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JUUUPORT – Hilfe für Jugendliche mit Fragen zu Onlinethemen

Ob Cybermobbing, Computerspielsucht oder Datenschutz: Bei Problemen und Fragen rund um das Internet können sich Jugendliche schnell, einfach und kostenlos an die jugendlichen Scouts und Experten von JUUUPORT wenden. Auf der Internetseite findet man auch Informationen, Links und Online-Seminare.

Beratung von erfahrenen Jugendlichen auf Augenhöhe

Wenn Jugendliche Probleme oder Fragen haben, fällt es ihnen gerade bei sensiblen Themen wie beispielsweise Cybermobbing oder Sexting manchmal schwer, ihre Eltern oder andere Erwachsene anzusprechen. Bei JUUUPORT gibt es deshalb jugendliche Scouts, die etwas Ähnliches erlebt haben und andere Jugendlichen beraten können. Sie haben eine spezielle Ausbildung zu Internet-Themen und in den Bereichen Psychologie und Recht durchlaufen und können anonym angefragt werden. Wenn sie mal nicht weiterwissen, werden die Anliegen der Jugendlichen an erwachsene Experten weitergeleitet, die sich dann kümmern.

Verschiedene Kontakt- und Informationswege

Auf JUUUPORT findet die Beratung kostenlos, anonym und datenschutzkonform statt. Neben dem Kontaktformular auf der Webseite gibt es seit Mai 2020 auch die Möglichkeit sich im WhatsApp- oder Telegram-Chat beraten zu lassen. Die Messenger-Beratung ist von Montag bis Freitag zwischen 18 und 20 Uhr möglich. 

Die Webseite von JUUUPORT enthält auch vielfältige Informationen zu Internetthemen. Neben Tipps zum Umgang mit Cybermobbing gibt es ein Magazin zu verschiedenen Themen wie “Trends im Netz” oder “Games”. Außerdem bieten sie eine Linksammlung mit anderen Anlaufstellen für Jugendliche.

Auch Online-Seminare für Schulen, Jugendclubs und Vereine werden von JUUUPORT angeboten. Zu den Themen zählen hier “Hass im Netz” und “WhatsApp Stress”. Vielleicht gibt es an der Schule Ihres Kindes Bedarf für ein Seminar oder Sie möchten mit Infomaterial auf das Angebot aufmerksam machen.

Erzählen Sie Ihrem Kind doch mal von JUUUPORT – vielleicht gibt es Themen, die es nicht so gerne mit Ihnen besprechen möchte, sondern lieber anonym mit anderen Jugendlichen. Wenn Ihr Kind sich selbst bei JUUUPORT engagieren und Scout werden möchte, dann kann es sich hier für ein Training anmelden.

Sicher surfen mit der fragFINN-App

Kurz gefasst:

  • kindersicherer Browser für 6- bis 12-Jährige
  • sicherer Surfraum aus rund 4.000 geprüften Internetseiten (Kinderseiten und allgemeine Webseiten)
  • kostenlos verfügbar für Smartphones und Tablets (Android, iOS und Fire OS)

Was ist die fragFINN-App?

fragFINN ist eine Kindersuchmaschine, die Heranwachsenden einen geschützten Surfraum mit altersgerechten Inhalten zur Verfügung stellt. Mit der Browser-App von fragFINN bewegen Kinder sich nur in diesem Surfraum. Grundlage der Kindersuchmaschine ist die sogenannte Whitelist. Das ist eine Liste mit allen geprüften und für sicher eingestuften Webseiten. Die Suchmaschine durchsucht also nur die Webseiten, die sich auf der Whitelist befinden. Da sich Ihr Kind mit der App in einem geschlossenen Surfraum bewegt, kann es also nur die Webseiten aufrufen, die in die sichere Liste aufgenommen wurden. Befindet sich Ihr Kind auf einer geprüften Webseite und klickt auf einen externen Link, der nicht freigegeben ist (z. B. YouTube oder Amazon), erscheint eine sogenannte Stopp-Seite mit dem Hinweis, dass die Website nicht Teil des fragFINN-Surfraums ist. Ihr Kind kann diese Seite also nicht aufrufen.

Was fasziniert Kinder und Jugendliche daran?

Viele Kinder nutzen die Kindersuchmaschine fragFINN, weil sie dort Inhalte finden, die speziell für sie gemacht sind. Denn viele Kinderseiten sind über die gängigen Suchmaschinen schlecht auffindbar. Bei fragFINN werden diese bevorzugt angezeigt. So kann die fragFINN-App sowohl für die Hausaufgabenrecherche als auch in der Freizeit zum Spielen genutzt werden.

Was meint der Anbieter?

Der Anbieter fragFINN e.V. verfolgt mit der Kindersuchmaschine das Ziel, Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren einen geschützten digitalen Raum zur Verfügung zu stellen und insbesondere jungen Kindern einen sicheren Start im Internet zu bieten.

Was sollten Eltern beachten?

Kindersuchmaschinen sind ein sehr guter Einstieg in das Internet. Mit ihnen lernen Kinder den richtigen Umgang mit Suchmaschinen. Sie erlernen Suchtechniken und verstehen das Prinzip einer Suchmaschine. Bedenken Sie aber, dass Kindersuchmaschinen wie fragFINN händisch gepflegt werden, d. h. nur die Webseiten, die vorab geprüft und aufgenommen wurden, sind zu finden. Seien Sie sich also darüber bewusst, dass Ihr Kind nicht jede Information findet, die es sucht und Kindersuchmaschine irgendwann an ihre Grenzen stoßen. Nutzen Sie die Möglichkeit, den Anbieter darauf aufmerksam zu machen, wenn Ihnen Inhalte angezeigt werden, die nicht kindgerecht sind oder Ihnen Kinderseiten fehlen. So kann der fragFINN-Surfraum verbessert und erweitert werden. Mehr erfahren Sie hier.

Woran erkenne ich eine gute Kinderseite?

Ihr Kind ist ungefähr zwischen 6 und 12 Jahre alt und schon im Internet unterwegs? Kinder in diesem Alter sollten beim Surfen von Erwachsenen begleitet werden. Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind nur zu Internetseiten gelangt, die unbedenklich und für Kinder geeignet sind. In Deutschland gibt es eine vergleichsweise einzigartig große und vielfältige Kinderseitenlandschaft. Kennen und nutzen Sie und Ihre Kinder diese? Recht bekannt sind sogenannte Kindersuchmaschinen. Gibt man einen Suchbegriff ein, wird in der Regel auf Webseiten verwiesen, die sich speziell an Kinder richten. Die bekanntesten deutschen Kindersuchmaschinen sind blindekuh und fragFINN. Es gibt viele weitere Webangebote für Kinder. Woran Sie eine gute Kinderseite erkennen und wie kindgerecht die Lieblingsseite Ihres Kindes ist, können Sie herausfinden. Wir haben Ihnen die wichtigsten Kriterien für gute Kinderseiten zusammengestellt:

Inhalte

  • Die Inhalte und Funktionen der Webseite animieren Kinder dazu, ihre Neugierde auszuleben, ihre Fantasie anzuregen und spielerisch Neues zu lernen. Kreative, unterhaltsame sowie interaktive Elemente sollten eingebunden sein.
  • Auf der Webseite sind keine Inhalte wie Texte, Bilder oder Videos vorhanden, die Angst machen oder gruselig sind.

Ansprache/Gestaltung

  • Die Webseite ist für Kinder attraktiv und freundlich gestaltet und einfach zu bedienen.
  • Die Seite richtet sich sprachlich speziell an Kinder, indem z. B. verständliche und ansprechende Texte vorhanden sind sowie eine „Du“-Ansprache.

Chats oder Communities

  • Es gibt einen sicheren Kommunikationsraum, den man auf der Seite gut findet. Sicher heißt, es gibt eine Moderation oder/und den Einsatz technischer Funktionen.
  • Moderatoren reagieren schnell auf Fragen oder bedenkliche Einträge der Kinder.

Impressum

  • Es gibt ein Impressum, das klar macht, wer oder welche Firma für die Inhalte der Webseite verantwortlich ist.
  • Die Seitenbetreiber sind schnell über die angegebenen Kontaktdaten zu erreichen.

Datenschutz

  • Für das Betreten der Webseite sowie auf der Seite selbst sollten keine persönlichen Daten des Kindes – wie eine E-Mail-Adresse – abgefragt werden. Falls doch Daten abgefragt werden, sollte dies nur sehr sparsam gehalten und eine Erklärung vorhanden sein, wozu das notwendig ist. In so einem Falle gibt es einen Hinweis, dass das Kind einen Erwachsenen fragen soll, wenn es Daten eingeben muss.
  • Es ist eine verständliche Datenschutzerklärung vorhanden, die man leicht findet und im besten Falle in kindgerechter Sprache.

Werbung

  • Die Kinderseite ist werbefrei. Falls Werbeanzeigen eingebunden sind, sind diese für Kinder eindeutig als solche zu erkennen und vom redaktionellen Bereich abgetrennt. Es gibt keine Kaufaufforderungen sowie verlockende, irreführende Werbeformulierungen oder gar problematische Werbeinhalte.

Externe Links

  • Das Internet lebt durch Vernetzung. Gerade auf Kinderseiten sollten Verlinkungen auf andere Webseites jedoch kenntlich gemacht werden, z. B. durch einen Hinweis auf einer Zwischenseite. Es wird nur auf unbedenkliche Internetseiten verwiesen.

Elternbereich

  • Es gibt einen Elternbereich, der Erwachsene über die Webseite informiert (z. B. zum Inhalt und zur Zielgruppe) und einen Hinweis zur Einhaltung des Jugendmedienschutzes und (Link-) Tipps rund um sicheres Surfen für Kinder enthält.

Surft Ihr Kind auf guten Kinderseiten, kann es lernen, woran man seriöse Internetseiten erkennt. Möchte Ihr Kind spielerisch herausfinden, wie fit und sicher es bereits im Internet unterwegs ist, kann es den „Führerschein fürs Internet“ beim Internet-ABC ablegen: Zum Surfschein-Quiz

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