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Mobiles Kinderfernsehen mit der ZDFtivi-App

Viele Fernsehsender stellen ihre Sendungen heute online zur Verfügung. Das Kinder- und Jugendprogramm ZDFtivi gibt es in der ZDF-Mediathek und als kostenlose App für mobile Geräte.

Kurz gefasst:

  • Inhalte für Kinder ab 3 Jahren 
  • keine Kosten, keine In-App-Käufe
  • keine Werbung
  • Eltern können Zeitlimit via PIN einstellen
  • für Android, iOS und Kindle Fire TV verfügbar

Was bietet die ZDFtivi-App?

Enthalten sind viele Sendungen, Spiele und kinderfreundlich aufbereitete Nachrichtenformate wie logo!. Ein Extra ist die Kommentarfunktion, über die sich die jungen Zuschauer zu Beiträgen austauschen können. Alle Lieblingsserien können als Favoriten in einem Kinderprofil unter ‘’mein ZDFtivi’’ abgespeichert werden. Viele Inhalte können heruntergeladen und offline angesehen werden. Damit eignet sich die App auch für unterwegs. 

Als Eltern müssen Sie damit umgehen, dass Serien und Filmen über Streamingangebote und Apps ständig verfügbar sind. In der App kann ein Zeitlimit eingerichtet werden. Außerdem lassen sich darüber nur die pädagogisch geprüften Inhalte von ZDFtivi anschauen – ohne kommerzielle Elemente wie Werbung oder In-App-Käufe. Damit bietet sie einen geschützten und altersgerechten Raum für Kinder und Jugendliche. 

Was kann problematisch sein an der ZDFtivi-App?

Die App ist mehr als ein Streamingangebot. Kinder können über die Kommentarfunktionen mit anderen in Kontakt kommen. Damit lernen Kinder ein typisches Element von Online-Kommunikation kennen. Sie können ihre Meinung äußern und an öffentlichen Diskussionen teilnehmen. Gleichzeitig können Kommentarfelder auch Risiken wie Cybermobbing, Cybergrooming und Hassrede bergen. Jede Kommentar auf ZDFtivi wird deshalb erst geprüft, bevor es veröffentlicht wird. So können Kinder ihre ersten Online-Erfahrungen in einem sicheren Umfeld machen. Der Umgang mit sozialen Medien und ihren Risiken wird auch in dem Jugendformat App+on thematisiert, das es auf ZDFtivi gibt. 

Manche Eltern finden es besonders praktisch, Filme und Sendungen unterwegs zu nutzen. Das große Angebot von Apps wie ZDFtivi kann aber dazu führen, dass Ihr Kind kein Ende findet, weil nach einem Video gleich das nächste abgespielt werden kann. Um die extreme Dauernutzung einzuschränken, können Sie eine Zeitbeschränkung einrichten, die sich nur über einen PIN einstellen lässt. Außerdem lässt sich die Funktion der Offline-Nutzung ausstellen. Sie sollten dann aber beachten, auch die Nutzung der mobilen Daten auszustellen, um keine hohen Kosten entstehen zu lassen.

Worauf sollten Sie als Eltern sonst noch achten?

Gerade jüngere Kinder sollten beim Fernsehen, egal ob online oder über das TV-Gerät, begleitet werden. Achten Sie auf Altersempfehlungen und informieren Sie sich vorab über einzelne Sendungen, z. B. bei Flimmo. Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, sich zu den Inhalten auszutauschen. 

Videostreaming: Das neue Fernsehen?!

Erinnern Sie sich noch an das Gefühl, wenn der Tag, an dem eine neue Folge Ihrer Lieblingsserie im Fernsehen lief, näher rückte und Sie alles so geplant haben, um pünktlich vor dem gemeinsamen Familienfernseher im Wohnzimmer zu sitzen? Dieses Szenario gehört dank Mediatheken, Netflix und Co. größtenteils der Vergangenheit an.

Was ist Videostreaming?

Immer mehr Kinder und Jugendliche sehen heute Videos, Filme und Serien online über legale Streaming-Dienste. Dieses nicht-lineare Fernsehen macht es möglich, dann zu schauen, wenn man gerade möchte mit dem Gerät seiner Wahl – ob Smartphone, Computer oder einem internetfähigen Smart-TV.

Das Angebot dafür ist riesengroß: Es gibt kostenpflichtige Online-Videotheken wie Netflix oder Amazon Prime und kostenlose Videostreaming-Plattformen wie YouTube mit von Nutzern selbst produzierten Inhalten. Auch viele Fernsehsender stellen ihre Sendungen kostenlos oder teilweise kostenpflichtig über eigene Mediatheken bereit. Einige Sender bieten außerdem einen Livestream an, so dass man sich – wie beim traditionellen analogen Fernsehen – das aktuell laufende Programm online anschauen kann.

Diese große Auswahl steht natürlich auch Kindern und Jugendlichen zur Verfügung. Wenn sie ein eigenes Smartphone, einen Tablet oder Computer mit Internetzugang oder sogar einen Smart-TV (Fernseher mit Internetanschluss) haben, lässt sich kaum kontrollieren, was und wie viel sie sehen.

Streaming bedeutet, sich Inhalte anschauen zu können, ohne diese auf das eigene Gerät herunterladen und abspeichern zu müssen. Teilweise ist es auch möglich, sich einzelne Filme oder Serien herunterzuladen und sie offline abzuspielen.

Was begeistert Kinder und Jugendliche daran ?

Attraktiv ist die große Vielfalt an aktuellen und ausgewählten Serien, Filmen und Dokumentationen, die theoretisch zu jeder Tages- und Nachtzeit angeschaut werden können. Für Kinder und Jugendliche ist es inzwischen normal, sich die Lieblingssendung nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt ansehen zu müssen, wie es beim „normalen“ Fernsehen der Fall ist. Außerdem kann man  sich einfach eine neue Folge der Lieblingsserie anschauen, während man z. B. im Bus oder in der Bahn sitzt.

Was sollte man beachten?

Wie auch beim Fernsehprogramm gibt es auf Streaming-Portalen Filme und Videos mit Inhalten, die nicht für Kinder geeignet sind und sie verängstigen können. Aber auch Streaming-Dienste unterliegen dem „Jugendmedienschutz-Staatsvertrag“ und müssen die gesetzlichen Freigaben der FSK (Freiwillige Selbstkontrolle) übernehmen. Gibt es für Filme oder Serienfolgen keine FSK-Bewertung, müssen sie die Altersbewertungen selbst vornehmen und sich dabei auch an deutsches Recht halten.

Die Kriterien für selbst vorgenomme Altersfreigaben sind nicht unbedingt ersichtlich. Machen Sie sich deshalb unbedingt über die Möglichkeiten des Kinder-bzw. Jugendschutzes des jeweiligen Streaminganbieters schlau und nutzen Sie die angebotenen Funktionen und Einstellungen wie Passwörter und PINs. Mehr dazu erfahren Sie in unseren Beschreibungen der Dienste Netflix und Amazon Prime Video.

Legen Sie bestimmte Zeitfenster fest, in denen geschaut werden darf. Die Medienzeit sollte immer nur eine von vielen anderen, nicht-medienbezogenen Aktivitäten sein. Wenn Sie nicht sicher sind, wie viel Zeit Ihr Kind vor dem Fernseher oder Laptop verbringen sollte, finden Sie hier auf der Website mehr Informationen.

Fragen Sie Ihr Kind nach seinen Lieblingsserien oder Filmen und schauen Sie sich diese gemeinsam an. Je nach Alter Ihres Kindes sollten Sie Filme und Videos zusammen anschauen, sodass Ihr Kind für den Fall, dass es doch etwas Gruseliges oder Bedenkliches darin gibt, nicht damit allein gelassen ist.

Der Filmabend mit der ganzen Familie kann auch ein schönes gemeinsames Erlebnis und Ritual sein. Hier können Sie gemeinsam Spaß haben und bekommen mit, wie Ihr Kind auf bestimmte Inhalte reagiert.

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