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Mobile Medien in Kinderhand

Mobile Medien sind schon für die Kleinsten spannend, weil sie die Geräte bei Mama, Papa oder den Geschwistern sehen. Doch wie können Sie damit umgehen, wenn Ihr Kind eigentlich noch zu jung ist, um Smartphone und Co. zu benutzen? 

Was macht mobile Medien für kleine Kinder interessant?

Kinder sind von Natur aus neugierig. Das helle Leuchten des Bildschirms, die vielen Geräusche – all das ist spannend. Sie beobachten genau, welche Rolle die kleinen Geräte im Alltag der Erwachsenen spielen: Wenn in Bus oder Bahn alle auf ihr Smartphone schauen, wenn Mama das Tablet zu Hause immer griffbereit hat und der große Bruder und seine Freunde auf der Spielekonsole zocken, scheinen die kleinen Geräte sehr wichtig zu sein und sind umso verlockender.

Mobile Medien und Kleinkinder

In den ersten Lebensmonaten sind Babys noch nicht so weit entwickelt, dass sie mobile Medien zielgerichtet nutzen und die Inhalte verstehen können. Viel wichtiger für die Entwicklung Ihres Kindes ist es, die Welt mit allen Sinnen und ohne Bildschirm kennenzulernen. Erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln Kinder ein Verständnis für Bildhaftigkeit. Sie beginnen, digitale Inhalte von realen Gegenständen zu unterscheiden. Erste Erfahrungen mit mobilen Medien können Kleinkinder am besten mit Bilderbüchern auf dem Smartphone oder Tablet machen.

WICHTIG: Vermeiden Sie eine Überreizung durch Medien. Diese kann durch grelle Farben, schnelle Bewegungen oder zu viele Geräusche, aber auch durch komplexe Geschichten, die Ihr Kind noch nicht verarbeiten kann, entstehen. Am besten eignen sich Themen, die Ihr Kind aus seinem Alltag kennt: Abbildungen von bekannten Tieren, Fahrzeuge oder andere Kinder. Halten Sie die Zeit der Mediennutzung bei Kleinkindern sehr gering und ermöglichen Sie viele andere Sinneserfahrungen. Dazu gehört das Anfassen von Dingen, Bewegung und der Kontakt zu anderen Menschen.

Ab etwa drei Jahren können Kinder Medien und ihre Inhalte immer besser verstehen, wenn die Geschichten einfach gehalten sind und sie an eigene Erfahrungen anknüpfen. Beim gemeinsamen Anschauen von Videos auf dem Smartphone oder Tablet kann Ihr Kind mehr über seine Umwelt und den Umgang mit verschiedenen Situationen erfahren. Wichtig ist, dass Sie Ihr Kind bei seiner Mediennutzung begleiten, damit es das Gesehene mit Ihnen besprechen und verarbeiten kann.

Ihr Kind möchte und kann in diesem Alter Medieninhalte zunehmend auch selber machen. Es gibt eine riesige Auswahl an Apps aus, mit denen Ihr Kind kreativ werden kann. Empfehlenswert sind einfache Anwendungen, in denen z. B. gestempelt oder ausgemalt werden muss. Achten Sie aber darauf, dass Ihr Kind auch fernab von digitalen Medien genügend Gelegenheit hat, sich kreativ auszuleben. 

In unserem Beitrag Gute Apps für Kinder erfahren Sie, worauf Sie bei der Auswahl geeigneter Programme am besten achten sollten.

Tipps für den Umgang mit mobilen Medien zu Hause

Wenn Kinder nach Tablet oder Smartphone fragen, sollten Sie überlegen, welches Bedürfnis gerade dahinter steht: Unterhaltung auf einer langen Autofahrt, sozialer Kontakt beim Videochat mit dem Opa und einfach mal abschalten… Verschiedene Gründe für die Mediennutzung haben ihre Berechtigung. Ungünstig ist es, wenn Medien permanent genutzt werden und Bedürfnisse nicht anders befriedigt werden können. Vermitteln Sie als Eltern alternative Strategien zum Umgang mit Langeweile oder Anspannung. Zuerst orientiert sich Ihr Kind an Ihnen. Wenn Sie selbst Medien nur in bestimmten Situationen nutzen, sind Sie ein gutes Vorbild für Ihr Kind. Schon in jungen Jahren kann es helfen, Regeln für die Mediennutzung in der Familie aufzustellen. Neben festen Medienritualen sollte es auch medienfreie Zeiten geben.

Gelangen die Geräte in Kinderhand sollten Sie auf kindgerechte Hüllen für Tablets und Schutzhüllen für Smartphones achten. Besonders Smartphones sind häufig teuer und anfällig für Beschädigungen. Schutzhüllen machen die Nutzung der Geräte einfacher und sicherer.

Mobiles Kinderfernsehen mit der ZDFtivi-App

Viele Fernsehsender stellen ihre Sendungen heute online zur Verfügung. Das Kinder- und Jugendprogramm ZDFtivi gibt es in der ZDF-Mediathek und als kostenlose App für mobile Geräte.

Kurz gefasst:

  • Inhalte für Kinder ab 3 Jahren 
  • keine Kosten, keine In-App-Käufe
  • keine Werbung
  • Eltern können Zeitlimit via PIN einstellen
  • für Android, iOS und Kindle Fire TV verfügbar

Was bietet die ZDFtivi-App?

Enthalten sind viele Sendungen, Spiele und kinderfreundlich aufbereitete Nachrichtenformate wie logo!. Ein Extra ist die Kommentarfunktion, über die sich die jungen Zuschauer zu Beiträgen austauschen können. Alle Lieblingsserien können als Favoriten in einem Kinderprofil unter ‘’mein ZDFtivi’’ abgespeichert werden. Viele Inhalte können heruntergeladen und offline angesehen werden. Damit eignet sich die App auch für unterwegs. 

Als Eltern müssen Sie damit umgehen, dass Serien und Filmen über Streamingangebote und Apps ständig verfügbar sind. In der App kann ein Zeitlimit eingerichtet werden. Außerdem lassen sich darüber nur die pädagogisch geprüften Inhalte von ZDFtivi anschauen – ohne kommerzielle Elemente wie Werbung oder In-App-Käufe. Damit bietet sie einen geschützten und altersgerechten Raum für Kinder und Jugendliche. 

Was kann problematisch sein an der ZDFtivi-App?

Die App ist mehr als ein Streamingangebot. Kinder können über die Kommentarfunktionen mit anderen in Kontakt kommen. Damit lernen Kinder ein typisches Element von Online-Kommunikation kennen. Sie können ihre Meinung äußern und an öffentlichen Diskussionen teilnehmen. Gleichzeitig können Kommentarfelder auch Risiken wie Cybermobbing, Cybergrooming und Hassrede bergen. Jede Kommentar auf ZDFtivi wird deshalb erst geprüft, bevor es veröffentlicht wird. So können Kinder ihre ersten Online-Erfahrungen in einem sicheren Umfeld machen. Der Umgang mit sozialen Medien und ihren Risiken wird auch in dem Jugendformat App+on thematisiert, das es auf ZDFtivi gibt. 

Manche Eltern finden es besonders praktisch, Filme und Sendungen unterwegs zu nutzen. Das große Angebot von Apps wie ZDFtivi kann aber dazu führen, dass Ihr Kind kein Ende findet, weil nach einem Video gleich das nächste abgespielt werden kann. Um die extreme Dauernutzung einzuschränken, können Sie eine Zeitbeschränkung einrichten, die sich nur über einen PIN einstellen lässt. Außerdem lässt sich die Funktion der Offline-Nutzung ausstellen. Sie sollten dann aber beachten, auch die Nutzung der mobilen Daten auszustellen, um keine hohen Kosten entstehen zu lassen.

Worauf sollten Sie als Eltern sonst noch achten?

Gerade jüngere Kinder sollten beim Fernsehen, egal ob online oder über das TV-Gerät, begleitet werden. Achten Sie auf Altersempfehlungen und informieren Sie sich vorab über einzelne Sendungen, z. B. bei Flimmo. Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, sich zu den Inhalten auszutauschen. 

Mediennutzungsvertrag

Wer darf was und wie lange mit Medien machen? Diese Fragen kommen in jeder Familie früher oder später vor und sorgen nicht selten für Stress und Streit. Regeln zur Mediennutzung können helfen, eine Struktur zu schaffen und Konflikte zu vermeiden. Diese können von Eltern und Kinder gemeinsam besprochen und in einem Vertrag festgehalten werden. Dafür eignet sich das hier vorgestellte Online-Tool für einen Mediennutzungsvertrag – ein Angebot von klicksafe und dem Internet-ABC.

Kurz gefasst:

  • Kostenloses Online-Tool, erreichbar über: www.mediennutzungsvertrag.de
  • Vertrag lässt sich individuell anpassen und personalisieren
  • Auswahl aus vielen Regelvorschlägen
  • Eigene Regeln sind integrierbar
  • Kreative Hintergründe
  • Direkt zum Ausdrucken

Wie funktioniert die Erstellung des Vertrags?

Das Tool führt Sie Schritt für Schritt bis zum fertigen Papier. Sie können aus zwei Altersgruppen wählen (6-12 Jahre und 12+) und sich ein Titeldesign, ein Maskottchen und einen Hintergrund aussuchen. Alle Regeln, die Sie auswählen, werden wie Bausteine automatisch eingefügt, sodass man den Überblick behält. Jeder Baustein kann einzeln bearbeitet werden. Natürlich können Sie auch eigene Regeln einfügen. Am Ende speichern Sie das Dokument, dann kann es zu einem anderen Zeitpunkt ergänzt werden. Sie können auch mehrere Verträge für verschiedene Kinder anlegen.

Tipps und Hintergründe

Nutzen Sie die Bausteine als Vorschlag, um in Ihrer Familie über den Medienumgang ins Gespräch zu kommen. Über einige mögliche Regeln haben Sie vielleicht noch gar nicht nachgedacht, andere sind bereits selbstverständlich. Setzen Sie Schwerpunkte, denn das Tool bietet sehr viele Ideen, die nicht alle umgesetzt werden müssen. Es gibt verschiedene Arten von Regeln:

  • Allgemeine Regeln (wie Umgang mit Konflikten, bedenkliche Inhalte, Umgang mit Geräten)
  • Zeitliche Regelung (Festlegung von Zeitkontingenten)
  • Handy (wie Umgang mit Apps und Daten, handyfreie Orte, Umgang mit Kosten)
  • Internet (wie Sicherheitseinstellungen, Nutzung von Webseiten)
  • Fernsehen (wie altersgerechte Angebote, gemeinsame Nutzung)
  • Spiele (wie gemeinsame Spiele, Fairness)

Ein Vertrag ist nichts anderes als aufgeschriebene Regeln, auf die man sich geeinigt hat. Der Vorteil ist, dass man immer wieder drauf schauen und sich daran erinnern kann.

Eine Besonderheit ist, dass auch Regeln für Eltern festgelegt werden können. Eltern können sich beispielsweise dazu verpflichten, das Handy auch nicht beim Abendessen zu nutzen, oder Medieninhalte für Erwachsene nur in Abwesenheit der Kinder zu nutzen. Denn für Kinder sind Regeln verständlicher, wenn sich alle daran halten müssen und Sie als gutes Beispiel voran gehen.

Bingewatching bei Kindern und Jugendlichen

Kennen Sie das? Sie wollten eigentlich nur eine Folge Ihrer Lieblingsserie schauen und dann sind es drei geworden, weil es gerade so spannend war. Auch Ihrem Kind geht es manchmal so: Es hat gerade so viel Spaß am Fernsehen und Computerspielen, dass es die Zeit vergisst. Mit “Bingewatching” ist das Schauen von mehreren Folgen einer Serie am Stück gemeint und das gibt es auch bei Kindern. Binge bedeutet auf Deutsch „Exzess“ und Viewing „schauen“.

Streamingdienste machen Bingewatching leicht

Für manche Erwachsene ist Bingewatching sogar ein Hobby. Streamingdienste wie Prime Video, Netflix oder auch YouTube haben ihr Angebot darauf eingestellt. Serien gibt es oft als ganze Staffel, so dass die Nutzenden ganz einfach ein Video nach dem anderen anschauen können. Aus Unternehmenssicht ist das ganz logisch: Sie haben ein Interesse daran, Nutzer so lange wie möglich auf ihrer Plattform zu halten.

Es gibt immer mehr Mediatheken-Apps speziell für Kinder oder Streaming-Apps mit Kinderprofilen. Besonders beliebt sind YouTube Kids, Netflix, Prime Video und Disney+. Deshalb ist es kein Wunder, dass Bingewatching auch bei Kindern und Jugendlichen vorkommt, weil es ihnen noch schwerer fällt, den Fernseher oder das Tablet auszuschalten.

Was führt zum Bingewatching?

Kinder und Jugendliche lassen sich von ihren Lieblingsfiguren und -geschichten schnell mitreißen, so dass sie sich kaum davon lösen können. Einige vergessen einfach, abzuschalten und schauen deshalb mehr als vereinbart. Vor allem jüngere Kinder können ihre Bedürfnisse und ihre Mediennutzung noch nicht so gut selbst regeln. Sie sind deshalb leichter verführbar, immer weiter zu schauen.

Manchmal fehlt es auch einfach an alternativen Beschäftigungen. Kinder wissen nicht, was sie außer Fernsehen tun sollen. Außerdem ist es einfach, sich nur berieseln zu lassen, anstatt selbst aktiv zu sein, sich selbst Geschichten auszudenken, etwas zu malen oder anderes.

Wie können Eltern mit Bingewatching umgehen?

Einiges können Sie beim Profil Ihres Kindes auf der Streaming-Seite selbst einstellen. Sie können z. B. den automatischen Start der nächsten Folge deaktivieren oder bei einigen Diensten eine Zeitbegrenzung festlegen. Wenn Sie bestimmte Folgen downloaden, wird Ihr Kind nicht auf weitere Serien aufmerksam und es fällt ihm leichter abzuschalten, wenn die vereinbarte Sehzeit vorüber ist. Sie sollten aktiv werden, sobald Ihr Kind gestresst oder genervt reagiert, wenn es nicht weiter schauen kann.

Gestalten Sie gemeinsam Mediennutzungsregeln, insbesondere feste Zeitfenster, und achten Sie darauf, dass diese eingehalten werden. Solange Ihr Kind noch nicht selbstverantwortlich mit Medien umgehen kann, unterstützen und begleiten Sie es dabei. Setzen Sie die Lieblingsserie nicht als Strafe oder Belohnung ein und etablieren Sie alternative Angebote zur Mediennutzung.

Wenn Ihr Kind sehr emotional an die Serie gebunden ist, können Sie sich gemeinsam auch auf andere Weise damit beschäftigen. Ihr Kind kann die Serienwelt mit Spielzeug, durch Malen oder im Spiel mit Freunden zu sich holen und die Geschichten weitererzählen. So erlebt Ihr Kind seine Lieblingsserie noch mehr und kann sie selbst mitgestalten.

Ältere Kinder und Jugendliche sollten Sie auch gelegentlich zugestehen, wenn es sich in stressigen Phasen mit Fernsehen ablenken möchten. Achten Sie nur darauf, dass Bingewatching nicht ständig gegen Stress eingesetzt wird.

Mobiles Kinderfernsehen mit der KiKA-Player-App

Videos schauen mit dem Smartphone oder dem Tablet hat viele Vorteile. Man muss sich vor allem nicht nach Programmzeiten im Fernsehen richten. Mit der KiKA-Player-App sucht man sich selbst aus, welche Sendung man gerade schauen möchte.

Kurz gefasst:

  • Kostenlose und werbefreie App für iOS oder Android
  • Geeignet für Kinder von 3 bis 13 Jahren
  • Nutzungsdauer einstellbar
  • Keine Datenweitergabe

Was kann die KiKA-Player-App?

Mit der KiKA-Player-App kann man ein ausgewähltes Programm aus dem Angebot des Kinderkanal auf dem Smartphone schauen. Es richtet sich an Kinder vom Vorschulalter bis ca. 13 Jahren. Mit der Möglichkeit, verschiedene Profile für mehrere Kinder anzulegen, kann die App passende altersgerechte Inhalte vorschlagen. In den Profilen können auch die jeweiligen Lieblingsvideos abgespeichert werden. Eltern können mit dem „AppWecker“ durch ein Passwort die Nutzungszeit festlegen, z. B. auf eine Stunde am Tag. Es gibt zudem die Möglichkeit, die App nur auf Videos zu beschränken, die für Vorschulkinder geeignet sind.

Was fasziniert Kinder daran?

Die Bedienung und die Gestaltung sind besonders kinderfreundlich. Jedes Kind kann seinen eigenen Avatar und die Lieblingsfarbe auswählen. Kinder vom Vorschulalter bis ins Schulalter finden hier die beliebten und altersgerechten Angebote, die sie aus dem KiKA kennen – von Shaun das Schaf über logo! bis zu Schloss Einstein. Der KiKA-Player ist die Erweiterung der KiKANiNCHEN-App, die für “Medieneinsteiger” zwischen ca. 3 bis 5 Jahren gedacht ist.

Was ist problematisch an dem Angebot?

Bisher funktioniert die KiKA-Player-App nur online. Die Möglichkeit, einzelne Videos herunterzuladen bzw. für die (spätere) Offline-Nutzung zu speichern, wie es bei anderen Mediatheken im Netz der Fall ist, gibt es derzeit nicht. Ständig mit dem Internet verbunden zu sein, kann leicht zur Ablenkung führen. Schon Erwachsenen fällt es manchmal schwer, sich nicht im Internet zu verlieren und dabei die Zeit zu vergessen. Für Kinder ist es meistens noch schwieriger, die Zeit im Blick zu behalten. Immer neue Vorschläge, was man als nächstes ansehen kann, können überfordern und Stress auslösen.

Wer ist der Anbieter?

KiKA ist ein Fernsehprogramm speziell für Kinder von ARD und  ZDF. Damit gehört der Sender zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk und kann sich ohne Werbung finanzieren.

Der Kinderkanal versucht sowohl Unterhaltung, Informationen und Kinderrechte für Kinder zugänglich zu machen.

Alle Nutzungsdaten werden anonymisiert, gesammelt und ausgewertet. Persönliche Daten werden mit dieser Voreinstellung nicht an den KiKA oder an Dritte weitergegeben, wenn Sie das nicht ändern. Sie können die Datenauswertung im Erwachsenenbereich der App unter dem Punkt Datenschutz auch vollständig deaktivieren.

Was sollten Eltern beachten?

Achten Sie darauf, dass Sie mit dem WLAN verbunden sind, wenn Sie die App nutzen, denn sie funktioniert nur online.

Entdecken Sie gemeinsam mit Ihrem Kind das Angebot und finden Sie heraus, welche Sendungen ihm am besten gefallen. Legen Sie feste Tageszeiten fest, an denen die Videos geschaut werden dürfen, damit Ihr Kind auch ausreichend medienfreie Zeit mit Ihnen oder mit Gleichaltrigen verbringen kann.

Medien selber machen?!

Bilder malen, kneten oder aus Kastanien lustige Figuren basteln… Das sind typische Dinge, die Sie wahrscheinlich auch schon mit Ihren Kindern zu Hause gemacht haben. Aber Medien selber machen?! Typischerweise guckt man die doch nur oder spielt vielleicht mal ein Computerspiel. Dabei ist es gar nicht so schwer, kreativ zu werden und gemeinsam etwas zu produzieren. Und Spaß macht es auch!

Heute gibt es in jedem Haushalt mindestens ein Smartphone. Auch Tablets sind in vielen Familien vorhanden. Diese Geräte bieten unzählige Möglichkeiten zur Medienproduktion, die man einfach mal ausprobieren kann, weil sie meist gar nicht kompliziert sind. Smartphone und Tablet besitzen mindestens eine Kamera und ein eingebautes Mikrofon. In den App-Stores gibt es außerdem jede Menge Apps zur kreativen Gestaltung – für die Bildbearbeitung und zur Erstellung von Fotocollagen, um Trickfilme zu produzieren und Videos zu schneiden, zum Malen und Hörspiele machen und vieles mehr.

Indem man Medien selbst produziert, kann man eine Menge lernen und viel Spaß haben – und zwar Kinder und Erwachsene! Man lernt die technische Handhabung der Geräte und wie bestimmte Medien gemacht sind. Man erfährt, dass es ein bisschen Zeit braucht, bis ein Produkt so aussieht, wie man es sich vorstellt. Dabei ist Medienmachen nicht nur etwas für die Älteren. Schon Kindergartenkinder können einfache Trickfilme drehen oder Fotos bearbeiten. Vielleicht entdecken Sie dabei auch bisher verborgene Talente bei Ihrem Kind.

In den Beiträgen unterhalb dieses Artikels finden Sie unsere Anleitungen zum Medienmachen, um das gemeinsam mit Ihren Kindern auszuprobieren.

Medien selber machen – Erklärvideos

In vielen Familien ist es normal, sich Unbekanntes mit Hilfe von Videos erklären zu lassen: Wie deaktiviere ich nochmal die Ortung bei meinem Smartphone? Wie schreibe ich eine Erörterung oder wie koche ich die besten Spaghetti Bolognese? YouTube ist voll mit sogenannten Erklärvideos. Wie solche Videos beim Lernen helfen, erfahren Sie in unserem Beitrag “Wenn Videos im Internet das Lexikon ersetzen”.

Dank Smartphone ist es gar nicht schwer, mit der ganzen Familie selbst ein solches Erklärvideo zu drehen. Erstmal muss natürlich das Thema stehen. Vielleicht gibt es gerade etwas Interessantes aus dem Schulunterricht Ihres Kindes, das man kurz, knapp und spannend in einem Video erklären möchte. Wenn in Ihrer Familie gern gekocht wird, lassen sich auch Rezepte in einem Erklärvideo beschreiben. Oder man möchte die besten Fotos aus dem letzten Urlaub zu einem Film machen.

Ein Erklärvideo kann unterschiedlich aussehen. Wir stellen zwei Möglichkeiten vor, die sich zu Hause leicht umsetzen lassen:

  1. In einer Fotoshow werden ausgewählte Fotos nacheinander zusammengefügt, mit Ton und Musik hinterlegt, mit Texten und Stickern ergänzt. Das lässt sich sehr einfach zum Beispiel mit Adobe Spark Video machen. Das Programm gibt es als kostenlose App oder man kann sein Adobe-Video direkt am Computer online erstellen. Voraussetzung ist allerdings, dass man sich bei Adobe registriert.
  2. Wenn Ihr Kind gerne malt, ist das vielleicht das geeignete Format! Man kann die Erklärungen zeichnen und dabei filmen oder man malt einzelne Elemente auf, schneidet sie aus und schiebt sie dann nacheinander ins Bild. Diese Technik wird auch Legetrick genannt. Zuvor ausgeschnittene Figuren, Symbole und Wörter werden dabei auf einem Hintergrund bewegt und von oben gefilmt. Der Film kann dabei entweder am Stück aufgenommen werden (so dass zu sehen ist wie eine Person oder ihre Hand die einzelnen Elemente ins Bild schiebt) oder durch Einzelbildanimation. Dabei wird nach jeder Veränderung am Bild ein neues Foto gemacht. Die vielen Einzelfotos werden am Ende aneinandergereiht (das geht mittlerweile ganz einfach per App), so dass ein bewegter Film entsteht. Bei solchen Filmen spricht man auch von Stop Motion.

Wenn Sie gemeinsam überlegt haben, wie das Thema in welcher Art von Erklärfilm erzählt werden soll, kann es losgehen! Die Handykamera (oder auch eine andere Digitalkamera) kann in der Hand gehalten oder auf ein Stativ gesetzt werden, je nachdem, ob man von oben oder von der Seite filmt. Man kann einzelne Clips drehen oder die Kamera die ganze Zeit laufen lassen. In jedem Fall müssen die Clips hinterher “geschnitten” und zusammengefügt werden. Dafür gibt es bestimmte Apps, in denen sich auch Texte, Geräusche usw. ergänzen lassen. Für iOS-Geräte empfehlen wir iMovie, für Android-Geräte PowerDirector. Man muss nicht unbedingt während des Filmdrehs sprechen, sondern kann das hinterher ebenfalls über die App mit dem Smartphone machen.

Videos selber machen, ist immer Teamarbeit. Jemand muss filmen, jemand anderes ist dafür zuständig, zu malen oder Gegenstände zu bewegen. Vielleicht gibt es auch Personen, die Dinge erklären sollen. Hier kann also die ganze Familie mitmachen!

Geocaching – die moderne Schnitzeljagd

Die Schnitzeljagd ist ein Klassiker unter den Geburtstagsspielen und kommt bei Kindern unterschiedlichen Alters gut an. Gemeinsam gehen eine oder mehrere Gruppen im Freien versteckten Hinweisen nach, um am Ende zum Beispiel einen Schatz zu finden. Neben Kindergeburtstagen kann mit einer Schnitzeljagd aber auch der Herbstspaziergang am Sonntag oder die Erkundung der Geschichte eines Stadtviertels zum spannenden Abenteuer werden. Mithilfe eines Smartphones oder Tablets lässt sich die Schnitzeljagd zudem moderner gestalten, so dass sie auch für Jugendliche und Erwachsene interessant bleibt. Eine solche Schnitzeljagd wird auch „Geochaching“ genannt. Probieren Sie es aus und gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind auf eine ganz besondere Schatzsuche.

Beim Geocaching werden mithilfe eines GPS-Empfängers kleine Schätze (diese werden in sogenannten „Caches“ aufbewahrt) gesucht, die andere Spieler und Spielerinnen an unterschiedlichen Orten versteckt haben. Der GPS-Standort wird in einer Liste registriert, die zum Beispiel über geocaching.com oder opencaching.de abzurufen ist. Wer einen Cache findet, trägt sich in ein sogenanntes Logbuch ein, das beim Cache zu finden ist. Geocaching ist mittlerweile bei Erwachsenen, sowie bei Kindern und Jugendlichen ein beliebtes Hobby.

Für Kinder und Jugendliche ist nicht nur die Suche nach einem Cache ein großer Spaß. Es ist ebenfalls möglich, eine eigene Geocaching-Schnitzeljagd mit ihrem Kind oder einer Gruppe zu entwickeln und sich Rätsel und Hinweise auszudenken. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt, es benötigt nicht viel Material und sowohl die Schatzsuche, als auch die Entwicklung einer eigenen Schnitzeljagd ist für alle Altersklassen ab ca. acht Jahren geeignet. Je nach Alter und Interesse Ihres Kindes lässt sich das Caching mit Bildungs- und Lerninhalten verknüpfen – auch Educaching genannt. So kann sich ihr Kind Wissen erlebnisorientiert und spielerisch aneignen. Die GPS-Koordinaten führen dann nicht zu einem Schatz oder einer Überraschung, sondern zum Beispiel zu einem Rätsel, einer Aufgabe oder einem Hinweis.

Geocaching selbst gemacht

Möchten Sie selber eine Schatzsuche mit Ihrem Kind entwickeln, ist der erste Schritt die Suche nach einem Thema. Vor allem Inhalte mit lokalem Bezug – zum Beispiel die Geschichte der eigenen Stadt – bieten sich dafür an. Es können aber auch Themen wie Umwelt und Wald oder historische Ereignisse behandelt werden. Wichtig ist, dass es den Interessen und dem Alter Ihres Kindes entspricht. Vielleicht hat Ihr Kind auch eigene Ideen, die es umsetzen möchte.

Nach der Themenfindung wird das Gebiet abgesteckt und erforscht. Die Kinder können dabei einen Fotoapparat oder ein Smartphone mit integrierter Kamera mitnehmen, um mögliche Verstecke zu fotografieren. Dann geht es ans Rätsel und Aufgaben ausdenken. Schließlich müssen die Caches in eine Reihenfolge gebracht werden und an den Standorten versteckt werden. Notieren Sie sich die GPS-Koordinaten der Verstecke. Wer die Schnitzeljagd spielen möchte, erhält zum Starten nur die ersten Koordinaten. Bei der Suche enthält dann jeder neu entdeckte Cache die Koordinaten für die nächste Spur. Beim Geocaching wird eine solche Suche „Multi-Caching“ genannt.

Um eine eigene Geo-Caching Suche zu entwickeln, wird folgendes Material benötigt:

  • Ein Cache: Das sind Dosen oder Behälter, die genutzt werden um die versteckten Gegenstände, Hinweise oder Rätsel zu verwahren
  • GPS-Gerät oder Smartphone mit GPS-App
  • Fotoapparat, um ggf. Verstecke zu fotografieren
  • Papier und Stift
  • Ein Notizbuch (Log-Buch)
  • Kärtchen für Hinweise und Tipps
  • Eventuell ein kleiner Preis für den letzten Cache

Beim Geo- sowie Educaching ist es möglich analoge sowie digitale Medien einzusetzen. So können zum Beispiel Audioaufnahmen aufgenommen und versteckt werden. Caches können auch QR-Codes enthalten, die zu einer informativen Internetseite führen. Auch Fotos können Hinweise geben oder Rätsel enthalten. Der Prozess kann außerdem durch Kinder und Jugendliche fotografisch begleitet und festgehalten werden. Wer selbst eine digitale Schnitzeljagd für Smartphone und Tablet erstellen will, kann dafür zum Beispiel die kostenlose App Actionbound verwenden.

Quiver – mit der Kreativ-App ausgemalte Bilder zum Leben erwecken

Digitale Medien und analoge Freizeitbeschäftigung lassen sich mit Quiver wunderbar kombinieren. Wenn Ihr Kind gerne ausmalt und Sie ihm gleichzeitig die Möglichkeiten digitaler Medien zeigen möchten, macht diese App viel Spaß.

Was ist Quiver?

Quiver beruht auf dem Prinzip Augmented Reality. Das heißt erweiterte Realität. Sie kennen das vielleicht vom Spiel Pokémon Go. Man betrachtet etwas durch die Smartphone-Kamera und auf dem Bildschirm erscheinen Figuren und Gegenstände vor dem echten, abgefilmten Hintergrund. Bei Quiver werden Figuren zum Leben erweckt, die man vorher auf einem Blatt Papier ausgemalt hat. Es gibt tanzende Bären, rasende Autos und einiges mehr.

Quiver wird für Kinder zwischen 6 und 8 Jahren empfohlen.

Wie funktioniert das?

Wer das einmal ausprobieren möchte, benötigt die Quiver-Malvorlagen (Coloring Packs). Diese kann man sich kostenlos oder kostenpflichtig auf der Seite quivervision.com herunterladen und ausdrucken. Außerdem muss die “Quiver – 3D Coloring App” auf dem Smartphone oder Tablet installiert werden. Es gibt die App kostenlos für Android- und Apple-Geräte. Für spezielle Malvorlagen gibt es mit “Quiver Fashion” und “Quiver Masks” zusätzliche kostenlose Apps. Die App “Quiver Education” kostet Geld und ist zum Lernen und für die Schule gedacht.

Zuerst sollte Ihr Kind die ausgedruckten Malvorlagen bunt ausmalen. Anschließend öffnet man die App und erlaubt den Kamerazugriff. Außerdem muss man in der App auswählen, welches Coloring Pack man spielen möchte. Diese können ausgewählt werden und laden sich dann automatisch in die App. Dann geht’s los, indem man auf das Schmetterling-Symbol unten in der Mitte tippt. Das Bild erscheint im Display des Tablets oder Handys und die Figur erwacht zum Leben. Bestimmte Symbole im Bild lassen die Figur Dinge tun, wie z. B. ein Tor schießen, wenn man den Fußball antippt.

Was gibt es zu beachten?

Quiver ist eine App aus Neuseeland, die auf Deutsch erhältlich ist. Die App ist einfach und verständlich aufgebaut. Die Website ist nur auf Englisch, aber trotzdem gut zu verstehen.

Die Anbieter der App arbeiten ganz offen mit verschiedenen Unternehmen zusammen. Deshalb gibt es Malvorlagen von Autoherstellern, einer Cafèkette und anderen Firmen. Wenn Sie diese Vorlagen gern für Ihr Kind ausdrucken möchten, können Sie das zum Anlass nehmen, mit ihm über Werbung zu sprechen.

Es gibt aber auch viele werbefreie Vorlagen. Sehen Sie sich diese vorher an und treffen eine Vorauswahl für Ihr Kind. Achten Sie bei der Auswahl auf das Symbol rechts oben bei jedem Vorlagenpaket. Das zeigt an, ob man sie kostenlos (FREE) herunterladen kann oder nicht ($). Die Bezahlung erfolgt über den jeweiligen App-Store. Bestimmte Vorlagen (Fashion und Masks) können nur mit den speziellen Quiver-Apps gespielt werden.

Die App macht viel Spaß und ist gerade für jüngere Kinder ein toller Einstieg in virtuelle Welten. Mit Ihrer Hilfe können sie lernen, dass nicht alles, was man auf dem Bildschirm sieht, echt sein muss.

Tablets in der Kita!?!

In nahezu jeder Familie gibt es Smartphones, in vielen Familien auch Tablets. Kinder nehmen diese mobilen Endgeräte von klein auf bei ihren Eltern und älteren Geschwistern wahr. Aber gehören sie in die Kita?

Warum Tablets sinnvoll sein können

Da Medien Teil der Lebenswelt von Kindern sind, sollten sie auch Thema in der Kita sein. Die Kinder kommen mit Medienerfahrungen von zu Hause in die Gruppe und erzählen, was sie gestern bei YouTube gesehen haben oder was der große Bruder auf dem Smartphone von Mama gespielt hat. An dieser Stelle ist die Kita als Bildungseinrichtung gefragt. Das heißt nicht, dass die Kinder lernen, wie man auf dem Tablet herumwischt. Das ist auch gar nicht nötig, denn die Wischtechnik erlernen die Kleinsten ganz natürlich schon im Alter von ein bis zwei Jahren. Es geht vielmehr darum, dass die Kinder lernen, was Medien eigentlich sind, worum es geht und was man mit ihnen machen kann.

Wie Tablets in der Kita genutzt werden können

Digitale Medien sollten in der Kita benutzt werden wie andere Medien, z. B. Bücher, auch – um zu lernen und spielerisch zu entdecken. Man kann sich mit diesen Geräten kreativ ausdrücken, anstatt nur passiv zu konsumieren: bei einer Fotosafari den Wald entdecken, gemeinsam einen Trickfilm drehen, ein multimediales Bilderbuch anschauen und vieles mehr. Ziel des Einsatzes von Medien in Kindertageseinrichtungen ist die Förderung von Medienkompetenz. Dies bedeutet, Kinder für ein souveränes Leben im Umgang mit Medien stark zu machen. Natürlich sollte die Medienarbeit in der Kita altersorientiert auf die grundlegenden Bedürfnisse und Interessen der Kinder angepasst sein und die Entwicklung der Kinder in jeder Hinsicht unterstützen. Und am wichtigsten ist, dass die Medienkompetenz der Kinder von Kita und Eltern gemeinsam gefördert wird. Wissen Sie, ob es in Ihrer Kita ein Medienkonzept gibt? Fragen Sie doch mal nach!

Puppet Pals

Mit Puppet Pals können Sie mit Ihrem Kind einfach und schnell kleine Geschichten auf einer digitalen Märchenbühne nachspielen.

Kurz gefasst:

  • Trickfilm-App für iOS (Apple-Geräte)
  • für Kinder ab ca. 5 Jahren
  • in verschiedenen Versionen (kostenlos und kostenpflichtig) und über In-App-Käufe mit unterschiedlichen Umfängen erhältlich
  • Fotofunktion ermöglicht das Hinzufügen eigener Figuren und Bilder

Was ist Puppet Pals?

Puppet Pals ist eine App für Tablets, mit welcher Ihr Kind – auch bereits in jungen Jahren – ganz einfach eigene kleine Trickfilme erstellen kann. Dafür stehen eine große Auwahl an Themen und Figuren zu Verfügung. Über die Fotofunktion lassen sich eigene Fotos und Bilder als Figuren und Hintergrund einfügen. So kann Ihr Kind selber in die Geschichte eintauchen, indem es ein Foto von sich aufnimmt, mit dem Finger die Figur umrandet und so vom eigentlichen Hintergrund loslöst. Mit dem Aufnahmebutton kann Ihr Kind oder Sie gemeinsam mit verteilten Rollen, die Geschichte einsprechen. Außerdem wird die Bewegung der Figuren aufgezeichnet. Die Figuren werden bewegt, indem man sie mit dem Finger auf dem Touch-Display hin- und herschiebt.

Die App lässt sich aufgrund einer einfachen Bedienung und kindgerechter Themen wie Märchen bereits von jüngeren Kindern ab fünf Jahren nutzen. Die Bezahlversion der App – „Director’s Pass“ – für ca. 6,- € ermöglicht das Einfügen eines eigenen Fotos und das Nutzen der App auch offline.

Was sollten Eltern beachten?

Die App ist eine tolle Möglichkeit, gemeinsam mit Ihrem Kind kreativ zu werden und eines der wichtigsten Medien für Kinder – den Trickfilm – selbst auszuprobieren und zu erleben! Da die App keine Daten und Inhalte sammelt und an Dritte weitergibt, können Sie diese sicher nutzen.

Dennoch sollten Sie Ihr Kind bei der Nutzung begleiten. Das ist eine gute Möglichkeit, gemeinsam Zeit zu verbringen, mehr über die Interessen und Geschichten Ihres Kindes zu erfahren und einen sicheren und kreativen Umgang mit Medien bei Ihrem Kind zu fördern.

 

Actionbound

Kennen Sie noch Schnitzeljagden aus Ihrer Kindheit? Wer heute ein Smartphone mit einer passenden App wie Actionbound dabei hat, kann die Schnitzeljagd um digitale Möglichkeiten erweitern.

Kurz gefasst:

  • kostenlose App für iOS und Android zum Durchführen von Schnitzeljagden, Stadtrundgängen und Ralleys
  • keine Altersbeschränkung; geeignet für Kinder ab ca. 10 Jahren
  • für die private Nutzung kostenlos
  • Möglichkeit, Aufgaben, Rätsel und Hinweise einzufügen
  • mittels GPS gibt es klare und einfache Richtungsanweisungen

Was ist Actionbound?

Mit Actionbound können digitale Schnitzeljagden – die sogenannten Bounds – mithilfe von Tablet oder Handy gespielt werden. Beim Spielen erscheinen wichtige Hinweise, Rätsel und Aufgaben direkt auf dem Bildschirm. Bei der Nutzung des GPS leitet das Tablet die Spielerinnen und Spieler durch das Anzeigen eines Richtungspfeils den Weg. Solche Schnitzeljagden werden entweder von anderen Actionbound-Nutzern erstellt und veröffentlicht oder man legt selber einen Bound an.  Zu Themen wie Natur, Kultur, Freizeitaktivitäten oder Sehenswürdigkeiten lassen sich zahlreiche Bounds finden. So kann z. B. der Stadtrundgang zu einem spannenden Erlebnis werden.

Eigene Bounds werden am Computer über den Internetbrowser stellt. Dafür muss man sich kostenlos bei Actionbound registrieren. Das Erstellen eines Bounds ist ganz einfach. Man kann Bilder, Videos und Audios integrieren, Quizfragen und Aufgaben stellen und QR-Codes anlegen.

Man kann Actionbound mit Familie oder Freunden nutzen, z. B. eine Rallye für den Kindergeburstag erstellen oder im Urlaub einen neuen Ort damit erkunden. Man kann Actionbound alleine oder als Gruppe spielen. Für Privatpersonen ist die Nutzung der Bounds kostenfrei.

Link zum Angebot: https://de.actionbound.com/

Was sollten Eltern beachten?

Actionbound lässt sich auch mit jüngeren Kindern nutzen. In diesem Fall sollten Sie Ihr Kind aber in die Nutzung einführen oder besser noch, Ihr Kind dabei begleiten. Beim Erstellen des Bounds sollten Sie darauf achten, viele Bilder und wenig Text zu verwenden.

Die Erstellung eines Bounds kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Bitte planen Sie dabei auch die Zeit ein, die Sie tatsächlich mit der Durchführung der Rallye oder der Schnitzeljagd verbringen möchten. Wenn Ihr Kind schon älter ist, kann es ein schönes Erlebnis sein, zusammen einen Bound zu erstellen.

Actionbound ist eine App aus Deutschland, deshalb unterliegen Ihre Daten dem Europäischen Datenschutz.

Eltern fragen – wir antworten: Ist es sinnvoll, dass mein Kind (5 Jahre) schon unser Tablet benutzt?

Dennis hat Streit mit seiner Freundin. Sie will ihren gemeinsamen 5-jährigen Sohn nicht am Tablet spielen lassen. Melanie Endler von Elternguide.online gibt ihm ein paar Tipps und Hinweise.

 

 

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