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23.12.2021

Suchmaschinen für Kinder und Jugendliche

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2 Minuten Lesezeit
3-17 Jahre
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© Monkey Business Images/Shutterstock.com

“EM 2021”, “Bundestagswahl” und “Corona”, diese Begriffe wurden im Jahr 2021 am häufigsten gegoogelt. Doch Google und andere Suchmaschinen wurden nicht in erster Linie für Kinder entwickelt. Ohne Filter können Kinder schnell auf Seiten mit ungeeigneten Inhalten landen. Deshalb gibt es Kindersuchmaschinen. 

Kindersuchmaschinen – was ist das? 

Kindersuchmaschinen sind einfach zu bedienen und setzen kindgerechte Sprache und Bilder ein. Außerdem gibt es Tipps und Hinweise, wie Suchmaschinen am besten genutzt werden können, etwa mit welchen Begriffen genau die Informationen gefunden werden, die man sucht. Die meisten Angebote richten sich an Kinder zwischen 6 und 12 Jahren. Kindersuchmaschinen verlinken nur auf unbedenkliche und für Kinder interessante Inhalte. Alle Webseiten werden vorab von Medienpädagoginnen geprüft und freigegeben. Damit ist ein sicheres Surfen im Netz möglich. Außerdem können Kinder üben, im Internet nach Websites und für sie wichtige Informationen zu suchen. Sie erwerben so wichtige Fähigkeiten. Ältere Kinder können nach dieser Übungsphase an Suchmaschinen für Erwachsene herangeführt werden. 

Welche Suchmaschinen gibt es? 

Für Kinder von 6 bis 12 Jahren eignen sich die Suchmaschinen fragFINN und Blinde KuhHelles Köpfchen richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 16 Jahren. Diese Webseiten enthalten kindgerechte Artikel und Verlinkungen zu sicheren Online-Spielen und Videos. Bis auf Helles Köpfchen sind die Suchmaschinen werbefrei. Ältere Kinder können gängige Suchmaschinen wie GoogleEcosiaYahoo und Bing nutzen. Dort können bestimmte Filter aktiviert werden, die verhindern, dass ungeeignete Inhalte in den Suchergebnissen angezeigt werden. Diese Filter heißen bei GoogleBing und Yahoo “SafeSearch”. Bei einigen Suchmaschinen kann ein Account angelegt werden, mit dem Filter dann dauerhaft und passwortgeschützt aktiviert werden können. 

Was sollten Eltern beachten? 

Kindersuchmaschinen sind so aufbereitet, dass Kinder sie selbständig nutzen können und sie bei ihren ersten Schritten im Internet möglichst positive Surferfahrungen machen. Begleiten Sie Ihr Kind bei der ersten Nutzung und erkunden Sie gemeinsam die Suchmaschine. So können Sie wichtige Funktionen für die Suche genauer erklären. Nach dem ersten gemeinsamen Testen können Kinder die jeweilige Kindersuchmaschine ohne Bedenken selbständig nutzen. Dafür ist es empfehlenswert, eine Kindersuchmaschine für die Standardsuche im Browser einzurichten. Zusätzlich kann eine Kindersuchmaschine als Startseite eingerichtet werden.  

Falls Ihre Kinder bereits den Umgang mit Suchmaschinen beherrschen und Suchmaschinen wie Google nutzen, aktivieren Sie einen Filter. Beachten Sie, dass die Suche trotz Filter nie so sicher ist wie die Überprüfung der Inhalte durch Medienpädagogen und dass Filter selbständig aktiviert und deaktiviert werden können. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, wie es reagieren soll, wenn es auf ungeeignete Inhalte stößt. Sie können unpassende Inhalte, die trotz Filtereinstellungen angezeigt werden, den jeweiligen Suchmaschinen melden.  

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