Elternguide Logo
12.01.2018

Facebook – Die Mutter aller Sozialen Netzwerke

11-13 Jahre
14-17 Jahre
Information
Kommunikation
Unterhaltung
Apps
Social Media
Toolbeschreibung
☕️
3 Minuten Lesezeit
© photothek.net

Das bekannteste und erste weltweit bedeutsame Netzwerk hat für Kinder und Jugendliche nicht mehr die gleiche Bedeutung wie wahrscheinlich für Sie als Eltern. Trotzdem sollte man die wichtigsten Dinge rund um Facebook wissen.

Kurz gefasst:

  • größtes Soziales Netzwerk weltweit
  • kostenlose App – auch als Lite-Version mit geringerem Datenverbrauch
  • Altersfreigabe: 16 Jahre (mindestens 13 Jahre mit Zustimmung der Eltern)
  • fehlender Datenschutz und verschiedene Kommunikationsrisiken (wie z. B. Hate Speech und Cybergrooming)

Was ist Facebook?

Über 2 Milliarden Menschen auf der ganzen Welt nutzen Facebook (Stand: Ende 2019). Jeder User ist mit einem eigenen Profil angemeldet und kann sich so mit anderen vernetzen, z. B. indem man Facebook-Freundschaften schließt. Das heißt, man kann mit anderen Usern über seine Timeline, persönliche Nachrichten oder in Gruppen Fotos, Videos, Links und Statusmeldungen teilen. Man kann sich gegenseitig in Beiträgen verlinken, z. B. auf Fotos oder in Kommentaren. Außerdem hat man die Möglichkeiten, miteinander zu chatten. Eine weitere beliebte Funktion ist das „Liken“ von Seiten und Personen, die einem gefallen, z. B. Stars, prominente Persönlichkeiten oder Nachrichtenportale. Über den Newsfeed erhält man dann die neuesten Beiträge von Facebook-Freunden und gelikten Seiten. Eine weitere Funktion ist das Erstellen von Videos, die direkt live gezeigt werden. Auch über den mit dem eigenen Profil verknüpften Facebook Messenger kann man persönliche Nachrichten schreiben oder Gruppenchats einrichten.

Was fasziniert Jugendliche an dem Angebot?

Kinder und Jugendliche nutzen Facebook als Plattform kaum noch, da sich hier auch ihre Eltern und andere Erwachsene tummeln. Facebook ist eher für ältere Jugendliche interessant, um sich miteinander zu bestimmten Themen und Interessen zu vernetzen und zu informieren, was “alte” Freunde machen. Die Einrichtung von Gruppen ist dafür besonders hilfreich. Ansonsten werden eher andere Angebote von Facebook genutzt, wie der Messenger oder Instagram.

Was ist problematisch an dem Angebot?

Gerade weil Facebook sehr viele Möglichkeiten bietet, können auch zahlreiche Probleme auftreten. Nicht nur Jugendliche können mit Gewaltdarstellungen oder Fake News in Kontakt kommen. In der Kommunikation mit Freunden oder Fremden besteht die Gefahr von Cybermobbing, die unerwünschte Kontaktaufnahme durch Fremde, Hate Speech, die Preisgabe zu vieler persönlicher Daten und vieles mehr.

Facebook ist so programmiert, dass man vor allem das angezeigt bekommt, was einen interessiert. So werden manche Inhalte sehr oft gezeigt und andere wiederum gar nicht. Das verstärkt die eigene Meinung und blendet andere Perspektiven aus. Außerdem steht Facebook wegen mangelnden Datenschutzes in der Kritik. Die Plattform ist kostenlos, weil es sich durch Unternehmen finanziert, die auf Facebook zielgruppengenau werben. Das geht nur, indem Facebook das Onlineverhalten seiner Nutzer genau analysiert.

Was meint der Anbieter?

Zum Konzern Facebook Inc. gehören auch WhatsApp, Instagram und der Facebook Messenger. Über diese beliebten Angebote hat Facebook schon über 2,7 Milliarden Menschen auf der Welt an sich gebunden.

Facebook hat Community-Standards veröffentlicht, in denen die User über gewünschte Verhaltensweisen, bestehende Regeln und unerwünschte Inhalte informiert werden. Für viele der oben beschriebenen Herausforderungen gibt es Melde- oder Blockierfunktionen und Privatsphäre-Einstellungen. Der umfangreiche Hilfebereich von Facebook unterstützt dabei, das eigene Profil sicherer zu machen.

Facebook arbeitet auch an seinen Algorithmen, so dass in Zukunft mehr verschiedene Inhalte mit unterschiedlichen Meinungen angezeigt werden.

Was sollten Eltern beachten?

Bei der Registrierung wird das Alter nicht überprüft. Umso wichtiger ist es, dass Sie mit Ihrem Kind immer im Austausch sind, was seine Mediennutzung angeht. Überlegen Sie gemeinsam, ob und ab wann Sie eine Anmeldung bei Facebook erlauben möchten. Fragen Sie nach, was es daran interessiert und schauen Sie Sich am besten gemeinsam mit Ihrem Kind die Datenschutzbestimmungen und entsprechenden Einstellungsmöglichkeiten an, bevor Sie die Anmeldung abschließen.

Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es sich auf einem öffentlichen Sozialen Netzwerk bewegt. Das heißt, dass es neben den vielleicht vielen positiven Ereignissen, lustigen Postings und der Möglichkeit, Freunden zu begegnen, auch problematischen Inhalten begegnen kann. Ihr Kind sollte wissen, dass es diese Inhalte und auch andere Nutzer ausblenden, melden und blockieren kann. Mehr Hinweise für Eltern zur Facebook-Nutzung ihrer Kinder gibt es hier.

Verknüpfte Themen

Projektpartner
Unterstützer