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In Bildern sprechen – Kommunikation mit Emojis

Doppelpunkt, Bindestrich, Klammer zu. Das kennen Sie bestimmt 🙂
Emoticons – Smileys, die sich aus Satzzeichen zusammensetzen – verzieren seit vielen Jahren E-Mails und SMS. Mittlerweile heißen sie Emojis und sind zu bunten Bildchen geworden. 2623 verschiedene soll es geben. Durch sie hat sich eine neue Ebene der Schriftsprache etabliert. Die in der Regel gelben Gesichter mit etlichen Gefühlsausdrücken visualisieren und ergänzen die Aussagen von Nachrichten. Auch Tiere, Sportarten, Autos und Flugzeuge oder Essen sind im Emoji-Katalog zu finden.

Warum nutzt man Emojis?

Fast jede oder jeder, die bzw. der einen Messenger nutzt, greift auf die farbenfrohen Bildchen zurück. Vielleicht kommunizieren auch Sie mit Ihrem Kind oder anderen auf diese Weise und beenden Ihre Nachrichten mit einem Zwinker-Smiley oder einem roten Herzchen. Emojis haben einen Zweck. Schriftliche Nachrichten können nie so klar und deutlich sein, wie die Kommunikation von Agesicht zu Angesicht, weil man nicht sieht, welchen Gesichtsausdruck das Gegenüber beim Schreiben hat. Mit Emojis kann man seine Gefühle auch in Textnachrichten ausdrücken und noch mehr: Es lassen sich Assoziationen erwecken. Wenn man schreibt „Ich fahre morgen in den Urlaub“ und dahinter ein Flugzeug, eine Sonne und einen Strand als Emoji platziert, ist schnell klar: Es geht in den Süden. Darüber hinaus werden Gefühle und Eindrücke vermittelt, Empfänger*innen sollen sich in die eigene Situation besser hineinversetzen können. Zum Einsatz kommen sie vor allem bei Menschen, die sich nahestehen.

Was begeistert Kinder und Jugendliche daran?

Auch Kinder und Jugendliche verschicken großzügig Emojis. Ganz allgemein ist diese Generation ein Liebhaber des bildhaften Kommunizierens. Es ist also kein Wunder, dass 70% der Jugendlichen Texte mit Emojis senden, um mitzuteilen, wie es ihnen geht. Für Kinder und Jugendliche sorgt das Verschicken und Empfangen von den bunten Symbolen und Bildern auch ganz einfach für Unterhaltung und Spaß. Am liebsten nutzen sie Gesichter-Emojis, die die Gefühlswelt direkt und ungefiltert widerspiegeln. Das beliebteste Emoji ist der „Freudentränen-Emoji“. Auch der Kuss-Emoji und der Emoji mit Herzaugen werden besonders gerne versendet. Sie übertragen klare Botschaften. Oder auch nicht: Wenn man Kinder nach ihren Erfahrungen mit dem Versenden und Erhalten der bunten Bilder fragt, finden sie, dass durch Emojis auch schnell Missverständnisse entstehen können. Ganz so klar sind die Botschaften also nicht immer. Weint das Emoji oder schwitzt es? Ist es müde oder traurig, belustigt oder einfach nur glücklich? Besonders hilfreich seien sie aber wiederum, wenn man mit Freunden schreibt, die eine andere Sprache sprechen.

Gibt es etwas zu beachten?

Bestimmt hat auch Ihr Kind Spaß daran, Nachrichten mit lustigen Gesichtern oder Tieren zu schmücken. Trotzdem sollte man daran denken, dass zu viele Emojis die Kommunikation auch mal erschweren können. Machen Sie Ihrem Kind bewusst, dass es in der Kommunikation über das Smartphone schnell zu Missverständnissen kommen kann. Wenn man unsicher ist, wie eine Nachricht gemeint ist, kann man auch einfach nachfragen.

Mit diesem Emoji-Quiz können Sie gemeinsam mit Ihren Kindern (ab 12 Jahren) Ihr Wissen zu Emojis und deren Bedeutung testen.