Elternguide Logo

Kreativ werden mit KI – Tools für Kinder und Jugendliche

Ob Chatbots wie ChatGPT und My AI oder digitale Assistenten wie AlexaKünstliche Intelligenz läuft im Familienalltag längst ganz nebenbei mir und wird wie selbstverständlich genutzt. Genau das macht neugierig und regt zum selbst Ausprobieren an. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen Möglichkeiten, wie Kinder und Jugendliche KI-Tools kreativ nutzen können.

Malvorlagen erstellen mit KinderGPT

Draußen regnet es und alle Aktivitäten für zuhause scheinen ausgeschöpft zu sein? Wie wäre es mit einer besonderen Malaktion? Viele KI-Tools zur Bilderstellung können im Handumdrehen Malvorlagen ganz nach den Wünschen Ihres Kindes erstellen. Dazu gibt Ihr Kind den Befehl, wie das Bild aussehen soll, in das Chatfenster ein und erhält von dem Chatbot ein generiertes Bild. Hierfür eignet sich zum Beispiel das kinderfreundliche KI-Tool KinderGPT. Die App arbeitet ohne Werbung und ist im Gegensatz zu vielen anderen Anwendungen nicht darauf optimiert, Kinder möglichst lange in der App zu halten. Ein möglicher Prompt könnte sein: „Erstelle ein Ausmalbild in Schwarz-Weiß mit einem freundlichen Drachen, der auf einem Skateboard durch einen Zauberwald fährt.“. Ist das Ergebnis noch nicht so, wie Ihr Kind es sich vorgestellt hat, kann es den Auftrag weiter verändern und neue Details ergänzen. So erfährt Ihr Kind spielerisch, wie wichtig genaue Anweisungen bei der Nutzung von KI-Tools sind. Die fertige Vorlage können Sie ausdrucken und Ihr Kind anschließend ausmalen. KinderGPT bereitet Inhalte nach Angaben des deutschen Anbieters HillcrownAI altersgerecht auf und filtert sie.

  • Systeme: Android, iOS, Browser
  • Alterskennzeichen: USK ab 0 Jahren (Google Play Store) | Hinweise zur Nutzung: In-App-Käufe
  • Kosten: kostenfrei, Premium-Abo

Link zum Tool: https://www.kindergpt.com/

Kunstwerke generieren mit Leonardo.AI

KI-Bildgeneratoren ermöglichen Ihrem Kind, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen und spannende Kunstwerke zu erschaffen. Es kann zum Beispiel Bilder im Stil verschiedener Kunstrichtungen wie Impressionismus oder Romantik gestalten oder sich von berühmten Künstler*innen inspirieren lassen. Eine Möglichkeit der Umsetzung bietet Leonardo.AI. Pro Tag stehen in der kostenfreien Version 150 Tokens (eine Art digitale Währung) zur Verfügung, womit sich mindestens 10 Bilder generieren lassen. Ein möglicher Prompt wäre zum Beispiel: „Gestalte ein Gemälde im Pop-Art-Stil, das zwei Katzen in einem Raumschiff zeigt.“. Alle KI-generierten Bilder und Videos stehen in Leonardo.AI anderen Nutzer*innen zur Verfügung. Inhalte können mit Likes versehen und weiterbearbeitet werden. Nur in der Bezahlversion lassen sich eigene Inhalte privat speichern.

  • Systeme: Android, iOS, Browser
  • Alterskennzeichen: USK ab 12 Jahren (Google Play Store) | Hinweise zur Nutzung: Nutzerinteraktion
  • Kosten: kostenfrei, verschiedene Abo-Modelle

Link zum Tool: https://leonardo.ai/

Comics gestalten mit Canva

Mit dem niedrigschwelligen Designprogramm Canva kann Ihr Kind mit vielfältigen KI-Tools und Bearbeitungsfunktionen selbst kreativ werden. Canva eignet sich zum Beispiel hervorragend dafür, eigene Comics oder Fotostorys zu gestalten. Das geht so: Ihr Kind überlegt sich eine kurze Geschichte, die mit wenigen Bildern umsetzbar ist und hält sie auf einem Notizzettel fest. Auf der Startseite klickt Ihr Kind links oben auf das „+“-Symbol „Erstellen“. Im Suchfeld gibt es den Begriff „Comics“ ein und wählt „Comicstrip“ aus. Aus den Vorschlägen sucht sich Ihr Kind nach seinem Geschmack eine Vorlage aus. Um die Seiten zu befüllen, benötigt es Bildmaterial. Dazu kann Ihr Kind Fotos aus der Canva-Datenbank auswählen oder mithilfe von KI-Tools Bildmaterial generieren. Unter „Magic Media“ lassen sich schnell und einfach KI-Bilder erstellen. Mehr Auswahl gibt es unter „Apps“à „KI-Generierung“ à „KI-Bilder“. Auch bei der Bildbearbeitung können KI-Funktion unterstützen und zum Beispiel den Hintergrund von Fotos entfernen. Mit einem Klick auf „Text“ kann Ihr Kind Schrift hinzufügen und unter „Elemente“ das Comic mit Sprechblasen, Grafiken oder Stickern vervollständigen. Eine Anleitung zur Comic-Erstellung finden Sie auf canva.com. In Canva kann Ihr Kind auch andere KI-gestützte Apps ausprobieren, z. B. zur Generierung von Text, Musik und Videos.

  • Systeme: Android, iOS, Browser
  • Alterskennzeichen: USK ab 0 Jahren (Google Play Store) | Hinweise zur Nutzung: Chats und In-App-Käufe
  • Kosten: kostenfrei, verschiedene Abo-Modelle

Link zum Tool: https://canva.com

Das sollten Eltern beachten

Wenn Ihr Kind kreative KI-Tools nutzen möchte, sollten Sie als Eltern auf folgende Punkte achten:

  • Gefährdende Inhalte im Netz: Erklären Sie Ihrem Kind, dass KI-Tools auch mit Inhalten trainiert wurde, die möglicherweise nicht altersgerecht sind. Ist Ihr Kind noch jünger, nutzen Sie KI-Tools vorerst gemeinsam und legen Sie dann gemeinsam klare Regeln und Grenzen für die Nutzung fest.
  • Schutz der Privatsphäre: Ihr Kind sollte keine persönlichen Daten oder private Fotos in KI-Tools eingeben oder hochladen. Klären Sie es darüber auf, wie es seine Privatsphäre im Netz schützen kann.
  • Nachhaltigkeit: Weisen Sie auf den hohen Energieverbrauch von KI-Programmen hin, verwenden Sie Prompts gezielt und sparsam und fördern Sie damit einen bewussten Umgang.
  • Fehler und Ungenauigkeiten: Ungewöhnliche Schatten, seltsame Perspektiven – kreative KI-Tools werden stetig genauer, können jedoch trotz großer Datenmengen noch immer Fehler machen. Ein guter Anlass, mit Ihrem Kind darüber zu sprechen, warum der Ausmal-Dino nicht irgendwie nicht ganz richtig aussieht.
  • Diversität und Stereotype: KI-Systeme werden von Menschen erstellt und reproduzieren Stereotype. Thematisieren Sie, dass KI-Systeme klischeehafte oder diskriminierende Darstellungen erzeugen können und fördern Sie Vielfalt bei der Mediennutzung Ihres Kindes.
  • Kostenfalle: Viele KI-Tools sind vorerst kostenfrei, locken aber mit erweiterten, kostenpflichtigen Angeboten. Machen Sie Ihr Kind auf versteckte Gebühren oder In-App-Käufe aufmerksam und hinterlegen Sie kein Zahlungsmittel in den App-Stores und im Programm selbst.

Bei allen Angeboten bleibt aber vor allem wichtig: Lassen Sie jüngere Kinder nicht allein mit KI-Tools experimentieren, sondern erforschen Sie sie gemeinsam. Testen Sie die Möglichkeiten, sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Grenzen und Risiken – denn der beste Schutz vor den Stolperfallen der KI-Angebote bleibt natürlich eine kompetente Nutzung.

Eltern-Check-In: Ist eine Smartwatch eine gute Alternative zum ersten Smartphone?

Viele Kinder wünschen sich schon in der Grundschule ein eigenes Smartphone. Gleichzeitig fragen sich Eltern, ob das wirklich schon nötig ist. Für viele Familien kann eine Smartwatch eine Alternative zum ersten Smartphone sein. Kinder können damit telefonieren und Nachrichten verschicken. Viele Modelle verfügen außerdem über eine Ortungsfunktion oder einen SOS-Knopf, kommen aber ohne Social Media und App-Store aus. Doch passt diese Lösung wirklich zu Ihrem Kind?

Warum eine Smartwatch sinnvoll sein kann

Eine Smartwatch kann eine gute Übergangslösung sein, wenn Ihr Kind erste Wege allein zurücklegt und unterwegs erreichbar sein soll. Sie bietet die wichtigsten Möglichkeiten, miteinander in Kontakt zu bleiben, ohne die vielen Funktionen und Ablenkungen eines Smartphones. Je nach Modell gehören auch eine Kamera oder kleine Spiele dazu. Überlegen Sie deshalb vor dem Kauf, welche Funktionen Ihr Kind wirklich braucht.

Ob eine Smartwatch sinnvoll ist, hängt nicht nur vom Alter Ihres Kindes ab. Wichtiger als das Alter ist, ob Ihr Kind schon bereit für mehr Selbstständigkeit ist. Kann es Absprachen einhalten? Findet es sich auf bekannten Wegen zurecht? Und weiß es, wie es sich Hilfe holen kann, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert? Solche Fragen helfen bei der Entscheidung oft mehr als der Blick auf das Gerät.

Überlegen Sie außerdem, warum Ihr Kind sich eine Smartwatch wünscht. Möchte es vor allem erreichbar sein? Oder möchte es einfach ein eigenes Gerät haben, weil das im Freundeskreis schon selbstverständlich ist? Wenn Sie die Gründe für den Wunsch Ihres Kindes kennen, fällt die Entscheidung oft leichter.

Sicherheit und Datenschutz

Viele Eltern schätzen die Ortungsfunktion, weil sie ihnen ein Gefühl von Sicherheit vermittelt. Das kann in bestimmten Situationen hilfreich sein, sollte aber bewusst eingesetzt werden und kein Ersatz für Vertrauen und Absprachen sein. Kinder brauchen Freiräume, um selbstständig zu werden. Wer den Standort ständig kontrolliert, riskiert, das gegenseitige Vertrauen zu belasten.

Auch der Datenschutz sollte beim Kauf eine Rolle spielen. Viele Smartwatches speichern Standort- und Nutzungsdaten oder setzen ein Nutzerkonto voraus. Nehmen Sie sich Zeit, die Smartwatch gemeinsam mit Ihrem Kind einzurichten. So lernen Sie die Funktionen zusammen kennen und können gleich besprechen, welche Einstellungen sinnvoll sind und wie die Uhr verantwortungsvoll genutzt wird.

Was sollten Eltern beachten?

Fragen Sie sich zunächst, wofür Ihr Kind die Smartwatch braucht. Geht es vor allem darum, erreichbar zu sein, kann auch ein einfaches Handy ausreichen. Manchmal ist aber auch noch gar kein eigenes Gerät nötig. Informieren Sie sich außerdem über die Regeln an der Schule Ihres Kindes. Ob Smartwatches im Unterricht erlaubt sind, entscheidet jede Schule selbst.

Nutzen Sie die erste Smartwatch auch als Anlass, mit Ihrem Kind über den Umgang mit digitalen Medien zu sprechen. Muss jede Nachricht sofort beantwortet werden? Wann darf oder sollte die Uhr auch einmal ausgeschaltet sein? Solche Absprachen helfen Ihrem Kind, von Anfang an bewusst mit seiner Smartwatch umzugehen.

Vereinbaren Sie gemeinsam Regeln für die Nutzung und sprechen Sie regelmäßig über Datenschutz und Sicherheit. Eine Smartwatch kann den Einstieg in die mobile Mediennutzung erleichtern. Begleiten Sie Ihr Kind dabei und trauen Sie ihm Schritt für Schritt mehr Verantwortung zu.

Sie finden keine Antwort auf Ihre Frage? Stellen Sie Ihre persönlichen Fragen rund um die Mediennutzung Ihres Kindes direkt und bequem per Messenger-Service über WhatsApp oder Threema. Mehr Infos finden Sie hier.

Kinderrechte in der digitalen Welt

Kinder haben Rechte, die bereits seit 1989 in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben sind. Hierzu zählen unter anderem das Recht auf Gesundheit und das Recht auf Spiel und Freizeit. Doch seitdem hat sich viel verändert. Die rapide Entwicklung digitaler Medien und Technologien hat die Art und Weise, wie Kinder aufwachsen, maßgeblich verändert. Schon im frühesten Lebensalter spielen digitale Medien eine bedeutende Rolle. Wir erklären die wesentlichen Aspekte der Kinderrechte in der digitalen Welt.

Die digitale Welt und die Rechte der Kinder verstehen

Die digitale Welt umfasst verschiedene digitale Technologien, vom Internet und mobilen Geräten bis hin zu Online-Spielen und sozialen Medien. Überall dort gelten auch alle Kinderrechte. Einige Rechte spielen eine besondere Rolle:

Recht auf Zugang zu Medien

Jedes Kind hat das Recht auf einen gleichberechtigten Zugang zur digitalen Welt. Das bedeutet allerdings nicht, dass Kinder Medien ohne Grenzen nutzen sollten. Abhängig vom Alter und Entwicklungsstand Ihres Kindes können Sie als Eltern gemeinsam mit Ihrem Kind Regeln vereinbaren, wie lange und welche Medien genutzt werden dürfen.

Recht auf Meinungs- und Informationsfreiheit

Wie Erwachsene haben auch Kinder das Recht, ihre Meinung frei zu äußern und sich zu informieren. Das Internet bietet Kindern die Chance, auf vielfältige Weise altersgerechte Informationen zu erhalten und ihre eigene Meinung auszudrücken und zu verbreiten. Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind nur auf Internetseiten gelangt, die unbedenklich und für Kinder geeignet sind.

Recht auf Privatsphäre und Datenschutz

Jedes Kind hat das Recht auf Privatsphäre. Als Eltern sollten Sie daher bewusst und rücksichtsvoll mit den Persönlichkeitsrechten Ihres Kindes im Internet umgehen. Vermeiden Sie die Preisgabe personenbezogener Daten wie Name oder Adresse Ihres Kindes. Fragen Sie Ihr Kind um Einverständnis, bevor Sie Fotos von ihm online posten oder per Messenger versenden. Die Privatsphäre Ihres Kindes zu respektieren heißt auch, nicht aus Neugier das Smartphone Ihres Kindes zu kontrollieren. Sollten Sie sich Sorgen machen, suchen Sie zuerst das Gespräch und erklären Sie, warum Sie gemeinsam auf das Gerät schauen möchten.

Recht auf Freizeit und Spiel

Digitale Medien bieten Kindern vielfältige Möglichkeiten, sich kreativ auszudrücken, zu lernen und sich mit Gleichaltrigen zu vernetzen. Ermutigen Sie Ihr Kind, altersgerechte Plattformen wie die Foto-Community Knipsclub sowie altersgerechte Spiele und andere kreative Angebote, bei denen Kinder selbst Fotos, Videos oder Hörspiele gestalten können. Achten Sie dabei auf ein ausgewogenes Verhältnis zu anderen Aktivitäten. Die Förderung von kreativem Spiel in der digitalen Welt ermöglicht es Ihrem Kind, seine Vorstellungskraft zu entfalten.

Recht auf Bildung und Medienkompetenz

Jedes Kind hat Anspruch auf gleichberechtigten Zugang zu Bildung. Bezogen auf die digitalisierte Lebenswelt ist eine Begleitung durch Familie, Kita und Schule wichtig, damit Kinder sicher und verantwortungsbewusst mit den Chancen und Risiken in der Medienwelt umgehen lernen. Das Recht auf Medienzugang ist heute auch immer ein Recht auf Zugang zu digitalen Bildungsangeboten, zum Beispiel zu spielerischen Lernseiten.

Recht auf Schutz und Sicherheit

Die Kinderrechte stellen das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt. Kinder müssen in allen Lebensbereichen, also auch im digitalen Raum, vor jeder Form von Gewalt, Missbrauch und schlechter Behandlung (wie Cybermobbing, Cybergrooming, Hate Speech) geschützt werden. Spezielle Jugendschutzprogramme können dabei helfen, Risiken zu minimieren. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Sicherheitsrisiken und problematische Inhalte im Netz, und zeigen Sie ihm, wie es blockieren, melden und Hilfe holen kann.

Recht auf Vereinigung und Versammlung

Kinder haben das Recht, sich online mit Gleichaltrigen zu vernetzen, gemeinsame Interessen zu teilen und digitale Gemeinschaften zu bilden. Eltern sollten ihre Kinder dazu ermutigen, Online-Plattformen wie die Hilfeseite helpando oder Beteiligungsplattformen zu nutzen, die altersgerecht und sicherheitsbewusst gestaltet sind und positive Interaktionen fördern. So können Kinder digitale Freundschaften pflegen, soziale Kompetenzen entwickeln und lernen, Chancen und Risiken digitaler Gemeinschaften einzuschätzen.

Das sollten Eltern beachten

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über seine Rechte. Die Familie spielt für die Kinderrechte im digitalen Raum eine wichtige Rolle. Sie als Eltern haben die Aufgabe, Ihrem Kind ein gutes Aufwachsen zu ermöglichen. Dazu gehört auch, ihm grundlegende Kompetenzen im Umgang mit Medien sowie Werte zu vermitteln. Informieren Sie sich daher über die Mediennutzung Ihres Kindes, bleiben Sie im Gespräch und treffen Sie (gemeinsame) Entscheidungen, die dem Alter Ihres Kindes und seiner Entwicklung entsprechen. Ein kooperatives Miteinander sowie ein respekt- und vertrauensvolles Verhältnis sind Grundvoraussetzung, dass sich Ihr Kind im Falle von Problemen an Sie als Ansprechperson wendet. Kinder müssen ihre Rechte kennen, um sie im Alltag einfordern und sich für sie stark machen zu können. Ihre Bedeutung als Eltern für die Entwicklung und das Wohl Ihres Kindes wird übrigens auch in der UN-Kinderrechtskonvention ausdrücklich betont.

Weitere Informationen rund um die Kinderrechte gibt es unter anderem kindgerecht aufbereitet auf Kindersache und beim Deutschen Kinderhilfswerk.

Jugendliche im digitalen Stress

Das Smartphone vibriert in Ihrer Tasche. Wenn Sie draufschauen, warten 15 neue Nachrichten in der Familiengruppe und eine Sprachnachricht der besten Freundin auf Ihre Antwort. Das kann schon mal nerven oder sogar Druck machen. Ständig vernetzt und erreichbar zu sein kann digitalen Stress auslösen – auch bei Jugendlichen. Aber wie kommt das?

Was steckt hinter digitalem Stress?

Digitaler Stress hängt vor allem mit ständiger Erreichbarkeit, Ablenkung sowie dem Gefühl zusammen, immer erreichbar sein und reagieren zu müssen. Die meisten Jugendlichen, aber auch viele Erwachsene gehen davon aus, dass sie auf Nachrichten bei WhatsApp, Instagram und Co. innerhalb weniger Minuten eine Antwort bekommen oder reagieren müssen. Diese Erwartung, immer erreichbar sein zu müssen, kann auf beiden Seiten zu Stress führen, z. B. wenn dabei andere wichtige Aufgaben wie Hausaufgaben vernachlässigt werden.

Viele Jugendliche nehmen das Smartphone mit ins Bett. Schon morgens nach dem Aufwachen geht bei vielen Jugendlichen als Erstes die Hand automatisch zum Smartphone. Das passiert auch zu anderen Tageszeiten, oft ganz unbewusst zur Ablenkung oder aus Langeweile. Vielen dient z. B. der Social-Media-Feed vor dem Einschlafen als Gute-Nacht-Geschichte. Vor allem Mediennutzung direkt vor dem Einschlafen und nächtliche Benachrichtigungen können dazu führen, dass Kinder und Jugendliche schwerer zur Ruhe kommen und schlechter schlafen.

Für Kinder und Jugendliche gehört es dazu, sich ständig mit Freund*innen via Messenger-Apps, über Social Media oder Online-Games auszutauschen und in Kontakt zu bleiben. Damit ist aber auch ein sozialer Druck verbunden. Social-Media-Apps sind so gemacht, dass sie möglichst viel Aufmerksamkeit der Nutzer*innen erhalten und nicht alle Inhalte tun Jugendlichen gut. Die eigene Selbstdarstellung, der Vergleich mit Idolen oder Freund*innen können anstrengend sein. Auch Online-Games möchten mit Belohnungssystemen und Leistungsprinzipien Spielende bei der Stange halten.

Wer sich z. B. in Gruppenchats nicht beteiligt, fürchtet, auch auf dem Schulhof ausgeschlossen zu werden. Deshalb fällt es besonders jüngeren Jugendlichen schwer, sich der Nachrichtenflut zu entziehen. Viele Jugendliche haben Angst, etwas zu verpassen. Dieses Gefühl wird oft als FOMO („Fear of Missing Out“) bezeichnet.

Der Einfluss der Peergroup

Gleichzeitig sind viele Jugendliche genervt, dass Freund*innen ständig auf das Handy schauen, wenn sie gemeinsam unterwegs sind. Andersherum können sie selbst nur schwer den Blick vom Handy lösen und checken das Smartphone ständig auf eingegangene Nachrichten. Wenn eine rote Zahl am App-Symbol auf dem Display erscheint, macht das aufgeregt und neugierig. Es ist ein kleines Glücksgefühl, das so oft wie möglich wiederholt werden will.

Ältere Jugendliche sind sich dem Problem oft schon bewusst und versuchen, eigene Lösungen dafür zu finden. Sie können sich schon eher vom eigenen Freundeskreis abgrenzen und den eigenen Bedürfnissen selbstbewusst nachgehen. Manche Jugendliche versuchen inzwischen bewusst, Benachrichtigungen auszuschalten oder feste Smartphone-Pausen einzulegen. Dahinter steckt die Idee, nicht ständig alles mitbekommen zu müssen und mehr Ruhe zu finden.

Strategien gegen digitalen Stress

Im Zeitalter von Smartphones, mobilem Internet und Messengern kann wohl fast jeder Mensch etwas mit dem Begriff digitaler Stress anfangen. Viele Kinder und Jugendliche stört es, dass auch ihre Eltern zu oft auf das Smartphone gucken. Sie sind für Ihr Kind Vorbild für eine bewusste Mediennutzung. Wenn Sie sich selbst von Ihrem Smartphone gestresst fühlen, sprechen Sie offen mit Ihrem Kind darüber. So fühlt es sich verstanden, wenn es das Smartphone nicht aus der Hand legen kann.

Finden Sie zusammen mit der ganzen Familie Strategien, um den Stress zu verringern. Stellen Sie gemeinsam Regeln auf, um die Zeit am Handy zu reduzieren. Das kann zum Beispiel ein Handyverbot während der gemeinsamen Mahlzeiten oder im Schlafzimmer sein. An diese Regeln müssen sich dann natürlich auch die Erwachsenen halten!

Oder Sie verabreden eine „digitale Diät“: Legen Sie gemeinsam feste Offline‑Zeiten fest, in denen alle das Smartphone beiseitelegen, nicht scrollen und keine Chats beantworten, zum Beispiel am Abendessen‑Tisch oder während eines Ausflugs. In dieser Zeit können Sie bewusst andere Dinge tun, die Ihnen guttun, etwa Sport, Spielen, Musik hören, Vorlesen oder einfach gemeinsam reden. So entsteht Entlastung, ohne dass digitale Medien ganz verboten werden.

Schon kleine Offline-Zeiten können helfen, digitale Gewohnheiten bewusster wahrzunehmen. Nutzen Sie solche Momente, um mit Ihrem Kind darüber zu sprechen, wann das Smartphone guttut und wann es eher Stress verursacht. Apps zur Regulierung der Medienzeit oder Einstellungsmöglichkeiten wie die Bildschirmzeit können dabei unterstützen, Medien bewusster zu nutzen.

Eltern als Vorbilder für die Mediennutzung

Sie sitzen mit Ihren Kindern beim gemeinsamen Abendessen und unterhalten sich, als plötzlich Ihr Handy klingelt. Wie verhalten Sie sich? Lassen Sie sich bei der Familienzeit stören?

Solche Situationen gibt es wahrscheinlich in jeder Familie. Eigentlich wurde vereinbart, dass das Smartphone beim Essen keinen Platz hat. Aber wenn es bei Mama klingelt, meint sie vielleicht, dass es wichtig ist und geht trotzdem dran. Dabei sollten die Regeln doch für alle gelten, oder?

Durch Beobachtung lernen

Seien Sie sich bewusst, dass Eltern und andere Erwachsene für Kinder eine wichtige Orientierungsfunktion haben. Kinder lernen von Ihnen, wie die Welt funktioniert und wie man sich in bestimmten Situationen verhält. Ihr Verhalten hat deshalb einen großen Einfluss darauf, wie Ihr Kind selbst Medien nutzt. Indem Sie vorleben, wie ein bewusster Umgang mit Medien aussehen kann, unterstützen Sie Ihr Kind dabei, zu lernen selbstständig, sinnvoll und verantwortungsvoll mit dem Smartphone und anderen Medien umzugehen.

Wenn Jugendliche älter werden, orientieren sie sich in ihrer Mediennutzung auch immer mehr an Gleichaltrigen – und Ihr Einfluss als Eltern nimmt ab.

Ein gutes Vorbild sein und gemeinsam Regeln aufstellen

Vielleicht kommt es in Ihrer Familie auch manchmal wegen der Mediennutzung zum Streit, z. B. wenn Ihr Kind aus Langeweile zum Smartphone greift. Sie fänden es besser, wenn es stattdessen ein Buch lesen oder mit Freund*innen spielen würde. Überlegen Sie doch einmal, was Sie selbst in Ihrer freien Zeit tun. Schauen Sie Serien in der Mediathek oder daddeln manchmal einfach nur mit dem Handy? Dabei geht es nicht nur darum, welche Medien Sie nutzen, sondern auch wie oft, in welchen Situationen und welche Inhalte.

Sie können ja mal überlegen, wie das bei jedem Familienmitglied aussieht. Wie viel Zeit verbringt jede Person mit Medien und mit anderen Dingen? Ist das Verhältnis für Sie in Ordnung ist. Vereinbaren Sie mit Ihrer Familie Regeln zur Medienzeit und zu handyfreien Zeiten. Dazu können Sie z. B. gemeinsam einen Mediennutzungsvertrag e erstellen. Oder nutzen Sie eine App, mit der Sie die Zeit am Bildschirm im Blick behalten können. Oft gibt es auch in den Handyeinstellungen die Möglichkeit, Bildschirmzeiten zu verfolgen oder Limits einzurichten.

Empfehlenswert ist es, bewusst bildschirmfreie Zeiten und Aktivitäten in den Familienalltag einzubauen, um die Medieninhalte verarbeiten zu können und dem Körper Bewegung zu gönnen. 

Bleiben Sie immer im Austausch miteinander – auch wenn es um Medien geht. Durch Ihr Interesse am Medienkonsum Ihres Kindes bauen Sie Vertrauen auf. Dann nimmt Ihr Kind Sie auch ernst, wenn Sie Bedenken an bestimmten Apps oder Plattformen äußern oder es kommt zu Ihnen, wenn es unangenehmen Dingen bei der Mediennutzung begegnet. Gerade jüngere Kinder sollten mit Medien nicht allein gelassen werden. Sprechen Sie über das, was sie gesehen haben.

Reflektieren Sie auch Ihr eigenes Verhalten in den sozialen Netzwerken und halten sich selbst an die Ratschläge, die Sie Ihrem Kind geben, wie keine Fotos zu posten ohne die Einwilligung der darauf zu sehenden Personen.

Im Alltag geht es oft stressig zu und es ist manchmal schwierig, Abmachungen einzuhalten. Man ist dem Druck ausgesetzt, ständig erreichbar zu sein. Sprechen Sie auch darüber mit Ihrem Kind. Seien Sie ehrlich sich selbst gegenüber und zeigen Sie Verständnis für Ihr Kind. Hilfreich kann auch schon sein, gemeinsam zu schauen, welche Abmachungen gut laufen und welche weniger gut!

Lightpainting – Bunte Lichtmalereien mit dem Smartphone

Haben Sie schon mal diese schönen Fotos gesehen, auf denen mit Licht gemalt oder geschrieben wurde? Die Bilder sehen spektakulär aus und lassen sich sogar mit dem Smartphone umsetzen.

Was ist Lightpainting?

Lightpainting heißt übersetzt Malen mit Licht. Dabei werden Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen bzw. bei Dunkelheit aufgenommen. Taschenlampen, LED-Lichter oder Wunderkerzen dienen als Lichtquellen. Mit ihnen lassen sich Bilder, Symbole oder Buchstaben in die Luft malen und auf einem Foto festhalten. Dabei entstehen wunderschöne Lichtmalereien. Die Technik, um selbst Lightpainting zu machen, haben viele Familien zu Hause. Denn mit vielen Smartphones ist Lightpainting möglich.

Eine Person malt ein Herz mit Licht in die Luft.

Bildquelle: Unsplash/Brunetto Ziosi

Lightpainting als Familienprojekt

Lightpainting kann ein schönes Medienprojekt mit der ganzen Familie sein. Schon kleine Kinder (ab ca. 3 Jahren) können mitmachen, indem sie Lichtquellen bewegen. Ältere Kinder können lernen, wie Lichtmalerei mit dem Smartphone funktioniert. Alle können dabei gemeinsam ihre Kreativität ausleben.

Für ein solches Projekt reichen ein Smartphone, ein abgedunkelter Innenraum (mit etwas Erfahrung ist es draußen möglich) und ein paar farbenfrohe Lichtquellen., z. B.:

  • Taschenlampen
  • Wunderkerzen
  • Knicklichter
  • LED-Lampen
  • Smartphone-Bildschirme – hier gibt es Apps wie Color Flashlight (Android) oder Flashlight: LED Torch Light (iOS), die bunte Farben und Effekte anzeigen können
  • Farbfilter oder buntes Transparent-Papier, um eine helle Lichtquelle farblich zu verändern

Sie benötigen ein Smartphone, dessen Kamera-App eine längere Belichtungszeit (Langzeitbelichtung) ermöglicht. Ob Ihr Gerät das kann, lässt sich in der Kamera-App prüfen: Suchen Sie dort nach einem „Pro-Modus“ oder „Manuellen Einstellungen“. Falls Sie dort die Belichtungszeit (meist mit „S“ oder „Shutter Speed“ bezeichnet) auf etwa 10 bis 30 Sekunden einstellen können, ist Ihr Smartphone geeignet. Wenn das nicht der Fall ist, gibt es spezielle Kamera-Apps zum Herunterladen (z. B. Wow! Stuff Light Painting für Android und iOS).

So geht’s:

  1. Suchen Sie sich einen dunklen Ort (drinnen oder draußen), an dem Sie ausreichend Platz haben, um Fotos zu machen. Je dunkler der Ort ist, desto besser gelingt die Lichtmalerei.
  2. Stellen Sie das Smartphone sicher auf – entweder mit einem Stativ oder an einem ähnlich stabilen Platz.
  3. Öffnen Sie die Kamera-App oder Lightpainting-App und positionieren Sie Ihr Kind und ggf. weitere Personen, die mit Licht malen, im Kamera-Ausschnitt. Stellen Sie eine Belichtungszeit von 30 Sekunden ein.
  4. Schalten Sie das Licht aus. Nun kann es losgehen!
  5. Drücken Sie auf den Auslöser. Verwenden Sie am besten den Selbstauslöser. Er verhindert, dass das Gerät beim Auslösen wackelt und die Fotos unscharf werden.
  6. Nun malen Sie und Ihr Kind 30 Sekunden lang mit den gewählten Lichtquellen Muster, Objekte oder Schrift in die Dunkelheit. Auf das Ergebnis können alle gespannt sein!

Tipps:

  • Ziehen Sie sich dunkle Kleidung an, wenn Sie auf dem Bild nicht zu sehen sein wollen, sondern die Malerei im Vordergrund stehen soll.
  • Wenn Sie etwas schreiben möchten, müssen Sie das in Spiegelschrift tun.
  • Soll eine der Lichtbewegungen nicht auf dem Bild zu sehen sein (z. B. das Ansetzen eines neuen Buchstabens), muss die Lichtquelle kurz ausgeschalten oder abgedeckt werden.

Eine nächtliche Aktion in den Sommerferien draußen oder im Winter drinnen begeistert Groß und Klein. Beachten Sie, dass es ein bisschen Übung braucht, bis tolle Bilder entstehen. Mit etwas Geduld können Sie kleine Fotoprojekte wie ein Neujahrsfoto mit Wunderkerzen und den Jahreszahlen, ein Foto von vorbeifahrenden Autos auf der Autobahn oder Ihr Kind als Superheld*in mit Umhang oder Flügeln realisieren. Gemeinsam mit Ihrem Kind fallen Ihnen bestimmt viele kreative Motive ein!

Übrigens: Wenn Sie eine Digitalkamera mit einem Stativ haben, gelingen qualitativ noch bessere Lichtmalereien. Prüfen Sie, ob Sie an Ihrer Kamera längere Belichtungszeiten von ungefähr 30 Sekunden einstellen können. Auf der Webseite der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen finden Sie eine Bildanleitung zum Lightpainting mit der Kamera, die auch für Kinder leicht verständlich ist.

Mehr zum Thema Lightpainting und Fotografie mit Kindern gibt es auch bei den Kamerakindern und bei der Foto-Community Knipsclub. In diesem KiKA-Video zeigt ein Fotokünstler, mit welchen Leuchtmitteln schöne Effekte entstehen.

Game-Genres erklärt: Jump-and-Run, Simulation, Racer, Adventure, Sandbox

„Kann ich noch eine Runde zocken?“ – diese Frage gehört in vielen Familien zum Alltag. Rund drei von vier Jugendlichen spielen gern und regelmäßig am PC, an der Konsole, am Smartphone oder online mit Freund*innen. Aber was genau passiert da eigentlich?

Für Eltern ist das oft schwer zu überblicken: Der Markt an Games ist mittlerweile riesig. Allein für die Nintendo Switch sind aktuell mehr als 10.000 Spiele im Angebot. Viele Spiele verbinden mehrere Genres oder entwickeln ganz neue Spielkategorien. Ein vollständiger Überblick ist deshalb kaum möglich. Dennoch lassen sich viele Games grob einordnen – und dadurch besser verstehen. Wir stellen fünf beliebte Genres vor.

Jump-and-Run

Jump-and-Run-Spiele gehören zu den absoluten Klassikern der Computerspiele. Bereits 1981 musste sich eine Figur in „Donkey Kong“ rennend und hüpfend ihren Weg zum Ziel bahnen. Seitdem sind unzählige Spiele entstanden, in denen Figuren durch zwei- oder dreidimensionale Welten laufen, springen und dabei Hindernisse überwinden müssen. Am bekanntesten sind sicher die Super-Mario-Spiele, aber auch Sonic the Hedgehog oder Rayman sind weit verbreitet. Die bunt und humorvoll gestalteten Spielwelten sprechen oft schon jüngere Spieler*innen an und sind dank ihrer einfachen Bedienung gut zugänglich. Wer Lust hat, ein eigenes Jump-and-Run-Spiel zu entwerfen, kann zum Beispiel bei Draw your Game kreativ werden.

Simulation

Simulationsspiele bilden reale Situationen oder ganze Welten möglichst originalgetreu nach. Darin übernehmen die Spieler*innen eine bestimmte Rolle, werden kreativ oder verfolgen festgelegte Ziele. Dazu gehören etwa Berufs- und Wirtschaftssimulationen, in denen Städte gebaut, Restaurants geführt oder wichtige Entscheidungen getroffen werden. Auch Sport- und Aktivitätssimulationen zählen dazu, beispielsweise Fußballspiele, Autorennen oder Flugshows. Simulationsspiele bieten häufig eine detailreiche Grafik und komplexe Welten, die ein besonders realistisches Erlebnis vermitteln. Meist können sie allein oder gemeinsam mit Freund*innen gespielt werden. Sehr bekannt sind EA Sports FC oder Animal Crossing.

Racer

Ab hinters Steuer und los auf die Rennstrecke! In Racing-Spielen quietschen die Reifen, denn hier wird um die Wette gefahren. Anders als bei Simulationen steht dabei nicht das möglichst realistische Fahrgefühl, sondern vor allem der Rennspaß im Mittelpunkt. Meist können die Spieler*innen eigene, ausgefallene Fahrzeuge und Figuren auswählen oder gestalten. Die Rennen führen durch Städte, Wüsten, Freizeitparks oder ganze Fantasiewelten, während unterwegs Punkte und Gewinne gesammelt werden. Racing-Spiele können online gespielt werden, eignen sich aber auch besonders gut, um gemeinsam mit Freund*innen oder der Familie vor dem Bildschirm gegeneinander anzutreten. Die berühmtesten Rennstrecken gibt es wohl bei Mario Kart und Sonic Racing. Die Spiele machen häufig der ganzen Familie Spaß, sind für jüngere Spieler*innen aber manchmal noch überfordernd.

Adventure

Rätsel lösen, Abenteuer erleben, knifflige Missionen bestehen und eine spannende Geschichte mit Geduld, Geschick und Köpfchen durchspielen – all das bieten Adventure Games. Dabei dreht sich alles um das Abenteuer. Die Spiele können ganz unterschiedlich gestaltet sein: von zweidimensionalen Comic-Welten bis hin zu detailreich aufgebauten, dreidimensionalen Spielwelten. Sie spielen in den verschiedensten Settings und sprechen sowohl jüngere als auch ältere Spieler*innen an. Gemeinsam haben sie vor allem ihren ausgeprägten Abenteuer- und Rätselcharakter. Eine abenteuerliche Reise mit einer coolen und sehr diversen Gruppe von Held*innen gibt es zum Beispiel bei The Unstoppables.

Sandbox

Ab in den Sandkasten, wir bauen ein Traumschloss. Sandbox-Spiele sind der Ort für kreative Gaming-Fans. Sie bieten meist vor allem einen Raum und Material, in dem sich Spieler*innen selbst kreativ betätigen können – indem sie etwa Häuser, Landschaften und Lebewesen erschaffen, Geschichten entwerfen, Ideen zum Leben erwecken. Hier gibt es keine festlegten Geschichten oder Ziele, sondern die Interessen und Ideen der Spieler*innen stehen im Mittelpunkt. Der bekannteste Sandkasten der Gaming-Welt ist wohl Minecraft, wo scheinbar grenzenlose Welten aus bunten Blöcken entstehen können.

Alles geklärt?

Schublade auf, Schublade zu – und alle Spiele sind sortiert? So einfach ist es leider nicht. Die Grenzen zwischen Genres sind oft fließend: Manche Spiele passen in mehrere Kategorien, andere lassen sich kaum einordnen. Zudem können Games etwa nach Thema, Technik oder Anspruch sortiert werden.

Im Elternguide finden Sie deshalb weitere Übersichten zu populären Game- und  Online-Game-Genres. Doch selbst die beste Einteilung bleibt nur eine Momentaufnahme, denn neue Angebote, Techniken und Spielideen entstehen ständig.

Trotzdem lohnt es sich, aktuelle Spiele und Genres kennenzulernen. Grundwissen, gemeinsame Recherche und Interesse an den Lieblingsspielen des Kindes fördern Gespräche in der Familie. So entstehen Verständnis und die Möglichkeit, Risiken zu besprechen und gemeinsam einen guten Umgang mit Games zu finden. Dabei hilft etwa auch das ständig aktuell gehaltene und sehr ausführliche USK-Lexikon der Game-Genres.

Gamescom – Das Herz der Spielebranche

Jedes Jahr im August verwandelt sich Köln für fünf Tage in das Mekka der Computer- und Videospielwelt: die Gamescom. Diese weltweit bedeutende Messe zieht zahlreiche Besucher*innen an, darunter auch viele Gaming-begeisterte Kinder und Jugendliche.

Was ist die Gamescom?

Die Gamescom ist Europas größte Messe für interaktive Unterhaltung und zählt zu den bedeutendsten Veranstaltungen dieser Art weltweit. Hier treffen sich Tausende Spielebegeisterte aus der ganzen Welt. Im Mittelpunkt stehen Computer- und Videospiele, ihre Entwickler*innen und die Community der Spieler*innen. Auf dem weitläufigen Messegelände werden neue Titel präsentiert, Live-Szenen auf den Bühnen gezeigt und ein abwechslungsreiches Programm aus Vorträgen, Shows, Workshops sowie Interviews mit Entwickler*innen geboten. Bei einigen Events und Spiele-Ecken können die Gäste nicht nur zuschauen, sondern die Spiele auch selbst ausprobieren. Ein weiteres Highlight ist der „cosplay contest“, bei dem ausgewählte Teilnehmer*innen ihre aufwändig gestalteten Kostüme in einer Performance präsentieren.

Die gamescom 2026 findet vom 26. bis 30. August 2026 in Köln statt.

Was fasziniert Kinder und Jugendliche an der Gamescom?

Der Besuch der Gamescom ist für Heranwachsende in verschiedenen Altersgruppen ein besonderes Erlebnis. Alles dreht sich um Gaming. Man kann vieles entdecken und neue Spiele ausprobieren – wenn man sich denn an den langen Schlangen anstellen möchte.

Für Kinder ab 4 Jahren gibt es die „retro & family area“, in der alles auf die Bedürfnisse der Altersgruppe zugeschnitten ist. Dieser Bereich verbindet nostalgische Spielkultur mit neusten Technologien und bietet neben einem Bühnenprogramm viele Mitmach-Angebote wie z. B. Spielstationen. Im „gamescom juniors club“ können Familien eine Kinderbetreuung für Kinder von 4 bis 12 Jahren in Anspruch nehmen.

Ein entscheidender Grund, warum Jugendliche unbedingt zur Gamescom möchten, ist die Möglichkeit, ihre Lieblings-YouTuber*innen und Let’s-Player*innen live zu erleben. Diese Stars der Szene sind oft vor Ort und bieten ihren Fans exklusive Meet-and-Greets. In der „signing area“ können Besucher*innen verschiedene Creator*innen treffen und Autogramme erhalten. Der Zutritt ist nur mit einem kostenlosen Zeitslot möglich, der am jeweiligen Besuchstag zwei Stunden vor der Autogrammstunde gebucht werden kann.

Kann ich mein Kind auf der Gamescom allein lassen?

Für viele Kinder und Jugendliche ist es ein besonderes Erlebnis, die Gamescom eigenständig zu erkunden. Ob sie die Messe ohne erwachsene Begleitung besuchen dürfen, hängt von ihrem Alter ab.

Zutritt und Begleitung: Kinder bis einschließlich drei Jahre haben keinen Zutritt zur Gamescom. Besucher*innen zwischen vier und elf Jahren müssen während des gesamten Aufenthalts von einer erwachsenen Person begleitet werden. Unabhängig vom Alter sollten Sie als Eltern einschätzen, ob Ihr Kind mit dem großen Andrang, der Lautstärke und den vielen Eindrücken einer solchen Veranstaltung gut umgehen kann.

Jugendschutz und Alterskontrollen: Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) ist die offizielle Jugendschutzpartnerin der Gamescom. Alle öffentlich zugänglichen Spiele und Trailer sind ohne Altersbeschränkung beziehungsweise ab 6 oder 12 Jahren freigegeben. Inhalte ab 16 oder 18 Jahren dürfen nur in abgetrennten, nicht einsehbaren Bereichen präsentiert werden. Wer altersbeschränkte Angebote besuchen möchte, benötigt ein entsprechendes Altersbändchen. Dieses ist an verschiedenen Ausgabestellen gegen Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises erhältlich. Wichtig: Elterliche Begleitung oder Einverständniserklärungen reichen hierfür nicht aus und ersetzen nicht den Altersnachweis für Angebote mit Altersbeschränkung. Denken sie daher daran, den Kinderreisepass oder Schülerausweis ihres Kindes einzupacken. Die Farben der Altersbändchen orientieren sich an den USK-Altersstufen 12, 16 und 18. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nur Spiele sieht und ausprobiert, die für sein Alter geeignet sind.

Allein unterwegs ab zwölf Jahren: Ab zwölf Jahren dürfen Kinder und Jugendliche die Gamescom grundsätzlich ohne erwachsene Begleitung besuchen. Überlegen Sie sorgfältig, ob Ihr Kind bereits selbstständig genug ist, sich auf dem weitläufigen und häufig stark besuchten Messegelände zurechtzufinden. Erkunden Sie als Familie die Messe zeitweise getrennt, vereinbaren Sie für jede Halle einen gut auffindbaren Treffpunkt und eine feste Uhrzeit.

Erreichbarkeit und Notfallkontakte: Achten Sie darauf, dass das Smartphone Ihres Kindes vollständig aufgeladen ist. Zusätzlich kann ein Zettel mit Ihrem Namen und Ihrer Telefonnummer hilfreich sein. Dies gilt insbesondere, wenn Ihr Kind die Gamescom gemeinsam mit Freund*innen und ohne erwachsene Begleitung besucht. Benötigt Ihr Kind Hilfe oder hat es sich verirrt, kann es sich an die Mitarbeiter*innen und Helfer*innen in hellgrünen T-Shirts sowie an das Sicherheitspersonal wenden.

Abholung und Verpflegung: Vereinbaren Sie vorab einen festen Ort und eine verbindliche Uhrzeit für die Abholung. Geben Sie Ihrem Kind außerdem ausreichend Geld oder Verpflegung mit, da Speisen und Getränke auf der Gamescom vergleichsweise teuer sein können.

Tipps für den Besuch

  • Tickets im Voraus buchen: Spart Zeit und Stress am Eingang.
  • Regeln beachten: Informieren Sie sich vorab über die Jugendschutz-Bestimmungen über die Webseite der Gamescom.
  • Besuch planen: Auf der Webseite der USK finden Sie und Ihr Kind alle wichtigen Infos für den Besuch der Gamescom.
  • Altersnachweis mit Bild einpacken: Ein Kinderausweis, Schülerausweis oder eine Krankenkassenkarte mit Bild werden zum Beispiel akzeptiert.
  • Bequeme Kleidung und Schuhe tragen: Die Messe ist groß und man wird viel laufen.
  • Rucksack mitnehmen: Für Verpflegung, Souvenirs und Wasserflaschen.
  • Regelmäßige Pausen einplanen: Um die Eindrücke zu verarbeiten und neue Energie zu tanken.

Virtueller Elternabend am 23.09.2026 von 17 bis 18 Uhr

Schaulust mit Folgen? Wie Kinder und Jugendliche Reality-TV erleben

Dating-Shows an Traumstränden, Promis bei Ekelprüfungen und streitende Realitystars: Reality-TV hat viele Facetten und ist längst mehr als Fernsehen. Ausschnitte begegnen Kindern und Jugendlichen auch auf TikTok, Instagram und YouTube. Doch was fasziniert sie daran? Wann werden Streit, Mobbing, stereotype Rollenbilder, sexualisierte Selbstdarstellung oder Alkoholkonsum problematisch – und was durchschauen junge Zuschauer*innen bereits selbst? Der kostenfreie virtuelle Elternabend zeigt, wie Reality-TV inszeniert wird und nimmt dabei besonders Show-Formate in den Blick. Eltern erfahren, welche Aspekte für den Jugendmedienschutz wichtig sind und wie sie ihre Kinder altersgerecht begleiten können. Mit Beispielen und konkreten Tipps für die Familie.

Nutzen Sie die Gelegenheit, live dabei zu sein und Ihre Fragen an unsere Expert*innen zu stellen – wir stehen für den Austausch bereit und liefern wertvolle Impulse für den Familienalltag!

Informationen und Anmeldung

Datum:  23.09.2026 | Zeit: 17 bis 18 Uhr

Ablauf: (Medienpädagogischer) Input (ca. 30/40 Minuten) und anschließender offener Austausch

Referentinnen: Eva Lütticke und Katja Verchow (FSF e.V.)

Moderation: Nils Rudolf (FSM e.V.)

Plattform: Der virtuelle Elternabend wird über das Tool „Zoom“ realisiert.

Datenschutzhinweis: Zoom ist ein Service der Zoom Video Communications Inc., die ihren Sitz in den USA hat. Wir nutzen Zoom über den deutschen Betreiber WTG . Serverstandort der WTG ist Europa. Weiterhin haben wir innerhalb des Dienstes Zoom die Konfigurationen mit dem höchsten Daten- und Sicherheitsschutz gewählt.

Bitte nehmen Sie auch von unserer Datenschutzerklärung Kenntnis.

Anmeldung:

    * = Pflichtangabe
    Die erhobenen Daten dienen ausschließlich der Verarbeitung Ihrer Anfrage und werden nicht an Dritte weitergegeben. Die Daten werden nach Abschluss der Bearbeitung und Durchführung des Webinars gelöscht. Mit dem Absenden der Nachricht willigen Sie in die diesbezügliche Datenverarbeitung ein.
    Bitte nehmen Sie auch von unserer Datenschutzerklärung Kenntnis.

    Hiermit melde ich mich zum virtuellen Elternabend von Elternguide.online am 23.09.2026 um 17.00 Uhr verbindlich an.

    Beliebte Spiele: Roblox

    Aus Bausteinen eigene Welten bauen, in fantasievolle Rollen schlüpfen und spannende Missionen erfüllen – die Onlinespiele-Plattform Roblox erfreut sich bei Jugendlichen großer Beliebtheit. Roblox verbindet Gaming, Social Media und kreatives Gestalten. Da sowohl Chatfunktionen als auch problematische Inhalte enthalten sind und manche mit ihren Spielen Geld verdienen, gilt seit Januar 2025 eine Altersfreigabe ab 16 Jahren.

    Kurz gefasst

    • Alterskennzeichen: USK ab 16 Jahren
      • Grund: Gewaltdarstellungen, Inhalte für verschiedene Altersgruppen, erhöhte Kaufanreize
      • Hinweise zur Nutzung: Chats, In-Game-Käufe (+ zufällige Objekte)
    • Pädagogische Altersempfehlung: ab 16 Jahren (Spieleratgeber NRW)
    • Genre: Spieleplattform, Game-Creator-Plattform, Sandbox
    • Systeme: Browser, Windows, macOS, Android, iOS, Xbox, Meta Quest, Playstation
    • Kosten: kostenfrei mit In-App-Käufen

    Was ist Roblox?

    Roblox ist eine Online-Spieleplattform, auf der Nutzer*innen eigene Spiele entwickeln und die Spiele anderer spielen können. Der Name setzt sich aus den englischen Wörtern Robots (dt.: Roboter) und Blocks (dt.: Blöcke) zusammen. In einer an Klemmbausteine erinnernden Optik entstehen virtuelle Welten. Roblox ist eine Mischung aus Spielewelt und sozialem Netzwerk und erinnert an Minecraft.

    Roblox ist auf vielen verschiedenen Geräten sowie als App verfügbar. Auch das Spiel mit einem Virtual-Reality-Headset wird unterstützt. Diese plattformübergreifende Verfügbarkeit sorgt dafür, dass Spieler*innen auf verschiedenen Geräten unkompliziert miteinander spielen können.

    Roblox filtert Spiele und Erlebnisse automatisch nach Altersstufen. Grundlage dafür sind sogenannte Content Labels, die jedes Spiel einer Altersgruppe zuordnen. Abhängig vom im Konto hinterlegten Alter werden nicht alle Inhalte angezeigt oder sind nur mit Zustimmung der Eltern zugänglich.

    Nach der Registrierung auf roblox.com erhalten die Spieler*innen eine vorgefertigte Spielfigur (sog. Avatar), die sie nach Belieben anpassen können. Standardkleidung oder andere kosmetische Eigenschaften, wie eine erste Frisur, sind kostenlos. Einige Extra-Accessoires kosten Geld in Form der eigenen Währung Robux. Funktionen wie das Erstellen von Spielen sowie das Spielen selbst sind kostenfrei verfügbar.

    Was fasziniert Kinder und Jugendliche daran?

    Viele Jugendliche lieben das Spiel, weil sie ganz einfach selbst Spiele entwickeln können. Registrierte Nutzer*innen können mit dem Bau-Tool “Roblox-Studio” ihre eigenen Spiele erstellen und sie mit anderen teilen. Es lassen sich einfache Bauwerke, aber auch komplexe Erlebniswelten gestalten. In der Community von Roblox können sich Jugendliche miteinander kreativ austoben und miteinander kommunizieren.

    Roblox ist besonders bei jungen Spieleentwickler*innen beliebt, da sie dort eigene Spiele gestalten und veröffentlichen können. Wird ein Spiel von anderen Nutzer*innen häufig gespielt und Geld investiert, besteht die Möglichkeit, dass auch die Entwickler*innen – also zum Beispiel Ihr Kind – einen Anteil daran verdienen.

    Auch Jugendliche, die nicht selbst in die Spielentwicklung einsteigen wollen, sind von den unzähligen Spieleangeboten fasziniert.

    Was ist problematisch an dem Angebot?

    Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat im Januar 2025 das Alterskennzeichen für Roblox von 12 auf 16 Jahre angehoben. Für diese Entscheidung gab es mehrere ausschlaggebende Gründe:

    • Gewalt und problematische Inhalte: Einige von Nutzer*innen erstellte Spiele auf der Plattform enthalten Szenen, die extreme Gewalt darstellen und für jüngere Spieler*innen ungeeignet sind.
    • Inhalte für verschiedene Altersgruppen: Roblox ist eine Plattform mit sehr unterschiedlichen Inhalten – vergleichbar mit YouTube oder Twitch. Entsprechend reicht das Angebot von kindgerechten Spielen bis hin zu Titeln, die für jüngere Kinder nicht altersgerecht sind.
    • Erhöhte Kaufanreize: Roblox bietet zahlreiche In-Game-Käufe an, die insbesondere für Kinder und Jugendliche einen starken Anreiz zum Geldausgeben darstellen können.

    Hinzu kommt, dass die Plattform es Nutzer*innen ermöglicht, über Text- und Sprach-Chats zu kommunizieren. Deshalb bestehen Risiken wie Cybermobbing, Cybergrooming und Hate Speech. Außerdem enthalten einige Spiele Elemente, die Glücksspiel ähneln, wie etwa den Kauf von zufälligen virtuellen Gegenständen (Lootboxen).

    Der Empfehlungsalgorithmus kann problematische Inhalte oder Spiele mit starken Kaufanreizen häufiger anzeigen. Manche Spiele setzen außerdem auf tägliche Belohnungen oder zeitlich begrenzte Aktionen, die zum häufigen Zurückkehren motivieren.

    Zusätzlich bemängelte die USK fehlende wirksame Vorsorgemaßnahmen seitens der Plattformbetreiber, wie etwa unzureichend gesicherte Kinderkonten und das Fehlen von Alterskennzeichnungen nach deutschen Standards. Aufgrund dieser Aspekte wurde die USK-Alterskennzeichnung angepasst, um den Jugendschutz zu gewährleisten und Eltern eine bessere Orientierung zu bieten.

    Darüber hinaus wird Roblox von verschiedenen Fachstellen und Medien immer wieder vorgeworfen, sowohl die Inhalte als auch die Kommunikation der Nutzenden untereinander nicht ausreichend zu moderieren und nicht konsequent genug gegenüber Verstößen der Community-Richtlinien vorzugehen. Kinder und Jugendliche können in den Spielen beispielsweise auf diskriminierende und extremistische Inhalte stoßen.

    Das sagt der Anbieter

    Der Anbieter RobloxCorporation betont auf seiner Plattform, Sicherheit und Datenschutz sehr ernst zu nehmen. Es gibt ein Meldesystem für unangemessene Chatnachrichten und einen Chatfilter. Nach der Registrierung wird bei Nutzer*innen unter 13 Jahren automatisch ein Konto im „Datenschutzmodus“ erstellt. Jüngere Spieler*innen haben dann z. B. keinen Zugriff auf die Social-Media-Funktionen. Manche Spiele sind außerdem erst ab einem bestimmten Alter freigegeben. Moderator*innen prüfen, ob hochgeladenes Bild- und Videomaterial den Ansprüchen zu jugendgerechten Inhalten genügt. Unangemessene Inhalte werden aktiv gefiltert und gelöscht.

    Roblox hat Anfang 2026 neue Sicherheitsfunktionen eingeführt. Dazu gehört eine Altersüberprüfung per Ausweis oder freiwilligem Video-Selfie. Erst nach dieser Einstufung werden bestimmte Kommunikationsfunktionen freigeschaltet. Damit Kinder und Jugendliche möglichst mit Gleichaltrigen interagieren, teilt Roblox Accounts in Altersgruppen ein: Roblox Kids (bis 8 Jahre), Roblox Select (9-15 Jahre) und Roblox (ab 16 Jahre). Inhalte, Chats und Funktionen werden dann altersgerechter zugeordnet. Viele Interaktionsmöglichkeiten bleiben eingeschränkt, um Kontakte zwischen Erwachsenen und Minderjährigen zu begrenzen und Kommunikationsrisiken zu reduzieren. Die KI-gestützte Altersverifikation bei Roblox übernimmt das Unternehmen Persona. Roblox gibt an, dass Nutzer*innen-Daten nach 30 Tagen gelöscht werden. Falsche Schätzungen können über die Elternaufsicht oder die Ausweis-Verifikation nachträglich korrigiert werden. Roblox informiert auf seiner Website über die Altersüberprüfung.

    Roblox nutzt außerdem Content Labels, um Spiele automatisch Altersgruppen zuzuordnen. Dadurch sollen jüngere Nutzer*innen nur altersgerechte Inhalte sehen. Eltern können über die Elternaufsicht zusätzliche Einschränkungen festlegen oder Inhalte freigeben.

    Für ältere Jugendliche gibt es zusätzlich das Konzept der „Vertrauten Connections“. Dabei können 13- bis 17-Jährige bestimmte Kontakte als vertrauenswürdig markieren. Mit diesen Kontakten können sie fast ohne Einschränkungen chatten. Kontakte über Altersgrenzen hinweg – besonders zwischen Jugendlichen und Erwachsenen – unterliegen jedoch weiterhin strengen Regeln. Kinder unter 13 Jahren können keine „Vertrauten Connections“ anlegen. Mehr Informationen bietet die Roblox-Website.

    Roblox bietet verschiedene Sicherheitsfunktionen an, mit denen Sie das Spiel Ihres Kindes besser im Blick haben können, z. B. zur Bildschirmzeit, den Chats oder Käufen. Die Elternaufsicht wurde 2026 erweitert. Eltern können nun sehen,

    • mit wem ihr Kind über „Vertraute Connections“ verbunden ist
    • wie lange es spielt
    • welche Erlebnisse es nutzt und
    • wofür Geld ausgegeben wird.

    Bei ungewöhnlich hohen Ausgaben kann Roblox außerdem warnen. Informationen zur Elternaufsicht und Kindersicherung stellt Roblox auf seiner Website bereit.

    Das sollten Eltern beachten

    Beachten Sie, dass Roblox inzwischen mit USK 16 gekennzeichnet ist. Grundsätzlich  sind die USK-Alterskennzeichen keine Vorschriften, welche Medieninhalte Eltern ihren Kindern zu Hause erlauben dürfen, sondern sie gelten als Orientierung. Dennoch sollten Sie darauf achten, Ihrem Kind nur Spiele zur Verfügung zu stellen, die für sein Alter geeignet und entsprechend freigegeben sind. Mehr Informationen zur Hochstufung erfahren Sie in diesem Eltern-Check-In-Artikel.

    Sie möchten Ihrem Kind Roblox zugänglich machen?

    • Nehmen Sie die Registrierung und die Erstellung eines Profils gemeinsam mit Ihrem Kind vor und entdecken Sie zusammen die Roblox-Spielewelt.
    • Erstellen Sie in jedem Fall ein Elternkonto und verknüpfen dieses mit dem Konto ihres Kindes. Haben Sie auch einen Blick auf die getätigten In-Game-Käufe.
    • Aktivieren Sie Benachrichtigungen über Ausgaben und prüfen Sie regelmäßig gemeinsam mit Ihrem Kind, wofür Robux ausgegeben werden.
    • Achten Sie darauf, dass im Konto Ihres Kindes das tatsächliche Alter hinterlegt ist. Roblox filtert Spiele und Erlebnisse automatisch nach Altersstufen. Über die Elternaufsicht können Sie zusätzlich festlegen, welche Inhalte Ihr Kind nutzen darf.
    • Achten Sie darauf, wie viel Zeit Ihr Kind mit dem Spiel verbringt und legen Sie gemeinsam klare Regeln für den Umgang mit Games in der Familie fest.
    • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über seine Spielerlebnisse. Lassen Sie sich zeigen, was Ihr Kind spielt. Fragen Sie nach, warum es bestimmte Spiele mag und mit wem es Kontakt hat.
    • Trotz der Begrenzung von Kontakten zu älteren Nutzern bleibt Roblox nicht frei von Sicherheitsrisiken. Weisen Sie Ihr Kind darauf hin, über die Plattform keine privaten Daten weiterzugeben. Klären Sie Ihr Kind über Kommunikationsrisiken im Netz auf und ermuntern Sie es, verdächtige oder unangenehme Kontakte zu blockieren und zu melden.

    Alle wichtigen Schritte zur Kindersicherung bei Roblox finden Sie auch auf medien-kindersicher.de.

    Warum Influencer*innen so nahbar wirken

    Stellen Sie sich vor: Ihr Kind sitzt auf dem Sofa und scrollt durch TikTok. Plötzlich hält es an, schaut ein Video länger und grinst. Sie fragen nach, was da gerade so witzig ist. „Die ist einfach sympathisch“, sagt ihr Kind und zeigt Ihnen das Video. Eine junge Frau schminkt sich darin und erzählt ganz nebenbei von einem peinlichen Erlebnis in der Schule. Nichts wirkt geschniegelt oder perfekt. Gerade das macht den Clip so glaubwürdig. Was hier aussieht wie ein spontaner Moment, ist jedoch häufig sorgfältig geplant.

    Worum geht’s?

    Perfekt inszenierte Social-Media-Feeds, die ein scheinbar perfektes Leben zeigen, gibt es noch immer. Viele Nutzer*innen wünschen sich heute jedoch weniger Hochglanz und mehr Alltag. Deshalb sind auf TikTok, Instagram und YouTube inzwischen vor allem Videos erfolgreich, die möglichst ungeplant und ehrlich aussehen. Ein aktuelles Beispiel ist der sogenannte BTW-Trend (by the way). Auch Formate wie „Get Ready With Me“ (GRWM), „Day in my Life“ oder Vlogs arbeiten mit diesem Prinzip. Influencer*innen erzählen von ihrem Alltag, sprechen über Selbstzweifel oder einen schlechten Tag und erscheinen dadurch besonders nahbar. Viele dieser Formate wirken, als würden sie ganz nebenbei aus dem Alltag erzählen. Dadurch entsteht der Eindruck, man begleite jemanden einfach durch den Alltag. Hinter den Kulissen wird aber genau überlegt, welche Szenen gezeigt werden und welche nicht. Was spontan wirkt, ist selten Zufall. Selbst kleine Pannen oder beiläufige Gespräche werden manchmal absichtlich im Video gelassen.

    Dass solche Formate selbst parodiert werden, zeigt, wie schnell sich Trends auf Social Media weiterentwickeln. Manche Influencer*innen greifen den Stil bewusst übertrieben auf und machen sich so über den Trend lustig. Dabei schminken sie sich zum Beispiel und erzählen plötzlich von Themen, die man in einem solchen Video nicht erwarten würde. Was als Gegenbewegung zu perfekt inszenierten Inhalten begann, kann wieder Teil einer neuen Inszenierung werden. Das heißt jedoch nicht, dass diese Geschichten erfunden sind. Viele Influencer*innen erzählen tatsächlich aus ihrem Leben. Sie entscheiden aber selbst, was sie zeigen und was privat bleibt. So entsteht ein Bild, das glaubwürdig wirkt, obwohl es immer nur einen ausgewählten Ausschnitt zeigt.

    Für viele Influencer*innen gehört es inzwischen zum Erfolgsrezept, möglichst authentisch zu wirken. Dadurch entsteht oft eine enge Bindung zur Community. Davon profitieren später auch Kooperationen und Produktempfehlungen.

    Was fasziniert Kinder und Jugendliche daran?

    Kinder und Jugendliche möchten dazugehören und suchen Orientierung. Deshalb sind sie häufig empfänglich für Influencer*innen, die offen über ihren Alltag, Unsicherheiten oder Fehler sprechen. Viele erkennen sich darin wieder. Mit der Zeit haben Kinder und Jugendliche das Gefühl, diese Person wirklich zu kennen. Fachleute sprechen dann von einer parasozialen Beziehung. Dadurch wirken Empfehlungen eher wie ein Tipp von einer vertrauten Person und nicht wie Werbung.

    Wenn Influencer*innen offen über Fehler sprechen oder zugeben, dass etwas schiefgelaufen ist, wirkt das auf viele Kinder und Jugendliche entlastend. Trotzdem bleibt auch diese Offenheit Teil einer bewussten Inszenierung.

    Was kann problematisch sein?

    Je persönlicher Inhalte wirken, desto leichter entsteht der Eindruck, das Leben einer Person wirklich zu kennen. Tatsächlich sehen Kinder und Jugendliche aber nur einen ausgewählten Ausschnitt.

    Hinzu kommt, dass Werbung heute kaum noch von persönlichen Geschichten zu unterscheiden ist. Eine Produktempfehlung wirkt schnell wie ein ehrlicher Rat. Gerade deshalb beeinflusst sie Kaufentscheidungen häufig stärker als klassische Werbung.

    Auch der Vergleich mit anderen spielt eine Rolle. Selbst Videos, die besonders natürlich aussehen, sind oft sorgfältig gestaltet. Licht, Kamera und Schnitt sorgen dafür, dass alles stimmig wirkt. So kann leicht der Eindruck entstehen, sogar Unperfektheit müsse noch gut aussehen.

    Die Algorithmen der Plattformen verstärken diesen Effekt. Wer viele solcher Videos anschaut, bekommt von den Plattformen immer mehr ähnliche Inhalte angezeigt. So entsteht schnell das Gefühl, alle würden ihr Leben auf diese Weise zeigen.

    Was sollten Eltern beachten?

    Sie müssen nicht jeden Trend kennen, um Ihr Kind begleiten zu können. Wichtiger ist, Interesse zu zeigen. Lassen Sie sich erklären, welche Influencer*innen Ihr Kind gerne anschaut und was es an ihnen mag. Schauen Sie sich einzelne Videos gemeinsam an. Dabei merkt man selbst, wie ehrlich und spontan ein Video wirkt, obwohl dahinter viele Entscheidungen stecken. Fragen wie „Warum wirkt das so echt?“ oder „Was sehen wir hier eigentlich nicht?“ helfen, Inhalte bewusster einzuordnen.

    Auch Werbung eignet sich gut als Gesprächsthema. Überlegen Sie gemeinsam, woran sich erkennen lässt, ob jemand mit einem Beitrag Geld verdient oder ein Produkt empfehlen möchte. Fragen Sie Ihr Kind auch, warum ein Video veröffentlicht wurde und was damit erreicht werden soll. Wer solche Strategien erkennt, kann Inhalte leichter kritisch einordnen.

    Wenn Ihr Kind häufig von einer Person aus den sozialen Medien erzählt, ist das zunächst nichts Ungewöhnliches. Nutzen Sie diese Begeisterung als Gesprächsanlass. Sprechen Sie darüber, warum sich manche Influencer*innen fast wie Freund*innen anfühlen, obwohl die Beziehung nur in eine Richtung besteht.

    Social Media muss kein Problem sein. Wer versteht, wie Nähe und Vertrauen entstehen, kann Inhalte besser einordnen und erkennt leichter, dass hinter scheinbar spontanen Momenten oft bewusste Entscheidungen stehen.

    Sonic Racing: CrossWorlds

    Die Autos leuchten in allen Farben, die Funken sprühen unter den Rädern, immer wieder tun sich neue Welten auf und hinter dem Steuer: der blaue Igel „Sonic the Hedgehog“ und seine Freund*innen. Im knallbunten Renn-Videospiel Sonic Racing: CrossWorlds kämpfen die Sega-Figuren um den ersten Platz auf der Rennstrecke.

    Kurz gefasst

    • Alterskennzeichen: USK ab 6 Jahren

      • Grund: Handlungsdruck, Druck zum Vielspielen
      • Hinweise zur Nutzung: In-Game-Käufe

    Was ist Sonic Racing: CrossWorlds?

    Sonic Racing: CrossWorlds ist ein Rennspiel des Spieleherstellers Sega, das seit September 2025 für alle bekannten Spielekonsolen angeboten wird. Es ist der vierte Teil der Sonic-Racing-Spielereihe und direkter Konkurrenz der Mario-Kart-Spiele von Nintendo.

    Im Spiel befinden sich die Charaktere der „Sonic the Hedgehog“-Welt in einem Autorennen gegeneinander. Spieler*innen an der Konsole können beispielsweise allein mit KI-Gegner*innen ins Rennen gehen. Bis zu 4 Personen können außerdem gemeinsam an einer Konsole spielen und dabei zusammen oder gegeneinander fahren. Über das Internet können sogar bis zu 12 Personen gegeneinander antreten. Wie bei Rennspielen üblich, wählen sie zwischen Zeitrennen und Grand Prix oder meistern im Rennpark-Modus Herausforderungen. Im Spiel konfigurieren sie Fahrzeuge, sammeln Punkte und besondere Hilfsmittel (Power-Ups).

    Anders als bei den Vorgänger-Versionen gibt es in Sonic Racing: CrossWorlds sogenannte „Reiseringe“: Ab der zweiten Rennrunde öffnen sich zufällig Portale, durch die die Spieler*innen die Welt wechseln und ihr Rennen in anderen Welten fortsetzen können.

    Was fasziniert Kinder und Jugendliche daran?

    Auto-Rennspiele bieten das ganze Paket, das Kinderherzen höher schlagen lässt: Witzige Fahrzeuge, die sich gestalten lassen, so dass man an einem Tag in der pinken Knutschkugel und am nächsten Tag im aggressiven Biest um die Kurven schlittert. Fröhliche Avatare mit schier endloser Ausrüstung. Knallige Farben, mitreißende Musik, ein bisschen Wettbewerb und an jeder Ecke eine Belohnung. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind riesig, es gibt jede Menge Überraschungen an allen Ecken und weil zwischendurch sogar die komplette Welt wechselt, kommt keine Langeweile auf. Schon beim Training gegen KI-Gegner*innen sorgen die vielen Möglichkeiten und Effekte dafür, dass Kinder Runde um Runde dranbleiben. Wenn sich dann noch Freund*innen oder Familienmitglieder auf der Rennstrecke tummeln und auf dem Sofa um die Plätze auf dem Siegertreppchen gefahren wird, fliegen die Stunden wie die Funken auf der Rennstrecke davon.

    Was kann problematisch sein an dem Angebot?

    Autorennspiele zählen grundsätzlich zu den eher unproblematischen und familienfreundlichen Computerspielen. Trotzdem bringt Sonic Racing: CrossWorlds auch Herausforderungen mit sich:

    • Überforderung: Für junge und unerfahrene Spieler*innen kann das Rennen schnell zu viel werden – das Tempo, die vielen Reize und die ständig wechselnden Infos können jüngere Kinder überfordern und zu Reizüberflutung führen. Und auch der starke Wettbewerbscharakter und der Frust, auf den hinteren Plätzen zu landen, ist nicht für alle leicht auszuhalten.
    • Vielspielen: Wer im Spiel erstmal drin ist und vielleicht sogar Rennstrecken-Können aufgebaut hat, findet manchmal schwer den Absprung. Durch die ständig neuen Infos und Angebote gibt es immer Anreize, weiterzuspielen. Kinder und Jugendliche können so im Spiel „versinken“ und kein Ende mehr finden. Besonders die zeitlich begrenzten Events im Spiel (sogenannte “Festivals”) und tägliche “Log-In”-Belohnungen können auf jüngere Kinder Druck ausüben. Das kann den „FOMO“-Effekt (steht für „fear of missing out“, engl. für „Angst davor, etwas zu verpassen“) verstärken.
    • Kostenfalle: Wie viele andere Spiele bietet Sonic Racing In-Game-Käufe an. Zusätzliche Charaktere, Fahrzeuge oder kleine „Verschönerungen“ warten im Shop und versprechen, das Spiel noch aufregender zu machen.

    Was meint der Anbieter?

    Der japanische Spielehersteller Sega lässt seine Spiele von der USK prüfen und hält sich auf dem deutschen Markt an deren Alterskennzeichnungen. „Sonic Racing“ ist von der USK ab 6 Jahren freigegeben. Diese Kennzeichnung gibt an, ab welchem Alter das Spiel aus Sicht des Jugendmedienschutzes unbedenklich ist. Sie ist jedoch nicht mit einer pädagogischen Altersempfehlung gleichzusetzen.

    Die verschiedenen Konsolen bieten Kinderschutzeinstellungen an. Sowohl Nintendo Switch als auch PlayStation und Xbox bieten Eltern die Möglichkeit, das Spielverhalten ihrer Kinder durch Zeitbegrenzungen zu kontrollieren, Shops zu sperren oder den Zugang zu Online-Angeboten einzuschränken.

    Was sollten Eltern beachten?

    Bleiben Sie interessiert und gesprächsbereit und begleiten Sie Ihr Kind bei der sicheren Nutzung von Sonic Racing: CrossWorlds. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Spieldauer und Mediennutzungszeit. Handeln Sie gemeinsam Regeln aus, wie lange gespielt werden darf und wie viel Nutzung guttut. Beobachten Sie Ihr Kind beim Spielen und lassen Sie Ihr Kind bei emotionaler Überforderung wie Reizüberflutung, Frust und Ärger nicht allein. Nutzen Sie die Sicherheitseinstellungen der Konsolen und sperren Sie gerade bei jüngeren Kindern Funktionen wie z. B. den Shop. Schritt-für-Schritt-Anleitungen dazu finden Sie unter medien-kindersicher.de.

    Rennspiele wie „Sonic Racing: CrossWorlds“ eignen sich durch ihre einfache Bedienung und den Mehrspieler*innen-Modus gut dazu, digitale Spiele gemeinsam als Familie zu entdecken. Spielen Sie das Rennspiel am besten auch mal zusammen. Bei einer gemeinsamen Runde auf der Rennstrecke können Sie Einblicke in die Interessen Ihres Kindes gewinnen, miteinander ins Gespräch kommen – und vielleicht sogar ungeahnte Talente am Steuer entdecken.

    Kinderlieder begleiten mit Apps

    Viele Kinder bewegen sich begeistert zu Musik und singen schon früh mit. In Kitas gehört gemeinsames Singen fest zum Alltag. Zu Hause ist das nicht immer so: Manche Eltern fühlen sich wenig musikalisch oder haben keine Instrumente. Mit Smartphone oder Tablet können Sie Kinderlieder trotzdem begleiten und gemeinsam Musik machen.

    Gemeinsames Singen und Tanzen

    Kinderlieder-Apps laden zum Mitsingen und Bewegen ein. Oft erzählen Figuren oder Tiere passend zum Lied kleine Geschichten. Manche Apps blenden den Text ein oder bieten eine Instrumentalversion an. Dann ist nur die Melodie zu hören und Sie können selbst mit Ihrem Kind singen.

    Die Android-App Fuxdoo: Kinderlieder mitsingen enthält bekannte Kinderlieder. Weitere Lieder können hinzugekauft werden (ab 0,99 €). Über einen Regler lässt sich einstellen, wie laut der eingesungene Text zu hören ist. Wer lieber selbst singt, kann die Stimme ganz ausschalten und nur die musikalische Begleitung nutzen.

    Die kostenpflichtige iOS-App Kleiner Fuchs Kinderlieder (4,99 €) richtet sich an Kinder von zwei bis sechs Jahren. Animierte Lieder laden zum Zuhören und Mitsingen ein. Im Karaoke-Modus können Kinder selbst singen und mit verschiedenen Klängen Musik machen.

    Musizieren und Lieder begleiten

    Mit Musik-Apps wird das Smartphone oder Tablet zum digitalen Instrument. Eltern können damit einfache Töne oder Akkorde spielen und ihr Kind beim Singen begleiten. So entsteht das Lied Schritt für Schritt und Sie können das Tempo an Ihr Kind anpassen.

    GarageBand ist kostenfrei für iPhone und iPad erhältlich. Die App bietet virtuelle Instrumente, auf denen sich einfache Akkorde und Melodien spielen lassen. Mehrere Tonspuren können aufgenommen und miteinander kombiniert werden.

    Eine kostenfreie Alternative für Android ist Walk Band – Multitracks Music. Die App enthält unter anderem Klavier, Gitarre und Schlagzeug. Eigene Aufnahmen und mehrere Tonspuren sind ebenfalls möglich. Die vielen Funktionen können jüngere Kinder anfangs überfordern. Wählen Sie deshalb zunächst ein Instrument aus und probieren Sie einige Töne und Rhythmen zusammen aus.

    Wer Noten lesen kann, findet in der iOS-App Kinderlieder Texte, Noten und Melodien zu vielen bekannten Liedern. Einige zusätzliche Inhalte sind kostenpflichtig.

    Weitere Tools zum gemeinsamen Musizieren finden Sie in unserem Artikel: Gemeinsam Musik erleben.

    Spielend Melodien entdecken

    Auch ohne Notenkenntnisse können Kinder mit Apps erste Melodien spielen. Die kostenfreie Android-App Piano – Musikspiele für Kids bietet virtuelle Instrumente und kleine Musikspiele. Kinder lernen verschiedene Töne kennen und können eigene Melodien ausprobieren.

    In der Android-App Kindermusik: Klavier & Xylo entdecken jüngere Kinder bekannte Lieder über einfache Minispiele. Sie bringen zum Beispiel durch Antippen Luftballons zum Platzen. Mit jedem Ballon erklingt die nächste Note, bis nach und nach eine Melodie entsteht.

    Setzen Sie sich bei den ersten Versuchen zu Ihrem Kind und hören Sie gemeinsam, was beim Tippen auf dem Bildschirm passiert. Singen oder klatschen Sie mit und bewegen Sie sich zur Musik. So bleibt der Bildschirm nicht im Mittelpunkt, sondern wird zum Ausgangspunkt für Musik, bei der alle mitmachen.

    Was sollten Eltern beachten?

    Schauen Sie sich eine Musik-App vor der Nutzung selbst an. Lässt sie sich leicht bedienen und passt sie zum Alter Ihres Kindes? Gibt es Werbung oder kostenpflichtige Zusatzangebote? In-App-Käufe sollten so eingestellt sein, dass Kinder sie nicht ohne Zustimmung auslösen können.

    Prüfen Sie auch die Zugriffsrechte. Eine Kinderlieder-App benötigt in der Regel keinen Zugriff auf Kontakte oder den Standort. Bei Apps mit Aufnahmefunktion lohnt sich ein Blick darauf, wo Sprach- und Musikaufnahmen gespeichert werden und ob sie geteilt oder hochgeladen werden können.

    Digitale Instrumente und Musikspiele können Kinder neugierig auf Musik machen. Sie ergänzen das Singen und Musizieren mit echten Instrumenten oder Gegenständen aus dem Alltag. Gerade jüngere Kinder profitieren davon, wenn Eltern die App mit ihnen entdecken. Klatschen Sie zusammen einen Rhythmus oder nutzen Sie Töpfe als Trommeln. So führt die Musik vom Bildschirm direkt ins Kinderzimmer.

    Weitere Ideen für den Familienalltag bietet die Stiftung Lesen mit Materialien rund um Musik und Sprache.

    Medien selber machen: Blaudruck

    Fotografieren geht auch ohne Kamera! Beim Blaudruck, auch Cyanotypie genannt, entstehen Bilder auf einem „Zauberpapier“ mit Licht, Gegenständen und Wasser. Dabei hinterlassen Blätter, Federn, kleine Gegenstände oder ausgeschnittene Papiermotive helle Formen auf blauem Hintergrund. Für Kinder ist das fast ein bisschen magisch – und zugleich ein spannender Einstieg in die Welt der analogen Fotografie.

    Was ist Blaudruck?

    Die Cyanotypie ist eine sehr alte Fototechnik. Schon im 19. Jahrhundert wurde sie genutzt, um Pflanzen, Zeichnungen oder Baupläne abzubilden. Vielleicht kennen Sie den Begriff „Blaupause“ – er kommt genau aus diesem Zusammenhang. Beim Blaudruck wird ein Papier oder Stoff mit einer chemischen Lösung lichtempfindlich gemacht. Dort, wo Sonnenlicht auf das Material trifft, entsteht später die blaue Farbe. Stellen, die durch Gegenstände abgedeckt sind, bleiben hell.

    „Zauberpapier“ herstellen

    Es gibt Cyanotypie-Sets, mit denen sich das „Zauberpapier“ selbst herstellen lässt. Für die lichtempfindliche Lösung mischen Sie zwei Chemikalien und tragen es in einem abgedunkelten Raum mit einem Pinsel auf Aquarellpapier oder Stoff auf. Das ist für Kinder spannend, sollte aber immer von einem Erwachsenen begleitet werden. Die Chemikalien sind nicht ungiftig und können Haut, Augen oder Atemwege reizen. Mit Gummihandschuhen, Schürze und ggf. Mundschutz kann Ihr Kind unter Anleitung einzelne Schritte übernehmen. Wichtig ist: Lesen Sie die Packungsanleitung, lüften Sie den Raum und achten Sie darauf, dass Ihr Kind sich nicht in die Augen fasst und sich danach gründlich die Hände wäscht.

    Alternativ eignet sich für den einfachen Einstieg vorbehandeltes Cyanotypie-Papier. Das können Sie online bei Künstler- oder Foto-Shops bestellen. So ist das „Zauberpapier“ schon vorbereitet und Sie können direkt mit Ihrem Kind loslegen.

    Das brauchen Sie

    Legen Sie vor dem Start alle nötigen Gegenstände bereit:

    • Cyanotypie-Papier – das „Zauberpapier“
    • Blätter, Blüten, Gräser, Federn, Schnüre, kleine Gegenstände oder ausgeschnittene Formen
    • eine Unterlage, z. B. ein Holzbrett oder die Rückseite eines Bilderrahmens
    • eine Glasplatte oder einen Bilderrahmen ohne Rahmen, damit nichts verrutscht
    • eine Schüssel oder Wanne mit Wasser
    • Küchenpapier oder Zeitung zum Trocknen
    • Sonnenlicht oder eine UV-Lampe

    So geht’s

    1. Motive sammeln: Bereiten Sie zuerst die Motive vor. Gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind nach draußen und sammeln Sie Blätter, Gräser oder Blüten. Für den besten Effekt empfiehlt es sich, die Pflanzen vorher zu pressen. Auch kleine Gegenstände wie Muscheln, Steine, Schlüssel, Spielfiguren oder Knöpfe sowie ausgeschnittene Papierformen eignen sich gut.
    2. Gegenstände anordnen: Legen Sie das Cyanotypie-Papier in einem abgedunkelten Raum ohne direkte Sonneneinstrahlung auf der Unterlage bereit. Dann kann Ihr Kind kreativ werden und die Gegenstände auf dem Papier anordnen. Flache Motive decken Sie mit der Glasplatte ab, dreidimensionale Gegenstände platzieren Sie oben auf das Glas.
    3. Belichten: Tragen Sie das Ganze vorsichtig nach draußen oder legen Sie es auf die Fensterbank. Sobald das Zauberpapier in die Sonne kommt, beginnt die Belichtung. Je nach Wetter kann das unterschiedlich lange dauern. Bei starker Sonne reichen wenige Minuten, bei Wolken braucht es mehr Geduld. Beobachten Sie mit Ihrem Kind, wie sich die Farbe des Papiers verändert und probieren Sie die Belichtungszeit gemeinsam aus. Liegt das Papier zu kurz in der Sonne, sind kaum Kontraste zu erkennen. Ist die Belichtung zu lang, so können die Konturen verlorengehen.
    4. Ausspülen und Trocknen: Spülen Sie nach dem Belichten das Papier in Wasser aus. Sie können es in die Wanne legen oder unter fließendem Wasser ausspülen. Die nicht belichteten Farbreste verschwinden und das blaue Bild mit den weißen Formen wird nach und nach sichtbar. Legen Sie das Bild auf Zeitungs- oder Küchenpapier zum Trocknen in den Schatten.

    Was lernen Kinder dabei?

    Beim Blaudruck kann Ihr Kind ganz ohne Kamera eigene Bilder gestalten. Dabei versteht es spielerisch, dass Fotografie immer auch bedeutet, mit Licht und Gestaltung zu arbeiten. Überlegen Sie mit Ihrem Kind: Welche Formen sind spannend? Was passiert, wenn ein Motiv durchsichtig ist? Wie verändert sich das Bild bei mehr oder weniger Sonne? Wie entsteht ein 3-D-Effekt? So kommen Sie ganz nebenbei über kleine Forschungsfragen in den Austausch. Auch für Gespräche über Medien ist Blaudruck gut geeignet: Ein Bild entsteht nicht nur durch einen Klick. Für Fotografie braucht es eine bewusste Auswahl der Motive, Licht, Zeit und Kreativität.

    Tipps

    Starten Sie mit fertigem Cyanotypie-Papier. Das ist unkompliziert und sicherer. Wenn Ihr Kind großen Spaß daran hat und schon älter ist, können Sie später gemeinsam ein Set mit Chemikalien ausprobieren. Planen Sie dafür genug Zeit ein und machen Sie daraus ein kleines Familienprojekt im Garten, auf dem Balkon oder beim nächsten Ausflug in die Natur. Eine kindgerechte Anleitung zum Blaudruck finden Sie bei knipsclub.

    Zwischen Fame, Verantwortung und Vorbild: Influencer*innen im Portrait

    Ob Mode, Fitness, Gaming, Wissen oder Lifestyle – Kinder und Jugendliche verbringen viel Zeit auf Social Media und treffen dort auf digitale Vorbilder. Influencer*innen präsentieren Inhalte, die unterhalten, inspirieren oder informieren. Dieser Überblick zeigt Eltern, welche Arten von Influencer*innen es gibt, welche Themen sie bedienen, worauf Jugendliche besonders achten und welche Chancen und Risiken sich daraus ergeben.

    Fashion-Influencer*innen

    Sie wissen, was auf den Laufstegen, bei den Modelabels und in den Läden gerade los ist: Fashion-Influencer*innen zeigen aktuelle Trends, geben Stylingtipps und kombinieren Kleidung oft mit Beauty-, Sport- oder Lifestyle-Themen. Viele Kinder und Jugendliche nutzen diese Profile als Inspiration für den eigenen Stil, Outfits und Selbstdarstellung.

    Potenziell problematisch: unrealistische Schönheits- und Körperideale, hoher Konsumdruck, Werbung für Produkte.

    Mehr dazu

    Fitness-Influencer*innen

    Fitness-Influencer*innen zeigen Workouts, Ernährungstipps und Motivation für einen aktiven Lebensstil. Manche orientieren sich dabei bewusst am Alltag ihrer Follower*innen und geben Anregungen, wie sich Bewegung und gesunde Ernährung in den Tagesablauf integrieren lassen. Sie sprechen sowohl sportlich ambitionierte Jugendliche als auch Einsteiger*innen an.

    Potenziell problematisch: übertriebene Körperideale, unrealistische Trainingsziele, Werbung für Produkte oder Nahrungsergänzung.

    Mehr dazu

    Finanz-Influencer*innen (Finfluencer*innen)

    Vom Sparbuch zum Krypto-Depot: Finfluencer*innen erklären Sparen, Geldanlage, Trading und Kryptowährungen. Sie verbinden Tipps oft mit persönlichen Erfolgsgeschichten und glamourösen Lifestyle-Darstellungen. Ältere Jugendliche stoßen auf diese Kanäle, wenn Taschengeld, Nebenjobs oder erste größere Anschaffungen relevant werden.

    Potenziell problematisch: fehlende Qualifikation, unrealistische Gewinnversprechen, Monetarisierung, mögliche finanzielle Verluste.

    Mehr dazu

    Wissens-Influencer*innen

    Politik, Naturwissenschaft, Psychologie oder Geschichte – Wissens-Influencer*innen vermitteln komplexe Themen anschaulich und verständlich. Sie erklären Inhalte kurzweilig, nahbar und oft mit einem Augenzwinkern. Viele Jugendliche nehmen sie nicht nur als Informationsquelle wahr, sondern auch als Vorbilder, die Sprache, Argumentationsweisen oder schulische Interessen beeinflussen.

    Potenziell problematisch: begrenzte Tiefe, Fehleranfälligkeit, Monetarisierung, vereinfachte Darstellungen.

    Mehr dazu

    Gaming-Influencer*innen & Let’s Player*innen

    Chips und Popcorn raus – Let’s Player*innen spielen Videospiele und kommentieren Strategien, Tipps und Geschichten. Die Gaming-Szene ist männlich geprägt, doch weibliche und queere Let’s Player*innen gewinnen zunehmend an Bedeutung und dienen Kindern und Jugendlichen als Vorbilder.

    Potenziell problematisch: Suchtpotenzial, übermäßige Bildschirmzeit, Monetarisierung, Interaktion mit Fremden.

    Mehr dazu

    DIY-Influencer*innen

    Ob Basteln, Backen oder das eigene Zimmer gestalten – DIY-Influencer*innen zeigen Schritt-für-Schritt-Anleitungen für kreative Projekte. Kinder und Jugendliche können ihre eigenen Fähigkeiten ausprobieren und Ideen nachmachen.

    Potenziell problematisch: Nachahmungsrisiko bei gefährlichen Arbeiten, Werbung für Produkte, Monetarisierung.

    Mehr dazu

    Lifestyle-Influencer*innen

    Sie lassen ihre Follower*innen am scheinbaren Alltag teilhaben: Frühstück zubereiten, shoppen, dekorieren oder Sport treiben – Lifestyle-Influencer*innen zeigen Alltagsinhalte und Unterhaltung. Jugendliche nehmen hier Vorbilder wahr, orientieren sich an Vorlieben und Alltagsritualen.

    Potenziell problematisch: unrealistische Alltagserwartungen, Konsumdruck, Werbung, Privatsphäre.

    Mehr dazu

    Unterhaltungs-Influencer*innen

    Tanzen, Comedy, Pranks – Unterhaltungs-Influencer*innen bieten kurze, witzige Inhalte. Sie sind Stars auf Peer-Group-Ebene und liefern Unterhaltung, selten aber tiefere Informationen.

    Potenziell problematisch: Gewalt- oder Scherzinhalte, Monetarisierung, unkontrollierte Kommentare.

    Mehr dazu

    Sinn-Influencer*innen (Sinfluencer*innen)

    Sie setzen sich für Umwelt, soziale Gerechtigkeit, Toleranz oder psychische Gesundheit ein. Sinnfluencer*innen motivieren Kinder und Jugendliche, sich gesellschaftlich zu engagieren.

    Potenziell problematisch: einseitige Darstellungen, Ideologisierung, mögliche Werbung oder Sponsoring.

    Mehr dazu

    Beauty-Influencer*innen

    Sie filmen Beauty-Tutorials, stellen Produkte vor oder geben Tipps zur Hautpflege. Oft bewerben sie dabei auch eigene Produkte. Für Jugendliche können solche Inhalte hilfreich sein. Gleichzeitig können sie aber auch das Gefühl verstärken, am eigenen Körper ständig etwas verändern zu müssen.

    Potenziell problematisch: unrealistische Schönheitsideale, problematische Körperbilder, Werbung, Produktplatzierungen.

    Mehr dazu

    Food-Influencer*innen

    Food-Influencer*innen zeigen Rezepte, Food-Trends und Tipps rund ums Essen. Ihre Inhalte sind oft kreativ, unterhaltsam und nah an der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Das macht Lust, Neues auszuprobieren und Essen auch als Teil von Lifestyle und Selbstausdruck zu erleben.

    Potenziell problematisch: ungesunde Sport- und Ernährungspläne, falsche Gesundheitsversprechen, unrealistische Schönheitsideale, Werbung, Konsumdruck.

    Mehr dazu

    Queere Influencer*innen

    Queere Influencer*innen sind in allen Feldern der zuvor genannten Bereiche aktiv und geben Kindern und Jugendlichen Einblicke in unterschiedliche queere Lebensrealitäten. Sie eröffnen neue Perspektiven, können Mut machen, für Diskriminierung sensibilisieren und das Gefühl vermitteln, mit Fragen zu Identität, Liebe oder Zugehörigkeit nicht allein zu sein.

    Potenziell problematisch: Werbung, fehlende Einordnung sensibler Themen, einseitige Orientierung an Vorbildern aus sozialen Medien.

    Mehr dazu

    Was Eltern beachten sollten

    Projektpartner
    Unterstützer