Nachrichten über Krieg, Gewalt und bewaffnete Konflikte erschüttern uns alle. Was Erwachsene oft kaum begreifen können, ist für Kinder meist noch schwerer zu verstehen. Kinder von den aktuellen Nachrichten fernzuhalten, ist kaum möglich. Umso wichtiger ist es, Kinder zu begleiten und ihnen Sicherheit zu geben. Wir geben Anregungen zum Umgang mit belastenden Nachrichten und stellen kindgerechte Medienformate zum Thema vor.
Kinder bekommen oft mehr mit, als Erwachsene denken. Deshalb ist es wichtig, ihre Fragen ernst zu nehmen und auf ihre Gefühle einzugehen. Wenn Kinder über ihre Sorgen sprechen können, hilft ihnen das, das Erlebte besser zu verarbeiten. Trösten Sie Ihr Kind und zeigen Sie ihm Nähe, zum Beispiel durch eine Umarmung – das gibt Sicherheit in schwierigen Momenten.
Jüngere Kinder verarbeiten Dinge, die sie beschäftigen im Spiel oder indem sie ein Bild malen. Wenn Ihr Kind das nicht von selbst tut, können Sie es dazu ermuntern und mitmachen. Sich in Bildern oder Texten auszudrücken, kann auch für ältere Kinder und Jugendliche eine gute Möglichkeit sein. Aber auch Gespräche und konkrete Informationen sind für sie wichtig. Zeigen Sie Ihrem Kind altersgerechte Angebote und weisen Sie es auf mögliche Falschinformationen hin. Ermutigen Sie Ihr Kind dazu, Ihnen zu zeigen, wenn es über Social Media oder Messenger erschreckende Bilder und Videos geschickt bekommt und sprechen Sie mit ihm darüber.
Wenn Kinder Nachrichten über Krieg hören, kann sie das verunsichern. Besonders jüngere Kinder brauchen die beruhigende Botschaft, dass sie sicher sind und dass Erwachsene sich um ihren Schutz kümmern. Erklären Sie Ihrem Kind, dass der Krieg weit weg stattfindet und viele Menschen und Organisationen daran arbeiten, Frieden zu schaffen. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass es nicht völlig hilflos ist, sondern dass es Möglichkeiten gibt, etwas Gutes zu tun. Überlegen Sie gemeinsam, wie Hilfe aussehen kann, zum Beispiel durch eine Spendenaktion oder die Teilnahme an einem Friedensprojekt in der Schule oder in der Nachbarschaft. So erlebt Ihr Kind, dass man auch in schwierigen Situationen nicht nur Angst haben muss, sondern selbst etwas beitragen kann.
Auch als Erwachsene haben Sie das Recht mit der Situation und den Nachrichten überfordert zu sein. Sie müssen nicht alle Fragen beantworten können. Seien Sie ehrlich zu Ihrem Kind und zeigen Sie Ihre Unwissenheit oder Gefühle im Zusammenhang mit den Ereignissen in Kriegsgebieten. Wichtig ist, dass Sie das Thema nicht vermeiden.
In unserem Beitrag „Nachrichten für Kinder und Jugendliche“ finden Sie Hinweise zum Umgang mit Nachrichten allgemein und Linktipps zu altersgerechten Angeboten.
Zum Thema bewaffnete Konflikte und Krieg empfehlen wir folgende Formate für Eltern und Kinder:
Auch wenn belastende Nachrichten verunsichern, können Sie Ihrem Kind mit Aufmerksamkeit, Nähe, offenen Gesprächen und Zugang zu altersgerechten Nachrichtenformaten Sicherheit und Orientierung geben.
Kinder und Erwachsene nutzen Medien oft unterschiedlich und entdecken jeweils andere spannende Aspekte daran. Ein gemeinsames Medienprojekt bietet die Chance, diese Perspektiven zu teilen und voneinander zu lernen. Manchmal zeigen dabei sogar Kinder ihren Eltern, wie etwas funktioniert. Und es wird deutlich: Medien sind mehr als Videos anschauen oder Musik hören!
Statt Medien nur zu konsumieren, können Sie in Ihrer Familie selbst kreativ werden. Smartphones und Tablets, die es in vielen Haushalten gibt, haben eine Kamera, ein Mikrofon und einfache Apps, mit denen Sie schnell eigene Projekte umsetzen können. Beim gemeinsamen Ausprobieren lernen Sie und Ihr Kind ganz nebenbei, wie die Geräte funktionieren. Gleichzeitig erlebt Ihr Kind, wie Medien entstehen und dass dafür Ideen, Planung und ein wenig Geduld nötig sind. Schon Kindergartenkinder können einfache Trickfilme oder Fotogeschichten umsetzen und dabei eigene Stärken entdecken.
Mit unserer Reihe Medien selber machen bieten wir Ihnen Ideen für Medienprojekte zu Hause. Ziel ist es, Kreativität zu fördern und digitale Medien gemeinsam aktiv zu erleben – etwa mit Hörspielen, Erklärvideos, Virtual Reality– oder Making-Projekten.
Die Webseite kinder.jff.de des JFF – Institut für Medienpädagogik bietet kindgerechte Anleitungen für kreative Medienprojekte in der Familie. Mit dem Smartphone oder Tablet können Sie auf Foto-Safari gehen, eine QR-Code-Rallye gestalten, ein Kinderkochbuch entwickeln und vieles mehr. Kurze Video-Anleitungen erleichtern den direkten Einstieg und zeigen Schritt für Schritt, wie Sie mit Ihrem Kind ab drei Jahren zuhause Apps und Geräte aktiv einsetzen können.
Im TüftelLab finden Sie praxistaugliche Ideen, um mit Ihrem Kind zu Hause kreativ zu werden – von Making, Coding und Robotik bis hin zu Künstlicher Intelligenz (KI), Video und Animation. Für Kinder ab dem Grundschulalter gibt es Projekte, bei denen Sie gemeinsam Schritt für Schritt ausprobieren, bauen und gestalten können. Dafür stellt das TüftelLab vielfältige Materialien, Anleitungen und digitale Lerninhalte bereit, die den Einstieg erleichtern und Lust aufs Tüfteln wecken.
Welche Chancen Medien für die Weiterentwicklung von Kompetenzen bieten, zeigt das Familienportal NRW. Nutzen Sie die Seite als Ideenkiste, um mit Ihrem Kind kleine Medien-Projekte zu entwickeln. Suchen Sie sich gemeinsam ein Thema aus und tauchen Sie in die Medienproduktion ein. Detaillierte Anleitungen finden Sie in der Medienbox NRW: Dort gibt es Selbstlernangebote und Online-Kurse rund um Audio, Video und auch KI.
Auf Elternguide.online finden Sie noch mehr Ideen, wie Sie Medien zuhause gemeinsam mit Ihrem Kind aktiv nutzen können. Schauen Sie doch mal rein – wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind viel Freude beim Ausprobieren!
Wer denkt, dass 360°-Fotografie oder Virtual Reality (VR) nur mit teurer Technik möglich ist, liegt falsch. Wir zeigen Ihnen, wie Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einfach und kostengünstig erste VR-Erfahrungen machen können und stellen geeignete digitale Plattformen und Anwendungen vor.
Es muss nicht gleich eine teure VR-Brille sein. Für viele Zwecke reicht schon ein Smartphone oder ein Tablet. Gerade für das erste Ausprobieren sind die Anwendungen von Google eine praktische Sache. Gibt es einen Ort, zu dem Ihr Kind schon immer mal reisen wollte? Suchen Sie gemeinsam danach bei Google Maps, z. B. die Niagarafälle. Gehen Sie auf „Fotos“ und wählen Sie die Kategorie „Street View & 360° Fotos“ aus. Nun können Sie den Ort von allen Seiten betrachten, indem Sie auf dem Foto mit dem Finger nach rechts und links, oben und unten wischen.
Um wirklich in virtuelle Welten einzutauchen, wäre eine VR-Brille schon toll. Die lässt sich einfach und für wenig Geld z. B. aus einem Pizzakarton basteln. So eine Brille nennt sich Cardboard. Und das Basteln und Bemalen einer solchen, ganz eigenen VR-Brille macht auch noch Spaß! Wie genau das funktioniert, steht in dieser Anleitung von mein-guckkasten. Auf dieser Seite können Sie außerdem die optischen Linsen für ein paar Euro bestellen, die Sie für die VR-Brille benötigen.
Die kostenfreie App Google Cardboard führt Schritt für Schritt durch die Einrichtung der VR-Brille und zeigt erste kurze VR-Beispiele, die sich gut zum Ausprobieren eignen. Starten Sie die App gemeinsam mit Ihrem Kind, legen Sie das Smartphone in die gebastelte Brille und gehen Sie auf Entdeckungsreise!
Videoplattformen wie YouTube bieten eine große Anzahl an 360°-Videos. Mit der Cardboard-Brille und der YouTube-App können Sie mit wenigen Klicks mit Ihrem Kind in den Weltraum reisen oder im karibischen Ozean mit Haien tauchen. Suchen Sie beispielsweise nach „360 Video“ oder „360-Grad-Video-VR-Brille“.
Weitere Inhalte wie VR-Videos und VR-Games finden Sie in vielen Apps im Google Play Store oder Apple App Store, zum Beispiel mithilfe von Suchwörtern wie „Cardboard VR”, „360 VR” oder „VR Games”.
Es gibt viele Inhalte und Spiele für VR-Brillen – doch nicht alle sind für jedes Alter geeignet. So finden sich in den App-Stores z. B. auch Ego-Shooter-Spiele und auf YouTube 360°-Videos von Naturkatastrophen. Wägen Sie ab, welche Apps und Spiele förderlich sind, welche Ihrem Kind aber vielleicht auch Angst machen können. Ist Ihr Kind noch jünger oder noch unerfahren, nutzen Sie solche Apps nur gemeinsam. So können Sie bei Bedarf rechtzeitig eingreifen.
Es dauert einen Moment, sich an den Blick durch die VR-Brille zu gewöhnen, denn das Gehirn muss die zwei Bilder, die ein Smartphone im VR-Modus anzeigt, erst übereinanderlegen. Manchmal hilft es, das Smartphone in der Brille leicht nach links oder rechts zu schieben, damit es passt. Manche Menschen werden auch „seekrank”, wenn sie eine VR-Brille aufsetzen. Darauf sollten Sie bei Ihrem Kind achten. Am besten wählen Sie für den Anfang solche Inhalte aus, die keine Bewegungen und Schwankungen enthalten. Bei anderen Inhalten kann es helfen, sich mit dem Bild oder Video mitzubewegen.
Gerade weil sich die virtuelle Umgebung mit einer VR-Brille so echt anfühlen kann, ist das Suchtpotential für Kinder größer als für Erwachsene. Generell wird das Eintauchen in virtuelle Welten mit einer VR-Brille erst ab ca. 10 Jahren empfohlen. Begleiten Sie die VR-Erfahrungen Ihres Kindes und begrenzen Sie es zeitlich. Fangen Sie mit kurzen Einheiten an und tasten Sie sich gemeinsam langsam an die Technologie heran. Schauen Sie sich zunächst Fotos an, bevor Sie Videos oder Spiele ausprobieren.
Sie müssen sich nicht auf vorgefertigte VR-Erlebnisse beschränken, sondern können auch eigene Inhalte erstellen! Delightex Edu ist beispielsweise eine Lernplattform, auf der Kinder und Jugendliche virtuelle 3D- und VR-Welten gestalten können – direkt im Browser und ohne Programmierkenntnisse. Dabei bauen sie zum Beispiel digitale Ausstellungen, Lernräume oder interaktive Geschichten. So lernt Ihr Kind spielerisch, wie virtuelle Umgebungen funktionieren. Ihr Kind kann die virtuellen Welten visuell aufbauen, indem es Objekte per Drag-and-Drop platziert und Funktionen über einfache Baustein-Editoren (visuelles Coding) zusammenstellt. Das Tool lässt sich via Browser oder als App (Android, iOS, Microsoft) nutzen. Die Basisversion ist kostenfrei. Delightex Edu ist in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen verfügbar und für Kinder ab etwa der 3. Klasse geeignet. Eine Anleitung bietet das TüftelLaB.
Scrollt Ihr Kind in letzter Zeit häufiger durch YouTube Shorts? Diese Kurzvideos sind oft sehr fesselnd und können dazu führen, dass Ihr Kind insgesamt länger am Bildschirm bleibt.
YouTube Shorts ist ein Bereich innerhalb von YouTube mit sehr kurzen Videos im Hochformat. Sie funktionieren ähnlich wie TikTok-Clips oder Instagram-Reels. Darunter sind zum Beispiel lustige Clips und Challenges, Lifehacks und Bastelideen, Sport- und Gaming-Szenen sowie Tanz- und Musikvideos – oft erstellt von Influencer*innen. Die Clips sind 15 bis 60 Sekunden lang und werden automatisch hintereinander abgespielt. Welche Videos angezeigt werden, entscheidet ein Empfehlungsalgorithmus – also ein System, das sich am bisherigen Nutzungsverhalten orientiert.
Gerade für Kinder und Jugendliche sind Shorts sehr ansprechend, weil sie:
Doch Vorsicht: Auch wenn Ihr Kind nicht danach sucht, können überraschend ungeeignete Inhalte dazwischen auftauchen, weil die Auswahl automatisch erfolgt.
Mit einem Wischen erscheint sofort das nächste Video – und Ihr Kind kann leicht das Zeitgefühl verlieren. YouTube hat deshalb eine neue Funktion in der Elternaufsicht eingeführt:
Eine verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie bei medien-kindersicher.de unter Punkt 1.5.
Übrigens: Bei jüngeren Kindern kann die YouTube Kids-App eine Option sein. Dort werden die Inhalte altersgerecht gefiltert und insgesamt weniger endloses Scrollen gefördert.
Technische Zeitlimits und Schutzeinstellungen können Sie bei der Medienerziehung unterstützen. Hilfreich sind sie erst dann, wenn Ihr Kind versteht, warum diese Regeln gelten. Zu viel Shorts-Schauen kann Schlaf, Konzentration und andere Aktivitäten wie Hobbys oder Hausaufgaben stören. Legen Sie die Medienregeln zu Nutzungsdauer, Uhrzeiten und Pausen möglichst gemeinsam fest, dann hält sich Ihr Kind eher daran.
Scrollen Sie selbst oft lange auf Instagram, TikTok oder YouTube durch Kurzvideos? Dann kann es sein, dass es Ihrem Kind schwerer fällt zu verstehen, warum Sie bei ihm strenger sind. Wir Erwachsenen verbringen oft selbst viel Zeit am Smartphone, z. B. um Messenger zu nutzen, Nachrichten zu lesen, Podcasts zu hören und den Alltag zu organisieren. Versuchen Sie, Ihre eigene Mediennutzung zu reflektieren und gegebenenfalls zu begrenzen, z. B. indem Sie Handy-freie Zeiten einführen oder gemeinsam bildschirmfreie Aktivitäten planen.
Sie finden keine Antwort auf Ihre Frage? Stellen Sie Ihre persönlichen Fragen rund um die Mediennutzung Ihres Kindes direkt und bequem per Messenger-Service über WhatsApp oder Threema. Mehr Infos finden Sie hier.
Das Smartphone liegt griffbereit, die Konsole läuft heiß, Videos oder Spiele hören nicht auf – viele Eltern wünschen sich mehr Offline-Zeit für ihr Kind. Dabei geht es nicht um Verbote oder darum, Medien schlechtzumachen. Digitale Medien gehören heute selbstverständlich zum Aufwachsen dazu. Entscheidend ist eine gute Balance zwischen Online- und Offline-Zeit im Alltag.
Kinder und Jugendliche brauchen regelmäßige Pausen ohne Bildschirm. Offline-Zeiten ermöglichen Bewegung, kreatives Spielen, Entspannung und echte Begegnungen mit anderen. Das stärkt Fantasie, Konzentration und Selbstständigkeit und hilft, Stress abzubauen, auch wenn Kinder das selbst nicht immer so wahrnehmen.
Je älter Kinder werden, desto wichtiger wird Mediennutzung für Freundschaften und Zugehörigkeit. Gerade bei Jugendlichen spielt die Sorge, etwas zu verpassen, eine große Rolle. Für manche sind Medien sogar der wichtigste Weg, um mit Freund*innen oder einer Community in Kontakt zu bleiben, etwa wenn Gleichgesinnte nicht in der direkten Umgebung leben. Abschalten fällt dann oft schwer, weil Chats, Spiele oder Videos sozial wichtig sind. Hier hilft ein offenes Gespräch über Alternativen.
Sind Medien jederzeit verfügbar, hören viele nicht selbstständig auf. Deshalb brauchen Kinder Orientierung und Begleitung, z. B. durch feste Offline-Zeiten oder medienfreie Orte wie den Esstisch und vor dem Schlafengehen. Wichtig ist dabei, Medienzeiten nicht als Belohnung oder Strafe einzusetzen, da dies ihre Bedeutung zusätzlich aufwerten kann.
Strikte Verbote führen häufig zu Streit oder heimlicher Nutzung. Wirksamer ist es, Kinder einzubeziehen und gemeinsam Lösungen zu finden.
Offline-Zeit gelingt besser, wenn sie sich gut anfühlt:
Technische Einstellungen können unterstützen, ohne zu kontrollieren. Richten Sie Bildschirmzeit-Limits oder Pausen-Timer (z. B. in YouTube Kids) gemeinsam ein. So wird der Übergang zu Offline spielerisch und transparent.
Kinder beobachten genau, wie Erwachsene mit Medien umgehen. Legen Sie das Smartphone bewusst weg und teilen Sie es: „Ich mache jetzt Handy-Pause!“ Gemeinsame Regeln wie „handyfrei beim Essen“ gelten für alle und überzeugen am besten.
Reizbarkeit oder Frust beim Abschalten sind normal. Nehmen Sie Gefühle ernst: „Was fehlt dir gerade?“ oder „Was ist ohne Bildschirm schwierig?“. Bei anhaltenden Konflikten oder wenn Hobbys verblassen, schauen Sie genauer hin und holen Unterstützung (z. B. Beratung).
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Der erste Kinobesuch ist für viele Kinder ein großes Ereignis. Alles ist neu: die riesige Leinwand, der dunkle Saal, viele Menschen und ein Film, der nicht einfach gestoppt werden kann. Für manche Kinder ist das spannend, für andere vielleicht zu viel. Mit guter Vorbereitung wird der Kinobesuch trotzdem zu einem schönen Erlebnis.
Viele Kinder sind ab etwa 5 oder 6 Jahren bereit für ihren ersten Kinobesuch. Entscheidend ist aber weniger das Alter als die Reife Ihres Kindes. Kann es eine Weile ruhig sitzen? Kann es Spannung gut aushalten? Hat es keine große Angst vor Dunkelheit oder lauten Geräuschen? Manche Kinder sind erst später bereit, und das ist völlig in Ordnung.
In Deutschland vergibt die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) Alterskennzeichen für Kinofilme. Diese zeigen, ab welchem Alter ein Film freigegeben ist, sind aber keine pädagogischen Empfehlungen. Ein Film „ab 6“ kann für empfindliche Kinder trotzdem zu spannend oder zu traurig sein. Lesen Sie deshalb vorab kurze Inhaltsangaben und vertrauen Sie Ihrem Gefühl.
Gerade beim ersten Mal können Kinder von den Eindrücken überwältigt werden:
Wenn Ihr Kind unruhig wird oder den Kinosaal verlassen möchte, ist das völlig normal. Kommen Sie diesem Bedürfnis Ihres Kindes gern nach.
Viele Kinos bieten spezielle Kinderkino- oder Familienvorstellungen an. Manche haben sogar extra Angebote für das erste Kinoerlebnis. Diese Vorstellungen sind meist früher am Tag, kürzer, leiser, mit gedimmtem Licht und mit angepasster Werbung. Oft dürfen Kinder sich bewegen oder auch mal etwas sagen. Das nimmt Druck raus und macht den Einstieg leichter.
Bereiten Sie Ihr Kind vor: Erklären Sie, wie Kino abläuft, dass es dunkel wird und der Film nicht pausiert werden kann. Wichtig ist auch die klare Botschaft: Wir dürfen jederzeit rausgehen, wenn es zu viel wird. Setzen Sie sich dafür ggfs. eher an den Rand im Saal.
Sprechen Sie nach dem Film darüber, was Ihrem Kind gefallen hat und was vielleicht unheimlich war. So helfen Sie, das Erlebnis einzuordnen und legen eine gute Grundlage für den nächsten Kinobesuch.
Der erste Kinobesuch muss nicht perfekt sein. Entscheidend ist, dass Ihr Kind sich ernst genommen und gut begleitet fühlt.
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Instagram, WhatsApp, YouTube oder TikTok – das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Wer soziale Netzwerke oder Messenger nutzt, sollte grundlegende Regeln kennen. Das gilt für Erwachsene ebenso wie für Kinder und Jugendliche. Als Eltern können Sie Ihr Kind dabei unterstützen, verantwortungsvoll mit Fotos, Videos, Texten und persönlichen Daten umzugehen. Und auch selbst ein gutes Vorbild sein.
Schon bei den ersten Schritten im Internet ist es wichtig, Kinder Instagram an den Umgang mit personenbezogenen Daten heranzuführen. Anschauliche Vergleiche helfen: Ihr Kind möchte nicht, dass Persönliches oder Geheimnisse in der Klasse weitererzählt werden? Online gilt dasselbe.
Empfehlen Sie Ihrem Kind, vor jedem Teilen zu prüfen, ob die Information wirklich notwendig ist. Dazu gehören Name, Telefonnummer, Adresse, Geburtsdatum, Fotos, Videos, Messenger-IDs, Standortdaten oder Passwörter. Auch persönliche Daten anderer dürfen nur mit deren Einwilligung weitergegeben werden.
Werfen Sie außerdem gemeinsam einen Blick auf App-Berechtigungen. Nicht jede App benötigt Zugriff auf Standort, Kontakte, Mikrofon oder Kamera. Prüfen Sie die Einstellungen beim ersten Start und nach Updates regelmäßig.
Auch Eltern sollten ihr eigenes Online-Verhalten reflektieren. Das Teilen von Kinderfotos oder Informationen („Sharenting“) kann langfristige Folgen haben, etwa durch KI-generierte Deepfakes. Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre, auch gegenüber ihren Eltern.
Auf Plattformen wie YouTube, TikTok oder Instagram finden sich viele Inhalte, die zwar hochgeladen, aber nicht selbst erstellt wurden. Dazu zählen Musikstücke, Filme, Serien, Texte, Bilder, Grafiken oder Computerspiele. Diese Werke sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit Zustimmung der Rechteinhaber öffentlich geteilt werden.
Problematisch wird es zum Beispiel, wenn ein Tanzvideo mit einem geschützten Musiktitel hochgeladen oder ein Bild einer bekannten Sportlerin als Profilbild genutzt wird. Auch Screenshots, Memes oder kurze Videoausschnitte können urheberrechtlich relevant sein. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis 500.000 Euro oder Account-Sperrungen.
Es gibt Inhalte mit freien Lizenzen, etwa unter Creative-Commons-Lizenzen (CC), die je nach Lizenz genutzt und geteilt werden dürfen. Dabei müssen Name, Lizenzlink und Änderungen angegeben werden. Hinzu kommt, dass Fotos und Videos heute häufig mit Filtern oder KI-Tools bearbeitet werden. Rechte und Persönlichkeitsrechte bleiben bestehen; ein Bild wird nicht automatisch „frei nutzbar“, nur weil es technisch verändert wurde.
Das Recht am eigenen Bild ist Teil des Persönlichkeitsrechts und gilt für alle Menschen, auch für Kinder. Fotos oder Videos dürfen nur veröffentlicht oder weitergegeben werden, wenn die abgebildete Person zugestimmt hat. Bei minderjährigen Kindern entscheiden grundsätzlich die Eltern. Mit zunehmendem Alter sollten Kinder jedoch altersgerecht einbezogen werden und mitentscheiden können. Das betrifft öffentliche Posts ebenso wie Messenger-Nachrichten.
Gerade in Klassen- oder Gruppenchats wird das oft unterschätzt. Screenshots oder Weiterleitungen ohne Einwilligung sind rechtlich problematisch, selbst wenn sie nur im Freundeskreis geteilt werden. Mit zunehmendem Alter sollten Kinder selbst entscheiden, welche Inhalte geteilt werden. Vereinbaren Sie klare Regeln in Familie und Freundeskreis und prüfen Sie die Privatsphäre-Einstellungen der Apps. Messenger sind kein rechtsfreier Raum.
In den letzten Jahren wurden Plattformen stärker reguliert, beispielsweise durch den Digital Services Act (DSA, seit 2024 voll umgesetzt) oder die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Anbieter müssen Risiken für Minderjährige berücksichtigen: keine personalisierte Werbung, altersgerechte Algorithmen, schnelle Meldungen schädlicher Inhalte und einheitliche Beschwerdeverfahren.
Trotzdem bleibt die Verantwortung im Familienalltag. Instagram, Privatsphäre-Einstellungen und ein bewusster Umgang mit Inhalten können nicht vollständig an Plattformen ausgelagert werden. Viele Konflikte entstehen nicht aus böser Absicht, sondern aus Unwissenheit, Gruppendruck oder Unsicherheit.
Viele Kinder sind begeistert von Trickfilmen. Das Schöne ist: es braucht nicht viel, um zu Hause selbst welche zu machen! Smartphone oder Tablet, Bastelpapier und Stifte – und schon wird das Kinderzimmer zum Filmstudio.
Viele Trickfilme beruhen auf der Stop-Motion-Technik. Ähnlich wie beim Daumenkino werden viele Einzelbilder, die sich nur in Details unterscheiden, schnell hintereinander gezeigt. So geraten die Bilder in Bewegung. Der Vor- und Abspann vom Sandmännchen und die Geschichten von „Shaun das Schaf” sind zum Beispiel mit dieser Technik produziert.
Ihr Kind malt oder bastelt gern – oder spielt es lieber mit Duplo und Lego? Auch solche Dinge lassen sich wunderbar für die Produktion des ersten eigenen Films nutzen. Dann kann’s ja losgehen! Los geht’s!
Jeder Film braucht eine gute Geschichte mit einem Spannungsbogen. Denken Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind eine kurze Handlung aus. Die Geschichte sollte einfach und schnell zu erzählen sein und eine überschaubare Anzahl an Figuren haben. Schreiben Sie die Geschichte auf, damit Sie später beim Dreh den Überblick behalten.
Für den Filmdreh können Sie ein Smartphone oder Tablet mit einer geeigneten App nutzen. Empfehlenswert sind Stop Motion Studio (Android und iOS; Grundversion kostenfrei), InShot (Android und iOS, Basisversion kostenfrei), oder iStop Motion (iOS; kostenfrei). Über die App lassen sich die Fotos nacheinander aufnehmen, und automatisch entsteht daraus der Film.
Trickfilme können Sie auf verschiedene Arten gestalten:
Weitere Ideen und Anleitungen zu verschiedenen Trickfilm-Arten finden Sie in diesem Artikel der Filmothek NRW.
Bereiten Sie den Drehort gut vor. Praktisch ist zum Beispiel eine Trickfilmbox. Eine Bauanleitung finden Sie unter jff.de/kinder. Für Legetrick wird von oben gefilmt, dafür braucht es einen passenden Untergrund – zum Beispiel eine gemalte Blumenwiese. Für Puppen- und Knettrickfilme wird eher schräg von oben bzw. seitlich gefilmt. Hier helfen kleine Kulissen aus Papier und Gegenständen oder vorhandene Spielwelten wie ein Puppenhaus. Verwenden Sie ein Stativ oder eine Tablethalterung, damit das Gerät stabil bleibt. Alternativ können Sie auch mit Büchern und anderen Gegenständen eine stabile Fixierung bauen. Wichtig ist, dass die Kamera genügend Abstand hat, damit alles ins Bild passt und die Figuren gut bewegt werden können. Achten Sie außerdem auf gleichmäßiges Licht, das sich während des Drehens nicht verändert.
Beim Filmdreh braucht es etwas Geduld, denn für einen kurzen Trickfilm sind viele Fotos nötig. Als Faustregel gelten etwa acht Bilder pro Sekunde Film. Zwischen den Fotos verändern Sie nur eine Kleinigkeit. Wenn zum Beispiel eine Legofigur winkt, bewegen Sie den Arm von Bild zu Bild ein kleines Stück weiter nach oben. Auch andere Figuren oder Gegenstände können Sie gleichzeitig in Bewegung bringen.
Am besten klappt es im Team: Ein Familienmitglied macht die Fotos, ein anderes bewegt die Figuren. Eine Person behält den Überblick: sie sagt an, was als Nächstes passiert, und achtet darauf, dass alles stimmt. Prüfen Sie die Aufnahmen regelmäßig direkt auf dem Display. Und tauschen Sie gerne auch mal die Rollen!
Nach dem Filmdreh folgt die Nachproduktion. Hier können Sie in der App Titel, Texte, Töne und Musik sowie Effekte ergänzen und den Film lebendig gestalten. Tipps zur Verwendung von lizenzfreier Musik finden Sie hier bei kindersache.de. Außerdem lassen sich Bilder löschen oder verschieben und die Anzeigedauer einzelner Bilder anpassen. Wenn die Figuren sprechen sollen, können Sie die Dialoge im Anschluss mit verteilten Rollen einsprechen.
Was ist ein Film ohne Premiere? Auch das können Sie mit Ihren Kindern zelebrieren – mit Limo und Popcorn in einem abgedunkelten Raum. Vielleicht werden Oma und Opa oder die Nachbarskinder dazu eingeladen. Zusätzlich ist eine Veröffentlichung auf einer Kinderplattform wie JUKI auf Kindersache denkbar, hierbei muss jedoch das
Und jetzt: viel Spaß beim Ausprobieren!
Kinder und Jugendliche begegnen KI heute an vielen Stellen: Chatbots beantworten Fragen für die Hausaufgaben, Sprachassistenten helfen im Alltag, kreative Apps erzeugen Bilder, Musik oder kleine Geschichten. Das kann spannend, inspirierend und gleichzeitig verwirrend sein. Viele Eltern fragen sich deshalb: Wie begleite ich mein Kind so, dass es KI neugierig, sicher und kritisch nutzt, ohne überfordert zu werden? Keine Sorge: Sie müssen keine KI-Expert*innen sein, um Ihr Kind sicher zu begleiten.
Künstliche Intelligenz wirkt oft erstaunlich klug. Sie antwortet schnell, freundlich und manchmal überzeugender als Erwachsene. Kinder sollten jedoch verstehen: KI „weiß“ nichts. Sie berechnet lediglich, welche Antworten wahrscheinlich richtig wirken. Und genau deshalb kann sie Fehler machen, Vorurteile übernehmen oder Inhalte erfinden.
Zudem speichern viele KI-Anwendungen die eingegebenen Daten. Je nach Tool können mehr oder weniger Informationen gesammelt werden. Kinder sollten deshalb früh lernen, vorsichtig mit persönlichen Informationen umzugehen. Auch sollte klar sein, dass KI kein Ersatz für persönliche Beratung, Lehrer*innen oder Eltern ist.
Je jünger Kinder sind, desto mehr Begleitung brauchen sie beim Umgang mit KI. Besonders bei Grundschulkindern ist es wichtig, gemeinsam auszuprobieren, Fragen zu stellen und Ergebnisse zu hinterfragen.
Sie finden keine Antwort auf Ihre Frage? Stellen Sie Ihre persönlichen Fragen rund um die Mediennutzung Ihres Kindes direkt und bequem per Messenger-Service über WhatsApp oder Threema. Mehr Infos finden Sie hier.
Plätzchenduft, Shopping-Stress, leuchtende Kinderaugen: Die Feiertage rücken näher und bei vielen Kindern und Jugendlichen stehen digitale Geräte und Spiele auf der Wunschliste. Was sollten Sie als Eltern vor und nach dem Schenken beachten? Zwischen den Jahren und in den Ferien bleibt auch Zeit für gemeinsame Medienerlebnisse in der Familie. Wie kann diese sicher, altersgerecht und sogar kreativ gestaltet werden? Wir geben Ihnen in diesem Artikel einen Überblick über Angebote aus dem Elternguide.online-Partnernetzwerk.
Die Weihnachtsferien können lang sein, besonders wenn das Wetter draußen nicht so recht zum Spielen einlädt. Wenn Sie zuhause Geräte wie Smartphones, Tablets, Kameras oder einen Laptop zur Verfügung haben – wie wäre es, wenn Sie und Ihr Kind einfach mal loslegen? Sie können gemeinsam fotografieren oder filmen, neue kreative Apps ausprobieren und Medienzeit aktiv gestalten. Das macht riesig Spaß und Ihr Kind lernt nebenbei auch noch was in Sachen Medienkompetenz.
Auf der Website kinder.jff.de gibt es Vorschläge für einfache Medienprojekte, die Kinder ab 3 Jahren mit Unterstützung von Ihnen als Eltern zuhause durchführen können. Dabei helfen kindgerechte Videoanleitungen, in denen die Umsetzung der Medienprojekte Schritt für Schritt gezeigt wird. Wie wäre es mit einem Foto-Memory mit Christbaumschmuck oder einer Hörgeschichte zum Thema Weihnachtstraditionen?
Für kleine Fotofans zwischen 8 und 12 Jahren bietet knipsclub einen sicheren Rahmen, sich in einer geschlossenen und pädagogisch betreuten Fotocommunity auszuprobieren und miteinander über Fotos auszutauschen. Auf der Website finden Sie kreative Foto-Tipps, zum Beispiel zum Malen mit Licht. Besonders in der Silvesternacht ein richtiger Hingucker!
Challenges kennen Sie bestimmt aus Social Media, z. B. Tanz-Challenges auf TikTok. Kinder und Jugendliche lieben es, sich Herausforderungen zu stellen. Challenges müssen aber nicht unbedingt nur im Internet stattfinden, Sie können sie auch zuhause in der Familie spielen! Probieren Sie doch mal die Top-Foto-Challenge, die Clip-Challenge oder die Nachstellen-Challenge aus. In unserem Elternguide-Artikel haben wir ein paar Vorschläge dazu gemacht. Weitere Advents-Challenges finden Sie auf der Website des JFF-Projekts webhelm.de.
Kinder haben viele Fragen und lernen früh, dass sie ihre Fragen im Internet beantwortet werden. Wie wird Weihnachten in anderen Ländern gefeiert? Welche Basteltipps und welche Backrezepte gibt es rund um Weihnachten? Die Kindersuchmaschine fragFINN bietet Kindern Zugang zu rund 3.400 geprüfte Websites, darunter knapp 400 Kinderseiten. Grundschulkinder können hier in einem geschützten Surfraum ihre ersten Interneterfahrungen machen und lernen, mit Suchmaschinen und Suchergebnissen umzugehen. Beim fragFINN-Adventskalender können Kinder jeden Tag ein Türchen öffnen, dahinter verbergen sich Links zu anderen Kinderseiten mit vielfältigen Infos und Angeboten passend zur Winterzeit. Weitere spielerische Lernseiten finden Sie in diesem Elternguide-Artikel.
Bestimmt schaut Ihr Kind auch gerne Videos und geht ins Kino. So ein gemeinsamer Fernsehabend kann ein richtig schönes Familienerlebnis sein. Beachten Sie dabei die Alterskennzeichen der FSK, um Ihr Kind vor ungeeigneten Inhalten zu schützen. Doch aufgepasst: FSK-Kennzeichen sind keine pädagogischen Empfehlungen. Wenn Sie passende Filme, Serien oder YouTube-Clips für Ihr Kind suchen, schauen Sie doch mal bei FLIMMO vorbei. Die pädagogischen Einschätzungen und Beschreibungen geben Orientierung bei der Auswahl. Unter dem Special „Highlights im Advent“ finden Sie winterliche Filmtipps vom Grüffelokind über den Grinch bis zum Polarexpress. Was es zu beachten gibt, wenn Medien auf dem Wunschzettel stehen, erklärt FLIMMO in diesem Artikel. Alles, was Sie zum Jugendschutz im Kino wissen müssen, finden Sie in diesem Elternguide-Artikel.
Wann das eigene Kind reif für das erste Smartphone ist, müssen Eltern je nach Entwicklungs- und Erfahrungsstand individuell entscheiden. Schließlich steht Ihrem Kind mit einem Smartphone theoretisch die ganze Welt des Internets mit all seinen Chancen, aber auch Risiken offen. klicksafe bietet umfangreiche Informationen für Eltern. Überprüfen Sie über die Checkliste zur Smartphone-Reife, ob ein Smartphone schon unter den Weihnachtsbaum gehört. Ist die Entscheidung positiv ausgefallen? Dann informieren Sie sich über technische Einstellungsmöglichkeiten und richten Sie das Smartphone kindersicher ein. Alle Informationsmaterialien von klicksafe finden Sie in diesem Themenspecial.
Sie möchten Ihr Kind auf das erste Smartphone unter dem Weihnachtsbaum vorbereiten? Kindgerechte Informationen zum ersten Smartphone gibt es im Kindermagazin Genial Digital vom Deutschen Kinderhilfswerk. Die fragFINN-App ermöglicht Ihrem Kind einen geschützten Surfraum auf seinem ersten Smartphone und gibt ihm Zugang zu den qualitätsvollen, positiven Angeboten.
Überlegen Sie, alternativ eine Smartwatch anzuschaffen? Dann sehen Sie sich diesen Themenbereich von klicksafe an. Beachten Sie: technische Schutzmaßnahmen ersetzen nicht das Gespräch und die Medienregeln in der Familie. Bleiben Sie mit Ihrem Kind in Kontakt und begleiten Sie es bei den ersten Schritten mit Smartwatch oder Smartphone.
Neben Gesprächen und Medienregeln ist der technische Jugendmedienschutz ein wichtiger Baustein der Medienerziehung. Nutzen Sie die Einstellungen zur Bildschirmzeit und Digital Wellbeing auf Smartphones, um Zeitlimits für das gesamte Gerät oder für verschiedene Apps einzustellen und Inhalte zu filtern. Das Jugendschutzprogramm JusProg bietet für mobile Geräte und Laptops eine präzise Filtermöglichkeit für Websites und sichere Voreinstellungen. Google Family Link und YouTube Kids bieten in der Welt des Internetgiganten Google die Möglichkeit, Medienerlebnisse für Ihr Kind sicherer zu machen. Auch Social-Media-Apps wie Instagram und TikTok bieten Sicherheitsfeatures und Möglichkeiten der Begleitung durch Eltern. Streaming in der Familie kann eine schöne Beschäftigung in den Ferien sein. Fast alle Streaming-Angebote haben zertifizierte Angebote zum Jugendschutz. Nutzen Sie eigene Kinderprofile und die Jugendschutzfunktion mit der PIN. Viele der Jugendschutzprogramme wurden von der Gutachterkommission der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) freigegeben. Mehr zu technischen Lösungen im Jugendmedienschutz finden Sie auf der Webseite der FSM.
Detaillierte Anleitungen zu allen Geräten gibt es auf der Website medien-kindersicher.de.
Welche Spiele soll ich meinem Kind zu Weihnachten schenken? Sind Games für Kinder im Vorschulalter in Ordnung? Im Familienbereich der USK-Website und über die USK-Broschüren erhalten Sie alle Informationen zu den Alterskennzeichen der USK, den Zusatzhinweisen und zum Umgang mit dem Thema Games in der Familie.
Die USK-Kennzeichen geben an, ab welchem Alter ein Spiel keine Entwicklungsbeeinträchtigungen hervorruft. Die Zusatzhinweise wie „Fantasy-Gewalt“ oder „Handlungsdruck“ geben Eltern gute Hinweise, ob ein Spiel für das eigene Kind geeignet ist. Pädagogische Einschätzungen zu Spielen finden Sie beim Spieleratgeber NRW. Beschreibungen beliebter Spiele wie Fortnite, Minecraft oder Roblox sind auf Elternguide.online verfügbar. Im USK-Lexikon werden die wichtigsten Begriffe, Geräte und Genres erklärt.
Sie möchten Ihrem Kind zu Weihnachten mit einem Game eine Freude machen? Informieren Sie sich über die Vertriebswege von Games und über technische Vorsorgemaßnahmen. Sowohl an Konsolen als auch in Game-Stores und den Spielen selbst lassen sich verschiedenste Einstellungen zum Jugendschutz vornehmen. Spielen Sie zusammen mit Ihrem Kind und stellen Sie ihm interessierte Fragen zu seinen Lieblingsspielen.
Das Team von Elternguide.online wünscht Ihnen und Ihrer Familie eine schöne Weihnachtszeit und viel Freude im sicheren und kreativen Umgang mit Medien!
Schnell eine Kinderserie, einen Spielfilm für den Abend oder das wichtige Fußballspiel? Läuft alles bei Joyn. Joyn ist eine Streaming-Plattform wie Netflix und Co., aber ein deutscher Anbieter mit kostenfreiem Basis-Angebot. Doch was kann die Plattform wirklich – und worauf sollten Eltern achten?
Joyn ist der deutsche Mittelweg zwischen klassischem Fernsehen und großen Streamingdiensten. Das Angebot lässt sich über Smartphone, Tablet, PC oder Smart-TV abrufen, per App oder im Browser. Kinder und Jugendliche finden hier aktuelle Fernsehshows, ihre liebsten Serien aus der deutschen Fernsehlandschaft und internationale Filme für den Kinoabend zu Hause. Die Plattform vereint klassische TV-Inhalte mit modernen Streaming-Funktionen, sodass sowohl Live-Sport als auch exklusive Serien jederzeit abrufbar sind.
Für Kinder und Jugendliche ist Joyn vor allem attraktiv, weil die Basisversion kostenfrei und teils sogar ohne Login nutzbar ist. Viele frei verfügbare Live-TV-Inhalte lassen sich im Browser direkt abrufen. Für weitere Funktionen – etwa personalisierte Empfehlungen oder das Speichern von Watchlists – ist eine Registrierung mit E-Mail-Adresse erforderlich.
Wenn Eltern keinen eigenen Streamingdienst abonnieren möchten oder können, bleibt Joyn dennoch gut zugänglich. Die Plattform bietet viele Shows und Serien, über die auf dem Schulhof gerade gesprochen wird, darunter Big Brother, The Masked Singer oder Germany’s Next Topmodel.
Besonders reizvoll für junge Fans der Sendungen: Joyn bietet in der App Möglichkeiten, aktiv mitzuwirken. Zuschauer*innen können beispielsweise abstimmen, wer in einer Show eine Runde weiterkommt, an Quiz-Formaten teilnehmen oder bei Gewinnspielen mitmachen. Das stärkt das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein, und motiviert zum regelmäßigen Einschalten.
Wer Joyn nutzt, bekommt zunächst nur Inhalte angezeigt, die unter 16 Jahren freigegeben sind. Für alles, was ab 16 oder 18 freigegeben ist, muss der Account mit einer Ausweisnummer verifiziert werden. Diese Altersüberprüfung bietet aber keinen vollständigen Schutz. Eltern können ein Profil erstellen und es mit einer Jugendschutz-PIN sichern, so dass Kinder nur Inhalte abspielen können, die ab 0, 6 oder 12 Jahren freigegeben wurden.
Wichtig zu wissen: Nicht abspielbare Inhalte bleiben weiterhin sichtbar. Vorschaubilder, Titel oder kurze Beschreibungen können Kinder neugierig machen oder auf Themen hinweisen, die für ihr Alter nicht geeignet sind. Der Jugendschutz-PIN schützt also nur das Abspielen, nicht die Sichtbarkeit oder Wirkung der Inhalte.
Joyn betont, dass Jugendschutz ein wesentlicher Bestandteil der Plattform ist und alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Die Jugendschutz-PIN kann nicht einfach deaktiviert werden, und der Anbieter stellt ausführliche Anleitungen zum Einrichten von Profilen für Kinder bereit. Die Altersverifikation erfolgt datenschutzkonform, die Daten werden nur temporär gespeichert
Treffen Sie mit ihrem Kind klare Absprachen, was geschaut werden darf und was nicht. Nutzen Sie das Angebot – besonders bei jüngeren Kindern – möglichst gemeinsam. Begleiten Sie Ihr Kind aktiv, sprechen Sie über Inhalte und darüber, ob etwas vielleicht Angst macht oder unangenehme Gefühle auslöst. Stellen Sie ein Profil mit Jugendschutz-PIN ein, wenn Ihr Kind zu jung ist, um Inhalte ab 16 oder 18 Jahren zu sehen. Achten Sie darauf, dass Inhalte die nach Jugendschutz-Bewertung ab 0, 6 und 12 Jahren freigegeben sind, für alle zugänglich bleiben. Sprechen Sie regelmäßig mit Ihrem Kind darüber, welche Inhalte in Ordnung sind und wie lange geschaut werden darf. Achten Sie darauf, wie Ihr Kind Werbung wahrnimmt, vor allem wenn es häufig Inhalte aus dem kostenfreien Bereich nutzt. Erklären Sie, dass Werbung Interessen beeinflussen kann und nicht alles, was beworben wird, geeignet oder notwendig ist. Überprüfen Sie gelegentlich die vorgeschlagenen Inhalte, da Vorschaubilder trotz Sperre sichtbar bleiben.
Die JIM-Studie (Jugend, Information, Medien) liefert Einblicke in die Mediennutzung Jugendlicher (12 bis 19 Jahre) in Deutschland. Sie wird jährlich vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest durchgeführt. Hier fassen wir die wichtigsten Ergebnisse so zusammen, dass Eltern ihre Kinder besser unterstützen können.
Fast alle Jugendlichen (98 %) besitzen ein Smartphone, das sie täglich nutzen. Im Durchschnitt verbringen sie rund vier Stunden täglich am Gerät, bei älteren Jugendlichen sind es über viereinhalb Stunden. Entscheidend ist nicht nur die Dauer, sondern auch die Art der Inhalte, die Jugendliche konsumieren. Diese Nutzungszeit umfasst sowohl schulische Aufgaben als auch Freizeitaktivitäten. Besonders ab 16 Jahren nutzen viele ihr Smartphone nahezu durchgehend. Auch wenn ihnen bewusst ist, wie wichtig Pausen sind, fällt es vielen schwer, die Nutzung eigenständig zu regulieren.
Social Media-Plattformen und Messenger bleiben weiterhin die wichtigsten Kanäle, um zu kommunizieren, sich zu informieren und den Alltag zu organisieren.
Zum ersten Mal liegt der Fokus der Studie 2025 auf dem Thema Künstliche Intelligenz (KI): 91 Prozent der Jugendlichen verwenden mindestens ein KI-Tool. Besonders oft wird KI für die Schule und Hausaufgaben genutzt, etwa zur schnellen Informationssuche. Aber auch für die Antwort auf Fragen, die Jugendliche bewegen oder um herauszufinden, wie etwas geht, setzen Jugendliche KI ein.
Schon jüngere Jugendliche verwenden KI regelmäßig. Deshalb sollten Eltern die Themen KI-Nutzung, Quellenkritik und den verantwortungsvollen Umgang mit Informationen gemeinsam mit ihren Kindern besprechen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, wofür sich welche KI-Anwendungen eignen und, dass KI-Chatbots nicht den Austausch mit anderen Menschen ersetzen.
Die Studie zeigt auch, dass viele Jugendliche negative Erlebnisse machen: Etwa ein Viertel kennt Fälle von Mobbing in ihrem Umfeld, 9 Prozent sind selbst betroffen. Die Kommunikationsrisiken von Social Media und Smartphone bleiben hoch. Zusätzlich belasten der ständige Druck erreichbar zu sein, Cyber-Kontakte und problematische Inhalte viele Jugendliche.
Neben diesem Überblick empfehlen wir auch die miniKIM-Studie zur Mediennutzung von Kleinkindern und die KIM-Studie 2022 für jüngere Kinder.
Weitere ausführliche Informationen zur JIM-Studie 2025 finden Sie auf der Website des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest und bei Handysektor.
Welche Wörter haben Sie benutzt, als Sie jünger waren – und wie fanden das Ihre Eltern? Überlegen Sie mal! Denn es ist vollkommen normal, dass Sie Ihr Kind manchmal nicht verstehen, weil es Wörter benutzt, die Sie nicht kennen oder gebrauchen.
Unsere Sprache ist geprägt von der Welt der Erwachsenen. Jugendliche haben das starke Bedürfnis, eine eigene Identität auszubilden, selbstständig zu werden und sich von Erwachsenen abzugrenzen. Das kommt auch in der sogenannten Jugendsprache zum Ausdruck, mit der sie eine eigene Welt erschaffen. Mit eigener Sprache, oder zumindest eigenen Begriffen, schaffen sie etwas Eigenes und Jugendtypisches. Das verbindet und schafft Selbstvertrauen. Den “veralteten” Slang der Eltern zu verwenden, würde altmodisch und uncool klingen.
In jeder neuen Generation, in bestimmten Jugendszenen und sogar an unterschiedlichen Orten verändert sich Jugendsprache und es gibt andere Wörter und Ausdrücke. Typisch ist, dass Jugendliche einfacher sprechen als Erwachsene. Dabei benutzen sie manchmal auch ungewöhnliche oder ungewohnte Begriffe. Die Sprache ist weniger “richtig”, weil Jugendliche spontaner sprechen. Dafür transportiert sie wesentlich mehr Gefühle und Stimmungen.
Auch die Kommunikation im Netz hat einen starken Einfluss darauf, wie Jugendliche sprechen oder schreiben. Im Messenger-Chat zum Beispiel werden Emojis, GIFs, Sticker und Memes verwendet. Die Sprache wird deutlich verkürzt und ist oft fehlerhaft. Begriffe aus der Gaming– und Rap-Szene, von Influencer*innen und vor allem aus dem im Netz dominierenden Englisch werden übernommen. Viele Begriffe spiegeln sich in Hashtags wider. Welche Sprache Jugendliche gebrauchen, ist abhängig davon, wo sie sich im Internet bewegen und welcher Trend gerade angesagt ist. Damit zeigen sie, welcher Jugendkultur sie sich zugehörig fühlen und welchen medialen Vorbildern sie nacheifern.
Checken Sie doch mal Ihr Wissen rund um die Sprache Ihres Kindes aus. Folgende Wörter sind im Jahr 2025 besonders beliebt. Am Ende des Beitrags finden Sie die Auflösung.
Es gibt also keinen ernsthaften Grund, sich Sorgen zu machen, wenn Sie Ihr Kind manchmal nicht verstehen. Respektieren Sie den Wunsch nach Abgrenzung und haben Sie grundsätzlich Verständnis dafür, wenn Ihr Kind andere Wörter benutzt als Sie. Das bedeutet aber nicht, dass Sie sich alles von ihm sagen lassen müssen. Gerade wenn die Sprache unanständig, verletzend oder beleidigend ist. Sagen Sie das Ihrem Kind. Verdeutlichen Sie ihm, warum es auch mit anderen nicht so sprechen soll, und vereinbaren Sie, wenn nötig, Regeln zum Umgang miteinander. Auch in der Online-Kommunikation kann der Einsatz von Jugendsprache problematisch sein, etwa beim Trashtalk in Online-Spielen oder bei Cybermobbing. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über einen respektvollen Umgang im Internet. Die gleichen Regeln, die offline für ein faires und wertschätzendes Miteinander gelten, sollten auch online beachtet werden: Fairness, Offenheit und Respekt.
Sie sind und bleiben die oder der Erwachsene, von der oder dem sich Ihr Kind unterscheiden möchte. Versuchen Sie deshalb nicht, sich sprachlich anzunähern. Das wird Ihr Kind eher als Eindringen in seine Intimsphäre empfinden. Sprechen Sie so, wie Sie es immer tun. Trotzdem können Sie sich gelegentlich über die fantasievollen Wortschöpfungen Ihres Kindes freuen und nachfragen, wenn Sie etwas nicht verstehen!
Auflösungen:
Ob Tanztrends, Comedy oder kleine Alltagsmomente – TikTok begeistert Jugendliche weltweit. Die Plattform lädt dazu ein, kreativ zu werden, Neues auszuprobieren und mit anderen in Kontakt zu kommen. Für viele Jugendliche ist sie längst mehr als nur Unterhaltung, sie ist Teil ihres Alltags.
TikTok kombiniert Social Media und Video-App. Nutzer*innen wählen aus einer Bibliothek bekannter Songs, Audios oder Filmzitate, filmen Playback dazu oder erstellen eigene Clips. Die Videos dauern meist nur wenige Sekunden bis Minuten, inzwischen sind auch Clips bis zu zehn Minuten möglich. Manche Videos lösen Hypes aus, werden nachgeahmt oder als Challenges weitergeführt.
Öffentliche Videos lassen sich über den Browser anschauen, für eigene Uploads ist ein Account nötig. TikTok bietet viele Zusatzfunktionen: Duette (gemeinsames Filmen), Stitches (Clips anderer weiterführen), Livestreams und den TikTok Shop. Auch Unternehmen und Influencer*innen nutzen die Plattform für Werbung.
Jugendliche schätzen TikTok für Spaß, Austausch und Selbstpräsentation. Die App ist niedrigschwellig: Mit Effekten, Musikbibliothek und einfachen Schnittmöglichkeiten lassen sich schnell eigene Videos erstellen. Anders als auf Instagram oder YouTube geht es weniger um Perfektion und mehr um Kreativität und Alltag. Die Videos wirken authentisch, TikToker*innen werden oft als nahbare Vorbilder wahrgenommen.
TikTok motiviert junge Nutzer*innen, eigene Ideen umzusetzen: Tanzmoves, Comedy, Experimente, Tutorials oder Rollenspiele. Viele lernen dabei, Inhalte zu planen, kleine Storyboards zu entwickeln und Musik mit visuellen Effekten zu kombinieren.
TikTok entwickelt seine Sicherheitsfunktionen kontinuierlich:
Trotz dieser Maßnahmen bleibt der Feed algorithmusgesteuert. Inhalte können gefiltert werden, z. B. Videos von Menschen mit Beeinträchtigungen oder solche, die in einzelnen Ländern zensiert werden. Die Endlosschleifen der App können zudem zu starkem Nutzungsdruck führen.
Motivation klären: Fragen Sie Ihr Kind, warum es TikTok nutzen möchte –Unterhaltung, Kreativität oder Austausch? Erklären Sie, dass Likes, Follower*innen und Kommentare die Selbstwahrnehmung beeinflussen können.
Schrittweise Einführung: Erkunden Sie die App zunächst gemeinsam über den Browser, ohne Account. Richten Sie ihn später zusammen ein, geben Sie das Geburtsjahr unbedingt korrekt ein – nur so greifen die jugendschutzrelevanten Sicherheitsfunktionen. Prüfen Sie die Einstellungen Schritt für Schritt: Privatsphäre, Kommentare, Zeitlimits.
Sicherheitsfunktionen nutzen: Aktivieren Sie den Begleiteten Modus, private Konten, eingeschränkte Kommentare und Inhaltsfilter. Deaktivieren Sie Livestreams, Duette und Stitches unter 16 Jahren. Die Schritt-für-Schritt-Anleitungen auf medien-kindersicher.de helfen dabei, alle wichtigen Einstellungen korrekt einzurichten.
Regeln für private Nachrichten: Legen Sie gemeinsam fest, wer DMs oder Sprachnachrichten senden darf. Deaktivieren Sie diese Funktion bei Bedarf vollständig. Gruppenchats nur mit bekannten Personen erlauben.
Privatsphäre schützen: Erklären Sie, niemals persönliche Daten wie Name, Schule oder Adresse zu teilen. Zeigen Sie, wie Gesichter mit Stickern oder Hintergründen verdeckt werden können. Weisen Sie auf mögliche biometrische Datenerfassung durch Filter hin.
Zeitmanagement und Balance: Vereinbaren Sie feste Bildschirmzeiten, planen Sie Pausen ein und fördern Sie Aktivitäten außerhalb der App. Begleiten Sie Ihr Kind aktiv, statt nur zu kontrollieren.
Reflektierter Umgang mit Inhalten: Diskutieren Sie Werbung, Filter, Influencer*innen und Trends. Zeigen Sie, wie Inhalte gemeldet oder blockiert werden. Nutzen Sie die Neustart-Funktion, um Empfehlungen kritisch zu hinterfragen.
Kommunikation fördern: Ermutigen Sie Ihr Kind, sich bei Cybermobbing oder Belästigung zu melden. Üben Sie gemeinsam das Melden und Blockieren. Sprechen Sie über respektvolles Kommentieren und digitale Empathie. Mehr Informationen bietet der Leitfaden für Eltern von TikTok (in Zusammenarbeit mit der FSM).
Kritisches Denken stärken: Erklären Sie, wie Algorithmen funktionieren, welche Möglichkeiten zum Geldverdienen bestehen und wie Inhalte manipulativ wirken können. So lernt Ihr Kind, Informationen kritisch zu prüfen.
Begleiten statt überwachen: Schauen Sie gelegentlich gemeinsam Videos an, reflektieren Sie Regeln und passen Sie diese bei Bedarf an. Vertrauen ist die wichtigste Basis.
Ein eigenes Tablet kann für Kinder spannend sein: Spiele spielen, Bücher lesen, kreativ werden oder Lern-Apps nutzen. Viele Eltern fragen sich jedoch: Wann lohnt es sich, ein eigenes Gerät zu geben – und wann reicht das Familien-Tablet?
In den ersten Jahren ist ein gemeinsames Tablet sinnvoll. Ihr Kind kann so Inhalte ausprobieren, während Sie begleiten, erklären und einschränken, was es sieht und macht. Ein Familiengerät ist oft ausreichend, um erste Erfahrungen mit Apps, Videos oder Spielen zu sammeln und die Mediennutzung gemeinsam zu reflektieren.
Ein eigenes Tablet wird sinnvoll, wenn Ihr Kind regelmäßig unabhängig Medien nutzen möchte, eigene Interessen verfolgen will oder Lern-Apps verwendet, die persönliche Konten erfordern. Bei Kindern ab etwa 6 bis 7 Jahren kann ein eigenes Gerät sinnvoll sein, wenn Sie die Nutzung klar regeln und begleiten.
Entscheidend ist nicht das Alter, sondern die Reife Ihres Kindes: Kann es Regeln einhalten? Weiß es, wie man sicher im Netz surft? Kann es Inhalte reflektieren und zwischen Spielen, Lernen und Unterhaltung unterscheiden? Erst wenn diese Kompetenzen vorhanden sind, lohnt sich ein eigenes Gerät.
Ein Tablet für Kinder sollte robust, intuitiv bedienbar und nicht zu teuer sein. Gute Einstiegsmöglichkeiten sind einfache Geräte mit stabiler Hülle und kinderfreundlicher Oberfläche. Prüfen Sie, ob Lern-Apps, Hörbücher oder kreative Tools sinnvoll sind und ob In-App-Käufe und Werbung deaktiviert werden können.
Egal ob Familien- oder eigenes Gerät: Legen Sie gemeinsam Nutzungszeiten, Inhalte und Regeln fest. Kindersicherungen, Familienkonten und Jugendschutz-Apps helfen, die Mediennutzung zu steuern. Reflektieren Sie gemeinsam: Wie lange darf Ihr Kind das Tablet nutzen? Welche Inhalte sind erlaubt?
Ein eigenes Tablet kann die digitale Selbstständigkeit fördern, wenn Sie begleiten: Funktionen erklären, Lern-Apps gemeinsam ausprobieren und kritisch über Werbung, Algorithmen und Inhalte sprechen. So lernt Ihr Kind, Medien bewusst und reflektiert zu nutzen.
Sie finden keine Antwort auf Ihre Frage? Stellen Sie Ihre persönlichen Fragen rund um die Mediennutzung Ihres Kindes direkt und bequem per Messenger-Service über WhatsApp oder Threema. Mehr Infos finden Sie hier.