Aus Bausteinen eigene Welten bauen, in fantasievolle Rollen schlüpfen und spannende Missionen erfüllen – die Onlinespiele-Plattform Roblox erfreut sich bei Jugendlichen großer Beliebtheit. Roblox verbindet Gaming, Social Media und kreatives Gestalten. Da sowohl Chatfunktionen als auch problematische Inhalte enthalten sind und manche mit ihren Spielen Geld verdienen, gilt seit Januar 2025 eine Altersfreigabe ab 16 Jahren.

Roblox ist eine Online-Spieleplattform, auf der Nutzer*innen eigene Spiele entwickeln und die Spiele anderer spielen können. Der Name setzt sich aus den englischen Wörtern Robots (dt.: Roboter) und Blocks (dt.: Blöcke) zusammen. In einer an Klemmbausteine erinnernden Optik entstehen virtuelle Welten. Roblox ist eine Mischung aus Spielewelt und sozialem Netzwerk und erinnert an Minecraft.
Roblox ist auf vielen verschiedenen Geräten sowie als App verfügbar. Auch das Spiel mit einem Virtual-Reality-Headset wird unterstützt. Diese plattformübergreifende Verfügbarkeit sorgt dafür, dass Spieler*innen auf verschiedenen Geräten unkompliziert miteinander spielen können.
Roblox filtert Spiele und Erlebnisse automatisch nach Altersstufen. Grundlage dafür sind sogenannte Content Labels, die jedes Spiel einer Altersgruppe zuordnen. Abhängig vom im Konto hinterlegten Alter werden nicht alle Inhalte angezeigt oder sind nur mit Zustimmung der Eltern zugänglich.
Nach der Registrierung auf roblox.com erhalten die Spieler*innen eine vorgefertigte Spielfigur (sog. Avatar), die sie nach Belieben anpassen können. Standardkleidung oder andere kosmetische Eigenschaften, wie eine erste Frisur, sind kostenlos. Einige Extra-Accessoires kosten Geld in Form der eigenen Währung Robux. Funktionen wie das Erstellen von Spielen sowie das Spielen selbst sind kostenfrei verfügbar.
Viele Jugendliche lieben das Spiel, weil sie ganz einfach selbst Spiele entwickeln können. Registrierte Nutzer*innen können mit dem Bau-Tool “Roblox-Studio” ihre eigenen Spiele erstellen und sie mit anderen teilen. Es lassen sich einfache Bauwerke, aber auch komplexe Erlebniswelten gestalten. In der Community von Roblox können sich Jugendliche miteinander kreativ austoben und miteinander kommunizieren.
Roblox ist besonders bei jungen Spieleentwickler*innen beliebt, da sie dort eigene Spiele gestalten und veröffentlichen können. Wird ein Spiel von anderen Nutzer*innen häufig gespielt und Geld investiert, besteht die Möglichkeit, dass auch die Entwickler*innen – also zum Beispiel Ihr Kind – einen Anteil daran verdienen.
Auch Jugendliche, die nicht selbst in die Spielentwicklung einsteigen wollen, sind von den unzähligen Spieleangeboten fasziniert.
Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat im Januar 2025 das Alterskennzeichen für Roblox von 12 auf 16 Jahre angehoben. Für diese Entscheidung gab es mehrere ausschlaggebende Gründe:
Hinzu kommt, dass die Plattform es Nutzer*innen ermöglicht, über Text- und Sprach-Chats zu kommunizieren. Deshalb bestehen Risiken wie Cybermobbing, Cybergrooming und Hate Speech. Außerdem enthalten einige Spiele Elemente, die Glücksspiel ähneln, wie etwa den Kauf von zufälligen virtuellen Gegenständen (Lootboxen).
Der Empfehlungsalgorithmus kann problematische Inhalte oder Spiele mit starken Kaufanreizen häufiger anzeigen. Manche Spiele setzen außerdem auf tägliche Belohnungen oder zeitlich begrenzte Aktionen, die zum häufigen Zurückkehren motivieren.
Zusätzlich bemängelte die USK fehlende wirksame Vorsorgemaßnahmen seitens der Plattformbetreiber, wie etwa unzureichend gesicherte Kinderkonten und das Fehlen von Alterskennzeichnungen nach deutschen Standards. Aufgrund dieser Aspekte wurde die USK-Alterskennzeichnung angepasst, um den Jugendschutz zu gewährleisten und Eltern eine bessere Orientierung zu bieten.
Darüber hinaus wird Roblox von verschiedenen Fachstellen und Medien immer wieder vorgeworfen, sowohl die Inhalte als auch die Kommunikation der Nutzenden untereinander nicht ausreichend zu moderieren und nicht konsequent genug gegenüber Verstößen der Community-Richtlinien vorzugehen. Kinder und Jugendliche können in den Spielen beispielsweise auf diskriminierende und extremistische Inhalte stoßen.
Der Anbieter RobloxCorporation betont auf seiner Plattform, Sicherheit und Datenschutz sehr ernst zu nehmen. Es gibt ein Meldesystem für unangemessene Chatnachrichten und einen Chatfilter. Nach der Registrierung wird bei Nutzer*innen unter 13 Jahren automatisch ein Konto im „Datenschutzmodus“ erstellt. Jüngere Spieler*innen haben dann z. B. keinen Zugriff auf die Social-Media-Funktionen. Manche Spiele sind außerdem erst ab einem bestimmten Alter freigegeben. Moderator*innen prüfen, ob hochgeladenes Bild- und Videomaterial den Ansprüchen zu jugendgerechten Inhalten genügt. Unangemessene Inhalte werden aktiv gefiltert und gelöscht.
Roblox hat Anfang 2026 neue Sicherheitsfunktionen eingeführt. Dazu gehört eine Altersüberprüfung per Ausweis oder freiwilligem Video-Selfie. Erst nach dieser Einstufung werden bestimmte Kommunikationsfunktionen freigeschaltet. Damit Kinder und Jugendliche möglichst mit Gleichaltrigen interagieren, teilt Roblox Accounts in Altersgruppen ein: Roblox Kids (bis 8 Jahre), Roblox Select (9-15 Jahre) und Roblox (ab 16 Jahre). Inhalte, Chats und Funktionen werden dann altersgerechter zugeordnet. Viele Interaktionsmöglichkeiten bleiben eingeschränkt, um Kontakte zwischen Erwachsenen und Minderjährigen zu begrenzen und Kommunikationsrisiken zu reduzieren. Die KI-gestützte Altersverifikation bei Roblox übernimmt das Unternehmen Persona. Roblox gibt an, dass Nutzer*innen-Daten nach 30 Tagen gelöscht werden. Falsche Schätzungen können über die Elternaufsicht oder die Ausweis-Verifikation nachträglich korrigiert werden. Roblox informiert auf seiner Website über die Altersüberprüfung.
Roblox nutzt außerdem Content Labels, um Spiele automatisch Altersgruppen zuzuordnen. Dadurch sollen jüngere Nutzer*innen nur altersgerechte Inhalte sehen. Eltern können über die Elternaufsicht zusätzliche Einschränkungen festlegen oder Inhalte freigeben.
Für ältere Jugendliche gibt es zusätzlich das Konzept der „Vertrauten Connections“. Dabei können 13- bis 17-Jährige bestimmte Kontakte als vertrauenswürdig markieren. Mit diesen Kontakten können sie fast ohne Einschränkungen chatten. Kontakte über Altersgrenzen hinweg – besonders zwischen Jugendlichen und Erwachsenen – unterliegen jedoch weiterhin strengen Regeln. Kinder unter 13 Jahren können keine „Vertrauten Connections“ anlegen. Mehr Informationen bietet die Roblox-Website.
Roblox bietet verschiedene Sicherheitsfunktionen an, mit denen Sie das Spiel Ihres Kindes besser im Blick haben können, z. B. zur Bildschirmzeit, den Chats oder Käufen. Die Elternaufsicht wurde 2026 erweitert. Eltern können nun sehen,
Bei ungewöhnlich hohen Ausgaben kann Roblox außerdem warnen. Informationen zur Elternaufsicht und Kindersicherung stellt Roblox auf seiner Website bereit.
Beachten Sie, dass Roblox inzwischen mit USK 16 gekennzeichnet ist. Grundsätzlich sind die USK-Alterskennzeichen keine Vorschriften, welche Medieninhalte Eltern ihren Kindern zu Hause erlauben dürfen, sondern sie gelten als Orientierung. Dennoch sollten Sie darauf achten, Ihrem Kind nur Spiele zur Verfügung zu stellen, die für sein Alter geeignet und entsprechend freigegeben sind. Mehr Informationen zur Hochstufung erfahren Sie in diesem Eltern-Check-In-Artikel.
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Alle wichtigen Schritte zur Kindersicherung bei Roblox finden Sie auch auf medien-kindersicher.de.