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17.10.2025

„Nur noch diese eine Runde!“ – Games in der Familie

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3 Minuten Lesezeit
6-17 Jahre
Sicherheit
Unterhaltung
Spiele
Anleitung
Artikel
Unsplash/Igor Karimov

„Ich höre gleich auf – wirklich!“ Kennen Sie diesen Satz von Ihrem Kind? Dann ist es bestimmt ein großer Fan von Games. Egal ob per Smartphone, Tablet, PC oder Konsole – digitale Spiele sind für viele Kinder und Jugendliche eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Es macht ihnen Spaß, ihre spielerischen Fähigkeiten einzusetzen und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig kann das Thema Zocken zuhause auch zu Konflikten führen, zum Beispiel wenn es um die Auswahl der Spiele oder die Medienzeit geht. Wir haben die wichtigsten Empfehlungen für einen guten Umgang mit Games in der Familie für Sie zusammengefasst.

Faszination verstehen und Interesse zeigen

In Spielwelten eintauchen, einfach Mal abschalten, Neues lernen oder sich mit anderen messen – was fasziniert Ihr Kind am Gaming? Lassen Sie sich von Ihrem Kind zeigen, wie ein Spiel funktioniert und was es darin erlebt. Nicht immer werden Sie die Faszination nachempfinden können. Nehmen Sie Ihr Kind mit seiner Begeisterung aber trotzdem ernst. Beobachten Sie Ihr Kind beim Spielen und fragen Sie nach. So können Sie erkennen, ob es Realität und Fiktion auseinanderhalten kann, ob es die dargestellten Inhalte versteht und mit welchen Herausforderungen es konfrontiert ist. Spielen Sie auch mal gemeinsam!

Jugendmedienschutz beachten und für Sicherheit sorgen

Nicht jedes Game, das es von Freund*innen kennt oder das von Streamer*innen beworben wird, ist für Ihr Kind geeignet. Gerade Aspekte wie Inhaltsrisiken, Online-Interaktionen und Kaufanreize stellen Herausforderungen beim Gaming dar. Beachten Sie deshalb die Alterskennzeichen der USK und erlauben Sie Ihrem Kind nur Zugang zu Spielen, die für sein Alter angemessen sind. . Treffen Sie Sicherheitseinstellungen an Geräten, in Konten und in den Spielen selbst. Einen Überblick über die Jugendschutzeinstellungen verschiedener Plattformen bietet der Spieleratgeber NRW und das Infoangebot medien-kindersicher.de.

Beurteilungen lesen und altersgerecht auswählen

Alterskennzeichen sind keine pädagogischen Empfehlungen: Prüfen Sie die Eignung daher immer sowohl anhand der Freigabe als auch am individuellen Entwicklungsstand Ihres Kindes. Pädagogische Altersempfehlungen unterstützen Sie dabei, passende Inhalte auszuwählen. In diesem Artikel stellen wir geeignete Online-Plattformen für pädagogische Spielebewertungen vor. Testen Sie die Spiele aus und bilden Sie sich ein Urteil, welches Spiel altersgerecht und für Ihr Kind geeignet sind. Spielen Geschwister unterschiedlichen Alters miteinander, richten Sie sich bei der Auswahl nach dem jüngeren Kind.

Regeln vereinbaren und Zeiten festlegen

Legen Sie gemeinsam Medienregeln fest, an die sich alle Familienmitglieder halten. Bestimmen Sie zusammen mit Ihrem Kind Zeiten, zu denen es zocken darf oder vereinbaren Sie, wie viel Zeit Ihr Kind in der Woche mit Games verbringen kann. Die Spieldauer sollte sich nach Ihrer Einschätzung und Ihren Erfahrungen mit Ihrem Kind richten. Was beim Zocken gar nicht funktioniert, ist, zu einem bestimmten Zeitpunkt aufzuhören. Besser ist es, wenn Sie vereinbaren, dass mit dem Ende eines Levels aufgehört wird. Alle Regeln sollten für Ihr Kind gut nachvollziehbar sein. Bleiben Sie über die Medienregeln im Gespräch und passen Sie sie an den Entwicklungsstand Ihres Kindes an. Zockt Ihr Kind auch Mal bei Freund*innen? Dann gehen Sie mit den anderen Eltern ins Gespräch und treffen Sie gemeinsam Abmachungen, welche Games dort wie lange gespielt werden dürfen. Mehr Informationen und Tipps zu Spielregeln finden Sie auf der Webseite der USK.

Risiken in Online-Games im Blick haben

Online-Games machen Spaß, fördern Teamgeist und Kommunikation. Die Spiele und Plattformen wie Steam, Twitch oder Discord bergen aber auch Risiken wie Beleidigungen, Desinformation und ideologische Einflussnahme. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über eine respektvolle Kommunikation, den Umgang mit Gaming-Sprache und das kritisches Prüfen von Infos. Klären Sie Ihr Kind auf, welche Daten es schützen sollte, wie es mit fremden Kontakten umgehen soll und welchen Risiken es im Netz begegnen kann – wie z. B. Cybergrooming. Ermutigen Sie es, störende Accounts zu blockieren und möglichst moderierte Chats zu nutzen. Nutzen Sie Jugendschutz- und Privatsphäre-Einstellungen, um bei Bedarf die Kommunikation auf bekannte Kontakte zu begrenzen. Führen Sie regelmäßige Gespräche, achten Sie auf USK-Hinweise wie „Kontaktrisiken“ oder „erhöhte Kommunikationsrisiken“. Seien Sie als Ansprechperson für Ihr Kind da, sodass es sich bei Unsicherheiten jederzeit bei Ihnen meldet.

Ausgewogenes Zocken und medienfreie Zeit unterstützen

Verbieten Sie Ihrem Kind nicht das Spielen, weil es Mist gebaut hat, und benutzen Sie das Spielen nicht als Belohnung. Denn dadurch bekommt es nur einen höheren Stellenwert. Haben Sie die Bildschirmzeit Ihres Kindes im Blick und greifen Sie ein, wenn es zu viel werden sollte. Jedes Kind braucht Zeiten, in denen es sich bewegen und unabhängig vom Bildschirm Dinge erleben kann. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, Freizeitbeschäftigungen wie Sport oder Musik nachzugehen, Freund*innen auch offline zu treffen und etwas mit Ihnen und der Familie zu unternehmen.

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