Vor dem Video ein Werbeclip, mitten im Spiel ein Bonus für das Ansehen von Werbung oder beim Streamen eine Unterbrechung: Werbung gehört für Kinder und Jugendliche heute zum Alltag. Sie ist allgegenwärtig und oft so eingebaut, dass sie kaum auffällt.
Werbung im Internet gibt es schon lange. Deutlich verändert hat sich, wie sie heute eingebunden ist. Sie erscheint nicht mehr nur neben Inhalten, sondern direkt darin. Kinder begegnen Werbung parallel auf verschiedenen Plattformen, zum Beispiel beim Videoschauen, in Apps, in Games oder bei Streaming-Diensten. Viele Angebote sind kostenlos oder günstiger, weil sie über Werbung finanziert werden. Andere bieten kostenpflichtige, werbefreie Varianten an.
Wichtig: Hier geht es um Werbung, die direkt von Plattformen, Apps oder Spielen selbst eingeblendet wird, nicht um Werbung durch Influencer*innen, bei der Personen Produkte präsentieren.
Videos im Internet ohne Werbung sind selten geworden. Vor und während Videos laufen Werbeclips, oft auch mehrere hintereinander oder ohne Überspringen-Funktion. Auf Plattformen wie YouTube können diese Anzeigen mehrfach hintereinander erscheinen. Zusätzlich gibt es Einblendungen im Bild und Hinweise auf kostenpflichtige, werbefreie Abos.
Für Kinder ist dabei oft nicht klar, wo der eigentliche Inhalt beginnt und wo Werbung endet. Werbung ist häufig ähnlich gestaltet wie Videos selbst, schnell, bunt und unterhaltsam. Viele Anzeigen sind personalisiert. Sie orientieren sich daran, welche Inhalte bisher angesehen wurden oder wofür sich Nutzer*innen interessieren. Grundlage sind unter anderem Cookies und Nutzungsprofile, die das Verhalten auswerten.
Für Inhalte, die sich an Kinder richten, gelten zwar besondere Regeln, trotzdem wird Werbung angezeigt. Für jüngere Kinder können deshalb speziell angepasste Angebote sinnvoll sein.
Auch Streaming-Dienste setzen zunehmend auf Werbung und bieten neben klassischen Abonnements ohne Werbung immer häufiger günstigere Modelle mit Werbeunterbrechungen an. Diese erscheinen vor oder während eines Films oder einer Serie und erinnern an das Fernsehen. Auch hier kann Werbung personalisiert sein und auf bisherigen Nutzungsdaten basieren.
Besonders präsent ist Werbung in Spielen und kostenlosen Apps. Hier ist sie oft direkt mit der Nutzung verknüpft: Wer ein Werbevideo anschaut, erhält Belohnungen wie Münzen, zusätzliche Leben oder neue Funktionen. Dadurch verändert sich die Wahrnehmung. Werbung wird nicht nur angesehen, sondern aktiv genutzt, um im Spiel weiterzukommen.
Zusätzlich erscheinen Banner, Pop-ups oder Hinweise auf Käufe innerhalb der App. Diese sind häufig direkt mit dem Spielverlauf verbunden und können zu schnellen Ausgaben führen. Auch im Browser, also auf Websites, begegnet Kindern Werbung, zum Beispiel als Banner, Pop-ups oder automatisch startende Videos. Diese können beim Surfen erscheinen und lassen sich nicht immer leicht schließen oder überspringen.
Auch in Feeds und Story-Bereichen von Plattformen wie Instagram oder TikTok taucht Werbung regelmäßig auf. Sie ähnelt oft normalen Beiträgen, stammt aber von Accounts, denen man nicht folgt. Häufig ist sie mit Begriffen wie „Gesponsert“ gekennzeichnet, zum Beispiel im Feed oder zwischen kurzen Videos. Diese Hinweise sind leicht zu übersehen, besonders für Kinder.
Zusätzlich werden Trends, Hashtags oder Challenges gezielt von Unternehmen genutzt, um Aufmerksamkeit für Produkte zu erzeugen.
Kinder müssen erst lernen, Werbung zu verstehen und einzuordnen. Digitale Werbung erschwert das zusätzlich, weil sie optisch und inhaltlich an Medien angepasst ist, sehr kurz und unterhaltsam gestaltet ist und direkt in Spiele, Videos oder Feeds eingebaut wird. Die klare Trennung zwischen Inhalt und Werbung fehlt häufig. Gerade jüngere Kinder nehmen Werbung deshalb oft nicht bewusst wahr.
Werbeinhalte sind ständig präsent und oft nicht eindeutig gekennzeichnet. Inhalte werden unterbrochen oder mit kommerziellen Elementen vermischt. Belohnungssysteme können dazu führen, dass Kinder Werbung gezielt nutzen, ohne deren Ziel zu hinterfragen. Gleichzeitig führen direkte Verlinkungen schnell zu Käufen innerhalb von Apps oder Spielen.
Hinzu kommt die Datennutzung: Viele Werbeanzeigen basieren auf gesammelten Informationen über das Verhalten der Nutzer*innen. Nicht alle Inhalte sind altersgerecht, auch wenn es entsprechende Vorgaben gibt.
Begleiten Sie Ihr Kind besonders bei den ersten Schritten in digitalen Medien. Erklären Sie konkret, was Werbung ist, warum sie angezeigt wird und woran man sie erkennen kann. Nutzen Sie Beispiele aus dem Alltag Ihres Kindes, etwa beim Spielen oder Videoschauen.
Sprechen Sie darüber, dass viele Angebote Geld verdienen müssen, entweder durch Werbung oder durch Abonnements.
Prüfen Sie gemeinsam Einstellungen und schränken Sie personalisierte Werbung ein (sofern möglich), deaktivieren oder schützen Sie In-App-Käufe und nutzen Sie altersgerechte Profile oder Angebote. In den meisten Diensten lässt sich Werbung nicht vollständig ausschalten, oft können nur einzelne Präferenzen angepasst werden.
Technische Maßnahmen können unterstützen, ersetzen die Begleitung aber nicht.
Bald hält Ihr Kind sein erstes Smartphone in den Händen – und mit ihm viele neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen. Im virtuellen Elternabend erhalten Sie alltagstaugliche Tipps zu sicheren Einstellungen, zum Schutz persönlicher Daten und kindgerechten Apps. Wir geben Tipps zur Medienerziehung und zeigen auf, wie Sie Ihr Kind für einen kompetenten Umgang mit Kontaktrisiken, Kostenfallen und Co. stärken können. Erfahren Sie, wie Sie Ihr Kind im verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien begleiten – für eine sichere und positive Smartphone-Nutzung von Anfang an!
Nutzen Sie die Gelegenheit, live dabei zu sein und Ihre Fragen an unsere Expert*innen zu stellen – wir stehen für den Austausch bereit und liefern wertvolle Impulse für den Familienalltag!
Datum: 05.05.2026 | Zeit: 17 bis 18 Uhr
Ablauf: (Medienpädagogischer) Input (ca. 30/40 Minuten) und anschließender offener Austausch
Referent*innen: Sophia Mellitzer (JFF) und Martin Fischer (DKHW)
Moderation: FSM e.V.
Plattform: Der virtuelle Elternabend wird über das Tool „Zoom“ realisiert.
Datenschutzhinweis: Zoom ist ein Service der Zoom Video Communications Inc., die ihren Sitz in den USA hat. Wir nutzen Zoom über den deutschen Betreiber WTG . Serverstandort der WTG ist Europa. Weiterhin haben wir innerhalb des Dienstes Zoom die Konfigurationen mit dem höchsten Daten- und Sicherheitsschutz gewählt.
Bitte nehmen Sie auch von unserer Datenschutzerklärung Kenntnis.
Anmeldung:
Die Toniebox ist in vielen Kinderzimmern zu finden und ermöglicht es, Hörspiele und Musik selbstständig abzuspielen. Mit der Toniebox 2 kommen neue Funktionen dazu: Inhalte werden interaktiver und laden zum Mitmachen ein.
Die Toniebox ist ein Audiosystem, das speziell für Kinder entwickelt wurde. Inhalte werden nicht über ein Menü ausgewählt, sondern über Figuren gesteuert. Wird ein Tonie auf die Box gestellt, startet automatisch eine Geschichte, Musik oder ein Hörspiel. Die Toniebox gehört zu den Hörboxen für Kinder.
Es gibt Tonies mit fertigen Inhalten, etwa Figuren oder Hörbücher, sowie Kreativ-Tonies, die mit eigenen Aufnahmen bespielt werden können. Diese werden über die sogenannte Toniecloud hochgeladen und gespeichert. Die Bedienung der Box ist bewusst einfach: Durch Kippen wird vor- oder zurückgespult, durch Klopfen springt man zwischen Kapiteln, über die „Ohren“ wird die Lautstärke eingestellt.
Mit der Toniebox 2 kommen zusätzliche Funktionen hinzu. Über „Tonieplay“ werden Inhalte interaktiver. Kinder hören nicht nur zu, sondern werden zum Mitmachen angeregt, etwa durch kleine Aufgaben, Mitsprechen oder Bewegung.
Nach der Einrichtung über WLAN kann die Toniebox auch ohne Internetverbindung genutzt werden.
Die Toniebox ist so gestaltet, dass schon jüngere Kinder sie selbst bedienen können. Es braucht keine Lesekenntnisse oder technischen Vorkenntnisse. Das unterstützt Kinder dabei, die Toniebox selbstständig zu nutzen.
Die Figuren spielen eine wichtige Rolle: Kinder erkennen bekannte Charaktere wieder, sammeln Tonies und bauen eine emotionale Bindung auf. Es gibt Geschichten, Lieder und Wissensinhalte für unterschiedliche Altersstufen.
Mit Funktionen wie Tonieplay werden Kinder zusätzlich einbezogen. Sie sind nicht nur Zuhörer*innen, sondern Teil der Geschichte. Kreativ-Tonies bieten die Möglichkeit, eigene Inhalte zu erstellen. Kinder hören beispielsweise Geschichten von vertrauten Personen oder nehmen selbst etwas auf.
Die Toniebox ist ein vergleichsweise sicheres Angebot ohne offene Internetkommunikation. Klassische Online-Risiken wie Kontakt zu Fremden bestehen daher nicht.
Im Alltag können dennoch Punkte relevant sein:
Der Anbieter beschreibt die Toniebox als robust und kindgerecht gestaltet. Die Bedienung sei speziell für Kinder entwickelt worden. Für die Toniecloud gelten laut Anbieter Datenschutzstandards nach europäischem Recht. Eigene Inhalte und Konten können gelöscht werden. Mit Funktionen wie Tonieplay wird das Angebot um interaktive Inhalte erweitert.
Die Toniebox eignet sich gut als Einstieg in die Mediennutzung, da sie ohne Bildschirm auskommt. Besonders am Anfang ist es sinnvoll, Ihr Kind dabei zu begleiten. Achten Sie auf passende Inhalte und hören Sie gelegentlich mit.
Geben Sie im Alltag Orientierung, wann und wie lange die Toniebox genutzt wird, und achten Sie darauf, wie Ihr Kind sie nutzt.
Nutzen Sie Kreativ-Tonies gemeinsam. Eigene Aufnahmen, etwa Geschichten oder Lieder, machen die Toniebox persönlicher. Gemeinsames Hören kann den Austausch fördern, gerade bei jüngeren Kindern.
Behalten Sie die Kosten im Blick. Neben der Box fallen Ausgaben für weitere Figuren an. Ein Tipp: Toniefiguren gibt es oft auch in Bibliotheken zum Ausleihen.
Ein süßes Foto vom Familienfest im WhatsApp-Status oder auf Plattformen wie Instagram ist für viele selbstverständlich. Für Eltern kann es unangenehm sein, wenn Bilder des eigenen Kindes ohne Rücksprache geteilt werden. Dabei geht es nicht darum, anderen etwas zu verbieten, sondern die Privatsphäre des eigenen Kindes zu schützen.
Fotos von Kindern sind persönliche Daten. Einmal online geteilt, lassen sie sich kaum kontrollieren oder vollständig löschen. Bilder können gespeichert, per Screenshot verbreitet oder einfach weitergeleitet werden. Oft merkt man das nicht. Je mehr Menschen ein Foto sehen können, etwa über Status-Funktionen oder öffentliche Profile, desto größer ist das Risiko der Weiterverbreitung. Kinderbilder können missbraucht oder weiterverbreitet werden.
Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre und darauf, mitzuentscheiden, was von ihnen gezeigt wird. Sie haben auch ein Recht am eigenen Bild, deshalb sollten Fotos nicht ohne Zustimmung geteilt werden. Gleichzeitig können sie die Folgen oft noch nicht einschätzen. Mit jedem geteilten Foto entsteht ein digitales Bild Ihres Kindes, das es später nicht mehr selbst steuern kann. Besonders sensibel wird es, wenn Fotos zusammen mit Namen, Wohnort oder anderen persönlichen Informationen veröffentlicht werden. Sind andere Kinder auf dem Foto zu sehen, sollte auch das Einverständnis der Eltern eingeholt werden. Viele Verwandte oder Bekannte meinen es gut. Sie möchten schöne Momente teilen oder ihre Freude ausdrücken. Genau deshalb ist ein respektvoller Umgang wichtig.
Viele Konflikte lassen sich vermeiden, wenn Erwartungen früh geklärt sind:
Wichtig ist, dass Ihre Haltung verständlich wird, ohne Vorwürfe.
Manche reagieren überrascht oder fühlen sich kritisiert. Hier hilft es, ruhig zu erklären, warum Ihnen das Thema wichtig ist:
Ein Perspektivwechsel kann helfen. Würden Sie selbst wollen, dass solche Fotos von Ihnen im Internet zu sehen sind?
Trotz Absprachen kann es passieren, dass Fotos geteilt werden. Dann ist es sinnvoll, zeitnah zu reagieren:
In vielen Fällen lässt sich das Problem im persönlichen Gespräch klären.
Je älter Kinder werden, desto wichtiger ist ihre eigene Meinung. Fragen Sie Ihr Kind, ob es mit einem Foto einverstanden ist. Ab dem Grundschulalter können viele Kinder schon gut mitentscheiden, ob ein Bild von ihnen geteilt werden darf. So lernt Ihr Kind, über die eigene Privatsphäre nachzudenken und Grenzen zu setzen.
Achten Sie auch auf Ihr eigenes Verhalten. Fragen Sie Ihr Kind und andere Eltern, bevor Sie Fotos teilen. So zeigen Sie, wie ein respektvoller Umgang aussehen kann.
Wenn Absprachen immer wieder ignoriert werden oder es zu Konflikten kommt, bleiben Sie ruhig und klar in Ihrer Haltung. Sprechen Sie das Thema erneut an und suchen Sie gemeinsam nach Lösungen. In manchen Fällen ist es sinnvoll, Unterstützung von außen einzubeziehen, um die Situation zu klären.
Sie finden keine Antwort auf Ihre Frage? Stellen Sie Ihre persönlichen Fragen rund um die Mediennutzung Ihres Kindes direkt und bequem per Messenger-Service über WhatsApp oder Threema. Mehr Infos finden Sie hier.
Die bunte Spiele-App Toca Boca World ist besonders bei vielen jüngeren Kindern beliebt. Sie können ihre eigenen Figuren gestalten und mit ihnen in der Toca-Boca-Welt spannende und kreative Geschichten erfinden. Die App lädt dazu ein, Häuser nach ihren Vorstellungen einzurichten, im Café Kuchen zu essen, im Krankenhaus oder in der Poststation zu arbeiten und vieles mehr. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.
In Toca Boca World dreht sich alles um Kreativität und freies Spiel. Fantasievolle Orte wie Städte, Dörfer und Strände laden zum Erkunden und Bespielen ein. Es gibt keine Levels oder Zeitvorgaben, die erfüllt werden müssen.
Nach dem Herunterladen der App können die Spieler*innen sich in der Welt frei bewegen und sie nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten. Sie wählen Spielfiguren aus, die sie nach Aussehen und Eigenschaften selbst anpassen können. Häuser und Räume richten sie ganz nach ihrem Geschmack ein und dekorieren sie. Tag oder Nacht, Sonne oder Regen, welche Musik aus dem Radio kommt – alles lässt sich individuell anpassen.
An einigen Orten können die Spieler*innen Aufgaben erledigen, doch meistens gibt es keine festen Anweisungen. Über In-App-Käufe lassen sich zusätzliche Avatare, Orte, Aktivitäten und Haustiere hinzufügen. Eine Video Recording Funktion ermöglicht es, mit den Figuren eigene Geschichten zu spielen und per Bild und Ton aufzunehmen.
Kinder haben viel Freude daran, ihre eigenen Welten zu erschaffen und kreative Geschichten zu erfinden. Besonders spannend ist es für sie, die Spielfiguren ganz nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Sie können dabei nicht nur aus verschiedenen Haar- und Hautfarben wählen, sondern auch Figuren im Rollstuhl, mit Brille oder Prothesen erstellen.
Die verschiedenen Spielumgebungen und die Möglichkeit, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen, motivieren Kinder, immer weiterzuspielen und neue Abenteuer zu erleben. In den bunten Welten gibt es fast keinen Text, was das Spiel auch für Kinder ohne Lesefähigkeit spielbar macht.
Die Datenschutzbestimmung der Toca Boca App besagt, dass keine Werbung von Drittanbietern enthalten ist. Die App ist kostenlos im Download, bietet aber In-App-Käufe an. Mit diesen können Kinder neue Charaktere, Stationen oder Geschenke freischalten, falls eine Bezahl-Möglichkeit auf dem Gerät hinterlegt ist.
Die App speichert Nutzerdaten wie das Spielverhalten und Geräteinformationen und wertet sie zu Marketingzwecken aus. Dabei werden auch Dienste von Dritten genutzt, zum Beispiel von Google. Die Daten von Eltern werden erfasst, wenn sie im Toca-Boca-Shop etwas kaufen, Benachrichtigungen aktivieren oder den Newsletter abonnieren. Eine Datenlöschung kann über eine E-Mail an privacy@tocaboca.com angefordert werden.
Über die Video Recording Funktion können Kinder das Spielgeschehen per Bild und Ton aufnehmen und auf dem Gerät speichern. Wenn der Zugriff auf das Mikrofon erlaubt wird, nutzt die App es auch. In den App-Berechtigungen des Endgeräts kann der Zugriff wieder verwehrt werden.
Toca Boca ist ein schwedischer Spieleentwickler und daher an die Datenschutzgesetze der EU gebunden. Der Anbieter wirbt damit, dass Kinder in die Entwicklung der App einbezogen werden. Die App beinhaltet keine für Kinder ungeeigneten Inhalte. Damit nehmen die Spieleentwickler die Forderung verschiedener Kinderrechtsorganisationen auf, Kinder und ihre Rechte in der Entwicklung von Produkten für Kinder zu beachten.
Toca Boca gibt an, dem PRIVO-Siegel gerecht werden zu wollen. Dieses Siegel vergibt eine unabhängige Organisation, die sich dem Schutz von Kinderdaten im Onlinebereich verpflichtet hat. Auf der Toca Boca Webseite stellt der Anbieter eine Datenschutzerklärung für Kinder in verständlicher Sprache zur Verfügung.
Im Umgang mit der Toca Boca World App ist es sinnvoll, einige Regeln und Einstellungen zu klären, um das Spiel für Ihr Kind sicher und sinnvoll zu gestalten:
Begleitung der ersten Nutzungsschritte: Die App richtet sich besonders an jüngere Kinder. Begleiten Sie Ihr Kind bei den ersten Nutzungsschritten. So machen Sie sich mit den Funktionen vertraut und können beobachten, wie Ihr Kind auf die Spiele-App reagiert.
Medienregeln und Spielzeiten festlegen: Gestalten Sie gemeinsam Regeln für digitale Spiele und schließen Sie die Nutzung der App in die Medienregeln der Familie mit ein. Die App gibt keine Zeitlimits vor und kann unbegrenzt gespielt werden. Legen Sie gemeinsam fest, wie viel Zeit Ihr Kind mit der App verbringen darf.
Funktionen in den Einstellungen deaktivieren: In den App-Einstellungen können Funktionen wie der Shop und die Videoaufzeichnung deaktiviert werden. Dafür ist die Eingabe eines (erwachsenen) Geburtsdatums erforderlich.
In-App-Käufe deaktivieren: Besprechen Sie vorab mit Ihrem Kind die Funktion der In-App-Käufe. Sie können die Funktion deaktivieren oder darauf achten, keine Zahlungsdaten zu hinterlegen, um versehentliche Käufe zu vermeiden.
In den beiden Spiele-Apps The Unstoppables 1 und 2 begleiten Kinder eine Freundesgruppe auf gemeinsamer Mission. Dabei lösen sie Aufgaben, arbeiten zusammen und erleben, wie aus Unterschiedlichkeit gemeinsame Stärke wird. Für Kinder kann es dabei besonders aufregend sein, einmal Held*innen mit Behinderung selbst zu steuern – Figuren, die in Games sonst nur selten im Mittelpunkt stehen.
In The Unstoppables geht es um Melissa, Achim, Jan, Mai und den Hund Tofu. In beiden Spielen verschwindet Melissas Begleithund Tofu – und die Freund*innen müssen ihn gemeinsam wiederfinden. Dabei bringt jede Figur eigene Stärken mit: Mai kann gut springen, Achim ist im Rollstuhl schnell unterwegs, Jan ist stark und Melissa erreicht mit ihrem Blindenstock höher gelegene Dinge. Im zweiten Teil kommt mit Rina eine weitere Figur mit vielfältigen Talenten dazu. Nur wenn die Spieler*innen die Fähigkeiten kombinieren, können sie Hindernisse überwinden und Rätsel lösen. Beide Spiele sind als Adventure- und Point-and-Click-App angelegt und lassen sich einfach bedienen.
Das Spiel macht Herausforderungen von Menschen mit Behinderungen sichtbar. So erleben Kinder zum Beispiel, was passiert, wenn Achim im Rollstuhl auf einen Schotterweg trifft und nicht weiterkommt. Die spielerischen Lösungen solcher Situationen regen zum Nachdenken an und fördern Verständnis sowie Empathie. Ampeln überqueren, Treppen überwinden, Hinweise entschlüsseln – außerdem lernen Kinder in The Unstoppables, wie Zusammenarbeit und Gemeinschaft funktioniert. Sie knobeln gemeinsam mit der Freundesgruppe, lösen Aufgaben und überlegen, wer wie am besten helfen kann. Gerade das macht die Spiele spannend: Jede Figur kann etwas anderes und wird an bestimmten Stellen wichtig. Das kann Kinder ermutigen und aufzeigen: Verschiedenheit stört hier nicht, sondern trägt zum Erfolg bei!
Die Detektivgeschichte und das Tüfteln macht Kindern Spaß und fördert logisches und strategisches Denken. Der Comic-Stil, die leichte Steuerung und die spannende Atmosphäre kommen bei Kindern ab dem späten Grundschulalter gut an.
Trotz vieler Stärken lohnt sich auch ein kritischer Blick: Manche Behinderungen werden im Spiel stark mit besonderen Fähigkeiten verknüpft, was vereinfachend wirken kann. Auch Barrieren werden teils so gelöst, dass eher einzelne Personen helfen müssen, statt die Umgebung barrierefrei zu gestalten. Für Eltern kann das ein guter Anlass sein, mit Kindern über realistische und inklusive Lösungen im Alltag zu sprechen.
Entwickelt wurden die Spiele von der Schweizerischen Stiftung für das cerebral gelähmte Kind im Rahmen des Lernangebots „Prinzip Vielfalt“. Ziel des Angebots ist es, Kinder und Jugendliche für Themen wie Gleichsein, Anderssein, Vielfalt, Stärken, Schwächen und Barrieren im Alltag zu sensibilisieren. Die Spiele sind ausdrücklich nicht nur zur Unterhaltung gedacht, sondern Teil eines pädagogischen Konzepts, das Inklusion kindgerecht und spielerisch vermitteln möchte.
Beide Apps setzen Lesekenntnisse voraus. Begleiten Sie Ihr Kind gerade am Anfang ein Stück beim Spielen. Unterstützen Sie es bei Fragen zur Steuerung oder zur Geschichte.
Beim Lösen der kniffeligen Aufgaben kann Ihr Kind leicht die Zeit aus den Augen verlieren. Vereinbaren Sie gemeinsam klare Absprachen, wie etwa eine feste Bildschirmzeit.
The Unstoppables bietet viele Anlässe für Gespräche: über Behinderung, über Hindernisse im Alltag und darüber, wie ein gutes Miteinander aussehen kann. Bleiben Sie offen für Fragen Ihres Kindes. Wenn Sie etwas nicht wissen, können Sie es zusammen recherchieren. So werden die Spiele-Apps zu einem guten Gesprächseinstieg über Inklusion, Vielfalt und Rücksichtnahme.
„Ein echter Mann zeigt keine Gefühle“ oder „Frauen wollen nur erfolgreiche Männer“ – beim Scrollen durch TikTok, YouTube oder Instagram stoßen Jugendliche auf viele Vorstellungen davon, wie Männer oder Frauen angeblich sein sollten. Manche Videos wirken wie harmlose Dating-Tipps, Fitness-Motivation oder Lifestyle-Content. Dahinter können jedoch extreme oder stark vereinfachte Rollenbilder stehen.
Auf Social Media verbreiten sich viele Inhalte über Beziehungen, Dating oder „echte Männlichkeit“. Einige Creator*innen vermitteln klare Regeln dafür, wie Männer oder Frauen angeblich sein oder sich verhalten sollten. Häufig geht es dabei um Erfolg, Dominanz, Attraktivität oder traditionelle Rollen in Beziehungen. Manche dieser Rollenbilder werden auch von extremistischen Gruppen genutzt, um Jugendliche online anzusprechen.
In diesem Zusammenhang taucht immer wieder der Begriff „Manosphere“ auf. Damit wird ein loses Netzwerk von Online-Communitys bezeichnet, die sich mit Männlichkeit, Beziehungen und Geschlechterrollen beschäftigen. Die Inhalte finden sich auf Plattformen wie TikTok, YouTube, Instagram, Reddit oder in Podcasts.
Viele Beiträge wirken zunächst wie Ratgeber für junge Männer: Sie sollen selbstbewusster und muskulöser werden, mehr Geld verdienen oder im Dating erfolgreicher sein. In manchen Communitys werden jedoch auch stark vereinfachte oder frauenfeindliche Vorstellungen verbreitet. Dort wird etwa behauptet, Männer würden durch Gleichberechtigung benachteiligt oder müssten in Beziehungen dominant sein.
Neben solchen Inhalten gibt es auch Trends, die sehr traditionelle Frauenrollen zeigen. Beim sogenannten Tradwife-Trend präsentieren Influencer*innen ein Leben als „traditionelle Ehefrau“, die sich hauptsächlich um Haushalt, Familie und ihren Partner kümmert. Die Videos wirken oft ästhetisch und bewusst inszeniert.
Viele dieser Inhalte sind nicht offen extremistisch. Problematische Botschaften über Geschlechterrollen werden häufig indirekt vermittelt oder mit Humor, Lifestyle oder Motivation verbunden.
Jugendliche beschäftigen sich intensiv mit Fragen nach Identität, Beziehungen und ihrem Platz in der Welt. Inhalte über Rollenbilder können deshalb eine große Wirkung haben.
Einige Aspekte können Jugendliche besonders ansprechen:
Auch der Tradwife-Trend kann Jugendliche ansprechen, weil er ein scheinbar harmonisches Lebensmodell zeigt. Konflikte oder Ungleichheiten bleiben in solchen Videos meist unsichtbar. Zudem schlagen soziale Plattformen häufig weitere ähnliche Inhalte vor. Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass viele Menschen so denken.
Einige dieser Videos oder Beiträge können problematische Botschaften enthalten oder extreme Rollenbilder verstärken.
Algorithmen sozialer Netzwerke können zusätzlich dazu beitragen, dass Jugendliche immer häufiger ähnliche Inhalte sehen und dadurch ein einseitiges Weltbild entsteht.
Jugendliche stoßen oft zufällig auf solche Inhalte. Umso wichtiger ist es, ihre Mediennutzung zu begleiten.
Ein offenes Gespräch über Beziehungen, Gleichberechtigung und das, was Jugendliche auf Social Media sehen, kann helfen, extreme Botschaften kritisch einzuordnen.
Ereignisse wie Kriege, Naturkatastrophen oder politische Konflikte bestimmen oft tagelang die Berichterstattung. Kinder bekommen diese Themen mit – durch Gespräche zu Hause, in der Schule oder über das Internet. Viele Informationen sind jedoch schwer verständlich oder beängstigend. Wie können Kinder altersgerecht an Nachrichten herangeführt werden?
Kinder sollen lernen, die Welt zu verstehen. Doch viele Nachrichtenformate für Erwachsene sind zu komplex oder zeigen Bilder von Gewalt oder Katastrophen, die Kinder überfordern können. Hinzu kommt, dass sich im Internet auch Falschmeldungen und stark vereinfachte oder verzerrte Darstellungen schnell weiterverbreiten. Gerade über Social Media oder Messenger können Informationen ohne Einordnung geteilt werden. Für Kinder ist es oft schwer zu erkennen, ob eine Nachricht wirklich stimmt.
Wichtig ist deshalb eine altersgerechte Begleitung. Eltern können helfen, das Gesehene einzuordnen – und geeignete, sichere Angebote auszuwählen.
Gerade bei belastenden Themen wie Krieg oder bewaffneten Konflikten brauchen Kinder besondere Unterstützung und eine gute Einordnung durch Erwachsene.
Im Internet gibt es verschiedene Nachrichtenangebote speziell für Kinder. Sie arbeiten mit einfacher Sprache, anschaulichen Erklärungen und verzichten auf besonders belastende Bilder.
Empfehlenswerte Angebote:
Die Kindersuchmaschine fragFINN.de hilft dabei, vertrauenswürdige Kinderangebote im Internet zu finden. Die Suchergebnisse werden redaktionell geprüft und sind altersgerecht gefiltert.
Manche Kinder hören Nachrichten lieber als sie zu sehen. Podcasts können eine gute Alternative sein. Besonders dann, wenn Bilder von Krisen oder Katastrophen belastend sein könnten.
Empfehlenswerte Podcasts:
Jugendliche informieren sich häufig über soziale Netzwerke. Nachrichten erscheinen dort im Feed zwischen Unterhaltungsvideos, Memes oder Beiträgen von Influencer*innen. Dadurch ist nicht immer sofort erkennbar, ob eine Information von einer journalistischen Redaktion stammt oder lediglich eine persönliche Meinung ist.
Seriöse Angebote versuchen deshalb, Jugendliche direkt auf den Plattformen zu erreichen, die sie ohnehin nutzen.
Beispiele:
Auch kindgerechte Nachrichten können beunruhigend wirken. Manche Kinder reagieren neugierig, andere schnell besorgt. Entscheidend ist nicht nur das Medienangebot, sondern auch die Begleitung durch Erwachsene.
Nachrichten über Krieg, Gewalt und bewaffnete Konflikte erschüttern uns alle. Was Erwachsene oft kaum begreifen können, ist für Kinder meist noch schwerer zu verstehen. Kinder von den aktuellen Nachrichten fernzuhalten, ist kaum möglich. Umso wichtiger ist es, Kinder zu begleiten und ihnen Sicherheit zu geben. Wir geben Anregungen zum Umgang mit belastenden Nachrichten und stellen kindgerechte Medienformate zum Thema vor.
Kinder bekommen oft mehr mit, als Erwachsene denken. Deshalb ist es wichtig, ihre Fragen ernst zu nehmen und auf ihre Gefühle einzugehen. Wenn Kinder über ihre Sorgen sprechen können, hilft ihnen das, das Erlebte besser zu verarbeiten. Trösten Sie Ihr Kind und zeigen Sie ihm Nähe, zum Beispiel durch eine Umarmung – das gibt Sicherheit in schwierigen Momenten.
Jüngere Kinder verarbeiten Dinge, die sie beschäftigen im Spiel oder indem sie ein Bild malen. Wenn Ihr Kind das nicht von selbst tut, können Sie es dazu ermuntern und mitmachen. Sich in Bildern oder Texten auszudrücken, kann auch für ältere Kinder und Jugendliche eine gute Möglichkeit sein. Aber auch Gespräche und konkrete Informationen sind für sie wichtig. Zeigen Sie Ihrem Kind altersgerechte Angebote und weisen Sie es auf mögliche Falschinformationen hin. Ermutigen Sie Ihr Kind dazu, Ihnen zu zeigen, wenn es über Social Media oder Messenger erschreckende Bilder und Videos geschickt bekommt und sprechen Sie mit ihm darüber.
Wenn Kinder Nachrichten über Krieg hören, kann sie das verunsichern. Besonders jüngere Kinder brauchen die beruhigende Botschaft, dass sie sicher sind und dass Erwachsene sich um ihren Schutz kümmern. Erklären Sie Ihrem Kind, dass der Krieg weit weg stattfindet und viele Menschen und Organisationen daran arbeiten, Frieden zu schaffen. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass es nicht völlig hilflos ist, sondern dass es Möglichkeiten gibt, etwas Gutes zu tun. Überlegen Sie gemeinsam, wie Hilfe aussehen kann, zum Beispiel durch eine Spendenaktion oder die Teilnahme an einem Friedensprojekt in der Schule oder in der Nachbarschaft. So erlebt Ihr Kind, dass man auch in schwierigen Situationen nicht nur Angst haben muss, sondern selbst etwas beitragen kann.
Auch als Erwachsene haben Sie das Recht mit der Situation und den Nachrichten überfordert zu sein. Sie müssen nicht alle Fragen beantworten können. Seien Sie ehrlich zu Ihrem Kind und zeigen Sie Ihre Unwissenheit oder Gefühle im Zusammenhang mit den Ereignissen in Kriegsgebieten. Wichtig ist, dass Sie das Thema nicht vermeiden.
In unserem Beitrag „Nachrichten für Kinder und Jugendliche“ finden Sie Hinweise zum Umgang mit Nachrichten allgemein und Linktipps zu altersgerechten Angeboten.
Zum Thema bewaffnete Konflikte und Krieg empfehlen wir folgende Formate für Eltern und Kinder:
Auch wenn belastende Nachrichten verunsichern, können Sie Ihrem Kind mit Aufmerksamkeit, Nähe, offenen Gesprächen und Zugang zu altersgerechten Nachrichtenformaten Sicherheit und Orientierung geben.
Kinder und Erwachsene nutzen Medien oft unterschiedlich und entdecken jeweils andere spannende Aspekte daran. Ein gemeinsames Medienprojekt bietet die Chance, diese Perspektiven zu teilen und voneinander zu lernen. Manchmal zeigen dabei sogar Kinder ihren Eltern, wie etwas funktioniert. Und es wird deutlich: Medien sind mehr als Videos anschauen oder Musik hören!
Statt Medien nur zu konsumieren, können Sie in Ihrer Familie selbst kreativ werden. Smartphones und Tablets, die es in vielen Haushalten gibt, haben eine Kamera, ein Mikrofon und einfache Apps, mit denen Sie schnell eigene Projekte umsetzen können. Beim gemeinsamen Ausprobieren lernen Sie und Ihr Kind ganz nebenbei, wie die Geräte funktionieren. Gleichzeitig erlebt Ihr Kind, wie Medien entstehen und dass dafür Ideen, Planung und ein wenig Geduld nötig sind. Schon Kindergartenkinder können einfache Trickfilme oder Fotogeschichten umsetzen und dabei eigene Stärken entdecken.
Mit unserer Reihe Medien selber machen bieten wir Ihnen Ideen für Medienprojekte zu Hause. Ziel ist es, Kreativität zu fördern und digitale Medien gemeinsam aktiv zu erleben – etwa mit Hörspielen, Erklärvideos, Virtual Reality– oder Making-Projekten.
Die Webseite kinder.jff.de des JFF – Institut für Medienpädagogik bietet kindgerechte Anleitungen für kreative Medienprojekte in der Familie. Mit dem Smartphone oder Tablet können Sie auf Foto-Safari gehen, eine QR-Code-Rallye gestalten, ein Kinderkochbuch entwickeln und vieles mehr. Kurze Video-Anleitungen erleichtern den direkten Einstieg und zeigen Schritt für Schritt, wie Sie mit Ihrem Kind ab drei Jahren zuhause Apps und Geräte aktiv einsetzen können.
Im TüftelLab finden Sie praxistaugliche Ideen, um mit Ihrem Kind zu Hause kreativ zu werden – von Making, Coding und Robotik bis hin zu Künstlicher Intelligenz (KI), Video und Animation. Für Kinder ab dem Grundschulalter gibt es Projekte, bei denen Sie gemeinsam Schritt für Schritt ausprobieren, bauen und gestalten können. Dafür stellt das TüftelLab vielfältige Materialien, Anleitungen und digitale Lerninhalte bereit, die den Einstieg erleichtern und Lust aufs Tüfteln wecken.
Welche Chancen Medien für die Weiterentwicklung von Kompetenzen bieten, zeigt das Familienportal NRW. Nutzen Sie die Seite als Ideenkiste, um mit Ihrem Kind kleine Medien-Projekte zu entwickeln. Suchen Sie sich gemeinsam ein Thema aus und tauchen Sie in die Medienproduktion ein. Detaillierte Anleitungen finden Sie in der Medienbox NRW: Dort gibt es Selbstlernangebote und Online-Kurse rund um Audio, Video und auch KI.
Auf Elternguide.online finden Sie noch mehr Ideen, wie Sie Medien zuhause gemeinsam mit Ihrem Kind aktiv nutzen können. Schauen Sie doch mal rein – wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind viel Freude beim Ausprobieren!
Manchmal öffnet man eine App und hat das Gefühl, sie weiß mehr über einen als man selbst. Verantwortlich dafür sind algorithmische Empfehlungssysteme, die Inhalte nach bestimmten Kriterien sortieren, gewichten und priorisieren. Sie bestimmen, welche Inhalte den Nutzenden, also auch Kindern und Jugendlichen, bevorzugt angezeigt werden. Für Eltern ist es wichtig zu verstehen, wie diese Systeme funktionieren und welche Auswirkungen sie haben können.
Algorithmen entscheiden, wie Inhalte im persönlichen Feed angezeigt werden, und schlagen beispielsweise auch im Suchbereich weitere Inhalte vor. In sozialen Netzwerken tragen solche Bereiche Namen wie „For You“, „Feed“ oder „Entdecken“. Gemeint ist immer dasselbe Prinzip: Inhalte werden nicht zufällig angezeigt, sondern individuell ausgewählt. Solche Empfehlungsmechanismen finden sich nicht nur in sozialen Netzwerken, sondern auch bei Streaming-Diensten, Videoportalen oder Online-Shops. Grundlage dafür sind vor allem Nutzungsdaten. Dazu zählen angesehene Inhalte, Likes, Kommentare, Verweildauer, Suchanfragen, Geräteinformationen und teilweise auch Standortdaten.
Algorithmen zeigen bevorzugt Inhalte, die zu bisherigen Interessen passen oder besonders starke Reaktionen auslösen, beispielsweise durch Überraschung oder Provokation. Plattformen möchten relevante Inhalte anzeigen und Nutzer*innen möglichst lange dort halten. Für Kinder bedeutet das: Wenn ihnen etwas gefällt oder sie lange dabeibleiben, bekommen sie mehr davon angezeigt. Andere Themen treten in den Hintergrund.
Bei Instagram wird der Standard-Feed seit 2016 algorithmisch sortiert. Ein lernendes System bewertet verschiedene Faktoren und entscheidet, welche Beiträge als relevant erscheinen. Dabei werden unter anderem frühere Interaktionen, die Beziehung zu anderen Accounts oder die Art der Inhalte berücksichtigt. Seit 2022 können Nutzer*innen in der App über das Menü oben zwischen einer chronologischen Ansicht („Folge ich“ oder „Favoriten“) und dem algorithmischen Standard-Feed wechseln. „Folge ich“ zeigt Beiträge aller abonnierten Accounts in zeitlicher Reihenfolge, „Favoriten“ zeigt nur ausgewählte Accounts chronologisch. Die Auswahl gilt jeweils nur für die aktuelle Sitzung und muss bei Bedarf erneut aktiviert werden.
Das System passt sich laufend an. Je mehr Ihr Kind – oder auch Sie selbst – mit bestimmten Inhalten interagiert, desto stärker prägen diese den Feed. So entsteht ein sehr persönlicher Nachrichtenstrom, der sich für Ihr Kind oft stimmig anfühlt, aber auch einseitig werden kann.
Auch Spotify arbeitet mit personalisierten Empfehlungen. Aus dem Hörverhalten erstellt Spotify ein Geschmacksprofil. Dabei werden gehörte Songs, Playlists, Wiederholungen, Tageszeiten und Nutzungsdauer berücksichtigt. Auf dieser Basis entstehen individuelle Vorschläge wie personalisierte Mixe oder Wochenempfehlungen.
Zusätzlich vergleicht das System Hörgewohnheiten mit denen anderer Nutzender. Ihr Kind bekommt dadurch Musik empfohlen, die zu ähnlichen Profilen passt. Das kann Neues eröffnen, verstärkt aber auch bestehende Vorlieben.
TikTok gewichtet besonders stark die Verweildauer und Interaktionen. Bereits nach kurzer Zeit erkennt das System, welche Videos Ihr Kind länger anschaut oder mehrfach ansieht. Diese Signale haben mehr Einfluss als Likes oder die Anzahl der Follower*innen.
Ein Effekt davon ist, dass auch Inhalte von unbekannten Accounts sehr schnell große Reichweite bekommen können. Gleichzeitig kann sich der Videostrom stark verengen, wenn ein Thema besonders oft angesehen wird. Auch sensible oder problematische Inhalte können so verstärkt auftauchen.
Nach dem Digital Services Act (DSA) müssen sehr große Plattformen in der EU transparenter erklären, wie ihre Empfehlungssysteme funktionieren, und teilweise eine nicht personalisierte Anzeige von Inhalten anbieten. Diese Optionen sind vorhanden, jedoch oft nicht leicht zu finden.
Ihr Kind sollte wissen, dass Empfehlungen technisch gesteuert sind und nicht zufällig entstehen. Gespräche über Algorithmen helfen, Inhalte besser einzuordnen:
Für Kinder – und oft auch für Erwachsene – ist es häufig schwer zu durchschauen, warum eine App sie scheinbar so gut versteht. Umso wichtiger ist es, Medienkompetenz zu fördern. Dazu gehört auch, über die Faszination sozialer Medien zu sprechen und darüber, wie Technik Aufmerksamkeit lenkt. Gemeinsames Ausprobieren, etwa das Zurücksetzen von Verläufen oder das Anpassen von Einstellungen, kann dabei zu hilfreichen Aha-Momenten führen.
Ein eigenes Videospiel entwickeln – und das nur mit Stift, Papier und Smartphone? Genau das ermöglicht Draw Your Game Infinite. Die App verbindet kreatives Zeichnen mit digitalem Spielspaß und vermittelt Kindern erste Grundlagen des Game-Designs.
Mit der App Draw Your Game Infinite können Nutzer*innen eigene Jump ’n‘ Run-Level gestalten und die Level anderer Nutzer*innen ausprobieren. Und so geht’s:
In der kostenfreien Grundversion können Nutzer*innen ohne Registrierung zwei Level pro Tag erstellen, die Basis-Gestaltungselemente nutzen und zahlreiche Jump ’n‘ Run-Level anderer Spieler*innen ausprobieren und bewerten. Ein Abonnement bietet Zugriff auf vielfältige Funktionen zur Level-Erstellung, Nutzer*innen können die selbst gestalteten Level online veröffentlichen und anderen Spieler*innen folgen.
Kinder und Jugendliche haben Spaß daran, neue Dinge zu entdecken und eigene Ideen umzusetzen. In Draw Your Game Infinite spielen sie nicht nur, sondern gestalten ihre eigenen Level und werden selbst zu Spieleentwickler*innen. Besonders spannend ist, dass eine Zeichnung auf Papier zu einem echten Spiel wird – so entsteht ein Verständnis dafür, wie Spiele aufgebaut sind. Auch das Ausprobieren und Scheitern gehört dazu: Funktioniert ein Level nicht wie geplant, lässt es sich leicht anpassen. Für ältere Kinder kann das Teilen eigener Level in der Community interessant sein, da es Anerkennung und Austausch bringt.
Wie bei vielen Spiele-Apps gibt es bei Draw Your Game Infinite einiges zu beachten:
Die Nutzungsbedingungen stehen auf der Webseite des französischen Anbieters Zero-One in englischer und französischer Sprache zur Verfügung. Dort heißt es, dass Nutzer*innen volljährig sein müssen oder die Zustimmung ihrer Erziehungsberechtigten zur App-Nutzung benötigen. Zudem weist der Anbieter darauf hin, dass einzelne Funktionen eine Internetverbindung erfordern und bei einer Registrierung personenbezogene Daten verarbeitet werden. Über eine Support-Mailadresse können Nutzer*innen Kontakt zum Anbieter aufnehmen.
Nutzen Sie die App als Anlass, um mit Ihrem Kind in die Welt der Spieleentwicklung, Programmierung und Co einzutauchen. Vielleicht entsteht daraus sogar ein eigenes kreatives Familienprojekt!
Scrollt Ihr Kind in letzter Zeit häufiger durch YouTube Shorts? Diese Kurzvideos sind oft sehr fesselnd und können dazu führen, dass Ihr Kind insgesamt länger am Bildschirm bleibt.
YouTube Shorts ist ein Bereich innerhalb von YouTube mit sehr kurzen Videos im Hochformat. Sie funktionieren ähnlich wie TikTok-Clips oder Instagram-Reels. Darunter sind zum Beispiel lustige Clips und Challenges, Lifehacks und Bastelideen, Sport- und Gaming-Szenen sowie Tanz- und Musikvideos – oft erstellt von Influencer*innen. Die Clips sind 15 bis 60 Sekunden lang und werden automatisch hintereinander abgespielt. Welche Videos angezeigt werden, entscheidet ein Empfehlungsalgorithmus – also ein System, das sich am bisherigen Nutzungsverhalten orientiert.
Gerade für Kinder und Jugendliche sind Shorts sehr ansprechend, weil sie:
Doch Vorsicht: Auch wenn Ihr Kind nicht danach sucht, können überraschend ungeeignete Inhalte dazwischen auftauchen, weil die Auswahl automatisch erfolgt.
Mit einem Wischen erscheint sofort das nächste Video – und Ihr Kind kann leicht das Zeitgefühl verlieren. YouTube hat deshalb eine neue Funktion in der Elternaufsicht eingeführt:
Eine verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie bei medien-kindersicher.de unter Punkt 1.5.
Übrigens: Bei jüngeren Kindern kann die YouTube Kids-App eine Option sein. Dort werden die Inhalte altersgerecht gefiltert und insgesamt weniger endloses Scrollen gefördert.
Technische Zeitlimits und Schutzeinstellungen können Sie bei der Medienerziehung unterstützen. Hilfreich sind sie erst dann, wenn Ihr Kind versteht, warum diese Regeln gelten. Zu viel Shorts-Schauen kann Schlaf, Konzentration und andere Aktivitäten wie Hobbys oder Hausaufgaben stören. Legen Sie die Medienregeln zu Nutzungsdauer, Uhrzeiten und Pausen möglichst gemeinsam fest, dann hält sich Ihr Kind eher daran.
Scrollen Sie selbst oft lange auf Instagram, TikTok oder YouTube durch Kurzvideos? Dann kann es sein, dass es Ihrem Kind schwerer fällt zu verstehen, warum Sie bei ihm strenger sind. Wir Erwachsenen verbringen oft selbst viel Zeit am Smartphone, z. B. um Messenger zu nutzen, Nachrichten zu lesen, Podcasts zu hören und den Alltag zu organisieren. Versuchen Sie, Ihre eigene Mediennutzung zu reflektieren und gegebenenfalls zu begrenzen, z. B. indem Sie Handy-freie Zeiten einführen oder gemeinsam bildschirmfreie Aktivitäten planen.
Sie finden keine Antwort auf Ihre Frage? Stellen Sie Ihre persönlichen Fragen rund um die Mediennutzung Ihres Kindes direkt und bequem per Messenger-Service über WhatsApp oder Threema. Mehr Infos finden Sie hier.
Ein Klassenfoto wird in einem Chat geteilt, ein Selfie landet auf Social Media. Für viele Kinder ist das ganz normal. Und dann taucht plötzlich ein Bild auf, das nie existiert hat: ein Nacktbild, aber es wurde technisch manipuliert. Das sind sogenannte Deepnudes. Für Betroffene kann das extrem belastend sein. Viele Eltern kennen diese Technik nicht und merken erst spät, wie schnell Kinder davon betroffen sein können.
Deepnudes sind künstlich erzeugte Nacktbilder. Sie entstehen mithilfe von Künstlicher Intelligenz aus echten Fotos. Die KI analysiert vorhandene Bilder, entfernt Kleidung digital und ergänzt Körperteile, sodass ein realistischer Eindruck entsteht. Dabei ist das Bild vollständig erfunden.
Der Begriff stammt ursprünglich von einem konkreten Programm, steht heute aber für zahlreiche KI-basierte Anwendungen, die ähnliche Funktionen bieten. Solche Angebote sind oft leicht zugänglich, teilweise kostenlos und anonym nutzbar. Besonders problematisch ist, dass öffentlich zugängliche Fotos aus sozialen Netzwerken dafür ausreichen. Die Betroffenen erfahren häufig erst davon, wenn das Bild schon weiterverbreitet wurde. Dann ist der Schaden oft bereits da.
Viele Kinder und Jugendliche wachsen ganz selbstverständlich mit KI-Anwendungen auf. Filter, Bildbearbeitung oder Chatbots gehören für sie zum Alltag. Tools zur Erstellung von Deepnudes werden deshalb manchmal als technisches Experiment wahrgenommen, ohne das Ausmaß zu erkennen.
Dazu kommen entwicklungsbedingte Faktoren. In der Pubertät geht es darum, Grenzen auszutesten, dazuzugehören und Eindruck zu machen. Manche Jugendliche wollen provozieren, andere passen sich Gruppendruck an. Oft fehlt der Blick für die andere Seite. Dafür, dass hinter jedem Bild ein echter Mensch mit echten Gefühlen steht.
Hinzu kommt: Deepnudes werden nicht nur unter Jugendlichen erstellt und weiterverbreitet. Auch fremde Erwachsene nutzen solche KI-Tools gezielt, um Bilder von Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen zu manipulieren. Für Betroffene bedeutet das ein zusätzliches Risiko, da Machtgefälle, Anonymität und mögliche kriminelle Absichten hinzukommen.
Was als Witz oder Mutprobe beginnt, kann für Betroffene sehr belastend werden.
Deepnudes sind kein harmloser Trend. Sie sind eine Form digitaler, sexualisierter Gewalt.
Besonders schwer wiegt das Gefühl der Ohnmacht. Viele Betroffene wissen nicht, an wen sie sich wenden können. Oder trauen sich nicht, etwas zu sagen.
In Deutschland ist die Lage eindeutig: Das Erstellen, Besitzen oder Verbreiten von sexualisierten Darstellungen Minderjähriger ist in den allermeisten Fällen strafbar. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Bilder real sind oder – wie bei Deepnudes – künstlich erzeugt wurden. Auch können Persönlichkeitsrechte, das Recht am eigenen Bild und der Datenschutz verletzt werden, egal wie alt die abgebildete Person ist.
Für Kinder und Jugendliche sind die Konsequenzen schwer einzuschätzen. Was digital passiert, fühlt sich manchmal weniger ernst an. Umso wichtiger ist es, dass Erwachsene hier Orientierung geben und Verantwortung klar benennen.
Eltern können nicht alles verhindern. Aber sie können viel bewirken. Nicht durch Kontrolle, sondern durch Beziehung.
Frühzeitig ins Gespräch kommen: Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Bildmanipulation, KI und Deepnudes, bevor etwas passiert. Altersgerecht und ruhig. Erklären Sie, dass Bilder im Netz verändert werden können und warum das problematisch ist.
Empathie fördern: Ein Perspektivwechsel hilft. Fragen Sie Ihr Kind, wie es sich fühlen würde, wenn jemand so ein Bild von ihm erstellt oder teilt. Oft entsteht Verständnis genau an dieser Stelle.
Klare Haltung zeigen: Machen Sie deutlich, dass das Erstellen oder Weiterleiten solcher Bilder kein Spaß ist, sondern eine Grenzverletzung. Gleichzeitig sollten Kinder wissen, dass Fehler nicht mit Ärger, sondern mit Unterstützung beantwortet werden.
Unterstützung zusichern: Ihr Kind sollte sicher sein, dass es sich jederzeit an Sie wenden kann. Auch dann, wenn es sich schämt oder unsicher ist.
Im Ernstfall handeln: Wenn Ihr Kind betroffen ist, bleiben Sie ruhig und nehmen Sie es ernst. Sichern Sie Beweise wie Screenshots oder Chatverläufe und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Doch Vorsicht bei sexualisierten Darstellungen von Kindern und Jugendlichen: Diese zu besitzen, ist strafbar. Informationen zum Umgang mit diesen sogenannten Missbrauchsdarstellungen im Netz hat die Internet-Beschwerdestelle in diesem PDF zusammengefasst. Unterstützung bieten Ihnen Beratungs– und Meldestellen wie das Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch und die Nummer gegen Kummer.
Das Smartphone liegt griffbereit, die Konsole läuft heiß, Videos oder Spiele hören nicht auf – viele Eltern wünschen sich mehr Offline-Zeit für ihr Kind. Dabei geht es nicht um Verbote oder darum, Medien schlechtzumachen. Digitale Medien gehören heute selbstverständlich zum Aufwachsen dazu. Entscheidend ist eine gute Balance zwischen Online- und Offline-Zeit im Alltag.
Kinder und Jugendliche brauchen regelmäßige Pausen ohne Bildschirm. Offline-Zeiten ermöglichen Bewegung, kreatives Spielen, Entspannung und echte Begegnungen mit anderen. Das stärkt Fantasie, Konzentration und Selbstständigkeit und hilft, Stress abzubauen, auch wenn Kinder das selbst nicht immer so wahrnehmen.
Je älter Kinder werden, desto wichtiger wird Mediennutzung für Freundschaften und Zugehörigkeit. Gerade bei Jugendlichen spielt die Sorge, etwas zu verpassen, eine große Rolle. Für manche sind Medien sogar der wichtigste Weg, um mit Freund*innen oder einer Community in Kontakt zu bleiben, etwa wenn Gleichgesinnte nicht in der direkten Umgebung leben. Abschalten fällt dann oft schwer, weil Chats, Spiele oder Videos sozial wichtig sind. Hier hilft ein offenes Gespräch über Alternativen.
Sind Medien jederzeit verfügbar, hören viele nicht selbstständig auf. Deshalb brauchen Kinder Orientierung und Begleitung, z. B. durch feste Offline-Zeiten oder medienfreie Orte wie den Esstisch und vor dem Schlafengehen. Wichtig ist dabei, Medienzeiten nicht als Belohnung oder Strafe einzusetzen, da dies ihre Bedeutung zusätzlich aufwerten kann.
Strikte Verbote führen häufig zu Streit oder heimlicher Nutzung. Wirksamer ist es, Kinder einzubeziehen und gemeinsam Lösungen zu finden.
Offline-Zeit gelingt besser, wenn sie sich gut anfühlt:
Technische Einstellungen können unterstützen, ohne zu kontrollieren. Richten Sie Bildschirmzeit-Limits oder Pausen-Timer (z. B. in YouTube Kids) gemeinsam ein. So wird der Übergang zu Offline spielerisch und transparent.
Kinder beobachten genau, wie Erwachsene mit Medien umgehen. Legen Sie das Smartphone bewusst weg und teilen Sie es: „Ich mache jetzt Handy-Pause!“ Gemeinsame Regeln wie „handyfrei beim Essen“ gelten für alle und überzeugen am besten.
Reizbarkeit oder Frust beim Abschalten sind normal. Nehmen Sie Gefühle ernst: „Was fehlt dir gerade?“ oder „Was ist ohne Bildschirm schwierig?“. Bei anhaltenden Konflikten oder wenn Hobbys verblassen, schauen Sie genauer hin und holen Unterstützung (z. B. Beratung).
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