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11.07.2025

Kinder und Medien: Einblicke aus der KIM-Studie 2024

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2 Minuten Lesezeit
6-13 Jahre
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Medien gehören fest zum Alltag von Kindern – ob beim Spielen, Lernen oder Kommunizieren. Die KIM-Studie 2024 des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest zeigt, wie intensiv und vielfältig Kinder zwischen 6 und 13 Jahren in Deutschland Medien nutzen. Wir fassen zentrale Ergebnisse zusammen – und geben Tipps, wie Eltern ihr Kind im digitalen Alltag begleiten und stärken können.

Internetzugang und Geräte: Der Einstieg beginnt früh

Je älter Kinder sind, desto häufiger nutzen sie das Internet – und desto öfter besitzen sie eigene Geräte: 70 % der 6- bis 13-Jährigen nutzen das Internet (2022: 62 %). Fast alle Kinder ab 12 Jahren sind online. Schon bei den 8- und 9-Jährigen ist der Anteil der täglichen Internetnutzung deutlich gestiegen (2022: 23 % | 2024: 40 %). Ein eigenes Smartphone besitzen 46 % der Kinder insgesamt, ab 10 Jahren mehr als die Hälfte.

Tipp: Achten Sie auf altersgerechte Geräte, aktivieren Sie Sicherheitseinstellungen gemeinsam mit Ihrem Kind – und sprechen Sie über den verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet.

Mediennutzung: Oft allein – und schon sehr regelmäßig

Mehr als die Hälfte der Kinder nutzt Medien wie YouTube, Onlinevideos, Spiele oder Messenger allein – besonders ab der 3. Klasse. 54 % der Kinder, die das Internet nutzen, tun das täglich (2022: 47 %). Bei den 12- und 13-Jährigen liegt der Anteil sogar bei 86 %.

Tipp: Auch wenn Kinder sicherer im Umgang mit Technik werden – wichtig bleibt Ihre Begleitung. Achten Sie darauf, was Ihr Kind nutzt, und sprechen Sie regelmäßig über Erlebnisse, Fragen oder Probleme.

Plattformen und Apps: Beliebt trotz Altersbeschränkung

Viele Kinder nutzen Apps und Dienste, die eigentlich erst ab 13 oder 16 Jahren erlaubt sind, wie WhatsApp (73 %), TikTok (42 %), Instagram (25 %) und Snapchat (21 %). Diese Altersfreigaben werden häufig umgangen, denn die Plattformen bieten kaum effektive Altersverifikationen. Beim Streaming ist Netflix mit 21 % inzwischen der beliebteste Bewegtbildanbieter, vor KiKA (14 %) und YouTube (11 %).

Tipp: Prüfen Sie App-Einstellungen, deaktivieren Sie z. B. Standortfreigaben, und sprechen Sie mit Ihrem Kind über Risiken wie Werbung, Cybermobbing oder In-App-Käufe.

Medienerziehung: Eltern sind gefragt – auch technisch

Viele Eltern sehen sich in der Verantwortung, verzichten aber häufig auf technische Schutzmaßnahmen. Zwei Drittel der Familien nutzen keine Filter oder Sicherungen. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für die Bedeutung von Medienerziehung.

Tipp: Sicherheitseinstellungen und Kinderschutz-Apps sind hilfreich, wichtiger ist aber das Gespräch. Fragen Sie: Was sieht mein Kind online? Mit wem schreibt es? Was beschäftigt es?

Was sollten Eltern beachten?

  • Kommunikation fördern: Sprechen Sie regelmäßig mit Ihrem Kind über dessen Mediennutzung – ohne Angst oder Vorwürfe. Bleiben Sie offen, interessiert und ansprechbar.
  • Medien sinnvoll nutzen: Zeigen Sie kreative und altersgerechte Inhalte, z. B. Kinder-Apps zum Malen, Lernen oder Entdecken.
  • Bildschirmzeiten gemeinsam regeln: Sprechen Sie über Bildschirmzeit und vereinbaren Sie verbindliche Regeln. Berücksichtigen Sie dabei das Alter, die Aktivitäten und die Bedürfnisse Ihres Kindes.
  • Geräte absichern: Nutzen Sie Kindersicherungen, Jugendschutz-Apps, Betriebssystemfunktionen (z. B. „Bildschirmzeit“ bei Apple, „Family Link“ bei Google) und deaktivieren Sie In-App-Käufe.
  • Vorbild sein: Achten Sie auf Ihre eigene Mediennutzung und machen Sie Pausen und Offline-Zeiten zur Normalität.

Neben diesem Artikel bieten wir auch vertiefende Einblicke in die Mediennutzung jüngerer Kinder mit der miniKIM-Studie sowie in die Mediengewohnheiten von Jugendlichen mit der JIM-Studie.

Weitere Infos zur KIM-Studie 2024: www.mpfs.de/studien/kim-studie/2024

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