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14.01.2022

Kinderschutz-Apps im Überblick

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2 Minuten Lesezeit
6-13 Jahre
Sicherheit
Apps
Toolbeschreibung
Copyright: Ute Grabowsky/photothek.net

Spielen auf dem Tablet, ein Chat mit Freunden oder Videos anschauen, Kinder sind schon früh in der digitalen Welt unterwegs. Im Netz können Kinder auf Inhalte stoßen, die für sie nicht geeignet sind. Es ist also wichtig, gemeinsam mit Ihrem Kind eine sichere Mediennutzung einzuüben. Dabei können verschiedene Apps Eltern unterstützen, Kinder im Netz zu schützen und auch zu kontrollieren.  

Was sind Kinderschutz-Apps? 

Kinderschutz-Apps gibt es in verschiedenen Ausführungen. Sie können bestimmte Websites mit für Kinder ungeeigneten Inhalten blockieren, die Bildschirmzeit limitieren oder per GPS den Standort des Geräts und somit des Kindes nachverfolgen. Dabei sollte der Fokus nicht auf Überwachung und Kontrolle liegen, sondern auf dem Schutz ihres Kindes. Im Folgenden werden die dafür am häufigsten empfohlenen Apps vorgestellt.  

Welche Apps gibt es?  

Vor der Auswahl sollten Sie mit Ihrem Kind besprechen, welche Funktionen es am Handy nutzen möchte: Welche Apps wünscht sich Ihr Kind? Für was nutzt es das Handy am liebsten? Ebenso sollten Sie sich selbst fragen, was Sie durch die Kinderschutz-App erreichen möchten: Möchten Sie bestimmte Apps, Websites oder Funktionen sperren? Möchten Sie die Aktivität Ihres Kindes beobachten oder beschränken? Nach diesen Kriterien können Sie aus verschiedenen Apps auswählen. 

Salfeld Kindersicherung 

Die von der Stiftung Warentest am besten bewertete App, kostet jährlich 19,99 Euro. Sie ist nur kompatibel mit Android-Smartphones und Windows-PCs. 
Was bietet die App? Eltern können Zeitlimits und Einschränkungen für jede App und Website individuell einstellen. Außerdem kann eine Liste mit unerwünschten Websites erstellt werden, auf die Ihr Kind keinen Zugriff hat. Daneben kann die Aktivität des Kindes überprüft werden. 
Nachteile der App? Nutzungsdaten Ihres Kindes müssen weitergeleitet werden, zwar anonymisiert, aber es besteht die Möglichkeit, dass durch Datenlecks Dritte Zugriff erhalten. 
Weitere Informationen zu der App gibt es in unserem Beitrag hier

Kids Place Parental Control 

Diese App beschränkt das ganze Gerät auf bestimmte Funktionen, die vorab eingestellt werden. Sie ersetzt das gesamte Aussehen des Geräts mit einer kinderfreundlichen Benutzeroberfläche. Sie kann auf iOS und auf Android-Geräten genutzt werden. 
Was bietet die App? Die App kontrolliert das Herunterladen von Anwendungen, In-App und Online-Käufen sowie das Versenden von Nachrichten und Tätigen von Anrufen. Zudem kann ein Zeitlimit gesetzt werden. Ein Vorteil für Eltern mehrerer Kinder: Es können verschiedene Benutzerprofile eingerichtet werden, sodass Kinder unterschiedlichen Alters ein passendes Profil nutzen können. 
Nachteile der App? Die App kann kostenlos heruntergeladen werden, kostet aber dann pro Monat eine Gebühr. Einstellungen können nur auf dem Gerät des Kindes verändert werden. Weitere Informationen zu der App gibt es hier

Google Family Link 

Diese kostenlose App kann auf Android- und iOS-Smartphones, Tablets und PCs genutzt werden. Die App wird auf das Eltern-Smartphone heruntergeladen und mit dem Google-Konto des Kindes verknüpft. 
Was bietet die App? Downloads von Apps und App-Zugriffe können vom Eltern-Smartphone aus geprüft und eingestellt werden. Außerdem können bestimmt Inhalte bei Google-Suchen gesperrt werden. Zudem können Sperrzeiten und Zeitbeschränkungen eingestellt werden. Neben diesen Beschränkungen können Eltern über die Reporting Funktion die Aktivitäten des Kindes im Netz einsehen. 
Nachteile der App? Zur Nutzung sind Google-Konten nötig. Außerdem werden die Daten des Kindes und der Eltern auf dem Google-Server gespeichert. Ältere Kinder können ggf. Sicherheitseinstellung mit Anleitungen im Netz umgehen. 
Weitere Informationen zu der App gibt es in unserem Beitrag hier

Es gibt auch Apps, die ganz einfach ein sicheres Surfen im Netz ermöglichen. Dazu zählen zum Beispiel die fragFINN-App oder die Jusprog-App. Sie funktionieren mithilfe von Listen mit Webseiten, die für Kinder ungeeignet sind. Diese Webseiten sind automatisch gesperrt. Im Gegensatz zu anderen Apps müssen dabei einzelne Beschränkungen nicht extra eingestellt werden.
Weitere Informationen zu der fragFinn-App gibt es in unserem Beitrag hier und zur JusProg-App hier.

Was sollten Eltern beachten? 

Auch mit Einsatz der Kinderschutz-Apps können Kinder nicht vollends geschützt werden. Cybermobbing oder Hassrede im Netz können Ihrem Kind weiterhin begegnen. Kinderschutz-Apps bieten ausschließlich eine digitale Kontrolle der Mediennutzung. Sprechen Sie immer wieder offen über Gefahren im Netz mit Ihren Kindern und vereinbaren Sie Regeln zur Mediennutzung in der Familie.   

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