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Internetguide für Eltern
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Internetguide für Eltern

So wird das Smartphone Ihres Kindes sicherer

Irgendwann ist der Wunsch nach dem eigenen Handy so groß, dass die Tochter oder der Sohn endlich ein eigenes Smartphone bekommt. Vorher wird das Gerät von Familie und Freunden genutzt. Den Umgang mit diesen mobilen Alleskönnern hat Ihr Kind dadurch längst spielerisch erlernt. Noch bevor sie ein eigenes Smartphone haben, sind Apps, Touchscreen und Handykamera keine Fremdwörter mehr. Das ist oft mit elf oder zwölf Jahren der Fall.

Das Smartphone ist multifunktional und hat Zugang zum Internet. Neben vielen tollen Möglichkeiten, die ein Smartphone mit sich bringt, sind Kinder damit aber auch Risiken ausgesetzt, die sie möglicherweise noch nicht abschätzen können. Es ist besonders wichtig, dass Sie mit Ihrem Kind über mögliche Gefahren sprechen und gemeinsam Sicherheitseinstellungen am neuen Handy vornehmen.

Datenschutz
Ohne, dass Ihr Kind etwas bemerkt, hinterlässt es durch die Benutzung eines Messengers und anderer Apps sowie durch das Surfen im Netz Datenspuren. Erklären Sie, dass WLAN, Bluetooth und die GPS-Ortung standardmäßig ausgeschaltet bleiben und nur aktiviert werden sollen, wenn es unbedingt notwendig ist – z. B. wenn Ihr Kind den Weg zu einem bestimmten Ort mit Hilfe einer Karten-App sucht. So vermeiden Sie, dass Apps ohne Grund den Standort Ihres Kindes ermitteln sowie den Austausch von Daten mit anderen Geräten und Netzwerken.

Passwortschutz
Das Handy Ihres Kindes sollte nur nach Eingabe eines Codes (PIN, Wischcode o. Ä.) zu benutzen sein, damit keine Fremden an die Daten herankommen. Richten Sie mit Ihrem Kind gemeinsam einen sicheres Passwortschutz ein. Das gilt auch für die Registrierung bei Social-Media-Diensten und Apps. Sichere Passwörter bestehen aus mindestens zwölf Zeichen und enthalten neben Buchstaben auch Sonderzeichen und Zahlen. So lernt Ihr Kind das eigene Smartphone sicher vor dem Gebrauch Unbefugter zu schützen. Sie sollten sichergehen, dass neben Ihrem Kind mindestens auch ein Elternteil die Kombination zur Bildschirmentsperrung und das Passwort kennt. Tipps zur Erstellung von sicheren Passwörtern gibt es z. B. hier: https://www.handysektor.de/artikel/sichere-passwoerter-lang-und-schwer-zu-erraten/

Jugenschutzeinstellungen
An jedem Smartphone lassen sich in den Einstellungen auch Sicherheits- und Jugendschutzeinstellungen vornehmen.

Bei Android können Sie im Playstore die Installation von Apps sperren lassen bzw. für die Installation oder App-Käufe ein Passwort festlegen, indem Sie die Jugendschutzeinstellungen aktivieren. Sie können außerdem filtern, welche Apps Ihr Kind auch ohne Passwort installieren kann.
Darüber hinaus empfiehlt es sich bei Android-Geräten eine Sicherheits-App herunterzuladen. Mit „Kids Place“ oder „Kido’s“ können Sie zum Beispiel eine Zeitbeschränkung festlegen, nur die Nutzung bestimmter Apps erlauben oder ungeeignete Webseiten sperren.

iOS-Geräte bieten noch mehr Möglichkeiten in den eigenen Geräteeinstellungen. Unter „Allgemein“ haben Sie die Option, Einschränkungen vorzunehmen und dafür einen eigenen Code zu vergeben. Sie können dann z. B. die Verwendung von bestimmten Apps erlauben oder sperren. Außerdem gibt es die Möglichkeit, In-App-Käufe oder die Installation von neuen Apps einzuschränken bzw. zu verhindern. Es lassen sich auch Filme, Musik, Apps und TV-Sendungen mit einer höheren Altersfreigabe automatisch sperren. iOS kann Web-Inhalte in Safari und Apps automatisch filtern und ausblenden. Sie können selbst bestimmte Webseiten genehmigen oder sperren. Es ist zudem möglich, zu kontrollieren, welche Apps Zugriff auf Standort und lokal gespeicherte Daten haben.

Was können Sie noch für eine sichere Smartphone-Nutzung Ihres Kindes tun?
Smartphones bringen einige Funktionen mit, um das Chatten, Surfen im Netz und die Nutzung von Apps für Ihr Kind sicherer zu gestalten. Dennoch ersetzen diese Einstellungen am Gerät oder auch Jugendschutz-Apps nicht die Begleitung durch Sie als Eltern. Ihr Kind sollte immer verstehen, warum gewisse Webseiten oder Apps gesperrt oder die GPS-Ortung deaktiviert bleiben sollte. Orientieren Sie sich bei der Kontrolle und Sicherheit außerdem immer am Alter und der Entwicklung Ihres Kindes. Jugendliche können besser und selbstständiger einschätzen, wie sie Geräte und die eigenen Daten schützen als Kinder mit dem ersten eigenen Handy. Greifen Sie besonders bei Jugendlichen nicht zu stark in die Privatsphäre Ihres Kindes ein. Versuchen Sie aber immer im Gespräch mit Ihrem Kind zu bleiben und als Ansprechperson bei Fragen oder Unsicherheiten da zu sein.