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Internetguide für Eltern
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Internetguide für Eltern

YouTube

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https://www.youtube.com/watch?v=jzrxrOMZ1LY_%_

Kurz gefasst:

  • weltweit größtes und beliebtes, kostenfreies Videoportal
  • Videos von professionellen Kanälen, YouTubern, Medien und privaten Nutzer*innen anschauen auch ohne Anmeldung
  • selbst eigene Videos produzieren und hochladen, Bewertungen, Austausch in Community
  • Mindestalter laut Anbieter ab 13 Jahren, jüngere Kinder: YouTube Kids
  • Vorsicht: Vielzahl an Inhalten und damit auch für Kinder und Jugendliche ungeeignete oder bedenkliche Videos oder Kommentare, jugendliche Videomacher*innen können sensible Daten von sich, Familie und anderen preisgeben

Was ist YouTube?

YouTube ist aktuell das größte und beliebteste Videoportal der Welt. Kinder und Jugendliche können unzählige Videos zu vielfältigen Themen und von verschiedenen Produzenten anschauen. Sie können aber auch eigene Videos hochladen, die Videos anderer bewerten und kommentieren sowie sich mit anderen Nutzer*innen in der Community austauschen.

Was fasziniert Kinder und Jugendliche besonders an dem Angebot?

YouTube bietet für jeden Geschmack etwas: Kinder und Jugendliche finden unzählige Videos, Themen und Kanäle für alle Altersgruppen und Interessen. Die Inhalte stammen aus der ganzen Welt, es gibt Videos von professionellen Kanälen (Musikvideos, Shows, Kinderserien, Prominente, erfolgreiche YouTuber). Aber auch private Nutzer*innen laden Videos rund um Computerspiele, Tutorials zum Nachmachen, witzige Challenges und Einblicken in ihren Alltag hoch. Man kann das Portal rein rezeptiv nutzen, also wie einen eigenen, individuellen Fernsehsender ganz nach den eigenen Interessen und Präferenzen. Hierfür muss man sich nicht anmelden. Gerade für jüngere Kinder ist diese Form der Nutzung sehr ähnlich zum Fernsehen, das immer noch ihr absolutes Lieblingsmedium ist.

Ältere Kinder und Jugendliche sind fasziniert von den Videos der erfolgreichen YouTuber, die oftmals selbst noch jugendlich oder sehr junge Erwachsene sind. In Let’s Play Videos lassen sie sich beim Computerspielen zuschauen, zeigen, wie sie wohnen und ihren Alltag verbringen, filmen sich bei witzigen Challenges mit ihren Freunden, beim Reisen und Shopping und vieles mehr. Dabei bauen sie eine große Nähe zu ihrer Community, ihren Fans auf. Nutzer*innen entscheiden über neue Videos und Themen, können oftmals etwas gewinnen, werden auf diversen Social Media Kanälen mit Neuigkeiten versorgt, auch wenn gerade kein neues Video veröffentlicht wird.

Selbst Videos zu produzieren und hochzuladen bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich kreativ auszuprobieren. Das können sie allein, mit Freunden oder als Gruppe im Rahmen von Schule und Freizeit tun. Sich selbst vor oder hinter der Kamera auszutesten, wichtige Themen und Erlebnisse mit anderen zu teilen oder einfach Spaß zu haben, bringen eine hohe Motivation bei der Nutzung mit sich. Durch Bewertungen und Kommentare anderer erfahren sie Anerkennung und Feedback sowie merken dabei, welche Inhalte anderen gefallen und können sich mit den Nutzer*innen auszutauschen.

Was ist problematisch an dem Angebot?

Es handelt sich um eine weltweite Nutzercommunity, mit einer riesigen Bandbreite an Inhalten, sekündlich neu hochgeladenen Videos mit eingehenden Kommentaren. Daher besteht das potentielle Risiko, dass Kinder Inhalte begegnen, die nicht für sie geeignet oder sogar entwicklungsbeeinträchtigend sein können. Videos können bspw. gewalthaltige, anstößige, verstörende Inhalte zeigen, zu riskantem Verhalten anregen, versteckte Werbung enthalten oder einfach nicht altersentsprechend für junge Nutzer*innen sein. Auch die Kommentare unter den Videos können Gewalt, Hass, Beleidigungen oder Belästigungen enthalten.

Wenn Heranwachsende ihre eigenen Videos produzieren, besteht das Risiko, dass sie persönliche Daten von sich oder auch von Freunden und Familienmitgliedern preisgeben. Wenn andere ungefragt im Video zu sehen sind, liegt eine Verletzung des Rechts am eigenen Bild vor. Kinder und Jugendliche können bei der Verwendung von Musik oder anderen Videoauschnitten gegen das Urheberrecht verstoßen.

Das Portal ist kostenfrei und enthält Werbung und kommerzielle Inhalte, bspw. vor oder zwischen Videos geschaltete Werbespots. Gesponserte Inhalte oder Produktplatzierungen können für Heranwachsende unter Umständen schwer zu erkennen und durchschauen sein.

Was meint der Anbieter?

YouTube klärt die Nutzer*innen mit den Community-Richtlinien über angemessene Inhalte und ein respektvolles Miteinander auf. Der Anbieter ist grundsätzlich nicht verantwortlich für die Inhalte der von den Nutzer*innen hochgeladenen Videos. Die Nutzungsbedingungen geben gewisse Grenzen (z.B. Strafgesetze) vor. Werden diese Grenzen überschritten und der Anbieter erhält Kenntnis davon, werden diese Inhalte entfernt. Bestimmte Videos sind zudem nur für Nutzer sichtbar, die 18 Jahre oder älter sind. Die Community-Richtlinien geben den Nutzern Verhaltensregeln auf der Plattform vor. Bei Plattformen wie YouTube, die allein aus nutzergenerierten Inhalten bestehen, sind funktionierende Meldemöglichkeiten und ein effektives Beschwerdeverfahren essentiell.

Die meisten Inhalte von YouTube sind auch ohne Anmeldung sichtbar. Nur bei einzelnen Videos ist es erforderlich, mit einem Google-Benutzerkonto angemeldet und mindestens 18 Jahre alt zu sein. Das grundsätzliche Mindestalter für ein Google-Konto und damit auch für YouTube beträgt 13 Jahre.

Was sollten Eltern beachten?

Die Fülle und Schnelllebigkeit des Angebots birgt für Kinder und Jugendliche das potentielle Risiko, Inhalten zu begegnen, die nicht geeignet und schlimmstenfalls sogar bedenklich oder verstörend sein können. Daher empfiehlt sich bei jüngeren Kindern die gemeinsame Nutzung des Portals mit den Eltern. Zeigen Sie hier Interesse an den beliebten Inhalten und fragen Sie nach. Damit signalisieren Sie Offenheit und ermutigen auch ältere Kinder und Jugendliche, bei negativen Erfahrungen das Gespräch mit Ihnen zu suchen. Besprechen Sie die Möglichkeiten, Inhalte zu melden und nutzen Sie diese auch im Notfall. Angemeldete Nutzer*innen können Sicherheitsfeatures nutzen, dann werden bspw. bestimmte Videos nicht angezeigt.

Wenn Jugendliche selbst Videos produzieren, sollten Eltern vorab mit ihnen besprechen, welche Themen und Inhalte in den Videos vorkommen werden. Das betrifft auch, ob und wie viele persönliche Informationen andere Nutzer*innen dadurch von ihnen erfahren könnten. Diskutieren Sie unbedingt die Möglichkeit, Videos auf privat und nicht öffentlich zu stellen. Damit werden Videos in der Suche aufgefunden oder eben nicht. Bei öffentlichen Videos können zudem Kommentare von allen Nutzenden eingehen. Schauen Sie die Datenschutzoptionen gemeinsam an und stellen Sie sie entsprechend ein. Wenn die Kommentarfunktion aktiviert wird, sollten Jugendliche wissen, wie sie diese moderieren und ggf. entfernen können. Im Fall von Missbrauch oder Spam können sie diese dem Anbieter melden oder den Nutzer sperren.

Der eingeschränkte Modus ist eine Einstellungsoption auf YouTube, die bestimmte Inhalte ausblendet, zum Beispiel Gewalt oder Nacktheit. Eltern können den sicheren Modus aktivieren, wenn sie sicherstellen möchten, dass ihre Kinder derartige Inhalte nicht sehen können.