Amazon Music Unlimited bietet 40 Millionen Titel. Zugang bekommt man kostenlos nur mit einem Testaccount für 30 Tage. Wer einen Amazon Prime-Account hat oder Amazon Echo nutzt, kann auf einen Teil der Musikdatenbank zugreifen. Vollen Zugriff bekommt man nur mit Music Unlimited für (zusätzlich) 9,99 € im Monat. Wer Musik, Hörbücher oder ähnliches über Amazon kauft, kann sie über die Amazon Music App speichern und hat dann auch offline Zugriff darauf.

Apple Music

Apple Music bietet mit 45 Millionen Titel die größte Auswahl. Der Dienst kann ab 9,99 € monatlich genutzt werden. Weitere Angebote für Familien sind verfügbar. Ein kleiner Nachteil ist, dass die App für Android-Nutzer nur eingeschränkt nutzbar ist.

Soundcloud

Eine Alternative zu den klassischen Musikstreamingdiensten ist Soundcloud. Der Anbieter hat keine Verträge mit den großen Plattenfirmen. Soundcloud richtet sich als Plattform an Künstlerinnen und Künstler, die dort selber ihre Musik veröffentlichen. Deswegen findet man bei Soundcloud eher – aber nicht nur – weniger bekannte Künstler.

Aktuelle Chartmusik ist die Ausnahme. Dennoch bietet der Dienst eine riesige Auswahl an – nach eigenen Angaben über 150 Millionen Titel. Davon kann man einiges mit dem kostenlosen Account hören. Möchte man auf die gesamte Musik zugreifen, zahlt man mit monatlich 5,99 € bis 9,99 € – ähnlich viel wie bei den anderen Musikstreamingdiensten. Eine schöne Sache an Soundcloud ist, dass man hier auch eigene Musikstücke oder Audios hochladen und veröffentlichen kann.

Es gibt was auf die Ohren – Podcasts für Kinder

Während man früher das Radio eingeschaltet hat, um seine Lieblingssendung oder ein Hörspiel zu hören, gibt es heute eine riesige Auswahl an Podcasts im Netz. Und die werden auch bei Kindern und Jugendlichen immer beliebter. Ob spannende und lustige Geschichten, kindgerechte Nachrichten oder Musiksendungen – für jede Nachwuchshörerin und jeden Nachwuchshörer ist etwas dabei.

Podcasts sind Audios oder Videos, die man im Internet abrufen, abonnieren und teilweise auch speichern kann, um sie sich immer wieder anzuhören. Regelmäßig werden neue Folgen veröffentlicht. Viele Podcastformate haben ein großes Oberthema, wie z. B. Sport, Kultur oder Nachrichten. Typisch ist, dass es sich nicht um abgeschlossene Geschichten handelt, sondern es immer neue Fortsetzungen geben kann.

Wo finde ich den passenden Podcast für mein Kind?

Kinder lieben Geschichten und wenn die Eltern keine Zeit zum Vorlesen haben, sind Hörspiele und Hörbücher eine gute Alternative. Je älter sie werden, desto interessanter werden auch andere Podcastformate. Das Angebot im Netz wird immer größer und richtet sich an verschiedene Altersgruppen ab ca. drei Jahren. Man findet Podcasts auf verschiedenen Internetseiten und auf den bekannten Musikstreamingportalen. Es gibt Geschichten von bekannten Medienfiguren wie der “Sendung mit der Maus” und aus Kinderradiosendungen, Märchen und vieles mehr. Da ist es nicht einfach den Überblick zu behalten.

Wenn Sie sich auf den Seiten der öffentlich-rechtlichen Sender umschauen, werden Sie auf eine Menge kindgerechte Podcasts stoßen. Aber auch andere Portale bieten eine gute Auswahl an Podcasts für Kinder. Unsere Empfehlungen:

Sehen Sie sich auch bei Streamingportalen Spotify, Soundcloud, Amazon Prime Music und iTunes um. Sie können sich Podcasts nach Kategorien gefiltert anzeigen lassen.

Achten Sie bei der Auswahl auf die Altersempfehlung. Bisher gibt es keine verpflichtende Alterskennzeichnung wie bei Videos oder Games. Podcasts können quasi von jedem veröffentlicht werden. Deshalb sollten Sie bei der Auswahl sehr sorgfältig sein. Lesen Sie sich die Beschreibung gut durch, um zu entscheiden, ob der Podcasts für Ihr Kind geeignet ist. Um sicher zu gehen, hören Sie sich eine Folge an, bevor Ihr Kind mithört. Prinzipiell sollten Sie die ersten Folgen einer neuen Podcastreihe immer gemeinsam anhören, um einschätzen zu können, ob sie für Ihr Kind geeignet ist. Sprechen Sie danach darüber, was sie gehört haben: Hat es Spaß gemacht, den Podcast zu hören? Hat Ihr Kind alles verstanden? Konnte Ihr Kind etwas Neues lernen? Gibt es etwas, das Ihr Kind verängstigt hat?

Auch für Eltern gibt es übrigens jede Menge Podcasts, die sich rund um Familienthemen drehen. Man kann sie sich aufs Handy spielen oder streamen und z. B. während der Fahrt zur Arbeit anhören.

Warum immer nur Medien anhören oder anschauen… Einen Podcast selber machen, ist einfacher als gedacht. Hier gibt es unsere Anleitung für ein schönes Medienfamilienprojekt.

Online-Casinos – ein Risiko für Jugendliche?

Der Zutritt zu Casinos und die Teilnahme an Glücksspielen sind für Minderjährige in Deutschland nicht gestattet und quasi nicht möglich. Anders sieht es allerdings bei Online-Glücksspielen aus. Der leichte Zugang zum Internet für Kinder und Jugendliche ermöglicht auch den Zugriff auf Tausende von Online-Glücksspielen. Zudem werben beliebte Plattformen wie Twitch für solche Seiten.

Das Online-Glücksspiel ist in Deutschland nur lizenzierten Betrieben, z. B. Lottogesellschaften, gestattet. Online-Casinos erhalten in Deutschland dagegen keine Lizenz – und sind demnach illegal. Da es im Internet allerdings keine wirklichen Ländergrenzen gibt und sich die Anbieter auf das EU-Recht berufen, gibt es solche Angebote trotzdem. Jugendschützer sehen das sehr kritisch, da Jugendliche so dem Risiko der Spielsucht ausgesetzt werden – auch weil bei ihnen beliebte Internetangebote wie Twitch Teil des Systems sind.

Twitch – Die neue Werbeplattform für Online-Glücksspiel?

Auf Twitch übertragen sogenannte Streamer live, wie sie Computerspiele zocken. Einige von ihnen haben über eine Million Follower. Immer mehr Unternehmen nutzen die Spieleplattform, um Werbung zu schalten, da sie hier viele junge Menschen erreichen. Das haben auch die Betreiber von Online-Casinos erkannt. Sie arbeiten mit Streamern zusammen, die auf ihren Seiten Spiele spielen und dies auf Twitch live übertragen. Dabei gewinnen sie unverhältnismäßig oft und erwecken den Eindruck, dass es ganz leicht ist, viel Geld auf diesen Seiten zu gewinnen. Diese Werbung ist allerdings nicht gekennzeichnet – es handelt sich also um Schleichwerbung.

Zu den bekanntesten Streamern von Online-Glücksspielen zählt der YouTuber Montana Black. Er erhielt vom Casino Spielgeld, mit dem er hohe Summen echtes Geld und das Online-Casino neue Kunden gewann. Ein solcher Werbedeal ist für die vor allem minderjährigen Zuschauerinnen und Zuschauer nur schwer zu durchschauen.

Auch wenn das nicht ganz legal ist, kann Twitch das bisher ohne rechtliche Einschränkungen so praktizieren. Die Streaming-Plattform selbst hat ihre Richtlinien trotzdem angepasst:  Das Streaming von Online-Glücksspielen ist auf dreißig Minuten begrenzt und nur nach Mitternacht erlaubt. So möchte Twitch verhindern, zu einer reinen Werbeplattform für sogenannte Gambling Sites (Glücksspiel-Seiten) zu werden. Da Online-Glücksspiele aber eine Spielekomponente haben, will der Anbieter das Übertragen solcher Spiele nicht vollständig verbieten.

Worin besteht für Jugendliche das Risiko?

Das Spielen von Glücksspielen ist für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren generell verboten. Jugendliche sind oft risikobereiter als Erwachsene, können Folgen und Konsequenzen nicht richtig abschätzen. Sie sind besonders gefährdet, glücksspielsüchtig zu werden, auch weil es ihnen schwerfällt, ein Ende beim Spielen zu finden.

Die Live-Übertragung etlicher Online-Glücksspiele auf Twitch macht nicht nur auf die Möglichkeit, im Netz an Glücksspielen teilzunehmen, aufmerksam, sondern führt auch zu einer Verharmlosung des Risikos und einer verzerrten Darstellung der Realität. Twitch wird vor allem von Jugendlichen genutzt, die die Streamer als authentisch wahrnehmen. Auch die Form der dort betriebenen Werbung stellt ein Risiko dar. Ob gekennzeichnet oder nicht, ist sie für Kinder und Jugendliche aufgrund ihrer Unerfahrenheit schwer als solche zu erkennen.

Der Zugang zu Glücksspiel-Plattformen ist für Jugendliche einfacher als zu einer Spielhalle, da man sich bei vielen Online-Casinos mit falschen Angaben registrieren kann. Immerhin ist eine Aktivierung des Kontos in der Regel nur mit einer hinterlegten Kreditkarte und einem Bankkonto möglich. Problematisch wird es aber, wenn Jugendliche Zugriff auf eine Kreditkarte z. B. über ältere Freunde oder Geschwister haben.

Worauf Sie als Eltern achten sollten

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die verschiedenen Arten von Spieleseiten und woran man diese erkennt. Machen Sie deutlich, dass Online-Glücksspiele nicht für Kinder und Jugendliche geeignet und welche Gefahren damit verbunden sind. Sollten Sie selbst solche Seiten nutzen, tun Sie dies nicht im Beisein Ihres Kindes.Darüber hinaus ist es ratsam, Filter einzusetzen, damit Ihr Kind Seiten von Online-Glücksspielen nicht besuchen kann. Achten Sie zudem darauf, dass Ihr Kind keinen Zugriff auf Ihre Kreditkartendaten hat.

Wenn Ihr Kind Twitch nutzt, kennt es möglicherweise auch die Streams von Online-Glücksspielen. Bei Twitch gibt es keine Filter oder Altersbeschränkungen von Streams. Ihr Kind hat also Zugriff auf alle Inhalte. Hinterfragen Sie gemeinsam die Videos der bei ihm oder ihr beliebten Streamer auf Twitch. Wie realistisch ist das mehrmalige Gewinnen von hohen Geldsummen tatsächlich? Wer profitiert schließlich von den Streams?

Auf der Suche nach dem passenden Bild im Netz – Creative Commons

Wenn Ihr Kind zur Schule geht, kennen Sie eine solche Situation wahrscheinlich: ein Referat muss vorbereitet werden. Und das sollte am besten mit vielen Fotos untermalt werden. Also geht es an die Internetrecherche. Die Bildersuche spuckt viele geeignete Fotos zum Thema aus. Doch darf ich die einfach so benutzen?

Urheberrecht und Persönlichkeitsrechte sind zu beachten

Im Netz ist vieles möglich, aber nicht alles was geht, ist auch erlaubt. Das Thema Urheberrecht, d. h. dass die Person, die ein Werk – z. B. ein Bild – geschaffen hat, auch das Recht hat, darüber zu entscheiden, wie es genutzt wird, ist gerade viel diskutiert, weil sich Inhalte im Internet schnell verbreiten und der Urheber nicht immer Einfluss darauf hat. Dabei geht es in erster Linie um das Veröffentlichen, also Weiterverbreiten, von fremden Inhalten.

Wenn man ein Referat für die Schule hält, werden Fotos und Texte von anderen erst einmal “nur” in einem nicht-öffentlichen Raum weitergegeben. Es ist also nicht unbedingt nötig, den Urheber eines Fotos zu fragen, ob man es für sein Referat verwenden darf. Der Lehrerin oder dem Lehrer ist aber wichtig, dass man die Quelle angibt, woher das Foto kommt.

Vielleicht hat man auch selbst Fotos gemacht, die man im Rahmen des Referats zeigen möchte. Wenn auf diesen eine Person abgebildet ist, muss sie vorher gefragt werden, denn sie hat ein Recht darüber zu entscheiden, ob sie fotografiert wird und ob das Foto herumgezeigt wird.

Freie Lizenzen machen freie Nutzung möglich

Wenn das Referat so gut ist, dass es als Artikel auf der Online-Schülerzeitung landet, darf man die dafür benutzten Fotos nicht einfach mitveröffentlichen – auch wenn sie eine Quellenangabe haben. Denn hier greift das Urheberrecht.

Unter den vielen im Internet zu findenden Bildern zu einem Thema gibt es aber mit Sicherheit auch solche, die man frei nutzen darf, weil sie unter einer sogenannten “freien Lizenz” stehen. Am bekanntesten sind die Creative-Commons-Lizenzen (CC). Es gibt Fotografinnen und Fotografen, die ihre Fotos mit der Information veröffentlichen, dass diese unter bestimmten Bedingungen weiterverbreitet werden dürfen. Diese Bedingungen können sein, dass man den Namen des Fotografen oder der Fotografin mit angeben muss und dass man das Bild nicht bearbeiten darf. Welche verschiedenen Lizenzen es gibt, erfahren Sie auf der Website des Projektes Creative Commons.

Gerade Personen, die mit ihren Fotos kein Geld verdienen wollen oder müssen, nutzen solche freien Lizenzen und stellen ihre Bilder gern anderen zur Verfügung. Das ist auch für uns Nutzerinnen und Nutzer eine tolle Sache.

Wenn man selbst Fotos oder andere Inhalte unter einer CC-Lizenz veröffentlichen möchte, kann man selbst entscheiden, welche Bedingungen daran geknüpft sein sollen.

Wo man freie Inhalte findet

Es gibt verschiedene Seiten, auf denen man Inhalte findet, die zur Nutzung und weiteren Veröffentlichung freigegeben sind. Sehr bekannt sind z. B. Flickr und Wikipedia. Aber auch bei Google kann man die Suche mit Hilfe von Filtereinstellungen so beeinflussen, dass nur Bilder unter freier Lizenz angezeigt werden. Allerdings sollte man sich die Informationen zu jedem einzelnen Bild immer genau angucken, um sicher zu sein, dass man es weiterverwenden darf und unter welchen Bedingungen.

Es gibt übrigens nicht nur Fotos und Grafiken unter freier Lizenz, sondern auch Musik oder Geräusche. Eine Übersicht mit Websites finden Sie hier.

Auch wenn es für ein Referat in der Schule nicht unbedingt nötig ist, Bilder zu nutzen, die unter freier Lizenz stehen, sollte man es tun, um sicher zu sein, dass solche Inhalte nicht doch mal weiterverbreitet werden. Außerdem lernt Ihr Kind so etwas über Urheberrechte und die Recherche im Internet.

Discord und Teamspeak – was ist das eigentlich?

Sie selbst nutzen wahrscheinlich WhatsApp oder einen anderen Messenger, um mit Ihrer Familie und Freunden zu schreiben, Emojis und Fotos zu verschicken. Gamer nutzen noch ganz andere Programme, über die sie am Laptop oder mit dem Smartphone während des Spielens mit anderen in Kontakt stehen. Sie heißen Discord oder Teamspeak.

Kurz gefasst:

  • Messenger-Dienste, die vor allem im Gaming-Bereich verwendet werden
  • USK-Altersfreigabe: ab 12 Jahren
  • Teamspeak ist kostenpflichtig, Discord ist in der Basisvariante kostenlos
  • als App oder Browseranwendung nutzbar

Was ist Teamspeak?

Die Plattform gibt es seit dem Jahr 2001. Schon damals wurde sie bei Online-Rollenspielen genutzt. Teamspeak bietet verschiedene Funktionen. Um über Teamspeak zu kommunizieren, verbindet sich jeder Benutzer mit einem Server. Dafür muss man im Regelfall eine monatliche Gebühr zahlen. Spieler können über diese Chat-Software parallel zum Gaming miteinander schreiben und telefonieren. Man kann mit nur einer Person kommunizieren, aber auch in Gruppen miteinander chatten und Dateien austauschen.

Die Teamspeak-App ist kostenpflichtig. Die Nutzung des Webclients kostet nichts. Wenn man ein Spiel auf einem eigenen Server spielen und Teamspeak nutzen möchte, kauft man sich virtuellen Teamspeak-Server.

Was ist Discord?

Discord ist seit dem Jahr 2015 kostenlos für alle Plattformen verfügbar. Das Angebot steht in Konkurrenz zu Teamspeak sowie anderen Betreibern von Kommunikationstools, da sich die Funktionen ähneln. Gerade gaming-interessierte Jugendliche nutzen Discord alternativ zu WhatsApp.

Auch bei Discord steht die parallele Nutzung während des Online-Spielens im Vordergrund. Sie können mit anderen Personen privat und in Gruppen telefonieren und chatten. Auch Videoanrufe und das Verschicken von Emojis sind möglich. Es gibt eine kostenpflichtige Premium-Variante (“Nitro”), die weitere Features bietet und Mediendateien schneller verschickt.

Was fasziniert Jugendliche an dem Angebot?

Das Spielen von Online-Games ist für Kinder besonders reizvoll, wenn es gemeinsam mit Freunden oder anderen Mitspielenden stattfindet. Es macht ihnen Spaß, sich mit anderen zu messen. Da das Spielen meistens alleine vor einem Bildschirm stattfindet, kann der Wunsch entstehen, sich mit anderen austauschen zu wollen. Dafür sind Teamspeak und Discord zwei gute Optionen. Durch die Möglichkeit Kanäle öffentlich oder privat anzulegen, ist Kommunikation auf unterschiedlicher Ebene möglich – zum privaten Austausch ebenso wie zur Information.

Was sollte man bei den Angeboten beachten?

Wenn Ihr Kind Gamer ist und eines der Programme nutzen möchte, sollten Sie gemeinsam entscheiden, welches geeignet ist. Recherchieren Sie zu den beiden Angeboten und probieren Sie diese, wenn möglich, vorher aus. Da beide Angebote persönliche Daten erheben, sollten Sie sich auch über die aktuellen Datenschutzregelungen schlau machen.

Von Discord nimmt man an, dass sich darüber Menschen mit rechtsextremer Gesinnung austauschen. Diese Gefahr sollten Sie im Blick haben, falls Ihr Sohn oder Ihre Tochter das Tool nutzen möchte. Wobei nicht auszuschließen ist, dass auch andere Internetprogramme zu solchen Zwecken genutzt werden.

Was meint der Anbieter?

Discord gibt an, keine Daten an Dritte zu verkaufen. Eine langfristige Datenspeicherung findet nach eigener Aussage nicht statt.

Was sollten Eltern beachten?

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die verantwortungsvolle Nutzung solcher Programme und welche Gefahren damit verbunden sind. Persönliche Daten sollten im Chat nicht an fremde Personen weitergegeben werden. Es ist zudem möglich, mit unbekannten Personen in Kontakt zu kommen. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, dass es sich jederzeit an Sie wenden kann, wenn es dabei mit unangenehmen oder ängstigenden Inhalten in Kontakt kommt.

Gesichtserkennung im Internet – Praktischer Nutzen vs. Privatsphäre

Man kennt es in Deutschland vor allem aus Kriminalfilmen im Fernsehen: Der Zeuge eines Verbrechens schaut sich eine Kartei mit Fotos möglicher Täter durch, um eine Person anhand ihres Gesichts zu identifizieren. In einer solchen Kartei sind die Gesichter von Menschen gespeichert, die schon einmal straffällig wurden. In den USA ist das bereits Realität: Das Gesicht jedes zweiten Erwachsenen ist in staatlichen Datenbanken gespeichert. Und auch in Deutschland breitet sich die Technik immer mehr auf den Alltag vieler Menschen aus. Um in Zukunft Gefährder und Terroristen im öffentlichen Raum identifizieren zu können, wurden z. B. am Berliner Bahnhof Südkreuz zu Testzwecken für einen festgelegten Zeitraum Kameras mit Gesichtserkennungssoftware installiert.

Doch nicht nur staatliche Stellen oder Behörden nutzen die Möglichkeiten der Gesichtserkennung. In immer mehr Bereichen des Alltags findet die Technologie Einzug. So wirbt das Technologieunternehmen Apple bei den neuesten iPhones mit dem Slogan: “Face ID – Dein Gesicht ist dein Passwort”. Per Gesichtsscan können Sie Ihr iPhone entsperren und auch beim Herunterladen von Apps reicht es, sein Gesicht vor das Smartphone zu halten. Dies soll technisch auch funktionieren, wenn man z. B. einen Hut oder eine Sonnenbrille trägt. Das ist praktisch und klingt erstmal auch sehr sicher. Kein lästiges Eintippen von Passcodes oder -mustern mehr. Außerdem ist das eigene Gesicht einzigartig, wie soll also eine fremde Person das Smartphone entsperren können? Es hat sich allerdings gezeigt, dass die Technologie durchaus noch verbesserungswürdig ist. Teilweise konnten andere Familienmitglieder das iPhone aufgrund ähnlicher Merkmale ihrer Gesichter problemlos entsperren.

Auch bei der Google Fotos App kann man theoretisch Bilder nach Personen durchsuchen lassen. Diese Option ist jedoch nicht in allen Ländern möglich. Die Google Bildersuche ermöglicht es zudem, ein Foto dort hochzuladen und die Datenbank nach ähnlichen Fotos zu durchsuchen. Wer die Personen auf den Bildern sind, erfährt man von Google nicht. Diese Informationen kann man aber u. a. auf den Seiten finden, auf denen das Bild eingebunden ist.

Auch beim sozialen Netzwerk Facebook gibt es ein solches Feature, das bei der Veröffentlichung heiß diskutiert wurde. Vielleicht haben Sie einmal die Meldung erhalten, dass Sie auf dem Foto eines anderen Nutzers erkannt wurden? Dann ist die Gesichtserkennung der Plattform bei Ihnen aktiv. Beim Hochladen eines Fotos scannt Facebook das Bild und möchte vom Nutzer wissen, ob es sich um die richtige Person handelt. Auf diese Weise kann man leichter auf Bildern erkannt und markiert werden. Das ist praktisch, jedoch müssen sie für die Nutzung der Funktion auch der Verarbeitung der notwendigen Daten zustimmen. Falls Sie nicht möchten, dass ihre Fotos und Videos zu diesen Zwecken automatisch analysiert und ausgewertet werden, können sie die Gesichtserkennung deaktivieren.

Die Gesichtserkennung kann einen großen Eingriff in die Privatsphäre darstellen. Auf Bildern im Internet erkannt werden zu können bedeutet, dass z. B. auch völlig fremde Personen Ihre Kontaktdaten erhalten, weil Sie unter Umständen im Hintergrund eines fremden Fotos zu sehen sind. Sie sollten sich bewusst sein, dass Sie durch das Nutzen dieses Features ähnlich wie durch Fingerabdrücke Informationen von sich preisgeben, die für jeden Menschen einzigartig sind. Sie können auch nicht verändert werden.

Überlegen Sie sich deshalb gut, an welchen Stellen Sie die Gesichtserkennung verwenden wollen und welche Daten Sie lieber für sich behalten.

Vorbild oder schlechtes Beispiel – wie viel Zeit verbringe ich mit Medien?

Wenn wir Jugendliche an ihren Smartphones sehen, kommt uns schnell der Gedanke: Die starren zu viel auf ihre Displays und reden gar nicht mehr richtig miteinander!
Aber vielleicht haben Sie sich schon mal selbst dabei erwischt, dass Sie das Handy viel zu oft aus der Tasche holen und sich davon ablenken lassen.

Wenn es schon für uns Erwachsene so schwierig ist, unsere Medienzeit im Blick zu behalten, wie sollen es dann unsere Kinder hinbekommen?
Sie können sie dabei mit unseren Tipps unterstützen und dabei auch die eigene Medienzeit im Blick behalten. Es geht dabei nicht darum, Medien zu verbieten. Schließlich erleichtern sie uns viele Dinge und es macht Spaß, sie zu nutzen. Aber zu viel Bildschirmzeit kann auch schädlich sein, z.B. weil man sich zu wenig bewegt. Lesen Sie dazu unseren Beitrag “Wie viel Medienzeit ist gut für mein Kind?”.

Regeln für die Medienzeit gelten für die ganze Familie

Vereinbaren Sie gemeinsam Regeln zu Medienzeiten. Eine gute Sache ist zum Beispiel, dass beim gemeinsamen Essen kein Smartphone erlaubt ist. Das gilt natürlich nicht nur für die Kinder! Da sie sich immer an erwachsenen Vorbildern orientieren, sollten Sie immer mit gutem Beispiel vorangehen. In einigen Familien gibt es ein Regal, in dem jedes Familienmitglied ein Fach für das eigene Smartphone hat.

Überlegen Sie zusammen mit Ihrem Kind, in welchen Situationen sie welche Medien nutzen und warum. Ist das immer sinnvoll oder könnte man stattdessen auch etwas anderes machen, das einem besser tut? Erstellen Sie für sich und Ihr Kind einen Wochenplan, in den Sie die Medienzeiten eintragen. Kommt Ihnen das im Vergleich mit anderen Aktivitäten zu viel vor? Dann können Sie sich gemeinsam Alternativen überlegen.

Je nach Alter sollten Sie zusammen mit dem Kind verabreden, wie viel Zeit am Tag oder in der Woche es mit Medien verbringen darf. Wichtig ist, dass Ihr Kind das auch selbst versteht. So fällt es ihm leichter, solche Zeiten auch einzuhalten.

Wenn Ihr Kind noch jünger ist, können Sie je vereinbarte Medienzeit Murmeln als Hilfe für Ihr Kind einsetzen. Ein Beispiel: Ein zehnjähriger Junge hat pro Woche sieben Stunden Medienzeit und erhält für je 30 Minuten eine Murmel. Bei Verbrauch der Zeit legt man entsprechend viele Murmeln weg. Auch eine Sanduhr kann als Unterstützung dienen.

Medienzeit kontrollieren mit Apps

Es gibt auch Apps, mit denen man die eigene Bildschirmzeit messen und regulieren kann. Sie heißen Quality Time (für Android, kostenlos), Offtime (für Android kostenlos, für iOS ca. 3,- €), App-Detox (für Android, kostenlos), Forest (bei Android kostenlos, mit Werbung und In-App-Käufen, bei iOS 2,29 € mit In-App-Käufen) oder Space (Basisversion kostenlos für Android und iOS). Sie erfassen die Nutzung des Smartphones. Man kann mit ihnen bestimmte Apps deaktivieren oder das ganze Smartphone für eine bestimmte Zeit “lahmlegen”. Die Apps Forest und Space sind eher spielerisch aufgebaut, indem man durch Nichtnutzung des Handys einen Baum wachsen lässt oder sich eine Galaxie aufbaut.

Viele dieser Apps finanzieren sich durch Werbung, was nervig sein kann. Außerdem erfordern einige Apps die Eingabe vieler Daten, um das Smartphone-Verhalten nachvollziehen zu können. Nicht bei allen ist klar, ob die Daten auch für andere Zwecke genutzt werden.

Wenn Sie ein iPhone oder iPad haben, können Sie auch über die „Einstellungen“ die eigene Bildschirmzeit kontrollieren. Sie können sehen, wie lange und womit Sie Ihre Zeit am Smartphone verbracht haben. Es lassen sich Auszeiten planen oder zeitliche Limits für bestimmte Apps festlegen. Hält man das nicht ein oder wird das Zeitlimit erreicht, erscheint auf dem Bildschirm der entsprechende Hinweis und die Frage, ob man noch weitere 15 Minuten ergänzen möchte oder ausnahmsweise „Heute kein Limit“ wählt.

Auch wenn diese digitalen Helfer leicht deaktiviert werden können, sieht man, wie viel Zeit man mit dem Smartphone und bestimmten Apps verbringt. Dies kann helfen, das eigene Verhalten mit dem Smartphone zu überdenken und zu verändern.

Pokémon GO – auf der Jagd nach den Monstern

Auch wenn der Hype um Pokémon GO aus dem Sommer 2016 inzwischen abgeklungen ist, gibt es noch immer viele begeisterte Spieler und immer neue dieser kleinen Monster, genannt Pokémon. Vielleicht kennen Sie Pikachu, Glumanda und Shiggi aus Ihrer eigenen Kindheit – von Sammelkarten oder dem Videospiel.

Kurz gefasst

  • kostenlose Spiele-App, aber In-App-Käufe möglich
  • in vielen Sprachen spielbar; in Deutschland seit Juli 2016
  • verfügbar für die Betriebssysteme iOS und Android
  • Altersempfehlung laut USK ab 6 Jahren, laut iTunes App Store ab 9 Jahren, laut Spieleratgeber NRW ab 12 Jahren

Was ist Pokémon GO?

Bei Pokémon GO wird der Spieler zum Trainer. Er oder sie sammelt Pokémon überall in der Umgebung. Diese werden weiterentwickelt, trainiert und können im Kampf gegeneinander antreten.

Pokemon GO ist eine sogenannte ortsbasierte Spiele-App, die nur mit einer Internetverbindung, eingeschaltetem GPS und Kamerazugriff funktioniert. Auf dem Handydisplay wird die Umgebung als virtuelle Karte angezeigt. Auf dieser erscheinen die kleinen Monster, wenn man sich mit seinem Smartphone (im Freien) bewegt. Außerdem gibt es an manchen Orten sogenannte Pokéstopps, wo man die zum Fangen der Pokémons wichtigen Pokébälle und anderes Zubehör einsammeln kann oder Arenen, in denen Pokémons verschiedener Spieler gegeneinander antreten.

Um bestimmte Pokémons zu finden, muss der Spieler an bestimmte Orte gehen. Denn die zahlreichen und unterschiedlichen Monster sind je nach Stärke und Eigenschaften an verschiedenen Orten anzutreffen.

Was fasziniert Kinder und Jugendliche an Pokémon GO?

Die Verschmelzung von Realität und Spiel begeistert sicherlich nicht nur Kinder und Jugendliche. Computerspielen ist mit Pokémon GO ganz einfach mit dem Smartphone auch draußen und gemeinsam möglich. Man kann das Smartphone jederzeit aus der Tasche holen und nach neuen Monstern in der unmittelbaren Umgebung suchen. Es ist wie eine spannende Schatzsuche oder vertreibt die Langeweile z. B. beim Warten auf den Bus.

Auch die verschiedene Ebenen des Spiels machen es kurzweilig und für Kinder attraktiv: das Sammeln und Weiterentwickeln von Monstern, das Gegeneinander-Kämpfen,  das Miteinander-Messen durch Levelaufstieg, und die ständige Weiterentwicklung des Spiels mit neuen Gadgets und neuen Pokémons.

Was ist problematisch an dem Angebot?

Da unterwegs theoretisch überall Pokémon auftauchen könnten, neigen Nutzer der App dazu, den Blick immer auf das Handydisplay gerichtet zu haben und der Straßenverkehr nicht richtig beachtet wird.

Die App kann auch dazu verleiten, unbekannte Orte alleine aufzusuchen oder bei Nacht loszulaufen, um bestimmte Pokémon zu fangen. Machen Sie hier feste Spielregeln aus. Ihr Kind sollte immer in Begleitung eines befreundeten Spielers auf die Suche gehen und ein Erziehungsberechtigter sollte stets über die besuchten Orte Bescheid wissen.

Da es immer neue Pokémon gibt, endet das Spiel quasi nie. Je mehr und stärkere Pokémon man hat, desto höher ist das eigene Spielerlevel. Spieler, vor allem Kinder und Jugendlichen, vergleichen sich miteinander und wollen besser sein als der andere. Deshalb verleitet die App, immer weiterspielen zu wollen. In den Spielregeln sollten Sie deshalb gemeinsam mit Ihrem Kind festlegen, wie lange und wie oft es die App aufrufen darf.

In Bezug auf den Datenschutz ist Pokémon GO einiger Kritik ausgesetzt. Damit Ihr Kind die App nutzen und auf Pokémon-Suche gehen kann, muss der GPS-Empfang auf dem Smartphone ständig aktiviert sein. Man muss der App viele weitere Berechtigungen erteilen, u. a. den Zugriff auf die SD-Karte und die Kamera. Es ist nicht klar, inwiefern der Hersteller all diese Daten nutzt oder in Zukunft nutzen könnte.

Das Spiel finanziert sich über In-App-Käufe. Man erwirbt virtuelle Poké-Münzen für echtes Geld und kann dafür mehr oder weniger wichtige Gegenstände erhalten. Um Ihr Kind nicht in Versuchung zu bringen, lassen sich In-App-Käufe jedoch durch Sie als Erziehungsberechtigte bei iOS deaktivieren oder bei Android per Passwort schützen. Denn auch ohne diese In-App-Käufe macht das Spiel Spaß!

Das Spiel wurde 2019 von Stiftung Warentest unter die Lupe genommen und als einziges der getesteten Spiele mit der zweitbesten Kategorie „Bedenklich“ bewertet, wohingegen alle anderen ein „Inakzeptabel“ erhielten. Das einzige Problem ist der Datenschutz: Der Name des Mobilfunkanbieters sowie Nutzungsstatistiken werden an Dritte weitergegeben und die Datenschutzerklärung ist für Kinder nicht verständlich.

Was meint der Anbieter?

Auf der offiziellen Webseite des Herstellers und beim Starten der App wird u. a. auf die oben genannten Problematiken hingewiesen und es werden Tipps gegeben (“Sicherheitshinweise zu Pokémon GO”). Außerdem wird Erziehungsberechtigten empfohlen, die Kindersicherung in den Einstellungen von Handys zu nutzen. Hiermit lassen sich Spielzeit und In-App-Käufe einschränken.

Was sollten Eltern beachten?

Ihr Kind möchte unbedingt auf die Jagd nach Pokémon gehen? Hier stehen Sie vor der Aufgabe, einzuschätzen, ob Ihr Kind sich der angesprochenen Risiken bewusst ist. Neben Datenschutzfragen (insbesondere die ständige Standortbestimmung) gehört dazu, ob Ihr Kind das Prinzip der “Erweiterten Realität” (Augmented Reality) – also die Verschmelzung von Realität und Spiel – bereits versteht.

Laden Sie immer nur die Original-App (von Niantic) herunter. Apps von Drittanbietern sind oft mit Schadsoftware infiziert.

Sie als Erziehungsberechtigte müssen für Kinder unter 13 Jahren ein eigenes Kinder-Konto einrichten. Es ist empfehlenswert, einen neuen Account anzulegen und kein vorhandenes Google-Konto zu nutzen.

Entdecken Sie am besten gemeinsam mit Ihrem Kind das Spiel und vereinbaren Sie Regeln für die Spieldauer, den erlaubten Spielradius und In-App-Käufe. Tun Sie sich mit befreundeten Familien zusammen und lassen Sie Ihr Kind nicht alleine losziehen. Vielleicht ist das Spiel eine gute Gelegenheit für einen gemeinsamen Pokémon-Spaziergang an der frischen Luft!

Die Smartwatch als Einstieg in die digitale Welt?

Steht auf dem Wunschzettel Ihres Kindes für den Geburtstag oder Weihnachten eine Smartwatch? Vielleicht ist der Wunsch schon in Erfüllung gegangen, denn in immer mehr Familien gibt es die schlauen Armbanduhren. Das Angebot an Smartwatches wächst und ihr Funktionsumfang auch.

Was ist eine Smartwatch?

Sie sieht aus wie eine digitale Armbanduhr, hat jedoch sehr viel mehr zu bieten. Die Uhr ist eigentlich ein kleiner Computer, der mit dem eigenen Smartphone verbunden wird. Es gibt aber auch Smartwatches, die ohne Smartphone funktionieren. Man kann darauf Textnachrichten lesen, ohne erst nach dem Smartphone in der Tasche kramen zu müssen. Man lässt sich damit zum nächsten Kino navigieren, kann mit der Uhr seine Schritte zählen lassen und vieles mehr. Außerdem verfügt die Uhr über einen Lautsprecher und ein Mikrofon, sodass man auch ohne Smartphone über das Handgelenk telefonieren kann.

Für Kinder gibt es spezielle Smartwatches mit eingeschränktem Funktionsumfang (Textnachrichten senden und empfangen, GPS-Tracking, Lernspiele, Fotofunktion usw.) – mit oder ohne Verbindung zum Internet (über eine integrierte SIM-Karte). Hersteller bewerben diese Uhren als Einstieg in das digitale Leben und als gutes Kommunikationsmittel zwischen Eltern und Kind.

Was macht den Reiz der Smartwatch aus?

Gerade für jüngere Kinder können sie eine praktische Alternative zum Smartphone sein. Die schlauen Uhren sind in der Regel einfach zu bedienen und bieten die wichtigsten Funktionen. Für Kinder steht der Unterhaltungsfaktor im Vordergrund: sie können mit der Uhr spielen oder mit Freunden chatten (sofern es eine SIM-Karte hat und die Eltern die Telefonnummern der Freunde vorab dafür freigegeben haben).

Nicht zu missachten, ist jedoch die mögliche Kontrolle durch die Eltern. Durch die Ortungsfunktion wissen Mama und Papa, wo sich ihr Kind gerade aufhält, es ist jederzeit erreichbar und sie können kontrollieren, mit welchen Personen das Kind kommuniziert. Im Internet surfen ist nicht mit allen Kinder-Smartwatches möglich, da sie nicht zwingend über eine Internetverbindung verfügen. Dies gibt Eltern die Sicherheit, dass ihr Kind auf keine bedenklichen Inhalte stoßen kann.

Was sollte man bei Smartwatches beachten?

Einerseits können die Uhren einen guten Einstieg in die Welt der digitalen Geräte bieten, da sie nicht unbedingt eine Verbindung zum Internet haben müssen, aber für Kinder viele attraktive Funktionen wie Spiele und Kamera mitbringen. Ihr Kind lernt mit einem eigenen Gerät umzugehen, ohne dass es schon ein teures Smartphone sein muss.

Andererseits gibt es Funktionen, die in die Privatsphäre des Kindes eindringen. Die Funktion des GPS-Trackings erscheint auf den ersten Blick sinnvoll. Denn so wissen Sie jederzeit, wo sich Ihr Kind gerade aufhält. Aber Sie sollten sich klarmachen, dass auch Ihr Kind ein Recht auf freie Entfaltung hat – wenn auch in einem geschützten Rahmen. Sich mit dem Älterwerden zunehmend frei zu bewegen und eigene Erfahrungen zu machen, ist wichtig für Ihr Kind. Das Aktivieren der Ortungsfunktion kann einen Übergriff in die Freiheit Ihres Kindes darstellen und zu einem Vertrauensbruch führen. Denken Sie an Ihre eigene Kindheit zurück und schenken Sie Ihrem Kind Vertrauen.

Sollten Sie sich zusammen für die Anschaffung einer Kinder-Smartwatch entscheiden, dann lernen Sie die Uhr gemeinsam mit Ihrem Kind kennen und nehmen Sie die Einstellungen zusammen vor. Die Kontrollfunktionen sollten nur in Notfällen und mit Wissen Ihres Kindes aktiviert werden. Machen Sie sich außerdem zur Datenschutzerklärung, den AGB und den Nutzungsbedingungen schlau! Smartwatches gelten immer mehr als Datenräuber. Hacker können möglicherweise auf einfache Weise Zugriff auf die Uhren erlangen.

Medien selber machen: Tutorials

Wir haben schon über die Beliebtheit von Tutorials bei Kindern und Jugendlichen geschrieben. Den Beitrag finden Sie hier. Es muss nicht dabei bleiben, sich diese Filmchen nur anzuschauen. Man kann sich auch selbst trauen, ein Tutorial zu produzieren.

Tutorials rund um “Medien selber machen”

Kinder und Jugendliche sind neugierig und haben Spaß daran, Neues zu lernen und hinter die Kulissen zu schauen. Sie zu ermutigen, selbst zum Macher von Videos oder Hörspielen zu werden, schult nicht nur die Medienkompetenz Ihres Kindes, sondern auch viele weitere Fähigkeiten wie Kreativität und die Arbeit an einem Projekt. Wer einmal erfährt, welche Arbeit hinter einem Film steckt, schaut anders auf Filme. Gerade in Zeiten von Fake News sensibilisiert es Kinder für einen kritischen Umgang mit Medien. Auf verschiedenen Videoplattformen finden Sie Tutorials, die dabei helfen, ein eigenes (Video-)Projekt umzusetzen. Videoplattformen wie YouTube sind jedoch nicht uneingeschränkt für jüngere Kinder geeignet, weshalb sie in Begleitung der Eltern genutzt werden sollten. Abseits von Videoplattformen finden Sie Tutorials z. B. auch beim Online-Angebot des Bayerischen Rundfunks: So geht Medien.

Tutorials selber machen

Videos selbst zu erstellen, kann viel Spaß machen! Wie auch bei der Produktion von Kinofilmen, muss man bestimmte Schritte beachten

  • Entwickeln Sie zuerst gemeinsam mit Ihrem Kind einen Drehplan, so dass während des eigentlichen Filmdrehs klar ist, was passiert und wer wofür zuständig ist (Kamera, Darsteller, Regie usw.):
    • Am Anfang steht eine gute Idee: Worum soll es im Tutorial gehen? Vielleicht nehmen Sie ein Thema, bei dem sich Ihr Kind und Sie noch nicht so gut auskennen. Durch die intensive gemeinsame Beschäftigung mit einem Thema sind Sie am Ende selbst die Experten.
    • Für das Drehbuch und ggf. eine Unterteilung in Szenen hilft es, die “W”-Fragen zu beantworten: Wer, wo, wie? Warum gibt es dieses Tutorial? Im Drehplan sollten auch organisatorische Dinge aufgeschrieben werden wie Drehorte, Drehzeit, benötigte Ausstattung und Technik.
  • Beim Filmdreh sollten Sie darauf achten, dass Licht und Ton gleichbleibend gut sind und es keine Störungen gibt. Natürlich braucht man auch eine Kamera. Ist keine vorhanden, reicht auch eine Fotokamera oder ein Handy, eventuell mit Stativ, damit die Bilder nicht verwackeln. Am besten sehen und hören Sie sich immer direkt im Anschluss an den Dreh einer Szene an, ob sie gut geworden ist. Gegebenenfalls kann man den Dreh direkt wiederholen.
  • Für den anschließenden Filmschnitt können Sie sich kostenlose Software im Internet herunterladen. In dieser kann man meistens auch Texte, Geräusche, Musik und andere Effekte ergänzen.
  • Zur Veröffentlichung des Videos wählen Sie bestenfalls Plattformen, die für Kinder und Jugendliche geeignet sind wie z. B. JUKI auf Kindersache

Worauf sollte man achten?

Achten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind darauf, keine persönlichen Informationen im Video preiszugeben und nur den Vornamen der Protagonisten zu nennen. Auch Hintergründe können oft Hinweise auf z. B. den Wohnort geben. Alle Personen, die im Video zu sehen sind, sollten ihr Einverständnis zur Veröffentlichung gegeben haben. Bei der Auswahl der Musik ist darauf zu achten, dass sie lizenzfrei zu nutzen ist. Hier gibt es eine Liste mit Webseiten, auf denen man solche Musik finden kann.

“Wie geht das? Dazu gibt es doch bestimmt ein Tutorial!”

Statt in einer Bedienungsanleitung zu blättern, suchen Kinder und Jugendliche lieber das passende Tutorial im Netz. So eine filmische Gebrauchsanleitung gibt es nicht nur für die Bedienung von Geräten, sondern für ganz unterschiedliche Lebensbereiche aus dem Alltag. Es gibt Rezept-Tutorials, in denen vor der Kamera gekocht oder gebacken wird. In anderen Tutorials werden technische Fragen gelöst. Man kann mit solchen Videos neue Sprachen oder ein Instrument spielen lernen und vieles mehr.

Vor allem durch Videoplattformen wie YouTube sind Tutorials bekannt geworden. Typisch für diese Videos ist, dass darin eine Person dem Publikum etwas erklärt – oft indem sie es auch selbst im Video vormacht.
Die Begriffe Tutorial und Erklärvideo werden häufig synonym verwendet. Es gibt aber einen wesentlichen Unterschied: In Tutorials wird etwas vorgemacht, nach dem Motto: “Wie funktioniert etwas?”. Typisch sind Haarstyling- oder Tanz-Tutorials. In Erklärvideos dagegen geht es vor allem um die Frage: “Warum funktioniert etwas auf diese Weise?”.

Tutorials – beliebt bei Groß und Klein

Die hilfreichen Videoanleitungen kann man sich dank Smartphone oder Tablet jederzeit und überall anschauen. In Schritt-für-Schritt-Anleitungen erklären Experten eines bestimmten Fachgebiets auf verständliche Weise ein Thema. Die Videos lassen beliebig oft stoppen und ansehen, was z. B. bei einem Computerspiel, Bastel- oder Beauty-Tutorial praktisch ist. So kann man gleich selbst mitmachen und sich durch das Pausieren für jeden Schritt die Zeit nehmen, die man braucht.

Häufig werden Tutorials von Influencern, also berühmten YouTubern, gemacht. Hierbei, aber auch bei  unbekannteren YouTubern entsteht zwischen YouTuber und Zuschauer während des Tutorials oft eine Beziehung, wodurch das Lernen aufgelockert wird. Der YouTuber erzählt um das Tutorial herum von anderen Dingen, die ihm in den Kopf kommen, schweift vom Thema ab und spricht die Zuschauer oft direkt an (“Hallo ihr Lieben” oder “Du faltest jetzt dieses Blatt nach rechts” oder “Wir gehen jetzt folgendermaßen vor”). Dies passiert oft auf unterhaltsame Art und Weise.

Was sollten Eltern beachten?

Wenn Ihr Kind gerne Tutorials auf Videoplattformen guckt, suchen Sie mal gemeinsam nach Videos. Vielleicht gibt es auch hilfreiche Videos zum Lernen oder Ideen für die Freizeitgestaltung, z. B. Bastelideen oder Tricks mit dem Roller.

Lassen Sie sich zeigen, welche Videos Ihr Kind gern schaut und fragen Sie nach, was sie oder ihn daran fasziniert. Es gibt viele Tutorials, die anscheinend typische Rollenbilder widerspiegeln: YouTuberinnen machen Beauty-Tutorials, männliche YouTuber Tutorials zu Computerspielen, sogenannte Let’s Plays. Das ist ein guter Anlass, um überholte Rollenklischees zu sprechen.

Man sollte sich klar machen, dass die Ersteller von Tutorials nicht immer echte Experten sind und man die Videos und ihre Inhalte überprüfen sollte. In den Kanalinfos erfährt man meistens etwas mehr zu den Machern und kann so die Qualität besser einschätzen.
Sollte etwas einmal nach dem Schauen eines Tutorials immer noch nicht klappen, liegt dies nicht gezwungenermaßen an Ihrem Kind – möglicherweise hat sich auch der Macher des Tutorials geirrt.

Videoplattformen wie YouTube sollten Sie zuerst gemeinsam nutzen, da Ihr Kind hier schnell auf beängstigende oder verstörende Inhalte stoßen kann. Für jüngere Kinder empfehlen wir Einstellungsmöglichkeiten wie den “Eingeschränkten Modus” oder die App YouTube-Kids. Wenn Ihr Kind die Risiken im Netz kennt und sich darin Ihrer Meinung nach bewusst bewegt, sollten Sie ihm auch den Freiraum geben, selbstständig online zu sein.

So schützen Sie die Daten Ihres Kindes

In den letzten zwei Jahren gab es vermehrt sogenannte Datenschutzskandale: 2018 wurde zum Beispiel über Cambridge Analytica bekannt, dass die Daten vieler Facebook-Nutzer über eine App gesammelt und an Dritte verkauft wurden. Anfang 2019 kam heraus, dass private Datensätze von hunderten Politikern und Prominenten gestohlen und veröffentlicht wurden. Wahrscheinlich haben mangelnde Sicherheitsvorkehrungen der Betroffenen den Diebstahl der Datensätze möglich gemacht. Damit Sie sich und Ihr Kind besser schützen können, finden Sie hier verschiedene Tipps:

Datenschutz

Der beste Schutz der eigenen Daten ist die datensparsame Nutzung von Medien. Überlegen Sie sich gut, welche Daten Sie im Netz von sich und Ihren Kindern preisgeben. Ohne, dass Ihr Kind etwas bemerkt, hinterlässt es durch die Benutzung eines Messengers und anderer Apps sowie durch das Surfen im Netz Datenspuren. Erklären Sie, dass WLAN, Bluetooth und die GPS-Ortung standardmäßig ausgeschaltet bleiben und nur aktiviert werden sollen, wenn es unbedingt notwendig ist – z. B. wenn Ihr Kind den Weg zu einem bestimmten Ort mit Hilfe einer Karten-App sucht. So vermeiden Sie, dass Apps ohne Grund den Standort Ihres Kindes ermitteln sowie den Austausch von Daten mit anderen Geräten und Netzwerken.

Passwortschutz

Das Handy Ihres Kindes sollte nur nach Eingabe eines Codes (PIN, Wischcode o. Ä.) zu benutzen sein, damit keine Fremden an die Daten herankommen. Richten Sie mit Ihrem Kind gemeinsam ein sicheres Passwort ein. Das gilt auch für die Registrierung bei Social Media-Diensten und Apps. Sichere Passwörter bestehen aus mindestens zwölf Zeichen und enthalten neben Buchstaben auch Sonderzeichen und Zahlen. So lernt Ihr Kind, das eigene Smartphone sicher vor dem Gebrauch Unbefugter zu schützen. Sie sollten sichergehen, dass neben Ihrem Kind mindestens auch ein Elternteil die Kombination zur Bildschirmentsperrung und das Passwort kennt. Tipps zur Erstellung von sicheren Passwörtern gibt es z. B. bei Handysektor.

Zwei-Faktor-Authentisierung

Bei der Zwei-Faktor-Authentisierung wird neben einem Passwort noch eine weitere Bestätigung benötigt. Das kann z. B. ein Zahlencode sein, den Sie über eine App auf dem Smartphone angezeigt bekommen. Zugriff hat so nur die Person, die sowohl das Passwort kennt als auch im Besitz Ihres Smartphones ist. An den zusätzlichen Schritt gewöhnt man sich schnell und die zusätzliche Sicherheit lohnt sich.

Verschlüsselung

Wenn eine Nachricht verschlüsselt wird, kann der Inhalt nicht mehr gelesen werden. Erst mit dem passenden Schlüssel kann die Nachricht wieder hergestellt werden. Man kann das mit einem Brief vergleichen, der mit einem Schloss versehen ist. Nur die Person mit dem richtigen Schlüssel kann den Brief öffnen, um zu lesen was darin steht. Wenn eine dritte Person die Nachricht in die Hände bekommt, kann sie mit der Nachricht ohne Schlüssel also gar nichts anfangen. Deshalb ist es sinnvoll, Dienste zu verwenden, die mit einer Verschlüsselung arbeiten. Bei Websites lässt sich an der Adresse erkennen, ob die Verbindung verschlüsselt ist. Immer wenn hinter dem „http“ ein „s“ steht (also „https://…) bedeutet das, dass die Verbindung sicher ist. Mehr zu Verschlüsselung können Sie hier nachlesen.

Was können Sie noch für eine sichere Smartphone-Nutzung Ihres Kindes tun?

Smartphones bringen einige Funktionen mit, um das Chatten, Surfen im Netz und die Nutzung von Apps für Ihr Kind sicherer zu gestalten. Dennoch ersetzen diese Einstellungen am Gerät oder auch Jugendschutz-Apps nicht die Begleitung durch Sie als Eltern. Ihr Kind sollte immer verstehen, warum gewisse Webseiten oder Apps gesperrt oder die GPS-Ortung deaktiviert bleiben sollte. Orientieren Sie sich bei der Kontrolle und Sicherheit außerdem immer am Alter und der Entwicklung Ihres Kindes. Jugendliche können besser und selbstständiger einschätzen, wie sie Geräte und die eigenen Daten schützen als Kinder mit dem ersten eigenen Handy. Greifen Sie besonders bei Jugendlichen nicht zu stark in die Privatsphäre Ihres Kindes ein. Versuchen Sie aber immer im Gespräch mit Ihrem Kind zu bleiben und als Ansprechperson bei Fragen oder Unsicherheiten da zu sein. Hier finden Sie noch weitere Tipps, wie Sie das Smartphone Ihres Kindes sicherer machen.

Mein Kind will eine Spielkonsole – was nun?

Zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen oder Weihnachten steht auf der Wunschliste von Kindern oft eines: eine neue Spielekonsole. Vielleicht fühlen Sie sich wie viele Eltern aufgrund des Überangebots überfordert und stehen vor der Frage, was man bei einer möglichen Anschaffung beachten sollte.

Was genau sind Spielekonsolen überhaupt?

Als begeisterter Gamer ist die richtige Spielkonsole für bestimmte Spiele das A und O. Mittlerweile gibt es ein großes Angebot an verschiedenen Spielkonsolen und es stellt sich die Frage, worin sie sich unterscheiden.

Eine stationäre Konsole (z.B. PlayStation 4, XBOX) besteht aus der Konsole selbst (zu vergleichen mit einem Minicomputer) und einem Steuerungsgerät (Controller). Die Konsole schließt man an einen Fernseher oder Monitor an und schon kann losgespielt werden. Stationäre Geräte sind unter anderem deshalb so beliebt, weil viele Spiele exklusiv für bestimmte Konsolen entwickelt werden. Außerdem bieten sie mehr Funktionen als das reine Spielvergnügen – Mit aktuellen Geräten können Sie auch im Internet surfen, Musik hören oder Filme schauen.

Bei tragbaren Konsolen (z.B. Nintendo DS, Sony PlayStation Portable) steckt bereits alles in einem Gerät, so dass auch unterwegs gespielt werden kann. Auf Busfahrten, der Autofahrt zu den Großeltern aber natürlich auch auf längeren Reisen kann gespielt werden, so lange der Akku hält. Tragbare Konsolen haben meist eine schwächere Leistung, sind aber im Vergleich zu stationären Konsolen günstiger. Eine Konsole, welche die Vorteile von stationären Geräten mit denen von tragbaren zu verbinden versucht, ist die Nintendo Switch. Sie kann an einen Fernseher angeschlossen werden und hat zwei Controller mit denen gespielt werden kann. Gleichzeitig hat sie einen eigenen Bildschirm, so dass sie auch unterwegs voll einsatzfähig ist.

Was sollten Eltern beachten?

Wenn Sie sich zusammen mit Ihrem Kind für den Kauf einer Spielkonsole entscheiden, gibt es einige Dinge zu beachten.

Machen Sie sich mit den Jugendschutzeinstellungen der jeweiligen Konsole vertraut und nutzen Sie diese. Viele Konsolen bieten zudem ein “Parental Control”-System an, also eine Art Kindersicherung, mithilfe derer nur für das jeweilige Alter des Kindes geeignete Spiele gespielt und Filme angesehen werden können. Wenn Sie überlegen, ein Spiel für Ihr Kind zu kaufen, achten Sie unbedingt auf die Altersfreigabe des Spiels. Auf www.usk.de/titelsuche/ können Sie gezielt nach der Freigabe eines bestimmten Spiels suchen. Überlegen Sie sich auch, ob sie die Konsole mit dem Internet verbinden möchten. Manche Spiele lassen sich mittlerweile nur noch mit bestehender Internetverbindung spielen, so dass Sie zuvor überlegen sollten, ob ein Spiel sinnvoll ist. Da technische Lösungen jedoch keinen 100% Schutz bieten, tauschen Sie sich auch stets mit Ihrem Kind über das Spielerlebnis aus. Lassen Sie sich Lieblingsspiele zeigen und spielen Sie doch auch mal eine Runde mit! Legen Sie auch zusammen mit Ihrem Kind Regeln wie Zeitbegrenzungen beim Spielen fest.

Erkundigen Sie sich nach den Preisen für verschiedene Konsolen. Je nach Art und Ausstattung der Konsole, gibt es große Unterschiede bei den Preisen. Je nachdem, was und wie Ihr Kind spielt, können Sie oft auch auf günstige oder gebrauchte Modelle zurückgreifen. Tragbare Konsolen sind zumeist nicht aktualisierbar, was heißt, dass die Veröffentlichung einer neueren Version bei Ihrem Kind den Wunsch auslösen kann, diese auch zu besitzen. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Kind und denken Sie darüber nach Ihr Kind an den Kosten zu beteiligen (zum Beispiel mit einem kleinen symbolischen Betrag der vom Taschengeld abgeht).

Am besten ist es, wenn Sie für die Konsole Ihres Kindes das heimische WLAN verwenden. So vermeiden Sie unnötige Kosten beim Surfen über das Handynetz und haben mehr Möglichkeiten, Einfluss auf die Nutzungszeiten zu nehmen (dies sollte jedoch immer in Absprache mit Ihrem Kind passieren und kann niemals die Begleitung der Mediennutzung ersetzen).

Mehr Informationen über die einzelnen Spielekonsolen und das Aktivieren der Jugendschutzeinstellungen finden Sie hier:

 

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