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13.12.2019

Discord – Austausch unter Gamern

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3 Minuten Lesezeit
11-17 Jahre
Kommunikation
Sicherheit
Unterhaltung
Spiele
Toolbeschreibung
Bildquelle: unsplash.com/Alexander Shatov

Discord ist die Kommunikationsplattform für Gamer. Spielende können sich darüber in Foren, Chats, Sprachkanälen auf Servern (wie bei Teamspeak) usw. austauschen. Discord wird mittlerweile auch von anderen Menschen genutzt, da sie so viele Funktionen vereint.

Kurz gefasst:

  • Kommunikationsplattform
  • für alle Plattformen – auch mobil – kostenlos verfügbar
  • mehr Funktionen über kostenpflichtige Premium-Accounts
  • Nutzung laut ABG ab 13 Jahren erlaubt (USK 12)
  • keine Einstellungsmöglichkeiten für Eltern bzgl. Inhaltsfilterung.

Was ist Discord?

Discord wird überwiegend von Gamern verwendet, um während des Spielens miteinander zu kommunizieren, entweder per Chat oder über VoIP-Anrufe (Voice over IP = Telefonieren via Internetverbindung). Das geschieht über sogenannte Server, die kostenlos erstellt werden können. Theoretisch könnte auch eine Schulklasse einen Discord-Server eröffnen, um sich dort auszutauschen.

Wer einem Server beitreten möchte, braucht eine Einladung. Das ist ein Link, den der Ersteller des Servers versendet. Diese Links sind entweder begrenzte Zeit gültig oder permanent. Influencer der Gaming-Szene nutzen permanente Links meist, um sich mit ihren Fans auf ihrem Server austauschen zu können. Auch andere Nutzende können als Freunde hinzugefügt werden, die dann in einer Freundesliste landen. Alle in der Freundesliste können in einem privaten Chat schreiben oder sich über einen Sprach- oder Videoanruf kontaktieren.

Die Software lässt sich auch mit Diensten wie Twitch oder Facebook verbinden, wodurch Freunde ganz einfach hinzugefügt werden können.  Die kostenpflichtige Premium-Variante (“Nitro”) bietet attraktive Features, z. B. können Mediendateien schneller verschickt werden und Premiumnutzer erhalten Zugriff auf eine große Bibliothek von Spielen.

Was begeistert Kinder und Jugendliche an Discord?

Für computerspiel-begeisterte Jugendliche ist Discord eine spannende Plattform, da sich hier vor allem die Gaming-Community tummelt. Es ist ein sehr einfacher und günstiger Weg, mit Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben. Die Kommunikation ist quasi anonym, da andere Nutzer keine E-Mail-Adresse oder Handynummer angezeigt bekommen.

Jugendliche nutzen Discord auch, um ihren Stars aus der Gaming-Szene zu folgen und mit ihnen zu interagieren.

Welche Gefahren birgt Discord?

Wie in allen Social-Media-Plattformen werden die Inhalte der Plattform von den Nutzern geteilt – das betrifft auch Dinge, die nicht für Kinder und Jugendliche gedacht oder geeignet sind (Pornografie, gewalthaltige Bilder und Videos etc.). Discord hat in seinen Community-Richtlinien festgelegt, dass Kanäle mit solchen Inhalten gekennzeichnet werden müssen. Beim Nutzer taucht dann eine Altersabfrage auf. Allerdings wird nicht kontrolliert, ob sie wahrheitsgemäß beantwortet wird.

Zudem bietet Discord kaum Möglichkeiten für Eltern, zu beeinflussen, was ihrem Kind angezeigt wird. Im eigenen Account kann man einige wenige Einstellungen treffen, um das Erlebnis sicherer zu gestalten. Diese Einstellungen kann Ihr Kind theoretisch jederzeit selbst wieder ändern.

Was sagt der Anbieter?

Discord ist im Jahr 2015 von der gleichnamigen Firma veröffentlicht worden. Auf der Website gibt es eine Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen auf Deutsch. Alle Daten laufen über die eigenen Server von Discord. Es werden keine Daten offengelegt.

Außerdem gibt es dort eine Anleitung zu Account-Einstellungen, mit denen der eigene Account und die Privatsphäre geschützt werden kann. Der Elternleitfaden von Discord informiert auf deutscher Sprache über verschiedene Aspekte des Gamings und der Plattform.

Worauf sollten Sie als Eltern achten?

Bei der Kommunikation über öffentliche Chaträume in Discord kann Ihr Kind mit Fremden in Kontakt kommen. Besprechen Sie mögliche Gefahren (wie z. B. Cybergrooming) und geben Sie Tipps, wie sich Ihr Kind verhalten soll, wenn ihm beim Chat etwas komisch vorkommt. Nutzende können blockiert oder sogar (anhand ihrer individuellen Nutzungs-ID) gemeldet werden. Am sichersten ist es, wenn Ihr Kind nur privat mit den Personen chattet, die in die eigene Freundesliste aufgenommen wurden.

Auch wenn Discord theoretisch bereits mit 13 Jahren erlaubt ist, sollten Sie überlegen, ob Ihr Kind schon reif genug ist, die möglichen Risiken abzuschätzen und damit umzugehen. Bleiben Sie auch bei älteren Kindern immer ansprechbar und fragen Sie regelmäßig nach, wie es mit Discord läuft.

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