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01.11.2019

Influencer ist nicht gleich Influencer

6-10 Jahre
11-13 Jahre
14-17 Jahre
Kommunikation
Kreativität
Unterhaltung
Social Media
Video
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Sonstige
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2 Minuten Lesezeit
Copyright: Thomas Trutschel/photothek.net

Besonders 12- bis 17-Jährige verbringen oft mehrere Stunden am Tag auf Social Media-Plattformen wie YouTube, Snapchat, TikTok oder Instagram. Dabei sehen sie sich Inhalte von Menschen an, die sie zwar nicht persönlich kennen, aber trotzdem eine Menge über sie wissen. Auch wenn der Begriff Influencer nach starkem Einfluss klingt, entscheidet sich Ihr Kind aus bestimmten Gründen und aktiv dafür, jemandem zu folgen und seine Videos anzuschauen. Bestimmte Influencer sind dabei unterschiedlich wichtig oder von dauerhaftem Interesse.

Influencer berichten in Bildern oder Videos von ihrem vermeintlichen Alltagsleben oder beschäftigen sich mit Themen wie Mode, Beauty oder Gaming. Influencer bieten Orientierung, wenn es z. B. um die eigene Identitätssuche geht, aber auch so etwas wie Freundschaft. Man kann zwischen verschiedenen Influencer-Typen unterscheiden:

Influencer-Typen nach Followerzahlen

Die einfachste Einteilung ist die nach der Anzahl der Follower, die sagt, wie groß die Reichweite eines Influencers ist. Auch Influencer mit geringer Reichweite sind für Unternehmen bedeutsam, um mit ihnen zu werben. Die gängigsten Begriffe sind folgende:

Mega-Influencer, Super-Influencer oder Hero-Influencer
Diese Influencer haben Millionen­-Reichweiten und bekommen die höchste Aufmerksamkeit in sozialen Netzwerken. Sie sind die Stars der Szene, so z. B. Bibi oder Lisa und Lena.

Star-Influencer oder Promi-Influencer
So nennt man Influencer, die als Sportler, Film- oder Popstar prominent geworden sind und auch außerhalb von Social Media eine große Fan-Community haben.

Makro-Influencer oder Everyday-Influencer
Sie haben eine geringere, aber immer noch große Reichweite mit ca. 50.000 Follower. Sie gelten als Vorbilder in ihrer Szene und setzen oft neue Trends.

Aber auch Mikro- oder Nano-Influencer haben starken Einfluss. Sie sind bei bestimmten Themen Experten, z. B. Blogger oder Youtuber mit Kanälen zu speziellen Themen. Sie gelten auf ihrem Gebiet als sehr glaubwürdig und haben eine treue Anhängerschaft. Aufstrebende bzw. Rising-Influencer gelten als die kommenden Talente, mit einer noch geringen Reichweite.

Influencer-Typen nach Art ihres Auftretens

Influencer lassen sich auch nach den Themen und der Art und Weise, wie sie auftreten, unterscheiden:

Stil-Inspiratoren
Sie zelebrieren Lifestyle im Bereich Beauty, Autos, Fashion, Essen und Reisen. Dem Nutzer ermöglichen sie Tagträumerei, bleiben aber gleichzeitig durch ihre Interaktion nahbar.

Coaches
Sie sind Mentoren, d. h. nehmen den Follower an die Hand, bieten Orientierung und konkrete Ratschläge. Themen können von Do-it-yourself über Lifehacks und Lebensberatung bis hin zu jedem Hobby und Nischeninteresse reichen.

Experten
Zwar bedienen sie oft nur eine kleine Nische als Mikro-Influencer, sind darin aber eine große Autorität. Sie bieten durch ihre große Kompetenz den Followern wertvolle Orientierung zu einem bestimmten Thema.

Erklärer
Ihnen geht es darum, Alltags-, Politik- und Wissenschaftsthemen verständlich zu machen und anderen nahe zu bringen. Außerdem haben ihre Follower die Möglichkeit, sich dank ihnen eine eigene Meinung zu bilden. Ihre Glaubwürdigkeit ziehen sie aus ihrer Überzeugung.

Selbstdarsteller und Unterhalter
Sie sind lustig und kurzweilig. Beim Anschauen ihrer Videos kann man kurz dem Alltag entfliehen. Mit Einfallsreichtum und viel Charakter bieten sie gute Unterhaltung.

Missionare
Diese Vorbilder vertreten bestimmte Ideale aus dem Alltag, der Politik oder der Lebensführung, die sie befolgen.

Fragen Sie Ihr Kind danach, was es an der einen oder anderen Person begeistert und interessiert. Vielleicht finden auch Sie Inspiration bei einem Influencer!

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