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Geocaching selbst gemacht

Auf der ganzen Welt gibt es Millionen von Geocaches und viele Menschen, die danach suchen. Einige Leute suchen nicht nur, sondern verstecken selbst Caches. Wenn Sie mit der Familie selbst kreativ werden wollen, erklären wir Ihnen hier, wie es geht.

Nicht nur die Suche nach einem Cache ist ein großer Spaß. Sie können auch selbst Caches verstecken und sich dazu Rätsel und Hinweise ausdenken. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt und Sie brauchen nicht viel dafür. Die Entwicklung einer eigenen Schnitzeljagd ist für Kinder ab ca. acht Jahren geeignet. Je nach Alter und Interesse des Kindes lässt sich Geocaching mit Bildungs- und Lerninhalten verknüpfen – auch Educaching genannt. So wird Wissen mit Spaß und Spiel verbunden. Der eigene muss nicht offiziell auf einer Geocaching-Plattform gelistet sein, sondern kann auch nur für Freunde und Familie erstellt werden. Er kann zu einem Schatz, einer Überraschung und/oder einem Rätsel führen. Es kann ein einzelner Cache oder ein mehrteiliger Cache (Multi-Cache) sein, bei dem verschiedene Stationen abgelaufen werden.

Von der Idee zum eigenen Cache

Der erste Schritt ist die Suche nach einem Thema. Inhalte mit lokalem Bezug – z. B. spannende Orte in der eigenen Stadt – bieten sich an. Es können aber auch Themen wie Umwelt und Wald oder historische Ereignisse behandelt werden. Wichtig ist, dass es den Interessen und dem Alter Ihres Kindes entspricht. Vielleicht hat Ihr Kind auch eigene Ideen, die es umsetzen möchte.

Wenn das Thema gefunden ist, wird recherchiert und nach interessanten Dingen geforscht. Mit der Smartphone-Kamera können mögliche Verstecke festgehalten werden. Dann geht es daran, sich Rätsel und Aufgaben auszudenken. Bei einem Multi-Cache müssen die Stationen in eine Reihenfolge gebracht und an den Standorten versteckt werden. Notieren Sie sich die GPS-Koordinaten der Verstecke. Wer die Schnitzeljagd spielen möchte, erhält zum Start nur die Koordinaten der ersten Station. Bei der Suche enthält dann jeder neu entdeckte Cache die Koordinaten für die nächste Spur.

Für einen eigenen Geocache wird Folgendes benötigt:

  • Dosen oder Behälter für Hinweise, Rätsel und ggf. Gegenstände
  • GPS-Gerät oder Smartphone mit eingeschaltetem GPS (Koordinaten können auch über eine Karten-App wie Google Maps gesucht werden)
  • ggf. Fotoapparat bzw. Smartphone, um vorab Verstecke zu fotografieren
  • Papier und Stift
  • Ein Notizbuch (Log-Buch)
  • Kärtchen für Hinweise und Tipps
  • Eventuell kleine Preise für den letzten Cache (Schatztruhe)

Geo- und Educaches können mit Hilfe der App Actionbound auch multimedial gestaltet werden. Mehr zum Thema Educaching gibt es hier.

Geocaching – die moderne Schatzsuche

An dieser Schnitzeljagd, die mit einem Smartphone oder GPS-Gerät funktioniert, haben auch ältere Kinder und Jugendliche Spaß. Probieren Sie es aus und gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind auf diese besondere Schatzsuche.

Was bedeutet Geocaching?

Beim Geocaching werden mithilfe eines GPS-Empfängers kleine Schätze gesucht, die andere Spielende an unterschiedlichen Orten versteckt haben. Diese Caches befinden sich in Dosen oder Gefäßen unterschiedlicher Größe. Der jeweilige GPS-Standort wird auf einer Plattform registriert, z. B. bei geocaching.com oder opencaching.de und lässt sich per App speichern und abrufen. Wer einen Cache findet, trägt sich in ein sogenanntes Logbuch ein, das dem Cache beigelegt ist. Danach wird die Dose wieder verschlossen und an der gleichen Stelle versteckt, so dass die nächste Person ebenfalls danach suchen muss.

Geocaching ist ein beliebtes Hobby bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen. Die Schätze sind auf der ganzen Welt versteckt, so dass Sie auch im Urlaub auf die Suche gehen und spannende Orte entdecken können. Für einige Geocacher geht es darum, möglichst viele Caches zu finden und sich in Logbücher auf der ganzen Welt einzutragen.

Was gibt es zu beachten?

Es gibt Caches in unterschiedlichen Kategorien und Größen. Alle wichtigen Informationen dazu stecken in der Cache-Beschreibung. Bei manchen Caches wird eine besondere Ausrüstung für die Suche benötigt. Bei Rätselcaches müssen vorher Aufgaben gelöst werden, um die GPS-Koordinaten zu bekommen. Je nach Cache können schon Kinder ab 4 Jahren bei der Schatzsuche dabei sein. Ältere Kinder können schon selbst die Beschreibungen lesen und selbständiger bei der Suche sein.

Manche Caches sind nicht leicht zu finden. Das kann Kinder schnell frustrieren. Lesen Sie deshalb vorher genau die Cache-Beschreibung durch. Häufig finden sich in den Kommentaren des digitalen Logbuchs (unter jeder Cache-Beschreibung) noch wichtige Hinweise. Gelegentlich kommt es vor, dass ein Cache nicht mehr im Versteck ist, weil jemand ihn zerstört oder weggenommen hat.

In manchen Caches befinden sich Tauschgegenstände, wie eine Spielzeugfigur, eine Münze o. ä. Manche Gegenstände haben eine Mission. Beispielsweise sollen sie durch Tausch in ein anderes Land oder einen anderen Ort gelangen. Alle Informationen dazu gibt es jeweils auf der Geocaching-Plattform. Eine wichtige Regel ist, dass Geocacher unauffällig suchen, um nicht sogenannte Muggel auf den Cache aufmerksam zu machen. Das Wegschmeißen von Müll oder das Zerstören der Landschaft wird in der Geocaching-Community nicht gern gesehen und ist gegen die Regeln des Geocachings.

So geht’s auf Schatzsuche:

  • bei Geocaching-Plattform registrieren und geeignete Caches raussuchen
  • Geocaching-App auf dem (geladenen) Smartphone installieren
  • Cache-Beschreibungen gut durchlesen, da manchmal Dinge bei der Suche zu beachten sind
  • Stift und ggf. Tauschgegenstand einpacken, feste Schuhe an und los geht’s!
  • Cache mit Hilfe des Smartphones suchen, finden und Besuch loggen (in der Dose und/oder auf der Plattform/in der App)
  • Cache wieder verstecken (am gleichen Ort)

Digitale Schnitzeljagd mit Actionbound

Kennen Sie noch Schnitzeljagden aus Ihrer Kindheit? Wer heute ein Smartphone mit einer passenden App wie Actionbound dabei hat, kann die Schnitzeljagd um digitale Möglichkeiten erweitern. 

Kurz gefasst: 

  • App für iOS und Android zum Durchführen von Schnitzeljagden, Stadtrundgängen und Rallyes 
  • keine Altersbeschränkung; geeignet für Kinder ab ca. 10 Jahren 
  • für die private Nutzung kostenlos 
  • Registrierung erforderlich, wenn eigene Bounds erstellt werden 

Was ist Actionbound? 

Actionbound kann mit Familie oder Freundeskreis gespielt werden, z. B. als Rallye für den Kindergeburtstag oder im Urlaub zur Erkundung eines neuen Orts. Actionbound kann allein oder als Gruppe gespielt werden.  

Mit Actionbound können digitale Schnitzeljagden – die sogenannten Bounds – mithilfe von Tablet oder Smartphone gespielt werden. Beim Spielen erscheinen Hinweise, Rätsel, Herausforderungen und Medieninhalte direkt auf dem Bildschirm. Die Bounds enthalten abwechslungsreiche Spielelemente wie GPS-Locations, QR-Codes und Mini-Games. Bei der Nutzung des GPS zeigt das Tablet oder Smartphone den Spielerinnen und Spieler den Weg durch das Anzeigen eines Richtungspfeils.  

Selbst kreativ werden mit Actionbound 

Bounds werden entweder von anderen Actionbound-Nutzenden erstellt und veröffentlicht oder es kann selbst ein neuer Bound angelegt werden. Zu Themen wie Natur, Kultur, Freizeitaktivitäten oder Sehenswürdigkeiten finden sich in der App zahlreiche Bounds. So wird z. B. der Stadtrundgang zu einem spannenden Erlebnis. 

Eigene Bounds können am Computer über den Internetbrowser im Bound-Creator erstellt werden. Dafür ist eine kostenfreie Registrierung bei Actionbound nötig. Das Erstellen eines Bounds ist ganz einfach. Es lassen sich Bilder, Videos und Audios integrieren, Quizfragen und Aufgaben stellen und QR-Codes anlegen. Wer seinen Bound mit ausgewählten Personen teilen möchte, kann die Funktion „geheime Bounds“ wählen. Dafür zahlen Erstellende sieben Euro pro Bound (Stand: Juli 2022). 

Hier gelangen Sie direkt zum Angebot: actionbound.com

Was sollten Eltern beachten? 

Actionbound lässt sich auch mit jüngeren Kindern nutzen. In diesem Fall sollten Sie Ihr Kind aber in die Nutzung einführen oder besser noch, Ihr Kind dabei begleiten. Achten Sie beim Erstellen eines Bounds darauf, viele Bilder und wenig Text zu verwenden. 

Die Erstellung eines Bounds kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Bitte planen Sie auch die Zeit ein, die Sie mit der Durchführung der Rallye oder der Schnitzeljagd verbringen möchten. Wenn Ihr Kind schon älter ist, kann es ein schönes Erlebnis sein, zusammen einen Bound zu gestalten. Beachten Sie, dass in der kostenlosen Version alle Bounds öffentlich zu sehen sind. Seien Sie beim Erstellen sparsam mit sensiblen Daten wie Kinderfotos und personenbezogenen Angaben. Wenn Sie den Bound sehr persönlich gestalten möchten, lohnt sich die kostenpflichte Option „geheime Bounds“. 

Sie können mit Ihrem Kind auch bereits bestehende Bounds zu vielen verschiedenen Themen spielen. Wählen Sie über die Suchfunktion in der App eine geeignete Schnitzeljagd in der Nähe Ihres Standortes aus. Bedenken Sie, dass hier die Inhalte nicht genau auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Überprüfen Sie, dass der Bound zur Altersgruppe Ihres Kindes passt.  

Actionbound ist eine App aus Deutschland, deshalb unterliegen Ihre Daten dem Europäischen Datenschutz.  

Medienerziehung in den ersten Lebensjahren 

„Mama, kann ich Video schauen?“, „Ich will Tablet spielen, Papa!“ – Medien faszinieren kleine Kinder und sind bereits früh Teil ihres Alltags. In den ersten Lebensjahren legen Eltern den Grundstein für den Umgang mit Medien. Die Medienerziehung orientiert sich an den generellen Werten in der Familie. 

Kleine Kinder langsam an Medien heranführen 

Babys und Kleinkinder haben noch kein großes Interesse an Medien. Sie suchen den Kontakt zu den Eltern und erkunden die Welt mit allen Sinnen. Entwicklungsschritte wie essen, laufen und sprechen lernen stehen im Vordergrund. Da Eltern sich häufig Medien zuwenden, etwa dem Smartphone, bekommen nach und nach auch kleine Kindern Interesse daran. 

Gezielte Mediennutzung, wie etwa das Anschauen eines Bilderbuches oder das Videotelefonat mit Oma und Opa, findet bei Kleinkindern in der Regel in Begleitung von Erwachsenen statt. Mehr und mehr fordern Kinder solche gemeinsame Medienzeit auch ein. 

Geeignete Medien für Kleinkinder 

Neben dem gemeinsamen Anschauen von Bilderbüchern haben Kleinkinder Spaß an Musik und Hörgeschichten; nebenbei können sie spielen oder sich entspannen. Angebote wie Kinderradio-Sendungen und Hörboxen sind kindgerecht und ein guter Einstieg in die Vielfalt der Medienwelt.  

Bewegte Bilder und hektische Geräusche kann das kindliche Gehirn noch nicht gut verarbeiten. Erst mit etwa drei Jahren können Kinder verfilmte Geschichten verstehen. Dennoch schaut Ihr Kind vielleicht schon früher gemeinsam mit älteren Kindern Serien auf dem Tablet oder ähnliches. Achten Sie darauf, was sich Ihr Kind anschaut. Am besten ist es, wenn Sie dabei sind, aufkommende Fragen beantworten können oder mitbekommen, wenn Ihr Kind Angst bekommt. Kinder im Kindergartenalter schauen begeistert Sendungen mit ihren Lieblingsfiguren wie Peppa Wutz, Bobo Siebenschläfer oder Feuerwehrmann Sam. Mit kindgerechten Apps und Spielen können Kinder selbst aktiv werden. Solche Apps sind überschaubar, fördern die Kreativität und können beim Lernen unterstützen.  

Egal ob Audio, Video oder Spiele: wählen Sie kurze, einfache und altersgerechte Inhalte aus. Kleine Kinder sollten Medien so wenig wie möglich allein nutzen, denn sie sind keine Babysitter. Wenn Sie und Ihr Kind bestimmte Inhalte bereits kennen, kann es einer Hörgeschichte auch mal alleine lauschen und sich eine Folge der Lieblingsserie anschauen, ohne dass Sie daneben sitzen.  

Vorbild sein von Anfang an 

„Darf ich dein Handy?“ – Kinder lernen durch Beobachten und machen nach, was ihre Bezugspersonen tun. Auch bei der Mediennutzung sind Sie das wichtigste Vorbild für Ihr Kind. Legen Sie das Smartphone beim Spielen mit Ihrem Kind zur Seite. Genießen Sie die Zeit mit Ihrem Kind und nehmen Sie Auszeiten vom Bildschirm. Leben Sie einen bewussten und reflektierten Umgang mit Medien vor. Auch Kinder haben bereits Persönlichkeitsrechte. Fragen Sie Ihr Kind, ob es damit einverstanden ist, Fotos von ihm per Messenger zu versenden und stellen Sie möglichst keine Kinderfotos ins Netz. 

Altersgerechte Inhalte auswählen 

„Das war mir zu gruselig!“ – Kinder können oft noch schwer zwischen Fiktion und Realität unterscheiden und Gefahren noch nicht zuverlässig einschätzen. Manche Medieninhalte sind für Kinder ungeeignet.  

  • Beachten Sie die Alterseinstufungen von Filmen, Apps und Spielen. Machen Sie sich bewusst, dass Alterskennzeichnungen von USK, FSK und Co. dem Jugendschutz dienen und keine pädagogischen Empfehlungen sind. Was genau dahintersteckt, erfahren Sie in diesem Artikel
  • Schützen Sie Ihr Kind vor gefährdenden Inhalten und wählen Sie altersgerechte Angebote nach dem Entwicklungsstand Ihres Kindes aus. 
  • Empfehlungen für geeignete Filme und Videos finden Sie zum Beispiel auf der Webseite von Flimmo. Der Spieleratgeber NRW gibt ausführliche Hintergrundinformationen zu Games und liefert pädagogische Ratschläge.  
  • Vorsicht vor In-App-Käufen und Co: Nutzen Sie die Einstellungsmöglichkeiten von Medienangeboten und machen Sie Ihre Geräte kindersicher

Medienregeln in der Familie vereinbaren 

„Nur noch eine Folge!“ – Kinder in den ersten Lebensjahren können ihre Mediennutzung noch nicht selbst steuern, sie brauchen Grenzen.  

  • Setzen Sie Medien bewusst und sparsam ein und erweitern Sie das Angebot langsam. Achten Sie auf die Bildschirmzeit
  • Nutzen Sie Medien weitestgehend gemeinsam und beobachten Sie, wie Ihr Kind darauf reagiert. 
  • Führen Sie schon früh Regeln im Umgang mit Medien ein und achten Sie darauf, diese auch einzuhalten. Ein kurzer Clip zum Entspannen nach dem Kindergarten, ein Hörspiel zum Einschlafen – solche Rituale schaffen Orientierung.  
  • In besonderen Situationen wie langen Autofahrten oder bei einem Krankenhausaufenthalt können andere Regeln gelten. Das ist in Ordnung! 
  • Zeigen Sie Interesse für die Medienwelt Ihres Kindes. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über das Erlebte und helfen Sie ihm, Medieninhalte richtig einzuordnen.  
  • Werden Sie zusammen aktiv: malen Sie etwas am Tablet, gestalten Sie lustige Fotos und Videos oder komponieren Sie mit Apps Musik. Haben Sie gemeinsam Spaß mit Medien! 

Basierend auf einer Langzeitstudie des JFF – Institut für Medienpädagogik zur Bedeutung digitaler Medien in Familien mit jungen Kindern gibt es jetzt einen Flyer rund um das Thema Medienerziehung in den ersten Lebensjahren. 

Junait – das Medienkompetenzspiel

Was ist eine Pinnwand? Wie erkenne ich Viren? Mein Passwort wurde gehackt, was kann ich tun? Um das und vieles mehr geht es im Lern-Spiel Junait. Hier können sich Schülerinnen und Schüler in einem fiktiven sozialen Netzwerk bewegen und spielerisch ihre Medienkompetenz erweitern.

Kurz gefasst:

  • kostenloses Online-Spiel
  • für Schulklassen im Alter zwischen 8-12 Jahren 
  • Dauer: 90 Minuten
  • Lehrkräfte-Login für gesamten Überblick

Was kann Junait?

Das Spiel Junait ist ein fiktives soziales Netzwerk, in dem Schülerinnen und Schüler miteinander interagieren und Funktionen ausprobieren. Mithilfe kleiner Aufgaben lernen sie, wie sie mit möglichen Online-Gefahren umgehen können. Positive und negative Aspekte von Social Media werden so spielerisch an die Kinder und Jugendlichen vermittelt. Das Spiel soll ihnen dabei helfen, sich eigenverantwortlich in der digitalen Welt zurechtzufinden.

Junait funktioniert wie ein echtes soziales Netzwerk. Es besteht aus mehreren Aufgaben und kann in 90 Minuten durchgespielt werden. Während des Spiels begegnen die Kinder und Jugendlichen typischen Gefahren: Falsche Freunde, Chatbots und Datenklau sind sehr realistisch simuliert und es muss direkt auf sie reagiert werden. Junait findet in einem geschlossenen und geschützten Raum statt, sodass Fehlverhalten und Falschklicke keine realen Folgen haben.

Was fasziniert Kinder und Jugendliche an Junait?

Spiele im Unterricht sind für Kinder und Jugendliche meist ein Grund zur Freude. Junait fasziniert, weil es einen sehr handlungsorientierten Ansatz hat. Ausprobieren und Scheitern ist hier erwünscht. Alle können das Spiel im eigenen Tempo durchlaufen.

Was sollten Eltern beachten?

Das Spiel ist nicht für den Privatgebrauch gedacht, Eltern können die Schulen ihrer Kinder auf das Spiel aufmerksam machen. Über die Website junait.de können sich Lehrkräfte registrieren und einen Spielzugang für die eigene Klasse beantragen. Dieser wird ihnen per E-Mail zugesendet. Zur Vorbereitung auf das Spiel gibt es einen kurzen Probedurchlauf und weiterführendes Material für Lehrkräfte. 

Am Ende des Spiels sollten die Schülerinnen und Schüler gelernt haben, Freunde und Fremde in sozialen Medien zu unterscheiden, Spam und unangemessene Nachrichten zu melden, sparsam mit persönlichen Daten umzugehen und Viren zu identifizieren.

Rollenklischees in Jugendmedien

Gaming-Videos auf YouTube, Beautytipps auf Instagram, Krimis im Fernsehen und Tanzvideos auf TikTok – das sind einige der Medienformate, die Jugendliche aktuell am liebsten nutzen. Doch nicht alles ist bei Mädchen und Jungen gleichermaßen beliebt. Beauty und Tanzen sind Mädchenkram, Krimis und Games finden Jungs toll – oder?

Alte Rollenbilder in Neuen Medien

Smartphones, Tablets & Co.: Die Medien, die Jugendliche heute am meisten nutzen sind mit dem Internet verbunden und werden oft als „Neue Medien“ bezeichnet. Doch die Rollenbilder, die ihnen im Netz begegnen, sind oftmals überhaupt nicht neu. Gerade auf Social Media dominieren Rollenklischees. Jungen und Männer bedienen meist verschiedenste Themen wie Politik, Sport, Games oder Comedy. Als Fitfluencer präsentieren sie ihre Muskeln, spielen in Prank-Videos derbe Streiche oder zeigen in Speedruns ihre Leistung in Computerspielen. Mädchen und Frauen präsentieren eher Themen aus dem privaten und häuslichen Bereich wie Hobbys, Lifestyle und Beauty. Sie präsentieren Schmink-Tipps wie die YouTuberin Bibi, teilen leckere Kochrezepte und geben in ausführlichen Vlogs Einblick in ihren Alltag.

Social Media und Geschlechterstereotype

Die Vorstellung darüber, was typisch „männlich“ und typisch „weiblich“ ist, wird gesellschaftlich geprägt und auch über Medien vermittelt. Stereotype Geschlechterdarstellung kann traditionelle Ansichten von Jugendlicher verstärken: Eine Studie von Plan International wies 2019 einen Zusammenhang zwischen der intensiven Nutzung sozialer Medien und der Akzeptanz veralteter Geschlechterklischees nach. Je stärker die befragten Jugendlichen YouTube, Instagram und Facebook nutzten, desto eher stimmten sie der Aussage zu, dass Frauen sich hauptsächlich um Haushalt und Kinder kümmern sollten. Auch dass Frauen für die gleiche Arbeit weniger Lohn erhalten als Männer, war für die Intensivnutzenden eher in Ordnung. Je nachdem welche Inhalte junge Menschen nutzen, kann Social Media stereotype Vorstellungen von Geschlecht manifestieren. Soziale Plattformen haben jedoch mehr zu bieten als Rollenklischees: Wer gezielt danach sucht, findet vielfältige Angebote auf Social Media jenseits von klassischen Geschlechterrollen.

Mediale Vorbilder und Schönheitsideale

Eine der wichtigsten Aufgaben im Jugendalter ist die Entwicklung einer eigenen Identität. Jugendliche orientieren sich dabei oft stark an ihren medialen Vorbildern wie Influencer*innen, Serienfiguren oder Musikstars. Ihre Idole vermitteln häufig nicht nur Geschlechterstereotype, sondern auch unrealistische Schönheitsideale. Vor allem während der Pubertät, wenn der Körper sich verändert, sind Jugendliche für solche Schönheitsbilder besonders empfänglich. Eine glatte Haut, eine schlanke Figur oder ein trainierter Körper sind deshalb Ziele, die viele Jugendliche anstreben. Durch Inszenierung und Filter bei Selfies können sie diesem Ideal digital immer näherkommen. Positive Rückmeldungen auf bearbeitete Bilder geben zunächst Selbstvertrauen. Später kann jedoch schnell Unzufriedenheit mit dem eigenen, “unbearbeiteten” Aussehen entstehen.

Tipps für Eltern

Jugendliche probieren sich gerne aus und das geht am besten, wenn sie unterschiedliche Vorbilder haben. Lassen Sie sich von Ihrem Kind zeigen, welche Personen aus Serien, Internet und sozialen Medien es toll findet und fragen Sie nach den Gründen für diese Faszination.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass sich Ihr Kind stark an Geschlechterklischees orientiert, stärken Sie sein Selbstwertgefühl und zeigen Sie Alternativen auf. Schauen Sie sich gemeinsam Beispiele an, die körperliche Vielfalt und diverse Rollenmodelle zeigen:

  • Auf sozialen Medien vernetzen sich User*innen unter Hashtags wie #bodypositivity und #bodyneutrality, um stereotype Schönheitsideale aufzubrechen.
  • In Kino, Fernsehen und auf Streaming-Plattformen gibt es immer mehr Filme und Serien, die divers besetzt sind und vielfältige Lebensentwürfe zeigen. Beispiele sind die deutsche Jugendserie DRUCK (ZDF funk) oder die britische Fernsehserie Sex Education (Netflix).
  • In der Welt der Games dominieren Geschlechterstereotype. Aber auch hier werden die Angebote immer diverser. Einige Spiele bieten eine breite Auswahl von Spielfiguren verschiedener Geschlechter oder sexuellen Orientierungen an, zum Beispiel Stardew Valley, Animal Crossing: New Horizons oder Minecraft.

Virtueller Elternabend am 14. September 2022 von 17 bis 18 Uhr

#DenkenFragenPosten: Was müssen Eltern beachten, wenn sie Fotos von Kindern im Netz teilen?

Kaum ist ein Kinderfoto gemacht, wird es auch schon über Messenger oder Social Media Dienste mit Familie und Freunden geteilt – das ist gängige Praxis in vielen Familien geworden. Es wirft aber auch einige Fragen auf: Wann verletzt das Teilen von Bildern und Daten die Rechte von Kindern, zum Beispiel ihr Recht auf Privatsphäre, auf Schutz oder auf Mitbestimmung? Was müssen Eltern beachten, wenn sie Bilder teilen wollen? Wir möchten im Elternabend gemeinsam aus kinderrechtlicher Perspektive auf die Praxis des “Sharentings” („Share“ + „Parenting“) schauen und Tipps erarbeiten, wie Kindheit im Internet stattfinden kann, ohne das Kinderrechte verletzt werden.

Seien Sie live dabei und stellen Sie Ihre Fragen an unsere Expertinnen – wir geben Antworten und stehen für den Austausch zur Verfügung!

Informationen und Anmeldung

Datum: 14.09.2022 | Zeit: 17 bis 18 Uhr
Ablauf: Medienpädagogischer Input mit Möglichkeiten zum offenen Austausch
Referentin: Sophie Pohle (DKHW)
Moderation: Lidia de Reese (FSM e.V.)
Plattform: Der virtuelle Elternabend wird über das Tool „Zoom“ realisiert.
Datenschutzhinweis: Zoom ist ein Service der Zoom Video Communications Inc., die ihren Sitz in den USA hat. Wir nutzen Zoom über den deutschen Betreiber easymeet24. Serverstandort von easymeet24 ist Europa. Weiterhin haben wir innerhalb des Dienstes Zoom die Konfigurationen mit dem höchsten Daten- und Sicherheitsschutz gewählt.
Bitte nehmen Sie auch von unserer Datenschutzerklärung Kenntnis.

Anmeldung:

    Hiermit melde ich mich zum virtuellen Elternabend von Elternguide.online am 14.09.2022 um 17.00 Uhr verbindlich an.

    * = Pflichtangabe
    Die erhobenen Daten dienen ausschließlich der Verarbeitung Ihrer Anfrage und werden nicht an Dritte weitergegeben. Die Daten werden nach Abschluss der Bearbeitung und Durchführung des Webinars gelöscht. Mit dem Absenden der Nachricht willigen Sie in die diesbezügliche Datenverarbeitung ein.
    Bitte nehmen Sie auch von unserer Datenschutzerklärung Kenntnis.

    Die Smartwatch als Einstieg in die digitale Welt?

    Steht auf dem Wunschzettel Ihres Kindes für den Geburtstag oder Weihnachten eine Smartwatch? Vielleicht ist der Wunsch schon in Erfüllung gegangen, denn in immer mehr Familien gibt es die schlauen Armbanduhren. Das Angebot an Smartwatches wächst und ihr Funktionsumfang auch.

    Was ist eine Smartwatch?

    Sie sieht aus wie eine digitale Armbanduhr, hat jedoch sehr viel mehr zu bieten. Die Uhr ist eigentlich ein kleiner Computer, der mit dem eigenen Smartphone verbunden wird. Es gibt aber auch Smartwatches, die ohne Smartphone funktionieren. Man kann darauf Textnachrichten lesen, ohne erst nach dem Smartphone in der Tasche kramen zu müssen. Man lässt sich damit zum nächsten Kino navigieren, kann mit der Uhr seine Schritte zählen lassen und vieles mehr. Außerdem verfügt die Uhr über einen Lautsprecher und ein Mikrofon, sodass man auch ohne Smartphone über das Handgelenk telefonieren kann.

    Für Kinder gibt es spezielle Smartwatches mit eingeschränktem Funktionsumfang (Textnachrichten senden und empfangen, GPS-Tracking, Lernspiele, Fotofunktion usw.) – mit oder ohne Verbindung zum Internet (über eine integrierte SIM-Karte). Hersteller bewerben diese Uhren als Einstieg in das digitale Leben und als gutes Kommunikationsmittel zwischen Eltern und Kind.

    Was macht den Reiz der Smartwatch aus?

    Gerade für jüngere Kinder können sie eine praktische Alternative zum Smartphone sein. Die schlauen Uhren sind in der Regel einfach zu bedienen und bieten die wichtigsten Funktionen. Für Kinder steht der Unterhaltungsfaktor im Vordergrund: sie können mit der Uhr spielen oder mit Freunden chatten (sofern es eine SIM-Karte hat und die Eltern die Telefonnummern der Freunde vorab dafür freigegeben haben).

    Nicht zu missachten, ist jedoch die mögliche Kontrolle durch die Eltern. Durch die Ortungsfunktion wissen Mama und Papa, wo sich ihr Kind gerade aufhält, es ist jederzeit erreichbar und sie können kontrollieren, mit welchen Personen das Kind kommuniziert. Im Internet surfen ist nicht mit allen Kinder-Smartwatches möglich, da sie nicht zwingend über eine Internetverbindung verfügen. Dies gibt Eltern die Sicherheit, dass ihr Kind auf keine bedenklichen Inhalte stoßen kann.

    Was sollte man bei Smartwatches beachten?

    Einerseits können die Uhren einen guten Einstieg in die Welt der digitalen Geräte bieten, da sie nicht unbedingt eine Verbindung zum Internet haben müssen, aber für Kinder viele attraktive Funktionen wie Spiele und Kamera mitbringen. Ihr Kind lernt mit einem eigenen Gerät umzugehen, ohne dass es schon ein teures Smartphone sein muss.

    Andererseits gibt es Funktionen, die in die Privatsphäre des Kindes eindringen. Die Funktion des GPS-Trackings erscheint auf den ersten Blick sinnvoll. Denn so wissen Sie jederzeit, wo sich Ihr Kind gerade aufhält. Aber Sie sollten sich klarmachen, dass auch Ihr Kind ein Recht auf freie Entfaltung hat – wenn auch in einem geschützten Rahmen. Sich mit dem Älterwerden zunehmend frei zu bewegen und eigene Erfahrungen zu machen, ist wichtig für Ihr Kind. Das Aktivieren der Ortungsfunktion kann einen Übergriff in die Freiheit Ihres Kindes darstellen und zu einem Vertrauensbruch führen. Denken Sie an Ihre eigene Kindheit zurück und schenken Sie Ihrem Kind Vertrauen.

    Sollten Sie sich zusammen für die Anschaffung einer Kinder-Smartwatch entscheiden, dann lernen Sie die Uhr gemeinsam mit Ihrem Kind kennen und nehmen Sie die Einstellungen zusammen vor. Die Kontrollfunktionen sollten nur in Notfällen und mit Wissen Ihres Kindes aktiviert werden. Machen Sie sich außerdem zur Datenschutzerklärung, den AGB und den Nutzungsbedingungen schlau! Smartwatches gelten immer mehr als Datenräuber. Hacker können möglicherweise auf einfache Weise Zugriff auf die Uhren erlangen.

    Bildschirmzeit und Digital Wellbeing

    Eine Stunde im Internet fühlt sich manchmal wie wenige Minuten an. Dieses Gefühl kennen Erwachsene genauso wie Kinder. Eine neue Benachrichtigung, ein neuer Post, jetzt noch kurz das Level beenden und ganz kurz bei TikTok reinschauen – aber dann ist wirklich Schluss! Viele Apps sind so konzipiert, dass sie uns mit ständig neuen Reizen am Bildschirm halten. Es wird dadurch immer schwieriger, das Gerät einfach aus der Hand zu legen. Spezielle Apps zur Regulierung der Medienzeit oder Einstellungsmöglichkeiten wie die Bildschirmzeit wollen helfen, Medien bewusster zu nutzen.

    Bildschirmzeit bei Apple-Geräten – Was ist das?

    Bildschirmzeit gibt es auf dem iPhone, iPad und MacBook. Damit kann man sich anzeigen lassen, wie viel Zeit man täglich mit welchen Apps verbringt. Bestimmte Apps können für einen gewissen Zeitraum oder nach Ablauf einer vorher festgelegten Zeit gesperrt werden. Außerdem ist es möglich, bestimmte Inhalte (z. B. altersbeschränkte Filme oder Spiele) zu blockieren. Mit Hilfe der Familienfreigabe – einer weiteren Funktion bei Apple – lassen sich die entsprechenden Einstellungen auch auf anderen Geräten vornehmen.

     Sie richten die Bildschirmzeit entweder direkt auf Ihrem eigenen Gerät oder dem ihres Kindes ein. Alternativ können Sie über Ihr Gerät in der Familienfreigabe die Bildschirmzeit für jedes Familienmitglied individuell einstellen.  Sie können die Bildschirmzeit auch für mehrere Geräte Ihres Haushalts einstellen, indem Sie auf “Geräteübergreifend teilen” tippen. Damit können Sie Ihre festgelegten Einstellungen auch auf das iPad und andere Apple-Geräten übertragen.

    Auf den Support-Seiten von Apple gibt es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einrichtung der Bildschirmzeit.

    Digital Wellbeing bei Android-Geräten

    Bei Android-Geräten ist ab Android 9 Digital Wellbeing als Funktion in den Einstellungen integriert. Hier sehen Sie auf einen Blick, wie häufig das Smartphone und die einzelnen Apps verwendet wurden. Android bietet gleich drei Möglichkeiten zur Regulierung der Medienzeit:

    • Mit dem App-Timer können Verwendungszeiten für einzelne Apps festgelegt werden. Ist der Timer abgelaufen, wird die App für den Rest des Tages pausiert.
    • Der Konzentrationsmodus hilft Ihnen dabei, Ablenkungen auf dem Smartphone zu umgehen und fokussiert zu bleiben. Zuvor selbst ausgewählte Apps werden währenddessen komplett deaktiviert.
    • Der Ruhemodus soll dabei helfen, den Schlafrhythmus zu verbessern. Legen Sie hier die Wochentage sowie die entsprechenden Ruhezeiten individuell fest.

    Android bietet eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einstellung Digital Wellbeing.

    Worauf sollten Eltern achten?

    Bildschirmzeit bietet darüber hinaus die Möglichkeit einer sogenannten Kindersicherung auf Apple-Geräten. Damit können Sie die Handynutzung Ihres Kindes regulieren und bspw. Einkäufe im App Store oder Inhalte mit bestimmten Altersfreigaben verhindern. Eine genaue Anleitung zur Kindersicherung bietet der Apple-Support.

    Die Funktionen zum Kinderschutz sind bei Android-Geräten nicht direkt im Betriebssystem integriert. Über die kostenfreie Google-App Family Link, können Sie die Mediennutzung ihrer Kinder dennoch im Auge behalten. Genauere Informationen finden Sie auf dieser Hilfeseite von Google.

    Sie sollten grundsätzlich bedenken, dass Ihr Kind sich durch die Regulierung seiner Mediennutzung von Ihnen kontrolliert fühlen könnte. Sprechen Sie deshalb offen mit Ihrem Kind über die Einstellungsmöglichkeiten und überlegen Sie gemeinsam, welche sinnvoll sind. Da Ihr Kind mit der Zeit immer selbstständiger wird, sollten die Einstellungen regelmäßig überdacht werden. Je älter Ihr Kind ist, desto mehr weiß es natürlich auch, wie bestimmte Einstellungen zu umgehen sind. Wenn Sie Ihrem Kind Vertrauen entgegenbringen, gibt es dazu in der Regel aber keinen Grund. Überlegen Sie auch gemeinsam, wie sie die Medienzeit und medienfreie Zeit in der Familie gestalten wollen.

    Gaming 2022 – Was ist los bei Fortnite?

    Fortnite gehört seit seiner Veröffentlichung 2017 zu den beliebtesten Onlinespielen unter Kindern und Jugendlichen. Das Spiel ist ab 12 Jahren freigegeben, wird aber häufig schon von weitaus jüngeren Spielerinnen und Spielern genutzt.

    Kurz gefasst:

    • Videospiel von EPIC Games
    • Mindestalter laut Anbieter und nach USK: 12 Jahre
    • kostenlose App für Android, für iOS seit 2022 über GeForce Now
    • kostenpflichtige Spielversion für Computer und Konsolen
    • enthält In-App-Käufe

    Was ist Fortnite?

    Fortnite ist ein sogenanntes Battle-Royale-Spiel, in dem gegeneinander gekämpft wird. Es gibt aktuell drei Spielvarianten: Im kostenpflichtigen Modus „Save The World“ muss man mit anderen Spielern eine Festung aufbauen, um die letzten menschlichen Überlebenden vor Zombies zu schützen. Weitaus bekannter und beliebter ist die kostenlose Variante „Fortnite Battle Royale“, in der es darum geht, alle Mitspieler zu töten, um selbst zu überleben. Es gibt auch einen Kreativmodus, der in unserem Beitrag Kreativ mit Fortnite und Minecraft vorgestellt wird.

    Was ist neu?

    Das Spiel gab es bis zum Sommer 2020 kostenlos als App für alle mobilen Geräte. Apple hatte in diesem Jahr aufgrund eines Rechtsstreits den Spiele-Hit aus seinem App Store verbannt. Über den Streamingdienst GeForce Now kann Fortnite seit Januar 2022 wieder auf Apple-Geräte heruntergeladen werden. Dort gibt es aktuell zwei kostenlose Abos, bei denen entweder eine oder sechs Stunden am Stück gespielt werden kann. Wer länger zocken möchte, muss zu einem Premium-Abo wechseln. Kostenpunkt: 49,99 € für 6 Monate.

    Seit Ende März 2022 wurde zur Veröffentlichung der zweiten Season der No Build Modus (zu Deutsch: Null-Bau-Modus) eingeführt. Weil der neue Modus den Bau von Schutzmauern verhindert, müssen Spielende neue Taktiken ausknobeln. Die Änderung gefällt den meisten Fans, da das lästige Bauen entfällt. Deswegen sind viele bekannte Twitch-Streamer wieder zum Spiel zurückgekehrt. Trotzdem verändert der neue Modus nicht den Original-Charakter des Games, sondern bietet lediglich einen zusätzlichen Spielspaß.

    Was fasziniert Kinder und Jugendliche an diesem Angebot?

    Selten hat ein Spiel einen so großen Hype ausgelöst. Sicherlich auch, weil Teile des Spiels kostenlos und über verschiedene Plattformen spielbar sind. Zudem ist es leicht, ohne Vorkenntnisse in das Spiel einzusteigen.

    Der Spielverlauf ist sehr spannend und sorgt für reichlich Adrenalin. So müssen Spielende ständig auf der Hut sein, sich schnell vor Angreifenden verstecken und gute Strategien entwickeln, um zu überleben. Das Rundenprinzip bietet den Anreiz, es in der nächsten Runde besser zu machen als in der vorherigen. Witzige Details wie die weltweit bekannten Freuden- und Siegestänze der Spielfiguren erweitern den Spielspaß.

    Was ist problematisch an dem Angebot?

    Wegen der Altersfreigabe ab 12 Jahren ist Fortnite stark in der Kritik. Waffengewalt ist die einzige, aber notwendige Handlungsoption, um das Spiel zu gewinnen. Fortnite enthält zwar keine detaillierten Gewaltdarstellungen, es fließt kein Blut, es gibt keine Leichen zu sehen und auch die Cartoon-Optik verharmlost das gewaltsame Spielgeschehen. Das Ziel ist es dennoch, sich gegenseitig umzubringen. Besonders Kinder könnten das Bewusstsein dafür sehr schnell verlieren.

    Fortnite ist sehr nervenaufreibend, da man seine Umgebung ständig nach Bedrohungen abscannen muss. Dieser Druck kann bei Kindern Stress und Überforderung auslösen. Bei den Spielrunden werden viele Spielfiguren schnell eliminiert. Dadurch kann schon in kurzer Zeit Frust entstehen, wenn es den eigenen Avatar trifft.

    Um Fortnite spielen zu können, muss man einen Account bei EPIC Games anlegen. Dafür ist die Angabe einer E-Mail-Adresse oder die eines bereits existierenden Kontos, wie zum Beispiel Apple, Google, Facebook, Nintendo, Playstation oder Xbox notwendig.

    Das Spiel ermöglicht den Kauf von virtueller Währung, sogenannten V-Bucks. Damit können virtuelle Gegenstände wie Outfits, Siegestänze oder auch ein Zugang zu wöchentlichen Herausforderungen mit echtem Geld gekauft werden. Diese Gegenstände und Funktionen sind für das Spiel zwar nicht notwendig, aber gerade für Kinder und Jugendliche spannend. In den letzten Jahren ist die Zusammenarbeit mit bekannten Franchisefirmen wie Marvel oder Star Wars enorm ausgebaut worden, was die freiwilligen In-App-Käufe ankurbeln soll. Derzeit sind allein 46 Marvel-Skins verfügbar und das kann bei einem Preis zwischen 10 und 20 € pro Spielfigur richtig teuer werden.

    Was sollten Eltern beachten?

    Kinder unter 12 Jahren sollten das Spiel auf keinen Fall spielen. Wenn Ihr Kind älter ist und den Wunsch hat Fortnite zu spielen, sehen Sie sich das Spiel selbst vorher an und sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, warum es Fortnite interessant findet. Spielen Sie gemeinsam und lassen Sie sich von Ihrem Kind erklären, worum es geht und vereinbaren Sie gemeinsame Regeln.

    Versuchen Sie auch Ihrem Kind bewusst zu machen, dass es in Fortnite um Gewalt geht und diese nicht unterschätzt werden darf. Das heißt aber nicht, dass Computerspiele unbedingt gewalttätig machen.

    Seien Sie als Ansprechperson da, wenn Ihr Kind auf unangemessene Inhalte oder unangenehme Mitspielendestößt. Spielende, die sich unangebracht verhalten, können über das Spielmenü gemeldet werden. Zudem verfügt Fortnite über eine Kindersicherung, die Sie für oder gemeinsam mit Ihrem Kind einrichten können.

    Nintendo-Spielestudio – eigene Spiele kinderleicht erschaffen und gestalten

    Das Nintendospiel Spielestudio bietet Kindern und Jugendlichen eine große Bandbreite an Möglichkeiten, eigene Spiele zu programmieren und auszuprobieren. Man kann ein schnelles Rennspiel, ein 3D-Jump-’n‘-Run oder verschiedene Actionspiele erstellen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

    Kurz gefasst:

    • Konsolenspiel für Nintendo Switch 
    • Kosten: ca. 29,99 Euro
    • Ab 6 Jahren freigegeben (USK), empfehlenswert ab ca. 8 Jahren
    • Spielerische Einführung in die Welt des Programmierens

    Was kann man mit dem Spielestudio machen?

    Zu Beginn des Spieles wird man spielerisch in die Grundlagen des Programmierens eingeführt. Alice und Bob, zwei Avatare in dem Spiel, begleiten das Entdecken. Außerdem erklären sie Schritt für Schritt die unterschiedlichen Funktionen in einzelnen Lektionen. So werden am Anfang spielerisch alle Zu Beginn des Spieles wird man spielerisch in die Grundlagen des Programmierens eingeführt. Alice und Bob, zwei Avatare in dem Spiel, begleiten das Entdecken. Außerdem erklären sie Schritt für Schritt die unterschiedlichen Funktionen in einzelnen Lektionen. So werden am Anfang spielerisch alle Möglichkeiten aufgezeigt, die das Spiel zu bieten hat. Neben Bob und Alice gibt es noch „die Knotixe“. Das sind verschiedene Figuren, welche die Spielcharaktere mit einem Knopfdruck zum Springen bringen, Musik spielen oder Gegenstände für eine Spiellandschaft erstellen können. Für alles gibt es einen passenden Knotix. Verwendet man die verschiedenen Knotixe zusammen und verbindet ihre verschiedenen Fähigkeiten, kann man komplexe Spielwelten erstellen und Aufgaben bestehen. Eine weitere Funktion, die das Spiel bietet, ist das freie Programmieren. In diesem Modus können die eigenen Spielversion verwirklicht werden. Dabei können eigene Spielkreationen entstehen und nach der Fertigstellung gespielt werden.

    Was fasziniert Kinder und Jugendliche an Spielestudio?

    Spielestudio bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, kreativ zu arbeiten, zu spielen und dabei zu lernen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.  Die Vielfalt des Spiels macht es möglich, die unterschiedlichsten Spielwelten zu erstellen. Die Kinder und Jugendlichen können ihre Interessen in das Spiel mit einfließen lassen.  Mit Hilfe verschiedener Funktionen können sie die Spiele mit Zeichnungen und Musik ausstatten. Es besteht sogar die Möglichkeit, mehrere Levels miteinander zu verknüpfen, wodurch große Spielwelten entstehen, wie man es zum Beispiel aus Super Mario kennt. Es ist auch möglich, erstellte Spiele gemeinsam mit Freunden über die Onlinefunktion auszutauschen. So kann man die Spiele von Freunden durchspielen oder erweitern und verändern.

    Was ist problematisch?

    Das Spielestudio ist von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) schon für Kinder ab 6 Jahren freigegeben. Das Spiel ist jedoch vom Anspruch eher für etwas ältere Kinder geeignet. Während der Lektionen erscheint viel Text, den man lesen muss, um die Aufgaben zu verstehen. Gerade für jüngere Kinder könnte das schwierig sein. Zudem könnten die vielen Möglichkeiten und Funktionen jüngere Kinder überfordern. Aus diesen Gründen ist das Spiel für Kinder ab ca. 8 Jahren empfehlenswert. 

    Was sollten Eltern beachten?

    Kann ihr Kind vielleicht noch nicht so gut lesen, dann spielen Sie das Spiel am besten zusammen. Das Spiel ist für die ganze Familie geeignet und kann auch für Erwachsene spannend sein. Erkunden Sie gemeinsam die Funktionen, um zu sehen, wie sich Ihr Kind in dem Spiel zurechtfindet und wo es vielleicht Hilfe braucht.  Fragen Sie Ihr Kind, was es an dem Spiel mag und wofür es sich begeistert. Mit einer Nintendo Switch Online-Mitgliedschaft können Freunde und Angehörige erstellte Spiele finden und selbst spielen. Es ist bei Spielestudio jedoch nicht möglich zu interagieren. Spieler können sich nur die erstellten Spiele herunterladen und selbst spielen. Aufgrund der Nintendo-Switch Altersbeschränkungen ist es Ihnen als Elternteil möglich, die Inhalte zu verwalten und einzusehen.

    Steam – Die Spieleplattform

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    https://www.youtube.com/watch?v=eRObmWWsGq8_%_

    Kurz gefasst:

    • internationale Plattform und soziales Netzwerk für Onlinespiele, Softwareprodukte und Filme
    • über den PC oder als App nutzbar
    • freigegeben ab 13 Jahren
    • Zugang zu nicht-kindgerechten Inhalten möglich und Kommunikationsrisiken

    Was ist Steam?

    Steam ist das größte internationale Portal für Onlinespiele, Softwareprodukte und Filme. Auf der Plattform kann man Spiele spielen und kaufen. Gamer können mit anderen weltweit in Kontakt treten und gemeinsam spielen. Dafür muss man Steam installieren und sich kostenlos anmelden. Das geht mit PC, Mac und Linux. Steam ist außerdem als App erhältlich. Die Webseite dient als Forum zum Austausch über Gaming und zum Teilen von Fan-Inhalten wie Bildern und Videos. Spieler können zudem direkt innerhalb der Spiele miteinander chatten. Im Shop kann man Spiele kaufen, aber auch innerhalb der Spiele gibt es Kaufmöglichkeiten.

    Was fasziniert Jugendliche besonders an dem Angebot?

    Sie finden hier unzählige Spiele, die kostenfrei oder kostenpflichtig sein können. Die Plattform bietet eine große Vielfalt an Spielen und Genres. Jugendlichen macht es besonders Spaß, mit anderen Spielern gemeinsam im Team zu spielen. Außerdem gefällt es ihnen, sich mit anderen über ihre Lieblingsspiele auszutauschen.

    Was ist problematisch an dem Angebot?

    Durch die große Vielfalt auf der Plattform gibt es auch Spiele, die nicht für Kinder geeignet sind oder sogar problematisch sein können. Bei manchen Spielen wird das Alter vorab abgefragt, es wird jedoch nicht überprüft. In der Community finden sich Spieler und Inhalte aus der ganzen Welt, Jugendliche können also leicht mit Fremden in Kontakt kommen. Dabei können vor allem sogenannte Trolle ein Risiko sein, weil sie andere gezielt provozieren, beleidigen und Falschmeldungen verbreiten. Auch die Beiträge, Bilder oder Videos im Forum oder Chat können unter Umständen nicht für Kinder geeignet sein.

    Was meint der Anbieter?

    Laut Anbieter können Kinder die Plattform ab 13 Jahren nutzen. Es findet jedoch keine Überprüfung des Alters statt. Spam, Werbung und problematische Inhalte können gemeldet werden. Für Familien wird eine Familienansicht angeboten, in der Eltern genaue Einstellungen und Einschränkungen vornehmen können. Kürzlich gab es eine Änderung zugunsten der Privatsphäre der Nutzenden: Standardmäßig sehen nur die Online-Freunde, welche Spiele man besitzt, wie lange man spielt und welche Spiele auf der Kaufwunschliste stehen. Vorher waren die Daten vieler Nutzenden öffentlich abrufbar, weil nur wenige ihr Profil selbst auf privat gestellt hatten.

    Was sollten Eltern beachten?

    Aufgrund der Vielzahl an Spielen und Social-Media-Inhalten ist die Nutzung erst für ältere Jugendliche zu empfehlen. Wenn schon Jüngere Steam nutzen möchten, sollte das gut begleitet und gemeinsame Regeln vereinbart werden. Eltern empfehlen wir die Nutzung der Familienansicht. Diese wird mit einer PIN gesichert. In einer Bibliothek lassen sich einzelne Spiele für die Kinder festlegen und freigeben. Auch weitere Features wie die Community oder der Shop müssen bewusst von den Eltern erlaubt werden. Der Spieleratgeber erklärt in diesem Tutorial, wie Sie dabei vorgehen sollten.

    Leseförderung mit Antolin

    Antolin ist ein Onlineportal zur Leseförderung von Klasse 1 bis 10. antolin.de (antolin.westmann.de) verbindet das Lernen in der Schule mit dem Lesen am Nachmittag. Antolin wendet sich in erster Linie an Schulen, pädagogische Einrichtungen und an Büchereien. 

    Kurz gefasst: 

    • antolin.de ist per Browser oder als App, zum einmaligen Kauf für 2,99 € 
    • Quizfragen zu Klassikern der Kinder- und Jugendliteratur und wichtigen Neuerscheinungen 
    • Bücherquiz unter anderem auf Englisch, Französisch, Polnisch, Slowenisch, Spanisch und Türkisch 
    • Antolin Spezial: Artikel über berühmte Persönlichkeiten 

    Was ist Antolin? 

    Antolin stellt Quizfragen zu mehr als 116.000 Kinder- und Jugendbüchern. Es ist eine Art Bibliothek für Quizfragen. Kinder und Jugendliche melden sich über ihre Schule an, wählen auf Antolin einen Buchtitel und lösen nach dem Lesen dazu ein Quiz und verdienen sich Punkte. Antolin liefert auch Tipps und Tricks für ein besseres und schnelleres Lesen. Zudem bietet das Portal Aktionen wie eine Lesenacht, Sponsorenlesen und Lesewettbewerbe an. Nur Lehrkräfte, Schulen und Büchereien können Antolin-Lizenzen erwerben und Anmeldedaten für Kinder und Jugendliche weitergeben. 

    Es gibt zwei Apps von Antolin, die die Lesefähigkeit von Kindern durch Lese-, Rate- und Suchspiele fördern sollen. Die Quiz zu Büchern sind in den Apps jedoch nicht enthalten. Die Antolin-App für die 1. und 2. Klasse und für die 3. und 4. Klasse gibt es im Google Play Store und im Apple Store. Die Apps kosten jeweils 2,99 €. 

    Wie funktioniert Antolin?

    Kinder und Jugendliche bekommen einen Benutzernamen und ein Kennwort gestellt. Danach besorgen sie sich Bücher aus der Bücherei, aus einer Lesekiste oder aus dem Regal zu Hause. Lesen können sie überall. Zu Hause, in der Bahn oder in der Schule. Nach dem Beenden des Buches oder eines Kapitels können Kinder und Jugendliche auf einem Tablet, Smartphone oder PC zu Antolin gehen, ihren Buchtitel eingeben und ein Quiz dazu starten. Antolin fragt verschiedene Fragen: Wie kam es zu …? Wem folgten sie …? Warum ist … passiert? Die Kinder und Jugendlichen tippen eine Antwort an und am Ende bekommen sie Punkte für das Beenden eines Quiz.

    Was fasziniert Kinder und Jugendliche an Antolin?

    Antolin zeigt, Kindern und Jugendlichen was sie gelesen haben, wie viele Bücher sie gelesen haben und ob sie sie gut verstanden haben. Das sind willkommene Anlässe, sich mit den Kindern zu freuen. Dafür, dass sie sich angestrengt und etwas geleistet haben, dass sie in dem allgemeinen Schul- und Tagesstress ein Buch zu Ende gelesen haben. Immer wieder kommt es vor, dass Kinder plötzlich viel mehr lesen, als man ihnen zugetraut hätte. Ein Kind, was sonst nicht viel liest, hat über die Ferien eine ganze Bücherreihe verschlungen. 

    Was sollten Eltern beachten?

    Antolin bietet Lehrkräften und Eltern aussagekräftige Informationen zum Textverständnis und zur Leseleistung ihrer Kinder. Sie können Fortschritte sehen, wie viel die Kinder gelesen haben, und ihnen über eine Postbox individuelles Lob senden. Auch können Eltern und Lehrkräfte Urkunden und Orden verleihen.  

    Spielbar – Infos rund um beliebte Videospiele 

    Kinder und Jugendliche sind von Videospielen und Gaming begeistert. Da stellt sich oft die Frage, wie geeignet sind die verschiedenen digitalen Spiele. Auf spielbar.de werden ausgewählte Spiele (z. B. für Xbox, PC, Playstation oder Nintendo Switch) mit pädagogischem Blick begutachtet und rezensiert. 

    Kurz gefasst: 

    • Beurteilungen von Videospielen für ältere Kinder (ab ca. 10 Jahre) und Jugendliche 
    • Basisinformationen und pädagogische Einschätzungen 
    • Elternratgeber zur Orientierung im Alltag 
    • kostenlos über den Browser nutzbar 
    • mit öffentlichen Mitteln finanziertes Angebot und deshalb unabhängig von der Spieleindustrie 

    Wie ist Spielbar aufgebaut? 

    Auf der Plattform gibt es eine vielfältige Auswahl an Spielbewertungen. Es werden Computerspiele bewertet, die bei Kindern und Jugendlichen gut ankommen und besonders beliebt sind. Auch Spiele mit Lerneffekt lassen sich in der Datenbank finden. 
    Die Rezensionen beinhalten eine allgemeine und objektive Beschreibung des Spieles mit Informationen zur Story, zum Spielablauf und zum Spielziel. Zusätzlich gibt es eine persönliche und pädagogischen Einschätzung des Spiels, die beschreibt, welche Lernziele das Spiel verfolgt und welche Risiken es geben könnte. Dazu gehört beispielsweise das Aufklären über die Gewaltinhalte der digitalen Spiele.   
    Auf der Onlineplattform findet sich neben den Spielbewertungen auch einen Ratgeber für Eltern. Dort werden Fragen rund um die alltägliche Nutzung von Medien und Videospielen beantwortet, beispielsweise:  

    • Was sollte bei der Auswahl von Videospielen beachtet werden?  
    • Wie können Sie mit Ihrem Kindern Spielzeiten vereinbaren? 
    • Ab wann sind gewisse Spielangewohnheiten bedenklich? 

    Zusätzlich verfügt die Internetseite über ein Glossar, in dem die verschiedensten Gaming-Begriffe erklärt werden. 

    Ist Spielbar auch etwas für Kinder und Jugendliche? 

    Die Website ist auch für Jugendliche und Kinder interessant, weil sie darüber Informationen zu Spielen bekommen. Außerdem können sie sehen, welche Spiele für ihr Alter geeignet sind. 

    Was sollten Eltern beachten? 

    Über die Spielebeurteilungen auf der Website erfahren Eltern ab welchem Alter ihr Kind von den Lernchancen der Spiele profitieren kann. Die Einschätzungen sind nicht mit der Altersfreigabe von der USK zu vergleichen. Die USK beachtet oftmals das Gefährdungspotenzial und bezieht sich darauf, wie viel Gewalt in den Spielen gezeigt wird. So kann es sein, dass ein Spiel, was von der USK für Kinder ab 6 von Spielbar aber erst für Kinder ab 12 Jahren empfohlen wird. Das liegt u. a. daran, dass Sechsjährige das Spiel inhaltlich noch nicht verstehen können.  

    Wichtig ist, dass Sie sich bei der Wahl von Videospielen nicht blind auf Empfehlungen und USK-Einordnungen verlassen. Jedes Kind entwickelt sich individuell und verarbeitet Eindrücke anders. Nutzen Sie unterschiedliche Spielebeurteilungen, fragen Sie andere Eltern nach Erfahrungen und probieren Sie das Spiel wenn möglich selbst aus. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Computerspiele, die es spielt oder gern spielen würde. Verbieten Sie digitale Spiele nicht grundsätzlich, aber erklären Sie Ihre Bedenken, damit Ihr Kind versteht, wenn es ein Spiel nicht spielen darf. Fragen Sie nach, warum sich Ihr Kind für bestimmte Videospiele interessiert, lassen Sie sich diese erklären und vielleicht sogar zeigen. 

    Skins – individuelle Spielfiguren in Games

    Neue Klamotten, Tanzbewegungen oder ein neuer Avatar? All das gehört zur virtuellen Ausstattung in einem Computerspiel. Um die eigene Spielfigur besonders zu machen, können Spielende verschiedene Dinge in In-Game-Shops erwerben.

    Was sind Skins?

    Mit Skin, dem englischen Wort für Haut, wird in Videospielen das benutzerdefinierte Aussehen von Spielcharakteren durch bestimmte Gegenstände verstanden. Skins führen nicht dazu, dass Spielfiguren stärker oder besser werden. Wie im echten Leben bedeuten neue Klamotten nur eine optische Veränderung. Skins werden durch das Weiterkommen im Spiel freigeschaltet oder können mit Spiel- oder Echtgeld gekauft werden. Sie funktionieren also wie In-App-Käufe bei anderen Apps. Skins gibt es häufig in Free-to-play-Spielen. Die Anbieter locken mit kostenlosen Spielen, aber möchten über In-App-Käufe Geld verdienen.

    Was Kinder und Jugendliche daran fasziniert

    Bei beliebten Spielen, wie z. B. Minecraft, Roblox oder Fortnite, haben viele Spielende besondere Skins und es wird leicht gemacht, diese zu erwerben. Wenn Ihr Kind ein Spiel schon länger spielt, möchte vielleicht seinen Spielcharakter besser aussehen lassen, um sich von anderen Avataren zu unterscheiden. Das ist hauptsächlich in Games, die gemeinsam mit anderen gespielt werden, attraktiv für Jugendliche. So wie sie auf dem Schulhof gern die neuen Sneakers oder das neue T-Shirt präsentieren, können sie es auch im Computerspiel tun. So bekommen sie Aufmerksamkeit und Anerkennung. Ihr Kind möchte sich mit seiner Spielfigur von anderen unterscheiden.

    Es gibt Spielende, die Skins sammeln. Sie sehen schön aus, manche Skins sind nur für eine bestimmte Zeit zu haben und werden so zu begehrten Sammlerstücken. In verschiedenen Spielen können Skins gekauft werden, die anderen beliebten Medienhelden ähneln. Sobald ein neuer Kinofilm startet, gibt es neue Skins der Figuren.

    Was Eltern beachten sollten

    Wie bei Kleidung auf dem Schulhof kann es auch im Computerspiel sein, dass manche Jugendliche unter Druck stehen, Skins zu kaufen. Denn wenn mit einem „No-Skin“, also einer Figur-Grundausstattung, gespielt wird, werden manche Gamer beleidigt, weil sie sich offenbar „keine Skins leisten können“. In der Pubertät sind Jugendliche sehr sensibel und abhängig von der Meinung Gleichaltriger. Umso wichtiger ist es, dass Sie mit Ihrem Kind über alle Aspekte von Computerspielen sprechen. Dazu zählen die Kommunikation mit anderen, Inhalte in den Spielen und auch In-Game-Käufe.

    Erklären Sie Ihrem Kind, welche Interessen der Anbieter hat und vereinbaren Sie Regeln zum Umgang damit. Vielleicht können Sie sich auf einen bestimmten Betrag des Taschengelds einigen, der für Skins und ähnliche Dinge ausgegeben werden darf. Ihr Kind sollte sich genau überlegen, wie wichtig eine bestimmte Ausstattung ist, bevor es diese kauft. Achten Sie darauf, dass Ihre Kreditkarte oder Ihr Bankkonto nicht automatisch belastet wird, falls Ihr Kind aus Versehen einen Kauf tätigt.

    Manche Skins sind teurer als andere. Das kommt daher, dass manche seltener sind als andere. Die Seltenheit bestimmter Skins kann dazu führen, dass Skins auch von Dritten weiterverkauft werden und Wetten und Glücksspiel mit diesen stattfinden. Das ist in den meisten Fällen illegal und Sie sollten darauf achten, dass ihr Kind nur im In-Game-Shop einkauft.

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