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Kommunikation über Messenger

Kommunikation, die über Messenger wie WhatsApp, Signal, Threema oder Telegram stattfindet, ist für Jugendliche ein Grundbedürfnis. Hier wird Belangloses  ausgetauscht, ebenso wie Meinungen, Organisatorisches, Videos und Fotos mit Gleichaltrigen. Aber auch Konflikte werden darüber ausgetragen und die Wirkung der eigenen Person auf andere getestet. Man schreibt nicht auf Pinnwände, sondern in einem mehr oder weniger persönlichen Chat mit einzelnen oder mehreren Personen. Über Messengern wird scheinbar privat kommuniziert. Es lassen sich aber auch Gruppenchats organisieren und einzelne Nutzer blockieren. Oft sind die Gruppen so groß, dass von Privatheit keine Rede sein kann. Außerdem lassen sich z. B. Fotos auf anderen Geräten abspeichern und unbemerkt weiterversenden.

Copyright: Ute Grabowsky/photothek.net

Die Beliebtheit von Messengern geht schlichtweg auf die weite Verbreitung des Angebots zurück. Die Apps sind oft kostenlos und mit einer Internetflat oder WLAN-Zugang fallen keine weiteren Kosten an. Natürlich bergen sie auch Risiken. Wenn Sie sich über die Sicherheit Ihrer Daten bzw. der Ihrer Kinder Gedanken machen, vergleichen Sie einfach mal die Bedingungen einzelner Messenger. Was passiert dort mit den Daten? Ist die Kommunikation verschlüsselt? Gibt es sichere Messenger? In den Nutzungsbedingungen vieler Messenger ist ein Alter von 13 oder sogar 16 Jahren Voraussetzung für die Anmeldung. Wenn Ihr Kind jünger ist, müssen Sie der Nutzung zustimmen.
Über das Social Web gibt es außerdem weitere zahlreiche Möglichkeiten wie z. B. Instagram und TikTok mit geringem Aufwand an der Welt teilzuhaben und mit anderen in Kontakt zu bleiben. Wobei Jugendliche durchaus zwischen der eher öffentlichen Kommunikation über Plattformen wie Instagram und dem mehr oder weniger privaten Austausch unterscheiden (können). Mit dem Smartphone geschieht dies zu jeder Zeit an jedem Ort und vor allem auf ganz unterschiedliche Weise.

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