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Flirten und Dating im Netz

Freundschaften im Leben Ihres Kindes sind wichtig und werden mit der Zeit immer enger. Irgendwann kommt das Verliebtsein dazu und erste Beziehungen werden geführt. Welche Rolle das Smartphone und bestimmte Apps für das Kennenlernen und den regelmäßigen Kontakt spielen, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Welche Apps werden zum Flirten und Kontakthalten genutzt?

Beim Thema Flirten denkt man zuerst an spezielle Dating-Apps. Um Kontakt mit Gleichaltrigen zu halten, nutzen viele Jugendliche aber vor allem die vertrauten Plattformen wie WhatsApp oder Instagram: Man kennt sich aus der Schule oder vom Sportverein. Außerhalb von Schule und Training werden Messenger oder Social-Media-Dienste genutzt, um sich näher kennenzulernen. Man kann z. B. ganz unauffällig verfolgen, was der neue Schwarm bei Instagram postet. Man fühlt sich der ersten Freundin näher, wenn sie abends vor dem Schlafen noch einen lieben Gruß per WhatsApp verschickt.

Dating-Apps oder Online-Singlebörsen werden für Jugendliche nach und nach interessant – etwa ab 14 Jahren. Es gibt allerdings nur wenige Kontaktportale, die sich an Jugendliche richten oder für sie geeignet sind, da sich hier vor allem Personen ab Ende 20 tummeln. Die meisten Communities erlauben die Teilnahme auch erst ab 18 Jahren. Nur wenige Flirtseiten – wie Jappy oder Kwick – bieten ihren Service schon für jüngere Jugendliche an.

Mit Apps wie Tinder, Lovoo usw. soll man Menschen in der Nähe oder mit ähnlichen Interessen kennenlernen. Da sie oft spielerisch aufgemacht sind, sind sie auch für Jugendliche spannend: Man bekommt ein Bild von einer anderen bei der App registrierten Person angezeigt und entscheidet durch einen Wisch nach links oder rechts, ob man sie attraktiv findet. Bei Tinder darf man sich erst anmelden, wenn man mindestens 18 Jahre alt ist. Lovoo ist schon für 16-Jährige erlaubt. Eine Kontrolle, ob man wirklich so alt ist, findet bei diesen Apps allerdings nicht statt.

Welche Risiken gibt es?

Gerade beim Flirten über das Internet ist Vorsicht geboten, weil man sein Gegenüber nicht sieht. Man weiß nicht, ob stimmt, was eine Person über sich schreibt und welche Interessen wirklich dahinterstecken. Jede und jeder kann sich bei einem Portal oder einer Social-Media-Plattform anmelden – ob volljährig oder nicht. Wenn man Kontakt mit Fremden aufnimmt, besteht die Gefahr des Cybergroomings, also das Anbahnen von sexuellen Beziehungen mit Minderjährigen. Lesen Sie dazu mehr in unserem Beitrag.

Wenn Jugendliche anfangen, sich zu verlieben und erste Beziehungen führen (wollen), besteht auch die Gefahr von Sexting und Cybermobbing: Einige Jugendliche lassen sich schnell dazu überreden, freizügige Bilder von sich zu verschicken, ohne sich den Konsequenzen und Gefahren bewusst zu sein.

Worauf sollten Sie und Ihre Kinder achten?

Auch wenn man die Person kennt, mit der man über einen solchen Dienst chattet, sollte man darauf achten, was man schreibt und welche Fotos man von sich verschickt. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, dass Inhalte im Netz auch ungewollt schnell weiterverbreitet werden können.

Egal, welche App Ihr Kind für die Kommunikation nutzt, weisen Sie es auf die Privatsphäre-Einstellungen hin. Am besten gehen Sie diese gemeinsam durch und überlegen, welche Einstellungen sinnvoll sind. Wenn Ihr Kind z. B. Instagram nutzt, sollte es ein privates Profil erstellen, so dass Inhalte nur von Bekannten gesehen werden und Fremde keine Nachrichten schreiben können.

Nutzt Ihr Kind Snapchat? Hier gibt es die spannende Funktion, Fotos zu verschicken, die nach dem Lesen anscheinend automatisch gelöscht und nicht lokal auf dem Gerät des Empfängers oder der Empfängerin gespeichert werden. Aber Vorsicht, denn z. B. ein leichtsinnig verschicktes Bild mit unvorteilhaften oder sexuellen Inhalten könnte vom Gegenüber per Screenshot abfotografiert und später missbraucht werden. Mehr dazu in unserem Beitrag zu Sexting. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über dieses Thema, bevor es eine solche App verwendet.

Achten Sie außerdem darauf, dass die Standort-Funktion von Kommunikations- und Dating-Apps ausgeschaltet ist. Diese ist besonders gefährlich, da fremde (oder unerwünschte) Personen einen aufspüren können.

Bevor sich Ihr Kind mit einer noch unbekannten Person trifft, kann man sich bei einem Telefonat kennenlernen. Um sicherzugehen, dass niemand Böses hinter einem Online-Flirtversuch steckt, sollte man sicherheitshalber mit unterdrückter Nummer anrufen.

Wenn es zu einem Treffen kommen soll, sollte immer eine erwachsene Person Bescheid wissen. Diese kann dann z. B. mit zu dem Treffen kommen und sich im Hintergrund aufhalten. Als Treffpunkt wählt man zur Sicherheit einen öffentlichen Ort, wo sich viele andere Personen aufhalten. Außerdem sollte das Treffen tagsüber stattfinden, wenn es draußen noch hell ist.

Sprechen Sie vor der Nutzung mit Ihren Kindern über die Gefahren und erfragen Sie regelmäßig, welche Portale und Apps Ihr Kind nutzt, was es dort macht oder mit wem es spricht. Generell gilt: Think before you post – Denk nach, bevor du postest! Denn was einmal im Netz ist, bleibt im Netz. Achten Sie als Eltern darauf, was Ihr Kind im Netz veröffentlicht.

Und wenn Ihr Kind nicht mit Ihnen über solche Dinge sprechen möchte, gefällt ihr oder ihm vielleicht die Seite handysektor.de, die viele Themen rund um digitale Medien jugendgerecht behandelt.

 

Mein Freund, der Influencer – Kinder und Jugendliche und ihre Beziehung zu Stars

Erinnern Sie sich, wie Sie früher mit der Hauptfigur Ihrer Lieblingsserie mitgelitten haben, wenn sie etwas Schreckliches erlebt hat? Ist es so, dass der Nachrichten-Sprecher Sie jeden Abend um die gleiche Uhrzeit begrüßt und Sie innerlich zurückgrüßen? Bei Ihrem Kind ist es vielleicht die Influencerin, der mit dem Smartphone kurz vor dem Schlafengehen noch ein Besuch abgestattet wird, um “Gute Nacht!” zu sagen. All dies sind Beispiele für sogenannte „Parasoziale Beziehungen“, die jeder von uns eingeht.

Was macht Beziehungen zu Stars aus?

Typisch für diese Art von Beziehung ist, dass sie immer einseitig sind und die Beziehung imaginär bleibt. Sie ist also nicht wie eine Eltern-Kind-Beziehung, in der beide Seiten aktiv sind und man sich mal in den Arm nehmen kann. Ein emotionales Band, so wie z. B. bei der Serienfigur oder dem liebsten Nachrichtensprecher, ist trotzdem da. Früher kannte man das vor allem vom Fernsehen, heute spielt das Internet eine große Rolle – vor allem bei Kindern und Jugendlichen.

Influencer lassen ihr Publikum oft aktiv an ihrem Leben teilhaben – über Videos, Instagram-Stories oder Live-Chats können Teenager ihrem Idol ganz nahe sein. Es werden auch private Informationen gepostet. Zum Beispiel ließ Bibi ihre Follower an der Geburt ihres Kindes teilhaben. Durch diese scheinbare Nähe entsteht auf der Seite ihrer Follower oft ein Gefühl von Freundschaft.

Vor allem für Jugendliche sind solche parasozialen Beziehungen auch hilfreich: Gerade in der Pubertät können sie bei Unsicherheit als Vorbild dienen. Sie können helfen, die eigene Identität zu finden und zu festigen. Und sie können eine Orientierungshilfe sein, auch bei ernsten Themen wie der ersten Liebe, die ihre Kinder vielleicht nicht so gerne mit den eigenen Eltern besprechen wollen.

Man sollte allerdings darauf achten, dass sich Kinder und Jugendliche nicht in diese Medienwelt und ihre Figuren flüchten und keine “echten” sozialen Beziehungen mehr aufbauen, denn die Interaktion mit “echten” Personen – Familienangehörigen und Gleichaltrigen – ist wichtig für die Entwicklung.

Worauf sollten Eltern achten?

Eine parasoziale Beziehung ist etwas total Normales. Wichtig ist, dass Ihrem Kind klar ist, dass diese Beziehungen keinen Ersatz für Freundschaften darstellen. Außerdem sollte ein kritischer Blick auf die liebsten Social-Media-Stars nie fehlen. Hier kommen Sie als Elternteil ins Spiel – zeigen Sie Interesse an den Vorbildern Ihrer Kinder, und diskutieren Sie die positiven und negativen Seiten dieser Beziehungen. Und wenn es Ihnen schwerfällt, die parasoziale Beziehung Ihres Kindes zu einem Internet-Star nachzuempfinden – erinnern Sie sich an Ihre eigene Jugend und Ihre eigenen Idole. Wie haben Sie sich damals gefühlt?

Das Internetphänomen Memes

Wahrscheinlich sind Ihnen solche Bilder im Internet schon begegnet, vielleicht auch ohne dass Sie es wussten: Memes. Das sind meistens Bilder, auf denen ein lustiger Text steht. Man findet sie z. B. bei Facebook oder bekommt sie per WhatsApp geschickt. Vor allem bei jungen Menschen sind Memes beliebt, weil sie meistens witzig sind und schnell mit anderen geteilt werden können.

Was steckt dahinter und was begeistert Kinder und Jugendliche daran?

Ein Bild (oder auch ein Video oder Filmausschnitt) wird zu einem Meme, weil man es aus einem anderen Zusammenhang kennt und das Bekannte mit einem neuen Text kombiniert wird. Das heißt, witzig sind Memes vor allem dann, wenn man weiß, wie das Bild im Original aussieht oder woher es ist. Der Spruch zu einem Meme ist oft ironisch. Hinter einem Meme steckt eine bestimmte Idee, die von anderen immer wieder aufgegriffen und angepasst wird.

Memes werden geteilt, um Gefühle auszudrücken, aber auch um zu aktuellen (politischen) Ereignissen Stellung zu nehmen. Man lässt z. B. bekannte historische Figuren wie Goethe oder Napoleon oder Figuren aus Filmen und Zeichentrick Dinge sagen, die mit der Gegenwart und Realität zu tun haben.

Das Besondere an Memes ist, dass dieselben Bilder immer wieder verwendet und mit einem neuen Text versehen werden. Ein bekanntes Beispiel ist „Futurama Fry“. Darauf zu sehen ist die Figur Fry aus der Cartoonserie Futurama, wie er die Augen zusammenkneift. Benutzt wird das Bild meistens, um auszudrücken, dass man sich mit etwas nicht sicher ist. In diesem Beispiel ist Fry sich nicht sicher, ob er sein Passwort oder seinen Benutzernamen falsch eingegeben hat: Not sure if wrong password/or wrong username (Nicht sicher, ob das falsche Passwort/oder der falsche Benutzername).

Auf der Seite memegenerator.net kann man sich angucken, wie viele Memes es zu einem bestimmten Bild gibt. Bei Futurama Fry sind es schon mehr als 1,8 Millionen. Auf der Seite lassen sich auch eigene Memes basteln.

Wenn Sie stattdessen etwas über die Entstehung eines bestimmten Memes erfahren wollen, lohnt sich ein Blick auf die Seite knowyourmeme.com, eine Art Wikipedia für Memes. Leider ist die Seite bisher nur in englischer Sprache verfügbar. Das hängt auch damit zusammen, dass die meisten Memes auf Englisch sind.

Mit Bildern kommunizieren ist gerade für Jugendliche typisch. Nachrichten schreiben ohne Emojis ist nicht vorstellbar. Bildkommunikation ersetzt teilweise das geschriebene Wort. Dazu kommt, dass Kinder gerne Witze machen, lachen und Spaß haben. Memes kombinieren diese Vorlieben und sie sind schnell verschickt.

Wenn Memes missbraucht werden

Möglich sind Memes, weil es das Internet und digitale Medien so einfach machen, Bilder zu finden und zu bearbeiten. Gleichzeitig kann es auch dazu führen, dass damit verbundene Rechte missachtet waren. Der Urheber eines Bildes wird nicht gefragt, ob man es nutzen, verändern und veröffentlichen darf. Oder abgebildete Personen haben nicht zugestimmt, dass ein Bild von ihnen im Internet verbreitet werden darf. Leider entsteht für manche Leute der Witz eines Memes dadurch, dass die dargestellte Person vorgeführt wird, z. B. weil sie ein sichtbares Handicap hat. Wenn ein solches Meme viral geht, also immer wieder verändert und geteilt wird, wird diese Person möglicherweise immer mit diesem negativen Zusammenhang verbunden.

Gerade die Viralität, also die schnelle und weite Verbreitung solcher Memes, machen sich auch Menschen mit extremen politischen Ansichten zunutze, um ihre Meinung auf witzige Weise in die Welt zu tragen. Das spricht gerade junge Menschen besonders an, ohne dass sie genau darüber nachdenken, welche möglicherweise populistische und extremistische Aussage hinter einem Meme steckt.

Aber auch Menschen, die sich gegen Extremismus und Hate Speech im Netz stark machen, versuchen Memes zu nutzen, um diesen Personen etwas entgegenzusetzen. Eine Sammlung von Memes zum Kontern von extremen poltischen Ansichten gibt es auf der Seite no-hate-speech.de.

In einem Bildungsprojekt haben Jugendliche selbst Memes erstellt. Die können Sie sich hier anschauen und selbst Memes basteln: https://www.bildmachen.net/hall-of-meme/

Wenn Sie und Ihre Kinder selbst gern Memes anschauen und teilen, hinterfragen Sie den Inhalt auch mal. Erstellen Sie gemeinsam lustige Memes, denn das fördert die Kreativität und Auseinandersetzung mit Bildern und Texten.

Gesichtserkennung im Internet – Praktischer Nutzen vs. Privatsphäre

Man kennt es in Deutschland vor allem aus Kriminalfilmen im Fernsehen: Der Zeuge eines Verbrechens schaut sich eine Kartei mit Fotos möglicher Täter durch, um eine Person anhand ihres Gesichts zu identifizieren. In einer solchen Kartei sind die Gesichter von Menschen gespeichert, die schon einmal straffällig wurden. In den USA ist das bereits Realität: Das Gesicht jedes zweiten Erwachsenen ist in staatlichen Datenbanken gespeichert. Und auch in Deutschland breitet sich die Technik immer mehr auf den Alltag vieler Menschen aus. Um in Zukunft Gefährder und Terroristen im öffentlichen Raum identifizieren zu können, wurden z. B. am Berliner Bahnhof Südkreuz zu Testzwecken für einen festgelegten Zeitraum Kameras mit Gesichtserkennungssoftware installiert.

Doch nicht nur staatliche Stellen oder Behörden nutzen die Möglichkeiten der Gesichtserkennung. In immer mehr Bereichen des Alltags findet die Technologie Einzug. So wirbt das Technologieunternehmen Apple bei den neuesten iPhones mit dem Slogan: “Face ID – Dein Gesicht ist dein Passwort”. Per Gesichtsscan können Sie Ihr iPhone entsperren und auch beim Herunterladen von Apps reicht es, sein Gesicht vor das Smartphone zu halten. Dies soll technisch auch funktionieren, wenn man z. B. einen Hut oder eine Sonnenbrille trägt. Das ist praktisch und klingt erstmal auch sehr sicher. Kein lästiges Eintippen von Passcodes oder -mustern mehr. Außerdem ist das eigene Gesicht einzigartig, wie soll also eine fremde Person das Smartphone entsperren können? Es hat sich allerdings gezeigt, dass die Technologie durchaus noch verbesserungswürdig ist. Teilweise konnten andere Familienmitglieder das iPhone aufgrund ähnlicher Merkmale ihrer Gesichter problemlos entsperren.

Auch bei der Google Fotos App kann man theoretisch Bilder nach Personen durchsuchen lassen. Diese Option ist jedoch nicht in allen Ländern möglich. Die Google Bildersuche ermöglicht es zudem, ein Foto dort hochzuladen und die Datenbank nach ähnlichen Fotos zu durchsuchen. Wer die Personen auf den Bildern sind, erfährt man von Google nicht. Diese Informationen kann man aber u. a. auf den Seiten finden, auf denen das Bild eingebunden ist.

Auch beim sozialen Netzwerk Facebook gibt es ein solches Feature, das bei der Veröffentlichung heiß diskutiert wurde. Vielleicht haben Sie einmal die Meldung erhalten, dass Sie auf dem Foto eines anderen Nutzers erkannt wurden? Dann ist die Gesichtserkennung der Plattform bei Ihnen aktiv. Beim Hochladen eines Fotos scannt Facebook das Bild und möchte vom Nutzer wissen, ob es sich um die richtige Person handelt. Auf diese Weise kann man leichter auf Bildern erkannt und markiert werden. Das ist praktisch, jedoch müssen sie für die Nutzung der Funktion auch der Verarbeitung der notwendigen Daten zustimmen. Falls Sie nicht möchten, dass ihre Fotos und Videos zu diesen Zwecken automatisch analysiert und ausgewertet werden, können sie die Gesichtserkennung deaktivieren.

Die Gesichtserkennung kann einen großen Eingriff in die Privatsphäre darstellen. Auf Bildern im Internet erkannt werden zu können bedeutet, dass z. B. auch völlig fremde Personen Ihre Kontaktdaten erhalten, weil Sie unter Umständen im Hintergrund eines fremden Fotos zu sehen sind. Sie sollten sich bewusst sein, dass Sie durch das Nutzen dieses Features ähnlich wie durch Fingerabdrücke Informationen von sich preisgeben, die für jeden Menschen einzigartig sind. Sie können auch nicht verändert werden.

Überlegen Sie sich deshalb gut, an welchen Stellen Sie die Gesichtserkennung verwenden wollen und welche Daten Sie lieber für sich behalten.

“Wie geht das? Dazu gibt es doch bestimmt ein Tutorial!”

Statt in einer Bedienungsanleitung zu blättern, suchen Kinder und Jugendliche lieber das passende Tutorial im Netz. So eine filmische Gebrauchsanleitung gibt es nicht nur für die Bedienung von Geräten, sondern für ganz unterschiedliche Lebensbereiche aus dem Alltag. Es gibt Rezept-Tutorials, in denen vor der Kamera gekocht oder gebacken wird. In anderen Tutorials werden technische Fragen gelöst. Man kann mit solchen Videos neue Sprachen oder ein Instrument spielen lernen und vieles mehr.

Vor allem durch Videoplattformen wie YouTube sind Tutorials bekannt geworden. Typisch für diese Videos ist, dass darin eine Person dem Publikum etwas erklärt – oft indem sie es auch selbst im Video vormacht.
Die Begriffe Tutorial und Erklärvideo werden häufig synonym verwendet. Es gibt aber einen wesentlichen Unterschied: In Tutorials wird etwas vorgemacht, nach dem Motto: “Wie funktioniert etwas?”. Typisch sind Haarstyling- oder Tanz-Tutorials. In Erklärvideos dagegen geht es vor allem um die Frage: “Warum funktioniert etwas auf diese Weise?”.

Tutorials – beliebt bei Groß und Klein

Die hilfreichen Videoanleitungen kann man sich dank Smartphone oder Tablet jederzeit und überall anschauen. In Schritt-für-Schritt-Anleitungen erklären Experten eines bestimmten Fachgebiets auf verständliche Weise ein Thema. Die Videos lassen beliebig oft stoppen und ansehen, was z. B. bei einem Computerspiel, Bastel- oder Beauty-Tutorial praktisch ist. So kann man gleich selbst mitmachen und sich durch das Pausieren für jeden Schritt die Zeit nehmen, die man braucht.

Häufig werden Tutorials von Influencern, also berühmten YouTubern, gemacht. Hierbei, aber auch bei  unbekannteren YouTubern entsteht zwischen YouTuber und Zuschauer während des Tutorials oft eine Beziehung, wodurch das Lernen aufgelockert wird. Der YouTuber erzählt um das Tutorial herum von anderen Dingen, die ihm in den Kopf kommen, schweift vom Thema ab und spricht die Zuschauer oft direkt an (“Hallo ihr Lieben” oder “Du faltest jetzt dieses Blatt nach rechts” oder “Wir gehen jetzt folgendermaßen vor”). Dies passiert oft auf unterhaltsame Art und Weise.

Was sollten Eltern beachten?

Wenn Ihr Kind gerne Tutorials auf Videoplattformen guckt, suchen Sie mal gemeinsam nach Videos. Vielleicht gibt es auch hilfreiche Videos zum Lernen oder Ideen für die Freizeitgestaltung, z. B. Bastelideen oder Tricks mit dem Roller.

Lassen Sie sich zeigen, welche Videos Ihr Kind gern schaut und fragen Sie nach, was sie oder ihn daran fasziniert. Es gibt viele Tutorials, die anscheinend typische Rollenbilder widerspiegeln: YouTuberinnen machen Beauty-Tutorials, männliche YouTuber Tutorials zu Computerspielen, sogenannte Let’s Plays. Das ist ein guter Anlass, um überholte Rollenklischees zu sprechen.

Man sollte sich klar machen, dass die Ersteller von Tutorials nicht immer echte Experten sind und man die Videos und ihre Inhalte überprüfen sollte. In den Kanalinfos erfährt man meistens etwas mehr zu den Machern und kann so die Qualität besser einschätzen.
Sollte etwas einmal nach dem Schauen eines Tutorials immer noch nicht klappen, liegt dies nicht gezwungenermaßen an Ihrem Kind – möglicherweise hat sich auch der Macher des Tutorials geirrt.

Videoplattformen wie YouTube sollten Sie zuerst gemeinsam nutzen, da Ihr Kind hier schnell auf beängstigende oder verstörende Inhalte stoßen kann. Für jüngere Kinder empfehlen wir Einstellungsmöglichkeiten wie den “Eingeschränkten Modus” oder die App YouTube-Kids. Wenn Ihr Kind die Risiken im Netz kennt und sich darin Ihrer Meinung nach bewusst bewegt, sollten Sie ihm auch den Freiraum geben, selbstständig online zu sein.

Faszination Vlogging – YouTube-Stars ganz privat?

„Crazy Shopping mit Shirin“, „Meine Freundin” oder „Ein Tag – fünf Looks“ – Das sind Titel sogenannter Vlogs bekannter YouTuber. Alle haben mindestens eine Million Aufrufe und sind bei ihren Abonnenten sehr beliebt. Vielleicht schaut auch Ihr Kind regelmäßig die Vlogs seiner Lieblings-YouTuber. Aber was sind eigentlich diese Vlogs und wieso sind sie für viele Kinder und Jugendliche so spannend?

Was ist ein Vlog?

Vlog – das ist zunächst eine Zusammensetzung aus den Wörtern Video und Blog. Bei Blogs handelt es sich um öffentliche Websites, die in regelmäßigen Abständen tagebuchartig von sogenannten Bloggern mit Texten gefüllt werden. Meist behandeln diese ein bestimmtes Thema, das die Blogger selber betrifft. Interessierte können Texte kommentieren und mit den Bloggern in Kontakt treten.

Das Bloggen wird auch von vielen YouTubern betrieben – dann allerdings als eine Art Video-Tagebuch, bei denen die Zuschauer einen ganzen Tag oder sogar eine längere Reise ihrer Stars miterleben können. Auch die Vlogs drehen sich oft um bestimmte Themen, so gibt es Beauty-Vlogs, Gaming-Vlogs oder Reise-Vlogs.

Warum sind Vlogs bei jungen Zuschauern so beliebt?

Die Themen der Vlogger sind für Jugendliche besonders interessant. Vlogs bieten ihnen einerseits die Möglichkeit, etwas über ganz alltägliche Fragen zu lernen andererseits können sie sich in das Leben von bekannten YouTubern hinein träumen. Viele der besonders beliebten YouTuber berichten in ihren Vlogs von ihrem vermeintlich privaten Leben. Der YouTuber Concrafter stellte in seinem Vlog zum Beispiel seine neue Freundin vor. Beliebt sind auch auch sogenannte „Room-Tours“ durch das eigene Haus. Bianca Heinicke von Bibis Beauty Palace berichtete regelmäßig über ihre Schwangerschaft – und im Anschluss daran über ihre neue Rolle als Mutter.

Vlogs werden meist regelmäßig, wöchentlich oder sogar täglich veröffentlicht. Ein Vlog begleitet die Person oft über einige Stunden, Tage oder sogar mehrere Wochen (zum Beispiel bei einer längeren Reise). Die YouTuber kommentieren die Ereignisse und sprechen ihre Abonnenten dabei direkt an. Oft sind die Videos von den YouTubern selbst mit dem Smartphone gedreht, so dass sie besonders authentisch wirken. Allerdings sollte das nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Videos meist sehr professionell produziert sind und teilweise ganze Produktionsteams dahinterstehen. Die Vlogs erwecken den Eindruck, dass man am Leben der YouTuber teilhaben kann und es sich um echte Ausschnitte aus ihrem Alltag handelt. Da YouTuber längst nicht mehr nur YouTuber, sondern Stars, Vorbilder und Idole sind, ist das Interesse an ihrem privaten Leben besonders groß.

Worauf sollte man achten?

Tipps und Hinweise zum Umgang mit YouTube finden Sie im Artikel zur Faszination von YouTube-Stars. Wenn Sie mit ihrem Kind über Vlogs sprechen, zeigen Sie Interesse an den YouTubern und ihren Themen. Hinterfragen Sie aber auch, inwiefern die Ausschnitte das tatsächliche Leben der Stars widerspiegeln. Machen Sie Ihr Kind auch darauf aufmerksam, dass die YouTuber mit ihren Vlogs Geld verdienen und durch vermeintliche Einblicke in ihr privates Leben möglichst viele Clicks erreichen wollen.

Eltern fragen – wir antworten: Soll ich Fotos meines Kindes ins Netz stellen?

Viktoria fragt sich, ab wann ihre Tochter eigentlich eigene Fotos von sich und ihrem Alltag ins Netz stellen sollte und was es dabei zu beachten gibt. Lidia de Reese gibt wichtige Hinweise und Tipps.

 

 

MovieStarPlanet

„Werde reich und berühmt“ – mit diesem Slogan wirbt das Spiel MovieStarPlanet. Für Teenager kann die Welt der „Reichen und Schönen” verlockend sein. In diesem Online-Spiel können sie sich einen eigenen „movie star” gestalten und Kontakte zu anderen knüpfen. Das ist jedoch nicht immer unproblematisch.

Kurz gefasst:

  • bei Kindern und Jugendlichen beliebtes Soziales Netzwerk und Spiel
  • als Browserspiel oder kostenlose App erhältlich
  • zahlreiche Kaufmöglichkeiten und In-App-Käufe
  • Mindestalter: 10 Jahre
  • mögliche Gefahren: Cybermobbing und Cybergrooming

Was ist das?

MovieStarPlanet ist vor allem bei Kindern beliebt und ermöglicht ihnen, sich selbst darzustellen, mit anderen zu spielen und in Kontakt zu treten. Es ist gleichzeitig Spiel und soziales Netzwerk und das Knüpfen von neuen Kontakten spielt eine wichtige Rolle. Die Registrierung ist kostenlos. Man benötigt lediglich einen Nutzernamen und ein Passwort. Das Alter eines Nutzers wird nicht überprüft. Daraufhin wählt man einen eigenen Avatar (in Form eines Jungens oder Mädchens) und gestaltet ihn selbst bzw. anhand der Auswahlmöglichkeiten von MovieStarPlanet. In verschiedenen virtuellen Räumen spielt man mit anderen Nutzern Spiele wie einen „Schönheitskontest” und sammelt so virtuelles Geld, um sich z. B. neue Kleidung zu kaufen und bekannter zu werden. Durch das Sammeln von sogenannten „StarCoins” kann man sich viele Optionen und Produkte kaufen. Dazu gehören teure Klamotten sowie Requisiten und Animationen, z. B. für selbst erstellte Videos. Damit lässt sich die eigene Beliebtheit innerhalb des Spiels steigern. Die virtuellen StarCoins lassen sich auch mit echtem Geld kaufen.

Was ist problematisch an dem Abgebot?

Da die Altersangabe der Nutzer nicht kontrolliert werden, ist eine Anmeldung auch mit falschem Alter möglich und man weiß nie, wer sich hinter einem Profil verbirgt. Ihr Kind kann sich nicht sicher sein, mit wem es gerade wirklich chattet. Es besteht das Risiko von Cybermobbing und Cybergrooming.

Viele Features des Spiels sind mit Kosten durch sogenannte In-App-Käufe verbunden. Dadurch kann das Spiel zu einer teuren Angelegenheit werden. Es kann auch frustrieren, Inhalte im Spiel nicht benutzen zu können, weil sie erst gegen Geld freigeschaltet werden müssen. Wer kein echtes Geld ausgeben möchte, kann Inhalte auch durch besonders regelmäßiges Spielen freischalten. So wird den Nutzern nahegelegt, möglichst oft online zu sein, um mit den anderen Spielern mithalten zu können und beliebter zu werden.

Auch das Frauenbild bei MovieStarPlanet ist fraglich; die Avatare verkörpern stereotypische und sexualisierte Rollenbilder. Weibliche Avatare tragen zumeist sehr knappe Kleidung und sind oft bauchfrei mit langen Haaren und roten Lippen. Auch die Beurteilung anderer Spieler und die steigende Bekanntheit innerhalb des Spiels durch Oberflächlichkeiten wie teure, angesagte Kleidung ist kritisch zu sehen und kann Ihr Kind unter Druck setzen.

Was sagt der Anbieter?

Laut Anbieter ist das Spiel vor allem für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 15 Jahren gedacht. Die Betreiber von MovieStarPlanet wissen um die Risiken, weshalb es in dem Spiel verschiedene Sicherheitsmaßnahmen gibt. So ist unter anderem die Möglichkeit vorhanden, andere Nutzer zu melden. Außerdem gibt es eine automatisierte Analyse und ein Datenmanagement-System, das unangemessenes Verhalten identifizieren soll und es an Moderatoren meldet.

Was sollten Eltern beachten?

Eltern sollten sich der möglichen Gefahren bei dem Angebot bewusst sein. Es ist wichtig, dass Sie Ihr Kind begleiten. Weisen Sie darauf hin, nur mit Freunden zu kommunizieren, die auch im echten Leben bekannt sind und in keinem Fall persönliche Informationen über sich preiszugeben. Versichern Sie Ihrem Kind außerdem, dass es sich immer an Sie wenden kann, sollte es mit unangenehmen oder komischen Inhalten oder Nachrichten konfrontiert werden. Sprechen Sie mit Ihrem Kind vor der Nutzung des Angebots über Melde- und Blockierfunktionen.

Bitte vereinbaren Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Regeln zu In-App-Käufen bzw. unterbinden Sie diese, indem Sie bspw. keine Zahlungsdaten hinterlegen oder durch spezielle Jugendschutzeinstellungen auf dem Handy Ihres Kindes In-App-Käufe unterbinden.

Eltern fragen – wir antworten: Welche Apps sind gut für mein Kind?

Es gibt Millionen Apps. Da ist es für Sie als Eltern nicht immer einfach, den Durchblick zu behalten. Welche Angebote sind denn sinnvoll für Kinder und wie finde ich sie? Unsere Medienpädagogin Lidia de Reese wagt sich an eine Antwort.

 

 

Fotoveröffentlichungen in der Schule

Erster Schultag nach den Ferien: Gleich zu Beginn werden Klassenfotos gemacht, die am Tag danach auf der Webseite und der Facebook-Seite der Schule zu sehen sind. Ist das erlaubt? Das hängt davon ab, ob Sie mit der Anmeldung Ihres Kindes an der Schule eine sogenannte Fotofreigabe oder Einwilligungserklärung unterschrieben haben.

Grundsätzlich haben alle Menschen in Deutschland das „Recht am eigenen Bild“. Das ist ein Persönlichkeitsrecht, das vom Grundgesetz geschützt ist. Es bedeutet, dass niemand Fotos oder Videos von Ihnen oder Ihrem Kind machen und diese einfach – z. B. im Internet – veröffentlichen darf – außer Sie wurden vorher um Erlaubnis gefragt. Die Datenschutzgrundverordnung der EU (DSGVO) hat dieses Recht sogar verstärkt.

Wie muss eine Einwilligungserklärung für Fotos und Videos aussehen?

Gerade für Kinder und Jugendliche gelten spezielle Regeln, die durch die DSGVO geschützt sind. Ist Ihr Kind jünger als 12 Jahre, entscheiden Sie als Sorgeberechtigte/r mit Ihrer Unterschrift, ob Bilder von Ihrem Kind veröffentlicht werden dürfen. Ist Ihre Tochter oder Ihr Sohn mindestens 12 Jahre alt, sollte Ihr Kind auch selbst gefragt werden, ob es mit einer Veröffentlichung einverstanden ist und ebenfalls unterschreiben. Man geht davon aus, dass Kinder etwa ab diesem Alter dazu in der Lage sind, einzuschätzen, was es bedeutet, wenn ein Foto von ihnen im Internet steht. Trotzdem sollten Sie Ihr Kind auch schon früher mit einbeziehen und ihm erklären, welche Konsequenzen die Veröffentlichung von Fotos oder Videos haben kann.

Gerade wenn es um Bilder von Kindern und Jugendlichen im Internet geht, sollten Einverständniserklärungen so transparent und verständlich wie möglich sein. Man muss wissen, wo genau die Fotos oder Daten veröffentlicht und für welchen Zweck sie genutzt werden. Es sollte auch klar aus der Einwilligung hervorgehen, welche Daten genau oder welches Motiv benutzt wird, also was genau fotografiert wird. Es ist meistens nicht notwendig, dass auch der vollständige Name Ihres Kindes mit dem Foto veröffentlicht wird.

Solche Einwilligungen sind immer freiwillig und Sie dürfen sie jederzeit zurückziehen. Eine Ausnahme von Einverständniserklärungen bilden Fotos, auf denen man selbst zwar zu sehen ist, jedoch nicht im Fokus steht, sondern nur zufällig auf z. B. einem Schulfest mitfotografiert wurde.

Was ist mit privaten Fotos in der Schule?

Wenn Sie als Elternteil z. B. auf einer Schulveranstaltung Fotos oder Videos von Ihrem Kind und seinen Freunden für rein private Zwecke machen, ist das in Ordnung. Wenn es aber darum geht, diese Bilder oder Videos z. B. über WhatsApp oder Facebook zu teilen, brauchen auch Sie die Einwilligung der Person, die auf dem Bild zu sehen ist und solange sie noch nicht 18 Jahre alt ist auch die der Eltern. Es reicht in diesem Fall allerdings, wenn Sie mündlich nachfragen.

WhatsApp-Gruppen sind bei Jugendlichen und ihren Eltern beliebt. Schülerinnen und Schüler richten Klassenchats ein. Eltern tauschen sich in Gruppen über organisatorische Fragen zur Schule aus. Es werden nicht nur Textnachrichten geschrieben, sondern auch Fotos und Videos verschickt. Sie sollten untereinander verabreden, dass Fotos nicht ohne das Einverständnis der abgebildeten Personen in die Gruppe gestellt werden und diese nicht an Personen außerhalb der Gruppe weitergeleitet werden dürfen. Damit wird das Persönlichkeitsrecht geschützt und das Risiko, dass Fremde Zugriff auf Fotos Ihres Kindes haben, wird reduziert.

Wenn der Freundeskreis aus Avataren besteht – Kommunikation in Online-Games

Das Kind vor dem Bildschirm, die Spielkonsole in der Hand und auf dem Kopf das Headset … das ist Ihnen ein vertrauter Anblick? Dann ist Ihr Sprössling wohl „Gamer“ und gerne in digitalen Spielewelten unterwegs.

Bei vielen Kindern und Jugendlichen sind solche Spiele beliebt, bei denen man online mit anderen Spielern chatten kann. Auch das derzeit besonders beliebte Spiel Fortnite (USK 12) bietet diese Funktion an. Unabhängig davon, ob man sich im selben Raum befindet, kann man mit Freunden aber auch mit Fremden digitale Gemeinschaften und Teams bilden. Der eigene Avatar (so heißt die Spielfigur in einem Onlinespiel) kann sich mit anderen Avataren bzw. Spielenden live über Textnachrichten oder ein Headset austauschen. Man bespricht Spieltaktiken, gibt sich Tipps, holt sich Lob für eigenes geschicktes Handeln ab oder unterhält sich einfach. Dabei können „digitale“ Freundschaften entstehen. Oder es kommt zu einem Treffen in der Realität, um gemeinsam zu zocken.

Positive Effekte des Chatten in Games

Wenn man miteinander kommuniziert, können soziale Kompetenzen geschult werden. Das ist auch digital möglich – ähnlich wie beim gemeinsamen Abhängen auf dem Schulhof. Jeder hat dabei eine bestimmte Rolle: eine Person bestimmt das Gespräch, eine andere sorgt dafür, dass es keinen Streit gibt, wieder eine andere Person ist der Klassenclown. Egal ob digital oder analog müssen dabei Regeln eingehalten werden. Wenn man nur miteinander sprechen kann, ohne dass man sich dabei sieht, werden sprachliche und kommunikative Fähigkeiten auf besondere Weise geschult: Spielsituationen müssen verständlich erklärt werden, es müssen schnelle Anleitungen gegeben und Absprachen zu weiteren Taktiken getroffen werden.

Risiken bei der virtuellen Kommunikation

Da man nicht unbedingt weiß, wer gerade mit einem kommuniziert, besteht das Risiko von Cybermobbing und Cybergrooming. Da die Chats bei Spielen meist nicht moderiert sind, d. h. keine dritte Person darauf achtet, dass Kommunikationsregeln eingehalten werden und alle Kommentare zugelassen werden, verstärkt sich die Gefahr. Denn man kann nicht sicher sein, welcher Mensch sich wirklich hinter einem Avatar verbirgt. Für die Anmeldung muss man Namen und E-Mail angeben, das Alter wird jedoch nicht abgefragt.
Im „Spielrausch“ besteht auch die Gefahr, dass Ihr Kind unbemerkt private Informationen nach außen gibt. Außerdem kann der Reiz sehr hoch sein, immer weiter spielen zu wollen, um im Kontakt mit seinem Team zu bleiben und dort Anerkennung zu bekommen.

Was sollten Eltern beachten?

Gerade solche Risiken stellen Sie vor die Frage, ob Sie Ihren Kindern solche Spiele erlauben sollen. Verbote machen Dinge aber oft nur interessanter. Zusätzlich zu den Altersfreigaben der USK aufgrund der Spieleinhalte müssen Sie als Eltern einschätzen, ob Ihr Kind schon bereit ist, im Spiel verantwortungsvoll zu chatten bzw. die Risiken einschätzen kann. Dazu hilft es zu beobachten, wie es sich in anderen Gesprächen außerhalb des Internets verhält. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die möglichen Gefahren der Online-Kommunikation und spielen Sie auch mal gemeinsam, sodass auch Sie die Begeisterung dafür verstehen können. Das gemeinsame Erlebnis baut zusätzlich Vertrauen zwischen Ihnen und Ihrem Kind auf, sodass es sich an Sie wenden kann, wenn ihm etwas gruselig oder unangenehm vorkommt. Machen Sie sich außerdem über die Einstellungsmöglichkeiten des jeweiligen Spiels schlau. Wenn nicht unbedingt notwendig, lässt sich die Chatfunktion möglicherweise deaktivieren. Bei Fortnite kann beispielsweise u. a. der Voice Chat deaktiviert bzw. einzelne Spieler aus dem Team stummgeschaltet werden.

Mehr zu Risiken in Online-Games finden Sie bei den Kollegen von jugendschutz.net.

„Was denken andere wohl wirklich über mich?“ – Die App Tellonym soll Antworten geben

Gerade Teenager messen der Meinung von Gleichaltrigen große Bedeutung bei. Das erklärt wahrscheinlich die Beliebtheit einer App wie Tellonym. Doch neben wertschätzenden und netten Kommentaren können deren Nutzerinnen und Nutzer von anderen anonym beleidigt und beschimpft werden. Nutzt Ihr Kind diese App, sollten Sie sich über deren Handhabung und damit verbundenen Risiken wie z. B. Cybermobbing informieren.

Kurz gefasst

  • Soziales Netzwerk mit Firmensitz in Berlin
  • anonyme Bewertungs- und Frageplattform
  • laut USK ab 12 Jahren
  • kostenlos, enthält jedoch Werbung
  • hohes Potential für Cybermobbing vorhanden
  • verfügbar als App für die Betriebssysteme iOS und Android sowie als Webbrowser
  • Angaben zu Nutzerzahlen variieren von 2 bis 8 Millionen

Was ist das?

„Tellonym ist der ehrlichste Ort im Internet. Finde heraus, was deine Freunde von dir halten, beantworte anonyme Fragen und frage andere Dinge, die du dich zuvor nie getraut hast!“

Mit diesem Slogan wirbt die App Tellonym in den App-Stores um neue Nutzer. Bei Tellonym holt man sich von Freunden und Fremden anonym Feedback und Bewertungen ab. Gerade für Teenager ist die App attraktiv.

Die Anmeldung erfolgt über die eigene Telefonnummer oder E-Mail-Adresse, woraufhin man einen Link zum Weiterversenden an Freunden und Bekannte erhält. Diese könnten dann – auch anonym – einen Kommentar auf dem eigenen Profil hinterlassen, ohne sich extra registrieren zu müssen. Kommentare sind vorerst nur für denjenigen sichtbar, der sie erhält. Antwortet dieser darauf, so erscheint der Kommentar öffentlich im eigenen Profil. Neben positiven Kommentaren wie Komplimenten kommt es auch zu negativen, sogenannten „Tells“, in denen Nutzer andere Nutzer beleidigen oder sexuell bedrängen.

Um auf einfache Weise zu sehen, was auf den Profilen anderer Tellonymer passiert, kann man anderen Nutzern folgen. Das geht auch anonym, indem man nach dem Klick auf „Folgen“ innerhalb von drei Sekunden nochmal auf den Button „anonym“ klickt. Die Followerzahl passt sich trotzdem sichtbar an. Es gibt auch die Möglichkeit, das eigene Konto mit Instagram, Twitter oder Snapchat zu verbinden oder sein Konto mit den eigenen Telefonkontakten zu synchronisieren. Damit wird jedoch sehr in die Privatsphäre eingegriffen, weshalb aus Datenschutzgründen von der Aktivierung dieser Funktion abzuraten ist.

Was ist problematisch?

Zur Altersempfehlung der App gibt es je nach Anbieter unterschiedliche Angaben (USK: 12 Jahre, iTunes Play Store: 17+ Jahre). Laut den AGB bei Tellonym selbst benötigt man bei Minderjährigkeit zur Anmeldung die elterliche Erlaubnis und muss mindestens 13 Jahre alt sein. Registriert man sich bei der App, muss man jedoch lediglich zwischen „Ich bin 16 oder älter“ bzw. „Ich bin jünger als 16“ wählen. Gibt man an, unter 16 Jahre alt zu sein, wird das elterliche Einverständnis eingefordert, aber nicht überprüft. Als Eltern können Sie am besten einschätzen, ob Ihr Kind der Umgang und die Risiken der App bereits zuzutrauen ist.

Am bedenklichsten ist die Gefahr des Cybermobbings über die App. Da man Tells anonym verfassen kann, also unter dem Schutz, nicht erkannt zu werden, sinkt bei einigen Nutzerinnen und Nutzern die Hemmschwelle, andere anzugreifen, zu beleidigen oder mit sexuellen Kommentaren zu belästigen.

Was sagt der Anbieter?

Die Anbieter von Tellonym sind sich der Problematik des Cybermobbings bewusst und geben Eltern auf ihrer Webseite Tipps zum Schutz vor Angriffen. So kann der Empfang von komplett anonymen Nachrichten von nicht-registrierten Usern deaktiviert werden. Bestimmte Wörter sowie Absender bestimmter Nachrichten lassen sich blockieren. Dies ist jedoch nicht zu 100% möglich, wenn der Absender oder die Absenderin nicht bei Tellonym registriert ist. Deshalb empfiehlt es sich, den Empfang von anonymen Nachrichten nicht-registrierter User komplett zu deaktivieren. Nachrichten kann man auch melden, wenn sie gegen die AGB von Tellomym verstoßen. Laut eigener Aussage werden gemeldete Beiträge geprüft und gegebenenfalls gelöscht.

Allgemein soll jede verschickte Nachricht einen Filter durchlaufen – wie genau dieser arbeitet, bleibt jedoch unklar. Tellonym weist auf die Schwierigkeit einer guten Balance zwischen Zensur und Schutz hin.

Was sollten Eltern beachten?

Ihr Kind möchte die App nutzen oder ist bereits begeisterter Tellonymer? Horchen Sie bei ihm nach, aus welchen Gründen es die App nutzen möchte und ob es sich der möglichen Risiken bewusst ist. Gerade wenn Ihr Kind jünger als 16 Jahre ist, sollten Sie die App gemeinsam mit kennenlernen, sich die Sicherheitseinstellungen ansehen und anpassen. Gute und bildliche Anweisungen dazu finden Sie bei Klicksafe.

Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, was es tun kann, wenn es mit Cybermobbing oder ähnlichem in Kontakt gerät und unangenehme oder beleidigende Nachrichten erhält.

In Bildern sprechen – Kommunikation mit Emojis

Doppelpunkt, Bindestrich, Klammer zu. Die sind ihnen sicher auch schon mal begegnet 🙂
Emoticons – Smileys, die sich aus Satzzeichen zusammensetzen – verzieren seit vielen Jahren E-Mails und SMS. Mittlerweile heißen sie Emojis und sind zu bunten Bildchen geworden. 2623 verschiedene soll es geben. Durch sie hat sich eine neue Ebene der Schriftsprache etabliert. Die in der Regel gelben Gesichter mit etlichen Gefühlsausdrücken visualisieren und ergänzen die Aussagen von Nachrichten. Auch Tiere, Sportarten, Autos und Flugzeuge oder Essen sind im Emoji-Katalog zu finden.

Warum nutzt man Emojis?

Fast jede oder jeder, die bzw. der einen Messenger nutzt, greift auf die farbenfrohen Bildchen zurück. Vielleicht kommunizieren auch Sie mit Ihrem Kind oder anderen auf diese Weise und beenden Ihre Nachrichten mit einem Zwinker-Smiley oder einem roten Herzchen. Emojis haben einen Zweck. Schriftliche Nachrichten können nie so klar und deutlich sein, wie die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht, weil man nicht sieht, welchen Gesichtsausdruck das Gegenüber beim Schreiben hat. Mit Emojis kann man seine Gefühle auch in Textnachrichten ausdrücken und noch mehr: Es lassen sich Assoziationen erwecken. Wenn man schreibt „Ich fahre morgen in den Urlaub“ und dahinter ein Flugzeug, eine Sonne und einen Strand als Emoji platziert, ist schnell klar: Es geht in den Süden. Darüber hinaus werden Gefühle und Eindrücke vermittelt, Empfänge sollen sich in die eigene Situation besser hineinversetzen können. Zum Einsatz kommen sie vor allem bei Menschen, die sich nahestehen.

Was begeistert Kinder und Jugendliche daran?

Auch Kinder und Jugendliche verschicken großzügig Emojis. Ganz allgemein ist diese Generation ein Liebhaber des bildhaften Kommunizierens. Es ist also kein Wunder, dass 70% der Jugendlichen Texte mit Emojis senden, um mitzuteilen, wie es ihnen geht. Für Kinder und Jugendliche sorgt das Verschicken und Empfangen von den bunten Symbolen und Bildern auch ganz einfach für Unterhaltung und Spaß. Am liebsten nutzen sie Gesichter-Emojis, die die Gefühlswelt direkt und ungefiltert widerspiegeln. Das beliebteste Emoji ist der „Freudentränen-Emoji“. Auch der Kuss-Emoji und der Emoji mit Herzaugen werden besonders gerne versendet. Sie übertragen klare Botschaften. Oder auch nicht: Wenn man Kinder nach ihren Erfahrungen mit dem Versenden und Erhalten der bunten Bilder fragt, finden sie, dass durch Emojis auch schnell Missverständnisse entstehen können. Ganz so klar sind die Botschaften also nicht immer. Weint das Emoji oder schwitzt es? Ist es müde oder traurig, belustigt oder einfach nur glücklich? Besonders hilfreich seien sie aber wiederum, wenn man mit Freunden schreibt, die eine andere Sprache sprechen.

Gibt es etwas zu beachten?

Bestimmt hat auch Ihr Kind Spaß daran, Nachrichten mit lustigen Gesichtern oder Tieren zu schmücken. Trotzdem sollte man daran denken, dass zu viele Emojis die Kommunikation auch mal erschweren können. Machen Sie Ihrem Kind bewusst, dass es in der Kommunikation über das Smartphone schnell zu Missverständnissen kommen kann. Wenn man unsicher ist, wie eine Nachricht gemeint ist, kann man auch einfach nachfragen.

Mit diesem Emoji-Quiz können Sie gemeinsam mit Ihren Kindern (ab 12 Jahren) Ihr Wissen zu Emojis und deren Bedeutung testen.

Musical.ly heißt jetzt Tik Tok

„Musical.ly gibt es nicht mehr!“ Diese Meldung dürfte viele vor allem weibliche Teenies, bei denen die App besonders beliebt ist, schockiert haben. Aber so richtig stimmt das gar nicht.

Die chinesische Firma Bytedance hat Musical.ly im Dezember 2017 aufgekauft. Anfang August 2018 wurde sie mit dem chinesischen Pendant TikTok zusammengelegt. Musical.ly ist also nicht Geschichte, sondern lediglich sein Name ist es. Wer ein Update durchgeführt hat, findet nun statt dem pinken Musical.ly-Logo die App „TikTok inklusive Musical.ly“ auf seinem Smartphone.

Bei Musical.ly drehte sich fast alles um Musik – diese grundlegende Funktion bleibt auch erhalten. Mit der Namensänderung sollen aber weitere Nutzungsmöglichkeiten geschaffen werden. Längere Videos, andere Themen: Beauty, Reise und Sport sollen stärker berücksichtigt werden. Damit will die App weg von dem reinen Sing- und Tanzimage.

Musical.ly stand immer wieder stark in der Kritik. Die einfache Kontaktaufnahme durch Fremde und das Erstellen von Fake-Accounts bereitete vielen Eltern Sorgen. Bytedance will die App in dieser Hinsicht sicherer machen: Anstößige Inhalte und Kommentare sollen durch Algorithmen schneller erkannt und gesperrt werden können. Das „Safety Center“, das in der App aufgerufen werden kann, soll in Zukunft auch Tipps für Eltern bereithalten und Einstellungsmöglichkeiten zur Privatsphäre vereinfachen.

Ob die Sicherheit für die User so tatsächlich erhöht wird, lässt sich noch stark bezweifeln. Unabhängig von der Kontaktaufnahme durch Fremde bleiben weitere Risiken bestehen.

Insgesamt ändert sich für Sie als Eltern durch die Zusammenlegung der Apps wohl kaum etwas. Sprechen Sie weiterhin mit Ihrem Kind über die Risiken, die nun TikTok bereithält.

Vorsicht Fake-Influencer!

Verbringt Ihre Tochter große Teile ihrer Freizeit bei Instagram und verfolgt die Beiträge verschiedener Stars? Fiebert Ihr Sohn den neuesten Videos seines Lieblings-YouTubers entgegen? Das ist nicht ungewöhnlich. Aber wie sicher können Ihre Kinder sein, dass diese Influencer echte Follower und ehrliche Likes haben? Fake-News sind bekannt, aber haben Sie schon von Fake-Influencern gehört?

Was ist ein Fake-Influencer?

Als Fake-Influencer werden angebliche Influencer bezeichnet, die ihre große Reichweite nur durch gekaufte Follower, Likes und Kommentare ausbauen konnten und können. Oftmals haben diese „Influencer“ mehr Follower durch Fake-Accounts als echte Fans. Auch Likes und Kommentare kommen durch die eingekauften Accounts zustande.

Oder es stecken sogenannte „Bots“ hinter den Accounts. Das sind dann keine Menschen, sondern Programme, die Bilder posten, Likes und Kommentare willkürlich verteilen und anderen Accounts nach einem bestimmten programmierten Schema (Algorithmus) folgen. In der Hoffnung Follower zu bekommen, die ihnen selbst wieder folgen, verfolgt der Bot hunderte Accounts pro Tag, um ihnen dann ein paar Tage ganz automatisch später wieder zu entfolgen. Diese Programme lassen sich auch an bestimmte Hashtags koppeln. So bekommen z. B. alle Fotos unter dem Hashtag „Love“ den Kommentar: „Tolles Foto!“ oder Ähnliches. Schnell ist ein Followergemeinde aufgebaut, die aber nur erkauft ist.

Wieso gibt es Fake-Influencer?

Die einzelnen Motive sind nicht immer zu 100% bekannt. Doch es lässt sich vermuten, dass die Fake-Influencer gern von den Vorteilen eines Influencer-Lebens profitieren möchten: Werbegeschenke, bezahlte Reisen, Einladungen für Events oder gar eine bezahlte Werbung für ein bestimmtes Produkt sind attraktiv. Da die meisten Firmen jedoch erst bei einer Reichweite von mehr als 10.000 Follower auf einen Account aufmerksam werden, ist es nicht so einfach, selbst davon zu profitieren. Dagegen ist es nicht schwer und vor allem nicht teuer, sich Follower, Likes und Kommentare zu kaufen. Oftmals reichen schon kleine Geldbeträge aus, um den eigenen Account voranzutreiben.

Wieso ist es wichtig Fake-Influencer zu erkennen?

Im Internet ist oft nicht alles so, wie es scheint. Kinder und Jugendliche sollten Fake-Influencer unbedingt erkennen können, da sie sonst vielleicht Personen verfolgen, die falsche Ideale und Moralvorstellungen vertreten. Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche ein Gefühl dafür entwickeln, was im Internet noch echt oder schon Fake ist.

Wie erkenne ich Fake-Influencer?

Fake-Influencer zu erkennen ist gar nicht so schwer wie gedacht und vor allem auch ohne entsprechende Programme möglich.

  1. Die Followergemeinde steigt schnell und nicht nach und nach an.
    Schauen Sie sich die Followerzahlen an. Schnelle Anstiege und Abfälle deuten häufig darauf hin, dass hier getrickst wurde. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, aber das ist eher selten der Fall.
  2. Die Follower folgen, aber posten nicht.
    Wenn Follower eines Accounts nur allen möglichen Leuten folgen und selbst aber nichts bzw. kaum etwas posten, spricht das fast immer für Fake-Accounts, deren Dienste gemietet werden können.
  3. Die Kommentare sind kurz und sehr allgemein halten.
    Wenn nur ein „Wow!“ Oder ausschließlich Smileys als Kommentare auftauchen, ist das ein ziemlich klarer Hinweis darauf, dass hier Kommentare eingekauft wurden.
  4. Nur Likes und keine Kommentare.
    Ebenfalls sehr verdächtig sind Beiträge, die sehr viele Likes aber nur wenige oder gar keine Kommentare haben. Es ist wichtig auf die Verteilung zu achten. Genauso bei Followern und Likes. Wer viele Follower aber nur wenige Likes hat, hat sehr viele Fake-Follower.
  5. Kurze Zeitspanne.
    Werden sehr viele Likes und Kommentare innerhalb weniger Minuten abgegeben, spricht das ebenfalls für gekaufte „Gefällt mir“-Angaben. Reale Likes verteilen sich normalerweise auf mehrere Stunden oder auch Tage.

Weiterführende Links

Wie die hier beschriebene Theorie in der Wirklichkeit aussieht, zeigen zwei sehr spannende Experimente, beim WDR und bei Motherboard.

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