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MSQRD

Die meisten Jugendlichen machen gern Selfies. Mit der App MSQRD können sie diese mit Filtern hinterlegen und sich somit verkleiden oder maskieren.

Kurz gefasst:

  • Foto- und Video-App für Echtzeit-Gesichtsfilter und Effekte
  • kostenlos, für Android und iOS erhältlich
  • freigegeben ab 6 Jahren
  • Die entstandenen Fotos und Videos können direkt mit Sozialen Netzwerken geteilt werden.
  • Eltern sollten kritisch bei der Veröffentlichung von Fotos, Vidoes oder Livestreams der eigenen Kinder sein und diese zumindest begleiten.

Was ist MSQRD?

MSQRD (Abkürzung steht für Masquerade) ist eine App, mit der sich Filter (Masken) direkt auf das eigene Gesicht übetragen lassen. Man öffnet die App, aktiviert die Selfie-Kamera und sucht sich den passenden Filter aus. Es gibt z. B. 3D-Motive, künstliches Make-up und animierte Filter. Diese reagieren auf verschiedene Bewegungen wie etwa ein Augenzwinkern.

Die entstandenen Fotos können gespeichert oder direkt auf unterschiedlichen Sozialen Netwerken geteilt werden. Hierfür ist keine Anmeldung in der App erforderlich.

Zusätzlich lässt sich in der App ein Facebook-Livestream starten. Hierfür müssen sich Nutzer via Facebook anmelden.

Was fasziniert Kinder und Jugendliche an der App?

Diese Effekte sind spannend und lustig für Kinder. Schon beim Fotografieren können sie sehen, wie die Maske auf ihrem Gesicht aussieht. Da es Filter zu vielen verschiedenen Themen (z. B. Halloween, Tiere, Weihnachten, Filme), wird die App nicht so schnell langweilig.

Das schnelle Teilen über Soziale Netzwerke wie z. B. Instagram ermöglicht den direkten Austausch mit Freunden.

Was ist problematisch an der der App?

Durch die Verknüpfung unterschiedlicher Netzwerke mit der App werden darüber auch personenbezogene Daten unbemerkt weitergegeben. Die Verbreitung von Fotos und Videos kann kaum nachvollzogen werden. Ihnen sollte bewusst sein, dass die Anbieter kostenloser Apps in der Regel mit der Sammlung und Weitergabe von Daten Geld verdienen.

Was sagt der Anbieter?

Der Anbieter schreibt in seinen Datenschutzrichtlinien ganz offen, dass er Informationen, die seine Nutzer bereitsstellen – dazu gehören auch Fotos und Videos – sammelt. Diese werden z. B. für Werbung und Marketing verwendet. Masquerade gehört dem Facebook-Konzern.

Was sollten Eltern beachten?

Mit der App kann man sehen, welche Möglichkeiten es gibt, Fotos zu verändern. Ihr Kind kann sich ausprobieren und Spaß dabei haben. Als Eltern sollten jedoch mehr als kritisch sein, wenn es um die Veröffentlichung der Fotos und Videos auf Sozialen Netzwerken geht. Gerade Kinder sollten hier so wenig wie möglich von sich preisgeben und auch Sie als Eltern sollten im Vorfeld mehrmals überlegen, ob Sie selbst ein Bild Ihres Kindes einstellen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber und überlegen Sie gemeinsam, wo und zu welchem Zweck solche Fotos und Videos in anderen Netzwerken geteilt werden sollten und wer sie dann sehen kann und darf. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, keine persönlichen Daten wie Adresse, vollständiger Name oder Telefonnummer weiterzugeben. Schalten Sie Funktionen wie die Standorterkennung aus, wenn Sie oder Ihr Kind MSQRD nutzt.

Aus diesem Grund ist auch die Teilen- und Live-Video-Funktion nicht für Kinder geeignet. Aber auch Jugendliche sollten genau überlegen, wofür der Livestream genutzt werden soll.

Instagram

Instagram gehört zu den beliebtesten Apps unter Jugendlichen. Hier werden Erlebnisse als Story geteilt oder man verfolgt den Alltag seines Lieblingsinfluencers.

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Kurz gefasst:

  • Soziales Netzwerk, das über die kostenlose App genutzt wird
  • Veröffentlichen und Anschauen von Fotos, kurzen Videos und sogenannten Storys
  • Mindestalter: 13 Jahre
  • Gehört zu Facebook
  • Vorsicht: Inhalte können teilweise für Kinder und Jugendliche ungeeignet sein. Account-Informationen und geteilte Inhalte sind standardmäßig für alle sichtbar

Was ist Instagram?

Instagram ist eine Social-Media-Plattform zur Veröffentlichung von Fotos und kurzen Videos. Mit Filtern, Emoticons, Schriftarten usw. lassen sich Fotos und Videos bearbeiten. In Bildunterschriften werden die eigenen Fotos mit einem Hashtag Themen zugeordnet.

Benutzer finden hier eine große Vielfalt an Inhalten. Von Profilen von Stars und Sternchen, über Marken und Produkte bis zu persönlichen Profilen von Freunden.

Was fasziniert Kinder und Jugendliche besonders an dem Angebot?

Die Beliebtheit von Instagram liegt unter anderem in der Beschränkung auf Fotos und Videos. Eigene Bilder lassen sich mit den vielen Filtern kinderleicht verändern. Überbelichtete Aufnahmen, Polaroid-Optik, quadratisches Format und viele andere Tools helfen dabei, das Beste aus dem eigenen Bild herauszuholen. Gerade Jugendliche wollen sich ins beste Licht rücken. Es gilt für sie oft, ihre Wirkung auf andere zu testen.

Außerdem finden Kinder und Jugendliche auf Instagram immer neue Inhalte zu ihren Idolen. Sie können quasi rund um die Uhr verfolgen, was diese gerade tun, Bilder kommentieren und liken. Mit Insta – wie Jugendliche sagen – lässt sich schnell mal die Wartezeit auf den Bus vertreiben oder man kann unbeobachtet verfolgen, was der Schwarm aus der Nachbarklasse in seiner Freizeit macht.

Was ist problematisch an dem Angebot?

Wenn man sich bei Instagram mit einer E-Mail-Adresse registriert hat, sind erstmal alle Informationen für jeden öffentlich sichtbar. Das betrifft z. B. Name, Profilbild und Beschreibung sowie alle geteilten Fotos und Videos. Stellt man seinen Account auf privat, können Bilder nur noch von den eigenen Followern gesehen werden.

Die App ermöglicht sogenanntes Crossposting. Das bedeutet, dass man ein Foto auch auf anderen Netzwerken wie Facebook via Instagram teilen kann. Das kann schnell auch unbeabsichtigt passieren.

Über die geposteten Beiträge kann Instagram den Standort von Nutzern bestimmen. Privat eingestellte Konten verhindern dies, zu jedem geposteten Bild kann jedoch manuell nachträglich ein Standort hinzugefügt werden.

Auch bestimte Inhalte können für Jugendliche problematisch sein. Das sind nicht nur Bilder, deren Inahlte für sie nicht geeignet sind, sondern z. B. auch Werbung. Hier spielen Influencer eine besondere Rolle, die Jugendliche nicht immer erkennen.

Was meint der Anbieter?

Das offizielle Mindestalter für die Nutzung von Instagram liegt bei 13 Jahren, es findet jedoch keine wirksame Alterskontrolle statt. Es finden sich umfangreiche Nutzungs- und Einstellungshinweise.

Die gemeinsame Datenschutzerklärung von Facebook und Instagram, der jeder Nutzer bei der Registrierung zustimmt, erlaubt das Teilen von Nutzerdaten mit anderen Unternehmen der Facebook-Gruppe und mit Dritten.

Was sollten Eltern beachten?

Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, ab welchem Alter und nach welchen Regeln es Instagram nutzen sollte. Nicht alle Fotos müssen mit jedem oder auch nur mit Freunden über das Internet geteilt werden!

Erwägen Sie, das Profil Ihres Kindes gleich nach der Registrierung auf privat umzustellen. Dann können nur vorab bestätigte Follower das Profil Ihres Kindes einsehen. Wenn Ihr Kind die Fotos von Instagram auch auf anderen Netzwerken teilen möchte, dann sollten dort auch die Privatssphäreeinstellungen angepasst werden.

Zeigen Sie mit Ihrem Kind die Möglichkeit, andere Nutzer zu blockieren oder zu melden. Es sollte wissen, wann es diese Funktionen einsetzen kann und sollte, z. B. wenn Fremde es via Instagram anschreiben oder jemand Ihr Kind in den Kommentaren beleidigt.

Instagram kann über die geposteten Beiträge den Standort herausfinden. Ihr Kind sollte wissen, dass dies Risiken mit sich bringt, z. B. dass man von Fremden aufgefunden werden kann.

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