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Was ist eigentlich… ein Server?

Ein Server ist ein Speicher, auf dem Inhalte von Webseiten, E-Mails oder Dateien abgelegt sind. Jedes Programm oder jede App braucht im Hintergrund Server, um die Daten seiner Nutzer abzulegen und zu verarbeiten, so z. B. auch WhatsApp.

Beim Versenden von Nachrichten funktioniert das dann so: Wenn Person A eine Nachricht abschickt, wird sie als erstes an die Server von WhatsApp gesendet. Sie sorgen dafür, dass der Austausch der Nachrichten funktioniert. Das ist vergleichbar mit einer Post, wo alle Briefe gesammelt werden, bevor sie zugestellt werden. Von den WhatsApp-Servern wird die Nachricht dann an Person B weitergeleitet. Im Anschluss kann Person B die Nachricht auf ihrem Smartphone lesen. Im Vergleich zur Briefpost geschieht der Austausch online in nur wenigen Sekunden.

Alles Fake? Falschmeldungen erkennen

„Doch Mama, das hab ich im Internet gelesen!“ – „Wenn das so viele liken, muss ja auch was dran sein…“ – „Da ist ein Foto dabei, das ist ja ein Beweis.“

Kennen Sie solche Diskussionen um Nachrichten, bei denen die Meinung darüber, ob dies tatsächlich stimmen kann oder nicht, in der Familie deutlich auseinander gehen? Im Internet und in sozialen Netzwerken begegnen uns täglich unzählige Nachrichten, Meldungen und Geschichten. Sie stammen aus den Fersehnachrichten, der Tageszeitung, von Prominenten oder Sportvereinen, aber natürlich auch von den vielen Internetnutzern selbst. Darunter mischen sich auch Nachrichtenseiten und Absender, die gezielt mit Lügen oder Halbwahrheiten manipulieren möchten. Sie streuen bewusst Falschmeldungen, Gerüchte oder hasserfüllte Meldungen, die uns verunsichern sollen.

Nicht nur Kindern und Jugendlichen fällt es schwer, vertrauenswürdige Beiträge von gefälschten Meldungen, sogenannten „Fake News“, zu unterscheiden. Denn häufig sind verbreitete Falschmeldungen als seriöse Nachrichten „getarnt“ und wirken sehr echt. Das kann problematisch sein, wenn es sich um politische Beiträge mit extremistischen oder populistischen Hintergrund handelt (diese richten sich oft gegen Fremde und Geflüchtete), wenn Verschwörungstheorien verbreitet werden oder bei Inhalten, die vor allem jüngere Kinder verunsichern oder ängstigen können.

Doch wie können Kinder und Jugendliche erkennen, ob sie einer Meldung oder einem Beitrag vertrauen können?

Wir haben Tipps zusammengestellt, mit denen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind ins Gespräch kommen und Nachrichtenmeldungen hinterfragen können:

  • Fakten und Quellen checken: Wer steckt eigentlich dahinter, gibt es ein Impressum? Findet sich die Meldung bei verschiedenen Quellen? Wie aktuell ist die Nachricht?
  • Wirken Inhalt und Sprache seriös? Es lohnt ein Blick auf Schreibweise und verwendete Begriffe: Findet sich emotionale Sprache, viele Großbuchstaben, Schlüsselwörter wie „Lügenpresse“, handelt es sich vielleicht um Satire?
  • Passen Fotos und Videos zum Inhalt der Nachricht, sind sie aktuell?
  • Nutzen Sie Suchmaschinen für Kinder und kindgerechte Nachrichtenportale
  • Im Netz entdecken:

Nachrichten für Kinder und Jugendliche

Ein schlimmes Ereignis, wie z. B. das Attentat auf den Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember 2016, bestimmt meist tagelang die Berichterstattung in den Medien oder die Gespräche auf der Straße. Kinder bekommen mit, was Erwachsene beschäftigt und werden so mit erschreckenden, tagesaktuellen Geschehnissen konfrontiert. Es ist kaum möglich und wenig sinnvoll, diese komplett von ihnen abzuschirmen. Viele Eltern fragen sich zurecht, wie man Kindern solche Ereignisse erklären kann, ohne sie zu verängstigen. Nachrichten für Erwachsene überfordern Kinder aufgrund ihrer Komplexität und den Darstellungen von z. B. Katastrophen, Terror und Gewalt. Gerade Bilder oder Videos sind für sie oft noch ungeeignet, da sie nur schwer eingeordnet und verarbeitet werden können. In Zeiten von Fake News und vielen schwer einschätzbaren Nachrichtenquellen sollten Kindern und Jugendliche altersgemäß darin gestärkt werden, Nachrichten verstehen, analysieren und bewerten zu können.

Kindgerechte Angebote nutzen

Dafür stehen eine Vielzahl sicherer und kindgeeigneter Nachrichtenangeboten zur Verfügung. Sie bieten ein breites Themenspektrum und decken kindliche Interessen ab. Ihr Kind findet hier Nachrichten altersgerecht vermittelt, in verständlicher Sprache, mit einfachen und klaren Sätzen. Die Zusammenhänge der Geschehnisse werden erklärt und in einen größeren Rahmen gestellt. Außerdem wird auf dramatische und beängstigende Bilder und Videos verzichtet. Manchmal werden Kinder sogar selbst zu Reportern und berichten über Ereignisse aus der eigenen Perspektive.

Auch hier gilt: Je nach individuellem Entwicklungsstand des Kindes sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Nachrichten speziell für die jeweilige Altersgruppe ansehen und das Gesehene mit Ihrem Kind besprechen. Insbesondere jüngere Kinder nehmen Nachrichten distanzlos wahr und können nur schwer einschätzen, inwieweit die Inhalte konkret sie selbst betreffen und ihr Leben verändern. Gerade bei schlimmen Ereignissen ist es wichtig, Ihrem Kind zu erklären, dass auf der Welt auch schlechte Dinge passieren, sie aber nichts zu befürchten haben.

Beispiele für Nachrichten für Kinder und Jugendliche im Internet sind logo!News4Kidsneun 1/2- Deine Reporterkindersache.de, Duda.news oder mitmischen.de.

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