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06.07.2018

So wird das Smartphone Ihres Kindes sicherer

6-10 Jahre
11-13 Jahre
14-17 Jahre
Kommunikation
Sicherheit
Apps
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2 Minuten Lesezeit
© photothek.net

Mit elf oder zwölf Jahren bekommen viele Kinder ein eigenes Smartphone. Damit können sie unterschiedliche Dinge machen und haben Zugang zum Internet. Neben vielen tollen Möglichkeiten, die es mit sich bringt, sind Kinder damit aber auch Risiken ausgesetzt, die sie möglicherweise noch nicht abschätzen können. Es ist besonders wichtig, dass Sie mit Ihrem Kind über mögliche Gefahren sprechen und gemeinsam Sicherheitseinstellungen am neuen Handy vornehmen.

Datenschutz

Ohne, dass Ihr Kind etwas bemerkt, hinterlässt es durch die Benutzung eines Messengers und anderer Apps sowie durch das Surfen im Netz Datenspuren. Erklären Sie, dass WLAN, Bluetooth und die GPS-Ortung standardmäßig ausgeschaltet bleiben und nur aktiviert werden sollen, wenn es unbedingt notwendig ist –  z. B. wenn Ihr Kind den Weg zu einem bestimmten Ort mit Hilfe einer Karten-App sucht. So vermeiden Sie, dass Apps ohne Grund den Standort Ihres Kindes ermitteln sowie den Austausch von Daten mit anderen Geräten und Netzwerken.

Passwortschutz

Das Handy Ihres Kindes sollte nur nach Eingabe eines Codes (PIN, Wischcode o. Ä.) zu benutzen sein, damit keine Fremden an die Daten herankommen. Richten Sie daher mit Ihrem Kind gemeinsam einen sicheren Passwortschutz ein. Das gilt auch für die Registrierung bei Social-Media-Diensten und Apps. Sichere Passwörter bestehen aus mindestens zwölf Zeichen und enthalten neben Buchstaben auch Sonderzeichen und Zahlen. Tipps zur Erstellung von sicheren Passwörtern gibt es   – z. B. bei Handysektor. So lernt Ihr Kind, das eigene Smartphone sicher vor dem Gebrauch Unbefugter zu schützen. Bei jüngeren Kindern empfiehlt es sich, dass mindestens auch ein Elternteil die Kombination zur Bildschirmentsperrung und das Passwort kennt. 

Jugenschutzeinstellungen

An jedem Smartphone lassen sich in den Einstellungen auch Sicherheits- und Jugendschutzeinstellungen vornehmen.

Bei Android können Sie im Playstore die Installation von Apps sperren lassen bzw. für die Installation oder In-App-Käufe ein Passwort festlegen. Aktivieren Sie hierfür die Jugendschutzeinstellungen. Sie können außerdem auswählen, welche Apps Ihr Kind auch ohne Passwort installieren kann.

Darüber hinaus empfiehlt es sich bei Android-Geräten eine Sicherheits-App herunterzuladen. Mit der App Kids Place können Sie z. B. eine Zeitbeschränkung festlegen, nur die Nutzung bestimmter Apps erlauben oder ungeeignete Webseiten sperren.Die App Google Family Link bietet ebenfalls einige Möglichkeiten, die Handynutzung Ihres Kindes zu regulieren. In unserem Beitrag Google Family Link für Kinder haben wir zusammengefasst, was die App alles kann, die Nutzungsmöglichkeiten für Kinder erklärt, aber auch Risiken der App erläutert.

iOS-Geräte bieten noch mehr Möglichkeiten in den eigenen Geräteeinstellungen. Unter „Bildschirmzeit“ haben Sie die Option, Einschränkungen vorzunehmen und dafür einen eigenen Code zu vergeben. Sie können dann   – z. B. die Verwendung von bestimmten Apps erlauben oder sperren und In-App-Käufe mit einem Passwort beschränken. Es lassen sich auch Filme, Musik, Apps und TV-Sendungen mit einer höheren Altersfreigabe automatisch sperren. iOS kann Web-Inhalte in Safari und Apps automatisch filtern und ausblenden. Sie können selbst bestimmte Webseiten genehmigen oder sperren. Es ist zudem möglich, zu kontrollieren, welche Apps Zugriff auf Standort und lokal gespeicherte Daten haben. 

Was können Sie noch für eine sichere Smartphone-Nutzung Ihres Kindes tun?

Smartphones bringen einige Funktionen mit, um das Chatten, Surfen im Netz und die Nutzung von Apps für Ihr Kind sicherer zu gestalten. Dennoch ersetzen diese Einstellungen am Gerät oder auch Jugendschutz-Apps nicht die Begleitung durch Sie als Eltern. Ihr Kind sollte immer verstehen, warum gewisse Webseiten oder Apps gesperrt oder die GPS-Ortung deaktiviert bleiben sollte. Orientieren Sie sich bei der Kontrolle und Sicherheit außerdem immer am Alter und der Entwicklung Ihres Kindes. Greifen Sie besonders bei Jugendlichen nicht zu stark in die Privatsphäre Ihres Kindes ein. Versuchen Sie aber immer im Gespräch mit Ihrem Kind zu bleiben und als Ansprechperson bei Fragen oder Unsicherheiten da zu sein.

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