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21.04.2026

Instagram

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5 Minuten Lesezeit
11-17 Jahre
Information
Kommunikation
Kreativität
Unterhaltung
Apps
Social Media
Video
Toolbeschreibung
Photothek

Instagram bleibt eine der beliebtesten Social-Media-Plattformen, insbesondere unter Jugendlichen. Die App ermöglicht es, Fotos und Videos zu teilen, Stories zu erstellen und mit Freund*innen sowie Influencer*innen zu interagieren.

Kurz gefasst:

  • beliebtes Soziales Netzwerk für Android, iOs und Web, nutzbar über Smartphones, Tablets und PCs
  • kostenfreies Angebot, enthält Werbung und Verkaufs-Links
  • laut AGB ab 13 Jahren erlaubt, es gibt aber keine wirksame Altersprüfung
  • Teen-Konten mit automatischen Sicherheitseinstellungen bis 18 Jahre, Funktion „Elternaufsicht“ für Eltern und Erziehungsberechtigte
  • Funktionen: Veröffentlichen und Anschauen von Fotos, kurzen Videos (Reels), Live-Streams und sogenannten Stories
  • Anbieter: Instagram ist wie WhatsApp und Facebook ein Dienst des US-Internetkonzerns Meta

Was ist Instagram?

Instagram, kurz Insta, ist neben Facebook und TikTok eines der größten Sozialen Netzwerke. Es bietet Nutzer*innen die Möglichkeit, ein eigenes Profil zu erstellen und sich miteinander zu verknüpfen.

Über das Profil lassen sich Bilder und Videos teilen. Nutzer*innen können Inhalte entweder als dauerhafte Beiträge veröffentlichen oder als Story oder Live-Video posten. Stories und Live-Streams verschwinden nach 24 Stunden, können jedoch als Highlight gespeichert werden. Im Feed werden die Fotos und Videos abonnierter Kanäle und Personen angezeigt.

User*innen finden auf Insta eine große Vielfalt an Inhalten: Postings von Stars, Marken und Challenges bis hin zu persönlichen Profilen von Freund*innen. Sie können mit Likes und Kommentaren darauf reagieren, Inhalte abspeichern und über Direct Messages („DMs“) miteinander chatten. In Profilen und Beiträgen lassen sich Links einfügen, die zu anderen Webseiten führen.

Eigene Postings können Nutzer*innen mit Filtern, Emojis und Schriftarten direkt in der App erstellen und bearbeiten. Inhalte werden über Hashtags thematisch sortiert. Reels (kurze Videos im TikTok-Stil) sind über das Videosymbol abrufbar.

Ende 2023 hat Meta auch in Deutschland die Social-Media-App Threads veröffentlicht. Diese ist mit Instagram verknüpft.

Seit etwa 2025 setzt Instagram vermehrt auf KI-Angebote, bietet etwa Bildbearbeitung, aber auch Texterstellung für Postings und Hashtags via KI an. Auch die Verknüpfung untereinander wird noch stärker möglich über „Friends-Tabs“ und Standort-Funktionen.

Jugendliche bis 18 Jahre haben automatisch sogenannte Teen-Konten mit zusätzlichen Schutzfunktionen wie eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten und strengeren Inhaltsfiltern. Die Konten sind etwa standardmäßig auf privat gestellt und haben ein integriertes Zeitlimit – nach 60 Minuten Nutzung werden die Jugendlichen aufgefordert, die App zu beenden. Ab 16 Jahren können Jugendliche die Einschränkungen selbst lockern. Die Funktion „Elternaufsicht“ ermöglicht Eltern, die Nutzung Ihres Kindes zu beobachten und einzuschränken. Der Aktivierung muss von Elternteil und Jugendlichem zugestimmt werden.

Was fasziniert Kinder und Jugendliche an Instagram?

  • Kreative Selbstdarstellung: Jugendliche können ihre besten Momente teilen und sich in Szene setzen.
  • Idole und Trends: Sie können Influencer*innen, Stars und Trends folgen.
  • Information und Gesellschaft: Jugendliche nutzen Instagram, um sich über Nachrichten, aktuelle Debatten und gesellschaftliche Entwicklungen zu informieren.
  • Einfache Nutzung: Schnell Fotos und Videos aufnehmen, bearbeiten und teilen.
  • Community-Feeling: Inhalte liken, kommentieren und mit Freund*innen interagieren.
  • Broadcast-Channels: Dort können Influencer*innen und Creator*innen exklusive Inhalte teilen, die nur für eingeladene Mitglieder sichtbar sind.

Was kann problematisch sein an dem Angebot?

Datenschutz: Instagram ist beim Thema Datenschutz aus mehreren Gründen mit Vorsicht zu genießen.

  • Zum einen möchte die App Zugriff auf Standort, Kamera und Kontakte – dies sollte man in den Smartphone-Einstellungen einschränken.
  • Für andere Nutzer*innen im Netzwerk können, je nach Einstellungen, der eigene Standort und Aktivitätsstatus freigegeben sein – zudem ermöglicht der Meta-Konzern Crossposting aus Instagram und Facebook. Auch hier sollte man genau darauf achten, die Einstellungen in der App richtig zu wählen und die Privatsphäre-Einstellungen des Smartphones zu überprüfen. Um eigene Inhalte nur für Freund*innen zugänglich zu machen, bietet es sich an, ein privates Profil anzulegen.
  • Ab dem 08.05.2026 sind Chats und Nachrichten nicht mehr Ende-zu-Ende-verschlüsselt.
  • Und schließlich möchte Instagram Nutzer*innen-Daten für KI-Training benutzen, was ebenfalls nur per Widerspruch vermieden werden kann. Wer Instagram nutzt, sollte daher genau überlegen, welche Daten geschützt bleiben sollen und die Einstellungen sowohl am Smartphone als auch in der App gut wählen.

Kosten: Instagram ist grundsätzlich kostenlos. Auf vielen Profilen werden aber Produkte beworben, die mit wenigen Klicks auch gekauft werden können. Auch Werbeanzeigen mit entsprechenden Links tauchen häufig in den Feeds auf und sind schwer von echten Inhalten zu unterscheiden. Zudem können Creator*innen wie Influencer*innen exklusive Inhalte anbieten, die über ein kostenpflichtiges Abo abgerufen werden können. Seit 2024 bietet Meta zudem ein Abomodell für Facebook und Instagram an: Für mindestens 5,99 € im Monat verspricht der Anbieter, keine personalisierte Werbung zu schalten. Allgemeine Werbung gibt es natürlich trotzdem – und auch Daten sammelt Meta trotzdem weiter.

Ungeeignete Inhalte: Bestimmte Inhalte können für Jugendliche problematisch sein, wie erotische Bilder, gefährliche Challenges, Desinformationen oder Werbung. Hier spielen Geschäftsmodelle von Influencer*innen eine besondere Rolle, die Jugendliche nicht immer erkennen. Gerade Inhalte, die mit künstlicher Intelligenz erstellt werden, können dabei sehr problematische Inhalte enthalten und sind für Jugendliche schwer von echten Inhalten zu unterscheiden. Das gilt etwa für Deepnudes oder Deepfakes, aber auch für politische Kampagnen.

Kommunikationsrisiken: Funktionen wie Chats und Kommentare bergen Kommunikationsrisiken wie die Kontaktaufnahme von Fremden, Hate Speech oder Cybermobbing.

Künstliche Intelligenz: Immer stärker ist auch die KI ein Thema in Sozialen Netzwerken. Diese spielt an mehreren Stellen eine Rolle:

  • Zum einen tauchen KI-generierte Inhalte häufig im Instagram-Feed auf. Diese können lustig und unterhaltsam sein, sind aber auch oft problematisch, weil sie Falschinformationen verbreiten, die Privatsphäre anderer verletzen und zum Beispiel für Cybermobbing genutzt werden, um andere bloßzustellen.
  • Auch nutzt Meta die KI, um den eigenen Algorithmus zu verbessern. Das führt dazu, dass Jugendlichen immer stärker einseitige und polarisierende Inhalte ausgespielt werden, die auch politisch extrem sein können.
  • Mit Meta AI haben WhatsApp, Facebook und Instagram außerdem eine eigene KI installiert, die direkt in der Suche der jeweiligen App genutzt werden kann. Auch hier ist es schwierig, die Inhalte zu überprüfen und echte Informationen von falschen oder problematischen Inhalten zu unterscheiden.

Was Eltern beachten sollten

Trotz des offiziellen Mindestalters von 13 Jahren findet keine wirksame Alterskontrolle statt. Es gibt umfangreiche Nutzungs- und Einstellungsmöglichkeiten für Minderjährige und ihre Eltern. Bei Handysektor können Sie die Nutzungsbedingungen in Kurzfassung nachlesen und bei klicksafe einen Flyer mit den wichtigsten Sicherheits-Informationen über Instagram für Jugendliche herunterladen.

In der Elternaufsicht können Eltern ihr Konto mit dem ihres Kindes verknüpfen. Alle Einstellungsmöglichkeiten finden Sie auf der Webseite von medien-kindersicher.de. Wie Instagram die App für Jugendliche sicherer machen möchte, erfahren Sie direkt auf der Webseite von Instagram.

Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, ab welchem Alter und nach welchen Regeln es Instagram nutzen darf. Überprüfen Sie die Einstellungen der App gemeinsam, damit Ihr Kind Instagram möglichst sicher nutzen kann. Nicht alle Fotos müssen oder dürfen mit allen oder auch nur mit Freund*innen geteilt werden. Neben den eigenen Grenzen ist es auch wichtig, dass Ihr Kind Urheberrechte und Persönlichkeitsrechte anderer kennt und beachtet.

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Kommunikationsrisiken. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es andere Nutzer*innen blockieren oder melden kann und erklären Sie ihm, wann diese Funktionen sinnvoll sind – beispielsweise wenn jemand Ihr Kind in den Kommentaren beleidigt. Ihr Kind sollte keine Anfragen von Fremden annehmen und sparsam mit den eigenen Daten wie dem Standort umgehen.

Klären Sie Ihr Kind über Risiken wie gefährdende Inhalte, Hate Speech, Desinformation und politische Meinungsmache auf. Sprechen Sie auch über kritische Verhaltensweisen von Influencer*innen und bleiben Sie mit Ihrem Kind über einseitige Rollenbilder und Klischees im Gespräch. Bleiben Sie interessiert und fragen Sie regelmäßig nach, wem Ihr Kind auf Instagram folgt und wer ihm folgt. Es ist wichtig, dass ihr Kind weiß, dass es Sie immer ansprechen kann, falls es unangenehme Erfahrungen auf der Plattform macht.

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