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Internetguide für Eltern
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Internetguide für Eltern

Woran erkenne ich eine gute Kinderseite?

Ihr Kind ist ungefähr zwischen 6 und 12 Jahre alt und schon im Internet unterwegs? Kinder in diesem Alter sollten beim Surfen von Erwachsenen begleitet werden. Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind nur zu Internetseiten gelangt, die unbedenklich und für Kinder geeignet sind. In Deutschland gibt es eine vergleichsweise einzigartig große und vielfältige Kinderseitenlandschaft. Kennen und nutzen Sie und Ihre Kinder diese? Recht bekannt sind sogenannte Kindersuchmaschinen. Gibt man einen Suchbegriff ein, wird in der Regel auf Webseiten verwiesen, die sich speziell an Kinder richten. Die bekanntesten deutschen Kindersuchmaschinen sind www.blindekuh.de und www.fragfinn.de. Es gibt viele weitere Webangebote für Kinder. Woran Sie eine gute Kinderseite erkennen und wie kindgerecht die Lieblingsseite Ihres Kindes ist, können Sie herausfinden. Wir haben Ihnen die wichtigsten Kriterien für gute Kinderseiten zusammengestellt:

Inhalte

  • Die Inhalte und Funktionen der Webseite animieren Kinder dazu, ihre Neugierde auszuleben, ihre Fantasie anzuregen und spielerisch Neues zu lernen. Kreative, unterhaltsame sowie interaktive Elemente sollten eingebunden sein.
  • Auf der Webseite sind keine Inhalte wie Texte, Bilder oder Videos vorhanden, die Angst machen oder gruselig sind.

Ansprache/Gestaltung

  • Die Webseite ist für Kinder attraktiv und freundlich gestaltet und einfach zu bedienen.
  • Die Seite richtet sich sprachlich speziell an Kinder, indem z.B. verständliche und ansprechende Texte vorhanden sind sowie eine „Du“-Ansprache.

Chats oder Communities

  • Es gibt einen sicheren Kommunikationsraum, den man auf der Seite gut findet. Sicher heißt, es gibt eine Moderation oder/und den Einsatz technischer Funktionen.
  • Moderator*innen reagieren sehr zeitnah auf Fragen oder bedenkliche Einträge der Kinder.

Impressum

  • Es gibt ein Impressum, das klar macht, wer oder welche Firma/Einrichtung für die Inhalte der Webseite verantwortlich ist.
  • Der*die Seitenbetreiber*in ist schnell über angegebene Kontaktdaten zu erreichen.

Datenschutz

  • Für das Betreten der Webseite sowie auf der Seite selbst sollten keine persönlichen Daten des Kindes – wie eine E-Mail-Adresse – abgefragt werden. Falls doch Daten abgefragt werden, sollte dies nur sehr sparsam gehalten und eine Erklärung vorhanden sein, wozu das notwendig ist. In so einem Falle sollte es einen Hinweis geben, dass das Kind einen Erwachsenen fragen soll, wenn es Daten eingeben muss.
  • Es ist eine verständliche Datenschutzerklärung vorhanden, die man leicht findet und im besten Falle in kindgerechter Sprache.

Werbung

  • Die Kinderseite sollte werbefrei sein. Falls Werbeanzeigen eingebunden sind, sollten sie dementsprechend deutlich gekennzeichnet und vom redaktionellen Bereich abgetrennt sein. Kinder sollten erkennen können, dass es sich um Werbung handelt. Es gibt keine Kaufaufforderungen sowie verlockende, irreführende Werbeformulierungen oder gar problematische Werbeinhalte.

Externe Links

  • Das Internet lebt durch Vernetzung. Gerade auf Kinderseiten sollten Verlinkungen auf andere Webseites jedoch kenntlich gemacht werden, z.B. durch einen Hinweis auf einer Zwischenseite. Es sollte nur auf unbedenkliche Internetseiten verwiesen werden.

Elternbereich

  • Es sollte ein Elternbereich geben, der Erwachsene über die Webseite informiert (z.B. zum Inhalt und zur Zielgruppe), einem Hinweis zur Einhaltung des Jugendmedienschutzes und (Link-) Tipps rund um sicheres Surfen für Kinder.

Surft Ihr Kind auf guten Kinderseiten, kann es bereits einen geschärften Blick für Kriterien einer seriösen Internetseite entwickeln und sich in Medienkompetenz schulen. Möchte Ihr Kind spielerisch herausfinden, wie fit und sicher es bereits im Internet unterwegs ist, kann es den „Führerschein fürs Internet“ beim Internet-ABC ablegen: Zum Surfschein-Quiz