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Smartphone-Inhalte mit der Familie teilen

Sie möchten in einem gemeinsamen Familien-Account auf verschiedenen Geräten Apps, Musik und Fotos miteinander teilen? Dafür können sie die Familienfreigabe von Apple oder die Familienmediathek von Google verwenden. So können Sie Kosten sparen und gleichzeitig mitbestimmen, welche Apps Ihre Kinder nutzen. Das klingt erst einmal praktisch, es gibt allerdings auch einiges zu bedenken.

Mit der Familienfreigabe oder Familienmediathek können Sie:

Medien und Apps gemeinsam nutzen: Alle von Ihnen gekaufte Apps sind für alle Familienmitglieder verfügbar. Auch Fotos, Musik, Videos, Bücher sowie Filme und Serien können miteinander geteilt werden. Es ist außerdem möglich, den eigenen Standort für andere freizugeben.

der App-Nutzung Ihres Kindes zustimmen: Sie können sowohl mit einem Familienaccount Genehmigungen von Erwachsenen aktivieren. Wenn Ihr Kind eine App herunterladen möchte, werden Sie oder andere Erziehungsberechtigte um eine Bestätigung gebeten.

Beschränkungen für App- und In-App Käufe einrichten: In der Google-Familiengruppe können Sie In-App-Käufe für unter 18-Jährige einschränken. Mit der Apple-Bildschirmzeit können Sie weitere Beschränkungen für Ihre Kinder einrichten. Sie sollten die Einstellungen erneuern, wenn eine App neu heruntergeladen wird. Vergessen Sie dabei nicht mit Ihrem Kind zu besprechen, was sie oder er schon selbst entscheiden kann und was noch nicht und stellen Sie gemeinsam Regeln für die Mediennutzung auf.

Eine Familie einrichten

Sowohl auf iOS-Geräten als auch auf Android-Geräten mit Google können sich Erziehungsberechtigte und ihre Kinder als Familie registrieren:

iOS: Auf dem iPhone, iPad oder MacBook können bis zu sechs Familienmitglieder hinzugefügt werden, wenn diese über eine Apple-ID verfügen. Das Mindestalter zur Erstellung einer eigenen Apple-ID ist 13 Jahre. Als Elternteil haben Sie aber die Möglichkeit, eine oder mehrere Kinder-IDs einzurichten. Außerdem können Sie als Organisator der Familiengruppe weitere Erziehungsberechtigte bestimmen.

Android: Auf Android-Geräten können Sie im Google Play Store unter “Konto” eine Familiengruppe mit bis zu fünf Mitgliedern erstellen und verwalten. Bei Kindern unter dem 13. Lebensjahr können nur Sie als Eltern ein Google-Konto für Ihr Kind anlegen. Alle Familienmitglieder müssen sich über den Play Store für die Familiengruppe registrieren. Sie können als Administrator Familienmitglieder einladen und diese verwalten.

Wie Sie die Familienfreigabe auf iOS und die Familienmediathek bei Android aktivieren und weitere Einstellungen vornehmen können, finden Sie auf DeinHandy-Magazin und auf den Hilfeseiten von Google und Apple.

Was ist zu beachten?

Die Familienmediathek von Google bzw. die Familienfreigabe von Apple ist kostenlos, Sie “zahlen” jedoch teilweise mit Ihren persönlichen Daten. Einige Daten sind sinnvoll und notwendig, um die Funktionen nutzen zu können, andere nicht. Nutzen Sie deshalb die möglichen Einstellungen zum Datenschutz. Laut Google werden die Daten der Kinder nicht für personalisierte Werbung genutzt oder an Dritte weitergegeben.

Wenn Sie z. B. Ihren Standort innerhalb der Familie freigeben, sollte Ihnen bewusst sein, dass damit auch das Unternehmen Ihren Alltag und den Ihrer Kinder auf Schritt und Tritt mitverfolgen kann. Überlegen Sie gemeinsam, wann es sinnvoll ist, bestimmte Funktionen wie die Standortfreigabe zu nutzen und wann sie deaktiviert bleiben sollte, falls Sie einen gemeinsamen Familienaccount nutzen möchten.

Ohne die Hinterlegung einer Zahlungsmethode ist die Funktion der Familienfreigabe oder der Familienmediathek nicht möglich. Seien Sie sich bewusst, dass Apple und Google damit Zugriff auf ggf. Ihre Kreditkarte, Ihr Kaufverhalten und das Onlineverhalten aller Familienmitglieder hat.

Wenn Sie in Ihrer Familie Geräte mit unterschiedlichen Betriebssystemen verwenden, ist das Verwenden die Familienfunktion schwieriger. Auf einem iPad und iPhone können Sie sich über den Internetbrowser in Ihrem Google Play-Konto einloggen und unter “Familiengruppe” Einstellungen vornehmen. Da Android-Geräte mit Google keine Apple-ID haben, kann die Apple Familienfreigabe mit dem Gerät nicht verbunden werden.

Die vorgestellten Funktionen können praktisch sein, greifen aber auch in die Privatsphäre von Ihnen und Ihren Kindern ein. Überlegen Sie genau, ob sie solche Hilfen benötigen, oder ob Sie über Gespräch und klare Regeln auch eine sichere Handynutzung Ihres Kindes erreichen können.

Einkaufen per Mausklick – Schnäppchenangebote im Netz

In vielen Familien ist die Woche streng durchgeplant mit Kindergarten, Schule, Arbeit, Arztterminen, Sport und und und. Da bleibt manchmal kaum Zeit für anderes. Umso praktischer, wenn man Dinge von zu Hause aus erledigen kann, wie zum Beispiel Online-Shopping. Einkaufen über das Internet ist äußerst beliebt und gehört zum Alltag vieler Menschen. Klar, gemütlich von der Couch aus und ohne Menschengedränge lassen sich die Geschenke für Weihnachten viel entspannter besorgen als in überfüllten Einkaufszentren. Vor allem in den Wochen und Tagen vor Feiertagen locken Online-Händler mit Angeboten und Rabatten.

Ihr Kind wächst mit der Selbstverständlichkeit auf, dass Produkte mit einem Mausklick über das Internet bestellt werden können. Vor allem für Jugendliche ist es sehr verlockend und einfach, eigenständig Bestellungen abzusenden. Dabei haben sie aber nicht unbedingt ein Gefühl dafür, dass Geld ausgegeben wird, weil sie es nicht in der Hand haben. Das ist bei In-App-Käufen nicht anders als beim Online-Shopping. Als Eltern sollten Sie mit Ihrem Kind darüber sprechen, dass man auch übers Internet bewusst einkaufen und einige Dinge beachten sollte.

Geschäftsfähigkeit von Kindern

Nur wer volljährig ist, ist auch vollständig geschäftsfähig. Das bedeutet, dass Kinder unter 18 Jahren nur im Rahmen ihres Taschengeldes einkaufen und Verträge abschließen dürfen. Mehr Informationen darüber gibt die Verbraucherzentrale.
Um online einkaufen zu können, braucht man neben einem Konto beim jeweiligen Shop häufig eine Kreditkarte oder ein Paypal-Konto. Dazu muss man aber ebenfalls volljährig sein. Seiten wie Amazon u. ä. prüfen das Alter bei der Anmeldung aber nicht sicher nach. Sie sollten also darauf achten, dass Ihr Kind keinen Zugriff auf Ihre Kreditkartendaten hat. Auch wenn Ihr Sohn oder Ihre Tochter online auf Rechnung bestellt, ist die Bestellung – also der Kaufvertrag – nur rechtsverbindlich, wenn Sie sie vorher oder nachträglich genehmigt haben.

Informieren Sie Ihr Kind darüber. Am besten ist es, wenn Sie nur gemeinsam im Internet einkaufen.

Vermeintliche Schnäppchen-Angebote

Gerade vor Feiertagen wie Weihnachten oder an speziellen Aktionstagen wie dem Black Friday locken Online-Händler mit Sonderangeboten zu unterschiedlichen Produkten. Oft wird mit Tricks gearbeitet, z. B. wird dem Sonderpreis die unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) des Herstellers gegenübergestellt, die allerdings selten von einem Händler verlangt wird. Durch zeitlich begrenzte Sonderrabatte wird der Verbraucher unter Druck gesetzt, sofort kaufen zu müssen. Vor allem Kinder und Jugendliche könnten sich von diesen Angebotsfristen stark beeinflussen lassen.

Außerdem gibt es immer mehr unseriöse und betrügerische Online-Shops, die kaum von echten Shops zu unterscheiden sind. Nehmen Sie solche Anbieter genau unter die Lupe und recherchieren Sie Erfahrungen anderer Kunden. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, so dass es, sobald es alt genug ist, nicht auf Betrüger hereinfällt. Denn schnell kann ein Einkauf bei einem Fake-Shop zu einer Abzockfalle mit finanziellen Verlusten werden. Tipps, wie man Fake-Shops erkennt, gibt es ebenfalls bei der Verbraucherzentrale.

Bewusstsein schaffen

Nur weil Online-Shopping so einfach und schnell geht, heißt es nicht, dass alles über das Internet bestellt werden muss. So können die Batterien auch im Supermarkt oder das Buch in der Buchhandlung um die Ecke gekauft werden. Machen Sie Ihrem Kind bewusst, dass hinter jeder Bestellung ein langer Zustellprozess steht. Das bedeutet nicht nur viel Aufwand für viele Menschen, sondern ist bei vielen Bestellungen auch schlecht für die Umwelt. Bestellen Sie nur die Ware und die Menge, die Sie benötigen, um überflüssige Lieferungen und aufwendige Retouren zu vermeiden. Weiterhin ist es wichtig, dass Ihr Kind lernt, sich nicht von Rabatten und Schnäppchen-Angeboten locken zu lassen. Vor jedem Kauf sollte sich daher die Frage gestellt werden, ob die angebotenen Produkte wirklich gebraucht werden.

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