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02.12.2025

Jugend und Medien: Einblicke aus der JIM-Studie 2025

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2 Minuten Lesezeit
11-17 Jahre
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Die JIM-Studie (Jugend, Information, Medien) liefert Einblicke in die Mediennutzung Jugendlicher (12 bis 19 Jahre) in Deutschland. Sie wird jährlich vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest durchgeführt. Hier fassen wir die wichtigsten Ergebnisse so zusammen, dass Eltern ihre Kinder besser unterstützen können.

Digitaler Alltag: Geräte, Zeit und Mediennutzung

Fast alle Jugendlichen (98 %) besitzen ein Smartphone, das sie täglich nutzen. Im Durchschnitt verbringen sie rund vier Stunden täglich am Gerät, bei älteren Jugendlichen sind es über viereinhalb Stunden. Entscheidend ist nicht nur die Dauer, sondern auch die Art der Inhalte, die Jugendliche konsumieren. Diese Nutzungszeit umfasst sowohl schulische Aufgaben als auch Freizeitaktivitäten. Besonders ab 16 Jahren nutzen viele ihr Smartphone nahezu durchgehend. Auch wenn ihnen bewusst ist, wie wichtig Pausen sind, fällt es vielen schwer, die Nutzung eigenständig zu regulieren.

Social Media-Plattformen und Messenger bleiben weiterhin die wichtigsten Kanäle, um zu kommunizieren, sich zu informieren und den Alltag zu organisieren.

KI im Alltag: Chancen und Herausforderungen

Zum ersten Mal liegt der Fokus der Studie 2025 auf dem Thema Künstliche Intelligenz (KI): 91 Prozent der Jugendlichen verwenden mindestens ein KI-Tool. Besonders oft wird KI für die Schule und Hausaufgaben genutzt, etwa zur schnellen Informationssuche. Aber auch für die Antwort auf Fragen, die Jugendliche bewegen oder um herauszufinden, wie etwas geht, setzen Jugendliche KI ein.

Schon jüngere Jugendliche verwenden KI regelmäßig. Deshalb sollten Eltern die Themen KI-Nutzung, Quellenkritik und den verantwortungsvollen Umgang mit Informationen gemeinsam mit ihren Kindern besprechen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, wofür sich welche KI-Anwendungen eignen und, dass KI-Chatbots nicht den Austausch mit anderen Menschen ersetzen.

Risiken und problematische Erfahrungen

Die Studie zeigt auch, dass viele Jugendliche negative Erlebnisse machen: Etwa ein Viertel kennt Fälle von Mobbing in ihrem Umfeld, 9 Prozent sind selbst betroffen. Die Kommunikationsrisiken von Social Media und Smartphone bleiben hoch. Zusätzlich belasten der ständige Druck erreichbar zu sein, Cyber-Kontakte und problematische Inhalte viele Jugendliche.

Praktische Tipps für Eltern

  • Sprechen Sie offen mit Ihrem Kind über die Nutzung von Smartphone und Internet: Wie viel Zeit ist gesund? Was macht Ihr Kind online? Welche Wünsche hat Ihr Kind im Hinblick auf Bildschirmzeit und Mediennutzung? Wie können Sie Ihr Kind unterstützen?
  • Vereinbaren Sie gemeinsam feste Zeiten mit Ruhe- und Handy-freien Phasen, um zu lange Bildschirmzeiten zu vermeiden.
  • Erklären Sie, wie die KI‑Antworten entstehen, und hinterfragen Sie gemeinsam die Qualität von Quellen.
  • Achten Sie auf Anzeichen von Mobbing, Hetze oder Überforderung, und bleiben Sie im Gespräch.
  • Fördern Sie Medienkompetenz und kritisches Denken: Nicht alles, was online steht, ist zuverlässig.

Neben diesem Überblick empfehlen wir auch die miniKIM-Studie zur Mediennutzung von Kleinkindern und die KIM-Studie 2022 für jüngere Kinder.

Weitere ausführliche Informationen zur JIM-Studie 2025 finden Sie auf der Website des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest und bei Handysektor.

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