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Internetguide für Eltern
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Medien im Alltag von Babies

Die ersten beiden Jahre im Leben eines Kindes sind durch die Entwicklung der Wahrnehmung und Entdeckung der Umwelt geprägt. Teil dieser Umwelt sind selbstverständlich auch Medien.

Babies nehmen diese erstmal so wahr wie andere Gegenstände auch. Nach und nach erkennen sie das Mediale in diesen Dingen, z. B. indem Mama oder Papa mit ihnen gemeinsam ein Bilderbuch anschauen.

Bilderbuch – das erste Medium

Kleine Kinder lernen am besten, wenn sie einen Reiz auf mehr als einem Sinnesorgan gleichzeitig erfahren können. Wenn sie zum Beispiel ein Bilderbuch erkunden, hilft es Ihrem Kind sehr, wenn es das Buch mit Ihnen zusammen anschaut und mit Sie mit ihm darüber sprechen. Wenn Sie Gegenstände benennen, lernen Kinder diese schneller.

Sprache ist sehr wichtig für Kinder. Schon sehr kleine Kinder bevorzugen komplexe Laute, die Sprache ähneln. Kindgerechte Musik, Hörbücher oder das Singen zusammen mit den Eltern helfen ebenfalls bei der Sprachentwicklung.

Wenn Babies fernsehen

Kleine Kinder können schon früh Filmaufnahmen erkennen. Allerdings ist ihre Aufmerksamkeitsspanne noch sehr kurz. Mit etwa 4 bis 5 Monaten können sie sich auf Bewegtbilder von maximal 10 Sekunden konzentrieren. Auch wenn sich diese Fähigkeit schnell verbessert, bedeutet das nicht, dass sie Filmaufnahmen verstehen und diese ihnen beim Lernen helfen.

Noch im zweiten Lebensjahr lernen Kinder besser, wenn sie eine Handlung real sehen. Eine gute Faustregel ist, dass Kinder zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr nicht länger als 20 Minuten pro Tag fernsehen sollten. Die genaue Zeit kommt aber immer auf die jeweilige Familie und vor allem das jeweilige Kind an.

Smartphones und Kleinkinder

Säugling mit Smartphone | Copyright: Ute Grabowsky/photothek.net

Je älter die Kinder werden, desto interessanter werden auch digitale Medien, zum Beispiel das Smartphone oder das Tablet. Ab einem ganz individuellen Zeitpunkt schauen sich Kleinkinder die Nutzung von Smartphone, Laptop und Fernseher von Eltern und Geschwistern ab.

Sie erkennen Mama oder Papa auf Handybildern und wollen sich diese immer wieder ansehen. Die Ausgabe von Tönen, Musik oder Bildern auf dem Smartphone wird interessanter. So kommen Kleinkinder immer wieder in Kontakt mit digitalen Inhalten. Der Umgang sollte von Ihnen und gegebenenfalls den Geschwistern dann nicht generell verboten, aber auf ein akzeptables Niveau reduziert werden.

Ganz besonders wichtig ist, dass der erste Kontakt mit Medien wohl dosiert, beaufsichtigt und unter steter Betreuung erfolgt. Dann können Medien auch kleinen Kindern sehr viel nützen.