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08.09.2023

Die Privatsphäre Ihres Kindes im Netz 

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2 Minuten Lesezeit
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Foto: pexels.com/Karolina Grabowska

Kinderfotos online teilen, in Minecraft chatten oder das erste Smartphone einrichten – im Familienalltag mit Medien gibt es vielfältige Berührungspunkte mit dem Thema Privatsphäre. Doch was bedeutet Privatsphäre eigentlich genau? Und was können Eltern tun, um die Privatsphäre Ihres Kindes im Internet ausreichend zu schützen? Darum geht es in diesem Artikel. 

Persönlicher Schutzraum 

Wenn wir über Privatsphäre sprechen, meinen wir den persönlichen Bereich im Leben eines Menschen. Das ist der Teil, der um uns herum ist und in dem wir Dinge privat tun können. Im Bereich der Privatsphäre können wir unser Leben so leben, wie wir möchten, ohne dass es andere Menschen etwas angeht. 

Privatsphäre im Internet 

Während wir uns zuhause vor neugierigen Blicken mit Vorhängen schützen, gibt es in der digitalen Welt andere Dinge, auf die wir achten müssen. Die Privatsphäre im Internet zu wahren bedeutet konkret, dass persönliche Informationen und Aktivitäten online geschützt sind. Dazu gehören persönliche Daten wie den Name, Alter, Adresse und andere private Details. Das beginnt schon vor der Geburt mit dem Teilen von Ultraschallbildern, geht über die Nutzung von Babyphone-Apps bis hin zu Smart Toys im Kinderzimmer. Sobald ihr Kind bewusst im Netz unterwegs ist, sollten Sie das Thema Privatsphäre im Internet mit ihm besprechen und Ihrem Kind erklären, wie es umsichtig mit privaten Informationen und Online-Aktivitäten umgehen kann. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es persönliche Details nicht mit Fremden teilen sollte. Klären Sie Ihr Kind über das Thema Betrug im Netz auf. Sensibilisieren Sie es dafür, wie es Abo-Fallen, Fake-Gewinnspiele und Co erkennen kann, um dem kriminellen Missbrauch der eigenen Daten vorzubeugen. 

Smartphone-Einstellungen für mehr Schutz 

Spätestens ab dem Wechsel zur weiterführenden Schule erhalten viele Kinder ihr erstes eigenes Smartphone. Je nachdem, welches Handy Ihr Kind hat (Apple oder Android), gibt es Möglichkeiten, bestimmte Einstellungen für Apps vorzunehmen, um die Privatsphäre zu schützen: 

  • Überprüfen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die Datenschutzeinstellungen des Smartphones. 
  • Datensparsamkeit trägt maßgeblich zur Verbesserung der Privatsphäre bei. Schauen Sie sich zusammen an, welche Berechtigungen die Apps haben und reflektieren Sie, ob diese Zugriffe notwendig sind. Beschränken Sie den Zugang zu einzelnen Rechten, zum Beispiel zum Standort oder den Kontakten.  
  • Wann Ihr Kind zuletzt online war, geht nicht unbedingt alle etwas an. Messenger wie WhatsApp bieten solch eine Funktion an. Sie können in den WhatsApp-Einstellungen festlegen, dass diese Information nicht angezeigt wird.  
  • Um unerlaubten Zugriff auf die eigenen Daten zu verhindern ist es ist wichtig, starke Passwörter für Konten und das Handy einzurichten. Alles, was Sie dabei beachten müssen, finden Sie in unserem Artikel „Sicher ist sicher: Passwörter im Netz“.  

Das soziale Leben Ihres Kindes online  

In der vernetzten Welt von heute ist es sehr wichtig, die Privatsphäre Ihres Kindes insbesondere bei der Nutzung von Social-Media-Plattformen zu schützen:  

  • Stellen Sie Profile auf Social-Media-Plattformen so ein, dass nur Freundinnen und Freunde persönliche Informationen sehen können.  
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über mögliche Risiken beim Teilen von privaten Informationen.  

Lösungen zum technischen Jugendmedienschutz wie Jugendschutzprogramme oder den Begleiteten Modus bei TikTok sind eine Möglichkeit, die Sicherheit Ihres Kindes bei der Mediennutzung zu erhöhen. Sie ersetzen jedoch nicht Ihre verantwortungsvolle Rolle in der Medienerziehung. Ein offenes Gespräch zwischen Ihnen als Eltern und Ihrem Kind über das, was es online erlebt, ist sehr wichtig, um es dabei zu unterstützen, sich sicher und verantwortungsvoll im Netz zu bewegen. 

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