Das Smartphone liegt griffbereit, die Konsole läuft heiß, Videos oder Spiele hören nicht auf – viele Eltern wünschen sich mehr Offline-Zeit für ihr Kind. Dabei geht es nicht um Verbote oder darum, Medien schlechtzumachen. Digitale Medien gehören heute selbstverständlich zum Aufwachsen dazu. Entscheidend ist eine gute Balance zwischen Online- und Offline-Zeit im Alltag.
Kinder und Jugendliche brauchen regelmäßige Pausen ohne Bildschirm. Offline-Zeiten ermöglichen Bewegung, kreatives Spielen, Entspannung und echte Begegnungen mit anderen. Das stärkt Fantasie, Konzentration und Selbstständigkeit und hilft, Stress abzubauen, auch wenn Kinder das selbst nicht immer so wahrnehmen.
Je älter Kinder werden, desto wichtiger wird Mediennutzung für Freundschaften und Zugehörigkeit. Gerade bei Jugendlichen spielt die Sorge, etwas zu verpassen, eine große Rolle. Für manche sind Medien sogar der wichtigste Weg, um mit Freund*innen oder einer Community in Kontakt zu bleiben, etwa wenn Gleichgesinnte nicht in der direkten Umgebung leben. Abschalten fällt dann oft schwer, weil Chats, Spiele oder Videos sozial wichtig sind. Hier hilft ein offenes Gespräch über Alternativen.
Sind Medien jederzeit verfügbar, hören viele nicht selbstständig auf. Deshalb brauchen Kinder Orientierung und Begleitung, z. B. durch feste Offline-Zeiten oder medienfreie Orte wie den Esstisch und vor dem Schlafengehen. Wichtig ist dabei, Medienzeiten nicht als Belohnung oder Strafe einzusetzen, da dies ihre Bedeutung zusätzlich aufwerten kann.
Strikte Verbote führen häufig zu Streit oder heimlicher Nutzung. Wirksamer ist es, Kinder einzubeziehen und gemeinsam Lösungen zu finden.
Offline-Zeit gelingt besser, wenn sie sich gut anfühlt:
Technische Einstellungen können unterstützen, ohne zu kontrollieren. Richten Sie Bildschirmzeit-Limits oder Pausen-Timer (z. B. in YouTube Kids) gemeinsam ein. So wird der Übergang zu Offline spielerisch und transparent.
Kinder beobachten genau, wie Erwachsene mit Medien umgehen. Legen Sie das Smartphone bewusst weg und teilen Sie es: „Ich mache jetzt Handy-Pause!“ Gemeinsame Regeln wie „handyfrei beim Essen“ gelten für alle und überzeugen am besten.
Reizbarkeit oder Frust beim Abschalten sind normal. Nehmen Sie Gefühle ernst: „Was fehlt dir gerade?“ oder „Was ist ohne Bildschirm schwierig?“. Bei anhaltenden Konflikten oder wenn Hobbys verblassen, schauen Sie genauer hin und holen Unterstützung (z. B. Beratung).
Battlefield 6 ist ein Ego-Shooter, bei dem Spieler*innen aus der Ich-Perspektive in großen Online-Gefechten kämpfen. Militärische Waffen, Fahrzeuge und realistische Kriegsszenarien stehen im Mittelpunkt. Das Spiel ist actionreich und gewalthaltig – und richtet sich deshalb an ältere Jugendliche.
Das Spiel ist der neueste Teil der bekannten Battlefield-Reihe und setzt sie mit aktueller Technik und vertrautem Spielprinzip fort. Es gehört wie Call of Duty oder Counter-Strike zu den großen Ego-Shootern. In der Einzelspieler-Kampagne erleben Spieler*innen eine Kriegsgeschichte im Jahr 2027 und kämpfen als Eliteeinheit gegen eine private Militärorganisation.
Im Mehrspieler-Modus stehen große Online-Teamgefechte im Mittelpunkt, bei denen taktisches Zusammenspiel wichtig ist. Außerdem kehrt mit Battlefield Portal ein kreatives Community-Tool zurück, mit dem Spieler*innen eigene Spielmodi und Erlebnisse gestalten und miteinander teilen können.
Battlefield 6 richtet sich an Spieler*innen, die taktische Shooter und Teamplay mögen. Das Spiel bietet große Spielkarten, viel Action, Fahrzeuge und Explosionen – das wirkt aufregend und sorgt für Spannung. Die Mischung aus Kämpfen, Teamarbeit und Planung macht den Reiz aus und hält viele Jugendliche lange im Spiel.
Gleichzeitig ist das Spiel ein sozialer Treffpunkt: Jugendliche spielen online mit Freund*innen oder lernen neue Leute kennen. Im Team zu spielen und gemeinsame Ziele zu verfolgen, vermittelt Gemeinschaftsgefühl. Ranglisten, Fortschritte und Belohnungen motivieren zusätzlich: Jugendliche können sich stetig verbessern, Herausforderungen meistern und ihren Fortschritt zeigen.
Battlefield 6 wird aus der Ich-Perspektive gespielt, Spieler*innen sehen die Spielwelt direkt durch die Augen ihrer Spielfigur – inklusive der Waffe. Krieg und Gewalt stehen deutlich im Mittelpunkt, weshalb das Spiel eine USK-18-Kennzeichnung wegen drastischer Gewaltdarstellungen erhalten hat. Im Einzelspieler-Modus wird Gewalt sichtbar als Teil der Kriegsgeschichte inszeniert, im Mehrspieler-Modus gehört sie vor allem zur Spielmechanik und Taktik (z. B. Gefechte, Explosionen, Fahrzeugkämpfe). Hier dient Gewalt weniger einer Erzählung, sondern dem Wettbewerb zwischen Teams. Eine ethische Bewertung von Krieg oder Gewalt findet im Spiel nicht statt.
Auch In-Game-Käufe spielen in Battlefield 6 eine große Rolle. Werbung für zusätzliche Käufe oder kosmetische Inhalte werden den Spieler*innen häufig angezeigt, was Druck erzeugen kann, echtes Geld auszugeben.
Vor allem in dem Multiplayer-Modi ist eine In-Game-Kommunikation unerlässlich, um mit anderen Spieler*innen zu chatten oder zu sprechen. Das fördert eine erfolgreiche Zusammenarbeit – kann aber mitunter zu Kommunikationsrisiken wie Cybermobbing, Hate Speech und Cybergrooming führen.
Der Anbieter Electronic Arts (EA) legt mit seinen Nutzungsbedingungen unter anderem folgende Regeln fest:
Die detaillierten Nutzungsbedingungen, die Datenschutzrichtlinien und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) für Battlefield 6 sind auf der EA-Website verfügbar.
Achten Sie als Eltern auf die USK-Altersfreigabe ab 18 Jahren und sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, warum diese Einstufung wichtig ist. Das Spiel zeigt Kriegsschauplätze und Kämpfe sehr realistisch mit visuellen Effekten wie Blut, Wunden, Explosionen und Gefechten. Die Gewalt ist explizit sichtbar, nicht abstrahiert oder stark stilisiert – und das ist ein zentraler Grund für diese Altersfreigabe. Darüber hinaus steht Krieg im Mittelpunkt des gesamten Spiels. Spieler*innen steuern Soldat*innen, nutzen echte Waffen und kommen in Konfliktsituationen, in denen Spielfiguren getötet werden. Durch die hohe Immersivität (also das starke Gefühl, mitten im Spielgeschehen zu sein) werden Spieler*innen sehr intensiv eingebunden, was eine gewisse Reife voraussetzt. Aktivieren Sie die Jugendschutzeinstellungen auf den Geräten Ihres Kindes. Damit verhindern Sie, dass Ihr Kind das Spiel unbeaufsichtigt herunterladen kann.
Sollte Ihr Kind das Spiel spielen, weil es bereits volljährig ist oder Sie es als ausreichend reif einschätzen, begleiten Sie es dabei:
Aus Bausteinen eigene Welten bauen, in fantasievolle Rollen schlüpfen und spannende Missionen erfüllen – die Onlinespiele-Plattform Robloxerfreut sich bei Jugendlichen großer Beliebtheit. Roblox verbindet Elemente aus Spiel, Social Media und kreativem Gestalten. Da sowohl Chatfunktionen als auch problematische Inhalte enthalten sind und manche mit ihren Spielen Geld verdienen, gilt seit Januar 2025 eine Altersfreigabe ab 16 Jahren.
Roblox ist eine Online-Spieleplattform und ein Spiel-Entwicklungssystem, das es Nutzer*innen ermöglicht, eigene Spiele zu erstellen und die Spiele anderer zu spielen. Die beiden Wörter Robots (dt.: Roboter) und Blocks (dt.: Blöcke) ergeben zusammen den Namen der Spieleplattform Roblox. Hier lassen sich virtuelle Welten im Lego-Stil erschaffen und spielen, was vor allem Jugendliche begeistert. Roblox ist eine Mischung aus Spielewelt und sozialem Netzwerk und erinnert an Minecraft.
Roblox ist auf vielen verschiedenen Geräten sowie als App verfügbar. Auch das Spiel mit einem Virtual-Reality-Headset wird unterstützt. Diese plattformübergreifende Verfügbarkeit sorgt dafür, dass Spieler*innen auf verschiedenen Geräten unkompliziert miteinander spielen können.
Nach der Registrierung auf roblox.com erhalten die Spieler*innen eine vorgefertigte Spielfigur (sog. Avatar), die sie nach Belieben anpassen können. Standardkleidung oder andere kosmetische Eigenschaften, wie z.B. eine erste Frisur, sind kostenlos. Einige Extra-Accessoires kosten Geld in Form der eigenen Währung Robux. Funktionen wie das Erstellen von Spielen sowie das Spielen selbst sind kostenfrei verfügbar.
Viele Jugendliche lieben das Spiel, weil sie ganz einfach selbst Spiele entwickeln können. Registrierte Nutzer*innen können mit dem Bau-Tool “Roblox-Studio” ihre eigenen Spiele erstellen und sie mit anderen teilen. Es lassen sich einfache Bauwerke, aber auch komplexe Erlebniswelten gestalten. In der Community von Roblox können sich Jugendliche miteinander kreativ austoben und miteinander kommunizieren.
Roblox ist besonders bei jungen Spieleentwickler*innen beliebt, da sie dort eigene Spiele gestalten und veröffentlichen können. Wird ein Spiel von anderen Nutzer*innen häufig gespielt und Geld investiert, besteht die Möglichkeit, dass auch die Entwickler*innen – also zum Beispiel Ihr Kind – einen Anteil daran verdienen.
Auch Jugendliche die nicht selbst in die Spielentwicklung einsteigen wollen sind von den unzähligen Spieleangeboten fasziniert.
Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat im Januar 2025 das Alterskennzeichen für Roblox von 12 auf 16 Jahre angehoben. Für diese Entscheidung gab es mehrere ausschlaggebende Gründe:
Hinzukommt, dass die Plattform es Nutzer*innen ermöglicht, über Text- und Sprach-Chats zu kommunizieren. Deshalb bestehen Risiken wie z. B. Cybermobbing, Cybergrooming und Hate Speech. Außerdem enthalten einige Spiele Elemente, die Glücksspiel ähneln, wie etwa den Kauf von zufälligen virtuellen Gegenständen (Lootboxen).
Zusätzlich bemängelte die USK fehlende wirksame Vorsorgemaßnahmen seitens der Plattformbetreiber, wie etwa unzureichend gesicherte Kinderkonten und das Fehlen von Alterskennzeichnungen nach deutschen Standards. Aufgrund dieser Aspekte wurde die USK-Alterskennzeichnung angepasst, um den Jugendschutz zu gewährleisten und Eltern eine bessere Orientierung zu bieten.
Darüber hinaus wirdRoblox immer wieder vorgeworfen, sowohl die Inhalte als auch die Kommunikation der Nutzenden untereinander nicht ausreichend zu moderieren und nicht konsequent genug gegenüber Verstößen der Community-Richtlinien vorzugehen. Kinder und Jugendliche können in den Spielen beispielsweise auf diskriminierende und extremistische Inhalte stoßen.
Der Anbieter Roblox Corporation betont auf seiner Plattform, Sicherheit und Datenschutz sehr ernst zu nehmen. Es gibt ein Meldesystem für unangemessene Chatnachrichten und einen Chatfilter. Nach der Registrierung wird bei Nutzer*innen unter 13 Jahren automatisch ein Konto im „Datenschutzmodus“ erstellt. Jüngere Spieler*innen haben dann z. B. keinen Zugriff auf die Social-Media-Funktionen. Manche Spiele sind außerdem erst ab einem bestimmten Alter freigegeben. Moderator*innen prüfen, ob hochgeladenes Bild- und Videomaterial den Ansprüchen zu jugendgerechten Inhalten genügt. Unangemessene Inhalte werden aktiv gefiltert und gelöscht.
Roblox hat Anfang 2026 mehrere neue Funktionen eingeführt, um die Kommunikation für junge Spieler*innen sicherer zu gestalten. Eine davon ist die Altersüberprüfung: Nutzer*innen können ihr Alter entweder über einen Ausweis oder über eine freiwillige, KI-gestützte Altersschätzung per Video-Selfie bestätigen. Erst nach dieser Einstufung werden bestimmte Kommunikationsfunktionen freigeschaltet. Damit Kinder und Jugendliche möglichst mit Gleichaltrigen interagieren, teilt Roblox Accounts in Altersgruppen ein: Unter 9, 9 – 12, 13 – 15, 16 – 17, 18 – 20 und über 21 Jahre. Inhalte, Chats und Funktionen werden dann altersgerechter zugeordnet. Viele Interaktionsmöglichkeiten bleiben eingeschränkt, um Kontakte zwischen Erwachsenen und Minderjährigen zu begrenzen und Kommunikationsrisiken zu reduzieren. Die KI-gestützte Altersverifikation bei Roblox übernimmt das Unternehmen Persona. Roblox gibt an, dass Nutzer*innen-Daten nach 30 Tagen gelöscht werden. Falsche Schätzungen können über die Elternaufsicht oder die Ausweis-Verifikation nachträglich korrigiert werden. Roblox informiert auf seiner Webseite über die Altersüberprüfung.
Für ältere Jugendliche gibt es zusätzlich das Konzept der „Vertrauten Connections“. Dabei können 13- bis 17-Jährige bestimmte Kontakte als vertrauenswürdig markieren. Mit diesen Kontakten können sie fast ohne Einschränkungen chatten. Kontakte über Altersgrenzen hinweg – besonders zwischen Jugendlichen und Erwachsenen – unterliegen jedoch weiterhin strengen Regeln. Kinder unter 13 Jahren können keine „Vertrauten Connections“ anlegen. Mehr Informationen bietet die Roblox-Webseite.
Roblox bietet verschiedene Sicherheitsfunktionen an, mit denen Sie das Spiel Ihres Kindes besser im Blick haben können, z. B. zur Bildschirmzeit, den Chats oder Käufen. Die Elternaufsicht wurde 2026 erweitert. Eltern können nun sehen,
Bei ungewöhnlich hohen Ausgaben kann Roblox außerdem warnen. Diese Funktionen ergänzen die bisherigen Kindersicherungseinstellungen und sollen mehr Transparenz schaffen. Über die Roblox-Webseite können sich Eltern über die Elternaufsicht und die Kindersicherung informieren.
Beachten Sie, dass Roblox inzwischen mit USK 16 gekennzeichnet ist. Grundsätzlich gibt der Staat mit den Alterskennzeichen keine Vorschriften, welche Medieninhalte Eltern ihren Kindern zu Hause erlauben, sondern sie gelten als Orientierung. Dennoch sollten Sie darauf achten, Ihrem Kind nur Spiele zur Verfügung zu stellen, die für sein Alter geeignet und entsprechend freigegeben sind. Mehr Informationen zur Hochstufung erfahren Sie in diesem Eltern-Check-In-Artikel.
Sie möchten Ihrem Kind Roblox zugänglich machen?
Alle wichtigen Schritte zur Kindersicherung bei Roblox finden Sie auch auf medien-kindersicher.de.
Welche Lern-Plattform oder -App passt zu meinem Kind? Und braucht es das überhaupt schon im Vorschulalter? Viele Eltern stehen vor genau diesen Fragen. Websites und Apps mit Lernangeboten können Kinder beim Entdecken, Üben und Wiederholen unterstützen. Sie ersetzen aber weder gemeinsames Lernen noch Spielen oder Bewegung. Entscheidend ist, wie und wofür sie genutzt werden. Wir stellen fünf in Deutschland verbreitete Angebote vor und ordnen ein, worauf Eltern achten sollten.
Die meisten der vorgestellten Angebote sind sowohl im Browser als auch als App nutzbar. Teilweise unterscheidet sich dabei der Funktionsumfang.
Sofatutor bietet Lerninhalte vom Vorschulalter bis zur Oberstufe. Für jüngere Kinder gibt es Sofatutor Kids mit Lernspielen, kurzen Videos und Übungen zu Zahlen, Farben, Buchstaben, ersten Rechenaufgaben und Sachthemen. Die Inhalte sind klar strukturiert und orientieren sich an Bildungsplänen. Eltern können Kinderprofile anlegen und Lernfortschritte einsehen.
ANTON ist eine der beliebtesten Lern-Apps für Vorschule und Schule und wird häufig auch von Schulen empfohlen oder genutzt. Neben der weit verbreiteten App kann auch online im Browser gelernt werden. Kinder üben Mathe, Deutsch, Sachunterricht oder Musik in kurzen, überschaubaren Einheiten. ANTON ist werbefrei und ohne Zeitdruck gestaltet.
Antolin ist ein digitales Leseförderprogramm, das vor allem über Schulen genutzt wird. Kinder lesen Bücher offline und beantworten anschließend Fragen zum Inhalt, um Punkte zu sammeln. Der Fokus liegt klar auf der Lesemotivation.
Duolingo vermittelt Fremdsprachen spielerisch über kurze Übungen, Wiederholungen und Belohnungen. Auch Kinder können erste Wörter und einfache Sätze lernen. Sowohl Website als auch App sind bunt gestaltet und motivierend, setzen aber auf regelmäßige Nutzung.
Scoyo richtet sich an Kinder von etwa 4 bis 12 Jahren. Die Lernplattform bietet Übungen und Lernspiele zu Deutsch, Mathe und Sachthemen, sortiert nach Alters- und Klassenstufen. Eltern können Profile anlegen und den Lernfortschritt verfolgen.
Nicht jede Lern-App oder -Plattform passt zu jedem Kind. Altersempfehlungen können eine Orientierung sein, sagen aber wenig darüber aus, ob ein Angebot wirklich zum eigenen Kind passt. Entscheidend sind Interessen, Entwicklungsstand und das individuelle Lerntempo. Manche Kinder lieben strukturierte Aufgaben, andere lernen besser durch freies Ausprobieren, Bewegung oder Gespräche. Wenn ein Angebot Frust auslöst oder Ihr Kind schnell die Lust verliert, ist es (noch) nicht die richtige Wahl. Und das ist völlig in Ordnung.
Im Vorschulalter steht nicht das Üben im Vordergrund, sondern das spielerische Entdecken. Kinder sammeln erste Erfahrungen mit Zahlen, Buchstaben oder Sprache und lernen vor allem über Neugier und Wiederholung. Digitale Lern-Angebote können hier Impulse geben, sollten kurzweilig sein und wenig Druck aufbauen. Wichtig ist die Begleitung: Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, was es sieht und ausprobiert.
Mit dem Schuleintritt verändern sich die Bedürfnisse. Inhalte müssen nun häufiger wiederholt und gefestigt werden. Lern-Plattformen und -Apps können dabei unterstützen, zum Beispiel beim Rechnen, Lesen oder beim Lernen von Vokabeln. Sie eignen sich gut als Ergänzung, nicht aber als Ersatz für Erklärungen, Hausaufgaben oder gemeinsame Gespräche.
Unabhängig vom Alter gilt: Lern-Plattformen oder -Apps ersetzen weder Vorlesen, freies Spielen noch Bewegung. Achten Sie auf Abwechslung und vereinbaren Sie klare Zeiten und Pausen. Fragen Sie Ihr Kind nicht nach Punkten oder Levels, sondern danach, was es verstanden oder neu entdeckt hat. So bleibt Lernen positiv besetzt und digitale Lernangebote werden zu dem, was sie sein können: eine sinnvolle Unterstützung im Familienalltag.
Wenn die Lieblingsband ein Konzert gibt, die liebste YouTuberin ein Fantreffen veranstaltet oder ein Spiel der Nationalmannschaft in der eigenen Stadt stattfindet, sind Jugendliche begeistert und möchten ihr Idol gern live erleben. Auch Gamer*innen sind Vorbilder für Jugendliche und spielen in der Öffentlichkeit, bei sogenannten E-Sport-Events.
E-Sport (“elektronischer Sport”) meint Computer- oder Konsolenspiele in Form von sportlichen Wettkämpfen, allein oder im Team ausgetragen. Jahr für Jahr gewinnen erfolgreiche E-Sportler*innen bei Turnieren viele Millionen Dollar Preisgeld. Groß organisierte Turniere werden von begeisterten Fans auf der ganzen Welt besucht oder online verfolgt. Ausverkaufte Arenen sprechen für die riesige Begeisterung und Faszination für den elektronischen Sport. Das wohl größte Event der Welt ist die “LoL”, die League of Legends-Weltmeisterschaft. Während einer Turnier-Periode der LoL füllen die Gaming-Fans mehrere Arenen. Was für Dimensionen dies schon angenommen hat, machen die Veranstaltungsorte deutlich. Das Finale 2024 fand in der O2 Arena im britischen London statt. Viele Events werden live gestreamt, zum Beispiel auf Twitch.
Wenn Eltern keine entsprechenden Jugendschutzeinstellungen vornehmen oder nicht auf die Alterskennzeichen achten, können Kinder und Jugendliche beim Online-Spielen zu Hause unterschiedlichen Risiken begegnen – etwa der Kontaktaufnahme durch Fremde oder dem Zugang zu Games, die nicht ihrem Alter entsprechen. Auf größeren E-Sport-Veranstaltungen hingegen wird der Jugendschutz in der Regel konsequent umgesetzt.
Seit dem 01.01.2026 gilt E-Sport zudem als gemeinnützig. Damit zusammenhängend müssen E-Sport-Spiele, die als gemeinnützig gelten wollen, mit einer USK-Altersfreigabe gekennzeichnet sein. Bei öffentlichen Events sind Veranstalter verpflichtet, bei den angebotenen Spielen die Altersbeschränkungen zu beachten.
Wird das Alter der Teilnehmenden nicht geprüft, dürfen nach dem Jugendschutzgesetz ausschließlich Spiele mit USK 0 und USK 6 präsentiert werden. Spiele mit USK 12, USK 16 und USK 18 dürfen Jugendlichen nur nach einer Alterskontrolle zugänglich gemacht werden, zum Beispiel über Armbänder und Einlasskontrollen. Bei vielen Events sind diese Bereiche räumlich abgetrennt, damit jüngere Besucher*innen keinen Zugang oder Einblick erhalten. Auf Vereinsebene müssen Konzepte vorliegen, welche Maßnahmen genutzt werden, um den Jugendschutz zu gewährleisten. Bei Verstößen kann die Gemeinnützigkeit aberkannt und Bußgelder verhängt werden.
Ihr Kind möchte auch gerne ein E-Sport-Event besuchen oder sogar an einem Wettbewerb teilnehmen? Seien Sie insbesondere bei privat veranstalteten Wettbewerben kritisch und machen Sie sich über die Gegebenheiten vor Ort vertraut:
E-Sport-Events werden auch von einigen Jugendzentren und Bildungsanbietern angeboten und durchgeführt. Vielleicht finden Sie ein solches in Ihrer Umgebung. Fragen Sie doch bei einem Jugendzentrum in Ihrer Nähe, ob es ein E-Sport-Event veranstalten möchte.
Möchte Ihr Kind ein E-Sport-Event online verfolgen, achten Sie darauf, welche Plattformen und Streamer*innen Ihr Kind nutzt, welche Spiele dort gezeigt werden, welche Altersfreigaben gelten und ob Ihr Kind im Live-Chat aktiv ist. Vereinbaren Sie klare zeitliche Grenzen und bleiben Sie im Gespräch, damit Ihr Kind sich an Sie wendet, wenn es durch Inhalte verunsichert oder belastet wird.
Weitere Informationen rund um E-Sport finden Sie hier im Spielratgeber NRW.
Neues lernen und Hausaufgaben machen mit dem Chatbot, Musik abspielen per Sprachbefehl über den Smartspeaker und Content-Empfehlungen ganz nach dem persönlichen Geschmack – Künstliche Intelligenz (KI) ist fester Bestandteil unseres Alltags. Besonders Kinder und Jugendliche nutzen KI-Tools vollkommen selbstverständlich, aber nicht immer ganz bewusst. KI-Technologien entwickeln sich rasant und stetig weiter. Für Eltern ist es dabei nicht leicht, den Überblick zu behalten: Welche Anwendungen sind bei jungen Menschen besonders beliebt? Welche Chancen, Herausforderungen und Risiken ergeben sich bei der Nutzung?
Im Elternabend stellen wir Ihnen die beliebtesten KI-Anwendungen vor und schauen auf deren Stellenwert im Medienalltag von Heranwachsenden. Ein Schwerpunkt liegt auf den Risiken für Kinder und Jugendliche bei der Kommunikation mit Chatbots, z.B. Desinformation, nicht-altersgerechte oder problematische Antworten sowie wenn so zwischenmenschliche Beziehungen ersetzt werden.
Seien Sie live dabei, erhalten Sie praktische Tipps, wie Sie Ihr Kind an einen sicheren und verantwortungsbewussten Umgang mit (generativer) KI heranführen und stellen Sie Ihre Fragen an unsere Expert*innen – wir geben Antworten und stehen für den Austausch zur Verfügung!
Der virtuelle Elternabend ist eine Veranstaltung im Rahmen des Safer Internet Day 2026 – mehr über den Aktionstag erfahren Sie bei klicksafe.
Datum: 11.02.2026 | Zeit: 17 bis 18 Uhr
Ablauf: (Medienpädagogischer) Input (ca. 40 Minuten) und anschließender offener Austausch
Referent*innen: Lidia de Reese und Nils Rudolf (FSM)
Moderation: FSM e.V.
Plattform: Der virtuelle Elternabend wird über das Tool „Zoom“ realisiert.
Datenschutzhinweis: Zoom ist ein Service der Zoom Video Communications Inc., die ihren Sitz in den USA hat. Wir nutzen Zoom über den deutschen Betreiber WTG . Serverstandort der WTG ist Europa. Weiterhin haben wir innerhalb des Dienstes Zoom die Konfigurationen mit dem höchsten Daten- und Sicherheitsschutz gewählt.
Bitte nehmen Sie auch von unserer Datenschutzerklärung Kenntnis.
Anmeldung:
Bücher anhören, Spiele mit Ton spielen, selbst Aufnahmen gestalten. Mittlerweile gibt es verschiedene Audiostifte, die das können – vom TipToi über TING und BOOKii bis Anybook. Aus vielen Kinderzimmern sind diese Stifte gar nicht mehr wegzudenken. Als besonders offen gestaltetes Angebot reiht sich der Tellimero ein.
Der Tellimero wird vom Pädagogik-Verlag Betzold herausgegeben, einem klassischen Anbieter für Bildungs- und Lernmaterialien. Die Idee hinter dem Stift ist, ein flexibles Werkzeug zu schaffen, das nicht an bestimmte Bücher oder Produkte gebunden ist.
Stattdessen arbeitet der Stift mit Stickern: In der Packung befindet sich ein ganzer Stapel verschiedener Stickerblätter mit bunten Punkten, Tieren, Instrumenten und Symbolen. Einige Motiv-Sticker enthalten bereits Geräusche, wie Tierlaute, Melodien oder andere Klänge. Die rund 200 einfarbigen Punkte können nach Belieben selbst besprochen werden.
Die Sticker sind nicht zum Dekorieren gedacht, sondern bringen den Stift erst „zum Sprechen“. Berührt man im Aufnahme-Modus einen Sticker, kann Ton aufgenommen werden – bis zu fünf Minuten pro Sticker. Im Abspiel-Modus wird dieser Ton wiedergegeben. So lassen sich Bücher aufnehmen, Gegenstände mit Ton versehen oder Aufgaben akustisch festhalten.
Der Stift selbst ist übersichtlich aufgebaut und hat drei Tasten: Ein/Aus, Aufnahme und Wiedergabe. Nutzt man mehrere Tellimero-Stifte, lassen sich vorhandene Aufnahmen über einen PC auf andere Stifte kopieren. Auch fertige Audiodateien können auf den Tellimero geladen werden.
Für Kinder ist der Tellimero gleich doppelt spannend: Sie können zuhören und gleichzeitig kreativ werden. Bereiten Erwachsene Materialien vor – lesen etwa ein Buch ein, besprechen einen Adventskalender oder nehmen eine einfache Rezept- oder Bastelanleitung auf –, können Kinder eigenständig zuhören. Sie freuen sich über die Hör-Überraschung, hören vielleicht ihr Lieblingsbuch in Omas Stimme oder sogar in mehreren Sprachen. Auch Anleitungen, tägliche Aufgaben oder Abläufe können aufgenommen werden und selbst junge Kinder können sie so eigenständiger erledigen.
Gleichzeitig können Kinder selbst kreativ werden: eigene Geschichten einsprechen, Rätsel vertonen oder den Stift zum Lernen nutzen. Die Bedienung der drei Tasten ist so intuitiv und einfach, dass der Stift wirklich ab 4 Jahren problemlos genutzt werden kann.
Die große kreative Freiheit bringt auch Herausforderungen mit sich. Kinder können nicht einfach mit Stift und Buch ausgestattet werden und sind beschäftigt – es braucht Vorarbeit. Sticker müssen verteilt, Aufnahmen erstellt und Inhalte vorbereitet werden.
Wer den Tellimero etwa zum Sprachenlernen nutzen möchte, kann nicht auf fertige Produkte zurückgreifen, sondern muss Bücher oder Materialien selbst einsprechen.
Da die Sticker wiederbespielbar sind, besteht außerdem die Gefahr, dass Kinder bereits besprochene Sticker überschreiben. Um das zu vermeiden, sollte bei der Aufnahme der sogenannte „Lehrermodus“ genutzt werden.
Wie bei allen Audiostiften gilt außerdem: Eltern sind der „menschliche Aufladedienst“. Ein leerer Akku im entscheidenden Moment ist einer der häufigsten Frustpunkte.
Laut Verlag ist der Tellimero vor allem als pädagogisches Werkzeug gedacht. Er wird häufig in Kitas und Schulen eingesetzt, etwa für Sprachförderung, Stationenlernen oder Orientierungshilfen. Lehrkräfte können beispielsweise eine Anlauttabelle, einen Globus oder ein Stationentraining mit passenden Audio-Inhalten versehen. Dafür wurde der Stift mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Comenius-EduMedia-Siegel und dem Worlddidac Award.
Auch für den privaten Einsatz ist der Tellimero geeignet, sei es für kreative „Spaß-Nutzungen“ oder auch für Lern- und Alltagsaufgaben. Eltern sollten sich jedoch bewusst sein, dass es keine fertigen Materialien gibt und die Inhalte vollständig selbst gestaltet werden müssen.
Für Familien, die nicht nur zuhören, sondern auch selbst kreativ werden möchten, ist der Tellimero eine gute Alternative. Klein und Groß können gemeinsam witzige, hilfreiche oder lehrreiche Inhalte für die Sticker entwickeln – und das immer wieder neu.
Kinder und Jugendliche begegnen KI heute an vielen Stellen: Chatbots beantworten Fragen für die Hausaufgaben, Sprachassistenten helfen im Alltag, kreative Apps erzeugen Bilder, Musik oder kleine Geschichten. Das kann spannend, inspirierend und gleichzeitig verwirrend sein. Viele Eltern fragen sich deshalb: Wie begleite ich mein Kind so, dass es KI neugierig, sicher und kritisch nutzt, ohne überfordert zu werden? Keine Sorge: Sie müssen keine KI-Expert*innen sein, um Ihr Kind sicher zu begleiten.
Künstliche Intelligenz wirkt oft erstaunlich klug. Sie antwortet schnell, freundlich und manchmal überzeugender als Erwachsene. Kinder sollten jedoch verstehen: KI „weiß“ nichts. Sie berechnet lediglich, welche Antworten wahrscheinlich richtig wirken. Und genau deshalb kann sie Fehler machen, Vorurteile übernehmen oder Inhalte erfinden.
Zudem speichern viele KI-Anwendungen die eingegebenen Daten. Je nach Tool können mehr oder weniger Informationen gesammelt werden. Kinder sollten deshalb früh lernen, vorsichtig mit persönlichen Informationen umzugehen. Auch sollte klar sein, dass KI kein Ersatz für persönliche Beratung, Lehrer*innen oder Eltern ist.
Je jünger Kinder sind, desto mehr Begleitung brauchen sie beim Umgang mit KI. Besonders bei Grundschulkindern ist es wichtig, gemeinsam auszuprobieren, Fragen zu stellen und Ergebnisse zu hinterfragen.
Sie finden keine Antwort auf Ihre Frage? Stellen Sie Ihre persönlichen Fragen rund um die Mediennutzung Ihres Kindes direkt und bequem per Messenger-Service über WhatsApp oder Threema. Mehr Infos finden Sie hier.
Plätzchenduft, Shopping-Stress, leuchtende Kinderaugen: Die Feiertage rücken näher und bei vielen Kindern und Jugendlichen stehen digitale Geräte und Spiele auf der Wunschliste. Was sollten Sie als Eltern vor und nach dem Schenken beachten? Zwischen den Jahren und in den Ferien bleibt auch Zeit für gemeinsame Medienerlebnisse in der Familie. Wie kann diese sicher, altersgerecht und sogar kreativ gestaltet werden? Wir geben Ihnen in diesem Artikel einen Überblick über Angebote aus dem Elternguide.online-Partnernetzwerk.
Die Weihnachtsferien können lang sein, besonders wenn das Wetter draußen nicht so recht zum Spielen einlädt. Wenn Sie zuhause Geräte wie Smartphones, Tablets, Kameras oder einen Laptop zur Verfügung haben – wie wäre es, wenn Sie und Ihr Kind einfach mal loslegen? Sie können gemeinsam fotografieren oder filmen, neue kreative Apps ausprobieren und Medienzeit aktiv gestalten. Das macht riesig Spaß und Ihr Kind lernt nebenbei auch noch was in Sachen Medienkompetenz.
Auf der Website kinder.jff.de gibt es Vorschläge für einfache Medienprojekte, die Kinder ab 3 Jahren mit Unterstützung von Ihnen als Eltern zuhause durchführen können. Dabei helfen kindgerechte Videoanleitungen, in denen die Umsetzung der Medienprojekte Schritt für Schritt gezeigt wird. Wie wäre es mit einem Foto-Memory mit Christbaumschmuck oder einer Hörgeschichte zum Thema Weihnachtstraditionen?
Für kleine Fotofans zwischen 8 und 12 Jahren bietet knipsclub einen sicheren Rahmen, sich in einer geschlossenen und pädagogisch betreuten Fotocommunity auszuprobieren und miteinander über Fotos auszutauschen. Auf der Website finden Sie kreative Foto-Tipps, zum Beispiel zum Malen mit Licht. Besonders in der Silvesternacht ein richtiger Hingucker!
Challenges kennen Sie bestimmt aus Social Media, z. B. Tanz-Challenges auf TikTok. Kinder und Jugendliche lieben es, sich Herausforderungen zu stellen. Challenges müssen aber nicht unbedingt nur im Internet stattfinden, Sie können sie auch zuhause in der Familie spielen! Probieren Sie doch mal die Top-Foto-Challenge, die Clip-Challenge oder die Nachstellen-Challenge aus. In unserem Elternguide-Artikel haben wir ein paar Vorschläge dazu gemacht. Weitere Advents-Challenges finden Sie auf der Website des JFF-Projekts webhelm.de.
Kinder haben viele Fragen und lernen früh, dass sie ihre Fragen im Internet beantwortet werden. Wie wird Weihnachten in anderen Ländern gefeiert? Welche Basteltipps und welche Backrezepte gibt es rund um Weihnachten? Die Kindersuchmaschine fragFINN bietet Kindern Zugang zu rund 3.400 geprüfte Websites, darunter knapp 400 Kinderseiten. Grundschulkinder können hier in einem geschützten Surfraum ihre ersten Interneterfahrungen machen und lernen, mit Suchmaschinen und Suchergebnissen umzugehen. Beim fragFINN-Adventskalender können Kinder jeden Tag ein Türchen öffnen, dahinter verbergen sich Links zu anderen Kinderseiten mit vielfältigen Infos und Angeboten passend zur Winterzeit. Weitere spielerische Lernseiten finden Sie in diesem Elternguide-Artikel.
Bestimmt schaut Ihr Kind auch gerne Videos und geht ins Kino. So ein gemeinsamer Fernsehabend kann ein richtig schönes Familienerlebnis sein. Beachten Sie dabei die Alterskennzeichen der FSK, um Ihr Kind vor ungeeigneten Inhalten zu schützen. Doch aufgepasst: FSK-Kennzeichen sind keine pädagogischen Empfehlungen. Wenn Sie passende Filme, Serien oder YouTube-Clips für Ihr Kind suchen, schauen Sie doch mal bei FLIMMO vorbei. Die pädagogischen Einschätzungen und Beschreibungen geben Orientierung bei der Auswahl. Unter dem Special „Highlights im Advent“ finden Sie winterliche Filmtipps vom Grüffelokind über den Grinch bis zum Polarexpress. Was es zu beachten gibt, wenn Medien auf dem Wunschzettel stehen, erklärt FLIMMO in diesem Artikel. Alles, was Sie zum Jugendschutz im Kino wissen müssen, finden Sie in diesem Elternguide-Artikel.
Wann das eigene Kind reif für das erste Smartphone ist, müssen Eltern je nach Entwicklungs- und Erfahrungsstand individuell entscheiden. Schließlich steht Ihrem Kind mit einem Smartphone theoretisch die ganze Welt des Internets mit all seinen Chancen, aber auch Risiken offen. klicksafe bietet umfangreiche Informationen für Eltern. Überprüfen Sie über die Checkliste zur Smartphone-Reife, ob ein Smartphone schon unter den Weihnachtsbaum gehört. Ist die Entscheidung positiv ausgefallen? Dann informieren Sie sich über technische Einstellungsmöglichkeiten und richten Sie das Smartphone kindersicher ein. Alle Informationsmaterialien von klicksafe finden Sie in diesem Themenspecial.
Sie möchten Ihr Kind auf das erste Smartphone unter dem Weihnachtsbaum vorbereiten? Kindgerechte Informationen zum ersten Smartphone gibt es im Kindermagazin Genial Digital vom Deutschen Kinderhilfswerk. Die fragFINN-App ermöglicht Ihrem Kind einen geschützten Surfraum auf seinem ersten Smartphone und gibt ihm Zugang zu den qualitätsvollen, positiven Angeboten.
Überlegen Sie, alternativ eine Smartwatch anzuschaffen? Dann sehen Sie sich diesen Themenbereich von klicksafe an. Beachten Sie: technische Schutzmaßnahmen ersetzen nicht das Gespräch und die Medienregeln in der Familie. Bleiben Sie mit Ihrem Kind in Kontakt und begleiten Sie es bei den ersten Schritten mit Smartwatch oder Smartphone.
Neben Gesprächen und Medienregeln ist der technische Jugendmedienschutz ein wichtiger Baustein der Medienerziehung. Nutzen Sie die Einstellungen zur Bildschirmzeit und Digital Wellbeing auf Smartphones, um Zeitlimits für das gesamte Gerät oder für verschiedene Apps einzustellen und Inhalte zu filtern. Das Jugendschutzprogramm JusProg bietet für mobile Geräte und Laptops eine präzise Filtermöglichkeit für Websites und sichere Voreinstellungen. Google Family Link und YouTube Kids bieten in der Welt des Internetgiganten Google die Möglichkeit, Medienerlebnisse für Ihr Kind sicherer zu machen. Auch Social-Media-Apps wie Instagram und TikTok bieten Sicherheitsfeatures und Möglichkeiten der Begleitung durch Eltern. Streaming in der Familie kann eine schöne Beschäftigung in den Ferien sein. Fast alle Streaming-Angebote haben zertifizierte Angebote zum Jugendschutz. Nutzen Sie eigene Kinderprofile und die Jugendschutzfunktion mit der PIN. Viele der Jugendschutzprogramme wurden von der Gutachterkommission der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) freigegeben. Mehr zu technischen Lösungen im Jugendmedienschutz finden Sie auf der Webseite der FSM.
Detaillierte Anleitungen zu allen Geräten gibt es auf der Website medien-kindersicher.de.
Welche Spiele soll ich meinem Kind zu Weihnachten schenken? Sind Games für Kinder im Vorschulalter in Ordnung? Im Familienbereich der USK-Website und über die USK-Broschüren erhalten Sie alle Informationen zu den Alterskennzeichen der USK, den Zusatzhinweisen und zum Umgang mit dem Thema Games in der Familie.
Die USK-Kennzeichen geben an, ab welchem Alter ein Spiel keine Entwicklungsbeeinträchtigungen hervorruft. Die Zusatzhinweise wie „Fantasy-Gewalt“ oder „Handlungsdruck“ geben Eltern gute Hinweise, ob ein Spiel für das eigene Kind geeignet ist. Pädagogische Einschätzungen zu Spielen finden Sie beim Spieleratgeber NRW. Beschreibungen beliebter Spiele wie Fortnite, Minecraft oder Roblox sind auf Elternguide.online verfügbar. Im USK-Lexikon werden die wichtigsten Begriffe, Geräte und Genres erklärt.
Sie möchten Ihrem Kind zu Weihnachten mit einem Game eine Freude machen? Informieren Sie sich über die Vertriebswege von Games und über technische Vorsorgemaßnahmen. Sowohl an Konsolen als auch in Game-Stores und den Spielen selbst lassen sich verschiedenste Einstellungen zum Jugendschutz vornehmen. Spielen Sie zusammen mit Ihrem Kind und stellen Sie ihm interessierte Fragen zu seinen Lieblingsspielen.
Das Team von Elternguide.online wünscht Ihnen und Ihrer Familie eine schöne Weihnachtszeit und viel Freude im sicheren und kreativen Umgang mit Medien!
Die JIM-Studie (Jugend, Information, Medien) liefert Einblicke in die Mediennutzung Jugendlicher (12 bis 19 Jahre) in Deutschland. Sie wird jährlich vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest durchgeführt. Hier fassen wir die wichtigsten Ergebnisse so zusammen, dass Eltern ihre Kinder besser unterstützen können.
Fast alle Jugendlichen (98 %) besitzen ein Smartphone, das sie täglich nutzen. Im Durchschnitt verbringen sie rund vier Stunden täglich am Gerät, bei älteren Jugendlichen sind es über viereinhalb Stunden. Entscheidend ist nicht nur die Dauer, sondern auch die Art der Inhalte, die Jugendliche konsumieren. Diese Nutzungszeit umfasst sowohl schulische Aufgaben als auch Freizeitaktivitäten. Besonders ab 16 Jahren nutzen viele ihr Smartphone nahezu durchgehend. Auch wenn ihnen bewusst ist, wie wichtig Pausen sind, fällt es vielen schwer, die Nutzung eigenständig zu regulieren.
Social Media-Plattformen und Messenger bleiben weiterhin die wichtigsten Kanäle, um zu kommunizieren, sich zu informieren und den Alltag zu organisieren.
Zum ersten Mal liegt der Fokus der Studie 2025 auf dem Thema Künstliche Intelligenz (KI): 91 Prozent der Jugendlichen verwenden mindestens ein KI-Tool. Besonders oft wird KI für die Schule und Hausaufgaben genutzt, etwa zur schnellen Informationssuche. Aber auch für die Antwort auf Fragen, die Jugendliche bewegen oder um herauszufinden, wie etwas geht, setzen Jugendliche KI ein.
Schon jüngere Jugendliche verwenden KI regelmäßig. Deshalb sollten Eltern die Themen KI-Nutzung, Quellenkritik und den verantwortungsvollen Umgang mit Informationen gemeinsam mit ihren Kindern besprechen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, wofür sich welche KI-Anwendungen eignen und, dass KI-Chatbots nicht den Austausch mit anderen Menschen ersetzen.
Die Studie zeigt auch, dass viele Jugendliche negative Erlebnisse machen: Etwa ein Viertel kennt Fälle von Mobbing in ihrem Umfeld, 9 Prozent sind selbst betroffen. Die Kommunikationsrisiken von Social Media und Smartphone bleiben hoch. Zusätzlich belasten der ständige Druck erreichbar zu sein, Cyber-Kontakte und problematische Inhalte viele Jugendliche.
Neben diesem Überblick empfehlen wir auch die miniKIM-Studie zur Mediennutzung von Kleinkindern und die KIM-Studie 2022 für jüngere Kinder.
Weitere ausführliche Informationen zur JIM-Studie 2025 finden Sie auf der Website des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest und bei Handysektor.
Ein eigenes Tablet kann für Kinder spannend sein: Spiele spielen, Bücher lesen, kreativ werden oder Lern-Apps nutzen. Viele Eltern fragen sich jedoch: Wann lohnt es sich, ein eigenes Gerät zu geben – und wann reicht das Familien-Tablet?
In den ersten Jahren ist ein gemeinsames Tablet sinnvoll. Ihr Kind kann so Inhalte ausprobieren, während Sie begleiten, erklären und einschränken, was es sieht und macht. Ein Familiengerät ist oft ausreichend, um erste Erfahrungen mit Apps, Videos oder Spielen zu sammeln und die Mediennutzung gemeinsam zu reflektieren.
Ein eigenes Tablet wird sinnvoll, wenn Ihr Kind regelmäßig unabhängig Medien nutzen möchte, eigene Interessen verfolgen will oder Lern-Apps verwendet, die persönliche Konten erfordern. Bei Kindern ab etwa 6 bis 7 Jahren kann ein eigenes Gerät sinnvoll sein, wenn Sie die Nutzung klar regeln und begleiten.
Entscheidend ist nicht das Alter, sondern die Reife Ihres Kindes: Kann es Regeln einhalten? Weiß es, wie man sicher im Netz surft? Kann es Inhalte reflektieren und zwischen Spielen, Lernen und Unterhaltung unterscheiden? Erst wenn diese Kompetenzen vorhanden sind, lohnt sich ein eigenes Gerät.
Ein Tablet für Kinder sollte robust, intuitiv bedienbar und nicht zu teuer sein. Gute Einstiegsmöglichkeiten sind einfache Geräte mit stabiler Hülle und kinderfreundlicher Oberfläche. Prüfen Sie, ob Lern-Apps, Hörbücher oder kreative Tools sinnvoll sind und ob In-App-Käufe und Werbung deaktiviert werden können.
Egal ob Familien- oder eigenes Gerät: Legen Sie gemeinsam Nutzungszeiten, Inhalte und Regeln fest. Kindersicherungen, Familienkonten und Jugendschutz-Apps helfen, die Mediennutzung zu steuern. Reflektieren Sie gemeinsam: Wie lange darf Ihr Kind das Tablet nutzen? Welche Inhalte sind erlaubt?
Ein eigenes Tablet kann die digitale Selbstständigkeit fördern, wenn Sie begleiten: Funktionen erklären, Lern-Apps gemeinsam ausprobieren und kritisch über Werbung, Algorithmen und Inhalte sprechen. So lernt Ihr Kind, Medien bewusst und reflektiert zu nutzen.
Sie finden keine Antwort auf Ihre Frage? Stellen Sie Ihre persönlichen Fragen rund um die Mediennutzung Ihres Kindes direkt und bequem per Messenger-Service über WhatsApp oder Threema. Mehr Infos finden Sie hier.
2024 fand die erste E-Sport-Clubmeisterschaft (Esports World Cup; kurz EWC) statt. Das Event wurde von über 500 Millionen Zuschauer*innen verfolgt. Aufgeteilt auf 22 Turniere lag das Preisgeld bei insgesamt 60 Mio. USD (= ca. 51,46 Mio €). Gezockt wurden zum Beispiel EA Sports FC24, League of Legends sowie Fortnite. Die Vorstellung, selbst erfolgreich mit E-Sport zu sein und damit Geld zu verdienen, fasziniert viele Jugendliche. Doch worauf sollten Sie als Elternteil achten, wenn auch Ihr Kind sich als E-Sportler*in beweisen möchte?
Das E von E-Sport steht für “elektronisch”. Der Begriff bedeutet also so viel wie “elektronischer Sport”. Gespielt wird am Computer oder an einer Spielekonsole, entweder allein oder im Team gegeneinander. Dabei erhalten die Spieler*innen wichtige Liga-Punkte oder steigen einen Rang auf. Echtzeit-Strategiespiele und Ego-Shooter sind aufgrund ihrer Komplexität und ihrem Unterhaltungswert am beliebtesten. Denn E-Sport-Turniere werden vor einem Live-Publikum ausgetragen – ähnlich wie bei einem Fußballspiel im Stadion. Im Vergleich zu klassischen Sportarten, wie Fußball oder Tennis, fällt beim E-Sport jedoch die starke körperliche Anstrengung weg. Es werden dabei vor allem geistige und motorische Fähigkeiten trainiert und weiter herausgebildet. Hierzu zählen z. B. Taktik, eine schnelle Reaktionszeit, Durchhaltevermögen und vorausschauendes Denken. Auch das Organisationstalent und die Sozialkompetenz sind gefragt: Es müssen Trainingszeiten vereinbart, Absprachen im Team getroffen und sich oft selbst um die Finanzierung bemüht werden.
Lange bevor E-Sport in Deutschland ein Thema war, wurden E-Sportler*innen in Asien bereits wie Popstars gefeiert. In einigen Ländern wird E-Sport sogar als eigene Sportart eingestuft. Auch in Deutschland gilt E-Sport ab dem 01.01.2026 als gemeinnützig. Dies bringt für den Sport und Gamer*innen finanzielle sowie rechtliche Vorteile und Sicherheiten mit sich. Zum Beispiel werden Vereine durch öffentliche Fördermittel unterstützt, E-Sport erfährt eine breitere gesellschaftliche Anerkennung und wird wettbewerbsfähiger. Kinder und Jugendliche profitieren von der Anerkennung des E-Sports als gemeinnützig insofern, da sie durch breitere, zugänglichere und nachhaltigere Angebote im Verein Teilhabe und Gemeinschaft erfahren. Da E-Sport vor allem online stattfindet, können Grenzen wie die Ortsabhängigkeit oder mangelnde Barrierefreiheit leichter überwunden werden. Dies ermöglicht es, auch mit Gamer*innen aus anderen Ländern in einem Team zu spielen oder in einer inklusiven Gruppe zu zocken.
Durch die neue Gesetzesänderung wird E-Sport nun offiziell als Begriff festgelegt. Dabei wird – wie bei anderen Sportarten auch – betont, dass dafür taktische, motorische und strategische Fähigkeiten wichtig sind. Wer selbst als E-Sportler*in aktiv ist und gut spielt, kann daraus sogar ein lukratives Geschäft machen. Der Traum vieler E-Sportler*innen ist es, immer besser und berühmter zu werden, um eines Tages damit den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen und somit das Hobby zum Beruf zu machen. So gibt es auch Vereine, bei denen Spieler*innen Verträge unterschreiben können.
Wenn Ihr Kind E-Sportler*in ist oder gerne werden möchte, dann machen Sie sich über die Altersfreigaben der USK für die jeweiligen Spiele schlau. Sie geben Auskunft darüber, ob das Spiel aus Sicht des Jugendschutzes unbedenklich ist, also keine beeinträchtigenden Inhalte für das jeweilige Alter aufweist. E-Sport kann schnell dazu verführen, sehr lange zu spielen und Geld für Equipment auszugeben. Sie sollten daher zum einen gemeinsam mit Ihrem Kind klare Regeln wie Spielzeiten und Spieldauer festlegen und zum anderen Rahmenbedingungen, wie z. B. finanzieller Natur, deutlich machen. Informieren Sie sich zudem, mit wem Ihr Kind über das Spiel kommuniziert – meistens sind es dieselben Freund*innen, mit denen Ihr Kind auch sonst Zeit verbringt. Beobachten Sie zudem das Spielverhalten Ihres Kindes, um reagieren zu können, wenn andere Aktivitäten wie Beschäftigung mit Freund*innen abseits des Gamings oder die Schule vernachlässigt werden. Kommen Sie mit Ihrem Kind in den Austausch und reden Sie darüber, warum es gerne E-Sportler*in werden möchte. Zeigen Sie Interesse, lassen Sie sich die Lieblingsspiele zeigen und probieren Sie sie doch auch selbst einmal aus! So können Sie selbst erfahren, warum Ihrem Kind das Spiel als Wettbewerb so viel Spaß macht. Und vielleicht spielen Sie mit Ihrem Kind bald gemeinsam.
Es kann passieren, dass Kinder oder Jugendliche online auf Inhalte mit Gewaltdarstellungen stoßen. Beim Scrollen auf Social Media, auf Video-Plattformen oder wenn solche Videos in Gruppenchats im Messenger geteilt werden. Dabei kann es sich um Prügeleien, Misshandlungen, Unfälle oder drastisches Bildmaterial aus Kriegsgebieten handeln. Solche Inhalte können Kinder oder Jugendliche verängstigen und verstören. Sie verletzten außerdem das Recht am eigenen Bild der Betroffenen und können sogar strafbar sein.
Auf keinen Fall sollten solche Inhalte weiterverbreitet werden. So lässt sich verhindern, dass noch mehr Menschen den Inhalt sehen. Wenn es sich um illegale Aufnahmen handelt, kann die Veröffentlichung und Weiterverbreitung sogar strafrechtliche Folgen haben.
Jugendliche können wir auch ermutigen, noch mehr zu tun, indem sie solche Inhalte nicht ignorieren, sondern aktiv melden. Schauen Sie gemeinsam, wo auf den genutzten Plattformen wie Instagram, Snapchat, TikTok oder YouTube die Meldefunktion zu finden ist. Denn laut Nutzungsbedingungen sind gewalthaltige und grausame Inhalte nicht erlaubt und sollten gelöscht werden. Auch auf WhatsApp können Nachrichten oder Personen gemeldet werden.
Die Online-Beratungsplattform für junge Menschen Juuuport bietet sogar eine eigene Meldemöglichkeit für Jugendliche, z. B. für Gewaltvideos, Extremismus oder Hate Speech. Die Internet-Beschwerdestellen FSM, eco und jugendschutz.net kümmern sich dann um diese Beschwerden.
Gewalt spielt auch eine Rolle bei fiktionalen Medieninhalten, wie Filmen, Serien oder Spielen. Inhalte, die für ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene leicht zu verarbeiten sind, können junge Kinder verängstigen. Deshalb gibt es für Gewaltdarstellungen in den Medien Altersbeschränkungen, die durch den Jugendmedienschutz geregelt sind. Die Alterskennzeichen von Filmen oder Computerspielen zeigen Ihnen als Eltern, ab welchem Alter die dargestellten Inhalte geeignet sind.
Online können Kinder und Jugendliche aber auch auf reale Gewaltdarstellungen stoßen. Ein Erfahrungsbericht von Juuuport zeigt anschaulich, wie unterschiedlich Jugendliche mit Gewaltvideos online umgehen, und kann Ihnen den Gesprächseinstieg erleichtern.
Sprechen Sie mit Ihrem Kind über mögliche negative Erfahrungen online-. Zeigen Sie die Melde- und Blockierfunktionen auf den relevanten Plattformen und besprechen Sie, wie Algorithmen Inhalte auswählen. Erklären Sie auch, wie man diese Inhalte „pflegen“ oder zurücksetzen kann, damit das Online-Erlebnis Ihres Kindes sicherer und gesünder bleibt. Sprechen Sie darüber, was es bedeutet, wenn Fotos oder Videos mit einer „Warnung vor sensiblen Inhalten“ versehen wurden und was Ihr Kind dann tun soll. Informieren Sie sich auch über die rechtlichen Regelungen des Jugendmedienschutzes sowie über technische Schutzmöglichkeiten über Apps und Einstellungen für Ihr Kind auf Geräten oder in einzelnen Diensten.
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Roblox ist ein sehr beliebtes Spiel unter Kindern und Jugendlichen. Hier lassen sich virtuelle Welten im Lego-Stil erschaffen, eine Mischung aus Spielewelt und sozialem Netzwerk. Anfang 2025 erhielt Roblox die neue Jugendschutz-Altersfreigabe ab 16 Jahren – wir schauen, was das für junge Menschen und Sie als Eltern bedeutet.
Roblox verbindet Spielen, Social Media und kreatives Gestalten auf einer Plattform. Zum Beispiel sind auch Chatfunktionen enthalten, Spieler*innen können eigene Spiele entwickeln und damit sogar Geld verdienen. Im Januar 2025 hat die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) die Altersfreigabe für Roblox von 12 auf 16 Jahre angehoben. Die Gründe für die Anhebung sind gewalthaltige Inhalte, erhöhte Kaufanreize sowie eine Bandbreite an Angeboten für verschiedene Altersgruppen. Zusätzlich weist die USK auf Online-Risiken hin, z. B. Chats und In-Game-Käufe mit zufälligen Inhalten, sogenannte Lootboxen. Bei diesen glücksspielähnlichen Mechanismen fällt es besonders Jüngeren schwer, den Überblick über ihre Ausgaben zu behalten. Wenn Konten nicht ausreichend abgesichert sind, können Kinder und Jugendliche mit problematischem Verhalten wie Cybergrooming oder Cybermobbing in Kontakt kommen.
Außerdem sind die Sicherheitsmaßnahmen, die den Jugendschutz jüngerer Spieler*innen gewährleisten sollen, nicht ausreichend: So fehlen Alterskennzeichen nach deutschen Jugendschutz-Standards und Kinderkonten sind nicht sicher genug. Die neue Altersfreigabe „ab 16 Jahren“ soll auch Eltern eine bessere Orientierung bieten.
Was bedeutet das nun für Sie und andere Familien? Zunächst: Wenn Ihr Kind (unter 16 Jahren) bereits ein Roblox-Konto hat, sind Sie nicht dazu verpflichtet, das Konto aufgrund der Altershochstufung zu löschen. Aber: Die Gründe für die Hochsetzung der Altersfreigabe zeigen deutlich, dass die Plattform für Kinder Risiken birgt, die es ernst zunehmen gilt. Basierend darauf müssen Sie als Eltern letztlich entscheiden, ob die Plattform für Ihr Kind noch geeignet ist.
Sie möchten die Nutzung nicht komplett verbieten? Prüfen Sie unbedingt gemeinsam die Kontoeinschränkungen und passen Sie diese gegebenenfalls an. Erstellen Sie in jedem Fall ein Elternkonto und verknüpfen dieses mit Konto ihres Kindes. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Altershochstufung und warum die Freigabe angepasst wurde. Überlegen Sie, wie eine künftige Nutzung sicherer gestaltet sein kann – zum Beispiel nur in Begleitung durch Sie oder von älteren Geschwistern.
Wenn Sie sich dazu entscheiden, dass Ihr Kind ein bereits bestehendes Roblox-Konto löschen soll, sprechen Sie gemeinsam darüber und erklären Sie Ihre Beweggründe. Zeigen Sie Verständnis dafür, dass diese Entscheidung Ihr Kind traurig oder wütend machen kann. Überlegen Sie zusammen, welche alternativen, altersgerechten Spiele Ihrem Kind Spaß machen könnten. Empfehlungen finden Sie zum Beispiel beim Spieleratgeber NRW.
Wenn Sie bereits ein Jugendschutzprogramm verwenden, kann es je nach Alterseinstellung sein, dass Spiele mit einer Freigabe ab 16 Jahren automatisch gesperrt werden. Mehr zum Thema Games lesen Sie hier.
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„Ich höre gleich auf – wirklich!“ Kennen Sie diesen Satz von Ihrem Kind? Dann ist es bestimmt ein großer Fan von Games. Egal ob per Smartphone, Tablet, PC oder Konsole – digitale Spiele sind für viele Kinder und Jugendliche eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Es macht ihnen Spaß, ihre spielerischen Fähigkeiten einzusetzen und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig kann das Thema Zocken zuhause auch zu Konflikten führen, zum Beispiel wenn es um die Auswahl der Spiele oder die Medienzeit geht. Wir haben die wichtigsten Empfehlungen für einen guten Umgang mit Games in der Familie für Sie zusammengefasst.
In Spielwelten eintauchen, einfach Mal abschalten, Neues lernen oder sich mit anderen messen – was fasziniert Ihr Kind am Gaming? Lassen Sie sich von Ihrem Kind zeigen, wie ein Spiel funktioniert und was es darin erlebt. Nicht immer werden Sie die Faszination nachempfinden können. Nehmen Sie Ihr Kind mit seiner Begeisterung aber trotzdem ernst. Beobachten Sie Ihr Kind beim Spielen und fragen Sie nach. So können Sie erkennen, ob es Realität und Fiktion auseinanderhalten kann, ob es die dargestellten Inhalte versteht und mit welchen Herausforderungen es konfrontiert ist. Spielen Sie auch mal gemeinsam!
Nicht jedes Game, das es von Freund*innen kennt oder das von Streamer*innen beworben wird, ist für Ihr Kind geeignet. Gerade Aspekte wie Inhaltsrisiken, Online-Interaktionen und Kaufanreize stellen Herausforderungen beim Gaming dar. Beachten Sie deshalb die Alterskennzeichen der USK und erlauben Sie Ihrem Kind nur Zugang zu Spielen, die für sein Alter angemessen sind. . Treffen Sie Sicherheitseinstellungen an Geräten, in Konten und in den Spielen selbst. Einen Überblick über die Jugendschutzeinstellungen verschiedener Plattformen bietet der Spieleratgeber NRW und das Infoangebot medien-kindersicher.de.
Alterskennzeichen sind keine pädagogischen Empfehlungen: Prüfen Sie die Eignung daher immer sowohl anhand der Freigabe als auch am individuellen Entwicklungsstand Ihres Kindes. Pädagogische Altersempfehlungen unterstützen Sie dabei, passende Inhalte auszuwählen. In diesem Artikel stellen wir geeignete Online-Plattformen für pädagogische Spielebewertungen vor. Testen Sie die Spiele aus und bilden Sie sich ein Urteil, welches Spiel altersgerecht und für Ihr Kind geeignet sind. Spielen Geschwister unterschiedlichen Alters miteinander, richten Sie sich bei der Auswahl nach dem jüngeren Kind.
Legen Sie gemeinsam Medienregeln fest, an die sich alle Familienmitglieder halten. Bestimmen Sie zusammen mit Ihrem Kind Zeiten, zu denen es zocken darf oder vereinbaren Sie, wie viel Zeit Ihr Kind in der Woche mit Games verbringen kann. Die Spieldauer sollte sich nach Ihrer Einschätzung und Ihren Erfahrungen mit Ihrem Kind richten. Was beim Zocken gar nicht funktioniert, ist, zu einem bestimmten Zeitpunkt aufzuhören. Besser ist es, wenn Sie vereinbaren, dass mit dem Ende eines Levels aufgehört wird. Alle Regeln sollten für Ihr Kind gut nachvollziehbar sein. Bleiben Sie über die Medienregeln im Gespräch und passen Sie sie an den Entwicklungsstand Ihres Kindes an. Zockt Ihr Kind auch Mal bei Freund*innen? Dann gehen Sie mit den anderen Eltern ins Gespräch und treffen Sie gemeinsam Abmachungen, welche Games dort wie lange gespielt werden dürfen. Mehr Informationen und Tipps zu Spielregeln finden Sie auf der Webseite der USK.
Online-Games machen Spaß, fördern Teamgeist und Kommunikation. Die Spiele und Plattformen wie Steam, Twitch oder Discord bergen aber auch Risiken wie Beleidigungen, Desinformation und ideologische Einflussnahme. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über eine respektvolle Kommunikation, den Umgang mit Gaming-Sprache und das kritisches Prüfen von Infos. Klären Sie Ihr Kind auf, welche Daten es schützen sollte, wie es mit fremden Kontakten umgehen soll und welchen Risiken es im Netz begegnen kann – wie z. B. Cybergrooming. Ermutigen Sie es, störende Accounts zu blockieren und möglichst moderierte Chats zu nutzen. Nutzen Sie Jugendschutz- und Privatsphäre-Einstellungen, um bei Bedarf die Kommunikation auf bekannte Kontakte zu begrenzen. Führen Sie regelmäßige Gespräche, achten Sie auf USK-Hinweise wie „Kontaktrisiken“ oder „erhöhte Kommunikationsrisiken“. Seien Sie als Ansprechperson für Ihr Kind da, sodass es sich bei Unsicherheiten jederzeit bei Ihnen meldet.
Verbieten Sie Ihrem Kind nicht das Spielen, weil es Mist gebaut hat, und benutzen Sie das Spielen nicht als Belohnung. Denn dadurch bekommt es nur einen höheren Stellenwert. Haben Sie die Bildschirmzeit Ihres Kindes im Blick und greifen Sie ein, wenn es zu viel werden sollte. Jedes Kind braucht Zeiten, in denen es sich bewegen und unabhängig vom Bildschirm Dinge erleben kann. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, Freizeitbeschäftigungen wie Sport oder Musik nachzugehen, Freund*innen auch offline zu treffen und etwas mit Ihnen und der Familie zu unternehmen.